Bengt Wedemalm
Die Macht des Glaubens Ein Senfkorn versetzt Berge
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Copyright Š 2012 by ReformaZion Media BraasstraĂ&#x;e 30 D-31737 Rinteln Fon 05751 / 97 17 0 Fax 05751 / 9717 17 info@reformazion.de www.reformazion.de ISBN 978-3-938972-13-7 1. Auflage, September 2012 Printed in Germany Die Bibelzitate wurden, wenn nicht anders angegeben, der revidierten Lutherbibel 1984, Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart, entnommen.
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Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags
1 Seit ich Jesus vor dreißig Jahren als meinen Herrn annahm, fasziniert mich alles, was mit Glauben zusammenhängt. Dennoch verwirrten mich während meiner ersten Christenjahre einige der verschiedenen Glaubenslehren. Manche Ansicht stellte Glauben als weit entfernt und als etwas unmöglich zu Erreichendes dar, was ich niemals ergreifen könnte. Dagegen waren die Bücher von Kenneth Hagin und ähnliche andere Schriften ein großer Segen für mich; ich las sie mehrmals durch und wurde zu einem „Glaubensmenschen“ und einem „Wort des Glaubens“-Prediger. Ich kann mich noch daran erinnern, als ich mir das erste Mal von Herzen sicher war, dass dem alles möglich ist, der an Jesus Christus glaubt. Ich fühlte mich, als könnte ich buchstäblich einen Berg versetzen. Die Glaubenslehre hat mir, einem heutigen Missionar und Pionier, sehr geholfen. Meine liebste Schriftstelle war und ist noch immer: Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berge spräche: „Heb dich und wirf dich ins Meer!“, und zweifelte nicht in seinem Herzen, sondern glaubte, dass geschehen werde, was er sagt, so wird‘s ihm geschehen. Markus 11:23 5
Ich entdeckte, dass Glaube nicht ausschließlich mit „Kirchenkram“ und „Dienst“ verwoben ist, sondern jeden Bereich unseres Lebens betrifft. Wenn uns die Bibel auffordert, „aus Glauben zu leben“ (Habakuk 2:4b) bezieht sich das Wort „leben“ auf das hebräische Wort „L’Chaim”, welches die Juden gebrauchen, um auf „das Leben“ anzustoßen! Das gefällt mir. Nicht deshalb, weil ich besonders gerne Trinksprüche erhebe, sondern weil es zeigt, dass Glaube sogar mitten in unser Alltagsleben gehört. Unser Glaube berührt zweifellos unsere Familien und unser gesellschaftliches Leben. Gott geht soweit, dass er im Römerbrief sagt, wenn wir etwas ohne Glauben tun, sündigen wir: Wer aber dabei zweifelt und dennoch isst, der ist gerichtet, denn es kommt nicht aus dem Glauben. Was aber nicht aus dem Glauben kommt, das ist Sünde. Römer 14:23 Obwohl Glaube so grundsätzlich ist und als bedeutsame Lehre in der Bibel behandelt wird, scheint es um dieses Thema eine große Kontroverse zu geben. Ich erinnere mich an eine meiner ersten Gottesdiensterfahrungen in Großbritannien vor vielen Jahren. Damals sollte ich während eines Sonntages mehrfach in einer großen charismatischen Gemeinde in London predigen. Gott hatte mir aufgetragen, über Glauben zu reden, was ich deshalb tat. Vorsichtig versuchte mich der Pastor nach dem ersten Gottesdienst zu belehren: „Bengt, wir mögen deine Botschaft, aber ich rate dir, das Wort ,Glaube‘ behutsam und nicht so oft zu benutzen. Die Menschen in Großbritannien reagieren ein 6
wenig nervös darauf, und wenn du sie erreichen möchtest, benutzt du ,Glaube‘ weniger und findest andere Wege, um dieselbe Botschaft auszudrücken.“ Ich war ein wenig überrascht und sogar verärgert. Meine Feststellung war: Wenn es irgendetwas gibt, was Großbritannien braucht, dann ist es Glauben und die Wahrheit über Glauben. Beim nächsten Gottesdienst fuhr ich fort, über Glauben zu predigen und benutzte das Wort „Glaube“ doppelt so oft wie beim ersten Mal. Trotzdem hat mich der Pastor weiterhin eingeladen, und ich denke, er hat meinen Standpunkt verstanden. Seit dieser Begebenheit konnte ich bei Seminaren und Konferenzen in ganz Großbritannien predigen und lehren, und ich beabsichtige damit fortzufahren, bis Jesus wiederkommt. Meine Erkenntnis und Erfahrung ist, dass die Kontroverse über Glauben oft aus Glaubenslehren resultiert, die zu häufig sehr unausgewogenen referiert wurden. Nämlich dann, wenn sie besonders auf den persönlichen Segnungen und dem Wachstum des Gläubigen basieren. Trotzdem habe ich keinen Zweifel über Gottes Willen bezüglich unserer persönlichen Leben. Mein Lieber, ich wünsche, dass es dir in allen Dingen gut gehe und du gesund seist, so wie es deiner Seele gut geht. 3. Joh 2 Es ist sehr deutlich, dass Gott uns gesegnet sehen möchte. Aber die fundamentale Wahrheit über ein Jesus-ausgerichtetes Leben ist: Wir sollen nicht länger für uns selbst leben. 7
Ich bin mit Christus gekreuzigt. Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben. Galater 2:20 Wir haben unseren eigensinnigen Lebensstil verlassen, wo „Ich, mein und mich“ (die unheilige Dreieinigkeit) das Zentrum ist. Jetzt stehen „Vater, Sohn und Heiliger Geist“ (die heilige Dreieinigkeit) im Mittelpunkt. Dreht sich alles um ihn, ist es schwierig, einen luxuriösen Celebrity-Lebensstil beizubehalten, in dem mein eigenes Wohlergeben höchstes Ziel ist. Leider haben einige der sogenannten Glaubenslehren zu derartigen Ideen und Verhalten geführt und viele Gläubige frustriert und enttäuscht zurückgelassen, da es so nicht funktioniert. Viele Gläubige haben große Summen Geldes sogenannten Glaubensdiensten übergeben, die mehr oder weniger 100-prozentigen Gewinn versprachen. Es ist sehr traurig, solchen Menschen zu begegnen, die dieses in „gutem Glauben“ getan und darauf vertraut haben, dass das Versprochene geschieht, aber auch nach zehn Jahren kam nichts zurück. In 1. Johannes 5:4 heißt es, dass „dies der Sieg ist, der die Welt überwunden hat – unser Glaube“. Die Bibel beschreibt den Glauben eines auf Jesus Vertrauenden als überwindend und besiegend! So müssen auch finanzielle Herausforderungen mit Glauben behandelt werden. 8
Die Bibel besagt sehr klar in Matthäus 6, Vers 33: Trachten wir zuerst nach seinem Reich und nach seiner Gerechtigkeit, so werden uns all jene andere Dinge hinzugefügt. Bei all jenen „anderen Dingen“ handelt es sich um Materielles. Der Unterschied zwischen diesem Lebensstil und dem, welchen ich oben beschrieben habe ist, dass das „Ich“ nicht länger im Mittelpunkt steht, sondern „Er“. Über die Jahre habe ich Gott als unseren Versorger in jedem Bereich kennen gelernt. Ich habe so gelebt, wie ich es gepredigt habe, und kann zu seiner Ehre seine übernatürliche Versorgung bezeugen. Bis heute fehlte es meiner Familie und mir niemals am Notwendigen; ich konnte immer meine Rechnungen bezahlen und großzügig in Gottes Werk investieren. Jedoch ist die Welt, die wir überwinden sollen, nicht auf unsere persönlichen Nöte begrenzt. Diese Welt verlangt danach, dass sich der Leib Christi im Glauben erhebt. Denn das sehnsüchtige Harren der Schöpfung wartet auf die Offenbarung der Söhne Gottes. Römer 8:19 In dem Bericht eines kürzlich durchgeführten psychologischen Projektes, wo nach der am stärksten motivierenden Kraft unter verschiedenen Nationen und Menschen aus allen sozialen und wirtschaftlichen Lebenslagen gesucht wurde, stand als Ergebnis, dass die Angst vor dem Tod die stärkste menschliche Antriebkraft ist. Als ich dies las, konnte ich nicht anders, als ein „Halleluja“ auszurufen. 9
Warum? – weil es in Hebräer 2:15 heißt: „Und hat sie erlöst, die durch Angst vor dem Tod alle Zeit ihres Lebens gebunden waren.“ Wenn wir Jesus in unseren Herzen empfangen, geht die Angst und etwas anderes tritt ein – Glaube! Diese Welt wartet und sehnt sich danach, dass Glaubensmenschen hervorkommen – Menschen, die in einem anderen Bereich der Realität leben. Nicht durch Flucht vor der Wirklichkeit oder durch Isolation von der Welt, sondern die ganz einfach den Glauben, den Gott in ihre Herzen gepflanzt hat, in ihren Leben herrschen und walten lassen. Kürzlich predigte ich in einem Stadtteil von Chicago, der für seine hohe Kriminalitätsrate bekannt ist. Man ist nicht gut beraten, wenn man sich allein auf der Straße aufhält, nicht mal während des Tages. Meine Botschaft handelte von Glauben, der Umstände verändert und sich weigert, von der Macht der Angst und Finsternis kontrolliert zu werden. Es fühlte sich gut an, diese Botschaft in solch einer Umgebung zu verkünden. Ich bin überzeugt davon, dass der biblische Glaube überall wirkt!
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