Bernhard Koch (Hrsg.)
Die Taube von Iona:
Columba
Gottesmann, Prophet und Wundertäter
ReformaZion
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Columba
Copyright © 2011 ReformaZion Media, Braasstraße 30, D-31737 Rinteln Alle Rechte vorbehalten. Redaktionelle Mitarbeit: Conny Wenski Druck und Bindung: GGP Pößneck 1. Auflage, Oktober 2011 ISBN 978-3-938972-11-3 Bibelzitate mit der Angabe (EB) wurden der Revidierten Elberfelder Bibel, R. Brockhaus Verlag Wuppertal, entnommen. Bibelzitate mit der Angabe (LU) entstammen der revidierten Lutherbibel, © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart. Gerne senden wir Ihnen unser Verlagsverzeichnis: ReformaZion Media Braasstraße 30 D-31737 Rinteln Email: info@reformazion.de Tel.: (05751) 97 17-0 Fax: (05751) 97 17-17 Unser Buchprogramm finden Sie auch im Internet unter: www.reformazion.de
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Inhalt 1. Irland und seine Geheimnisse
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2. Das Leben Columbas
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3. Prophetische Offenbarungen
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4. Wunderwirkende Kraft
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5. Visionen und Begegnungen mit Engeln
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6. Begebenheiten nach Columbas Tod
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7. Die weitere Entwicklung des Werkes Columbas
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Anmerkungen
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Literaturhinweis
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Columba
wird aus seinem Ein Junge Volk geboren. Er wird ein Weiser, ein Prophet, ein Poet sein, ein geliebtes Licht, rein und klar. Sein Mund wird keine Falschheit reden. Weissagung Patricks ßber Columba 1
Schottland
Iona
Irland
England Wales
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4 Wunderwirkende Kraft In diesem Buch berichtet Adamnan, welch großartige Wunder Columba wirkte und wie diese oftmals auch von dessen prophetischen Voraussichten begleitet wurden.
Wasser in Wein verwandelt In seiner Jugend lebte Columba in Irland und erlernte bei Bischof Findbarr die Weisheiten der Heiligen Schrift. An einem Festtag geschah es, dass nicht einen Tropfen Wein für das Abendmahl zu finden war. Als Columba hörte, wie die Messdiener sich darüber beklagten, nahm er einen Krug und ging zum Brunnen. Als Diakon war es seine Aufgabe, für den Wein zu sorgen. So ging er und holte zur Feier der heiligen Eucharistie reines Quellwasser. Voller Glauben segnete Columba das Wasser und rief den Namen des Herrn Jesus an, der zu Kana in Galiläa aus Wasser Wein gemacht hatte. Das Gleiche geschah nun durch das Gebet Columbas. Das einfache Wasser wurde augenblicklich in ein höheres und kostbareres Gut verändert; es verwandelte sich in Wein. 75
Columba
Vom Brunnen zurück stellte Columba das Gefäß mit der Flüssigkeit neben den Altar und sagte zu den Abendmahlshelfern: „Hier ist der vom Herrn gesandte Wein für die Feier seiner Mysterien.“ Als der Bischof und seine Diener den Wein sahen, gaben sie Gott leidenschaftlich Dank. Aus Demut schrieb Columba die Verwandlung nicht sich selbst zu, sondern seinem Bischof Findbarr. Dies war der erste Beweis der Wunder wirkenden Macht des Herrn Jesus Christus durch seinen Jünger. Er tat durch Columba dasselbe, was er in Kana gewirkt hatte, als er seinen Dienst mit Zeichen und Wundern begann.102
Eine bittere Frucht wird in eine süße verwandelt In der Nähe des Klosters zu Derry stand ein Apfelbaum mit sehr vielen Früchten, welche allerdings extrem bitter schmeckten. Darüber maulten die, welche davon gekostet hatten. Weil nun dieser Baum den Anwohnern mehr Verdruss als Freude bereitete, suchte Columba ihn an einem Herbsttag auf. Und als er die sinnlos mit Früchten beladenen Zweige sah, hob er seine Hand, segnete den Baum und sagte: „In dem Namen des allmächtigen Gottes – bitterer Baum, möge all deine Bitterkeit von dir weichen und mögen deine Äpfel ab jetzt sehr süß werden.“ Auf wunderbare Weise verloren im gleichen Augenblick, schneller als Worte ausgesprochen werden können, diese Äpfel ihre Bitterkeit und wurden gemäß der Anweisung des Heiligen hervorragend süß.103 76
Wunderwirkende Kraft
Spät ausgesätes Getreide Für den Bau eines Gästehauses schickte Columba einst seine Mönche zum Feld des Bauern Findchan, um von dort Strohbündel zu holen. Also machten sie sich auf den Weg und befüllten ihr Frachtschiff mit der Ladung Stroh. Bei ihrer Rückkehr berichteten sie, der Bauer sei über den Verlust seines Strohs sehr betrübt gewesen. Worauf ihnen Columba befahl: „Um diesem Mann kein Ärgernis zu sein, wollen wir ihm eineinhalb Scheffel Gerste geben. Wenn ihr es ihm bringt, sagt ihm, er solle es sogleich auf gepflügtem Land aussäen.“ Die Brüder taten, wie Columba ihnen aufgetragen hatte und brachten Findchan das Getreide. Der Bauer nahm es dankbar an, sagte aber: „Was soll dabei Gutes herauskommen, wenn dieses Korn so spät ausgesät wird?“ Voller Weisheit sprach seine Frau: „Handle so, wie der Prophet es sagt. Der Herr gibt Columba, was auch immer dieser von ihm erbittet.“ Des weiteren teilten die Gesandten Findchan mit: „Columba, der uns mit dieser Gabe zu dir sandte, sagte uns bezüglich deines Getreides: ,Lasst diesen Mann auf Gottes Allmacht vertrauen. Sein Korn, obwohl erst am 15. Juni ausgesät, wird Anfang August geerntet werden.’“ Im Gehorsam pflügte der Bauer und säte aus. Und das Getreide, welches er nach den Worten des Propheten zu der von ihm benannten Zeit ohne jede Hoffnung ausgesät hatte, erntete er vollständig reif Anfang August, sehr zum Erstaunen aller seiner Nachbarn. Der Name des Ortes, an dem dieses Wunder geschah, ist Delcros.104 77
Columba
Die verseuchte Wolke – Heilung vieler Leidender Während seiner Zeit auf Iona saß Columba eines schönen Tages auf einem Hügel, dessen Name „Große Festung“ bedeutet. Nach einiger Zeit erhob sich von Norden her eine dicke Regenwolke aus dem Meer. Als er die sah, sagte der Heilige zu dem neben ihm sitzenden Mönch Silnan, Sohn von Nemandon Mocusogin: „Diese Wolke bringt Menschen und Tieren großes Unheil. Sie wird schnell herüberkommen und heute Abend über einem großen Gebiet von Irland, das sich vom Strom Ailbine bis nach Athcliath 105 erstreckt, einen verpestenden Regen bringen. Dieser wird schwere Eitergeschwüre auf Körpern von Menschen und an Tiereutern verursachen. Die davon Betroffenen werden todkrank. Wir müssen uns über diese Leidenden erbarmen und ihnen durch Gottes Gnade Hilfe bringen. Deshalb verlass jetzt den Hügel, und bereite alles für deine Reise vor. Falls wir noch leben und Gott es so will, segelst du morgen los. Du wirst Brot mitnehmen, welches ich durch Gebet gesegnet habe. Wenn du dieses in Wasser tauchst und die Menschen und Tiere mit diesem Wasser benetzt, werden sie ihre Gesundheit schnell zurückerlangen.“ Nachdem die notwendigen Vorbereitungen eilig getroffen wurden, nahm Silnan das gesegnete Brot und segelte in Frieden los. Der Heilige gab ihm noch diese tröstlichen Worte mit auf den Weg: „Sei guten Mutes, mein Sohn, durch guten und anhaltenden Wind wirst du das Gebiet Ard-Ceannachta erreichen, und unverzüglich den Kranken mit dem heilenden Brot zur Hilfe kommen.“ Silnan gehorchte den Worten Columbas und nach einer guten und kurzen Reise kam er mit der Hilfe des Herrn an den zuvor genannten Ort. Dort fand er die Menschen so vor, wie es 78
Wunderwirkende Kraft
sein geistlicher Vater prophezeit hatte. Die Seuche bringende Regenwolke hatte sich schnell über das Land bewegt. Zuerst benetzte Silnan sechs verzweifelte und dem Tode nahe Menschen, die sich alle in einem Haus am Meer befanden, mit dem heiligen Wasser. Das Wunder geschah; noch am selben Tag erholten sie sich und wurden gesund. Die Neuigkeit dieser plötzlichen Genesung verbreitete sich schnell im ganzen von der Pest heimgesuchten Bezirk, und ließ alle kranken Menschen zum Boten Columbas kommen. Dem Befehl des Propheten gehorchend, benetzte Silnan Menschen und Tiere mit dem Wasser, in welches das gesegnete Brot getaucht worden war. Sofort wurden alle vollständig gesund und gaben dem in Columba wohnenden Christus Lob und Dank. Bei dieser überlieferten Geschichte sehen wir zwei Komponenten klar verbunden: die Gabe der Prophetie in Bezug auf die Wolke und die wundertätige Kraft zur Heilung der Kranken. Die Vollständigkeit und Wahrheit jedes Details dieser Begebenheit bezeugte Silnan, der Kämpfer Christi und Diener Columbas, vor Abt Segne und anderen Ältesten.106 ...
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