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TOMMI

FEMRITE

Falsche Religiosität überwinden


TOMMI

FEMRITE

und REBECCA WAGNER SYTSEMA

Falsche Religiosität überwinden

Einen religiösen Geist erkennen Frei werden durch die Kraft Jesu Christi Ganz neu die Freude und Kraft des Heiligen Geistes erleben


FĂźr Ralph, meinen wunderbaren Ehemann, besten Freund und Vertrauten. Du bist eine unglaubliche UnterstĂźtzung! Danke, dass Du mich ermutigst, all das zu sein, zu dem Gott mich berufen hat, dass Du zu mir stehst und mich liebst. Ich liebe Dich, jetzt und fĂźr immer.


Titel der Originalausgabe: «Conquering the Religious Spirit» © 2008 Tommi Femrite Published by Chosen / Baker Publishing Group PO Box 6287, Grand Rapids, MI 49516-6287 USA Erste Auflage Oktober 2010 © Schleife Verlag, Pflanzschulstrasse 17, 8411 Winterthur, Switzerland Tel. 0041 (0)52 232 2424 ISBN: 978-3-907827-76-5 Bestellnummer: 120.072 Die Bibelzitate sind der Lutherübersetzung entnommen. Revidierte Fassung von 1984. Durchgesehene Ausgabe in der neuen deutschen Rechtschreibung. Übersetzung: Diana Rahn Lektorat: Michael Herwig, Judith Petri Gestaltung: Rachel Hendrix Satz und Druck: Schönbach-Druck GmbH, D-Erzhausen Alle Rechte vorbehalten, auch für auszugsweise Wiedergabe und Fotokopie.


Inhalt Vorwort von Andreas Keller . . . . . . . . . . . . . . . . . . � 9 Vorwort von Peter C. Wagner . . . . . . . . . . . . . . . . . � 13 1. «Oh Gott, ich habe einen religiösen Geist!» . . . . . . � 19 2. Der alte Nachahmer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . � 35 3. Wir stecken fest im Morast der Religion . . . . . . . . . � 51 4. Der üble Geruch des Stolzes . . . . . . . . . . . . . . . . . � 69 5. Der Buchstabe des Gesetzes . . . . . . . . . . . . . . . . . � 91 6. Drei Theologien, denen keiner Glauben schenken sollte . . . . . . . . . . 115 7. Vom «Licht» geblendet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 135 8. Könnte es sein, dass Sie einen «religiösen Geist» haben? . . . . . . . 159 9. Den religiösen Geist überwinden . . . . . . . . . . . . . . 181 10. Dauerhaft Frieden haben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 205 Fußnoten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 225 Dank . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 229 Über Tommi Femrite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 233


Vorwort

von Andreas Keller

J

esus Christus, das Haupt der Gemeinde, lebte hier auf

Erden ein aussergewöhnliches und attraktives Leben. Men-

schen um ihn herum staunten und liessen sich in den Bann seines Lebens ziehen. Zuerst Kind und nicht Religionsstifter, unterstellte er sich als Jüngling der Autorität seiner Eltern. Er wurde Handwerker und ein unbekannter Fest- und Tempelbesucher in Jerusalem. Er kannte sein Volk, die Nöte, die Herausforderungen und ihre Bedrängnisse. Er wusste um die Traditionen der Ältesten und ging in den Synagogen ein und aus. Er hatte die Fähigkeit, Menschen aus ihren Berufen herauszurufen, um ihm nachzufolgen; zugleich liess er Menschen in ihren Berufen drin, damit sie ihn auf diese Weise verherrlichen würden. Er liess sich Wein­ säufer und Fresser nennen, ein Unreiner, der sich mit Frauen abgab, die gesellschaftlich off limits waren. Er wusste, wie es war, sein eigenes Geld zu verdienen und sich später

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u. a. vom Etat des Herodes unterstützen zu lassen. Er stellte sich dem Bad in der Menge und der Einsamkeit auf dem Berg, dem Lachen mit den Kindern und dem Weinen mit seinen Freunden in Bethanien. Er genoss den Wein an Hochzeiten und verfluchte den Feigenbaum, weil ihn hungerte. Er konnte seine Freunde zurechtweisen, aber auch anbetteln, dass sie nur für eine Stunde bei ihm bleiben mögen … Jesus Christus, Spiegel des Vaters im Himmel – was hat dieser Gott um unsertwillen Leben und Liebe versprüht, und tut es heute noch! Dieses Buch dient im Kern als ein liebevoll vorgehaltener Spiegel, dem wir uns immer wieder stellen müssen, bevor wir uns jeweils ankleiden, die Zähne putzen und aus dem Haus gehen, um die Sache des grossen Königs voranzutreiben. Ist es nicht unser aller Wunsch, dass Menschen, die die Erlösung durch Jesus Christus noch nicht angenommen haben, sich in unserer Gegenwart wohlfühlen, und dass das Zeugnis unseres Lebens, Liebens und Handelns lauter spricht als unsere Worte? Die vorliegenden Einsichten, Berichte und persönlich gehaltenen Geschichten von Tommi werden uns dabei helfen. Am Ende werden wir unseren Erlöser mehr lieben und den Widersacher mehr hassen, weil wir die Taktik der falschen Religiosität durchschaut und

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Vorwort von Andreas Keller

überwunden haben. Schütten wir im Suchen nach mehr Leben das Baby nicht mit dem Badewasser aus, als ob es dazu nur den einen richtigen Weg geben würde, das wäre entgegen dem Sinn der Autorin, sondern streben wir danach, dass in unseren verschiedenen Lebensstilen und Ausdrucksformen das Leben und Vorbild Christi als Massstab einziehen und sie dadurch immer heller scheinen. Auf dieser Pilgerschaft möge Gottes Geist Ihr und mein Begleiter sein. Andreas Keller Stiftung Schleife Winterthur / Schweiz

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Vorwort

von Peter Wagner

A

uch wenn dieser Dämon schon seit Jahrhunderten, ja

wahrscheinlich sogar seit Jahrtausenden sein Unwesen treibt, so wurde doch erst in der letzten Zeit damit begonnen, diesen üblen Geist einer falschen Religiosität, den sog. «religiösen Geist», zu entlarven. Es gehört zu den grundlegenden Prinzipien der Kriegsführung, dass man weiss, gegen wen man kämpft. Tommi Femrite steht schon seit Langem an vorderster Front, wenn es darum geht, den Leib Christi auszurüsten, aktiv gegen diese äusserst einflussreiche Macht des Bösen vorzugehen. Dies wirft eine interessante Frage auf: Warum? Warum sind wir als Leiter im Leib Christi, nur einige wenige ausgenommen, nicht übereingekommen, diesem religiösen Geist gemeinsam den geistlichen Krieg zu erklären? Wir haben das mit dem Geist der Lust getan. Wir haben das mit dem Geist des Antichristen getan. Wir haben das mit Ise-

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bel, dem Mammon, der Perversion, der Gesetzlosigkeit und vielen, vielen anderen getan. Aber was ist mit dem religiösen Geist? Ich denke, ein primärer Grund neben vielen anderen ist die Tatsache, dass der religiöse Geist ausserordentlich subtil arbeitet. Er möchte vor allem im Verborgenen bleiben. Das entspricht ja auch der Bedeutung von okkult. Je weniger die Leute über ihn wissen, desto mehr Schaden kann er anrichten. Seine grösste Angst ist die, entlarvt zu werden, wie es Tommi so prägnant in diesem Buch tut. Eine seiner vorrangigen Taktiken, die in den vergangenen Generationen so überaus erfolgreich war – und es auch heute noch ist –, besteht darin, seinen Nachfolgern ernsthaft glauben zu machen, sie würden durch bestimmte, wohlgemeinte religiöse Praktiken den Willen Gottes tun, wohingegen sie dadurch eigentlich genau das Gegenteil machen. Ein wichtiger Auftrag, den der religiöse Geist aus der Hölle bekommen hat, ist, Menschen daran zu hindern, in all das Neue hineinzukommen, das Gott für ihr Leben vorbereitet hat. Er versucht das bei Ungläubigen, die durch ungöttliche Religionen verschiedenster Art gebunden sind, doch er versucht das auch bei Gläubigen wie bei Ihnen und bei mir. Gott gibt immer wieder neue Weinschläuche, aber der religiöse Geist versucht, Gottes Volk davon abzuhalten,

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Vorwort von Peter Wagner

diese anzunehmen, und bringt sie stattdessen dazu, mit den alten Weinschläuchen zufrieden zu sein. Wenn das passiert, kann der neue Wein nicht richtig fliessen, und als Folge davon kann die Verwirklichung von Gottes Zielen ins Stocken geraten. Möglicherweise hat Gott bislang gezögert, den religiösen Geist zu entlarven, weil er darauf wartete, dass sich zwei Dinge herausbilden: erstens eine stärkere Befähigung zur geistlichen Kriegsführung, insbesondere der strategisch ausgerichteten Kriegsführung, bei der auf effektive Weise Fürsten und Mächte der Finsternis konfrontiert werden; in den 90er-Jahren wurden im Hinblick auf dieses Ziel grosse Fortschritte erreicht. Und zweitens die Wiederherstellung der biblischen Regierungsherrschaft der Gemeinde auf der Grundlage der Apostel und Propheten (siehe Epheser 2,20). Meines Erachtens fand dies erstmalig 1990 statt, und wir bewegen uns jetzt im sog. zweiten apostolischen Zeitalter. Die Gemeinde Jesu hat sich innerhalb kurzer Zeit in vielerlei Hinsicht so verändert, dass der religiöse Geist (oder, was wahrscheinlicher ist, verschiedenste religiöse Geister) seine Bemühungen verstärkt, Gottes Volk davon zu überzeugen, den Status Quo aufrechtzuerhalten. Er ist sowohl im Leben einzelner Christen wie auch im Leib Christi als Ganzem aktiv. Viele Einzelpersonen wissen im Grun-

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