Bob und Rose Weiner
Biblischer Grundkurs fĂźr ein Festes Fundament
Bob und Rose Weiner
Biblischer Grundkurs für ein Festes Fundament „Wenn die Fundamente eingerissen werden, was kann da der Gerechte noch tun?“ Psalm 11,3
Schleife Verlag, CH-Winterthur
Titel der Originalausgabe: Bible Studies for a Firm Foundation © 1980 by Robert Thomas Weiner, Jr., und Rose Ellen Weiner Maranatha Publications Inc., P.O. Box 1799 Gainesville, FL 32602, USA 2. Auflage Februar 2007 © Schleife Verlag, Pflanzschulstrasse 17, Postfach 85, CH-8411 Winterthur, Switzerland. Tel. +41 (0)52 2322424 Fax. +41 (0)52 2336082 Email: verlag@schleife.ch • www.schleife.ch ISBN 13: 978-3-907827-41-3 Die Bibelzitate sind, wenn nicht anders angegeben, der Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift von 1980 entnommen. Übersetzung: Tina Pompe Lektorat: Judith Petri und Michael Herwig Umschlaggestaltung: Pia Maurer Satz und Druck: Schönbach-Druck GmbH, D-Erzhausen Alle Rechte vorbehalten, auch für auszugsweise Wiedergabe und Fotokopie.
Inhaltsverzeichnis Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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1. Die Versöhnung: Gottes Antwort auf die Sünde des Menschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
9
2. Busse: Die Herrschaft Jesu, des Messias . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
15
3. Die Wassertaufe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
23
4. Die Taufe im Heiligen Geist . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
31
5. Der Heilige Geist – die Gabe Gottes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
37
6. Freundschaft mit Jesus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
45
7. Die Autorität des Wortes Gottes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
55
8. Lobpreis, Anbetung und Gebet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
63
9. Heilung von Krankheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
71
10. Innere Heilung und Befreiung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
79
11. Prinzipien, die unseren Charakter formen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
93
12. Die richtige Partnerwahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
99
13. Die Gemeinde – der Leib Jesu . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105 14. Leitung und Ordnung in der Gemeinde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 111 15. Wohlstand und Geben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 119 16. Der Missionsbefehl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 127 17. Die „letzten Tage“ und die Wiederkunft Jesu . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 133 18. Ein weiterer Blick auf die „letzten Tage“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139 19. Glaube an Gott . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 145 20. Glaube in Aktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 151 21. Das Bekenntnis unseres Glaubens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 157 22. Bekenntnis in Aktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 163 23. Gottes vorherbestimmte Pläne und die persönliche Entscheidung des Menschen . . . . . . . . . . . 167 Antworten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 173
Vorwort Inmitten der Fülle von christlichen Büchern, Studienhilfen und Ratgebern wird der persönliche und direkte Umgang mit dem Wort Gottes wichtiger denn je. Nebst dem, dass Gott in Jesus Mensch wurde, ist und bleibt die Bibel die grösste Offenbarung des Herzens Gottes für die Menschen. Dieses Arbeitsbuch führt uns – statt in vorgeformte Lehrmeinungen – direkt ins Wort Gottes hinein. In den einzelnen Kapiteln werden Schriftstellen aus dem Alten und Neuen Testament zusammengetragen und zu einem Bild verschmolzen, welches das Herz Gottes zum jeweiligen Thema wiedergibt. Der „Biblische Grundkurs für ein Festes Fundament“ eignet sich neben dem Studium in Gruppen und Hauskreisen vor allem auch für die Aufbau- und Nachfolgearbeit von neu bekehrten Christen. Haben wir den Grundkurs zusammen mit einem Mentor oder Coach einmal durchgearbeitet (es empfiehlt sich, einzelne Kapitel auch alleine zu erarbeiten und dann darüber auszutauschen), sind wir ohne weiteres in der Lage, das Arbeitsbuch wiederum mit unseren Freunden und Kollegen durchzugehen. Die schnelle Befähigung dazu erklärt sich daraus, dass wir die anderen gleich zum Wort Gottes und nicht zu einem Konzept hinführen. Im Erarbeiten dieser Grundlagen werden wir einen unsichtbaren, jedoch spürbaren Begleiter haben, der beständig an unserer Seite bleibt und uns dem Versprechen nach in alle Wahrheit führen wird: den Heiligen Geist. Er wird die Theorie in die Praxis und die Buchstaben zum Leben verwandeln. Für das Entdecken dieser kraftvollen Partnerschaft von Wort und Geist wünsche ich allen viel Freude und Segen. Andreas Keller
Kapitel
1
Die Versöhnung: Gottes Antwort auf die Sünde des Menschen Als Gott den Menschen schuf, sehnte er sich nach einer Familie von Männern und Frauen, die ihm ähnlich und nach seinem Bild geschaffen wären, mit denen er Gemeinschaft haben könnte und die sein Leben und seine Liebe teilen würden. Der allmächtige Gott schuf alle Sterne des Himmels, die Sonne und den Mond, um seinen Kindern auf der Erde Licht zu geben. All die wunderschönen Blumen, Bäume, Berge, Flüsse und die leuchtenden Farben der Welt wurden geschaffen, damit die Menschen, die er sich als Eigentum schaffen würde, sie geniessen und sich daran erfreuen sollten. Am sechsten Tag der Schöpfung schuf Gott Mann und Frau nach seinem Bild und schenkte ihnen den Lebensatem. Gott sah seine ganze Schöpfung an und wusste, dass sie gut war. Gott setzte Adam und Eva in einen wunderschönen Garten, den er eigens für sie vorbereitet hatte. Unter den Bäumen im Garten waren auch der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse und der Baum des Lebens. Gott stellte Adam und Eva frei, von allen Bäumen im Garten zu essen, auch vom Baum des Lebens. Aber es gab einen Baum, von dem er ihnen verbot zu essen. Wenn sie davon essen sollten, würden sie sterben. Bitte beachte an dieser Stelle, dass Gott seine geliebten Kinder hier vor die Wahl stellte, ihm zu gehorchen, ihn zu lieben und zu leben – oder ihm ungehorsam zu sein, ihn nicht zu lieben und zu sterben. Der Gott des Himmels und der Erde hat den Menschen nie dazu gezwungen, ihn zu lieben – oder ihm zu dienen. Es war sein Verlangen, dass sie sich aus freiem Willen und von ganzem Herzen für ihn entscheiden und ihn lieben sollten. 1.
Für was entschieden sich Adam und Eva? (1. Mose 3,3-6)
Wir sehen, dass Adam und Eva sich nicht dafür entschieden, Gott zu lieben und ihm zu gehorchen, sondern sie rebellierten vielmehr gegen ihn und waren ihm ungehorsam. 2.
Was war der verborgene Beweggrund ihres Herzens? (1. Mose 3,5; Jesaja 14,13-14)
Dies ist die grundlegende Sünde aller Menschen. Jeder von uns hat versucht, sein eigener Gott zu sein und seinen Willen über den Willen Gottes zu stellen. 3.
Auf welchen drei Dingen beruhte Adams und Evas Sünde? (1. Mose 3,6; 1. Johannes 2,16)
Die Lust des Fleisches, die Lust der Augen und der Hochmut sind die Grundwurzel aller Sünde in dieser Welt. 4.
Was tat Gott im Garten Eden, und was war sein sehnlichster Herzenswunsch? (1. Mose 3,8-9)
Der Gott des Himmels und der Erde kam in den Garten Eden, um mit seinen geliebten Kindern Herzensgemeinschaft zu haben. Dabei entdeckte er, dass sie sein Gebot übertreten hatten und ihre eigenen Wege gegangen waren. Dadurch, dass sich der Mensch im Ungehorsam von Gott abwandte, verlor er den Schutz und den Segen Gottes und kam unter einen Fluch und unter die Macht des Teufels. Er wurde aus dem Paradies vertrieben und verlor so die Gemeinschaft mit dem Vater. Durch die Sünde von Adam und Eva verfügen alle Menschen über die „Erkenntnis von Gut und Böse“; zugleich hat jeder Mensch, der noch nicht erneuert ist, eine natürliche Neigung zur Sünde. 5.
Was lehrt uns die Schrift über den geistlichen Zustand eines Menschen, der sich bewusst dafür entscheidet, gegen Gott zu sündigen? (Römer 3,10-19.23)
a. (V. 10)
b. (V. 11)
c. (V. 11)
d. (V. 12)
e. (V. 12)
f. (V. 13-14)
g. (V. 15)
h. (V. 16)
i. (V. 17)
j. (V. 18)
k. (V. 23)
6.
Wenn alle bewusst gesündigt haben und Gott nicht suchen, wie kann ein Mensch dann zu Gott kommen? (Jesaja 19,20; Lukas 19,10; Johannes 6,44)
7.
Was ist es also, das die Menschen zur Umkehr treibt? (Römer 2,4)
10
Es ist die Liebe und Güte Gottes, die sich ausstreckt, um den rebellischen Menschen zu suchen. Die Liebe Gottes ringt mit dem menschlichen Herzen, um es von Sünde zu überführen und zu sich selbst zu ziehen. Es ist die Liebe Gottes, die uns halsstarrige und rebellische Menschen immer weiter in die Ecke drängt, bis wir bereit sind zu kapitulieren und unser Leben der Sünde und des Todes aufzugeben. Und bei alldem hat Gott dem Menschen einen freien Willen gegeben, sich für ihn zu entscheiden und zu leben oder seine Gnade und Güte abzulehnen und zu sterben. 8.
Können wir uns durch unsere guten Werke selbst retten? (Epheser 2,8-9; Titus 3,5)
9.
Können wir durch das Einhalten des Gesetzes gerettet werden? (Galater 3,21; Römer 3,20)
10. Was sagte Paulus über sich selbst in Bezug auf das Gesetz und Sünde? (Philipper 3,6; 1. Timotheus 1,15)
11. Zu welchem Zweck war das Gesetz gegeben worden? (Römer 3,19-20)
12. Wie wurde der Mensch unter dem Alten Bund von seiner Sünde reingewaschen, und wie konnte er seine Beziehung zu Gott in Ordnung bringen? (3. Mose 17,11)
Gott hatte das Blutopfer vom Anbeginn der Zeit an zur Versöhnung eingesetzt, um die Sünden der Menschen damit zu bedecken. Adam, Abel, Noah, Abraham, Jakob und letztlich ganz Israel brachten Blut vor ihm dar, um Sühne für ihre Sünden zu schaffen. Gott forderte Tieropfer, da ihr Blut rein, unschuldig und unbefleckt ist; es ist frei von dem natürlichen Hang zur Sünde. Unter dem Alten Bund bedeckte dieses Blut, das ausgegossen wurde, die Sünde der Menschen und bewirkte so Sühne. 13. Weshalb kam Jesus auf die Welt? (Matthäus 1,20-23; 1. Johannes 3,5)
14. Was wurde über ihn gesagt? (Johannes 1,29)
Die Blutlinie stammt vom Vater ab. Die Bibel sagt uns, dass das „Leben des Fleisches“ im Blut liegt. Aber in Jesus war nicht die geringste Spur von Sünde zu finden. Er stammte nicht aus Adams Linie. In den Adern Jesu floss das Blut Gottes, und dieses Blut wurde für die Sünde der Welt vergossen. 15. Ist das Blut Jesu ein besseres Opfer als das Blut von Tieren? (Hebräer 9,13-14)
Die Sühne, die Jesus erwirkte, war besser als die Sühne unter dem Alten Bund. Seine Sühne war mehr als nur ein Opfer zur Vergebung der Sünde, da die Vergebung von Sünde auch unter dem Alten Bund durch das Blut von Tieren bewirkt werden konnte.
11
16. Was tat Jesus für uns am Kreuz? (1. Petrus 2,24; Galater 3,13; Römer 6,6-7)
a.
b.
c.
d.
So sehen wir also, dass die Sühne Jesu nicht nur Vergebung für unsere Sünde bewirkte, sondern uns vollständig von der Herrschaft der Sünde, von Krankheit und Fluch befreite. 17. Was ist der „neue Bund“, den Jesus eingesetzt und durch sein Blut für uns zugänglich gemacht hat? (Hebräer 8,8-12; Hesekiel 36,26-27)
a. (V. 10)
b. (V. 10)
c. (V. 11)
d. (V. 12)
e. (V. 26)
f. (V. 26)
18. Wie können wir Teilhaber des Neuen Bundes werden? (Apostelgeschichte 3,19; Römer 10,9-10) a. b. 19. Weshalb kam Jesus zu uns? (Johannes 3,16-17)
20. Wer ist unter dem Gericht Gottes? (Johannes 3,18-19)
Wenn die Menschen das Angebot Gottes ablehnen, das er ihnen in dem Neuen Bund durch Jesus, den Messias, macht, können sie nicht gerettet werden; die einzig mögliche Sühne für uns liegt im Kreuz Jesu Christi. 21. Wie sieht letzten Endes das Schicksal aller Sünder aus, die keine Busse tun? (Matthäus 25,41; Offenbarung 20,12-15)
22. Was ist das Verlangen Gottes? (2. Petrus 3,9)
12
Merkverse: Rรถmer 5,9; Galater 1,4
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Notizen
14
Kapitel
2
Busse: Die Herrschaft Jesu, des Messias 1.
Was sagte Petrus über Jesus, als er den Juden predigte? (Apostelgeschichte 2,36)
2.
Was geschah, als die Juden seine Predigt hörten, und wie reagierten sie darauf? (Apostelgeschichte 2,37)
3.
Was sollten sie nach den Worten von Petrus tun? (Apostelgeschichte 2,38)
a.
b.
c.
Im Laufe dieser Reihe werden wir uns einzeln mit diesen drei grundlegenden Wahrheiten befassen. Die erste, die wir uns hier näher ansehen wollen, ist Busse. 4.
Wie definiert das Wort Gottes den Begriff Busse? (Psalm 32,3-5; Sprüche 28,13; Hesekiel 18,21-23.27-28)
5.
Was wird Gott tun, wenn wir unsere Sünden bekennen? (1. Johannes 1,9; Jesaja 1,18.20)
6.
Wozu müssen wir noch bereit sein, wenn wir Busse tun? (Hesekiel 33,15)
Diese Wiedergutmachung muss so geleistet werden, wie der Heilige Geist uns führt. Zachäus, der ein Jude war, kannte die Lehre über Busse und Wiedergutmachung durch den Propheten Hesekiel sehr genau. Zachäus war ein sehr böser Mann gewesen, ein Zöllner, der viele Menschen ungerecht behandelt hatte.
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