Kapitel 7
Gottes Zeitplanung
E
rinnern Sie sich noch an den Vater aus Texas, der mit seinem auf Abwege geratenen Sohn in unseren Gottesdienst in New York City kam und sich Sorgen um den RĂŒckflug nach Texas machte? Er erhielt eine Lektion darĂŒber, wie sehr sich Gottes Zeitplan vom unseren unterscheiden kann. Der Mann dachte, dass seine Gebete wegen eines Flugplans vergebens gewesen wĂ€ren, und dabei hatte Gott alles unter Kontrolle, völlig ungeachtet der scheinbaren Entwicklung der Dinge. Viele von unseren Schwierigkeiten mit dem Glauben haben mit âTimingâ zu tun. Wir glauben zwar, zumindest theoretisch, dass Gott seine Versprechen hĂ€lt â aber die Frage ist: wann? Wenn die Antwort nicht so schnell erfolgt, wie wir es erwarten, dann ĂŒberfĂ€llt uns Angst, und wir geraten schon sehr bald in die Versuchung, unser Vertrauen auf etwas anderes zu setzen und nicht mehr an die Aussage des Verfassers des HebrĂ€er-Briefes zu denken: âWerft nur jetzt eure Zuversicht nicht weg, die doch so reich belohnt werden soll!â (Hebr 10,35). Wie oft haben Sie schon dafĂŒr gebetet, dass Ihr Sohn oder Ihre Tochter zu Jesus findet? Beten Sie immer noch? Glauben Sie wirklich, dass Gott Sie hört? Wir tĂ€ten sicher alle gut daran zuzugeben, dass wir etwas ĂŒber Gottes Art und Weise lernen mĂŒssen, wie er Dinge erledigt. Eines der besten Beispiele fĂŒr das Tempo Gottes ist die Geschichte von Zacharias und Elisabeth, die in der Bibel sehr ausfĂŒhrlich erzĂ€hlt wird. Ja, das Lukas-Evangelium hat ĂŒber diese beiden Senioren fast ebenso viel zu berichten wie ĂŒber Maria und Josef. Warum hat Lukas sein Evangelium nicht so wie Markus geschrieben, der nur kurz erwĂ€hnt: âGott sandte einen VorlĂ€ufer, Johannes den TĂ€ufer, um den Menschen zu sagen, dass sie BuĂe tun und sich fĂŒr den groĂen Messias bereit machen sollten.â Das hĂ€tte doch auch gereicht, oder? 89