Arno Backhaus
Ich bin nicht
ALT, Ich bin nur Länger jung als andere
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Der SCM Verlag ist eine Gesellschaft der Stiftung Christliche Medien, einer gemeinnützigen Stiftung, die sich für die Förderung und Verbreitung christlicher Bücher, Zeitschriften, Filme und Musik einsetzt.
© 2017 SCM-Verlag GmbH & Co. KG · Bodenborn 43 · 58452 Witten Internet: www.scm-verlag.de; E-Mail: info@scm-verlag.de Quellennachweise: S. 64: Heinz Pangels „Segensgebet“, Rechte beim Autor S. 66-67: Joachim Krebs „Erntedankfest“, aus: Du stellst meine Füße auf weiten Raum – Gedichte, Lieder, Gebete © 2007 Verlag make a book, Neukirchen, ISBN 978-3-939119-87-6 Gesamtgestaltung: Dietmar Reichert, Dormagen Druck und Bindung: dimograf Gedruckt in Polen ISBN 978-3-7893-9797-4 Bestell-Nr. 629.797
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Inhaltsverzeichnis 9
Humor
Geistliche Texte
68
80
Lieder & Witze
Unterhaltsames für Feste und Feiern
84
95
ing g g jo n r i h e G & l e s Rät
Auflösung
100
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Wenn jemand auf die Idee kommt, dich alt zu nennen: Schlag ihn mit deinem Stock und wirf ihm dein Gebiss hinterher.
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Die
anderen werden älter 10 P-2017-3-6-2 Backhaus Ich bin nicht alt Innenteil platziertes Layouts R4.indd 10
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Die Menschen in meiner Altersgruppe haben sich verändert. Sie sehen alle viel älter aus als ich. Kürzlich traf ich einen Schulkameraden, der so gealtert ist, dass er mich nicht mehr erkannt hat. Als ich heute Morgen meine Haare kämmte, dachte ich an den Ärmsten, und als ich mich im Spiegel sah, stellte ich fest, dass Spiegel auch nicht mehr sind, was sie einmal waren. Vieles ist anders als früher. Es ist jetzt doppelt so weit zum Park und außerdem ist auch noch ein Berg dazwischen. Es kommt mir auch so vor, als würden sie die Treppen heute steiler machen. Und ich habe längst aufgegeben, zum Bus zu rennen – der fährt jetzt schneller weg als früher. Zeitungen lesen fällt jetzt schwerer, weil sie die Schrift verkleinert haben. Es hat auch keinen Sinn, jemanden darum zu bitten, etwas vorzulesen, denn jeder spricht so leise, dass man ihn kaum hört. Die Klamotten sind neuerdings so eng geschneidert, besonders um die Hüften. Es fällt mir immer schwerer, mich zu bücken, um meine Schuhe zu binden. Auch glaube ich, dass das Jahr nicht mehr wie früher 365 Tage hat. Hat der Tag noch 24 Stunden? Ein Freund von mir hat seinen Rentneralltag einmal so beschrieben: Morgens um sieben Uhr läutet der Wecker, kurz darauf beginnt die Tagesschau. Wartezimmer beim Arzt sind mir fast so vertraut wie mein Wohnzimmer. Unlängst wollte ich meinen Fernseher anmachen, aber wo der steht, saß ein anderer Patient. Vor wenigen Wochen hat ein Arzt meinem Nachbarn, der nur zwei Jahre älter ist als ich, gesagt, in seinem Alter lohne sich diese Operation nicht mehr. Ich könnte noch viele Dinge aufzählen, wenn sie mir nur einfallen würden. Aber eines freut mich und zeigt mir, dass ich doch noch nicht so alt bin. Ich bin unverändert kontaktfreudig und lerne jeden Tag neue Menschen kennen. Einige von denen sagen allerdings, sie würden mich schon lange kennen?! Im Laufe der letzten Jahre habe ich festgestellt, dass Karl Valentin recht hatte mit seiner Aussage: „Die Zukunft war früher auch besser.“
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Ja, gäbe es keine
Senioren
Ja, gäbe es keine Senioren, ging aller Wohlstand schnell verloren. Die Konjunktur hätte es furchtbar schwer, ja, die Senioren müssten her. Seht euch die Urlaubszentren an: Wer füllt die Busse, füllt die Bahn? Wer gibt dem Fahrer gar am Ende noch manchen Euro Zubrotspende? Mallorcas Strände stünden leer, gäbe es keine Senioren mehr. Was sonst auch immer ist und sei: An uns Senioren kommt keiner vorbei. Die Ärzte wären ungehalten. Wir müssen Sie am Leben halten! Denn gäbe es keine Senioren mehr, die Wartezimmer stünden leer. Wer kennt sich aus mit Rheuma, Gicht, gäbe es uns Senioren nicht? Wer sonst als wir ist richtig krank? Wer stapelt Medizin im Schrank? Obwohl wir die Gebühren hassen, füllen wir Apotheker-Kassen. Wer schreitet stolz voll Heldentum mit neuem Hüftgelenk herum? Wir Alten sind’s – ganz einwandfrei: An uns Senioren kommt keiner vorbei. Wer, sag ich, geht heut noch zur Kur, sind das nicht meist Senioren nur? Wer schaut uns Alten in den Rachen, wer lässt Gebiss und Zähne machen? Obwohl sie groß ist, die Tortur, wir schaffen sie mit viel Bravour! Der Zahnarzt müsste Däumchen drehen, ließ sich bei ihm kein Rentner sehen. Wir füllen Wartezimmer, bei wem auch immer es sei: An uns Senioren kommt keiner vorbei.
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Wer stürzt sich in den Einkaufsrummel und hat noch Zeit für einen Bummel? Manch Kaufhaus wär zur Hälfte leer und viele Geschäfte gäb’s nicht mehr. Der Zustand wäre nicht zu fassen, wo sollten wir die Rente lassen? Ob Kaufhaus, Fleischer, Konditorei: An uns Senioren kommt keiner vorbei. Kein einziges Kind würde je geboren, gäbe es nicht vorher die Senioren. Zwar sind wir nur noch halb gesund und leiden an Gedächtnisschwund, trotzdem haben wir’s nicht unbequem, wir Rentner leben angenehm. Das ganze Leben war nicht leicht, bis wir dies Alter haben erreicht. Wir sahen manch schwere Jahre ziehen, wir hörten viele Melodien. Jetzt ist das Dasein nicht mehr schwer und bietet auch noch allerlei: An uns Senioren kommt keiner vorbei. Dass wir nicht zu entbehren sind, das weiß inzwischen jedes Kind. Die Altenheime – bitte sehr – wo kämen die Bewohner her? Wer füllte all die Räume dort, wären wir Senioren fort? Sind wir auch alt und schon betagt, wir sind noch überall gefragt. Nur – die uns Rentner so umwerben, die wollen meistens etwas erben. Doch wir sind wach und ziemlich helle, da geht nichts einfach auf die Schnelle. Wir sind noch lange voll dabei: An uns Senioren kommt keiner vorbei. Doch gäb’s uns nicht, die munteren Alten, die alles fröhlich mitgestalten, dann käme auch heute niemand her, und dieser Raum hier er wäre leer. Wir können jederzeit beweisen, wir sind noch längst kein altes Eisen. In diesem Sinne, wie dem auch sei: An uns Senioren kommt keiner vorbei.
kann man die Text vorträgt, n de an m n en W n uns Senioren , die Passage „A Senioren bitten “ immer gemeinsam zu sagen. rbei kommt keiner vo
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