WinterglĂźck und Weihnachtsfreude Doro Zachmann
Filzpantoffeln Um kalten Füßen im Winter entgegenzuwirken, sind schöne, dicke und warme Filzpantoffeln genau das Richtige! Im Handumdrehen sind sie selbst gestrickt.
Anleitung: Für ein Paar Pantoffeln in Größe 38/39 benötigen Sie ❆ 4 x 50g Filzwolle ❆ Rundstricknadel Nr. 8 ❆ ein Nadelspiel Nr. 8 ❆ Latexmilch 32 Maschen auf der Rundstricknadel anschlagen und 33 Reihen glatt rechts stricken (Hinreihe rechts, Rückreihe links). Danach alle Maschen auf das Nadelspiel verteilen (4 x 8 Maschen). In der ersten Runde in der vorderen Mitte 2 Maschen aufnehmen und damit zur Runde schließen. Es sind nun jeweils 2 x 8 und 2 x 9 Maschen auf den Nadeln. 28 Reihen glatt rechts stricken. Für die Pantoffel-Spitze jeweils die ersten beiden Maschen jeder Nadel rechts zusammenstricken, bis nur noch 2 Maschen auf jeder Nadel sind. Den Faden abschneiden, die restlichen 8 Maschen damit zusammen ziehen und innen vernähen.
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Fertigstellen: Die hintere Naht an der Ferse von innen schließen, den zweiten Schuh ebenso arbeiten.
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Waschen: Die Pantoffeln bei 40° C und einem halben Becher Vollwaschmittel einmal in der Maschine waschen (ohne Spar- oder Schonprogramm). Drei zugegebene Tennis- oder Waschbälle verstärken den Filzeffekt. Sofort nach dem Waschen die Ferse der Schuhe über der Faust schön rund formen. Falls die Schuhe nach dem Waschen noch zu groß sind, den Waschvorgang bei 30° C noch einmal wiederholen. Die Schuhe nun mit Papier ausstopfen oder mit einem Schuhspanner in Form bringen und so trocknen lassen. Mit der Latexmilch auf die Schuhsohlen kleine Motive malen oder einfach Linien zeichnen und trocknen lassen. Nun sind die Filzpantoffel auch rutschfest.
Pflaumen-Zimtlikör An einem kalten Winterabend am warmen, knisternden Holzofen sitzen, den Flammen zuschauen und ein leckeres Glas selbst gemachten Likör genießen, das hat doch was!
Zutaten für 1 Liter Likör: ❆ 250 g Pflaumenmus ❆ 300 g Zucker ❆ 2 Messerspitzen gem. Nelken ❆ 2 Messerspitzen Ingwerpulver ❆ 700 ml Wasser ❆ 4 EL Rum ❆ ½ Fläschchen Rum-Aroma ❆ 800 ml Obstler oder Wodka
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Zubereitung: Das Pflaumenmus mit Zucker, Nelken- und Ingwerpulver und Wasser aufkochen. Nach ca. 5 Minuten Kochzeit den Topf von der Herdplatte nehmen und etwas abkühlen lassen. Rum-Aroma und den Alkohol dazugeben. in eine Flasche abfüllen und verschließen. Eine Woche lang stehen lassen, dabei mehrmals durchschütteln. Den Pflaumenlikör nun durch ein Tuch seihen und in eine frische Flasche abfüllen.
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Tipp: Im gut sortierten Bastelgeschäft oder im Weinhandel finden Sie wunderschöne Flaschen in allen erdenklichen Formen. Nun noch die Flasche mit einem Goldlack-Stift schwungvoll beschriften, schon haben Sie ein wertvolles und kreatives Geschenk!
Durchkreuzte Pläne Wie hatte ich mich auf diesen Sonntag gefreut: Wolfgang und ich wollten endlich den Gutschein zum Frühstücken in einem Nobelrestaurant einlösen, den uns unsere Kinder zu Weihnachten geschenkt hatten. Nachmittags stand außerdem ein Kinobesuch mit Freunden auf dem Plan und abends noch ein Treffen mit einem anderen Ehepaar. Als ich jedoch morgens mit dem Hund nach draußen wollte, scheiterte ich schon kurz hinter der Terrassentür: Über Nacht hatte sich ein derart heftiges Blitzeis gebildet, dass ich kaum eine Chance hatte, überhaupt aus unserem Gartentor herauszukommen. Außerhalb des Gartens wurde es nicht besser: Die Wege waren nicht gestreut, und wir kamen nur mühsam und ganz vorsichtig voran. Gina, unsere Hündin, war äußerst irritiert darüber, dass ihr bei jedem Schritt die Pfoten wegrutschten und sie wenig Herrin der Lage war. Kaum hatte sie ihr Geschäft erledigt, gaben wir auf und traten im Schneckentempo den Rückzug an. Wieder im Haus, erzählte ich Wolfgang von dem Eis auf den Wegen. Weil er es kaum glauben konnte, ging er in den Hof und an die Straße vor dem Haus, wollte sich
selbst ein Bild der Lage machen. Kopfschüttelnd kam er wieder ins Warme, und sofort war uns beiden klar, dass wir unsere Pläne vergessen konnten: Wir würden das Auto kaum unbeschadet aus der engen Hofeinfahrt bekommen. Ich war sehr enttäuscht. Nun hieß es also, alles absagen und umdenken. Wolfgang machte als Erstes ein knisterndes Feuer im Kamin, ich deckte den (im Vergleich zum Restaurant) erbärmlichen Frühstückstisch. Immer noch enttäuscht, kaute ich mein Knäckebrot (hatte ja extra keinen Hefezopf aufgetaut) und schlürfte meinen Tee. Mein Mann, der mit kurzfristigen Veränderungen schon immer gut umgehen konnte, grinste breit und meinte, dann machen wir es uns eben zu Hause so richtig gemütlich – mit Heimkino, Kuschel- und Lesezeit. Und so wurde es doch noch ein wunderschöner Tag, den ich sehr genossen habe. Es war plötzlich ein herrlicher Gedanke, das Haus nicht verlassen zu müssen, die Möglichkeit zu haben, bei diesem scheußlichen Wetter im Warmen zu sitzen und kein „Programm abspulen“ zu müssen. Wolfgang und ich bekommen einfach einen ganzen Tag geschenkt, nur für uns zwei – was für ein wunderbares Blitzeis!
Winter im Glas
Süße Schneekugeln sind ruckzuck selbst gebastelt. Dann kann nach Herzenslust geschüttelt und gestaunt werden.
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Benötigt werden: ❆ leere Gläser mit Schraubverschluss; gut eignen sich große und kleine Babybrei-Gläschen. ❆ kleine Figuren, Tiere, Weihnachtsbaumschmuck o.Ä. aus Plastik ❆ Glitter/Kunstschnee/Eierschalenstückchen/Pailletten o.Ä. ❆ destilliertes Wasser ❆ eine Heißklebepistole ❆ Geschenkband
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Anleitung: Die Gläschen gut reinigen. Dann mit der Heißklebepistole die Figuren an die Innenseite der Deckel kleben. Bei kleineren Figuren ist es hilfreich, den Deckel einer Pet-Flasche o.Ä. als Sockel zu benutzen, dann kommt die Figur besser zur Geltung. Destilliertes Wasser und Glitter in die Gläser füllen. Bei schwereren Partikeln wie Pailletten o.Ä. kann es hilfreich sein, ein paar Spritzer Babyöl zuzufügen, damit der „Schnee“ nicht zu schnell sinkt. Jetzt ist Ausprobieren angesagt. Vorsichtig den Deckel mit der Figur einsetzen, festschrauben und dann prüfen: Ist genug Wasser enthalten? Reicht der Schnee? Fällt er langsam genug? Gegebenenfalls noch einmal Wasser, Glitter und/oder Babyöl nachfüllen. Anschließend den Deckel fest zuschrauben und mit einer großzügigen Schicht aus der Heißklebepistole rundherum abdichten. Den Deckel samt hart gewordenem Kleber mit einem hübschen Geschenkband oder etwas Bast umwickeln – fertig!
Im Herzen Advent Ich bin mit meinen beiden Töchtern verabredet, um über den Weihnachtsmarkt zu bummeln. Zuvor wollen wir noch – getrennt voneinander – ein paar Geschenke besorgen. Es ist ein bitterkalter Abend, und ich bin froh, hier und da in ein warmes Kaufhaus oder einen gemütlichen Laden schlüpfen zu können. Mitfühlend fällt mein Blick auf einen alten Mann, der, durch einen Pappkarton kaum vor der Kälte geschützt, auf dem Asphalt sitzt. In der schäbigen Mütze vor ihm glitzern zwei Münzen. Auch ich gebe ihm etwas Geld. Die Menschen eilen mit ihren vollgepackten Tüten an dem Mann vorbei, ohne ihn eines Blickes zu würdigen. In den wenigen Minuten, in denen ich die Szene beobachte, bleibt niemand stehen, um dem Bettler Geld zu geben. Traurig, denke ich, und husche in den nächsten warmen Laden. Als ich meine Einkäufe weitgehend erledigt habe und mich zum Marktplatz mit seinen hell erleuchteten und geschmückten Buden aufmache, höre ich schon von weitem weihnachtliche Musik. Eine fünfköpfige Gruppe Jugendlicher steht mit Gitarre, Cachon, Trompete, Saxophon und Bass unter dem Dach eines
Sportgeschäfts und gibt moderne Versionen altbekannter Adventslieder zum Besten. Ich bleibe auf der gegenüberliegenden Seite stehen, lausche der schwungvollen Musik, wippe mich im Takt etwas warm und sehe nun den Alten von vorhin nur ein paar Meter links von den Musikern sitzen. Ob er aus Erfahrung weiß, dass Musik Menschenherzen öffnen kann? Jedenfalls ist es mir nun eine Freude zu sehen, wie oft Vorbeilaufende etwas in seine Mütze werfen und ihm zulächeln. Ich entschließe mich kurzerhand, eine Bratwurst und eine Tasse heißen Tee zu kaufen und sie ihm zu bringen. Er strahlt mich dankbar an, und mir wird ganz warm ums Herz. Doch dann verblüffen mich – und wohl auch alle Umstehenden – die Jungs, die das Geld aus ihrem offenen Gitarrenkoffer nehmen, das ihnen Passanten hineingeworfen haben, und geben es dem alten Mann bis auf den letzten Cent. Der ist vollkommen sprachlos. Den Mund noch voller Bratwurst nickt er den Jugendlichen mehrfach zu und wischt sich dann mit dem dreckigen Ärmel seines Anoraks Tränen aus den Augen. Ich hätte die Jungs alle umarmen können – das war Advents-Feeling pur!