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Dieses Buch ist auch als E-Book erhältlich: ISBN 978-3-86256-778-2 Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über www.d-nb.de abrufbar Bibelzitate wurden der Lutherbibel in der revidierten Fassung von 1984, durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung, entnommen. © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Sabine Langenbach

24 Begegnungen zum Staunen im Advent

Lektorat: Judith Baumann Umschlaggestaltung: spoon design, Olaf Johannson Umschlagbilder: Elena Efimova, asife/Shutterstock.com

NEUFELD VERLAG

Bilder Innenteil: OLIVER-stockphoto/jeweils: shutterstock.com, David Franklin, RHIMAGE, Robsonphoto, hraska, Alexander Raths, AnjelikaGr, Casper1774 Studio, Mimadeo, Slavica Stajic, Mirelle, Volt Collection, Inga Dudkina, Africa Studio, AS Food studio, viki2win, nature photos, Dulce Rubia, Gyvafoto, Julia Metkalova, 3523studio, Antonio Guillem, Jaroslaw Pawlak, iravgustin Satz: Neufeld Verlag Herstellung: CPI – Clausen & Bosse, Leck © 2016 Neufeld Verlag Schwarzenfeld ISBN 978-3-86256-073-8, Bestell-Nummer 590 073 Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlages www.neufeld-verlag.de / www.neufeld-verlag.ch Bleiben Sie auf dem Laufenden: newsletter.neufeld-verlag.de www.facebook.com/NeufeldVerlag www.neufeld-verlag.de/blog

NEUFELD VERLAG


Vorwort

I

ch liebe Adventskalender – schon seit ich denken kann! Vielleicht bin ich ja auch „erblich vorbelastet“. Als Kind fand ich es, sagen wir mal: „sehr interessant“, dass mein Opa und meine Oma immer einen Adventskalender hatten. In meinen Augen waren sie dafür viel zu alt! Mit kindlicher Freude öffnete mein Opa die Adventskalendertürchen. Das gehörte für ihn und Oma genauso in die Wochen vor Weihnachten wie die „Schummerstündchen“. Dann wurden Kerzen angezündet, besondere Lebkuchen aus Nürnberg gegessen und manchmal wurde auch eine Geschichte vorgelesen. Es war ein Highlight für meine Schwester und mich, wenn wir dabei sein konnten! Ganz so jung bin ich auch nicht mehr. Jetzt steht für mich fest: Advent ohne Kalender – das geht gar nicht! Aber ich muss zugeben: Ich bin wählerisch. Die Adventskalender, die nur mit kleinen Schokoladenstückchen gefüllt sind, mag ich nicht. Spätestens nach einer Woche landen die 5


Täfelchen in einer Dose. Irgendwann gibt es davon Schokoladenkuchen. Ich mag Abwechslung hinter den Türchen: Trüffel, Marzipan, Nougat. Jeden Tag etwas anderes. So eine Mischung versüßt mir das Warten auf Weihnachten am besten. Deshalb finden Sie auch in diesem Adventskalenderbüchlein Geschichten und Berichte, in denen es mal um die schönen, hoffnungsvollen Momente geht und mal um herausfordernde oder nachdenkliche. Eine gesunde Mixtur von allem gibt dem Leben erst Tiefgang. Das ist zumindest meine Erfahrung und davon handeln meine persönlichen Geschichten. Begegnungen sind dabei der „rote Faden“. Als Journalistin und Moderatorin begegne ich vielen Menschen, bekannten und weniger bekannten. Einige haben mir ihre besonderen Adventsund Weihnachts-Erlebnisse erzählt. Bis zum Heiligabend erwarten Sie also 24 Begegnungen zum Staunen. Es ist eine Mischung, wie ich Adventskalender liebe. Und dieser ist sogar kalorienfrei. Mit Mehrwert statt Nährwert! Genussvolle, tiefgehende, stressfreie, ermutigende Momente beim Lesen wünscht Ihnen Sabine Langenbach

Inhalt Vorwort....................................................................... 5 1. Dezember: Der etwas andere Adventskalender....................................................... 12 2. Dezember: Kaffeemaschine und Postbote ......... 16 3. Dezember: „... damit du klug wirst!“................. 20 4. Dezember: Zuhause............................................ 24 5. Dezember: Adventskind...................................... 28 6. Dezember: Mein Nikolaus-Wunder .................. 32 7. Dezember: Adventsgesicht .................................. 36 8. Dezember: Abgelehnt......................................... 40 9. Dezember: Falschfahrer...................................... 44 10. Dezember: Weihnachtsmenü ........................... 48 11. Dezember: Samba und Schnee.......................... 52 12. Dezember: Alex.................................................. 56 13. Dezember: Mehr als ein „Geschenke-Fest“...... 60

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14. Dezember: Jauchzet, frohlocket........................ 64 15. Dezember: Im eigenen Schmerz an andere denken..................................................... 68 16. Dezember: Geschenke? Geschenke!.................. 72 17. Dezember: Blickkontakt .................................... 76 18. Dezember: Freude trotz Trauer....................... 80 19. Dezember: Frust-Pfützen und Advents-Boote .................................................. 84 20. Dezember: Heiße Maronen.............................. 88 21. Dezember: Weihnachtstüten............................. 92 22. Dezember: Inselflucht ....................................... 96 23. Dezember: Hoch-Zeit in der Kirche............... 100 24. Dezember: Geboren unterm Weihnachstbaum ................................................... 104 Über die Autorin.................................................... 107


1. Dezember

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Der etwas andere Adventskalender

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egegnungen – mit Menschen ins Gespräch kommen, das liebe ich an meiner Arbeit als Journalistin und Referentin. Nach einem Programm zum Thema „Glück“ kam Kerstin auf mich zu. Fröhlich und lebensbejahend stand sie vor mir und erzählte von ihren persönlichen Glücksmomenten und aus ihrem Leben. Mir fiel auf, dass sie eigentlich genügend Gründe zum Klagen gehabt hätte: Eine schwere Krebserkrankung lag hinter ihr und die andauernde Arbeitslosigkeit war auch alles andere als erfreulich. Trotzdem hatte sie sich nicht unterkriegen lassen! Nach und nach wurde mir klar, warum sie nie den Blick auf das Gute in ihrem Leben verloren hatte: In allem Schweren hatte sie das Vertrauen auf Gott und das Dankbarsein nicht verlernt. Ganz deutlich wurde mir das, als sie mir von ihrem „Anderen Adventskalender“ berichtete. Ihre Mutter hatte ihr vor Jahren einen selbstgestickten Adventskalender mit vielen kleinen Leinensäckchen geschenkt. Den hatte sie in Ehren verwahrt. Das Aufhängen war für sie ein Ritual am Anfang des Advents geworden. Als Single hatte sie ihn Jahr für Jahr selbst befüllt. Dann passierte es: Sie vergaß, rechtzeitig vor dem 1. Dezember Süßig12

keiten dafür zu besorgen. Auf die Schnelle füllen, das kam für sie überhaupt nicht in Frage. Aus alter Tradition wollte sie den Kalender trotzdem aufhängen. Aber ohne Inhalt? Da kam ihr eine Idee: Warum sollte der Adventskalender sich nicht mal bis Weihnachten füllen, anstatt leerer zu werden? Nichts Süßes wollte Kerstin in die Säckchen legen, sondern Zettel, auf denen sie notieren würde, wofür sie am jeweiligen Tag im Advent dankbar war. Als ich sie traf, erinnerte sie sich freudestrahlend an diesen ersten „Anderen Adventskalender“ zurück: „So hatte ich am Heiligen Abend 24 mehr oder weniger ausführliche Dankesbriefe vorliegen an unseren Herrn Jesus Christus, der als kleines Kind in der Heiligen Nacht in unsere Welt kam.“ Seitdem ist dieser besondere Adventskalender ihr Begleiter in den Wochen vor Weihnachten. Für mich ist diese Begegnung mit Kerstin noch heute eine wertvolle Lektion in Sachen „Dankbarkeit“ – mitten im Alltag!

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2. Dezember

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Kaffeemaschine und Postbote

V

or Weihnachten herrscht im Briefzentrum Hochbetrieb!“ Die Schlagzeile erstaunt mich keineswegs. Ist doch jedes Jahr so! Ich freue mich ja auch über Weihnachtspost und hänge in meiner Küche alle Karten und Briefe an einer Leine auf. So habe ich jeden Tag Freude daran. Manchmal denke ich: „Der arme Postbote, der muss das alles schleppen!“ Wir wohnen nämlich an einem recht steilen Berg. Gestern musste unser Postbote wirklich schleppen. Außer Briefen und Karten hatte er auch noch ein Paket dabei. Während ich den Erhalt quittierte, fragte er neugierig mit Blick auf die Kiste: „Ist da auch drin, was drauf steht?“ „Ja“, sagte ich, „da ist wirklich eine Kapselkaffeemaschine drin. Wir haben sie eingeschickt, weil sie kaputt war. Ich hoffe, sie funktioniert jetzt!“ Daraus entwickelte sich ein Gespräch über die Zufriedenheit mit der Maschine (er hatte auch mal so eine) und dass die Kapseln nicht umweltfreundlich seien – und schon waren wir beim Thema Umweltverschmutzung und Klimawandel. Besorgt bemerkte ich: „Wir haben doch nur diese Welt!“, und schaute plötzlich in ein erstauntes Postbotengesicht. „Gerade von Ihnen hätte ich da aber etwas anderes erwartet!“, hörte ich ihn sagen. Wie meinte er das? Schnell fiel bei mir der Groschen: Ich hatte von der Erde als Planeten gespro16

chen, den Gott uns zum Bewahren gegeben hat. Er dachte, dass ich damit ausdrücken wollte, dass nach dem Leben hier alles vorbei ist. Er wusste, dass ich Christin bin. Meine Post verriet ja einiges! Deshalb war er irritiert. Schnell klärte ich das Missverständnis auf. Ich machte deutlich, dass ich davon überzeugt war, dass das Leben hier nur ein Vorspiel für das sei, was uns im Himmel, in der Ewigkeit bei Gott, erwarte. Wie das genau sein werde, wisse jetzt noch keiner. Aber ein paar Informationen gäbe die Bibel schon preis: Wolf und Lamm werden beieinander liegen (Jesaja 65,25), es wird keine Angst und keine Tränen mehr geben (Offenbarung 21,4) und echter Frieden wird dort sein (Jesaja 66,12). So wie die Engel es den Hirten auf dem Feld von Bethlehem versprochen hatten, als Jesus geboren wurde (Lukas 2,14). Das wusste mein Postbote auch alles. Aber er hatte seine Zweifel. Gerade als wir darüber reden wollten, hupte es. Das Postauto stand im Weg. War ja auch nicht geplant, dass sich ein Gespräch entwickeln würde, bei dem wir von der Kapselkaffeemaschine zum ewigen Leben kommen würden!

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Über die Autorin Sabine Langenbach, Jahrgang 1967, ist in Berlin aufgewachsen. Berlinern wird nachgesagt, dass sie „Herz und Schnauze“ haben – genau das trifft auch auf sie zu! Daran konnte ein Umzug als Teenager nach Dortmund nichts ändern. Hier absolvierte sie ihre Lehre als Einzelhandelskauffrau. Der Umgang mit Menschen machte ihr Spaß, aber sie spürte, dass da noch etwas anderes dran sein könnte. 1987 begann sie, beim Evangeliums-Rundfunk (heute ERF Medien) in der Telefonzentrale zu arbeiten. Damit erschloss sich für die damals 19-Jährige die Welt der Medien. Schnell wurde klar, dass hier ihre Talente lagen, und so begann sie nach einem Jahr am Telefon die Ausbildung zur Hörfunkredakteurin. Mittlerweile ist Sabine Langenbach seit mehr als 25 Jahren nicht nur „radio-aktiv“: auch als TVModeratorin, Autorin, Laienpredigerin und Referentin kann man sie erleben. Offen, ehrlich und authentisch berichtet sie in ihren Vorträgen aus ihrem Leben, das durchaus nicht immer einfach war und ist. Seit 1992 ist sie mit Frank verheiratet. 1996 wurde nach längerer Wartezeit Sohn Niklas geboren. Als Überraschung

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folgte sechzehn Monate später Tochter Birte, die mehrfachbehindert und blind auf die Welt kam. Das hat das Leben der Familie geprägt. Rückblickend sagt Sabine Langenbach: „Ohne unsere Birte würde ich heute keine Vorträge halten! Sie hat unserem Leben Tiefgang gegeben.“ Und so macht sie ihren Zuhörern aus Überzeugung Mut. Mehr Infos unter www.sabine-langenbach.de

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Frank C. Laubach

In jeder Minute bist du da Spielerisch Gottes Gegenwart entdecken

Ist es möglich, Gott stets vor Augen zu haben? Frank Laubach entschloss sich zu dem Versuch, in jeder Minute mindestens eine Sekunde an Gott zu denken. So erwuchs tatsächlich ein stetiges inneres Gespräch mit Gott. Und Laubach erlebte, wie sein Leben dadurch verändert wurde. Sein Buch hilft ganz praktisch, Gottes Gegenwart spielerisch zu entdecken. „Ich kenne nur wenige Bücher, die auf so positive und Sehnsucht weckende Weise darum werben, sich Gott in allen Umständen zu öffnen und anzuvertrauen.“ Thomas Härry in AUFATMEN Hardcover, 105 S., ISBN 978-3-86256-031-8, E-Book: ISBN 978-3-86256-720-1

HÖRBUCH-TIPP

NEUFELD VERLAG

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BUCH-TIPP

André Trocmé

Von Engeln und Eseln

Geschichten nicht nur zu Weihnachten

Spannende Erzählungen, die Kinder und Erwachsene inspirieren, neu auf das zu achten, was wirklich zählt. Diese Geschichten erzählte Pfarrer André Trocmé (1901–1971) in Le Chambon-surLignon, während Frankreich von Hitlers Truppen besetzt war. Sie veränderten und retteten Leben: Die etwa 9 000 Bewohner jener Gegend leisteten auf ihre Art Widerstand. Als der Krieg zu Ende war, hatten sie fast 5 000 Flüchtlingen geholfen, darunter etwa 3 500 Juden. Hörbuch, gelesen von Philipp Schepmann ISBN 978-3-86256-003-5, vier Erzählungen aus dem Buch Von Engeln und Eseln, ca. 68 Minuten


NEUFELD VERLAG

Der Neufeld Verlag ist ein unabhängiger, inhabergeführter Verlag mit einem ambitionierten Programm. Wir möchten bewegen, inspirieren und unterhalten. Unser Motto: Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder willkommen ist! Das wär’s, oder? Am Ende sehnen wir alle uns danach, willkommen zu sein. Die gute Nachricht: Bei Gott bin ich willkommen. Und zwar so, wie ich bin. Die Bibel ist voll von Geschichten und Bildern darüber, dass Gott uns mit offenen Armen erwartet. Und dass er nur Gutes mit uns im Sinn hat. Als Verlag möchten wir dazu beitragen, dass Menschen genau das erleben: Bei Gott bin ich willkommen. Unser Slogan hat eine zweite Bedeutung: Wir haben ein Faible für außergewöhnliche Menschen, für Menschen mit Handicap. Denn wir erleben, dass sie unser Leben, unsere Gesellschaft bereichern. Sie haben uns etwas zu sagen und zu geben. Deswegen setzen wir uns dafür ein, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen. Folgen Sie uns auch auf www.facebook.com/NeufeldVerlag und in unserem Blog unter www.neufeld-verlag.de/blog!


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