Skip to main content

590057

Page 1

Stefan Vatter

Finden, fรถrdern, freisetzen


Stefan Vatter

Finden, fรถrdern, freisetzen Die Gabe des apostolischen Dienstes


Dieses Buch ist auch als E-Book erhältlich: ISBN 978-3-86256-755-3, Bestell-Nummer 590 057E Bibelzitate, soweit nicht anders angegeben, wurden der Lutherbibel in der revidierten Fassung von 1984, durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung, entnommen. © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Sonst wurde überwiegend der Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ) – Neues Testament und Psalmen verwendet. Copyright © 2011 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über www.d-nb.de abrufbar Lektorat: Roland Nickel Umschlaggestaltung: spoon design, Olaf Johannson Umschlagbilder: Antonov Roman, Creativemare/Shutterstock.com Illustrationen im Innenteil: © Stefan Vatter Satz: Neufeld Media, Weißenburg in Bayern Herstellung: CPI – Clausen & Bosse, Leck © 2014 Neufeld Verlag Schwarzenfeld ISBN 978-3-86256-057-8, Bestell-Nummer 590 057 Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlages www.neufeld-verlag.de / www.neufeld-verlag.ch Bleiben Sie auf dem Laufenden: newsletter.neufeld-verlag.de www.facebook.com/NeufeldVerlag www.neufeld-verlag.de/blog


Für Kirsten, Sarah und Rebekka

Mein besonderer Dank gilt … meiner Mutter Ruth und meinem Vater Dieter, die immer an mich geglaubt haben den zahlreichen Kollegen, Freunden und Weggefährten des ­Glaubens, die mir wertvolle Impulse und Rückmeldungen für dieses Buch gaben Horst Stricker und der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in Kempten, in der ich seit 20 Jahren mitwirken darf – wir haben gemeinsam in dieser Zeit so viel mit Gott erlebt dem hervorragenden Team der Geistlichen-Gemeinde-Erneuerung, mit denen es eine große Freude ist, gemeinsam in Deutschland für den Höchsten unterwegs zu sein in besonderer Weise meiner geliebten Frau Kirsten und meinen beiden Töchtern Sarah und Rebekka, die mir ein Vorgeschmack des Himmels auf Erden sind Stefan Vatter Kempten, April 2014


7

Stimmen zu diesem Buch „Ein solcher Beitrag über den Dienst des Apos­tels war schon längst überfällig … Stefan Vatter stellt nicht nur Erfahrungen zusammen, die er als Gemeindepastor und in apos­to­lischer Verantwortung sammeln konnte, sondern er zeigt das weite biblische Spektrum zum Thema auf. Das Buch ist anschaulich und gut strukturiert verfasst. Ich teile voll und ganz das Anliegen des Autors, dass die Neuentdeckung und eine gesunde Praxis des apos­to­lischen Dienstes für einen umfassenden geistlichen Aufbruch in unserem Land unerlässlich ist.“ Dr. Heinrich Christian Rust „Hier schreibt ein Praktiker, dem die biblische Wahrheit lieb und teuer ist und der in seiner Gemeindearbeit konsequent auf Mission, Evangelisation und Wachstum gesetzt hat.“ Prof. Dr. Johannes Reimer „Ein wertvoller Beitrag aus der Praxis für die Praxis. Die geballte Information wird dem Leser das Verständnis über das treue Sorgen Christi für seine Gemeinde öffnen, das Herz mit aktuellen Erwartungen weiten und dankbaren Respekt gegenüber solchen Dienstbegabten schüren. Uns bleibt dann noch das Gebet, damit der Herr Jesus auch solche Dienstbegabten weiter und reichlicher in den Dienst für Gemeinde und Menschen stellt.“ Ingolf Ellßel „Man fragt sich beim Lesen unwillkürlich, warum ein solches Buch über den apos­to­lischen Dienst nicht schon viel früher erschienen ist. Wenn die Gemeinde ‚auf der Grundlage der Apos­tel und Propheten aufgebaut ist, wobei Christus der Eckstein ist‘ (Eph 2,20), dann ist es lebenswichtig, diesen Dienst zu kennen.“ Dr. Horst Afflerbach „Apos­telamt, Apostolizität und Apostolat: hoch belastete Streitthemen jahrhundertelanger konfessioneller Auseinandersetzungen! Jenseits der hoch kontroversen theologischen Diskussion um Ämter und Kirchenver-


8

fassungen richtet dieses Buch sein Augenmerk auf das biblische Herzensanliegen dahinter. Es geht um eine Wiederentdeckung des apos­to­lischen Grundcharakters des christlichen Lebens. Und um die Positionierung und Befähigung jener, die aus ihr heraus gründend und gestaltend Verantwortung übernehmen. Ein dringendes Anliegen, dem in diesem leidenschaftlichen Buch mit großer Praxisnähe und Erfahrung Rechnung getragen wird.“ Dr. Johannes Hartl „Gediegene Auseinandersetzungen mit dem Apos­telbegriff und Apos­ telamt sind, wenn sie gleichermaßen theologisch fundiert sein sollen, aber auch für den Leser verständlich und aufbauend, ausgesprochen rar. Stefan Vatter ist es gelungen, ein solches Buch zu schreiben.“ Dr. Wolfhard Margies „Das Buch ist aus einer zwanzigjährigen Praxis heraus mit biblischer und theologischer Kompetenz geschrieben. Dieses Buch könnte zum Standardwerk über den apos­to­lischen Dienstes für heute werden. Ich empfehle es Leitern und Leiterinnen in Verantwortung zur Inspiration, wie auch jüngeren Christen, die nach Gottes Ruf für ihr Leben suchen. Es wird Orientierung zum Leben und Arbeiten in Gemeinde und Gesellschaft geben, damit eine Entwicklung über den Status quo hinaus geschieht.“ Keith Warrington

„Ich freue mich sehr, dass es jetzt in Deutschland ein umfangreiches Buch über den Dienst des Apos­tels gibt. Ich wünsche jedem Leser viele inspirierende Erfahrungen beim Studium der spannenden Lektüre und erhoffe mir, dass das Buch eine weite Verbreitung findet.“ Peter Wenz „Menschen, die Gemeinden und (Frei-)Kirchen geistesgegenwärtig führen und leiten, Mitarbeiter gewinnen und motivieren, Perspektiven in einem großen Gottvertrauen entwickeln und überzeugend gestalten, sind selten. ,Apostolische Väter‘ nennt Stefan Vatter sie in diesem kenntnisreichen und darum lesenswerten Buch. Menschen, die aufgrund ihrer cha-


9

rakterlichen Eigenschaften und geistlichen Begabungen in der Lage sind, die unterschiedlichen Berufungen Einzelner in einer Gemeinde oder in einem Gemeindebund zusammenzuführen. Stefan Vatter entfaltet das alles theologisch, dankenswerter Weise sehr praktisch-theologisch, als den apos­to­lischen Dienst.“ Christoph Stiba „Ein lebendiges und kluges Buch. Eine Lektüre, die Kopf und Herz ergreift. Diese sorgfältige biblische Grundlegung hat Seltenheitswert. … Nicht nur der ‚fünffältige Dienst‘ im Allgemeinen, sondern der Dienst der Apos­tel im Besonderen wird hier kenntnisreich auf biblischem Niveau aktualisiert. Wertvolle sprachliche, theologische und kirchengeschichtliche Abklärungen beseitigen den Nebel, der dieses Thema bis heute unscharf und nebensächlich erscheinen lässt. Nicht zuletzt bietet das Buch viele hilfreiche praktische Anregungen. Eine wahre Fundgrube für Zukunftsperspektiven.“ Horst Stricker


Inhaltsverzeichnis Stimmen zu diesem Buch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Einführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 1.  Ursprung des apos­to­lischen Dienstes . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 1.1  Der Apos­tel – eine Begriffsklärung . . . . . . . . . . . . . . . A.  Der Flottenkommandant in der Antike . . . . . . . . . . . B.  Der Bote Gottes im Judentum . . . . . . . . . . . . . . . . . C.  Der bevollmächtigte Gesandte im Neuen Testament . . . . D.  Erste Definition eines Apos­tels und seines Dienstes . . . . .

23 23 23 24 26

1.2  Gott als apos­to­lische Trinität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A.  Gott, der Vater – die apos­to­lische Initiative . . . . . . . . . B.  Gott, der Sohn – die apos­to­lische Berufung . . . . . . . . . C.  Gott, der Heilige Geist – die apos­to­lische Bevollmächtigung D.  Der apos­to­lische Dienst als trinitarisches Wirken . . . . . .

27 27 28 29 31

1.3  Apos­tel im Neuen Testament . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A.  Jesus, der Apos­tel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B.  Die zwölf Urapostel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . C.  Weitere Apos­tel zur Zeit des Neuen Testamentes . . . . . . D.  Die Vielfalt neutestamentlicher Apos­tel . . . . . . . . . . . E.  Frauen und der apos­to­lische Dienst . . . . . . . . . . . . .

32 32 32 34 39 43

1.4  Apos­tel in der Kirchengeschichte . . . . . . . . . . . . . . . . 46 A.  Apostolische Väter und apos­to­lische Sukzession . . . . . . . 46 B.  Bekannte Apos­tel der Kirchengeschichte . . . . . . . . . . . 51 C.  Beispiel einer apos­to­lischen Bewegung der Kirchengeschichte ���������������������������������������������������������������� 54 D.  Gibt es heute noch Apos­tel? . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59 2.  Wesen und Charakter eines Apos­tels . . . . . . . . . . . . . . . . . 63 A.  Wesen, Charakter und Charisma eines Apos­tels . . . . . . 63 B.  Die einzigartige Gabenkombination eines Apos­tels . . . . . 65


12

2.1  Charakterliche Eigenschaften . . . . . . . . . . . . . . . . . . A.  Der Apos­tel als Diener . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B.  Die Herzenshaltung der Demut . . . . . . . . . . . . . . . . C.  Die Charakterschulung der Geduld . . . . . . . . . . . . . . D.  Charakterkriterien des Apos­tel Paulus . . . . . . . . . . . .

66 67 68 69 70

2.2  Besondere Anforderungen an apos­to­lisch Berufene . . . . . . 72 A.  Im Spannungsfeld von Herrlichkeit und Leid . . . . . . . . 72 B.  Flexibilität und Anpassungsfähigkeit . . . . . . . . . . . . . 76 2.3  Kennzeichen echter Apos­tel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78 A.  Gesunde Gemeinden als Frucht eines Apos­tels . . . . . . . 78 B.  Übernatürliche Zeichenwirkung eines Apos­tels . . . . . . . 79 C.  Weitere Kennzeichen apos­to­lischen Wirkens . . . . . . . . 81 D.  Apos­tel als geistliche Väter . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81 Exkurs: Merkmale apos­to­lischer ­Vaterschaft – Dr. Wolfhard Margies ���������������������������������������������������������������������� 84 2.4  Kennzeichen falscher Apos­tel und der Umgang mit ihnen . . A.  Mit Weisheit prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B.  Falsche Apos­tel erkennen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . C.  Umgang mit falschen Apos­teln . . . . . . . . . . . . . . . .

90 91 93 99

3.  Apostolisches Wirken in Reich Gottes, Gemeinde und Welt . . . 103 3.1  Apostolisches Wirken und das Reich Gottes . . . . . . . . . . A.  Jesus Christus, der Heilige Geist und das Reich Gottes . . . B.  Apos­tel und das Reich Gottes . . . . . . . . . . . . . . . . . C.  Apos­tel in Reich Gottes und Gemeinde . . . . . . . . . . . D.  Apos­tel in Reich Gottes und Welt . . . . . . . . . . . . . . E.  Apos­tel und die Vollendung des Reiches Gottes . . . . . . .

104 104 106 107 109 111

3.2  Apostolisches Wirken in der Gemeinde . . . . . . . . . . . . A.  Apos­tel als weise und strategische Baumeister . . . . . . . B.  Apostolische Baukunst in Stabilität und Dynamik . . . . . C.  Apos­tel pflanzen und begießen . . . . . . . . . . . . . . . .

113 114 117 120

3.3  Apostolisches Wirken in der Welt . . . . . . . . . . . . . . . . 123 A.  Apos­tel helfen der Gemeinde, Licht der Welt zu sein . . . . 123 B.  Apos­tel bringen Alltags-Welt und Gemeinde-Welt in Berührung ����������������������������������������������������������������������������� 125 C.  Apos­tel und Verantwortungsträger unserer Gesellschaft . . 129


13

3.4  Apostolische Proklamation in Welt und Gemeinde . . . . . . A.  Verkündigung als Proklamation . . . . . . . . . . . . . . . B.  Jesus beauftragt die Apos­tel zur Proklamation . . . . . . . C.  Proklamative Verkündigung bei Petrus . . . . . . . . . . . D.  Proklamative Verkündigung bei Paulus . . . . . . . . . . . E.  Apostolische Glaubensproklamation für heute . . . . . . . F.  Apos­tel scheuen die Konfrontation nicht . . . . . . . . . . . G.  Apos­tel sind keine Harmoniebeauftragten . . . . . . . . . Exkurs: Die apos­to­lische Flotte – Beispiel apos­to­lischer ­Predigtauslegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

132 133 134 134 135 135 137 139 142

4.  Der Apos­tel im Team . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 149 4.1  Das Miteinander von Apos­teln und Ältesten (Gemeindeleitung) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A.  Wer ist wer im Zoo? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B.  Glorreiche Apos­tel, armselige Gemeindeleitung? . . . . . . C.  Apostolische Hilfestellung für Gemeindeleitungen . . . . . D.  Gemeinsames Wirken in der Gemeinde . . . . . . . . . . . Exkurs: Gemeinde – demokratisch oder direktiv? . . . . . . . . Auf der einen Seite … . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Auf der anderen Seite … . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die gesunde Mitte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ältestenberufung praktisch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . E.  Gemeindliche Einbindung eines Apos­tels . . . . . . . . . . F.  Apostolische Einbindung eines Apos­tels . . . . . . . . . . .

150 150 152 153 155 156 157 158 159 159 161 163

4.2  Der Apos­tel im fünffältigen Dienst-Team . . . . . . . . . . . 164 A.  Eine göttliche Rudermannschaft . . . . . . . . . . . . . . . 164 B.  Die fünf Dienstgaben stellen sich vor . . . . . . . . . . . . . 166 Der Prophet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 168 Der Evangelist . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 168 Der Hirte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 169 Der Lehrer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 169 C.  Wirkungsweisen der fünf Dienstgaben . . . . . . . . . . . 171 D.  Aufgabe des Apos­tels im fünffältigen Dienst . . . . . . . . 175 E.  Von der Gefahr der Einfältigkeit . . . . . . . . . . . . . . . 176 F.  Selbst- und Fremdeinschätzung innerhalb des fünffältigen Dienstes ����������������������������������������������������������������� 178


14

5.  Wege zu einer ­apos­to­lisch geprägten Gemeinde . . . . . . . . . . 185 5.1  Apostolische Gemeindeberatung . . . . . . . . . . . . . . . . A.  Aufgabenfelder einer apos­to­lischen Gemeindeberatung . . B.  Auf was schauen wir? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . C.  Gemeinde in ihre Bestimmung führen . . . . . . . . . . . . D.  Kraftquellen apos­to­lischen Gemeindelebens . . . . . . . . . Exkurs: Warum unsere Gemeinde wächst . . . . . . . . . . . .

186 187 188 192 194 197

5.2  Finden und Fördern der apos­to­lischen Gabe . . . . . . . . . A.  Wie apos­to­lisch ist unsere Gemeinde? . . . . . . . . . . . . B.  Schritte zu einem apos­to­lischen Gemeindeprofil . . . . . . C.  Wie vollzieht sich eine apos­to­lische Berufung? . . . . . . . D.  Wie erkennen wir apos­to­lisch Begabte unter uns? . . . . . Apostolische Begabungen unter den Generationen . . . . . . . E.  Hindernisse überwinden – Zeit zum Auftauchen? . . . . . F.  Das höchste Ziel apos­to­lischer Gemeinden . . . . . . . . . .

200 201 202 207 209 210 213 215

Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 217 Literaturverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 221


Einführung Was fällt Ihnen ein, wenn Sie das Wort Apos­tel hören?“ Welches Bild taucht vor Ihrem inneren Auge auf? Ich sitze vor meinem Computer, gebe im Suchprogramm Apos­tel ein und erhalte über 1.000.000 Treffer – das englische apostle zeigt fast 7.000.000 Treffer an. Ich frage mich: Was sind Apos­tel? Wozu brauchen wir sie? Sieht Gott heute noch Apos­tel vor? Wenn ja, welche Rolle spielen sie in unserer Zeit? Wie wirken sie? Bin ich ein Apos­tel? Vor einigen Monaten war ich bei meinen Eltern in Freiburg im Breisgau zu Besuch. Ganz Freiburg lag unter einer zähen und dichten Wolkendecke, während der Wetterbericht oberhalb von 800 Metern strahlenden Sonnenschein verkündete. Ich bin in Freiburg aufgewachsen und kenne diese Wetterlagen, und doch erstaunt es mich immer wieder, welche Wirkung dichter Nebel auf mich hat. Ich zweifle, ob auf den Bergen die Sonne wirklich strahlend, ganz ohne Wolken scheint, während ich hier unten keine 50 Meter weit sehen kann. Etwas ungläubig setzte ich mich ins Auto, um auf einen nahe gelegenen Berg zu fahren. Während des Fahrens beschlich mich ein dumpfes Empfinden, die Höhe des Berges könnte nicht ausreichen, um mich aus der Nebelbank hinauszuführen. Dann wurde es plötzlich heller und auf einen Schlag war ich wie in einer anderen Welt. Wie gut, dass ich mich auf den Weg gemacht hatte, so dachte ich, und genoss den weiten Ausblick und die Wärme der Sonnenstrahlen. Bildlich gesprochen möchte ich Sie in diesem Buch mit auf eine Bergtour nehmen. Raus aus dem Nebel, der auf dem apos­to­lischen Dienst liegt, und hinein in das Sonnenlicht mit seiner weiten Perspektive. Entdecken Sie die strategische und gesellschaftliche Bedeutung des apos­to­ lischen Dienstes. Entdecken Sie Sinn, Zweck und Ziel dieses Dienstes für


16

ihr persönliches Leben, für die Gemeinde Jesu, für das Reich Gottes und für die Welt. Aus den Nebelbänken treten Einen der wichtigsten Wegweiser, der uns aus den Nebelbänken rund um den apos­to­lischen Dienst ins Licht führt, finden wir in einer bedeutsamen Anweisung des auferstandenen Jesus an seine Gemeinde. Die Himmelfahrt Jesu markiert den Anfang seiner Herrschaft zur Rechten des Vaters. Von dieser erhobenen Position aus setzt Christus nach seiner Auferstehung zum Bau seiner Gemeinde fünf Zurüstungsgaben ein, zu welchen auch die Gabe des Apos­tels gehört: „Und er hat einige als Apos­tel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer“ (Eph 4,11). Wer hat gesetzt? Er, der Auferstandene! Es war Gottes Initiative und Idee. Es handelt sich hier nicht um einen pfingstlerisch-charismatischen Gedankenentwurf, sondern um die Setzung und Anweisung des Auferstandenen. Ein maßgeblicher Teil der Strategie Gottes zum Bau seiner Gemeinde und Manifestation seiner Königsherrschaft in der Welt.1 Während der Dienst des Hirten und Lehrers in der Gemeindepraxis breite Akzeptanz gefunden hat, finden wir in den allermeisten Gemeinden in Bezug auf die Bedeutung des apos­to­lischen Dienstes ein lückenhaftes und geringes Verständnis vor. So werden Personen mit einem apos­to­ lischen Gabenspektrum als Prediger, Evangelisten, Lehrer oder Missionare bezeichnet, selten aber als Apos­tel. Bei Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrern ist bereits der Name Programm. Der Prophet prophezeit, der Evangelist evangelisiert, der Hirte weidet, der Lehrer lehrt. Und der Apos­tel? Er fällt hier aus der Reihe. Apos­tel ist keine Bezeichnung, die sich uns auf Anhieb schon vom Begriff her selbst erklärt. Was haben wir uns unter dem Dienst des Apos­tels vorzustellen?

1

Aus dem fünffachen Dienst lediglich eine geschlossene Ämterliste abzuleiten oder ein festes Modell einer Gemeindeorganisation zu entwerfen, wäre jedoch verkürzt. Das Amt einer Ältestenschaft (1Tim 3), eines Bischofs (Apg 20,28) oder die unterschiedlichen Charismen (1Kor 11,28ff) würden hier keine Berücksichtigung finden. Wohl aber ist der fünffältige Dienst eine der wichtigsten Dienstgaben, die in Ergänzung zu anderen Charismen und Ämtern die Gemeinde Jesu in innere Stärke und gesellschaftliche Strahlkraft führt.


17

Die Gemeinde zurüsten Den Sinn der fünf Dienstgaben beschreibt Paulus mit folgenden Worten: „Damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, bis wir alle hinge­ langen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Soh­ nes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi, damit wir nicht unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch trü­ gerisches Spiel der Menschen, mit dem sie uns arglistig verfüh­ ren“ (Eph 4,12 – 14).

Es geht also um Zurüstung, doch wozu? Zum Werk des Dienstes, damit der Leib Christi – die Gemeinde – aufgebaut wird! Darunter haben wir uns im Wesentlichen vorzustellen, dass zur Ehre Gottes seine Gemeinde stabil nach innen gegründet und dynamisch nach außen konstruiert wird. Die Gemeinde ist dazu berufen, die Fülle der Herrlichkeit und Größe Gottes auf Erden widerzuspiegeln. Alles andere ist zweitrangig. Um die Gemeinde Jesu in eine solche Stabilität und Dynamik führen zu können, ist die Gabe des apos­to­lischen Dienstes unverzichtbar. Dieses Gabengeschenk Gottes muss erkannt, geweckt, gefördert und eingesetzt werden. Unsere Gemeinden und unser Land brauchen Menschen mit dieser apos­to­lischen Begabung. Die apos­to­lische Gabe ist ein Geschenk Gottes zum Bau seiner Gemeinde. Achten wir diese Gabe Gottes oder meinen wir, sie nicht zu benötigen, wie wir es von den Pharisäern lesen: „Aber die Pharisäer und Schriftgelehrten verachteten, was Gott ihnen zugedacht hatte“ (Lk 7,30)? Die Gesellschaft verändert sich entweder mit oder ohne uns. Apos­tel sind dazu berufen, der Gemeinde zu helfen, aus dem „ohne uns“ ein „mit uns“ zu machen. Wir können auf das, was uns Christus zum Bau seiner Gemeinde und seines Reiches zur Verfügung gestellt hat, nicht verzichten. Jede Gemeinde ist dazu aufgerufen, von dieser Gabe zu profitieren. Wie aber kann ich von etwas profitieren, das mir nicht zugänglich oder gar unbekannt ist? Unsere Gemeindekultur ist meist nicht von einem fünffältigen, sondern vielmehr von einem einfältigen Dienst geprägt. Hirten (Pastoren) sollen oft das apos­to­lische Spektrum mit abdecken und beispielsweise die Gabenpotenziale Einzelner zur Entfaltung bringen oder die Gemeinde in eine gesellschaftliche Wahrnehmbarkeit führen


18

– was in den meisten Fällen zu einer Überforderung der Pastoren inklusive der Gemeindeleitung und zu einer Frustration im Gemeindeleben führt. Wie viele sind unter dem Gewicht des einfältigen Dienstes erdrückt worden, da sie Aufgaben übernehmen mussten, die nie für sie bestimmt waren? Die Zahl der hierdurch ausgebrannten und frustrierten Pastoren ist Legion. Die Zukunft der Gemeinde wird stark davon abhängen, wie weit es gelingt, auch die Hirten- und Lehrdienste neu zu entfalten und von den Diensten der Evangelisten, Propheten und Apos­tel ergänzen zu lassen. Männer und Frauen, die etwas für das Reich Gottes bewegen wollen, finden in „Einfältigkeitsgemeinden“ nur schwer Platz. Sie gehen sonntags in die Gemeinde, aber ihr Herz ist kaum dabei. Oft müssen sich apos­to­lisch begabte Männer und Frauen in einem Gemeinderahmen bewegen, der ihrer Berufung keinen Platz lässt. Viele einst dynamische Gemeinden sind zu starren Kirchen geworden, in denen nur noch einzelne Amtsträger das geistliche Leben zu gestalten haben. Die apos­to­ lische Weite und der Raum zur Entfaltung fehlen. Anstatt aufzublühen verwelken sie. Jüngere wandern oft aus und suchen nach neuartigen Gemeindeformen.2 Auch die einfallslose Kopiererei von erfolgreichen Gemeindemodellen weist auf das Fehlen apos­to­lischer Kreativität in den eigenen Reihen hin. Apostolischer Dienst im Nebel Über dem Dienst des Apos­tels von heute liegt ein nebliger Schleier, eine Art Tabu. Viele halten ihn für eine historisch begrenzte und heute nicht mehr relevante Erscheinung. Der Dienst eines Apos­tels ist im wahrsten Sinne des Wortes schleierhaft. „Wenn irgendjemand in unserer heutigen Zeit den Titel ‚Apos­ tel‘ für sich beansprucht, zieht er im selben Moment den Ver­ dacht auf sich, von unangemessenem Stolz und dem Wunsch nach eigener Anerkennung angetrieben zu sein und von einem

2

Zahlreiche Bewegungen, die unter Namen wie emergent, missional, transformatorisch etc. agieren, sind Ausdruck einer verständlichen Suche danach, wie Gemeinde, Reich Gottes und Welt sich zueinander verhalten und wie wir darin leben und das Evangelium verkündigen sollen.


19

übereifrigen Ehrgeiz und dem Wunsch nach deutlich mehr Auto­ rität in der Gemeinde erfasst zu sein, als eine Person rechtens besitzen sollte.“3

Unter der Bezeichnung Apos­tel oder apos­to­lischer Dienst hat sich manches Skurrile gesammelt.4 Der über Jahrhunderte fast in Vergessenheit geratene apos­to­lische Dienst wurde nun überhöht und seine Wiederentdeckung beispielsweise als Schlüssel großer Erweckungen oder besonderer Autorität und Machtfülle dargestellt.5 Es gab immer wieder den Anschein, es gehe beim Dienst des Apos­tels mehr um Macht und Ansehen als um den Bau des Reiches Gottes. Auch aus der Kirchengeschichte haben wir Hypotheken, die uns den Blick für einen apos­to­lischen Dienst trüben. Zum einen wurde mancherorts zwischen der besonderen apos­to­lischen Berufung, wie sie die zwölf von Jesus eingesetzten Apos­tel besaßen, und dem folgenden apos­to­lischen Dienst des Neuen Testamentes eine zu scharfe Trennlinie gezogen. Dies führte zum Gedanken, der apos­to­lische Dienst hätte mit den zwölf Apos­teln aufgehört zu existieren. Des Weiteren führte die Vorstellung einer apos­to­lischen Sukzession (Nachfolge) zu umfangreichen Kontroversen. Ab dem 16. Jahrhundert entwickelte sich dann noch die Lehre, der Dienst von Apos­teln wäre nur für das Zeitalter des Neuen Testamentes bestimmt gewesen. Derartige Denkweisen, Kontroversen und Lehren umhüllen den apos­to­lischen Dienst mit zusätzlichen Nebelschwarten. Wir benötigen eine zuverlässige Grundlage, die uns vor Extremen bewahrt, diesen Dienst aus Unkenntnis heraus abzulehnen, ihn institutionell zu okkupieren oder mit einer übertriebenen Autorität zu überhöhen. Es wäre fatal, aufgrund irreführender Vorstellungen über den apos­ to­lischen Dienst den Segen echten apos­to­lischen Wirkens zu verleugnen oder diesen durch den Begriff Missionar zu relativieren. Apos­tel kann mit

3

Grudem 1994:911.

4

Helmut Obst (2000) hat in seinem Buch auf eine sektenhafte Belebung eines falschen apos­to­lischen Dienstes der letzten zwei Jahrhunderte aufmerksam gemacht.

5

Beispielsweise sieht Bill Hamon (2000:74) eine neue Reformation durch die Wiederbelebung des apos­to­lischen Dienstes kommen, Peter Wagner (2002:69ff) die Transformation ganzer Städte und John Eckhardt (1999:27) sieht im Apos­tel den Reformer zur Wiederherstellung aller Dinge (Apg 3,21). Tim Taylor (2010) spricht von der Entwicklung einer apos­to­lischen Strategie mittels acht Schlüsseln zur Transformation der sieben Sphären unserer Gesellschaft. Danny Silk (2012:221) spricht, in Anlehnung an Bill Johnson (2007), von einem neuen Herrschaftsmodell der Gemeinde, bei dem den Apos­teln und Propheten die oberste Position zukommt.


20

Gesandter oder dem lateinischen Missionar wiedergegeben werden. Dies darf aber nicht dazu führen, den Missionar mit dem Apos­tel gleichzusetzen. Ein Missionar kann, muss aber nicht ein Apos­tel sein. Auch Hirten, Lehrer, Propheten oder Evangelisten sind Missionare. Jeder Christ ist ein Missionar, da jeder Christ dazu berufen ist, das Evangelium in die Welt zu tragen (Mt 28,18ff). Die katholische Kirche spricht auch von einem sogenannten Laienapostolat, was diesen allgemeinen, allen Christen geltenden Missionsauftrag, nicht aber einen apos­to­lischen Dienst, meint.6 Den Apos­tel als Missionar zu bezeichnen, beschreibt die Gabe des Apos­tels nur unzureichend und hüllt seine Gabe weiterhin in eine Dunstwolke. Es lohnt sich, hier genauer hinzusehen. Kein Chauffeur-Wissen Nachdem er 1918 den Physik-Nobelpreis erhalten hatte, ging Max Planck auf Tournee durch ganz Deutschland. Wo auch immer er eingeladen wurde, hielt er denselben Vortrag zur neuen Quantenmechanik. Mit der Zeit wusste sein Chauffeur den Vor­ trag auswendig. „Es muss Ihnen langweilig sein, Herr Professor Planck, immer denselben Vortrag zu halten. Ich schlage vor, dass ich das für Sie in München übernehme, und Sie sitzen in der vor­ dersten Reihe und tragen meine Chauffeur-Mütze. Das gäbe uns beiden ein bisschen Abwechslung.“ Planck war amüsiert und ein­ verstanden, und so hielt der Chauffeur den Vortrag zur Quanten­ mechanik. Nach einer Weile meldete sich ein Physikprofessor mit einer Frage. Der Chauffeur antwortete: „Nie hätte ich gedacht, dass in einer so fortschrittlichen Stadt wie München eine so ein­ fache Frage gestellt würde. Ich werde meinen Chauffeur bitten, die Frage zu beantworten.“

6

Auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil im Jahre 1965 wurde das Dekret Apostolicam Actuositatem, das sogenannte Laienapostolat verabschiedet. Darin wird herausgestellt, dass alle Christen von Christus mit dem Apostolat betraut wurden. Apostolat wird hier als Ausdruck des allgemeinen Priestertums aller Gläubigen verstanden in dem Sinne, dass jeder Christ als Missionar von Christus gesandt wird, das Evangelium in die Welt zu tragen (Rahner 1998:389ff). Laienapostolat wird hier nicht im Sinne eines apos­to­lischen Dienstes verstanden (Demel 2009). Edward Schillebeeckx gibt die römisch-katholische Lehre treffend wieder indem er vier Aspekte von Apostolizität unterscheidet: die Apos­tel des Neuen Testamentes, die apos­to­lische Überlieferung, die christliche Glaubensgemeinschaft (Laienapostolat) und die katholisch kirchlichen Ämter (Sukzession) (1985:140f).


21

Was lehrt uns diese Geschichte? Es gibt zwei Arten von Wissen. Zum einen Wissen im Sinne einer tiefgründig erarbeiteten Fähigkeit – echte Kompetenz. Es stammt von Menschen, die ihre Kenntnisse unter einem großen Einsatz von Zeit in der Praxis erlernt und durchlitten haben. Dann gibt es das „Chauffeur-Wissen“. Chauffeure, die kaum oder nur kurz auf den Baustellen einer Gemeinde und des Reiches Gottes unmittelbar gearbeitet haben und ihr gehörtes Wissen nie in die Praxis umsetzen mussten. Dieses Buch soll Ihnen nutzbares Wissen im Sinne von soliden biblischen Grundlagen, praktisch nachvollziehbaren Umsetzungen und brauchbare Einsichten rund um den apos­to­lischen Dienst vermitteln. Mit dem Ziel, dass Sie den Dienst des Apos­tels in seiner Wirksamkeit und Bedeutung für unsere Gemeinden und unsere Welt neu in den Blick bekommen und sich davon inspirieren lassen. Das Buch ist so geschrieben, dass auch interessierte Christen ohne theologische Vorbildung den Ausführungen gut folgen können. Weiterführende Reflexionen und Quellenangaben finden sich in den Fußnoten. Das Buch erhebt nicht den Anspruch, alle Fragen zum apos­to­lischen Dienst für heute in seiner Breite und Tiefe behandeln zu können. Wohl aber soll der Ursprung des apos­to­lischen Dienstes (Kap. 1), sein Wesen und Charakter (Kap. 2), zentrale Wirkungsweisen (Kap. 3), die Chancen eines apos­to­lischen Teams (Kap. 4) und die Wege zu einer apos­to­lisch geprägten Gemeinde (Kap. 5) biblisch fundiert und praxisnah aufgezeigt werden. In diesem Buch geht es nicht darum, den Dienst des Apos­tels mit einem besonderen Etikett zu versehen und als Schlüssel erwecklichen Wirkens zu überhöhen. Es wird kein kirchliches Amt des Apos­tels eingeführt, das sich über andere kirchengemeindliche Dienste und Autoritäten stellt, und Machtmenschen erhalten hier keine Plattform, um ihre Selbstverliebtheit (Narzissmus) mit einem geistlichen Begriff besser tarnen zu können. Vielmehr geht es in diesem Buch darum, … … ein substanzielles (Wort Gottes), glaubensvolles (Geist Gottes) und lebendiges Bild über Sinn, Zweck und Ziel des apos­to­lischen Dienstes zu entwerfen.


22

… die gestaltende Kraft des apos­to­lischen Dienstes und dessen entlastende und fördernde Kraft für Pastoren, Gemeindeleitungen und Gemeinden zu entdecken. … ein Gespür für echtes apos­to­lisches Wirken zu bekommen und dieses von irreführenden Imitaten unterscheiden zu können. … Inspirationen und Impulse zu geben wie Apostolizität der Gemeinde Jesu heute verstanden und gelebt werden kann. … diesen Dienst als Segensgabe Gottes verstehen, einordnen und in das Gemeindeleben integrieren zu können. … für Gemeindeleitungen Hilfestellung zu geben, apos­to­lisch begabte Menschen in ihrer Gemeinde erkennen, fördern und einsetzen zu können. … apos­to­lische Männer und Frauen zu unterstützen, ihre Gabe zu entdecken und zum Wohl der Gemeinde Jesu und unserer Gesellschaft einzubringen.


1.  Ursprung des apos­to­lischen Dienstes 1.1  Der Apos­tel – eine Begriffsklärung A.  Der Flottenkommandant in der Antike Der griechische Begriff Apos­tel stammt aus der Seeschifffahrtssprache der Antike. Als Apos­tel wurde die mit einem bestimmten Auftrag ausgesandte Flotte oder Flottenexpedition verstanden.7 „Wenn eine Flotte an Schiffen Rom verließ, um irgendwo eine neue Kolonie zu gründen, wurde sowohl die Flotte, der Admiral als auch die neugegründete Kolonie mit dem Wort ‚Apos­tel‘ versehen.“  8 Die Apos­tel der Antike waren delegierte Gesandte einer Autoritätsperson mit der Mission, neue Territorien für das Reich und den König, dem sie dienten, zu erobern, um dort die Kultur ihres Landes zu etablieren und den Machtbereich ihres Königs auszuweiten. Sie waren für die Ausbildung und das Training der Flotte verantwortlich. Dazu wurden sie mit allem ausgestattet, was sie zur Erfüllung ihrer Mission brauchten. B.  Der Bote Gottes im Judentum Im Spätjudentum finden wir den Begriff Schaliach, der so viel wie Bote Gottes meint. Die Scheluchim (Mehrzahl) waren in der Regel durch Handauflegung ordinierte Rabbiner, die zu zweit ausgesandt wurden, allerdings nicht im Sinne einer neutestamentlichen außerjüdischen Missionierung.9 Dass der Schaliach immer auch Repräsentant seines Auftraggebers war, geben die Rabbiner treffend in dem Sprichwort weiter: „Der Abgesandte eines Menschen ist wie dieser selbst.“  10 Der Sendende ist im Gesandten

7

Bauer 1988:199.

8

Cannistraci 2001:98.

9

Schnabel 2002:281.

10 Rengstorf 1933:415.


24

1.  Ursprung des apos­to­l ischen Dienstes

gegenwärtig. Dies bedeutet eine völlige Identifikation des Gesandten mit seinem Sender. Der Auftrag des Gesandten ist aufgrund seiner Identifikation mit dem Sender nicht einfach auf eine andere Person übertragbar. Es handelt sich nicht um irgendeinen Job, sondern um eine Berufung und Bevollmächtigung, die vom Sender selbst kommt. „Der Bevollmächtigte ist rechtlich und persönlich der Repräsentant seines Auftraggebers. Er ist durch die ihm erteilte Sendung berechtigt und verpflichtet, in selbstständiger Entscheidung dessen Interessen zu vertreten. Die Sendung gilt nur in seiner Abwesenheit und erlischt im Augenblick der Rückkehr des Gesandten zu ihm.“  11 Im besonderen Maße gelten Mose, Elia und Elisa als Scheluchim Gottes, da durch sie sonst nur Gott vorbehaltene Zeichen und Wunder geschahen und sich das Wesen Gottes in ihrem Handeln offenbarte.12 Einige Gelehrte halten den alttestamentlichen Schaliach, vor allem Mose, für eine Art Wegbereiter des neutestamentlichen Apos­tels.13 Der Prophet Jesaja unterstreicht diesen Gedanken, indem er die zukünftigen Gesandten für die Heidenvölker, zu denen auch die Apos­tel gehören dürften, ankündigt und damit eine Brücke schlägt zwischen dem Schaliach des Alten und dem Apos­tel des Neuen Testamentes: „Und ich will ein Zeichen unter ihnen aufrichten und einige von ihnen, die errettet sind, zu den Völkern senden, (…) und zu den fernen Inseln, wo man nichts von mir gehört hat und die meine Herrlichkeit nicht gesehen haben; und sie sollen meine Herrlich­ keit unter den Völkern verkündigen“ (Jes 66,19).

C.  Der bevollmächtigte Gesandte im Neuen Testament Als Jesus einige seiner Jünger in den apos­to­lischen Dienst rief und sie Apos­tel nannte (Lk 6,13), knüpfte er an den Kontext eines jüdisch-hebräischen Verständnisses des Schaliach an (Joh 13,16), ging aber dann 11 Roloff 1993:432. 12 Rengstorf 1933:419. 13 So sehen Karl Heinrich Rengstorf (1933:414ff) und Eduard Lohse (1953:260f) in der spätjüdischen Institution des Schaliach den Ursprung des Apos­telbegriffs. Walter Bauer verweist auf Schürer III4 119f. und Billerbeck III ´26,2 – 4, die bereits im Judentum eine Art Apos­telamt sehen (Bauer 1989:199). Immer wieder werden vor allem aus der angelsächsischen Literatur Personen wie Mose, Josua oder Jakob als Apos­tel gewertet (vgl. Evans 2011:2).


1.1  Der Apos­t el – eine Begriffsklärung

25

deutlich darüber hinaus. Es gilt zu beachten, dass Jesus mit dem Begriff Apos­tel eine neue Beauftragung in der Heilsgeschichte setzt, die es so im Alten Testament nicht gab. Apos­tel, wie wir sie vom Neuen Testament her kennen, gab es im Alten Testament nicht. Jesus rief aus dem Kreis seiner Jünger zwölf zu sich, nannte sie Apos­tel, gab ihnen Vollmacht über unreine Geister, Krankheiten und Gebrechen und sandte sie aus, die Botschaft vom Reich Gottes zu verkündigen (Mt 10,1ff; Mk 3,13ff). Im Neuen Testament bekam dann der Begriff Apos­tel (griech.: apostolos) eine weitreichendere Bedeutung und wurde ein Terminus technicus (Fachbegriff), hinter dem Segnungen Gottes stehen, die es im Verlauf dieses Buches zu entdecken gilt.14 Zusammenfassend lässt sich also feststellen: In der Antike war ein Apos­tel eine zur Eroberung ausgesandte Flotte, die mit ihrem Admiral bevollmächtigt war, neue Kolonien für den König zu gründen. Das Spätjudentum betonte im Begriff des Schaliach (Boten) eine hohe Identifikation zwischen Sender und Gesandtem. Ein Apos­tel Jesu Christi des Neuen Testamentes ist jemand, der von Gott für einen bestimmten Auftrag berufen, bevollmächtigt und gesandt wird. Die Bedeutung eines Begriffes kann hilfreich sein, muss aber mit dem dazu gehörenden Leben gefüllt werden. Es geht nicht darum, unserem religiösen Wortschatz eine neue Vokabel zu verleihen, sondern die dahinterstehende Offenbarungsrealität zu erfassen. Arthur Katz schreibt dazu treffend: „Wie für viele Schlüsselbegriffe der Bibel gilt auch hier, dass wir die Definition des Wortes apos­to­lisch nicht im Lexikon oder Wörterbuch finden. Um es zu verstehen, müssen wir zunächst selbst von der geistlichen Tiefe und Kraft, für die dieser Begriff steht, gepackt und erfüllt werden.“  15 Inhaltlich wird der Dienst des Apos­tels durch das Leben Jesu, seine Berufung und Bevollmächtigung der zwölf Jünger, den Dienst des Paulus und der dann darauf folgenden Apos­tel gefüllt. Dieser Spur werden wir in den folgenden Kapiteln nachgehen. 14 Klaus Haacker (2000:1661) sieht zum Anfang des neutestamentlichen Gebrauchs von apostolos zwar eine spezielle christliche Füllung, aber keine direkte Neuprägung eines neu definierten Begriffs. 15 Katz 2005:5.


26

1.  Ursprung des apos­to­l ischen Dienstes

D.  Erste Definition eines Apos­tels und seines Dienstes Die meisten Christen und Gemeinden haben eine gewisse Vorstellung von dem Dienst eines Evangelisten, Hirten oder Lehrers. Auch der prophetische Dienst wurde in den letzten Jahrzehnten zunehmend erkannt und in zahlreichen Büchern biblisch-theologisch ausführlich behandelt.16 Doch warum ist ausgerechnet das zuerst genannte der vom auferstandenen Christus (Eph 4,11) und dem allmächtigen Gott (1Kor 12,28) gesetzten Gabengeschenke beinahe wie unausgepackt liegen geblieben? Wie kommt es, dass wir mit dem Dienst des Apos­tels so wenig anzufangen wissen? Wozu hat Gott diesen Dienst gegeben? Was geht uns verloren, wenn die Gabe des Apos­tels nicht in der Gemeinde und der Welt zur Geltung kommt? Jesus Christus wird seine Jünger ganz bewusst im Wissen um die Bedeutung des antiken Flottenadmirals und des alttestamentarischen Boten Gottes Apos­tel genannt haben. Davon ausgehend soll zunächst eine erste Definition des apos­to­lischen Dienstes gegeben werden, die dann im Verlauf des Buches begründet, erweitert und durch zahlreiche Beispiele belebt wird. Definition des apostolischen Dienstes »» Sein Auftrag besteht darin, in neues Land aufzubrechen, um Gemeinden zu gründen, zu fördern und die Botschaft Gottes in der Welt zu proklamieren. »» Als Gesandter des Königs handelt er aus einer Reich-Gottes-Pers­ pektive mit dem Ziel, alle Lebensbereiche des Menschen mit dem Evangelium zu durchdringen. »» Er muss visionär, überregional und strategisch denken. Er spürt Potenziale einer Mannschaft auf und findet Wege, diese zum Wohl der Gemeinde, des Reiches Gottes und der Gesellschaft einzusetzen.

16 z.B. von Wayne Grudem 1994.


221

Literaturverzeichnis

Literaturverzeichnis Addison, Stephen 1995. A Basis for the Continuing Ministry of the Apostle in the Church’s Mission. Pasadena: Fuller Seminary Press. Alley, David 2012. 20 Things to Know About Apostles Today. Rockhampton: Peace Publishing. Alley, John Kingsley 2002. The Apostolic Revelation. The Reformation of the Church. Rockhampton: Peace Publishing. Atkin, Don 2002. The Heart of Apostolic Ministry. Wingate: Don Atkin Publishing. Angenendt, Arnold 1982. Die irische Peregrinatio und ihre Auswirkungen auf dem Kontinent vor dem Jahr 800. In: Löwe, Heinz (Hrsg.). Die Iren und Europa im früheren Mittelalter I. Stuttgart: Klett-Cotta. Arzt, Peter 1993. Junia oder Junias? Zum textkritischen Hintergrund von Rö 16,7. In: Reitener, Friedrich V.; Eder, Petrus (Hrsg.). Liebe zum Wort. Salzburg: Otto Müller Verlag. Balthasar, Hans Urs von 1984. Die apos­to­lischen Väter. Einsiedeln: Johannes Verlag. Bauckham, Richard 2002. Gospel Woman. Studies of the Named Woman in the Gospels. Grand Rapids: Eerdmans Publishing. Bauer, Walter 61988. Wörterbuch zum Neuen Testament. Hrsg. Kurt und Barbara Aland. Berlin: Walter des Gruyter. Bauer, Winfried 2010. Zurück in unsere Zukunft. Den fünffältigen Dienst richtig verstehen. Albbruck-Buch: Oasis Ministries. Bautz, Friedrich Wilhelm ²1990. Beatus. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Bd. 1. Nordhausen: Bautz. Beacham, Doug 2003. Rediscovering the Role of Apostles & Prophets. Franklin Springs: LifeSprings Resources. Beck, Pete 2007. Heart of an Apos­tel. New York: Morgan James Publishing. Beck, Stephen 2011. Smart Builder. A God-centred Spirituality in a Me-centred World. Worms: Pulsmedien. Bersche, Paul 2001. A Primer on Apostolic Ministry Today. Detroit: FatherHeart Ministries. Beyerhaus, Peter 1999. Er sandte sein Wort. Theologie der christlichen Mission. Wuppertal: Brockhaus Verlag. Bitel, Lisa 1990. Isle of the Saints: Monastic Settlement and Christian Community in Early Ireland. Ithaca: Cornell University Press. Bodemann, Friedrich Wilhelm 1853. Hans Egede, der Apos­tel der Grönländer. Bielefeld: Velhagen und Klasing Verlag. Bonhoeffer, Dietrich 1998. Widerstand und Ergebung. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus. Bosch, David Jacobus 1991. Transforming Mission. Paradigm Shifts in Theology of Mission. New York: Orbis Books. Boyd, Carolyn 1992. Apos­tel der Hoffnung. Kreuzlingen: Dynamis Verlag. Böhm, Hans H.; Pohlmann, Ulrich 1991. Im Staat leben. Christsein in Politik und Gesellschaft. Moers: Brendow Verlag. Braaten, Carl W. 1985. The Apostolic Imperative. Nature and Aim of the Church‘s Mission and Ministry. Augsburg: Fortress Publication. Brandt, Theodor 1977. Kirche im Wandel der Zeit. Teil 1. Von Paulus bis Luther. Wuppertal: Brockhaus Verlag. Breen, Mike 2002. The Apostle’s Notebook. Eastbourne: Kingsway Publications.


222

Literaturverzeichnis

Brockhaus, Ulrich 1972. Charisma und Amt. Die paulinische Charismenlehre auf dem Hintergrund der frühchristlichen Gemeindefunktionen. Wuppertal: Brockhaus Verlag. Brooks, Rice 2002. Every Nation in Our Generation. Recovering the Apostolic Mandate. Lake Mary: Creation House Press. Brox, Norbert et al. 1991. Didache. Traditio Apostolica. Zwölf-Apos­tel-Lehre. Apostolische Überlieferung: Griechisch – Lateinisch – Deutsch. Freiburg: Herder Verlag. Burer Michael; Wallace, Daniel 2001. Was Junia Really an Apostle? A Re-examination of Rom 16:7. Dallas: Cambridge University Press. Burkhardt, Helmut; Swarat, Uwe 1992. Evangelisches Lexikon für Theologie und Gemeinde I. Wuppertal: Brockhaus Verlag. Cahill, Thomas 2002. Wie die Iren die Zivilisation retteten. München: Btb Verlag. Calvin, Johannes 1997. Institutio Christianae Religionis. Übersetzt und bearbeitet von Otto Weber, Ausgabe von 1559. Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verlagsgesellschaft. Cannistraci, David 2001. Apostolische Leidenschaft. Ein Feuer, das die Welt verändert. Fürth: Hassmann Verlag. Carson, Donald Arthur 2008. Ermerging Church. Abschied von der biblischen Lehre? Bielefeld: CLV Verlag. Carson, Donald Arthur. 2010. Christ and Culture Revisited. Nottingham: Apollos Press. Cartlege, David 2000. The Apostolic Revolution: The Restoration of Apostolic and Prophetic Ministry in the Assemblies of God in Australia. Chester Hill: Paraclete Institute. Choi, Young Sook 2010. „Denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.“ Die paulinischen Peristasenkataloge und ihre Apostolatstheologie. Tübingen: Franke Verlag. Clark, Jonas 2000. 50 Earmarks of Apostolic Church. How to Identify an Apostolic Ministry in Your City. Hallandale: Spirit of Life Publishing. Clark, Jonas 2001. Apostolic Equipping Dimension. Equipping and Deploying Every Believer. Hallandale: Spirit of Life Publishing. Clark, Jonas 2008. Effective Ministries & Believers. Introducing apos­to­lic ministry and what it means to You. Hallandale: Spirit of Life Publishing. Coenen Lothar; Haacker Klaus (Hrsg.) 2000. Theologisches Begriffslexikon zum Neuen Testament. Wuppertal: Brockhaus Verlag. Conner, Kevin J. 1989. The Church in the New Testament. Chichester: Sovereign World. Coombs, Barney 1996. Apostles Today. Christ‘s Love-Gift to the Church. Tonbridge: Sovereign World Verlag. Cotelier, Jean Baptiste 1672. Bibliotheca Patrum Apostolicorum. Ittig. L.J. (Hrsg.) 1699. Leipzig. Cullmann, Oscar 1952. Petrus – Jünger, Apos­tel, Märtyrer. Das historische und das theologische Petrusproblem. Zürich: Zwingli Verlag. Dahlin-Sander et al. 2003. Leitfaden ökumenischer Missionstheologie. Gütersloh: Chr. Kaiser Verlag. Damazio, Frank 1994. The Vanguard Leader. Portland: Bible Temple Publishing. David, Jonathan 1997. Apostolic Strategies Affecting Nations. Muar Johor: Jonathan David Publishing. De Gruyter, Walter ²1985. Computer-Konkordanz zum Novum Testamentum Graece. Mohndruck. Delgado, Mariano 2011. Stein des Anstoßes – Bartolomé de Las Casas als Anwalt der Indios. St. Ottilien: Eos Verlag. Delp, Ed 2002. Making Sense of Apostolic Ministry. Apostolic Days Require Apostolic Ways! Peoria: Nation Strategy. Demel, Sabine 2009. Zur Verantwortung berufen. Nagelprobe des Laienapostolats. Freiburg: Herder Verlag.


Literaturverzeichnis

223

Dicken, Helene 1978. Woman and the Apostolic Ministry. London: Church Literature Association. Dodd, Charles Herold 1963. The Apostolic Preaching and its Developments. London: Hodder & Stoughton. Eckhardt, John 1999. Moving in the Apostolic: God‘s Plan to Lead His Church to the Final Victory. Ventura: Gospel Light Puplishing. Eckhardt, John 2003. Dictionary of the Apostolic. Chicago: Crusaders Ministries. Eckhardt, John 2005. Apostolic Ministry. Chicago: Crusaders. Ekman, Ulf 1996. The Apostolic Ministry. Uppsala: Livets Ords Förlag. Engel, Heinrich. 1948. Hudson Taylor, der Apos­tel der Chinesen. Witten: Bundes Verlag. Evans, Roderick L. 2009. The Believer‘s Guide to the Apostolic Ministry. A Comprehensive Study of the Apostolic Ministry in the Church. Camden: Kingdom Builders Publishing. Evans, Roderick L. 2011. The Apostle Question. Exploring the Role of Apostles in the New Testament Church. Camden: Kingdom Builders Publishing. Evans, Roderick L. 2012. The Apostolic Paradigm Shift. Examining the Coming Reformation of Apostles and Apostolic Ministry. Camden: Kingdom Builders Publishing. Fortune, Doug 2001. Apostolic Reformation. McPherson: Trumpet Call Ministry. Freudenberg, Matthias (Hrsg.) ³2008. Institutio Christianae Religionis. Johannes Calvin. Neukirchen: Neukirchener Verlagsgesellschaft. Friedrich, Gerhard 1933. „keryx“. In: Kittel, Gerhard (Hrsg.). Theologisches Wörterbuch zum Neuen Testament (ThWbNT) III. Stuttgart: Kohlhammer. Frodsham, Stanley H. 2011. Smith Wigglesworth. Apos­tel des Glaubens. Lüdenscheid: Asaph Verlag. Frost, Michael; Hirsch, Alan 2008. Die Zukunft gestalten: Innovation und Evangelisation in der Kirche des 21. Jahrhunderts. Glashütten: C&P Verlag. Frey, Jörg. 2004. Apos­telbegriff, Apos­telamt und Apostolizität. Neutestamentliche Perspektiven zur Frage nach der „Apostolizität“ der Kirche. In: Schneider, T; Wenz, G. (Hrsg.). Das kirchliche Amt in apos­to­lischer Nachfolge XII. Freiburg: Herder Verlag. Fry, Henry Phibbs 2008. The Scriptural Evidence of the Apostolic Ministry and Tradition of the Church Catholic. Charleston: BiblioBazaar. Garrison, David 2004. Church Planting Movements. How God is Redeeming a Lost World. Bangalore: Sri Offset Process. Gehring, Roger 2000. Hausgemeinde und Mission. Die Bedeutung antiker Häuser und Hausgemeinschaften – von Jesus bis Paulus. Gießen: Brunnen Verlag. Georgi, Dieter 1964. Die Gegner des Paulus im 2. Korintherbrief. Neukirchen: Neukirchener Verlagsgesellschaft. Gesenius, Wilhelm 171962. Hebräisches und Aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament. Berlin: Springer Verlag. Gessmann, Martin (Hrsg.) 232009. Philosophisches Wörterbuch. Stuttgart: Kröner Verlag. Greshake, Gisbert 2007. Der Dreieine Gott. Eine trinitarische Theologie. Freiburg: Herder Verlag. Großmann, Siegfried 1977. Haushalter der Gnade Gottes. Von der charismatischen Bewegung zur charismatischen Erneuerung der Gemeinde. Kassel: Oncken Verlag. Grudem, Wayne 1994. Systematic Theology. An Introduction to Biblical Doctrine. Grand Rapids: Zondervan Publishing House. Grudem, Wayne 1994. Die Gabe der Prophetie. Wuppertal: Brockhaus Verlag. Guardini, Romano 1976. Die Existenz des Christen. München: Ferdinand Schöningh Verlag. Guttgemanns, Erhardt 1966. Der leidende Apos­tel und sein Herr. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.


224

Literaturverzeichnis

Hagin, Kenneth ²1989. Die Salbung. Zürich: Zoe Verlag. Hagin, Kenneth 1992. Eine frische Salbung. München: Wort des Glaubens Verlag. Hagin, Kenneth 2003. Apos­tel, Propheten und Pastoren. Zürich: Zoe Verlag. Hahn, Ferdinand 1974. Der Apostolat im Urchristentum. In: Kerygma und Dogma XX. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. Hahn, Ferdinand 41998. Apos­tel. In: RGG I. Tübingen: Mohr Siebeck Verlag. Hamon, Bill 2000. Apos­tel & Propheten. Die kommenden Bewegungen Gottes. Rinteln: Jesus! Gemeinde Verlag. Harnack, Adolf 1924. Die Mission und Ausbreitung des Christentums in den ersten drei Jahrhunderten. Wiesbaden: VMA Verlag. Hasenhüttl, Gotthold 1969. Charisma. Ordnungsprinzip der Kirche. Freiburg: Herder Verlag. Hauss, Friedrich 51976. Väter der Christenheit. Darmstadt: Brockhaus Verlag. Herrmann, Norbert 1963. Kemptner Geschichtsbuch. Kempten: Verlag für Heimatpflege. Hesemann, Michael 2004. Hitlers Religion. München: Pattloch Verlag. Heussi, Karl 181991. Kompendium der Kirchengeschichte. Tübingen: Mohr. Higginbotham, Blake 2007. Apostles, Elders & Other Ministries. Church Hill: Xulon Press. Hirsch, Alan 2011. Vergessene Wege. Die Wiederentdeckung der missionalen Kraft der Kirche. Schwarzenfeld: Neufeld Verlag. Hollenweger, Walter J. 1969. Enthusiastisches Christentum. Die Pfingstbewegung in Geschichte und Gegenwart. Wuppertal: Brockhaus Verlag. Hollenweger, Walter J. 1997. Charismatisch-pfingstliches Christentum. Herkunft Situation Ökumenische Chancen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. Hunter, Georg G. III. 2003. Radical Outreach. The Recovery of Apostolic Ministry and Evangelism. Nashville: Abington Press. Johnson, Bill 2007. Und der Himmel bricht herein. Wie man ein Leben voller Wunder führt. Vaihingen: Grain-Press. Joyner, Rick 2004. Botschaft an die glorreiche Gemeinde. Eine Auslegung der ersten 4 Kapitel des Epheserbriefes. Winterthur: Schleife Verlag. Joyner, Rick 2005. Der Apostolische Dienst. Winterthur: Schleife Verlag. Kalas, Ellsworth J. 2002. The Thirteen Apostles. Nashville: Abingdon Press. Kaldewey, Jens 2001. Die Starke Hand Gottes. Der fünffältige Dienst. Oberweningen: Koinonia Verlag. Käsemann, Ernst. 1960. Amt und Charisma im Neuen Testament. In: Exegetische Versuche und Besinnungen I. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. Käsemann, Ernst 1964. Die Legitimität des Apos­tels. Eine Untersuchung zu II Korinther 10-13. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft. Katz, Arthur 2005. Auf der Grundlage der Apos­tel. Ein Ruf zur Erneuerung des apos­to­lischen Lebensstils. Erzhausen: Ingo Schreurs Verlag. von Kempen, Thomas ²2007. Die Nachfolge Christi. Kevelaer: Butzon & Bercker Khong, Lawrence 2000. The Apostolic Cell Church. Practical Strategies for Growth and Out­ reach. Singapore: Touch Ministries International. Kimball, Dan 2003. Emerging Church. Die postmoderne Kirche. Spiritualität und Gemeinde für neue Generationen. Mainz: C.P. Verlag. Kirk, Andrew J. 2000. What is Mission? Theological Explorations. Minneapolis: Fortress Press. Kirk, Kenneth Escott 1946. Apostolic Ministry. London: Hodder & Stoughton. Klebba E. 1912. Des Heiligen Irenäus Ausgewählte Schriften, ins Deutsche übersetzt. Des Heiligen Irenäus fünf Bücher gegen die Häresien. Übersetzt von Prof. Dr. E. Klebba I-IV. Kempten: Kösel Verlag.


Literaturverzeichnis

225

Klein, Günter 1961. Die zwölf Apos­tel. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. Kottje, Raimund 1989. „Halitgar von Cambrai”. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA) IV. München/Zürich: Artemis & Winkler Verlag. Kraemer, Hendrik 1940. Die christliche Botschaft in einer nichtchristlichen Welt. Zürich: Evangelischer Verlag. Kromrei, Gerhart 1948. John Wesley. Ein Apos­tel der Welt. München: Anker Verlag. Küng, Hans 1967. Die Kirche. Freiburg: Herder Verlag. von Lilienfeld, Fairy 1994. Amt und geistliche Vollmacht der heiligen Nino, „Apos­tel und Evangelist“ von Ostgeorgien, nach den ältesten georgischen Quellen. In: Kohlbacher, Michael; Lesinski, Markus (Hrsg.). Horizonte der Christenheit. Erlangen: Lehrstuhl für Geschichte und Theologie des Christlichen Ostens Verlag. Lindsay, Gordon 1988. Apostles, Prophets and Governments. Dallas: Christ for the Nations. Léon-Doufour, Xavier 1977. Wörterbuch zum Neuen Testament. München: Kösel Verlag. Lockyer, Herbert 1972. All the Apostles of the Bible. Grand Rapids: Zondervan. Loesche, G. 1887. William Carey, der Apos­tel Nord-Indiens. Lohse, Eduard 1953. Ursprung und Prägung des christlichen Apostolats. Stuttgart: Kohlhammer Verlag. Lohse, Eduard 51998. Grundriß der neutestamentlichen Theologie. Stuttgart: Kohlhammer Verlag. Lopez, Carlos H. 2003. Major and Minor Apostles. Brooklyn: Paul & Silas Publications. Lyne, Peter 1999. First Apostles, Last Apostles. Tonbridge: Sovereign World. Mackenzie, Iain 2002. Irenaeus‘s Demonstration of the Apostolic Preaching: A theological commentary and translation. Burlington: Ashgate Publishing Limited. Maldonado, Guillermo 2007. The Ministry of the Apostle. Discover the Truth about Apostolic Ministry. Miami: El Rey Jesus Publications. Matthews, Sam 1999. Apostolic Teams. Penetrating the Nations. Shawnee: Matthews Publishing. McBirnie, William Steuart 1978. The Search for the Twelve Apostles. Carol Stream: Tyndale House Publishers. McGavran, Donald A. 1990. Gemeindewachstum verstehen. Eine grundlegende Einführung in die Theologie des Gemeindeaufbaus. Lörrach: Wolfgang Simson Verlag. McGrath, Alister 1991. Johann Calvin. Eine Biographie. Zürich: Benziger Verlag. McLaren, Brian D. 2008. Höchste Zeit umzudenken! Jesus, globale Krisen und die Revolution der Hoffnung. Marburg: Verlag der Francke-Buchhandlung. Merz, Friedrich 2004. Nur wer sich ändert, wird bestehen. Freiburg: Herder. Metz, Johann Baptist 1969. Zur Theologie der Welt. München: Kaiser. Metz, Johann Baptist 2006. Memoria passionis. Ein provozierendes Gedächtnis in pluralistischer Gesellschaft. Freiburg: Herder. Michaelis, Wilhelm 1953. Das Ältestenamt der christlichen Gemeinde im Lichte der Heiligen Schrift. Bonn: Haller Verlag. Miller, Donald Earl 1999. Reinventing American Protestantism. Christianity in the New Millennium. Los Angeles: University of California Press. Moltmann, Jürgen 1994. Trinität und Reich Gottes. Zur Gotteslehre. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus. Moltmann, Jürgen 2010. Der Geist des Lebens. Eine ganzheitliche Pneumatologie. München: Gütersloher Verlagshaus. de Moreau, Edouard 1927. Saint Amand, apotre de la Belgique et du Nord de la France. Löwen. Morphew, Derek 2001. Das Königreich Gottes. Ein Blick in die Gegenwart der Zukunft. Asslar: Gerth Medien.


226

Literaturverzeichnis

Morris, Leon 1988. The Apostolic Preaching of the Cross. Grand Rapids: Eerdman Publishing. Müller, Peter 2008. Columbans Revolution. Wie irische Mönche Mitteleuropa mit dem Evangelium erreichten – und was wir von ihnen lernen können. Schwarzenfeld: Neufeld Verlag. Munien, Robert 1999. Apostles, Apostolic People and Churches. Understanding God’s Blueprint for Leadership in the 21st Century. Burnsville: Genesis Communications Inc. Mwangi, Isaac 2014. The Nature of the Apostolic Church. Nairobi: Mina Chariots Publishers. Myer, Ron 2006. Fivefold Ministry Made Practical. Lititz: House to House Publications. Nee, Watchman 1987. Das normale Gemeindeleben. Stuttgart: Der Strom Verlag. Newport, Trevor 2004. Signs, Wonders and Miracles: The Signs of an Apostle. West Sussex: New Wine Press. Niebuhr, Richard H. 2001. Christ and Culture. New York: Harper Collins Publishing. Noble, John 2002. The Shaking. Turning the Church Inside Out to Turn the World Upside Down. London: Monarch Books. Obst, Helmut 2000. Apos­tel und Propheten der Neuzeit. Gründer christlicher Religionsgemeinschaften des 19. und 20. Jahrhunderts. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. Osiowy, Tim A. 2002. Relational Apostolic Families. An Answer to Denominational Dilemmas. Prince George: Vine Publications and Productions. von Padberg, Lutz E. 2003. Bonifatius: Missionar und Reformer. München: Beck Verlag. Pelser, André 2003. God’s Genius: Apostolic Reformational Theology. Milnerton: Pelser Publications. Peters, Ben R. 2003. Folding five Ministries Into One Powerful Team. Genoa: Kingdom sending Center. Peters, George W; Egelkraut Helmut 2005. Biblischer Auftrag – Missionarisches Handeln. Eine biblische Theologie der Mission. Lahr: Johannes Verlag. Peterson, Jim 1992. Church Without Walls. Moving Beyond Traditional Boundaries. Colorado Springs: NavPress. Price, Paula A. 2005. Eternity’s Generals. Tulsa: Flaming Vision Publications. Prince, Derek 2001. Die Gemeinde. Auf diesen Felsen. I. Trostberg: Druckhaus Gummersbach. Rahner, Karl; Vorgrimler, Herbert 1998. Kleines Konzilskompendium. Freiburg: Herder Verlag. Randow, Norbert ²1973. Die pannonischen Legenden. – Das Leben der Slawenapostel Kyrill und Method. Berlin: Union Verlag. Ratzinger, Joseph 1968. Einführung in das Christentum. München: Kösel Verlag. Reimer, Johannes 2004. Leiten durch Verkündigung. Eine unentdeckte Dimension. Gießen: Brunnen Verlag. Reimer, Johannes 2009 (1). Die Welt umarmen: Theologie des gesellschaftsrelevanten Gemeindebaus I. Marburg: Verlag der Francke-Buchhandlung. Reimer, Johannes 2009 (2). Die Welt verändern: Grundfragen einer Theologie der Transformation II. Marburg: Verlag der Francke-Buchhandlung. Reimer, Johannes 2012. Die Welt verstehen: Kontextanalyse als Sehhilfe für die Gemeinde III. Marburg: Verlag der Francke-Buchhandlung. Reischmann, Hans-Joachim 1989. Willibrord – Apos­tel der Friesen – Seine Vita nach Alkuin und Thiofrid – lateinisch-deutsch. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt. Rengstorf, Karl Heinrich 1933. „apostello“. Kittel, Gerhard (Hrsg.). Theologisches Wörterbuch zum Neuen Testament (ThWbNT) I. Stuttgart: Kohlhammer.


Literaturverzeichnis

227

Rieckmann, Heijo 2000. Führungs-Kraft und Mangement Development. München: Gerling Akademie Verlag. Riesner, Rainer 1994. Die Frühzeit des Apos­tels Paulus. Studien zur Chronologie, Missionsstrategie und Theologie. Tübingen: Mohr Verlag. Roloff, Jürgen 1965. Apostolat – Verkündigung – Kirche. Ursprung, Inhalt und Funktion des kirchlichen Apos­telamtes nach Paulus, Lukas und den Pastoralbriefen. Gütersloh: Mohn Verlag. Roloff, Jürgen 1993. „Apos­tel, Apostolat, Apostolizität I. Neues Testament“. In: Theologische Realenzyklopädie III. Berlin: Walter de Gruyter. Roxburgh, Alan 1997. The Missionary Congregation, Leadership & Liminality. Harrisburg: T&T Clark Publ. Roxburgh, Alan 2012. Missional. Mit Gott in der Nachbarschaft leben. Marburg: Verlag der Francke-Buchhandlung. Rumble, Donald 1996. Apostolic and Prophetic Foundations. Giving the Lord Back His Church. Clinton Corners: The Attic Studio Press. Rust, Heinrich-Christian 2011. Charismatisch dienen. Gabenorientiert leben. Kassel: Oncken Verlag. Rust, Heinrich-Christian 2013. Geist Gottes – Quelle des Lebens: Grundlagen einer missionalen Pneumatologie. Schwarzenfeld: Neufeld Verlag. Saayman Willem; Kritzinger, Klippies 1996. Mission in Bold Humility. New York: Orbis Books. Saeter, Ivar 1926. Thomas von Westen. Finnefolkets sande ven. læreren og videnskapsmanden. Sapp, Roger 1995. The Last Apostles on Earth. Shippensburg: Companion Press. Scantlebury, Michael 2005. Apostolic Reformation. The Equipping Dimension of the Apostolic. Winnipeg: Word Alive Press. Schäufele, Wolfgang 1966. Das missionarische Bewußtsein und Wirken der Täufer. Neukirchen: Neukirchener Verlagsgesellschaft. Scheidler, Bill 2001. Apostles The Fathering Servant. A Fresh Biblical Perspective In Their Role Today. Portland: City Christian Publishing. Scheidler, Bill; Iverson, Dick 2004. Apostles. The Fathering Servant. Portlena: City Bible Publishing. Schillebeeckx, Edward 1985. Paulus, der Völkerapostel. Freiburg: Herder Verlag. Schillebeeckx, Edward 1985. Christliche Identität und kirchliches Amt. Plädoyer für den Menschen in der Kirche. Düsseldorf: Patmos Verlag. Schlatter, Adolf ²1922. Die Theologie der Apos­tel. Stuttgart: Calwer Vereinsbuchhandlung Schlatter, Adolf 1934. Paulus, der Bote Jesu. Eine Deutung seiner Briefe an die Korinther. Stuttgart: Calwer Vereinsbuchhandlung. Schmidt, Kurt Dietrich 1990. Kirchengeschichte. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. Schmithals, Walter 1961. Das kirchliche Apos­telamt. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. Schnabel, Eckhard J. 2002. Urchristliche Mission. Wuppertal: Brockhaus Verlag. Schnackenburg, Rudolf 1961. Die Kirche im Neuen Testament. Freiburg: Herder Verlag. Schnackenburg, Rudolf 1971. Apos­tel vor und neben Paulus. In: Schriften zum Neuen Testament. München: Kösel Verlag. Schwarz, Christian A. 1996. Die natürliche Gemeindeentwicklung: Nach den Prinzipien, die Gott selbst in seine Schöpfung gelegt hat. Emmelsbüll: C&P Verlag. Schweizer, Eduard 1959. Gemeinde und Gemeindeordnung im NT. Zürich: Zwingli Verlag. Senger, Basilius 1989. Ansgar. Mönch und Apos­tel des Nordens. Dülmen: Laumann Verlag. Seymour, William; Martin, Larry (Hrsg.) 2000. The Doctrines and Discipline of the Azusa Street Apostolic Faith Mission of Los Angeles, California. Joplin: Christian Life Books.


228

Literaturverzeichnis

Shaffer, Glenn 2005. Apostolic Government in the 21st Century. Claremore: ATI Publishing. Sierszyn, Armin 52006. 2000 Jahre Kirchengeschichte – Das Mittelalter Bd. 2. Holzgerlingen: SCM Hänssler Verlag. Simson, Wolfgang 1999. Häuser, die die Welt verändern. Emmelsbüll: C&P Verlag. Slaatten, Haavald o.J. Der Himmelsbürger. Ein Apos­tel im heutigen China. Erzhausen: Leuchter Verlag. Smith G. B.; Martin, D. 1982. John Knox: Apostle of the Scottish Reformation. Glasgow: University of Glasgow. Snyder, Howard A. 1979. Die Gemeinschaft des Gottesvolkes. Reich Gottes und Gemeinde Jesu. Witten: Bundes Verlag. Soiron, Thaddäus 1951. Die Kirche als der Leib Christi. Ostfildern: Patmos Verlag. Stedman, Charles Raymond 1972. Body Life. The Church Comes Alive. Ventura: Regal Books. Stockmayer, Johannes 2006. Mit den Waffen des Lichts. Die Berufung zum apos­to­lischen Dienst. Mühldorf: Edition Lebenswege. Stone, Dwayne 1999. Gifts from the Ascended Christ. Restoring the Place of the 5-fold Ministry. Shippensburg: Treasure House. Stott, John R. 2000. Die Botschaft der Apos­telgeschichte. Ein exegetisch-homiletischer Kommentar. Holzgerlingen: Hänssler Verlag. Stuhlmacher, Peter ²1997. Biblische Theologie des Neuen Testaments. Bd. 1. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. Taylor, Tim 2010. Developing Apostolic Strategy. 8 Keys to Transforming the 7 Spheres of Society. Renton: Kingdom League International. Tetsola, John 2012. Apostolic Governance. New York: Baruch Publishing. Trombley, Charles 1985. Who Said Woman Can‘t Teach? South Plainfield: Ulan Press. Torres, Hector 2001. The Restoration of Apostles and Prophets. How It Will Revolutionize Ministry in the 21st Century. Nashville: Thomas Nelson Publishers. Tüchle, Hermann 1950. Kirchengeschichte Schwabens Bd. 1. Stuttgart: Schwabenverlag. Ulonska, Reinhold 1995. Gott hat gesetzt. Auftrag und Aufgabe der charismatischen Ämter. Erzhausen: Schönbach Druck. Vallotton, Kris; Johnson, Bill 2006. Eine Frage der Ehre. Der übernatürliche Lebensstil der Königskinder. Köln: Wohlkunde Verlag. Vatter, Stefan ²2013. St. Magnus Apos­tel des Allgäus. Wirken, Leben und Bedeutung. Lindenberg: Josef Fink Verlag. Vicedom, Georg Friedrich 1958. Missio Dei. Einführung in eine Theologie der Mission. München: Kaiser Verlag. Viola, Frank 2004. The Untold Story of the New Testament Church. Shippensburg: Destiny Image Publishers. Virgo, Terry 1988. Die Wiederherstellung der Gemeinde. Hamburg: C.M. Fliß Verlag. Volf, Miroslav 1998. After our Likeness. The Church as the Image of the Trinity. Grand Rapids: Eerdmans Publishing. Volf, Miroslav 2012. Von der Ausgrenzung zur Umarmung. Marburg: Verlag der FranckeBuchhandlung. Wagner, Peter 1998. The New Apos­to­lic Churches. Ventura: Regal Books. Wagner, Peter 1999. Churchquake! How the New Apostolic Reformation Is Shaking Up the Church as We Know It. Ventura: Regal Books. Wagner, Peter 2000 (1). Apos­tel der Stadt. Erneuerung unserer Städte durch Leiter mit Vision. Berlin: Down to Earth Verlag.


Literaturverzeichnis

229

Wagner, Peter 2000 (2). Apostles and Prophets. The Foundation of the Church. Ventura: Regal Books. Wagner, Peter 2002. Spheres of Authority. Apostles in Today’s Church. Colorado Springs: Wagner Publications. Wallis, Scott 2003. Apostolic Team Ministry. New York: Lighthouse Publisher. Walz, Dorothea 1989: Auf den Spuren der Meister. Die Vita des heiligen Magnus von Füssen. Sigmaringen: Thorbecke Verlag. Wayland, Francis 2012. The Apostolic Ministry: A Discourse. Rochester: Sage & Brother. Warren, Rick 1998. Kirche mit Vision. Gemeinde, die den Auftrag Gottes lebt. Asslar: Projektion J Verlag. Warrington, Keith 2011. Das Reich Gottes. Die Vision wiedergewinnen. Lüdenscheid: Asaph Verlag. Wendel, Ulrich 2003. Priska, Junia & Co. Überraschende Einsichten über Frauen im Neuen Testament. Gießen: Brunnen Verlag. Werner, August 1876. Bonifacius, der Apos­tel der Deutschen und die Romanisierung von Mitteleuropa: Eine kirchengeschichtliche Studie von August Werner. Leipzig: T. O. Weigel Verlag. Wetti 1975. Das Leben des Bekenners Gallus. Zürich/München: Artemis Verlag. Winkler, Michael 2006. Der fünffältige Dienst. Apos­tel in biblischer und heutiger Zeit. Ditzingen: nicht veröffentlichtes Vorlesungsskript. Wright, Nicholas Thomas 1993. Bringing the Church to the World. Minneapolis: Bethany House. Wright, Nicholas Thomas 2010. Worum es Paulus wirklich ging. Gießen: Brunnen Verlag. Wright, Nicholas Thomas 2011. Das Neue Testament und das Volk Gottes. Marburg: Verlag der Francke-Buchhandlung. Yoder, John Howard 2011. Die Politik des Leibes Christi. Als Gemeinde zeichenhaft leben. Schwarzenfeld: Neufeld Verlag. Yoder, John Howard 2012. Die Politik Jesu. Schwarzenfeld: Neufeld Verlag. Zimmerling, Peter 2002. Die charismatischen Bewegungen. Theologie – Spiritualität. Anstöße zum Gespräch. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. Zeller, Franz 1918. Die Apostolischen Väter. Aus dem Griechischen übersetzt von Franz Zeller. Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Band 35. München: Kösel Verlag. Zenger, Erich ³1993. Das Erste Testament. Die jüdische Bibel und die Christen. Düsseldorf: Patmos Verlag.

Bibelübersetzung Nestle, Eberhard et al. 272001. Novum Testamentum Graece. Herausgegeben von Kurt Aland et al. Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft.


Auf www.stefanvatter.de sowie auf http://www.neufeld-verlag.de/de/finden-foerdern-freisetzen.html finden Sie mehr Material zum Thema dieses Buches: Æ Über 100 biblisch aufgeführte Kennzeichen des Apostels Paulus, die ein treffendes und zugleich interessantes Bild von seiner Berufung zeichnen Æ Apostolische Gebete des Neuen Testaments Æ Eine ausführliche Auflistung der Belegstellen für Apostel und das Apostelamt im Neuen Testament Æ Ein Interview mit Peter Wenz, Pastor des Gospel Forums Stuttgart, über den apostolischen Dienst

Wenn Sie in Bezug auf den apostolischen Dienst interessiert sind ... Æ mehr zu erfahren Æ selbst zugerüstet zu werden Æ Gemeindeberatung oder Seminare in Anspruch zu nehmen Æ mit anderen Bewegungen diesbezüglich in Verbindung zu treten dann können Sie sich gerne an den Autor wenden, um weitere Informationen zu erhalten: sv@stefanvatter.de www.stefanvatter.de


M E H R VO N ST E FA N VAT T E R St. Magnus – Apostel des Allgäus Leben, Wirkung und Bedeutung 144 Seiten, über 100 künstlerische Darstellungen 2., erweiterte Auflage Lindenberg 2013 ISBN 978-3-89870-657-5 19,80 Euro „Ein regionales Buch – und doch eins mit Bedeutung darüber hinaus. Schon die Ausstattung weckt Lust aufs Stöbern und Lesen: Die Biografie des Allgäu-Heiligen St. Magnus ist reich bebildert und grafisch gut aufgemacht. Auch inhaltlich ist das Buch wertvoll: Es widmet sich der Lebensgeschichte eines Mönchs aus der Tradition der iroschottischen Missionsbewegung, der im 8. Jahrhundert vom Kloster St. Gallen (Schweiz) aus ins heute bayerische Allgäu gesandt wurde. Hier entfaltete sich eine wirkungsvolle Missionstätigkeit, die bis in die heutige Zeit hinein Spuren hinterlassen hat. Das Buch gibt Einblick in die iroschottischen Wurzeln dieses Pioniers, zeigt die Wirkungsgeschichte seiner Missionsbemühungen auf und fragt nach deren nachhaltiger Bedeutung. Für den Geschichtsliebhaber eine Fundgrube. Für Leser, die sich darüber hinaus dafür interessieren, wie Mission in der Postmoderne aussehen kann, erinnert dieses Buchprojekt von Stefan Vatter an eine wichtige Aufgabe. Anstatt von aktuellen Gesellschaftstrends oder gängigen Gemeindebaumodellen auszugehen, blickt er zurück. Wer dieses Erbe freilegt, versteht nicht nur besser, was die Menschen prägt, die hier leben. Er findet auch am ehesten einen guten Weg, wie Menschen heute das Evangelium nahe gebracht werden könnte. Diese Motivation kann andere Gemeindebauer ermutigen, sich ebenso ernsthaft um eine vertiefte Kenntnis der (vielleicht ebenso reichen) Vergangenheit ihres Ortes zu bemühen. Die Chance ist groß, dass man dabei von Gott wegweisende Perspektiven für die Gemeindeaufbauarbeit geschenkt bekommt.“ Thomas Härry in der Zeitschrift AU FATM E N


'EISTLICHE 'EMEINDEERNEUERUNG )NITIATIVE IM "%&'

Die Gemeinde Jesu braucht die immerwährenden Impulse geistlicher Erneuerung. Dieser kirchengeschichtlichen Grundüberzeugung folgt auch die Initiative der Geistlichen Gemeinde Erneuerung im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden. „Was können wir dazu beitragen, dass eine geistliche Erneuerung in den Kirchengemeinden unserer Konfessionsfamilie und darüber hinaus in unserem Land gefördert wird?“ – so lautete die Ausgangsfrage. Sehr bald wurde deutlich, dass die geistliche Erneuerung ein breiteres Anliegen verfolgt und sich nicht nur auf die charismatische Erneuerung konzentrieren kann. Darüber hinaus ist es der GGE ein Anliegen, dass sich die Impulse für eine geistliche Erneuerung nicht nur auf den Gemeindealltag beschränken, sondern dass die Ausbreitung des Reiches Gottes in allen Lebensbezügen im Blick behalten wird. Die Zielsetzung der Initiative Geistliche Gemeindeerneuerung ist in fünf Kernanliegen zusammengefasst: Æ Erneuerung durch das Wort Gottes Æ Erneuerung durch den Geist Gottes Æ Erneuerung durch geheiligte Nachfolge Æ Erneuerung durch Evangelisation Æ Erneuerung durch erneuerte Führungskräfte Weitere Informationen erhalten Sie unter: Geistliche Gemeinde Erneuerung im Bund EFG Geschäftsstelle | Carola Steiß Graf-von-Moltke Weg 3 | D-61267 Neu-Anspach Telefon 0 60 81/96 52 43 | Fax 0 32 22/3 74 20 11 efg@ggenet.de | www.ggenet.de


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
590057 by Fontis-Shop - Issuu