A NKE I LMONEN
... als hätt der Himmel die Erde still geküsst Abschied von Sara
NEUFELD VERLAG
Im Gedenken an meine Tochter
Sara geboren am 11. Juli 1995 ‒ gestorben am 24. März 2002
Dieses Buch ist meiner Familie gewidmet; meinem Mann Esko, meinen Kindern Hanna und Samuel, und meinen Eltern
Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über www.dnb.de abrufbar.
NEUFELD VERLAG
Bibelzitate, soweit nicht anders angegeben, sind der Übersetzung Hoffnung für alle® entnommen, Copyright © 1983, 1996, 2003 by International Bibel Society®. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Verlages. Umschlaggestaltung: spoon design, Olaf Johannson Umschlagbild: Anke Ilmonen/© ShutterStock® Satz: David Neufeld, Schwarzenfeld Bilder/Illustrationen im Innenteil: Anke Ilmonen Herstellung: AALEXX Druck GmbH, Großburgwedel © 2007 Neufeld Verlag Schwarzenfeld ISBN 978-3-937896-54-0, Bestell-Nummer 588 654 Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlages. www.neufeld-verlag.de
Teil I 1. Gottes Wunschkind
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nser Glück war perfekt – ich war schwanger. Doch dann der Schock – bei einer Ultraschalluntersuchung teilte uns der Arzt mit: »Ihr Kind hat einen ›offenen Rücken‹ (Spina bifida) und einen ›Wasserkopf‹ (Hydrocephalus).« Diese Nachricht traf uns wie ein Erdbeben. Alles war zerstört – unsere gemeinsame Zukunft hatte ein großes Fragezeichen bekommen. Keiner von den Ärzten hielt es für nötig, uns über diese Form der Behinderung aufzuklären. Ich fühlte mich regelrecht ins kalte Wasser geschmissen. Viele Fragen schossen durch meinen Kopf: Wie schwer ist unser Kind behindert? Wird es sprechen, laufen, essen können? Wie sieht unsere gemeinsame Zukunft aus? Schaffe ich das überhaupt; habe ich die Kraft, ein behindertes Kind zu erziehen? Jede Frau, die festgestellt hat, dass sie schwanger ist, geht davon aus, dass sie auf jeden Fall ein gesundes Kind zur Welt bringt. Ich zumindest bin davon ausgegangen. Besonders bei der ersten Schwangerschaft träumte ich von so vielen Dingen. Ich hatte mir alles so schön ausgemalt. Doch es kam anders als geplant. Sara drehte mein Leben um 180 Grad, sie stellte es völlig auf den Kopf. Alles in meinem Leben änderte sich. Irgendwann wurde mir klar, dass Sara niemals so wie ein nichtbehindertes Kind laufen würde. Sie würde ewig auf den Rollstuhl angewiesen sein. Wenn wir als Familie unterwegs waren, wurden wir oft von wildfremden Menschen auf Sara angesprochen. Voller Mitleid wollten manche wissen, ob Sara jemals laufen würde. Manche unüberlegten Aussprüche über Sara wie: »Armer Teufel!« oder »Ihr Kind ist wirklich arm dran« verletzten mein Mutterherz sehr. Die Menschen sahen in ihr ein »Problemkind«.
Mal ehrlich: Wir urteilen so leicht über behinderte Menschen und bringen sie mit unseren kritischen, abwertenden Äußerungen schnell in eine Außenseiterposition. Aber sind wir nicht alle auf die eine oder andere Art und Weise behindert? Ich glaube, manchmal sehen wir den »Splitter« im Auge unseres Gegenübers, aber unseren eigenen »Balken« erkennen wir nicht. Stolz und erhaben über alles, richten wir mit eiskalter Hand, sehen nur aufs Äußere, aber nicht auf das Herz des Menschen.
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Wenn ich an meine Tochter zurückdenke, dann sehe ich kein problematisches Kind vor mir, sondern ein lustiges blondes Mädchen, das das Leben liebte. Trotz vieler schwerer Operationen und dem Handicap, im Rollstuhl sitzen zu müssen, hatte ich bei Sara nie das Gefühl, dass sie ein trauriges, zu bemitleidendes, armes Mädchen sei. Im Gegenteil, ich weiß, sie hat ihr Leben mehr genossen als manch anderer. Ja, sie lebte zwar nur sechs Jahre – aber diese Zeit total intensiv. Für mich hatte Sara die Weisheit einer alten Frau und in meinen Augen war ihr Leben »vollständig«.
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Ich begann mich zu fragen: Woran messen wir den Wert eines Menschen – daran, was einer kann, wie einer aussieht, was einer hat? Was gibt uns das Recht, über andere Menschen zu urteilen? Für Gott hat jeder Mensch ein Recht auf Leben. Wir sind kein Produkt des Zufalls. Gott hat uns von Anfang an geplant und gewollt. In Jesaja 44,2 steht: Ich habe dich geschaffen wie ein Kind im Mutterleib. Ist es nicht toll, zu wissen, dass Gott jede Einzelheit unseres Körpers erschaffen hat, wie Kolosser 1,16 bestätigt: Durch ihn ist alles erschaffen, was im Himmel und auf der Erde ist, alles Sichtbare und Unsichtbare, alle Königreiche und Mächte, alle Herrscher und Gewalten. Alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen. Gott hat dein lockiges Haar, deine grünblauen Augen und deine Sommersprossen gewählt; er hat deine Begabungen und Talente bestimmt. Gott hat dich geschaffen, deinen Körper und deine Seele. Im Leib deiner Mutter hat er dich gebildet (Psalm 139,13). Als ich gerade erst Form annahm, hast du diesen Embryo schon gesehen. Alle Tage meines Lebens hast du in dein Buch geschrieben – noch bevor einer von ihnen begann! (Psalm 139,16) Gott liebt jeden, egal ob er Handicaps hat oder nicht. Jeder einzelne Mensch wurde für einen bestimmten Zweck kreiert. Als Gott dich schuf, legte er liebevoll ein Stück von sich selbst in dich hinein. Denk immer daran: Du bist einmalig – du bist es wert, Jesusliebe zu erleben. Er wollte dich ganz genauso, wie du bist. Also sei, wer du bist! Nimm dich an, mit deinen Gaben und Grenzen! Denn in den Augen unseres himmlischen Vaters bist du ein Wunschkind.
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u darfst wissen, du bist einmalig, unverwechselbares Original. Du darfst wissen, es ist gut so, wie du bist, mit deiner Begabung und deinen Begrenzungen. Du darfst wissen, für alle Schuld und alles Versagen gibt es Versöhnung. Du darfst wissen, deine Zukunft liegt in guten, starken Händen. Du darfst wissen, ein Gespräch mit Gott gibt neue Kräfte und Perspektiven. Gott ist da; näher als die Luft, die dich umgibt. Jakob Abrell
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Christus. Öffne dein Herz unserem himmlischen Vater, denn nur er kann dein Retter sein. Er liebt dich von ganzem Herzen und wartet schon auf dich, um dir diese Worte zu sagen: »Sei getrost, meine Tochter, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!«
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ch will den Herrn von ganzem Herzen loben, alles in mir soll seinen heiligen Namen preisen! Ich will den Herrn loben und nie vergessen, wieviel Gutes er mir getan hat. Ja, er vergibt mir meine ganze Schuld und heilt mich von allen Krankheiten! Er bewahrt mich vor dem sicheren Tod und schenkt mir das Leben neu. Seine Liebe und Güte umgeben mich allezeit. Mein Leben lang gibt er mir Gutes im Überfluss, darum fühle ich mich jung und stark wie ein Adler. Psalm 103,1–5
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8. Saftige Wiesen
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bwohl meine Familie mich dringend gebraucht hätte, wurde ich plötzlich außer Gefecht gesetzt. Ein paar Tage vor Saras Einschulung erlitt ich einen Zusammenbruch. Ausgebrannt und leer, lag ich mit einer Erschöpfungsdepression im Krankenhaus. Ich war mit meinen Nerven am Ende und hatte keine Kraft mehr. Aber das Schlimmste war, ich konnte einfach nichts mehr fühlen. Freude, Begeisterung, Traurigkeit, all das war fort. Unendlich müde und ausgelaugt von den Strapazen der letzten Monate, lag ich dort und hatte sehr viel Zeit, über mein Leben nachzudenken. Immer wieder stellte ich mir und Gott dieselbe Frage: »Warum muss ich jetzt hier liegen, wo meine Tochter Sara (6 Jahre) und ihre Geschwister (4 Jahre und 10 Monate) mich doch so dringend brauchen?« Alles kam zusammen: Sara wurde operiert, mein Vater drohte zu erblinden, dann kam meine Mutter ins Krankenhaus und nun auch noch ich. Ich hatte Fragen über Fragen: Wie sollte es zu Hause weitergehen? Wer erledigt meinen Haushalt? Wer versorgt meine Kinder? Was wird aus meinen Eltern? Und ich hatte keine Antwort. Die ganze Zeit hatte ich funktioniert wie ein Roboter. Stress wurde zum Dauerzustand und freie Zeit für mich selbst gab es überhaupt nicht mehr. Ich hatte keinen Zweifel daran, dass Gott allwissend, allmächtig und allgegenwärtig ist. Ich wusste, dass seine Gerechtigkeit unantastbar ist. Doch in meinem Kopf tauchte plötzlich der Satz auf: »Das Leben ist einfach nicht fair!« Ich konnte nicht verstehen, wie Gott all das zulassen konnte. Warum musste mir das alles passieren? Hatten wir als Familie nicht schon genug leiden müssen? Und dann las ich Psalm 23,2: Er weidet mich auf saftigen Wiesen und führt mich zu frischen Quellen. David, der Psalmdichter, erzählt, dass Gott ihn zu diesem wunderbaren Platz geführt hat. An ein idyllisches Plätzchen mit saftiger Wiese und frischen Quellen. Anscheinend kam David nicht selbst auf die ... als hätt der Himmel die Erde still geküsst
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Idee, sich einmal eine Pause zu gönnen. Deshalb nahm Gott David liebevoll an die Hand und zeigte ihm einen Ort, wo er auftanken konnte – einen Platz, wo er zur Ruhe kam.
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einen Weg lässt Gott uns gehen, den er nicht selbst gegangen wäre und auf dem er uns nicht voranginge. Dietrich Bonhoeffer
Wie fühlst du dich gerade? Ausgelaugt, müde, am Ende? Sehnst du dich manchmal danach, deine Seele baumeln zu lassen? Oder fällt es dir schwer, dich auf Gottes »grüner Wiese« niederzulassen? Wie oft wollen wir Menschen mit Volldampf voraus unsere eigenen Wege gehen, und wie oft verirren wir uns dabei, stolpern, fallen zu Boden! Dann kommt unser himmlischer Vater, nimmt uns an seine starke Hand und bringt uns wieder auf den rechten Weg. Was für ein Gott! Da ich ein ziemlich temperamentvoller Mensch bin, fällt es mir besonders schwer, in meinem Alltag die Bremse zu ziehen. Und da sich bei mir manchmal viele Termine ansammeln, muss ich besonders auf meine Gesundheit aufpassen. Ich bin Gott unendlich dankbar, dass er mir zeigt, was ich nötig habe. Ich finde es einfach genial, dass er nie müde wird, wieder und wieder einzugreifen, wenn ich aus der Reihe tanze. Wir Eltern wissen, was gut für unsere Kinder ist. Meistens sehen wir weiter als sie. Genauso sieht unser himmlischer Vater weiter als wir. Ich möchte dich ermutigen, dem König der Könige deine Ruhelosigkeit, deinen Schmerz, deine Zweifel und all deine Nöte vor seinen Thron hinzulegen. Auch wenn du das Gefühl hast, es geht durch finstere Schluchten, so brauchst du dich nicht zu fürchten, denn unser Vater im Himmel ruft dir zu: »Fürchte dich nicht, mein Kind, denn ich bin bei dir!« Jesus lädt dich ein, sich bei ihm auszuruhen und neue Kraft zu schöpfen. Ruh dich aus in seinen starken Armen und trau ihm zu, deine zerbrochene Seele zu heilen.
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eborgen in deinen Händen, komme ich zur Ruhe, lasse mich fallen, kann loslassen. Bei dir bin ich sicher, deine Hände bewahren mich. Niemand und nichts darf mir schaden, denn du bist bei mir. Ruth Heil
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keit in deinem Herzen anzünden. Wenn du es schaffst, deinen Blickwinkel auf Jesus zu lenken, seiner Allmacht zu vertrauen, dann werden sich die negativen Gefühle, die dich im Moment belasten, in Luft auflösen und in positive Gefühle verwandeln. Aufsehen zu Gott bringt Licht in dein Leben. Unser Vater im Himmel gibt deinem Dasein einen Sinn und er möchte dir zeigen, dass er dich unerschütterlich liebt. Lass es zu, dass Gott dich lieben darf. Jesus Christus will für dich ein Fundament der Freude sein. Ein Fels in der Brandung und ein Licht in der Dunkelheit.
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it tausend Händen streichelt er mich. Mit tausend Früchten ernährt er mich. Auf tausend Flügeln trägt er mich. Er ist mein Gott. Bei ihm bin ich zu Hause, geborgen. Er hat mich unendlich gern. Phil Bosmans
20. Heute schon gelacht?
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ein? Warum nicht? »Ich habe keinen Grund zum Lachen«, denkst du vielleicht. »Es gibt in meinem Leben nichts, was mich glücklich macht. Alles läuft schief!« Aber ist es wirklich so, dass es trotz Schwierigkeiten in unserem Leben nichts zu lachen gibt? Sara konnte so herzhaft lachen, dass die Balken sich bogen. Es war ein herzerfrischendes Lachen, das jeden ansteckte. Trotz ihrer starken körperlichen Behinderung hatte sie Spaß an ihrem Leben und das spürte jeder, der ihr begegnete. Ihre Lieblingspuppe spazieren fahren, im Sandkasten Hanna die Füße einbuddeln, im Planschbecken mit ihrer Schwester Tauchübungen machen oder mit Oma und Opa Monopoly spielen, all das machte Sara mit Begeisterung. Sogar den Schokoladenpudding löffelte Sara mit einer Freude und Hingabe, wie ich es nie zuvor bei einem anderen Kind gesehen hatte. Am glücklichsten aber war Sara, wenn Papa, Mama, Hanna, Samuel, Oma und Opa vereint um den Kaffeetisch saßen. Ja, sie liebte das Leben! Wenn du in den Spiegel schaust, sind dann deine Mundwinkel eher nach oben oder nach unten geschwungen? Wann hast du das letzte Mal so richtig aus vollem Halse gelacht? Gibt es in deinem Leben Momente der Ausgelassenheit und Albernheit? Abende mit guten Freunden, die voller Heiterkeit sind? Wenn ich alles aus einem humorvollen Licht sehe, löst sich manche Enttäuschung einfach auf. Ich denke, es kommt ganz darauf an, wie wir die Dinge betrachten. Vielleicht hast du schon mal den Satz gehört: »Lachen hält jung« oder »Lachen ist die beste Medizin« – ich glaube, da ist was dran. Wusstest du schon, dass man bei jedem Lachen sechs und bei einem Kuss sogar 12 Kalorien verbrennt? Lachen ist Jogging für unser Innenleben. Es beschleunigt Herzschlag
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und Blutkreislauf und die positiven Auswirkungen sind sofort zu spüren. Wer braucht da noch ein Gesichtslifting oder eine Null-Diät? In der Medizin ist schon nachgewiesen worden, dass Lachen Endorphine freisetzt und somit Schmerzen lindert. Auch der Heilungsprozess bei Krankheiten wird durch das Lachen positiv beeinflusst und beschleunigt. Warum gibt es wohl im Krankenhaus auf den Kinderstationen die Clown-Doktoren? Unser himmlischer Arzt verschreibt uns ein geniales Rezept: ein fröhliches Herz. Ein fröhlicher Mensch lebt gesund; wer aber ständig niedergeschlagen ist, wird krank und kraftlos (Sprüche 17,22). Einige Menschen haben vielleicht die Vorstellung, dass ein »richtiger« Christ den ganzen Tag nur grau in grau, mit ernster Miene durch die Gegend läuft. Es ist bestimmt nicht Gottes Absicht, dass wir Menschen all unsere Gefühle unterdrücken oder in einem Schatzkästchen aufbewahren. Gott will keine Statuen, die starr und leblos sind. Gott möchte, dass wir jeden Tag, der uns geschenkt wird, genießen und mit Freude leben: »Also, iss dein Brot, trink deinen Wein und sei fröhlich dabei! Denn schon lange gefällt Gott dein Tun! Trag immer schöne Kleider, und salbe dein Gesicht mit duftenden Ölen!« (Prediger 9,7–8). Wie sieht deine Lebenshaltung aus? Ist dein Glas halbvoll oder halbleer? Gehst du positiv oder negativ mit schwierigen Situationen um? Ist deine Welt grau oder eher bunt? Ich möchte mehr und mehr lernen, das Glas halbvoll zu sehen. Ich möchte lernen, mit Gottes Hilfe schwierigen Situationen positiver zu begegnen, mit Humor an die Dinge heranzugehen und nicht alles so furchtbar schwer zu nehmen. Ich möchte jeden Tag, den Gott mir schenkt, als etwas Kostbares, etwas Einmaliges sehen und ihn in vollen Zügen genießen. Und ich wünsche mir immer mehr, die komische Seite meines Alltags 82
zu entdecken und mich selbst nicht immer so fürchterlich ernst zu nehmen. Gott selbst hat uns die Fähigkeit eines herzhaften Lachens geschenkt, das von innen heraus sprudelt. Es gibt nichts Besseres! Na, heute schon gelacht?
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öge Gott dir die Kraft geben, in Traurigkeit getrost zu sein, auch in kleinen Freuden ein Lachen hervorzubringen, immer etwas zu finden, wofür du danken kannst, und allezeit deinem Gott zu vertrauen. Ruth Heil
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an muss das Leben stets nach vorn leben, verstehen aber kann man es nur im Rückblick. Søren Kierkegaard
Es gibt so Schönes
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s gibt so Schönes in der Welt, daran du nie dich satt erquickst und das du immer neu erblickst: Der Blick von einer Alpe Grat, am grünen Meer ein stiller Pfad, ein Bach, der über Felsen springt, ein Vogel, der im Dunkel singt, ein Kind, das noch im Traume lacht, ein Sternenglanz der Winternacht, ein Abendrot im klaren See, bekränzt von Alm und Firneschnee, ein Lied am Straßenzaun erlauscht, ein Gruß mit Wanderern getauscht, ein Denken an die Kinderzeit, ein immer waches, zartes Leid, das nächtelang mit feinem Schmerz, dir weitet das verengte Herz, und über Sternen schön und bleich dir baut ein fernes Heimwehreich.
Hermann Hesse
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