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Die prophezeite Weltfinanzkrise Wilfred J. Hahn

Verlag Mitternachtsruf


Widmung Meinen Eltern Johannes und Selma. Ausserdem meiner lieben Familie – meiner Frau, Tochter, meinen Söhnen und deren Ehepartnern – und meinen Freunden, die die aus moderner Sicht lästige biblische Weltanschauung teilen. Das ist ein grosser Segen, und das umso mehr, je seltener man dies heutzutage findet.


Inhalt Vorwort ....................................................................................X 1. Der Untergang des Finanzwesens ist nahe................................ 9 Teil 1: Eine Einschätzung der Weltfinanzkrise 2. Finanzorakel und amerikanische Omen ..................................23 3. Verwirrende, bedenkliche Zeiten: eine begründete Perspektive ................................................. XX Die Originalausgabe ist erschienen unter dem Titel: Global Financial Apocalypse Prophesied Wilfred J. Hahn ISBN 10: 0982323581 ISBN 13: 9780982323588 Copyright 2009 by: Wilfred J. Hahn Defender Crane, Missouri 65633 Copyright deutsche Ausgabe: Verlag Mitternachtsruf Ringwiesenstrasse 12a CH 8600 Dübendorf Internet www.mitternachtsruf.ch E-Mail post@mitternachtsruf.ch Die prophezeite Weltfinanzkrise ISBN XXXXXXXXXXXXXXXXXXXX Bestell-Nr. XXXXXXX Die zitierten Bibelstellen sind vorwiegend der Lutherbibel 1984 entnommen. Bibelstellen aus anderen Übersetzungen sind markiert: Elb = Revidierte Elberfelder, Fassung 1993 Schl = Schlachter 2000 Zür = Zürcher Bibel, revidierte Fassung 2007/2008 1. Auflage November 2012 Übersetzung aus dem Amerikanischen: Uli Dossim Umschlag, Satz und Layout: Cicero Studio AG, 9442 Berneck, www.cicero-studio.ch Druck: XXXXX Bildnachweis: XXXXXX

4. Götzen, die schwanken und wanken: Eine alte Wahrheit für heute neu entdeckt ............................ XX Teil 2: Prophetische Perspektiven für heute 5. Die ach so fortschrittlichen modernen Heiden ...................... XX 6. Die babylonische Verwirrung – hier und heute ..................... XX 7. Der endzeitliche Kommerz – ein überhandnehmendes Übel . XX 8. 666, Gold und andere Ansichten über Geld in der Endzeit .... XX 9. Die christliche Wohlstandskrise: Ein Mangel an Wahrheit ... XX Teil 3: Die Juden – unsere Brüder 10. Juden, Heiden und das liebe Geld: Stehen wir wieder an einem Scheideweg der Geschichte? ..................... XX Teil 4: Was noch bevorsteht 11. «Endzeitschuhe», die einer Welt aus zehn «Zehen» passen . XX 12. Eine Welt, eine Krise, eine Währung .................................... XX Teil 5: Die Zeit drängt 13. Alle Welt kann es sehen: Die Zeit für die Erde läuft ab ......... XX


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14. Die prophezeite Weltfinanzkrise: Das Schlimmste kommt noch............................................... XX Teil 6: Christen, die am Glauben festhalten 15. «Apocalypse Now» für Gläubige........................................... XX 16. Wie man wirklich grossen Reichtum sucht und findet......... XX Teil 7: Verantwortliches Haushalten heute 17. Praktische Richtlinien für verantwortliches Haushalten: Wie Christen ihren Besitz verwalten sollen .......................... XX Anhang Symbole in Jesaja 2 .................................................................... XX Über den Verfasser .................................................................... XX Endnoten ................................................................................... XX

Vorwort Eine enorme globale Finanzkrise von verheerendem Ausmass hat die Welt erschüttert. Betrachtet man die Menschheitsgeschichte, so ist diese Weltfinanzkrise zweifellos ein einschneidendes Ereignis – ein Ereignis mit Signalcharakter. Ihre Bedeutung darf man nicht unterschätzen. Sie bestätigt, dass wir uns in rasendem Tempo auf die globale Apokalypse der Finanzmärkte hinbewegen. Diese globale Apokalypse wird in der Bibel eindeutig prophezeit: sie tritt während der Grossen Trübsal auf. Die Warnungen sind eindeutig. Ob Sie dieses Buch während der Weltfinanzkrise lesen, später in einer ihrer trügerischen Erholungsphasen oder während einer künftigen globalen Krise – die hier gebotenen Perspektiven bleiben von Bedeutung. Und sie werden Ihnen helfen, derartige Unwetter unbeschadet zu überstehen. Die Weltfinanzkrise wirft auf verschiedenen Ebenen eine dringliche Botschaft und dringliche Fragen auf. Erstens, eine persönliche Frage: Hoffen Sie auf die falschen Götzen der modernen Menschheit? Kürzlich wurde die Welt des Mammons bis auf ihre Grundfesten gewaltig erschüttert. Auf welchen festen Grund gründet angesichts dessen jetzt Ihre Hoffnung? Mehr noch: Sind Sie sich bewusst, dass die jüngsten Wirtschaftsund Finanzprobleme Teil einer vorsätzlichen Strategie sind? Einer Strategie, die insbesondere dazu geplant wurde, den christlichen Glauben zu vernichten. Dazu gehören auch verschiedenste andere Entwicklungen im gesamten weltweiten Geschäftsleben. Leider gehen die meisten Gläubigen heutzutage zu Tausenden falschen Heilsbotschaften auf den Leim. Sie fallen auf die Sorgen und Fallstricke dieser letzten Tage herein. Wissen Sie warum? Sind Sie in Sicherheit? Wie können Sie sich sicher sein? Zweitens ist die Weltfinanzkrise eine Mahnung an die ganze Welt: Sie soll sich von den hohlen Lehren des Wohlstands und dem abwenden, was sie über alles anbetet. Wie schon der Name sagt, ist die Weltfinanzkrise eine weltweite Krise. Allein diese Tatsache bestätigt, dass der Zeitpunkt sehr nahe ist, an dem Gott schliesslich 9


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die Welt strafen wird. Er wird eine Welt richten, die sich in ihren vergeblichen Verschwörungen gegen Ihn vereint hat. Doch wie wird die Welt auf die klaren Lektionen der jüngsten Krise, die sie züchtigt und demütigt, reagieren? Viele Kommentatoren der Weltlage beklagten erst kürzlich das, was sie für das Ende der Globalisierung hielten. Die Globalisierung war der grosse Meilenstein des weltweiten humanistischen Programms, der «Verschwörung gegen Gott». Geschäftsverbindungen sollten das gemeinsame Interesse bilden. Und das sollte die gesamte Menschheit in eine einzige gemeinsame Gesellschaft führen. Diese Vereinigung der Menschheit in Wohlstand versteckt sich oft unter dem Deckmantel idealistischer Ziele. Man behauptet, Armut und Hunger aus der Welt zu verbannen. So will man die Grundlage für einen weltweiten Frieden legen. Es ist ein menschliches Vorhaben, das die souveräne Herrschaft eines transzendenten Gottes für unbedeutend hält. Doch Gott erhebt den Anspruch, dass die Rettung der Menschheit in Seiner Hand liegt. Viele Säulen der Globalisierung sind jetzt gestürzt oder zumindest gewaltig erschüttert. Werden die Völker Busse tun? Oder werden sie ihre gestürzten Götzen mit noch grösseren humanistischen Stützpfeilern und nutzlosen Requisiten des Trotzes wieder aufrichten? Die Antwort darauf könnte in Zukunft eine grosse Herausforderung darstellen – besonders für Christen. Martin Wolf ist ein angesehener Wirtschaftsredaktor der Financial Times. Die vielen vergeblichen Bemühungen von Regierungen und internationalen Organisationen, die Säulen wieder aufzurichten, versucht er so zu erklären: «… es ist sinnlos, Handlungen zu umgehen, die die realen wirtschaftlichen Belastungen der Krise jetzt stark senken würden, um eine spätere, rein hypothetische und vermeidbare Finanzkrise auszuschliessen. Das wäre, als ob man aus Angst vor dem Tod Selbstmord begehen würde.»1 Die Welt weiss, dass die Langzeittrends eindeutig auf ein tödliches Ende hinauslaufen. Doch sie wird bis zum allerletzten Augenblick nicht von ihren Wegen umkehren (falls überhaupt). Wie aber wird das alles enden? Die Bibel sagt den Ausgang klar voraus, wie wir noch sehen werden. Die endgültige globale finanzielle Apokalypse wird noch kommen … womöglich schon sehr bald. 10

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Zuletzt ist die Weltfinanzkrise von besonderer Bedeutung für Amerika; und das nicht bloss, weil die Verwüstung, die die Krise auslöste, sich von Amerika aus auf die ganze Welt ausdehnte. Die Bibel lässt erkennen, wie Amerikas endgültiges Schicksal aussieht. Wie dieses Buch noch darlegen wird, zeigt die biblische Prophetie, dass Amerika an Bedeutung verlieren wird. Letzten Endes ist es Gott allein, der Völker erhöht und erniedrigt. Er setzt ihre Herrscher ein. Er legt Zeit und Herrschaft für sie fest. Er richtet sie. «Er gibt die Fürsten preis, dass sie nichts sind, und die Richter auf Erden macht er zunichte: Kaum sind sie gepflanzt, kaum sind sie gesät, kaum hat ihr Stamm eine Wurzel in der Erde, da lässt er einen Wind unter sie wehen, dass sie verdorren, und ein Wirbelsturm führt sie weg wie Spreu» (Jes 40,23–24). Die grossen Reiche und Völker der Vergangenheit gingen alle wegen ihrer Ausschweifungen, Fehler und Sünden unter.

Die Prognose für Amerika Nach dem derzeitigen Stand der Dinge sieht die Prognose für Amerika nicht gut aus. Eine solche pessimistische Sicht wird jetzt infolge der Weltfinanzkrise eher akzeptiert. Allerdings kann man keine exakte Antwort auf die Frage geben, wie genau die zukünftige Entwicklung aussehen wird. Die Ereignisse können schnell oder langsam voranschreiten. Ein Niedergang kann gelegentlich durch eine oder mehrere Perioden falscher Hoffnung unterbrochen werden. Es kann durchaus sein, dass Sie dieses Buch während einer solchen Periode falscher Hoffnung lesen. In dem Moment erschiene das Thema dieses Buches nicht mehr aktuell. Tatsächlich aber wäre dann der günstigste Augenblick, auf die hier gebotene Analyse achtzugeben. Die beruhigenden, aber verführerischen Perioden der Hoffnung gehören nötigerweise zu einem langfristigen Niedergang. Sie bieten auch die besten Gelegenheiten zu angemessenen Veränderungen. Auf jeden Fall stellen bibelkundige Kommentatoren mit gesundem Menschenverstand seit langem einen Abwärtstrend fest – sowohl in Amerika als auch in anderen Nationen. Derzeit gibt es keine langfristigen Anzeichen, die Anlass zur Hoffnung geben – 11


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sollten die Nationen nicht von ihren Wegen umkehren. Das trifft nicht nur auf die Bereiche Wirtschaft und Finanzen zu, sondern – und das ist viel bedeutender – auch auf die Bereiche Werte und Charakter. In der Tat ist Amerika in einen schlimmen finanziellen Abgrund gestürzt. Selbst wenn sein schlimmster Feind diese Weltfinanzkrise gezielt geplant hätte, könnten ihre Auswirkungen für das Land nicht zerstörerischer sein. Das einst von einigen der weltgrössten Finanzmagnaten gesteuerte Finanzsystem wurde auf praktisch bankrotte «Zombie»-Firmen reduziert. Und überdies beginnt auch der geopolitische Einfluss Amerikas zu schwinden. Plötzlich ist die Wirtschafts- und Finanzpolitik von Kontinentaleuropa im Aufstieg begriffen. Weltweit sind nun eine grössere Anzahl von Nationen (einschliesslich Russland, China, Brasilien und anderen) gleichberechtigt auf verschiedenen Konferenzen. Am entscheidendsten von allem ist: Die Hauptgrundlage dieser Nation (wie auch jeder anderen) – die gesellschaftliche Keimzelle der Familienhaushalte – wurde durch Überschuldung und Vermögensverlust dezimiert, durch die Handlanger zerstörerischer Weltanschauungen und religiöser Entwurzelung. Und jetzt ist ein vom Wohlstand verwöhntes Land selbsternannter, nach Selbstverwirklichung strebender Konsumenten sich selbst überlassen. Es muss sich nun selbst aus einem Schuldenberg und den Trümmern bankrotter Finanzsysteme freischaufeln. Wird es sich reinknien und sich der Lage gewachsen zeigen wie einige asiatische Länder, die vor einem Jahrzehnt eine Wirtschaftskrise erlebten? Oder wird es sich auf einen Konkurrenzkampf um Diebstahl und Anarchie herablassen? Wird eine Nation wie Amerika mit einem derart reichen christlichen Erbe gelassen bleiben und seine Grösse in einem disziplinierten, selbstaufopfernden nationalen Kraftakt wiedergewinnen? Das ist zwar ein hoffnungsvoller Gedanke, aber alles andere als sicher. Ist die finanzielle Lage der Vereinigten Staaten hoffnungslos? Das hängt davon ab, was die Bürger dieses Landes sich entscheiden zu tun. Werden die Amerikaner Busse tun und sich von ihrem Massengötzendienst, der Anbetung des Mammons und den Göttern der Gier und Gewinnsucht abwenden? Ja, es stimmt: Gott 12

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weiss im Voraus, was diese Nation letztlich erwählen wird. Er kennt auch alle Entscheidungen einer globalisierten Welt. Aber das heisst nicht, dass Amerika keine Chance hätte, von seinen Wegen umzukehren. Bislang gibt es allerdings kein Anzeichen einer Umkehr, obwohl die derzeitigen Wirtschaftsprobleme im ganzen Land zu herzzerreissenden Neubewertungen zwingen. Nach vielen Jahren betrügerischen Reichtums und ungehemmter Habgier ist eine Kultur der Mutlosigkeit, des verlorenen Vertrauens, der Verzweiflung und des Zynismus entstanden. Die Reaktionen politischer Entscheidungsträger auf den Zusammenbruch eines stabilen Finanzwesens sowie von Banken und Immobilienwerten haben nur bestätigt, dass der gegenwärtige Zustand weiterhin durch Korruption und Irreführung geprägt ist. Zweifellos werden viele Leser dieser Diagnose widersprechen. Allerdings sollte ein solches Urteil besser zurückgestellt werden, ehe wir nicht diese Entwicklungen aus biblischer Sicht untersucht haben. Deshalb will dieses Buch keine tiefgehende wirtschaftliche Analyse bieten, sondern vorwiegend darlegen, wie Glaube, Materialismus, Mammon und Götzendienst vom biblischen Standpunkt aus zu sehen sind. Die wirtschaftliche Analyse kommt nicht zu kurz; hierzu gibt es ein weites Meinungsspektrum. Leider sind die meisten üblichen Ansichten über Wirtschaftsfragen irreführend und basieren auf Fehlinformationen. Warum? Vorwiegend deshalb, weil die Ökonomie eine trügerische Wissenschaft ist. Sie weigert sich anzuerkennen, dass der Mensch ein Geschöpf mit freiem Willen ist und sich vor Gott verantworten muss. Zwar werde ich sicher auch nötigen fachkundigen Rat bieten, aber mein Hauptziel ist es, dem Leser aufzuzeigen, welch üble Täuschungen und langfristige Trends es gibt. Auch Christen fallen diesen zum Opfer. Und diese Trends laufen auf den endgültigen, globalen Zusammenbruch des Finanzwesens hinaus. Mit dem Wort «Mammon» meine ich bewusst keine unpersönliche Macht. Wir müssen nämlich erkennen: der Herr, dem sich die Welt unterworfen hat, ist in der Tat eine geistliche Hierarchie. Diese hat ihre Macht vom Teufel und wird von ihm geleitet. «Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon» (Mt 6,24). 13


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Eine globale Fortsetzungsgeschichte

Dieses Buch greift das Thema eines früheren Werkes auf, Die Geldfalle der Endzeit – Wie Christen frei bleiben. Die Warnungen in diesem Buch haben sich seitdem grösstenteils schon überlebt; viele darin betrachtete Entwicklungen sind seitdem eingetroffen. Vor und nach diesem Buch habe ich immer wieder davor gewarnt, dass ein massiver finanzieller und wirtschaftlicher Zusammenbruch sehr wahrscheinlich ist. Ich schrieb darüber zahllose Artikel, Aufsätze und Berichte in Fachzeitschriften – sowohl in weltlichen als auch in christlichen Kreisen. Ich sah das Ganze als Teil eines langfristigen Prozesses, der die ganze Welt umfasst und mit den Voraussagen biblischer Prophetie übereinstimmt. Das einigende Band unserer heutigen Welt ist gewöhnlich der weltweite Handel und das moderne Geldwesen – auch wenn dies sicher nur ein Aspekt unserer Diagnose ist. Dennoch: Diese Trends sind das Mittel, das den Würgegriff des Mammons immer mehr verstärkt. Der Mammon ist zwar eine irdische Grösse, zugleich aber auch die wichtigste geistliche Festung einer verlorenen Welt. Die jüngste Krise entstand – wie jetzt allgemein bekannt ist – durch einen zügellosen Immobilienwahn. Die amerikanische Immobilienblase war nicht die grösste auf der Welt, allerdings die moralisch verdorbenste. Bereits 2004 konnte man die gefährlichen Trends erkennen, die den Immobilienmarkt zerstörten. Schon damals war offensichtlich: sollten sie andauern, so würde das zum Schaden der Unachtsamen sein. In einem Artikel vom Mai 2004 mit dem Titel «A Warning That Hits Home»2 (Eine Warnung, die ankommt) zeigte ich klar die herannahenden Gefahren auf. Bereits zu dieser Zeit konnte man die geistlichen Dimensionen und die Abgötterei der sich anbahnenden Immobilienmarkt-Katastrophe erkennen. Ich zitiere aus dem ursprünglichen Artikel (der seitdem überarbeitet wurde): «vor einiger Zeit fing man an, aus Hauseigentum einen Fallstrick zu machen. Etwas Gutes wurde übertrieben und auf ein böses Ziel ausgerichtet, als der Materialismus begann, das Land zu überfluten.»3 Wiederholt legte ich dar, dass die Instabilität des Finanzmarktes noch viel kritischer würde. Kamen diese Warnungen zu früh? Nein. Die Botschaft lautete schlicht: Bliebe man auf dem eingeschlage14

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nen Weg, so würde dies verheerende Folgen haben. Es gab noch Hoffnung, dass die Menschen ihr Verhalten ändern würden. So hätten sie die Folgen vermeiden können. Bitte verstehen Sie das jetzt nicht als ein hochmütiges «Ich habe es euch ja gesagt». Zuerst einmal macht es mir keine Freude, dass meine Voraussagen eingetroffen sind. Es wäre besser, wenn diese sich als falsch erwiesen hätten; denn das hätte manchen einiges an Not erspart. Offen gesagt brauchte man zu diesen Voraussagen auch keine besondere Ausbildung. Jeder mit gesundem Menschenverstand hätte dasselbe Ergebnis erwartet. Es stimmt zwar, dass niemand irgendetwas genau voraussagen kann; aber man kann zumindest feststellen, welche Jahreszeit es ist und wohin der Wind weht. Man muss zu einem frühen Zeitpunkt warnen; wie sollte sonst genug Zeit bleiben, zu reagieren und Vorsichtsmassnahmen zu ergreifen? Es ist auch von entscheidender Bedeutung, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Denn dann kann man verstehen, wie sich diese Welt und die Endzeit entfalten. Nochmals: Diese Perspektiven waren der Beweggrund, dieses Buch zu schreiben. Es ist mein Wunsch, den Leser auf die anstehenden gewaltigen Herausforderungen vorzubereiten. Die massive Weltfinanzkrise hat die Welt niedergestreckt. Also müssen wir jetzt bedenken, welche Gefahren in den nächsten Phasen der endzeitlichen Wirtschafts- und Finanzentwicklungen auf uns lauern. Diese Zeit wird gewiss trügerisch und gefährlich verdorben sein – noch viel mehr als jetzt! Die Endzeit-Geldfalle schreitet in der Tat sprunghaft voran. Auf diese Weise sind schon zahlreiche Menschen dem Betrug und der Verkommenheit zum Opfer gefallen, die zu der Weltfinanzkrise geführt haben. Es wird noch weit mehr Opfer geben, genau wie es die Bibel prophezeit. Die EndzeitGeldfalle wird jedoch wahrscheinlich in verschiedenen Aufzügen, Akten und Szenen voranschreiten. Es handelt sich um eine Agenda, die für selbstgefällige, habgierige Menschen nicht erkennbar sein soll – ob Christen oder nicht. Natürlich können wir nicht genau wissen, wie sich die Zukunft entwickelt. Obwohl wir eine Reihe möglicher Szenarien entwerfen werden, können wir dennoch nicht sicher sein, was wann und wie 15


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geschehen wird. Niemand kann das. Wer behauptet, etwas genau vorhersagen zu können, ist ein Betrüger (besonders wenn er dafür Geld verlangt). Mehr noch: Er offenbart dadurch seinen Unverstand, weil jedes Szenario komplex ist. Ich stand denen nahe, die in der Welt des grossen und schnellen Geldes berühmt sind. Ich habe Geld in Bewegung, Menschen an der Macht und Habgier in Aktion erlebt. Meine Langzeiterfahrung in der Welt des globalen Geldes hat mich zumindest eines gelehrt: Demut. Ich war Direktor der Forschungsabteilung einer bedeutenden Wall-Street-Firma, Analyst und Stratege von Weltrang und Leiter eines mehrere Milliarden Dollar schweren, global tätigen Investmentunternehmens. Diese und andere Positionen haben mir einen Überblick über eine der phänomenalsten und rasantesten endzeitlichen Entwicklungen der Menschheitsgeschichte verschafft: die Globalisierung. Ich weiss aus erster Hand, welche Betrügereien rund um den Globus in der Wall-Street-Kultur üblich sind. Deshalb kann ich sicher sein, dass zumindest zwei Dinge beständig voranschreiten: anhaltende Täuschung und Fallstricke für die Unachtsamen. Gott sei Dank können wir uns auf die Wahrheit der Bibel verlassen. Sein Wort lenkt unseren Blick in die richtige Richtung. Die biblische Prophetie umreisst das Schicksal der Menschheit und offenbart dessen allgemeinen Verlauf. Die Aussagen der Bibel sind von kosmischer Tragweite. Sie sind gewiss gewaltiger und wichtiger als ein Ereignis wie die Weltfinanzkrise, so bedeutend diese auch im Rahmen der endzeitlichen Ereignisse sein mag. In dieser Hinsicht ist Folgendes wichtig zu verstehen: die biblische Prophetie ist nicht dasselbe wie eine Prognose, an die sich ein Wirtschaftsexperte wagen mag. Prophetie ist ein Voraussehen und auch ein Vorherbestimmen, aber sie ist keine Prognose. Prophetie spiegelt wider, dass Gott den Lauf der Welt im Voraus weiss und bestimmt, weil Er die Entscheidungen der Menschheit kennt – seien es die von Einzelnen, Nationen oder der ganzen Welt. Dies mag nur ein geringfügiger Unterschied sein, aber er ist von Bedeutung. Gewiss weiss Gott, was Er tun wird und tun muss. Dennoch ist die Menschheit vor die Entscheidung gestellt, wie ihre Taten, Anbe16

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tung und Zuneigung aussehen sollen. Ja, es wird alles geschehen, was der Heilige Geist geoffenbart hat. Allerdings heisst das nicht, dass unsere Generation keine Möglichkeit hätte, Busse zu tun und einen anderen Weg einzuschlagen. Wenn wir uns also mit biblischer Prophetie befassen, müssen wir daher die Möglichkeit offenlassen, dass bestimmte prophezeite Ereignisse sich durchaus ganz anders entwickeln können, als wir meinen. Dennoch wissen wir aus der Bibel: Trotz zahlreicher Warnungen und Züchtigungen wird die Menschheit (ihre Völker und Gesellschaften) letzten Endes die Anbetung des Mammons erwählen. Sie wird ihren eigenen Wegen nachgehen. In diesem Licht wollen wir betrachten, von welcher Bedeutung die heutigen Trends sind. Wir wollen untersuchen, auf welche Phasen, die der Weltfinanzkrise als Nächstes folgen, wir uns vorbereiten müssen. Die Weltfinanzkrise dient als Bühne (vielleicht nur als eine von vielen) für andere endzeitliche Entwicklungen – wie dieses Buch noch weiter ausführen wird.

Wenn man seine Meinung korrigieren muss Ein anderer Beweggrund, dieses Buch zu schreiben, ist der, dass weit mehr Informationen verfügbar geworden sind, seitdem ich Die Geldfalle der Endzeit schrieb. Neue Fakten sind bekannt geworden, und deshalb müssen ein paar Ansichten korrigiert oder verfeinert werden. John Maynard Keynes soll einmal gesagt haben: «Wenn sich die Fakten ändern, ändere ich meine Meinung. Was tun Sie?» Dies ist hier der Fall. Deshalb muss ich ein paar Ansichten im Licht neuer Informationen überdenken. Es ist nun einmal so, dass kein Mensch unfehlbar ist und immer recht hat. Keinem Menschen wurde alles offenbart – und wenn dem so wäre, könnte er es nicht völlig erfassen. Jesus Christus ist der einzige Mensch, der die vollständige, unfehlbare Offenbarung besitzt. Brillante Menschen wie zum Beispiel Johannes Calvin oder Augustinus wurden für die Christenheit durch wichtige Erkenntnisse zum Segen, aber auch sie irrten sich gelegentlich. Leider besteht die Kehrseite ihres grossen Ruhms darin, dass auch ihre Irrtümer bis heute grossen Einfluss ausüben. 17


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Als ich vor Jahren darüber nachsann, dass sich womöglich finanzielle und wirtschaftliche Instabilitäten abzeichnen, konnte ich nicht wissen, ob die nächste grosse globale Krise auch die letzte der Grossen Trübsal sein würde. Wir wissen jetzt, dass sie das nicht war. Was wir sicher wissen können: die Zeit der Trübsal – die prophezeiten sieben Jahre der Not – hat noch nicht begonnen. Weder hat der Antichrist schon die Weltbühne betreten noch wurde ein Friedensvertrag mit Israel geschlossen. Insbesondere ist ebenso wenig klar, wer die letzten zehn Könige sind, die sich mit dem Antichristen verschwören werden. Diejenigen, die an eine Entrückung vor der Trübsal glauben, können auch Folgendes als Beweis ansehen, dass die Trübsal noch nicht begonnen hat: Die Entrückung ist noch nicht geschehen – darum kann die siebenjährige Trübsalszeit noch nicht begonnen haben. Ich glaube, dass die Bibel eine Entrückung vor der Trübsal lehrt. Nichtsdestotrotz sind die in diesem Buch geäusserten Meinungen von gleicher Relevanz für die, die in dieser Lehre eine andere Sicht vertreten. Eine andere Ansicht, die ich geändert habe, betrifft die Rolle Amerikas bei der letzten globalen Finanzkatastrophe. Früher dachte ich, dass ein finanzieller Zusammenbruch in Amerika wahrscheinlich mit grosser Geschwindigkeit die ganze übrige Welt infizieren und beim endgültigen, endzeitlichen Zusammenbruch lahmlegen würde. Auch hier hat sich die Faktenlage gewandelt. Wenn überhaupt, dann wird ein anhaltender Zusammenbruch Amerikas und anderer wichtiger Staaten die Welt in die Arme der vorausgesagten Koalition der zehn Könige treiben. Zwar haben Amerikas Schwierigkeiten die ganze Welt erschüttert und wichtige Korrekturen im Handels- und Zahlungsverkehr bewirkt, doch heute sind andere Nationen unabhängig genug und können mit der Zeit derartige Stürme erfolgreich überstehen. Ein anderer entscheidender Faktor, mit dem ich schwer gerungen habe, ist die Frage der Ankunft des Herrn. Die Schrift sagt klipp und klar, dass wir den Zeitpunkt nicht wissen können: «Denn ihr wisst weder Tag noch Stunde» (Mt 25,13). Dies ist eine unbestreitbare Tatsache. Was mich vielmehr verwirrt hat: Wie ist die Aussage recht zu deuten, dass «das Kommen des Menschensohns» (Mt 24,37) 18

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zu einer Zeit geschehen soll, die der Zeit Noahs gleicht? Damals «assen und tranken» die Menschen (Mt 24,38) und schienen in beständiger, glücklicher Selbstgefälligkeit zu leben. Dies scheint zu bedeuten, dass die erste Wiederkunft Christi – um die Heiligen «in die Luft» (1.Thess 4,17) zu entrücken – nicht während einer weltweiten Krise geschehen könne. Sollte dem so sein, dann setzt das Folgendes voraus: Die Entrückung könnte nicht während der jetzigen Zeit weltweiter Angst und Furcht geschehen! Das wäre auch ein Argument für die Ansicht, dass der Herr nach der Trübsal wiederkommt. Ich glaube jetzt, dass diese Auslegung aus einer ganzen Reihe von Gründen nicht richtig ist. Wie in diesem Buch aufgezeigt wird, kommen die gegenwärtigen Erschütterungen des Finanzmarktes nicht den aussergewöhnlichen Nöten gleich, die sich bei Christi Wiederkehr am Ende der Grossen Trübsal ereignen werden. Die Zustände werden zu jener Zeit noch viel schlimmer sein. Allerdings ist die gegenwärtige Weltfinanzkrise auch nicht derart traumatisch, dass Christus nicht heute wiederkommen könnte. Die gegenwärtige weltweite Krise fällt nicht aus dem Rahmen dessen, was die Menschheit im Laufe ihrer langen Geschichte erfahren hat. Was derzeit in den Köpfen der meisten Leute von heute wie eine Krise aussieht, ist nicht schlimm genug, um eine Zeit darzustellen, in der es kein «Essen und Trinken» mehr gäbe. Menschen in Nordamerika erleben die reale Not, aus ihrem Haus geworfen zu werden. In anderen Teilen der Welt verhungern Tausende oder werden verstümmelt und getötet. Das ist zwar traurig, aber man muss dies zur Normalität in der schändlichen Geschichte der sündigen Menschheit zählen. Diese bleibt weiterhin selbstgefällig und denkt, dass es für jedes Problem eine globale Lösung gäbe.

Nach vorne schauen, nicht zurück Der Titel dieses Buches mag sensationsheischend klingen – doch er soll nicht dazu dienen, den Lesern Angst zu machen, damit sie einen Ratgeber oder noch ein anderes Buch kaufen. Leider ist es eine übliche und profitable Taktik, Ereignisse aufzubauschen 19


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und aus der Angst der Menschen leichten Gewinn zu machen. Ein Besuch in der Buchhandlung bestätigt, dass in jüngster Zeit eine wahre Lawine von Weltuntergangsgeschichten über die Buchläden hereingebrochen ist. Warum? Panikmache verkauft sich gut, weil Angst und Verwirrung weitverbreitet sind. Die Leute suchen nach Antworten. Unglücklicherweise werden sie diese wohl kaum in den Büchern finden, die auf jede grössere Krise folgen. Warum? Sie wurden alle nach den entsprechenden Ereignissen geschrieben – in diesem Fall nach der Weltfinanzkrise. Daher kommen die Verfasser viel zu spät, um irgendeinen sinnvollen Rat geben zu können. Warum haben sie nicht schon rechtzeitig im Voraus gewarnt? Derart billige Geschäftemacherei ist nichts Neues, sogar unter vermeintlich christlichen Autoren. Wer braucht angesichts der offensichtlichen Auswirkungen der Weltfinanzkrise Experten, die den Leuten allgemein Bekanntes über bereits geschehene Dinge sagen? Meiner Meinung nach ist es unverantwortlich, die schlechten Nachrichten über wirtschaftliche Abwärtstrends aufzubauschen und den Leuten Angst zu machen, sodass sie etwas unternehmen und Entscheidungen treffen, die bereits viel zu spät sind. In der Tat kommt so etwas vor. Niemandem ist damit gedient, wenn man auf die Angst und Sorge spekuliert, die von solchen Schlagzeilen bewirkt wird. Vielmehr erweist man den Menschen mit unnötiger Hysterie einen Bärendienst. Das Aufbauschen sensationsheischender Zeitungsschlagzeilen spielt wohl eine Rolle bei einem Endzeittrend, der die Welt in ein noch viel grösseres Wohlstandsgefälle treibt – wo es noch mehr darin gefangene, wirtschaftlich unterdrückte Menschen gibt. Warum? Solche Perspektiven sind rückwärts- und nicht vorwärtsgewandt. Das kann zu emotionalen, vorzeitigen und unangebrachten Reaktionen führen. Dieses Buch hingegen empfiehlt, vorauszuschauen – auf die kommenden Herausforderungen, die sich zusammenbrauen, um noch weit mehr Menschen in einer endzeitlichen Geldfalle einzufangen. Wir sollten uns auf die kommenden Herausforderungen vorbereiten und nicht auf vergangene Ereignisse zurückschauen. Vor uns liegen viel grössere Probleme – und zwar sehr viel grössere! Doch diese Szenarien werden sich auf eine Weise entfalten, 20

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die die meisten Menschen wahrscheinlich überraschen wird. Sie werden meist unerwartet eintreten, besonders wenn man darauf fixiert ist, in den Rückspiegel zu sehen. Dies muss so sein, sonst würden solche Szenarien erst gar nicht entstehen. Überraschung und Täuschung sind von derartigen Finten nicht zu trennen.

Die Botschaft dieses Buches auf den Punkt gebracht

Die Hauptbotschaft dieses Buches ist eine dreifache. Erstens: In der Tat bewegt sich die letzte, globale Katastrophe mit rasender Geschwindigkeit auf diese Welt zu – nicht nur, weil Gott dies so verordnet hat, sondern auch als Reaktion auf die Sünden der Menschheit. Jeder vernünftige Mensch – ob er der Bibel glauben mag oder auch nicht – kann den Schluss ziehen, dass uns schwere Zeiten bevorstehen (wie wir noch zeigen werden). Die Weltfinanzkrise, so furchtbar und schwer sie auch sein mag, ist nicht das letzte apokalyptische Ereignis, das für die Trübsalszeit vorhergesagt ist. Ganz und gar nicht. Allerdings ist die Weltfinanzkrise sehr wahrscheinlich ein typisches endzeitliches Ereignis, das den Lauf der Dinge beschleunigt – vielleicht ist es sogar das letzte dieser Art. Es treibt die Welt dahin, die letzten Voraussetzungen für eine globale Regierungskoalition der zehn Könige zu erfüllen – woraufhin dann der Antichrist und die Trübsalszeit kommen wird. Die zweite Botschaft – ein Ruf zur Wachsamkeit – lautet: Man muss davon ausgehen, dass die Verführung in Zukunft weiter zunimmt. Obwohl die Apokalypse sicher ist, werden (mindestens einmal) falsche Hoffnungen aufkommen. Diese werden im Laufe aufeinanderfolgender Zyklen viele zu einem falschen Optimismus verleiten; doch dieser führt allein dazu, dass die Menschen weiteren Fallstricken und Enttäuschungen zum Opfer fallen. Der dritte und entscheidendste Punkt lautet: Juden wie auch Christen sind die Hauptopfer der überstürzten Flucht der Welt in den Humanismus und die Vergötzung des Materiellen. Die gefährliche Zeit, die den Christen prophezeit wurde, ist jetzt da. Erkennen Sie sie? Und – werden Sie sicher sein? Derzeit geschieht ein regelrechter Völkermord am Glauben – ein echtes «Apocalypse Now» für 21


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die Gläubigen. Die grosse Tragik ist, dass nur so wenige Menschen auf diese schreckliche Zeit vorbereitet sind, weil sie durch falsche Heilsbotschaften verführt wurden. Ein Ziel dieses Buches ist es, zu zeigen, wie das mit der Weltfinanzkrise zusammenhängt. In einer gottlosen Gesellschaft sind säkulare Werte vorherrschend. Wen verwirren oder verblenden diese nicht? In der Tat sind wir so tief in dieser Kultur verwurzelt, dass wir gar nicht mehr erkennen, wie sehr unsere Gesellschaft heidnisch geworden ist. Ich betone nochmals: Wir leben in einer Zeit gewaltiger Verführung und Täuschung. Wie aber nur können wir sichergehen, dass unser Glaube rein und fest ist? Dies ist die grösste Herausforderung unserer Zeit. Den Menschen bereitet in der Tat eine sehr grundlegende Frage Probleme: Wie sollen wir jetzt leben? Allein eine biblische und auf Wahrheit gegründete Sicht unserer Zeit kann uns Frieden und Zufriedenheit geben. Das Wichtigste daran ist: Eine solche Langzeitperspektive kann dazu führen, dass wir himmlische Reichtümer ansammeln, die ewig sicher vor WallStreet-Scharlatanen und jetzigen irdischen Mächten sind, «wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen» (Mt 6,19). Ich hoffe, dass dieses Buch für die Leser eine Bestätigung unerlässlicher ewiger Werte ist und es ihnen eine feste, realistische Perspektive in Bezug auf unsere Zeit gibt.

Fussnoten 1

Martin Wolf, Kommentar in der Financial Times, 17. März 2009 (US-Ausgabe)

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Wilfred Hahn, «A Warning That Hits Home», Midnight Call Magazine, Mai 2004

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Ebd.

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D E R U N T E R G A N G D E S F I N A NZ W E S E N S I S T N A H E

Kapitel 1

Der Untergang des Finanzwesens ist nahe Im Jahr 2007 erlitten Geldkreislauf und Wirtschaft weltweit einen Herzinfarkt. Dieser wuchs bald zum bedeutsamsten Zusammenbruch seit Jahrzehnten aus und nahm ungeahnte weltweite Ausmasse an. Die Krise wurde sehr bald als die Weltfinanzkrise berüchtigt. Die Anfangsphase dieses Zusammenbruchs war sogar noch übler und schädlicher als das, was beim Einbruch der grossen Krise der 1930er Jahre geschah. Warum musste ein solcher Zusammenbruch gerade jetzt geschehen? Was bedeutet er? Wohin wird er für die Welt führen? Raue Zeiten in Wirtschaft und Finanzwesen haben sich immer auf die ganze Welt ausgewirkt. Am meisten sind davon Hochlohnländer wie die Vereinigten Staaten, Grossbritannien und andere betroffen. Im Anfangsverlauf der Weltfinanzkrise gerieten die Wertpapiermärkte ins Wanken, Finanzgesellschaften starben wie die Fliegen, und nahezu jedermann – vom Bankier bis zu den politischen Entscheidungsträgern – war von Panik und Angst ergriffen. Der katastrophale Zusammenbruch der weltweiten Wirtschaftssysteme ermutigte Hellseher aller Arten (geistliche, geopolitische, soziale und wirtschaftliche), als sie Chaos und Wandel witterten. Wie rasch sich alles ereignete, passte ihnen ins Konzept. Man bedenke nur, wie steil der anfängliche Absturz der verschiedenen Indikatoren war – angefangen von den weltweiten Aktienkursen bis hin zu den Immobilienpreisen. An einem Zeitpunkt waren alle Aktienkurse weltweit um 55 Prozent gefallen (gemäss dem MSCI Barra «All Country World Index», einem weltweiten Aktienindex). Unglaublich: Das weltweite Aktienkapital hatte sich mehr als halbiert. Das ist ein Verlust von schätzungsweise 35 Billionen US-Dollar in weniger als einem halben Jahr! 23


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