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Claudia & Eberhard MĂźhlan
Das groĂ&#x;e Familien-Handbuch Ein Nachschlagewerk zu den wichtigsten Erziehungsthemen
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Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis
Von Gott erzählen?........................32
Prima Klima! PRIMA KLIMA
Einführung…………………….6
Ein Fundament durch gute Beziehungen bauen
Die Kleinkindjahre - das erste Lebensjahr Urgeborgenheit……………… 12 Der junge Vater………..………14 Kommunikation……………….17 Schlaf- und Wachzeiten………...18 Immer dabei….………..……….19 Verwöhnen………………...…...20 Kindgerecht……………………21 - das zweite Lebensjahr Laufen und Sprechen…………..22 Bindung und Gehirn…………...23 Krippe / Tagesmutter…………25 Gleichaltrige…………………...26 - das dritte Lebensjahr Miteinander reden…………........28 Kuscheln und Schmusen……….29 Babyneid……………………….30
Die Vorschuljahre Höflichkeit lernen?.........................34 Fragen zur Sexualität…………..36 Wo kommen die Babys her?.........38 Sexueller Missbrauch…………...46 Eltern werden - Paar bleiben! Erschöpfungsdepressionen…….44 Autonomie-Insel………………46 Beziehungsinsel………………..48 Und was macht man als Alleinerzieher? Alleinerziehende……………….51 Von der Vorschule bis zur Vorpubertät Familienatmosphäre…………...54 Sich Zeit nehmen………………56 Zuwendung geben……………...60 Zündende Ideen………………..64 Geschwisterkonstellationen…….69 Geschwisterstreit……………….80 Selbstwertgefühl………………..83 Gefühle……………………........88 Familienerbe…………………...95 Suchtvorbeugung………………98 Gewaltlosigkeit………………..101 Kommunikationstypen………..103 Kommunikation lernen……….106 2
Inhaltsverzeichnis
Kommunikation erhalten……..108 Ein starkes Speziell für Väter……………..112 Team Gastvater……………………..115 Vater und Sohn………………119 Vater und Tochter……………122 Speziell für Mütter……………125 Selbständigkeit und
EIN STARKES TEAM
Verantwortung lernen
Das Eheleben Die Ehe fit halten…………….128 Die Teenagerjahre Pubertät………………………132 Hormonelle Umstellungen……135 Baustelle Gehirn……………....137 Psychische Schwankungen……138 Gespräch Mutter und Tochter...139 Gespräch Vater und Sohn…….141 Checkliste zur Pubertät……….143 Teenagerliebe………………....147 Identitätsfindung……………..150 Gruppendruck………………..153 Unabhängigkeit………………157 Teenager unter Druck………..159 Im Gespräch bleiben…………162 Werte und Ziele………………165 Die Ehe in der Mitte des Lebens Ehe-TÜV…………………….167
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Kleinkind- und Vorschuljahre Erziehungsziele…………….172 Ein ständiger Begleiter……...174 Spielend lernen……………..176 Schlafengehen……………....178 Tischmanieren……………...180 Sauberkeitserziehung……….183 Wochenlisten……………….185 Kindergarten……………….187 Schulreife…………………...189 Verkehrserziehung………….191 Von der Vorschule bis zur Vorpubertät Erziehungsziele…………….194 Stärken und Schwächen…….196 Vorbild……………………..198 Ermutigung………………...200 Belohnungen……………….202 EIN STARKES TEAM Familienregeln……………...204 Familienrat…………………206 Familienwerte………………208 Ordnung halten…………….210 Mithelfen…………………...212 Benimmregeln……………...214 Schlafenszeiten……………..216 Schule und Hausaufgaben…..218
Inhaltsverzeichnis
Freizeit und Spiel…………….220 Medienkompetenz……………222 Taschengeld…………………..226 Wirtschaftsgeld……………….228 Wochenpläne…………………230 Die Teenagerjahre Erziehungsziele……………….234 Persönliche Pflege…………….236 Schlafverhalten………………..238 Freizeitgestaltung……………..240 Schule………………………....242 Ordnunghalten………………..244 Geldverwaltung……………….246 Stress………………………….248
KLAR; ABER HERZLICH!
Klar, aber herzlich! Begleitung mit liebevoller Autorität
Von der Vorschule bis zur Vorpubertät Sicherheit durch Grenzen…….278 Natürliche Folgen……………280 Logische Konsequenzen……...282 Auferlegte Konsequenzen……285 Lügen………………………....288 Stehlen………………………..290 Den Willen lenken……………293 Stile der Elternschaft…………296 Die Teenagerjahre Autorität……………………...300 Teenagertypen………………...302 Grauzonen……………………304 Streitgespräche………………..307 Auftaugespräche……………....309 Krisengespräche………………311 Regelübertretungen…………....314 Schwierige Teenager…………..316 Unberechtigte Schuld…………318 Was Teens hassen……………..320 Stichwortverzeichnis Stichwörter……………………324
Die Kleinkindjahre Humor und starke Nerven……252 Mit Kommentaren begleiten….254 Temperamentstypen…………..256 Freiheitsdrang oder Machtspiel?265 Bewährte Erziehungsstrategie…268 Trotz und Wut………………...271 Lügen und Stehlen…………….274
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Einführung
Einführung
Was kann ich tun, wenn mein Kind ständig trotzig nein sagt? Was mache ich, wenn mein Sohn ein anderes Kind verhaut? Wie reagieren, wenn meine Tochter mich durch ihre Bummelei auf die Palme bringt? Und wenn die Kinder sich laufend zanken, mir nicht im Haushalt helfen und überhaupt nur machen, was sie wollen? Jetzt ein Buch in die Hand nehmen zu können, in dem man zu diesen und anderen Fragen aus dem Erziehungsalltag kurze, praxisnahe Tipps lesen kann und womöglich noch Literaturhinweise bekommt, wo man mehr zu den einzelnen Themen erfahren kann, wäre doch eine großartige Hilfe. Ein solches Buch halten Sie in der Hand! Kurze, prägnante Kapitel geben auf jeweils zwei bis drei Seiten Rat in (fast) allen Fragen der Erziehung - von der Geburt bis zum herausfordernden Teenageralter. Und damit bei alledem die eheliche Beziehung nicht zu kurz kommt, gibt es auch zum Thema Partnerschaft viel „Nährstoff“. Wir haben die Ratschläge aus unseren bisherigen Familienbücher
durchgesehen, sie mit neuen Einsichten aktualisiert und ergänzt und unter über 100 Stichworten zusammengefasst. Fragebögen sowie Raum für Notizen helfen Ihnen, die Tipps gleich im eigenen Familienalltag umzusetzen. Jetzt haben Sie alle Mühlan-Tipps in einem Band! Die mehr als 30 turbulenten Erziehungsjahre mit bis zu 13 Kindern (7 leibliche und 6 angenommene) haben unseren Blick für das Wesentliche in der Erziehung geschärft, für das, was im Familienleben auf keinen Fall fehlen darf, wenn man sich wünscht, dass Kinder zuversichtlich heranwachsen. Nach unserer Erfahrung gehören zu einer erfolgreichen Erziehung vor allem diese drei Bausteine: emotionale Sicherheit Anleitung zur Eigenständigkeit vernünftige Grenzen Weil diese Punkte so wichtig sind und wir uns wünschen, dass Sie sie sich stets vor Augen halten, ist dieses Buch in drei Hauptteile gegliedert, deren Schwerpunkt jeweils einer dieser Aspekte ist: Prima Klima Ein starkes Team Klar, aber herzlich 6
Einführung
Ein Kind muss sich der Liebe von Mutter und Vater gewiss sein, braucht gute Freunde und eine harmonische Umgebung, um seelisch sicher heranzuwachsen. Es muss Verantwortung tragen lernen und zu einer immer größeren Selbständigkeit angeleitet werden, um sich in unserer komplexen,
hochtechnisierten Gesellschaft zurecht-finden zu können. Und es braucht wertsichere, konsequente Eltern, die beharrlich die Grenzen abstecken, damit diese wertvollen Erziehungsziele erreicht werden. Diese drei Grundgedanken zum zuversichtlichen Aufwachsen eines Kindes lassen sich einprägsam im
KLAR, ABER HERZLICH!
Begleitung mit liebevoller Autorität
EIN STARKES TEAM Selbständigkeit und Verantwortung lernen
PRIMA KLIMA
Ein Fundament durch gute Beziehungen bauen 7
Einführung
Bild des „Familienhauses“ darstellen. Das Bild von dem Familienhaus macht die Prioritäten und die Zuordnung dieser drei Prinzipien deutlich: Stellen Sie sich vor, jemand baut ein Haus und fängt mit dem Dach an. Das muss ja schiefgehen! Immer nur Druck, harte Worte und Disziplin, dagegen wenig Gespräche, Geborgenheit und Liebe - bei einem solchen Zusammenleben drückt das „Dach“ schwer und verletzt die Seele eines Kindes. Genauso falsch ist es, wenn Sie sich nicht genug Zeit nehmen, um den richtigen Grundstein zu legen. Wer lieblos und hektisch ein wackeliges „Fundament“ hinsetzt, autoritär die Familienregeln in die Runde brüllt und darauf auch noch ein „Dach der Überwachung“ knallt, braucht sich nicht zu wundern, wenn die Wände Risse bekommen und später alles in sich zusammenstürzt. Vor einer solchen Katastrophe möchten wir Sie bewahren. Es muss sehr bitter sein, am Ende eines Lebens auf einen Scherbenhaufen von
Familienbeziehungen schauen zu müssen! So ist es richtig: Schaffen Sie ein „Prima Klima“! Verwenden Sie viel Zeit, Liebe und Einfallsreichtum auf den Bau Ihres Familienfundamentes. Nur so können gute Beziehungen geschaffen werden und erhalten bleiben. Je tiefer das Fundament gegründet ist, je stärker sich die Kinder angenommen und geborgen fühlen, desto williger werden sie auf Sie hören und die Familienregeln akzeptieren. Im „starken Team“ einer gesunden Familie lässt sich Selbständigkeit und Verantwortung am wirkungsvollsten lernen! Befolgen Sie diese zwei Regeln, dann stimmt die Statik, und das Dach der Begleitung mit liebevoller Autorität wird nicht schwer auf den Kindern lasten, sondern zu einer gesunden Persönlichkeitsentwicklung beitragen. „Klar, aber herzlich“, d. h. konsequent und doch humorvoll“ sollte Ihre Devise sein! Da die Kinder sich geliebt fühlen und wissen, wie sie sich verhalten sollen, werden Grenzsetzungen nicht häufig vorkommen müssen. 8
Einführung
Können Sie nachvollziehen, wie sehr uns dieses schlichte Modell eines Familienhauses begeistert hat? Mit diesem Konzept haben wir all unsere Erziehungsjahre gelebt.1 Es hat uns geholfen, zielgerichtet aber auch entspannt mit unseren Kindern zusammenzuleben. Das „Familienhaus“ ist die Grundlage all unserer Seminare zu Erziehungsfragen, die wir weltweit bei Team.F2 und anderen Organisationen gehalten haben.
Zum Schmunzeln ein Dialog mit einer unserer Töchter: „Sag mal, Papa, ist es schwer, Kinder zu erziehen?“ „Also, ich finde es nicht schwer. Aber für manche Eltern ist es nicht so einfach.“ „Ach, Papa, ich bin stolz auf dich. Hättest du mich nicht so gut erzogen, Wenn Sie mehr zur Entstehung und Vision des Familienhauses wissen wollen: Mühlan, UNSER ABENTEUER. Persönliche Einsichten aus mehr als 30 turbulenten Familienjahren. MühlanMedien. Braunschweig. 2013. www.MühlanMedien.de 1
Mehr zu Seminaren bei der überkonfessionellen Familienorganisation Team.F finden Sie unter www.team-f.de. 2
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dann wäre ich bestimmt so ein richtiges Biest. Wie die eine in unserer Klasse. Wie die mit ihren Eltern umspringt, und was die für Wörter in den Mund nimmt. ... Die sollten wir uns mal für ein halbes Jahr ausleihen. Sie würde ein Engel werden...“
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Prima Klima Ein Fundament durch gute Beziehungen bauen
PRIMA KLIMA
Ein Fundament durch gute Beziehungen bauen
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Die Kleinkindjahre - das erste Lebensjahr
In den ersten Monaten geschieht schon viel3
Halbschlaf hört es die schon vom Uterus vertraute Stimme der Geben Sie dem Neugeborenen viel Mutter, die mit jedem Ton ständig Nestwärme, Zuwendung und signalisiert: „Du bist nicht alleine. Liebe, denn gerade in den ersten Ich bin bei dir und für dich da.“ Lebensmonaten sollte es die so Körperkontakt existentiell notwendige Halten Sie Ihr kleines Baby oft auf Urgeborgenheit erfahren. dem Arm. Unbewusst legen die Dazu gehören meisten Mütter den Kopf des eine friedevolle Umgebung Kindes an ihre linke Brust, und das viel Körperkontakt und ist richtig. So kann es, wie schon im Eingehen auf seine Bedürfnisse Mutterleib, den beruhigenden
Eine friedevolle Umgebung
Manche meinen zwar, ein Neugeborenes interessiere sich ja doch nur fürs Trinken, Schlafen und Verdauen – doch bereits innerhalb weniger Wochen wird es zu einem aufmerksamen Beobachter. Es dreht den Kopf nach bekannten Stimmen und erschrickt bei lauten Geräuschen. Es spürt, ob „etwas in der Luft liegt“, wird unruhig und fängt an zu schreien oder entspannt sich in friedevoller Atmosphäre. Im Wenn Sie mehr zu den Kleinkindjahren wissen wollen: Claudia Mühlan, Bleib ruhig, Mama! Tipps für die ersten drei Jahre. MühlanMedien. Mühlan-Seminar auf CD oder MP3: Die ersten 3 Jahre. Tipps zur Kleinkind- Erziehung. Nr. 2301. www.MühlanMedien.de. 3
Schlag Ihres Herzens hören. Neun Monate wurde Ihr Kind mit jedem Ihrer Schritte hin- und hergewiegt und lebte mit dem Rhythmus Ihres Herzschlages. Deswegen wird es sich nach der Geburt durch das Wiegen im Arm und Ihren vertrauten Herzschlag schnell wieder beruhigen, wenn es durch irgendetwas erschreckt wurde. Sie werden entdecken, dass Sie mit einer Hand mehr tun können, als Sie je gedacht haben. Wir haben unsere Kinder häufig in einem Tragetuch herumgetragen, das auf der Schulter verknotet wird. So verteilt sich das Gewicht des Kindes auf Ihre Schulter und Ihre Hüfte. Die ganz Kleinen kann man sich auch vor den Bauch hängen.
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Die Kleinkindjahre - Das erste halbe Jahr
Auf die Bedürfnisse eingehen und es provoziert die ersten
Damit Ihr Baby die notwendige Urgeborgenheit erfahren kann, sollten Sie unbedingt auf seine Bedürfnisse eingehen. Doch gerade hier sind viele junge Eltern sehr unsicher, weil sie recht widersprüchliche Ratschläge zu hören bekommen: „Schreien stärkt die Lungen!“, „Das Kind muss von Anfang an Gehorsam lernen.“ Dahinter steht oft die Sorge, das Kind zu verwöhnen oder zu verziehen. Aber: Kleine Babys schreien nie grundlos oder um zu sehen, was sie erreichen können. Dies erleben wir eher bei älteren Kindern, die mit ihrem Schreien ein bestimmtes Ziel verfolgen. Das Neugeborene schreit als Reaktion auf bestimmte Reize. Beobachten Sie Ihr Baby sorgfältig - es wimmert, weint und schreit unterschiedlich -, und versuchen Sie, daraus seine Bedürfnisse zu erkennen. In den ersten vier bis sechs Monaten kann ein Säugling durch zu viel Fürsorge nicht verwöhnt werden! Danach muss man allerdings wachsamer sein. Manch einem Krabbelkind schaut der Schalk so richtig aus den Augen, 13
Machtkämpfe. In den ersten Monaten würden wir ein Baby aber grundsätzlich nicht länger als etwa zehn Minuten schreien lassen, denn es schreit, wie gesagt, weil es ein grundlegendes Bedürfnis hat und sich ja noch nicht anders äußern kann. Vielleicht hat es hat Hunger, Luft im Bauch, oder es muss aufstoßen. Die Windel mag voll sein. Es kann auch frieren oder schwitzen. Vielleicht drückt ein Knopf oder eine Falte im Rücken, oder die Windel ist zu eng und kneift. Wenn Sie in den ersten Wochen und Monaten auf diese existentiellen Bedürfnisse eingehen, legen Sie eine solide Grundlage für das so wichtige Lebensgefühl von Urgeborgenheit und Sicherheit. Zum Nachdenken und Notieren Beraten Sie mit Ihrem Ehepartner, wie Sie Beruf und Fürsorge für den kleinen Erdenbürger so aufteilen können, dass weder das Baby noch Sie zu sehr darunter leiden. ___________________________ ___________________________ ___________________________
Die Kleinkindjahre - das erste Lebensjahr
Speziell für den jungen Vater4
enge Beziehung zu Ihrem Neuankömmling aufbauen.
Schwangerschaft, Geburt und eventuell Berufsaufgabe sind eine enorme Umstellung für Ihre Frau. Das Baby wird ihren bisherigen Arbeits-, Freizeitund Schlafrhythmus gehörig durcheinanderbringen. Umso mehr sollten Sie Ihrer Frau während der Umgewöhnungszeit zur Seite stehen. Helfen Sie ihr, so gut Sie können; lernen Sie mit ihr gemeinsam, wie man mit dem Baby umgeht und seine Bedürfnisse befriedigt. Versuchen Sie, das Wichtigste im Haushalt selbst zu erledigen. Vielleicht nehmen Sie dafür in den ersten Tagen nach der Geburt des Babys Urlaub. Vor allem aber sollten Sie versuchen, sich mit Ihrer Frau die nächtlichen „Termine“ in den anstrengenden Wochen zu teilen, so dass jeder seinen Teil an Nachtruhe bekommt. Damit erleichtern Sie nicht nur das Leben Ihrer Frau, sondern können auch selbst eine
Mutter und Vater sind gleich wichtig
Ein Vorurteil, das sich selbst in der Fachliteratur hartnäckig hält, ist die Annahme, dass die Mutter in den ersten Monaten am wichtigsten für das Baby sei und dem Vater erst später Bedeutung zukomme. Sogar Bruno Bettelheim, der berühmte Kinderpsychologe, vertritt diese Ansicht: „Die Bindung des Kleinkindes an die Mutter ist enger und wichtiger als an jede andere Person... Der Vater wird erst so ab zwei Jahren wichtig.“ Doch das trifft nicht zu! Auch Sie sind vom ersten Tag an wichtig! Sie müssen Ihr Kind genauso wärmen, streicheln und liebkosen, denn der Hautkontakt zum Vater ist genauso wichtig wie der zur Mutter. Sie können Ihr Kind zwar nicht stillen, aber wickeln und im Tragetuch bei sich haben. Das Neugeborene soll das in den ersten Monaten so wichtige „Urvertrauen“ von Anfang an zu beiden Eltern aufbauen. Das wird es davor bewahren, bei Ihnen zu fremdeln und eine zu starke gegenseitige 4 Wenn Sie mehr dazu wissen wollen: Abhängigkeitsbeziehung Eberhard Mühlan, Bleib cool, Papa! Guter zur Mutter zu Rat für viel beschäftigte Väter. S. 44ff. (Symbiose) entwickeln, und auch Ihnen wird es www.Mühlan.Medien.de. 14
so wesentlich leichter fallen, von vornherein eine innige, emotionale Beziehung zu Ihrem Kind aufzubauen.
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