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Heiko Bräuning Ich will euch trösten


Heiko Bräuning

Ich will euch trösten Hoffnungsvolles und Tröstliches


Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet. JesaJa 66,13

Ich will euch trösten Ich will euch trösten, ich will euch trösten, wie eine Mutter ihr Kind. Bestell-Nr.: 50 50501 ISBN 978-3-86773-253-6 Alle Texte, wenn nicht anders vermerkt: Heiko Bräuning © cap-books, 2015 Alle Rechte vorbehalten © 2015 cap-Verlag Oberer Garten 8 D-72221 Haiterbach-Beihingen 07456-9393-0 info@cap-music.de www.cap-books.de Umschlaggestaltung und Titelbild: Ralf Margott Bilder von: Anita Kerekesch (Seite 8, 21, 22+23, 31, 37, 41, 42–43, 47, 61, 62–63, 65, 69, 70–71, 73, 77; anitakerekesch@aol.com) Kornelia Krause (Seite 10, 16, 27, 32, 48, 56, 59; www.nachdenkbilder.de) Angela Steeb (Seite 6, 12, 15, 19, 24, 28, 35, 38, 44, 51, 52, 55, 66, 74, 78; www.angelasteeb.de)

Ich will euch trösten, ich will euch trösten, bis alle Tränen getrocknet sind. 1. Getröstet sollen sein, die keine Kraft mehr spüren, getröstet sollt ihr sein, ich will euch sicher führen. Getröstet sollen sein, die einsam und allein, seid getrost, ich werde bei euch sein. 2. Getröstet sollen sein, die mühselig beladen, getröstet sollt ihr sein, ich will euch weiter tragen. Getröstet sollen sein, die tief gefallen sind, seid getrost, die Mutter hält ihr Kind. Tröstet, tröstet, tröstet mein Volk! Tröstet, tröstet, tröstet mein Volk! Tröstet, tröstet, tröstet mein Volk!

Wir danken den Künstlern für das Bereitstellen der Bilder. Lektorat: Ute Mayer Satz: Nils Großbach Innenlayout: Jan Henkel Die Quellen wurden geprüft, konnten aber nicht immer zweifelsfrei festgestellt werden. Für Hinweise ist der Verlag dankbar. Bibelzitate aus: Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Printed in the EU

Ich will euch trösten, ich will euch trösten, wie eine Mutter ihr Kind. Ich will euch trösten, ich will euch trösten, bis alle Tränen getrocknet sind, bis alle Tränen getrocknet sind. Text und Musik: Heiko Bräuning © cap-music, 72221 Haiterbach-Beihingen Dieses Lied ist zu hören auf der CD-Card 52 40127


Inhalt

Vorwort...................................................09

Getrost sammeln ................................... 57

Getrost überrascht ................................ 13

Getrost befreit ........................................58

Getrost Abschied nehmen ................... 14

Getrost wertvoll .....................................60

Getrost trösten ....................................... 17

Getrost gespannt ...................................64

Getrost hinziehen .................................. 18

Getrost ein Segen................................... 67

Getrost aufbrechen................................20

Getrost dankbar ....................................68

Getrost im Plus ...................................... 25

Getrost nach vorne sehen..................... 72

Getrost weiterwissen.............................26

Getrost auf ein Neues ........................... 75

Getrost verändern lassen...................... 29

Getrost nachfolgen ................................ 76

Getrost sorglos .......................................30 Getrost Danke sagen............................. 33 Getrost Schritt für Schritt ....................34 Getrost in der Angst .............................36 Getrost das Beste ................................... 39 Getrost das Herz ausschütten ..............40 Getrost gelassen .....................................45 Getrost gehalten ....................................46 Getrost geliebt ........................................49 Getrost gesehen .....................................50 Getrost aufgerichtet .............................. 53 Getrost voller Zuversicht ......................54


Vorwort

Die kleine sechsjährige Lisa wird in der

zustellen – eben als eine Mutter, die mit

1. Klasse von der Lehrerin beim Malen

unteilbarer, unvorstellbarer, unnach-

beobachtet. „Lisa, das ist ein schönes

giebiger Liebe tröstet. Die eigenen Kinder,

Bild. Was malst du denn da?“ „Ich male

aber auch die anderen Menschen, die

den lieben Gott!“, gibt Lisa zur Antwort.

das Mutterherz ergreift.

„Aber Gott kann man nicht malen“, meint die Lehrerin. „Warum nicht?“,

Das hebräische Wort für trösten

fragt Lisa? „Weil kein Mensch weiß, wie

(nicham) heißt so viel wie „aufatmen las-

Gott aussieht!“ „Dann warten Sie noch

sen“. Trost lässt wieder atmen, wenn uns

fünf Minuten“, sagte die Sechsjährige,

vieles die Kehle abschnürt und wir um

„dann sehen Sie, wie Gott aussieht.“ Und

Atem ringen. Vieles kennen wir, was das

Lisa malt weiter.

Leben schwer, eng und trostlos macht. Die ungewisse Zukunft, die Frage, wie

Ich möchte gerne wissen, wie das Bild

es weitergehen soll. Der fehlende Über-

von Gott aussah, das Lisa malte. Es

blick und Durchblick. Die verheerenden

stimmt schon: Keiner weiß, wie Gott

Katastrophen im Kleinen wie im Gro-

aussieht. Und doch hat jeder eine Vor-

ßen. Die mangelnden Perspektiven.

stellung von ihm! Die Aussage Gottes

Hoffnungslosigkeit. Wie tröstlich, wenn

im Propheten Jesaja „Ich will euch trös-

Gott uns in seinem mütterlichen Trost

ten, wie einen seine Mutter tröstet …“

wieder neue Luft zum Atmen schenkt.

fordert uns geradezu auf, sich Gott vor-

Zum Durchatmen. Zum Aufatmen. 9


Luft holen beinhaltet auch, zur Ruhe zu kommen, abzuschalten, loszulassen. Zu mir selbst finden und innerlich auf einen hohen Felsen steigen: das weite Land sehen, Perspektive gewinnen, Übersicht haben, einen festen Standort. Und so getrost und ermutigt weitergehen! Die Zuwendung der tröstenden Mutter ist ein Leben lang da. Ihre Bereitschaft zu trösten ist durch nichts zu verhindern oder zu zerstören. Die Mutter liebt ihr Kind. Und ehrlich gesagt, das Kind liebt ein Leben lang seine Mutter, auch wenn es zu Zerwürfnissen kommt. Gott, der wie eine Mutter tröstet, steht mit offenen Armen und wartet, wen er trösten darf. Seine Liebe zu uns ist grenzenlos und bedingungslos. Es liegt eine ungeheure Spannung über unserem Leben: Wir dürfen gespannt sein, was sich durch den Trost Gottes in unserem Leben verändert! Heiko Bräuning

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Getrost überrascht Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet. JesaJa 66,13

Ein kleiner Junge, ungefähr acht Jahre

schnürt die restlichen Socken und gibt

alt, steht barfüßig auf dem Gehweg vor

sie ihm. Sie streichelt seinen Kopf und

einem Schuhgeschäft. Er späht durch

sagt: „Da, Kleiner, fühlst du dich jetzt

das Schaufenster und zittert vor Kälte.

besser?“ Als sie sich zum Gehen wendet,

Eine Dame nähert sich dem Jungen und

ergreift der erstaunte Junge ihre Hand,

sagt: „Mein Kleiner, warum schaust du

schaut sie mit Tränen in den Augen an

so ernst in das Schaufenster?“

und fragt ernsthaft: „Bist du Gottes Frau?“

„Ich habe Gott gebeten, mir ein Paar Schuhe zu geben“, antwortet der Junge. Die Dame nimmt ihn an der Hand, geht in den Laden und bittet den Angestell-

Die Welt ist voll von solchen Frauen

ten, dem Jungen sechs Paar Socken zu

und Männern Gottes. Was für ein Trost!

bringen. Dann bittet sie noch um eine

Überall können sie uns unverhofft, wie

Schüssel Wasser und ein Handtuch. Er

aus heiterem Himmel, begegnen. Immer

bringt alles schnell herbei. Sie führt den

mit der Frage auf dem Herzen und den

Kleinen zum hinteren Teil des Ladens,

Lippen: „Warum schaust du so ernst?“

zieht ihre Handschuhe aus, kniet nieder,

– „Was kann ich dir Gutes tun?“ – „Was

wäscht seine kleinen Füße und trock-

fehlt dir?“

net sie mit einem Handtuch ab. Nach-

Auf diese Weise ist das Reich Gottes

dem sie dem Jungen Socken angezogen

schon lange und schon groß unter uns

hat, kauft sie ihm ein Paar Schuhe, ver-

gewachsen! Tröstlich, und gut zu wissen! 13


Getrost Abschied nehmen Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. Jeremia 31,3

Eine Frau mit Krebs lag im Sterben. Ein

„Natürlich würde ich das!“, rief die

Priester wurde gerufen. Er versuchte,

Frau. „Ich würde alles für sie tun! War-

sie zu trösten, aber ohne Erfolg. „Ich

um stellen Sie so eine Frage?“

bin verloren!“, sagte sie. „Ich hab mein

„Weil ich wollte, dass Sie wissen“,

Leben ruiniert und das Leben aller um

sagte der Priester, „dass Gott so ein Foto

mich herum. Es gibt für mich keine

von Ihnen auf seiner Kommode hat.“

Hoffnung.“ Der Priester sah einen Bilderrahmen mit dem Foto eines hübschen Mädchens

Und wenn Sie nichts mehr glauben kön-

auf der Kommode stehen. „Wer ist das?“,

nen. Wenn keine Hoffnung mehr da ist.

fragte er.

Dann vertrauen Sie darauf: Gott hat Sie

Der Ausdruck im Gesicht der Frau

persönlich vor Augen. Er hat ein Bild

hellte sich auf. „Das ist meine Tochter,

von Ihnen im Herzen! Und ihm entgeht

das einzig Schöne in meinem Leben!“

nichts! „Siehe, in meine Hände habe ich dich gezeichnet“, lässt der Prophet Jesaja

„Und würden Sie ihr helfen, wenn

für Sie persönlich ausrichten!

sie Ärger hätte oder wenn sie einen

Gutes und Barmherzigkeit werden

Fehler gemacht hätte? Würden Sie ihr

mir folgen mein Leben lang.

vergeben? Würden Sie sie immer noch lieben?“

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