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Claudia Filker, Pfarrerin im Ehrenamt, Referentin, Autorin, Kommunikationstrainerin für Paare (EPL/KEK).

mediaKern Nr. 5.121.606

Claudia Filker Bis dass der Claudia Filker · Bis dass der Trott uns scheidet?

Die Statistik scheint den Eheskeptikern recht zu geben: Er geht, sie geht – es geht nicht mehr. Trennungen sind an der Tagesordnung. Miteinander durchs Leben zu gehen scheint nur ein schöner Traum zu sein. Ist nicht in vielen Ehen der Trott eingezogen? Und doch wünschen sich Menschen nichts mehr, als mit einem Lebenspartner in Treue verbunden zu sein, lebenslange Liebe zu erleben. Claudia Filker ist von der Ehe überzeugt. Ein guter Ort, an dem eine Liebe ein Leben lang reifen kann. Es gibt zwar nicht das eine gute Rezept für gelingende Ehen, aber sie gibt praktische Überlebenstipps für Partnerschaften. Liebe ohne Verfallsdatum ist nicht nur ein schöner Traum.

Trott ? uns scheidet

Überlebenstipps für Partnerschaften


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Claudia Filker 路 Bis dass der Trott uns scheidet?


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Claudia Filker

Bis dass der Trott uns scheidet? Überlebenstipps für Partnerschaften


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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

ISBN 978-3-8429-1606-7 Bestell-Nr. 5.121.606 Überarbeitete Neuausgabe © 2013 mediaKern GmbH, 46485 Wesel Umschlagbilder: © Fotolia (Spirale: yvart; Foto: Petair) Umschlaggestaltung, Layout, Satz: Ch. Karádi Lektorat: Dr. Ulrich Parlow Gesamtherstellung: Drukarnia Dimograf, Bielsko-Biała, Polen Printed in the EU 2013 www.media-kern.de


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Inhalt Kommt es Ihnen bekannt vor …

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Das verlorene Paradies der Liebe

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I. Die (romantische) Liebe ist kein tragendes Gerüst – eine überraschende Einsicht

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1. »Du bist nicht mehr mein Prinz«: Ich bin ich und für mich selbst verantwortlich

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2. Du bist du: Der vertraute Fremde an meiner Seite

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3. Die Liebe braucht ein Dach über dem Kopf

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II. Liebe ohne Verfallsdatum – nur ein schöner Traum?

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1. Ein Hoch auf den Alltag

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2. Sex und Treue – ein Bund fürs Leben

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3. Stopp dem Trott – Alarmsignale

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4. Ich rede mit dir! – Von der Notwendigkeit der Worte

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5. Feste Zeiten für die Festzeiten

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Kommt es Ihnen bekannt vor ... »Du, Thomas, wie findest du denn …«, schon drei Mal haben Sie versucht, das Ohr Ihres Mannes zu erreichen. Aber dies und noch viel mehr ist versteckt hinter der groß aufgeblätterten Zeitung. Blind greift Ihr Mann nach seiner dampfenden Kaffeetasse, die er sicher zum Mund führt, der sich nur zum Schlürfen des heißen Kaffees und immer noch nicht zu einer Antwort öffnet. »Du, Thomas …«, zaghaft, schmollend, wütend, resigniert oder fordernd kommen Ihre Worte. Szenen einer Ehe. Ist das Trott? Oder ein laufendes Fernsehgerät, davor ein Tisch, gedeckt mit einer Chipsschale, ein Sofa, belegt mit einer Frau in ausgebeulter Jogginghose, auf ihrer Brust ein Strickzeug. Sie schläft. Schade, wenn Sie sich gerade den Frust aus dem Büro von der Seele reden wollen. Oder können Sie auch aus dem Stand die zehn Sätze aufsagen, die Sie und Ihr Ehepartner heute Abend miteinander sprechen werden? Weil ja aller Wahrscheinlichkeit nach nichts Neues kommen wird? Ist das Trott?

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Kennen Sie den? Ein Ehepaar schaut seit dreißig Ehejahren abends fern. Eines Tages sagt der Mann zu seiner Frau: »Du, lass uns heute Abend mal etwas ganz Aufregendes machen.« – »Oh ja!«, freut sich die Frau und vor ihrem inneren Auge erscheinen die Umrisse einer aufregenden Nacht. Der Mann: »Lass uns mal die Sessel tauschen.« Nicht wahr, da bleibt einem der Lacher im Hals stecken? So weit soll es doch bitte nicht kommen! Darum lohnt sich immer wieder der liebevoll kritische Blick auf die eigene Beziehung. Der Ehe-Trott hat viele Gesichter: die Sprachlosigkeit zwischen Mann und Frau, das immer gleiche Strickmuster im Bett, die Streitereien und Nörgeleien, die nicht enden wollen, eigentlich redet man nur noch über die Kinder … Auf den kommenden Seiten wird die Rede sein von den guten Gewohnheiten des Alltags, den Heimatgefühlen der Seele, die wir brauchen. Alltag ist eben nicht gleichbedeutend mit Trott. Aber es wird auch um die Ehepaare gehen, die auf weiten Strecken nur noch nebeneinanderher trotten, sich aus dem Blick verloren haben. Es gibt zu viele Ehebeziehungen, die sind äußerlich noch am Leben und doch in einem chronisch kranken Zustand. 8


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Was würden Sie auf die Frage antworten: »Freuen Sie sich von ganzem Herzen darüber, dass Sie mit Ihrem Partner verbunden sind?«? Es ist eine Schlüsselfrage. Immer mehr Menschen sind sich ihrer Antwort unsicher: »Die Luft scheint raus« – und sie ziehen daraus die scheinbar logische Konsequenz und »beenden eine Beziehung«. Das klingt harmlos. Ist es aber nicht. Hinter den meisten Scheidungen stehen unendliche Tragödien. Tränen, Wut, Enttäuschungen, Schmerz. Scheidungskinder tragen ihre Last. Ohne Frage gibt es notwendige Scheidungen – physische und psychische Gewalt, Süchte, psychische Erkrankungen machen eine Trennung oft unausweichlich. Aber sehr viele Trennungen sind oft nicht die bessere Alternative zu dem ernsthaften Versuch, eine Beziehung zu retten. Aber vielleicht sind Sie in Ihrer Ehe noch weit davon entfernt, diesen Schritt einer Trennung gehen zu wollen. Und doch haben Sie oft das mulmige Gefühl: »Es stimmt etwas nicht.« Oder: »Irgendwie läuft etwas schief.« Schlucken Sie Ihr Unbehagen nicht hinunter! Ich möchte Ihnen Mut machen, die guten Möglichkeiten Ihrer Ehe auszuschöpfen. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Ehe die beste Form ist, in der Mann und Frau miteinander leben und viel Gutes er-

Ehe-Trott hat viele Gesichter.

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leben können. Der Theologe Dietrich Bonhoeffer bringt es auf den Punkt: »Nicht die Liebe trägt die Ehe, sondern die Ehe trägt die Liebe.« Ich möchte Sie einladen, darüber nachzudenken, welchen falschen Vorstellungen und Ansprüchen an eine Ehe Sie möglicherweise »aufsitzen«. Aber auch, welche ungeahnten Ressourcen in den meisten Beziehungen (noch) stecken. Konkrete Tipps und Fragen zur Selbstprüfung am Ende der einzelnen Kapitel sollen Hilfen für Ihr Ehegespräch zu Hause sein. Antworten auf diese Fragen können nur Sie selber geben. Das hat seinen guten Grund: Es gibt kein Geheimrezept und keine Medizin, die man nur schlucken müsste, und schon gelingt oder erneuert sich eine Beziehung. Und das ist die wirklich gute Nachricht: Sie werden viele praktische Anregungen bekommen, wie Sie Veränderungen bewirken können. Es gibt sie wirklich, die erprobten Ratschläge und nützlichen Hinweise, um immer wieder eine lebenslange Beziehung zu beleben. Als mein Mann Hans-Georg und ich vor 36 Jahren heirateten, wählten wir einen Satz aus dem Philipperbrief (1,6) für unseren Traugottesdienst: »Paulus schreibt: Und ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.« Der Apostel Paulus hat an seine Gemeinde in Philippi und nicht an das junge verliebte 10


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