E s t he r B a um a nn
diener
aus einer anderen Welt!
J . H e y w o od Hor sb u r g h
Weshalb ärgern wir uns?
KINGDOM
IMP IM PACT
Impressum © 2015 Kingdom Impact Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. 1. Auflage 2015 Covergestaltung: Designbüro Oetjen, Lemgo Druck: CPI books GmbH - 25917 Leck Alle Bibelzitate wurden, sofern nicht anders angegeben, der Revidierten Elberfelder Übersetzung entnommen. © 1985/1991/2008 SCM R. Brockhaus im SCM-Verlag, Witten Bibelzitate aus der Lutherbibel, revidierte Fassung von 1984, © 1984 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Bibelzitate aus der Gute Nachricht Bibel © 1997 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Mit * gekennzeichnete Bibelstellen sind umformuliert worden. Verlag & Vertrieb: Monika Flach / Kingdom Impact Hauptniederlassung Konstanz www.kingdomimpact.org Versand Deutschland: shopdeutschland@kingdomimpact.org Versand Schweiz: shopschweiz@kingdomimpact.org ISBN: 978-3-938050-13-2
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
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1 - Davon träumen wir! – James Heywood Horsburgh & ich
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2 - Weshalb ärgern wir uns?
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(James Heywood Horsburgh)
3 - Diener aus einer anderen Welt!
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Eine neue Art Mensch Aus einer anderen Welt
4 - Geheimnisse des Dienens
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1. Geheimnis - Dienen ist keine Durchgangsstation
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2. Geheimnis - Wir dienen Gott, nicht Menschen
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3. Geheimnis - Nie mehr allein!
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4. Geheimnis - Alles gehört uns!
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5. Geheimnis - Freiheit von ungesundem Realismus
67
6. Geheimnis - Der Reichtum der Liebe
76
7. Geheimnis - Mit ganzem Herzen
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5 - Diener und Krieger
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Bereit zum Kampf?
103
Berufen zum Kampf! – Kämpfen ist unser Dienst
106
Keine Einzelkämpfer
107
Mit Handtuch und Schwert
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Nachwort
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Anmerkungen
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Vorwort Das Königreich Gottes birgt unvorstellbare Schätze!, Glücklicherweise müssen wir uns keinen von ihnen erarbeiten, sondern stattdessen entdecken, was Jesus uns erkauft hat. Er möchte, dass wir „die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind.“ (1 Kor 2,12) Einer dieser Schätze ist für mich, dass wir Jesu Angebot entdecken, IN IHM Diener aus einer anderen Welt zu werden. Das ist wahrlich ein Wunder! Keiner von uns kam als Diener zur Welt. Wir waren verloren in uns selbst und unseren eigenen Bedürfnissen, verstrickt in das System dieser Welt, in Konkurrenzspielchen und Profilierungssucht - immer auf der Suche nach Anerkennung und Macht, Liebe und Leben. Genau deswegen ist Jesus gekommen und bietet uns einen ganz anderen Weg an: „Darum rief Jesus alle zwölf zu sich her und sagte: »Ihr wisst: Die Herrscher der Völker, die Großen in der Welt, unterdrücken ihre Leute und lassen sie ihre Macht spüren. Bei euch muss es anders sein! Wer unter euch groß sein will, soll euer Diener sein, und wer an erster Stelle stehen will, soll euch Sklavendienste leisten. Auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben als Lösegeld für alle Menschen hinzugeben.«“ (Mt 20,25-28 GNB) Ich kenne Esther nun schon seit 15 Jahren, ich habe sie im Arbeits-, Team- und WG-Alltag erlebt und kann nur sagen, dass sie diesen Schatz des Dienerseins zutiefst entdeckt hat und auslebt. An ihr kann 5
man sehen, dass „Diener zu sein“ eine hohe und herrliche Berufung ist, die Kreativität, Leben und Freude freisetzt – ja, dass es Spaß macht, Diener zu sein! Wir beten, dass dieses Buch etwas von dem Geheimnis, der Schönheit und der unbändigen Kraft von Dienerschaft in unserer heutigen Generation freisetzt, denn das ist Gottes Geschenk an diese Welt, die sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes wartet: Söhne Gottes, die vom Himmel gesandt sind, die um ihre Identität in Christus wissen und darin fest verwurzelt sind. Weil sie ihren königlichen Stand im Himmel kennen, können sie hier auf Erden Diener sein. Monika Flach Kingdom Impact
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1 Davon träumen wir! – James Heywood Horsburgh und ich Vor gut einem Jahr war es, dass ich Reverend Horsburgh zum ersten Mal traf. Unsere historische Begegnung fand an einem Altpapiercontainer in Bielefeld statt. Meine Mutter und ich waren gerade dabei, das Auto von Unmengen an Papieren, Kartons und Zetteln zu befreien, als mein Blick unverhofft auf ein kleines, vergilbtes Büchlein fiel. In schlichten und doch eindrücklichen Worten stand dort die Frage: „Weshalb ärgern wir uns?“ Als ich das Heft in den Untiefen des Containers verschwinden sah, griff ich in Sekundenschnelle zu und fischte es wieder heraus. Dieser Titel interessierte mich! Worüber würde der Autor J. Heywood Horsburgh wohl schreiben?Was würde ich schreiben, wenn es um die Frage ginge: „Weshalb ärgern wir uns?“ Worüber würden Sie, würdest du, lieber Leser, schreiben?1 Ich jedenfalls war nicht im Entferntesten darauf gekommen, dass sich hinter diesem Titel eines meiner Lieblingsthemen verbergen würde: unsere Berufung, Diener zu sein. So habe ich das Büchlein mit wachsender Begeisterung gelesen – nicht nur einmal, sondern viele Male in diesem Jahr. Ich habe es im Urlaub dabei gehabt und auf Einsätzen, ich habe es für mich selbst gelesen und daraus vorgelesen, ich habe davon erzählt und darüber gepredigt. 7
Es hat mich überführt und zum Lachen gebracht, meine Berufung geschärft und mein Herz ergriffen. Der Reverend und ich haben dieselbe Vision: Wir träumen davon, dass Männer und Frauen Gottes, Kinder und Erwachsene ihre göttliche Berufung als Diener entdecken und sie mit Freude und voller Glauben ausleben – im Sichtbaren und im Unsichtbaren. Wenn das geschieht, werden der Triumph und die Kraft Jesu auf dieser Erde sichtbar. Wenn ein Mensch mit fröhlichem Herzen, aus purer Liebe, ohne Eigennutz und Berechnung dienen kann, dann hat Gott ein Wunder getan. Das ist nicht menschlich, sondern göttlich! Typisch menschlich ist nur der Ärger, den wir alle kennen, wenn uns nicht gedient wird. Wir geben es ungern zu, doch im Grunde gehen wir alle in einem gewissen Maß davon aus, dass sich die Welt um uns drehen müsste, dass Menschen und Situationen unsere Bedürfnisse erfüllen sollten. Selbst wenn unsere Ansprüche nicht sonderlich groß erscheinen, haben wir doch sehr konkrete Vorstellungen davon, was uns zusteht: Ein bisschen mehr Aufmerksamkeit, mehr Lob und Wertschätzung, mehr Ruhe, mehr Freundlichkeit, ein erholsamer Urlaub, ein wenig mehr Verständnis und Unterstützung – und überhaupt! Bekommen wir das nicht, dann sind wir verärgert. Kurz nachdem ich das gefundene Buch zum ersten Mal gelesen hatte, war ich an einem Tag schon früh am Morgen mürrisch und verstimmt. Es war an einem Feiertag, auf den ich mich eigentlich sehr gefreut hatte. Der Grund für meinen Ärger? All die anderen lieben Leute, mit denen ich gemeinsam feiern wollte, und die sich nun so viel weniger um die damit verbundene Arbeit kümmerten, als ich erwartet hatte. Das war doch nicht so gedacht, dass alles an mir hängen bleiben würde, schließlich wollte auch ich einen entspannten Tag erleben. Dachte denn niemand an mich? In diesem Moment erinnerte mich Gott an das, was ich wenige Tage zuvor gelesen hatte, und sagte: „Esther, wenn du darauf schaust und 8
beobachtest, ob die anderen dir heute dienen oder nicht, dann wirst du dich den ganzen Tag noch ärgern können. Aber weißt du was? Ich bin da und hab‘ dich total lieb! Ich habe alle Liebe, Freundlichkeit, Wertschätzung und Versorgung für dich, die du heute brauchst und begehrst. Schau nicht auf die sichtbare Welt, sondern schau auf mein unsichtbares Königreich. Lebe heute aus den Ressourcen des Himmels, Esther, dann bist du reich und kannst als Dienerin in den Tag gehen und dabei total glücklich sein. Na, wie wäre das?“ Diese Perspektive änderte die Situation gewaltig – voller Erwartungnahm ich die angebotene Güte und Nähe Gottes an und positionierte mich an diesem Morgen bewusst als Dienerin. Augenblicklich war dem Ärger jede Grundlage entzogen. Ich brauchte mich nicht einmal mehr bemühen, mich nicht zu ärgern, und habe stattdessen den Tag in vollen Zügen genossen. Was für ein eindrückliches Erlebnis! Mittlerweile habe ich in zahlreichen Situationen mit Staunen festgestellt, dass die Ursache meines Ärgers ausgesprochen häufig die ist, dass ich nicht als Dienerin komme, sondern um mir dienen zu lassen. Diesen Zusammenhang zwischen unserem Ärger und der Erwartung, dass uns das Leben und andere Menschen dienen sollten, zeigt James Heywood Horsburgh wunderbar auf, und deshalb werde ich ihn gleich als erstes zu Wort kommen lassen. Seine zeitlosen Beispiele bringen auf treffende und direkte Weise nicht nur unseren Ärger ans Licht, sondern auch Stolz, Selbstsucht, Neid, Eigenwilligkeit und mangelnde Liebe. Ich bin sicher, dass jeder von uns an dem einen oder anderen Punkt überführt sein wird. Aber Achtung: Ziel dieser Überführung ist nicht, uns in Verzweiflung oder Entrüstung über unser enges menschliches Herz zu führen und zu einem gutgemeinten Aktivismus aufzurufen, nach dem Motto „jeden Tag eine gute Tat“. Nein, dadurch werden wir niemals zu Dienern Gottes werden. Keine Erkenntnisse, Willenskraft oder noch so guten Vorsätze werden die Art Diener hervorbringen können, von denen ich träume.
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Die Diener, die ich vor Augen habe, kommen aus einer anderen Welt. Es sind Menschen, die auf dieser Erde leben, und die auf den ersten Blick völlig normal aussehen. Aber das sind sie nicht. Es sind Söhne und Töchter Gottes. Christus lebt in ihnen – und sie in ihm. Ihre Heimat ist das Himmelreich, ihre Ressourcen sind unbegrenzt. Ihre Identität als Diener stützt sich nicht auf das, was sie tun, sondern auf das, was Gott getan hat. Seine Taten haben ihr Leben verwandelt. Sein Königreich hat ihr Weltbild auf den Kopf gestellt. Dadurch, und zwar nur dadurch, ist es ihnen möglich zu dienen. Auf dieses Leben aus der unsichtbaren Welt und die Geheimnisse des Dienens werde ich im zweiten Teil des Buches näher eingehen. Ich bete, dass viele tausende und abertausende Christen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz von dieser Berufung neu ergriffen werden. Ich träume von einem Heer von Dienern aus einer anderen Welt. Ich träume davon, dass unsere Geschwister, unsere Nachbarn und Freunde, unsere Städte und Nationen von selbstloser Liebe und fröhlicher Hingabe überrascht werden. Ich träume davon, dass unser Licht hell leuchtet vor den Menschen, dass sie unsere guten Werke sehen und unseren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen (Mt 5,16). Ja, ich liebe diese Berufung! Ich liebe es, Dienerin zu sein und andere Diener zu erleben. Gottes Diener sind wunderschön!
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Reverend J. Heywood Horsburgh, M.A. in Reisekleidung, 1899
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Esther Baumann in Alltagskleidung, 2015