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Doron Schneider

Copyright © 2025 – Doron Schneider Alle Rechte vorbehalten.

Pferdemarkt 1

D – 31737 Rinteln

Fon (05751) 7019 229 info@king2come.de

1. Auflage, Januar 2025

ISBN 978-3-98602-079-8

Druck und Bindung: GGP Media GmbH, Pößneck

Die Bibelzitate sind in der Regel der Revidierten Elberfelder Bibel, R. Brockhaus Verlag Wuppertal, entnommen.

Folgende weiteren Bibelübersetzungen kamen zum Einsatz (im Text jeweils mit den Kürzeln in den Klammern gekennzeichnet):

• Hoffnung für alle® (HfA): © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc.®, Brunnen Verlag, Basel, Gießen.

• Luther Bibel, 2017 (LU): Die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers, revidierte Fassung, © Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 2016.

• Schlachter 2000 (SLT): © 2000 Genfer Bibelgesellschaft

• Neues Leben. Die Bibel (NLB) © der deutschen Ausgabe 2002, 2006, 2024 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen

Unser Buchprogramm finden Sie auch im Internet unter: www.king2come.de

11 Warum wird Israel der Apartheid und des Genozids beschuldigt?

15 Modernes Volk mit biblischen Wurzeln 99

16 Nach Israel einwandern – mit Mercedes, leerer Geldbörse und Glauben 109

17 Basis der christlichen Unterstützung für Israel 113

18 Jesus kehrt erst nach der Wiederherstellung Israels zurück 135

19 Isaac Newtons Vision über den Holocaust und die Rückkehr nach Israel 139

20 Die Gefahr der schweigenden Mehrheit 145

21 Heilige Nacht – geheime Nacht 165

22 Im Gefängnis mit dem „Grünen Prinzen“ 177

23 1.400 Jahre Islam in aller Kürze 185

24 Juden und Araber – ein Familienkonflikt 197

25 Jüdische Feiertage verraten die Wiederkunft Jesu 213

26 Kann eine Nation an einem Tag entstehen? 227

27 Bist du bereit, mit Sklaven in die Wüste zu ziehen? 231

28 Wiedervereinigung der Kirche mit Israel 239

29 Eine streng geheime Aktion 253

30 Wo befindet sich das Tor zur Unterwelt? 259

31 Von Ärzten übersehen, doch von Gott berufen 271

32 Liebe durchbricht 2000 Jahre der Feindseligkeit 277

33 Wird es einen dritten Tempel geben? 283 Über den Autor 303

Referenzen

„Doron Schneider ist ein Mann, der eine scharfe Klinge führt. Er schafft es, die Geschichte, Gegenwart und Zukunft aus dem Wort Gottes so zu bergen, dass die Schätze von Gottes Wegen mit Israel für jedermann, der wirklich nach Wahrheit und Gott sucht, sichtbar werden.”

Der Männer-Coach

„Doron Schneider beleuchtet Israel und das Volk der Juden objektiv und von biblischer Sicht.”

EDWIN JUNG, Theologe und Präses der FCGÖ

„Ich habe unzählige Bücher über Israel gelesen, die den Heilsplan Gottes und die Rolle des jüdischen Volkes beleuchten. Im Gegensatz zu den meisten, die wie Außenstehende über ein Fußballspiel berichten, ist Doron mittendrin und aktiv auf dem Spielfeld dabei.”

MANFRED SCHWARZKOPF, Gemeindeleiter und Pastor C3-Church

„Er schenkt Einsicht in die aktuelle Lage Israels aus biblischer Perspektive und betont gleichzeitig Gottes Liebe für Juden und Araber.”

ANDY COX, Gemeindeleiter und Pastor CZD

„Doron vermittelt kompetent die Zusammenhänge um Israel und klärt über Wahrheit und Lüge auf, indem er uns die Augen für die aktuelle Lage in Israel öffnet.“

WOLFGANG WANGLER, Pastor im Ruhestand

„Doron Schneider ist ein geschätzter Redner, dessen informative und biblisch fundierte Vorträge inspirieren und ermutigen uns, auch die arabischen Völker durch die Augen Gottes zu sehen.“

KLAUS-PETER FOSSHAG, Leitender Pastor von JMS Altensteig

„Was Doron Schneider auszeichnet, ist seine authentische, leidenschaftliche und offene Art. Er spricht nicht nur darüber, was er gelesen und erkannt hat, sondern was er erlebt und durchlebt hat. Vor allem auch unter jungen Leuten kommt seine ehrliche, erfrischende Art sehr gut an.”

„Seine Berichte aus Israel sind unabhängig, tiefgründig und höchst professionell.”

Einführung

Für viele Christen scheint das heutige Israel nicht das biblischprophetische Israel zu sein, sondern ein gewöhnlicher, politischer Staat. Die oft einseitige und voreingenommene Berichterstattung in den Medien hat Israels Image stark getrübt. So haben selbst Christen Schwierigkeiten zu glauben, Gott werde Seinen Heilsplan mit einem Volk verwirklichen, das laut Nachrichtenberichten Menschenrechte missachtet, fremdes Land besetzt und einen Völkermord begeht.

In der heutigen Welt, in der Medien unsere Sichtweisen prägen und die öffentliche Meinung in allen Bereichen beeinflussen, ist es entscheidend, dass wir unsere Informationen aus unvoreingenommenen Quellen und der Bibel beziehen, um die Wahrheit zu erkennen.

Gott gab mir diesen Auftrag

Als Kind war ich unglaublich schüchtern und konnte kaum vor anderen sprechen. In der Schule blieb ich meist still. Und als Gott mir meinen Auftrag anvertraute, fühlte ich mich wohl wie Mose damals, der anfangs zögerte, weil er stotterte. Ich fragte Gott, wie Er sich diesen Auftrag mit meiner Schüchternheit vorstellte. Er schickte mir zwar keinen Aaron, aber Er befreite mich von meiner lähmenden Angst.

Auf dem Weg zu meiner ersten Vortragsreise nach Deutschland saß ich mit rasendem Herzklopfen im Flugzeug. Plötzlich erkannte ich, ich hatte mich auf etwas eingelassen, das ich nicht bewältigen konnte. Die Angst wuchs. Fast wollte ich für einen Absturz beten, nur um nicht vor dem auf mich wartenden Publikum sprechen zu müssen. Doch dann dachte ich: „Wie dumm von mir, nicht

stattdessen um Stärke zu bitten, um so diese Angst zu besiegen?” Und genau so kam es. Kurz bevor ich auf die Bühne gerufen wurde, zwickte ich mich selbst, denn ich wollte sichergehen, es wäre kein Traum. Anstatt Nervosität fühlte ich eine erstaunliche Ruhe, obwohl mein Auftritt unmittelbar bevorstand. Als ich schließlich auf der Bühne stand, erlebte ich die befreiende Gewissheit, dass Gott mich geheilt hatte und ich mit Leichtigkeit vor einem großen Publikum sprechen konnte. Ein Wunder! Wenn Gott dich zu einer Aufgabe beruft, stattet Er dich mit allem aus, was du brauchst. Mose erhielt Aaron als Unterstützung und für mich war es die Überwindung meiner Angst.

Diese Berufung ist alles andere als einfach. Jeden Monat bedeutet es, meine Familie für eine Woche zu verlassen, unzählige Flüge zu absolvieren und täglich in einem neuen Hotel zu übernachten. Da ich als Geschäftsmann tätig bin und nicht von den Vortragsreisen lebe, fehlt mir dadurch auch wertvolle Zeit zur Sicherung meines monatlichen Einkommens. Zusätzlich sehe ich mich mit einer Flut von Kritik, Angriffen und Verleumdungen von jenen konfrontiert, die meine Ansichten zu Israel nicht teilen. Um dieser Herausforderung standzuhalten, ist ein unerschütterlicher Glaube an meine göttliche Berufung unerlässlich – ohne diese Überzeugung hätte ich längst aufgegeben.

Jedes Mal, wenn ich in Versuchung gerate, diesen Auftrag aufzugeben, zeigt Gott mir auf beeindruckende Weise die

Doron Schneider predigt beim ICF Zürich

unleugbare Bedeutung dieser Mission und inspiriert mich mit neuer Energie und Entschlossenheit.

Israel ist ein wesentlicher Bestandteil des christlichen Glaubens, doch ist auch die Bewahrung eines ausgewogenen Verhältnisses wichtig. Einige Menschen tendieren dazu, ihre Zuneigung zu Israel so stark zu betonen, dass Jesus in den Hintergrund rückt. Dies kann andere Christen zögern lassen, sich mit Israel zu identifizieren. Einige Pastoren haben mir von ihrem anfänglichen Schwanken erzählt, Vorträge über Israel in ihren Gemeinden zuzulassen. Dies geschah nicht aus Ablehnung, sondern aus Sorge, ihre Mitglieder könnten zu übermäßigen Israel-Enthusiasten werden.

In unserem christlichen Leben sollte nichts wichtiger sein als Jesus. Ob es nun um die Geistesgaben, die Zungenrede, die Taufe, die christlichen Traditionen oder unsere Liebe zu Israel geht –nimmt etwas anderes als Jesus den Mittelpunkt ein, gerät unser Glaube aus dem Gleichgewicht. Jesus muss stets im Zentrum stehen, so wie der leuchtende Stern oben an der Spitze eines Weihnachtsbaums. Wir können den Baum mit allem schmücken, was uns wichtig ist. Jeder kann seine Schwerpunkte in verschiedenen Ebenen an den Baum hängen, solange Jesus als zentrale Strahlkraft oben an der Spitze bleibt. Unsere Liebe zu Israel ist groß, weil Gott Israel liebt, doch Jesus Christus bleibt der Kern unseres Glaubens.

Unter Christen gibt es zahlreiche Missverständnisse über Israel. Ein häufiger Irrtum ist, dass Christen Israel als ihren großen Bruder betrachten. Das ist zwar zutreffend, bedeutet jedoch nicht, Gott würde die messianischen Juden bevorzugen. Bei Gott gibt es keine Privilegien: Im Himmel werden gläubige Juden nicht in der ersten Reihe sitzen, während Nichtjuden hinten Platz nehmen. Paulus beschreibt die Juden als die Wurzel und die Christen aus den Nationen als die eingepfropften Zweige. Gott sieht beide als eine Einheit, ein auserwähltes Volk, als einen majestätischen Ölbaum.

Bereits in der Schöpfungsgeschichte hat Gott die Einheit von Israel und der Gemeinde vorhergesagt. Betrachten wir diese Geschichte aus einer neuen Perspektive, offenbart sich ein faszinierendes Bild dessen, was Gott heute und in Zukunft mit Israel und der Gemeinde plant.

In 1. Mose 2:18 (SLT) heißt es:

Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die ihm entspricht!

Gott ließ Adam in einen tiefen Schlaf fallen, nahm eine seiner Rippen und formte daraus Eva. Ebenso hat Gott das Volk Israel in einen tiefen Schlaf versetzt.

Verstockung ist einem Teil Israels widerfahren, bis die volle Zahl der Heiden hinzugekommen ist.

Römer 11:25 (LU)

Als Adam schlief, formte Gott Eva; ebenso formt Gott heute Seine Gemeinde, während Israel noch in dieser Blindheit für seinen Messias Jesus verharrt.

So wie Gott Adam erst aus seinem tiefen Schlaf erweckte, nachdem Eva vollendet war, wird Er auch die Augen Seines Volkes für ihren Messias Jesus erst dann öffnen, wenn die Vollzahl der Heiden erreicht ist und die Gemeinde vollständig geformt ist –keinen Moment früher. Als Adam schließlich Eva erblickte, erkannte er plötzlich ihre Zusammengehörigkeit:

Diese endlich ist Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch … 1. Mose 2:23

Diese Einheit werden auch Juden und Christen bald erkennen. Was der Teufel einst trennte, vereint Gott in unserer Zeit aufs Neue. Seit der Gründung des Staates Israel entdecken immer mehr Christen ihre tiefen Wurzeln im Volk Israel. Ebenso erkennen

viele Juden, dass Jesus nicht ihr Feind ist, wie es in den letzten 2.000 Jahren oft dargestellt wurde. Wir leben in wahrhaft prophetischen Zeiten.

Kritik an Israel ist erlaubt

Kritik an der Politik Israels ist erlaubt, doch sie sollte niemals die geistliche Verbindung trüben. Wenn deine Kritik dich vom Gebet oder Segen für Israel abhält, dann ist sie nicht mehr konstruktiv, sondern wird zur Ablehnung. Deine Liebe zu Israel sollte von einem biblischen Verständnis und Vertrauen auf Gott geprägt sein. Denn Er wird Seinen Heilsplan mit Israel als Seinem auserwählten Werkzeug Seiner Verheißung entsprechend zum Ziel führen.

Man kann den modernen Staat Israel nicht vom biblischen Israel trennen. Die heutigen Israelis und Juden sind die direkten Erben der biblischen Israeliten, denen die Verheißungen der Propheten zustehen. Diese uralten Prophezeiungen und die Wiederherstellung Israels manifestieren sich heute durch die Handlungen des Staates und Seiner Führung.

Gott hat mir die Mission anvertraut, die Menschen über die göttlichen Wahrheiten Seines Volkes zu informieren, die Erfüllung der biblischen Verheißungen im heutigen Israel zu verkünden und die zum Teil noch verschlafenen Christen in Bezug auf ihre bedeutende Rolle für Israel wachzurütteln. Nur so können die verborgenen Schätze und Segensspuren für sie ans Licht gebracht werden. Dies ist die zentrale Aufgabe meines Dienstes.

Ähnlich wie das Missverständnis, Amerikaner würden nur Junkfood essen und die Schweiz stelle nur Schokolade und Käse her, ist Israel oft nur ein Synonym für Orangen, Konflikte, Terror und Krieg. Doch Israel hat so viel mehr zu bieten – weit mehr, als die Medien uns präsentieren.

Aus diesem kleinen, aber bemerkenswerten Land Israel im Nahen Osten kommen prozentual die meisten Nobelpreisträger

und führenden Wissenschaftler der Welt. Hier wurden bahnbrechende medizinische Technologien entwickelt, ebenso wie lebensrettende Medikamente, die weltweit in Apotheken erhältlich sind. Israel ist auch die Geburtsstätte des ersten Mobiltelefons und des revolutionären USB-Sticks‚ auch disk-on-key genannt. Marken wie Audi, BMW und Tesla setzen auf israelische Technologien, weil israelische Forscher die Welt immer wieder mit innovativen Durchbrüchen verblüffen. Doch was macht die Israelis so besonders? Wie schafft es Israel, all dies zu erreichen, trotz der ständigen Herausforderungen durch Kriege, Terror und internationale Boykotte? Gottes Plan ist, die Welt durch Israel zu segnen, doch die Welt scheint Israel loswerden zu wollen. Und warum ist das so?

Bislang haben wir nur einen kleinen Vorgeschmack auf die positiven Beiträge Israels erhalten – das Beste steht uns noch bevor. Besonders bedeutend ist der geistliche Segen, welchen die Welt erwartet, sobald Israel Jesus als seinen Messias anerkennt. Gott hält Sein Versprechen:

Und ich will segnen, die dich segnen … 1. Mose 12:3

Israel ist ein Meer voller verborgener Schätze, die uns durch alte Vorurteile und einseitige Medienberichte oft entgehen. Ich lade dich herzlich ein, mit mir an Bord zu kommen und gemeinsam auf eine faszinierende Schatzsuche in Israel zu gehen. Lass uns tief eintauchen in das Land und seine Menschen, denn die wahren Schätze sind von der Oberfläche aus nicht sichtbar – sie warten darauf, entdeckt zu werden.

Ich möchte dich als Freund Israels gewinnen, ohne dadurch ein Feind der Araber zu sein. Ein wahrer Freund Israels ist nicht automatisch gegen die Araber, denn Gott hat für alle einen wunderbaren Heilsplan. Also schnapp dir deinen Taucheranzug, lege alle Vorurteile beim Lesen dieses Buches beiseite und tauche mit mir ein in das faszinierende Meer Israels – das Land, das täglich in den Schlagzeilen ist.

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