Skip to main content

454069

Page 1


Gesegnet wie niemals zuvor !

1. Auflage 2026

© 2026 by ICF Media GmbH, Zürich, Schweiz

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über www.dnb.de abrufbar.

Bibliografische Information der Schweizerischen Nationalbibliothek

Die Schweizerische Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Schweizerischen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über www.helveticat.ch abrufbar.

Die Bibelzitate stammen aus folgenden Ausgaben:

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung (LUT), revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Hoffnung für alle (HFA) © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc.

Elberfelder Bibel 2006 (ELB) © 2006 by SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH

Witten/Holzgerlingen

Neue evangelistische Übersetzung (NeÜ) © 2023 by Karl-Heinz Vanheiden (Textstand 2023.01)

Neue Genfer Übersetzung (NGÜ) – Neues Testament und Psalmen © 2011 Genfer Bibelgesellschaft.

Neues Leben. Die Bibel (NLB) © der deutschen Ausgabe 2002 / 2006 / 2017 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Max-Eyth-Str. 41, 71088 Holzgerlingen.

Schlachter (SLT) © 2000 Genfer Bibelgesellschaft.

Zürcher Bibel (ZB) © 2007, 2019 Theologischer Verlag Zürich.

Lektorat: Dave Kull, Mirjam Döhler, Deborah Nafzger

Korrektorat: Janet Scheibenstock-Erhard, Chloé Schmid

Layout, Gestaltung & Satz: Simon Bigger

Foto Umschlag: Cornelia Kindsvater

Mitarbeit: Gloria Kull

Druck: Finidr

Gedruckt in der Tschechischen Republik

ISBN: 9783037500699

ISBN (epub): 9783037500705

Der Erlös dieses Buches geht nicht an uns als Autoren, sondern dient vollumfänglich der Vision von ICF Zürich. Wir wollen sehen, wie Menschen Jesus Christus ähnlicher werden, furchtlos leben und ihr Umfeld positiv verändern.

EEinleitung

Willkommen auf deiner Reise zu göttlicher Freiheit in deinen Finanzen. Du hältst ein Buch in der Hand, das dein Leben verändern kann – nicht weil es spektakuläre Tipps enthält, wie man reich wird, sondern weil es dich näher an Gottes Herz führt. Es ist ein 21-tägiger Weg durch biblische Prinzipien über Finanzen – kombiniert mit Fasten, Gebet und der bewussten Entscheidung: Ich will mich nicht länger vom Geld regieren lassen, sondern in finanzieller Freiheit leben.

Was die menschliche Natur will, bringt den Tod, was aber der Geist will, bringt Leben und Frieden.

Römer 8,6 | NeÜ

DAS THEMA GELD – EIN DAUERBRENNER1

Warum gerade ein Buch über Finanzen, fragst du? Ganz einfach: Weil Geld uns alle betrifft. Schon König Salomo sprach vor Tausenden von Jahren über den richtigen Umgang mit Besitz – und auch Jesus griff das Thema in seinen Predigten immer wieder auf. In fast der Hälfte seiner Gleichnisse geht es um Geld. Das zeigt, wie sehr das Thema schon damals die Menschen bewegte. Finanzen sind ein herausforderndes Thema; für viele sogar das schwierigste überhaupt. Und: Es wird nie alt. Auch wenn sich die Zeiten geändert haben – Stichwort Aktienmärkte, Kreditkarten, Online-Banking – beschäftigen uns noch dieselben Fragen: Was mache ich mit dem, was ich habe?

Wem gehört es eigentlich? Wie beeinflusst mein Umgang mit Besitz mein Leben und meinen Glauben?

Das Thema Geld lässt uns nicht los, weil es so viel über uns aussagt. Mehr als eine Zahl auf dem Konto ist es ein Spiegel unserer Prioritäten, unserer Ängste und unseres Vertrauens. Verbunden damit sind Sorgen, Druck, Vergleichen und unzählige innere Kämpfe. Aber gerade darin liegt eine große Chance: Denn in diesem sensiblen Bereich will Gott Freiheit, Klarheit und Versorgung schenken. Jesus geht es nie ums Geld an sich – sondern um den Platz, den es in unserem Herzen einnimmt.

MEIN WEG – MEIN LERNPROZESS

Ich (Leo) bin in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen. Wir hatten nicht viel, aber meine Eltern haben mir beigebracht, kreativ

zu sein, um über die Runden zu kommen – sei es durch das Austragen von Zeitungen oder das Züchten von Kaninchen. Mit 18 Jahren kam ich zum Glauben an Jesus, und als ich anfing, die Bibel zu lesen, wurde mir schnell klar, dass Gott über Geld ganz anders denkt als die Welt. Ich lernte viel über den Zehnten, das Prinzip der Erstlingsfrucht und auch über extravagantes Geben. Das hat mich anfangs aus meiner Komfortzone herausgerissen und mich in meinem Denken herausgefordert. Doch ich habe den Schritt gewagt, Gottes Prinzipien auch für meinen Umgang mit Finanzen anzunehmen – und das hat wirklich alles auf den Kopf gestellt. Mein Fazit: Man kann

Gott nie übertreffen, wenn es ums Geben geht. Er ist allezeit der großzügigste Geber.

„Setzt euch vielmehr für Gottes Reich ein, dann wird er euch mit allem anderen versorgen.“

Lukas 12,31 | HFA

Ich (Susanna) bin in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen. Mein Vater war Unternehmer und führte zusammen mit meiner Mutter ein Handelsgeschäft. Beide lebten mit ganzem Herzen für ihre gottgegebene Berufung – im Geschäft, in der Familie und in der Kirche. Anstelle eines klassischen Haushaltsbudgets hatten meine Eltern ein eigenes Prinzip: Im Wohnzimmer stand ein Suppentopf, in den sie das Haushaltsgeld legten. Wenn dieser leer war, füllte

mein Vater ihn einfach wieder auf. Als Kind vermittelte mir das die tiefe Sicherheit: Wir haben genug.

Von meinen Eltern habe ich gelernt, großzügig zu sein und andere mitzutragen. Verantwortung im eigenen Haus zu übernehmen und Großzügigkeit in der Gemeinschaft zu leben, waren für meine Eltern untrennbar verbunden. Doch als ich begann, eigenes Geld zu verdienen und auf eigenen Füßen zu stehen, wurde es herausfordernd.

Meine Wünsche waren oft größer als mein Budget und so rutschte ich in ein Mangeldenken mit dem ständigen Gefühl, nie genug zu haben. Gleichzeitig hatte ich meistens den Impuls, alles, was ich geschenkt bekam, sofort weiterzugeben. Bei jeder Kollekte, bei jedem Spendenaufruf spürte ich einen inneren Druck: Ich muss geben. Doch selbst wenn ich gab, fühlte es sich nie genug an. Das war keine Freiheit, sondern ein innerer Zwang.

Genau an diesem Punkt hat Jesus damit begonnen, mein Herz zu verändern. Schritt für Schritt hat er mich aus diesem Denken herausgeführt. Ich lernte, zu empfangen und das Empfangene so einzuteilen, dass ich auch etwas weitergeben konnte. Jesus hat mir gezeigt, dass ich genug habe und gesegnet bin. Er hat mich gelehrt, dass ich frei bin zu geben – nicht aus religiösem Druck, sondern aus Freude und innerer Überzeugung – und dass es nicht auf die Höhe des Betrags ankommt, sondern auf mein Herz.

Und genau das wünsche ich auch dir: dass du diese Freiheit erlebst, ein von Gottes Versorgung geprägtes Denken. Denn wir alle sind berufen und gesegnet, um ein Segen zu sein.

FINDE HERAUS, WAS DEINE HERAUSFORDERUNGEN SIND

Über die Jahre haben wir festgestellt, dass es gerade im Bereich Finanzen für viele eine echte Herausforderung ist, Gottes Prinzipien zu begreifen und auf das eigene Leben anzuwenden. Dieses Buch soll dir dabei helfen, sie zu entdecken. Und während du sie Schritt für Schritt umsetzt, wirst du persönlich wachsen.

Welcher Satz beschreibt deine Haltung zu Geld am besten?

∙ Ich habe nie genug.

∙ Geld ist schwer zu bekommen.

∙ Ich lerne, besser mit meinem Geld umzugehen.

∙ Ich schaffe Möglichkeiten für Fülle.

Die folgende Liste soll dir dabei helfen, deine größten Herausforderungen im Bereich der Finanzen zu identifizieren:

∙ Schulden: Schnell gemacht, schwer wieder loszuwerden. Oft Folge von fehlenden Prioritäten oder kurzfristigem Denken.

∙ Geiz & Habsucht: Wer am Geld hängt, verliert die Freiheit zu geben – Besitz wird zum Götzen (vgl. Lukas 12,15).

∙ Konsumdruck: Immer mehr, immer besser – aber nie zufrieden. Unsere Identität wird an Besitz geknüpft statt an Christus.

∙ Mangeldenken: Getrieben von Angst und Sorgen statt auf Gottes Versorgung zu vertrauen – ein Mindset des „Ich hab zu wenig“.

∙ Unverantwortlicher Umgang: Ohne Überblick, ohne Budget und ohne Plan ist Chaos vorprogrammiert.

∙ Neid: Wer sich mit anderen vergleicht, verliert den Blick für Gottes Maßstab.

∙ Mangelnde Großzügigkeit: Wer alles für sich behält, verpasst den Segen des Gebens. Denn Gott liebt fröhliche Geber (vgl. 2. Korinther 9,7).

∙ Unverbindlichkeit: Es fehlt ein klares Commitment für den Zehnten, Spenden oder Investments ins Reich Gottes.

∙ Geld als Identität: Ich bin, was ich habe – statt: Ich bin, wer ich in Christus bin.

∙ Bequemlichkeit: Das „Ich kümmere mich später darum“ gipfelt oft darin, dass es nie passiert.

∙ Überinvestition in Besitz: Luxusleben statt geistliche Früchte – Materielles bekommt mehr Raum als das Reich Gottes.

∙ Finanzielle Abhängigkeit: Abhängig vom Partner, Staat oder von Menschen – statt mutig und frei auf Gottes Versorgung zu vertrauen.

∙ Kurzfristiges Denken: Wer heute alles ausgibt, steht morgen oft in Not – weil Weitblick und Ewigkeitsperspektive fehlen.

∙ Fehlende Dankbarkeit: Fokus liegt auf dem, was fehlt, anstatt auf dem, was Gott schon gegeben hat.

Unsere Beziehung zu Geld ist eng mit unseren inneren Überzeugungen und Gewohnheiten verknüpft. In der Bibel wird eine geistliche Disziplin beschrieben, die uns dabei hilft, innere Festungen zu überwinden und eingefahrene Muster zu durchbrechen: das Fasten. Es hilft uns dabei, uns neu auszurichten und geistlich zu wachsen, denn äußere Veränderung beginnt immer mit innerer Transformation.

FINANZEN UND FASTEN?

Vielleicht fragst du dich: „Was hat Fasten mit Finanzen zu tun?“

Die Antwort liegt in der Kraft des Fastens. Wenn wir bewusst auf Dinge verzichten, die uns sonst täglich begleiten, seien es Nahrung, Medienkonsum oder andere Gewohnheiten, unterbrechen wir den Lärm unseres Alltags. Fasten schafft Raum. Raum, in dem wir zur Ruhe kommen, Gottes Stimme klarer hören und seine Perspektive für unser Leben und unsere Finanzen erkennen können. Fasten ist aber weit mehr als eine Zeit der Stille. Fasten ist kein Wellnessprogramm, sondern eine Kampfansage an die Mächte der Finsternis. Du schwächst bewusst deinen Körper, um deinem Geist Raum zu geben. Du sagst: „Nicht mein Bauch regiert, nicht mein Konto regiert – Jesus regiert!“ Gerade beim Thema Geld zeigt sich, wo wir innerlich gebunden sind. Geiz, Mangeldenken, Konsumdruck, Neid, Schuldgefühle und Bequemlichkeit legen uns in Fesseln. Fasten konfrontiert uns mit diesen Mustern. Man unterbricht den Kreislauf von Kontrolle, Angst und Haben wollen und lässt sich von Gott neu ausrichten. Fasten bringt ans Licht, worauf du dich wirklich verlässt.

Ist es dein Kontostand oder Gottes Versorgung? Ist es Sicherheit durch Besitz oder Sicherheit durch Gottes Gegenwart? Wenn du fastest, kann das den Raum für eine echte Veränderung – auch in deinen Finanzen – öffnen. Es ist ein Statement: „Geld soll mir dienen, nicht über mich herrschen!“

Fasten ist eine echte Geheimwaffe im Waffenarsenal der Christen. In der unsichtbaren Welt löst es Fesseln, sprengt Ketten und bringt Mauern zum Einsturz. Genau das brauchen viele von uns im Bereich unserer Finanzen: Durchbrüche. Freiheit. Klarheit. Sicherheit.

Wenn du auf dein Geld vertraust, wirst du fallen wie ein welkes Blatt. Lebe so, wie Gott es will, dann wirst du aufsprießen wie frisches Grün.

Sprüche 11,28 | HFA

Mein Fastenziel: Welches finanzielle Thema bringe ich vor Gott?

Nimm dir Zeit und schreibe dein Thema auf einen Stein. Der Stein steht symbolisch für das, was dich bedrückt, belastet oder runterzieht.

In den nächsten 21 Tagen wirst du gezielt für dieses Thema fasten und beten. Irgendwann auf deinem Weg wirst du diesen Stein gegen einen Durchbruch eintauschen: gegen ein Wunder, gegen Segen, gegen Freiheit. Sei bereit für das, was Gott tun will!

Faste und bete mit anderen zusammen

Weißt du, warum gemeinsames Fasten eine gute Idee ist? Ganz einfach: Gemeinsam sind wir stärker! Also schließ dich mit Freunden zusammen, vielleicht aus deiner Kleingruppe. Bildet eine WhatsApp-Gruppe und ermutigt euch gegenseitig. Verabredet euch jeden Morgen zum gemeinsamen Gebet und Austausch. Während der Fastenzeit wird einiges an die Oberfläche dringen, das es zu verarbeiten gilt, und es wird Tage geben, an denen ihr einfach keine Lust mehr habt. Aber gegenseitig könnt ihr euch motivieren und unterstützen.

Zwei haben es besser als einer allein, denn zusammen können sie mehr erreichen. Stürzt einer von ihnen, dann hilft der andere ihm wieder auf die Beine. Doch wie schlecht steht es um den, der alleine ist, wenn er hinfällt! Niemand ist da, der ihm wieder aufhilft! Wenn

zwei in der Kälte zusammenliegen, wärmt einer den anderen, doch wie soll einer allein warm werden? Einer kann leicht überwältigt

werden, doch zwei sind dem Angriff gewachsen. Man sagt ja auch:

„Ein Seil aus drei Schnüren reißt nicht so schnell!“

Prediger 4,9–12 | HFA

Lege die Art des Fastens fest

Bei der Wahl deiner Fastenmethode empfehlen wir dir: Lass dich vom Heiligen Geist leiten. Er weiß genau, was du brauchst und zeigt dir den besten Weg. Wähle eine Art des Fastens, die du auch durchhalten kannst, damit du ein echtes Erfolgserlebnis hast. Schon der Verzicht auf Kaffee wird dich vielleicht herausfordern. Dafür wirst du erleben, wie stark Gottes Kraft in deinem Alltag wirkt.

Fasten ist schlussendlich kein Verzicht, sondern ein Gewinn. Unsere

Einstellung soll sein: Weniger von mir – mehr von ihm.

Wenn du dich für das Fasten von Essen entscheidest, gibt es diese

3 Methoden:

∙ Totalfasten: kein Essen, kein Trinken (Maximal 3 Tage!)

∙ Vollfasten: kein Essen, nur ungezuckerte Getränke (bis 40 Tage)

∙ Teilfasten: Verzicht auf bestimmte Nahrungs- oder Genussmittel

Du kannst beim Fasten auch auf andere Dinge verzichten, die deine Gedanken und deinen Alltag füllen, zum Beispiel auf Social Media, Netflix oder den Konsum von News.

50 Teilfasten-Möglichkeiten

Statt wie beim Fasten Dinge wegzulassen, kann man sich auch überlegen, Dinge zum Alltag hinzuzufügen, die man sonst nicht oder nicht so regelmäßig tut, um so aus der Routine auszubrechen. Dabei ist es besser, mit etwas Kleinem anzufangen und es durchzuhalten, als zu vieles auf einmal zu beginnen und dann enttäuscht zu scheitern. Hier findest du 50 Möglichkeiten, aus dem Alltag auszubrechen und Neues zu entdecken:

1. Spazieren gehen für 10–20 Minuten

2. 10–20 Minuten lesen

3. Einen motivierenden Podcast anhören

4. Die E-Mails nur 1–2 Mal am Tag checken

5. Ein Dankbarkeitstagebuch führen

6. Acht Gläser Wasser pro Tag trinken

7. Acht Stunden pro Nacht schlafen

8. Nicht auswärts essen

9. Die Bildschirmzeit auf 1 Stunde pro Tag begrenzen

10. Intermittierendes Fasten ausprobieren

11. 10.000 Schritte pro Tag gehen

12. Deinen Körper täglich dehnen

13. Täglich jemandem eine ermutigende Nachricht schicken

14. Eine Stunde früher aufstehen

15. Eine gute Körperhaltung einüben

16. Nicht klagen und jammern

17. Eine Fremdsprache lernen

18. Die ganze Bibel durchlesen

19. Selbst kochen

20. Jeden Tag lachen

21. Jeden Tag einen Apfel essen

22. Täglich ein Zitat lesen und darüber nachdenken

23. Jeden Morgen dein Bett machen

24. Gottes Wahrheiten über deinem Leben aussprechen

25. Dein Zuhause entrümpeln

26. Dein Mittagessen von zu Hause mitnehmen

27. Deinen Tag am Vorabend planen

28. Jeden Tag jemandem eine Dankeskarte schreiben

29. Zehn Minuten lang über einen Psalm meditieren

30. Tagebuch führen

31. Einen Shake zum Frühstück trinken

32. Den Tag im Gebet beginnen

33. Eine schlechte Angewohnheit aufgeben

34. Eine andere Ernährungsweise ausprobieren

35. Jeden Tag mit einem Worship-Lied beginnen

36. Einen Konsumstopp einlegen

37. Jeden Tag Zahnseide verwenden

38. Mahlzeiten im Voraus planen

39. Täglich Gemüse essen

40. Gehirntrainings absolvieren

41. Täglich kalt duschen

42. Ins Fitnessstudio gehen

43. Die Treppe anstelle des Aufzugs nehmen

44. Keinen Alkohol trinken

45. Keine Nachrichten konsumieren

46. Keine sozialen Medien nutzen

47. Zwischendurch nicht snacken

48. Keine koffeinhaltigen Getränke trinken

49. Kein Internet verwenden

50. Mit einer unbekannten Person sprechen

Wie kannst du fasten und beten?

Ein einfacher und kraftvoller Weg ist, sich – wie Daniel im Alten Testament – drei feste Gebetszeiten am Tag zu setzen. So entsteht ein geistlicher Rhythmus, der dich den ganzen Tag mit Gott verbindet. Dabei kannst du z. B. (wenn du auf Essen verzichtest) die Zeit, die du sonst zum Essen brauchst, im Gebet verbringen.

Das obere Stockwerk hatte Fenster in Richtung Jerusalem, die offen standen. Hier kniete er nieder, betete zu seinem Gott und dankte ihm, wie er es auch sonst dreimal am Tag tat.

Daniel 6,11b | HFA

Am Morgen: Lies ein Kapitel aus diesem Buch. Lass die Gedanken und Impulse auf dich wirken.

Am Mittag: Nimm dir Zeit, um über das Gelesene nachzudenken. Was berührt dein Herz? Was fordert dich heraus? Lass den Heiligen Geist zu dir sprechen.

Am Abend: Bete über das Thema, das dir offenbart wurde. Sprich mit Gott, danke ihm, bring ihm deine Gedanken und empfange neue Klarheit.

So wird dein Fasten zu einer geistlichen Reise – Schritt für Schritt näher zum Herz Gottes.

ACTIONSTEPS

Überlege, welche finanzielle Not oder Herausforderung du in den nächsten 21 Tagen vor Gott bringen willst. Schreibe sie auf.

Lege deine Fastenart fest.

Wenn du noch mehr über das Fasten und Beten wissen möchtest, empfehlen wir dir das Buch Gott erleben wie niemals zuvor! (Leo & Susanna Bigger, erhältlich auf https://store.icf.church/)

Vertraue Gott mit deinen Finanzen

Jesus setzte sich nun in die Nähe des Opferkastens im Tempel und beobachtete, wie die Leute ihr Geld einwarfen. Viele Reiche gaben hohe Beträge. Dann aber kam eine arme Witwe und warf zwei der kleinsten Münzen in den Opferkasten. Jesus rief seine Jünger zu sich und sagte: „Ich versichere euch: Diese arme Witwe hat mehr gegeben als alle anderen. Die Reichen haben nur etwas von ihrem Überfluss abgegeben, aber diese Frau ist arm und gab alles, was sie hatte – sogar das, was sie dringend zum Leben gebraucht hätte.“

Markus 12,41–44 | HFA

Moment mal, ist das nicht ein bisschen zu viel des Guten? Man könnte sich fragen, ob das nicht verschwenderisch, vielleicht sogar unverantwortlich ist. Einfach alles geben und hoffen, dass Gott ein Wunder daraus macht? Doch eines lässt sich nicht leugnen:

Das Vertrauen dieser Witwe ist radikal. Sie warf ihre beiden kleinen Münzen in den Opferkasten – es war alles, was sie hatte. Ihre Lebensgeschichte ist uns nicht bekannt, aber auch sie musste mit Sicherheit die eine oder andere Angst überwinden, bevor sie dieses extravagante Opfer bringen konnte.

Was ist deine Geschichte? Welche Gedanken und Prägungen bewegen dich, wenn es darum geht, Gott auch im Bereich deiner Finanzen zu vertrauen?2

MEINE PRÄGUNG IN BEZUG AUF FINANZEN

Unsere Sicht auf Geld wird durch verschiedene Faktoren geprägt: durch unsere Erziehung, unsere Familie, unsere Freunde, die Gesellschaft – aber auch durch unser Bild von Gott. Machst du dir Sorgen um deine Finanzen? Was wäre das Schlimmste, was dir in Bezug auf deine Finanzen passieren könnte? Welchen Stellenwert haben Geld und Besitz in deinem Leben?

„Geld regiert die Welt!“ – Dieser Spruch hat leider viel Wahres an sich. Wie kommt es, dass ein einfaches Tauschmittel für Waren und Dienstleistungen so viel Macht haben kann? Eine Macht, die sogar harmonische Familien entzweit, etwa wenn es um ein Erbe geht. Geld kann uns gefangen nehmen, uns ängstlich, knauserig und selbstbezogen machen.

Denn die Liebe zum Geld ist eine Wurzel für alles Böse. Manche sind ihr so verfallen, dass sie vom Glauben abgeirrt sind und sich selbst die schlimmsten Qualen bereitet haben.

1. Timotheus 6,10 | NeÜ

In der Bibel ist die Rede von einem „Geist“, der hinter dem Geld steht: dem Mammon. Sein Ziel ist es, unser Vertrauen auf das Geld statt auf Gott zu lenken. Gott hat nichts gegen Geld oder Reichtum. Er weiß jedoch, wie schnell wir uns an Irdisches klammern und wie sehr uns das Streben nach Reichtum und Sicherheit vom Wesentlichen ablenkt. Er möchte, dass unser Herz frei ist und wir ihn als unseren Versorger erkennen. Lass darum zu, dass Gott dir auf diese Weise begegnen und dein Herz in die Ruhe führen kann.

MEIN UMGANG MIT GELD BEEINFLUSST MEIN GLÜCK

„Durch die Augen fällt das Licht in deinen Körper. Wenn sie klar sehen, bist du ganz und gar vom Licht erfüllt. Wenn sie aber durch Neid oder Habgier getrübt sind, ist es dunkel in dir. Und wie tief ist diese Finsternis, wenn das Licht in deinem Innern erloschen ist!“

Matthäus 6,22–23 | HFA

Hier wird das Auge als Fenster zur Seele des Menschen verstanden. Jesus wünscht sich, dass unsere Seele voller Licht ist. Wenn unsere Sicht jedoch durch Neid („Ich habe zu wenig.“) oder Habgier („Ich will mehr.“) getrübt ist, wird es dunkel in uns. Obwohl Geld an sich

weder gut noch böse ist, ist unsere Einstellung dazu entscheidend. Deshalb sind Menschen, die reich an materiellen Dingen sind, nicht unbedingt glücklicher als diejenigen, die wenig besitzen. Wahres Glück hängt nicht von der Menge ab, die du besitzt, sondern von deiner Haltung dazu.

MEIN UMGANG MIT GELD BEEINFLUSST

MEINE ENTSCHEIDUNGEN

„Niemand kann zwei Herren gleichzeitig dienen. Wer dem einen richtig dienen will, wird sich um die Wünsche des anderen nicht kümmern können. [...] Auch ihr könnt nicht gleichzeitig für Gott und das Geld leben.“

Matthäus 6,24 | HFA

Jesus spricht in der Bergpredigt so klar über den richtigen Umgang mit Geld, weil er dessen zerstörerische Kraft kennt. Geld kann schnell zu einem „Herrn“ werden, der unser Denken und Handeln bestimmt. Wenn das passiert, trifft Geld unsere Entscheidungen – und nicht mehr wir selbst. Wir Menschen sind dazu geschaffen, etwas anzubeten, jemandem zu dienen – die Frage ist nur: Wem oder was? Die Wahl liegt bei uns: Geben wir Gott oder dem Mammon den Vorrang? Wenn wir dem Geld eine untergeordnete Rolle zuweisen und einen gesunden Umgang damit pflegen, kann es unser Leben bereichern, ohne uns zu kontrollieren.

MEIN UMGANG MIT GELD

BEEINFLUSST MEINE ZUKUNFT

Jesus betont immer wieder, dass ein guter und zuverlässiger Umgang mit Geld nicht ohne Lohn bleibt. Im Gleichnis vom zuverlässigen Verwalter lobt der Meister diesen mit folgenden Worten:

„[...], du bist ein tüchtiger und zuverlässiger Verwalter. In kleinen Dingen bist du treu gewesen, darum werde ich dir Großes anvertrauen. Komm zu meinem Fest und freu dich mit mir!“

Matthäus 25,23 | HFA

Es ist interessant, dass Jesus hier von „kleinen Dingen“ spricht.

Könnte er damit andeuten, dass Reichtum und Besitz nicht das wahre Endziel sind, sondern lediglich dazu dienen, unseren Charakter zu testen? Wenn wir treu mit Finanzen umgehen, bringt das Segen und eröffnet uns größere Verantwortungsbereiche. Die richtige Einstellung zu Geld führt zu Freiheit und zu neuer Lebensqualität.

ÜBERDENKE DEINE EINSTELLUNG ZUM GEBEN

Was würde passieren, wenn du deine Haltung zum Geben in den nächsten Wochen überprüfen würdest? Was wäre, wenn Geld dich nicht mehr beherrschen würde, sondern du beginnen würdest, es weise und zielgerichtet einzusetzen? Deine ganze Zukunft könnte sich zum Positiven verändern, weil du anfängst, deine Prioritäten richtig zu setzen und Großzügigkeit zu leben – so wie Gott, der

größte Geber aller Zeiten. Er gab das Kostbarste, was er hatte: seinen einzigen Sohn Jesus, für dich und für mich. Geben liegt in unserer Natur, denn wir sind nach seinem Bild geschaffen.

Gott hat sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle dem Tod ausgeliefert. Sollte er uns da noch etwas vorenthalten?

Römer 8,32 | HFA

In Israel gibt es zwei Gewässer, die sich stark voneinander unterscheiden: Der See Genezareth ist voller Leben. Der Jordan fließt von Norden her in den See und speist ihn mit frischem Süßwasser. Am südlichen Ende fließt das Wasser weiter – wieder in den Jordan.

Das Tote Meer hingegen hat nur einen Zufluss, aber keinen Abfluss. Dadurch hat es einen sehr hohen Salzgehalt, der fast zehnmal so hoch ist wie der Salzgehalt anderer Meere.

Genau darin liegt eine starke geistliche Wahrheit: Wo Wasser zu- und abfließt, entsteht Leben. Wo es nur aufgenommen, aber nicht weitergegeben wird, kommt es zum Stillstand und dieser führt letztendlich zum Tod. So ist es auch mit deinem Leben und deinen Finanzen. Verpasse nicht die Wunder Gottes, indem du selbstbezogen und geizig alles für dich behältst. Werde lebendig, indem du nicht wie ein Stausee alles zurückhältst, sondern wie ein Fluss den Segen Gottes weiterfließen lässt.

WENN ICH DAS NUR GEWUSST HÄTTE

Über Königin Victoria von England erzählt man sich folgende Anekdote: Während des Aufenthalts in ihrer Sommerresidenz in Balmoral ging die Königin gerne in einfachen Kleidern im Wald spazieren und freute sich, wenn sie dabei unerkannt blieb. Eines Tages geriet sie während eines solchen Spaziergangs in ein heftiges Unwetter. Glücklicherweise fand sie Unterschlupf bei einer alten Hütte. In dieser Hütte lebte eine alte Bäuerin, die das Haus nur verließ, um nach ihrer Ziege zu sehen und den kleinen Garten zu bestellen. Die Königin bat sie freundlich um einen Regenschirm und versprach, dafür sorgen, dass dieser schnell zurückgebracht würde.

Die alte Frau hatte die Königin noch nie gesehen und wusste daher nicht, wer bei ihr Unterschlupf gesucht hatte. „Nun“, antwortete sie ziemlich mürrisch, „ich habe zwei Schirme. Der eine ist sehr gut, fast neu. Ich habe ihn kaum benutzt. Der andere ist alt. Er ist nichts mehr wert. Den können Sie nehmen. Den neuen verleihe ich keinem. Wer weiß, ob ich ihn jemals zurückbekommen würde.“

Mit diesen Worten gab sie der Königin den abgenutzten Schirm, dessen Streben bereits nach allen Seiten hinausragten. Da bei diesem Wetter ein schlechter Schirm immer noch besser war als gar keiner, nahm die Königin ihn höflich an. Sie dankte der Frau und ging mit einem kleinen Lächeln hinaus. Doch wie groß war der Schrecken der alten Frau, als am nächsten Morgen ein Diener in königlicher Kleidung erschien und ihr im Namen von Königin Victoria den Schirm

zurückbrachte mit den Worten, sie lasse danken und versichern, dass er ihrer Majestät gute Dienste geleistet habe.

Wie traurig war die Frau nun, dass sie der Königin nicht das Allerbeste ihres Besitzes angeboten hatte. Wieder und wieder klagte sie: „Wenn ich es nur gewusst hätte! Oh, wenn ich es nur gewusst hätte!“

Hast du gewusst, dass wir dem König aller Könige mit unserem Besitz dienen? Dieser König verdient unser Bestes.

ACTIONSTEP: ERKENNE DIE MACHT

DES GELDES IN DEINEM LEBEN

Wie zeigt sich die Macht des Geldes in deinem Leben? Kreuze an, welche „Symptome“ auf dich zutreffen.

□ Angst und Sorge: „Werde ich genug zum Leben haben?“

□ Misswirtschaft: „Ich weiß nicht, wo mein Geld hinfließt.“

□ Ständiger Mangel: „Ich habe nie genug.“

□ Falsche Sparsamkeit: „Das können wir uns nicht leisten.“

□ Impulsives Kaufverhalten: „Das muss ich jetzt sofort haben.“

□ Geiz: „Dafür kann ich keinen Zehnten geben.“

□ Habgier: „Ich will immer mehr.“

□ Unzufriedenheit: „Andere haben mehr als ich, das ist ungerecht.“

□ Schulden: „Ich komme da einfach nicht raus.“

□ Überschätzte Macht: „Nur Bares ist Wahres.“

Egal, welches dieser Symptome auf dich zutrifft: Es beeinflusst, wie du mit Geld umgehst und dein Leben gestaltest. In einem Gebet kannst du dein Herz vor Gott öffnen und ihn bitten, in diesen Bereichen Veränderung zu bewirken.

GEBET

Lieber Vater, danke, dass du ein treuer und guter Versorger bist! Im Namen von Jesus löse ich mich heute von meinen falschen Prägungen und den destruktiven Einflüssen von Geiz, Sorge und der Liebe zum Geld. Ich tausche bei dir ein: Mangel gegen Fülle und Ängste gegen Vertrauen in deine Versorgung. Ich empfange ein großzügiges, segnendes und überfließendes Herz von dir, Jesus.

Amen.

Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook