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Das Evangelium, Kern der Bibel


Copyright © 2013 AALEXX Buchproduktion Geschrieben und frei aus der Bibel übersetzt von Martin Dreyer und Alexander E. Thomas. www.the-core-of-life.de

Herausgegeben von: AALEXX Buchprdouktion GmbH Kokenhorststr. 22, 30938 Großburgwedel, info@aalexx.de Alle Rechte zur Verfielfältigung vorbehalten. Satz: AALEXX Buchproduktion Umschlaggestaltung: Oliver Graute Druck und Bindung: AALEXX Buchproduktion

1. Auflage 2013 ISBN 978-3-940326-77-5 Printed in Germany


Einleitung Im ersten Kapitel dieses Buches wird erläutert, wer Gott ist, warum es das Böse auf der Welt gibt und wofür wir Jesus brauchen. Die Kapitel zwei bis fünf sind die vier Evangelien aus der OriginalBibel, frei übersetzt in eine moderne Sprache. Es ist das Evangelium von Jesus Christus, dem Sohn Gottes. Im englischen genannt The Gospel (jetzt weißt du auch, was Gospel-Musik ist).

Dies ist das Wort Gottes: „Ich bin der Apostel Johannes. Ich warne ausdrücklich jeden, der die heiligen, prophetischen Worte dieses Buches liest: Falls jemand auch nur das kleinste bisschen hinzufügt, wird er von Gott dafür hart bestraft und wird schlimme Qualen leiden. Und falls jemand einen Teil der prophetischen Worte dieses Buches weglässt, wird Gott demjenigen seinen Anteil an den Früchten des ewigen Lebens und der Heiligen Stadt wegnehmen. Er, der sein Zeugnis zu all dem gibt spricht: ‚Ja, es stimmt, ich komme bald!‘ So soll es sein. Komm, Lord Jesus, komm. Möge die Gnade Jesus Christus, dem Herrn, mit jedem sein.“

Offenbarung 22, 18-21


Inhalt Kapitel 1 Was man wissen sollte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Kapitel 2 Matthäus enthüllt Geheim-Nachricht: Jeder kann gerettet werden! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Kapitel 3 Markus berichtet: So war das wirklich mit Jesus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 154 Kapitel 4 LukascutChroniken des Messias . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 233 Kapitel 5 Johannes erzählt: So war das mit Jesus damals . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 359


Was man wissen sollte

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Kapitel 1 Was man wissen sollte Die wichtigste Frage im Leben. Gibt es Gott? Dazu stell dir mal folgende Frage: „wie entstand die Welt und das Leben?“ Es gibt dazu zwei allgemeingültige Lösungsansätze. Erstens: die Schöpfungstheorie in der Bibel die sagt, daß Gott alles geschaffen hat. Zweites: die Evolutionstheorie. Diese Theorie vom Urknall sagt, daß irgendwann vor ewig langer Zeit eine Explosion stattgefunden hat, mit der alles Leben von allein begonnen hat. Die Schöpfungstheorie der Bibel ist eine Sache des Glaubens. Man kann sie wissenschaftlich untersuchen aber wird dabei nie eindeutig beweisen können, ob sie richtig ist. Allerdings wiederlegt die Wissenschaft auch keiner Stelle der Bibel, sondern unterstützt sie sogar. Zum Beispiel weiß man, daß die Dinosaurier alle auf einen Schlag ausgestorben sind. Über den Grund wird viel spekuliert. Aber in der Bibel steht klar, daß Gott eine große Flut über die Erde hat kommen lassen, weil ihn das Böse auf der Welt angewidert hat. Er hat alles ausgerottet, bis auf eine bestimmte Auswahl von Menschen und Tieren, die in der Arche Noah gerettet wurden. Hier gehen Wissenschaft und Bibel völlig überein. Es bleibt letztlich aber eine Glaubensangelegenheit. Die Evolutionstheorie ist zwar auch eine Sache des Glaubens, aber sie ist wissenschaftlich beweisbar falsch.


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Was man wissen sollte

Wie soll denn von allein, aus dem Nichts, Leben entstehen? In der Mathematik ist Null immer Null und bleibt Null. Beweis: 0+ 0 =0 0 - 0=0 0x 0 =0 0 / 0 =0 Wie man es auch dreht und wendet. Null ist Null. Ende. Aus nichts kann also auch nichts entstehen. In der Chemie und Physik weiß man, daß aus anorganischen Stoffen niemals organische Stoffe hervorgehen können. Aus Erde, Wasser und Feuer können keine Tiere oder Menschen wachsen. Nicht mal Bakterien. Versuch es doch einfach mal selbst Zuhause mit einem Experiment. Und zwei tote Regenwürmer werden auch niemals ein lebender Regenwurm. Das hab ich selbst ausprobiert. Aus Tod und Tod wird nicht Leben. Es geht nicht. Jeder Wissenschaftler der Welt wird dem zustimmen müssen. Die Evolutionstheorie ist wissenschaftlich unhaltbar. Mit anderen Worten auch diese Theorie bleibt eine Glaubensfrage. Also: ob du nun an Gottes Schöpfung glaubst, oder daran, daß sich alles durch Evolution von allein geschaffen hat, ist deine Sache. Es ist deine eigene Entscheidung, an was du selbst glauben möchtest. Woran also glauben? Es gibt also zwei Alternativen, an die man „glauben“ kann. Entscheiden wir uns dafür an die Evolutionstheorie zu glauben, ist ALLES aus NICHTS entstanden. Das heißt im Umkehrschluß


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aber auch, das ALLES wieder zu NICHTS wird. Also gibt es kein Leben nach dem Tod. Nach dem Tod ist dann alles vorbei und wir sterben für immer. Das Leben ist nach dem Tod vorbei, es bleibt das NICHTS. Im Buddhismus und im Hinduismus ist genau das das Ziel: das NICHTS, das Nirwana. Aber mal ehrlich, wer will das schon? Nur an den Tod und das Nichts zu glauben ist doch frustrierend. Da ist doch die andere Alternative viel schöner. An das Leben (nach dem Tod) zu glauben, an das ewige Leben. Das macht doch Lust auf mehr. Wenn es einen Gott gäbe würden wir ein ewiges Leben nach dem Tode erlangen. Alles Böse würde verschwinden, es würde eine neue Erde geben, wo sich Tiere und Menschen nicht mehr gegenseitig umbringen und auffressen. Wo es kein Leid und keinen Schmerz mehr geben würde, keine Krankheiten mehr. Ewig glücklich leben in einem ewig gesunden und schönen Körper, ohne jemals alt zu werden. DAS klingt doch viel attraktiver! Also wenn ich die Wahl hätte, an den Tod oder an das Leben zu glauben, würde ich mich doch für das Leben entscheiden. Klingt irgendwie viel geiler! Nächste Frage: Gott oder Kirche Viele Menschen haben sich heute von Gott abgewandt weil sie sagen, in der Kirche passiert so viel Schlechtes (um das Mal vorsichtig zu formulieren). Und sie haben recht! Man hört von Mißbrauch und Lüge, Habsucht und Gier. Die Kirche hat im Namen Gottes viele Menschen sogar umgebracht (man denke z.B. an die Kreuzritter und die Hexenverbrennungen). Das Problem ist nämlich, daß die Kirche zu einer Institution geworden ist. Jeder kann Theologie studieren und Pastor oder Priester werden. Wenn man „Karriere“ machen will wird man z.B. Bischof und hat dann viel Macht und


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Geld. Das lockt viele Ungläubige in die Kirche, die sie dann für ihre privaten Zwecke mißbrauchen. Wenn man also auf der Suche nach Gott ist und in einen Gottesdienst geht wo ein Priester predigt, der selber nicht an Gott glaubt, wie soll man da Gott finden? Das Resultat sind kalte und leere Kirchen. Ohne Liebe. Das heißt nicht, daß es in der Kirche nicht auch gläubige Menschen gibt, aber eben nicht automatisch. Und nicht jeder, der in die Kirche geht und in der Bibel liest, ist ein Christ. Man wird ja auch kein guter Fußballer, nur weil man jedes Wochenende ins Stadion geht und den „Kicker“ liest. HaPe Kerkeling beschreibt es in seinem Buch „Ich bin dann mal weg“ so: mit Gott ist es wie mit einem guten Film. Der Film ist grandios und ein echtes Meisterwerk. Man geht in das Kino um die Ecke, um ihn sich anzusehen. Aber die Vorführung ist schlecht. Der Ton rauscht und bricht immer wieder ab, vor einem sitzt ein großer Kerl, der einem die Sicht verdeckt, und viele Typen um einen rum futtern laut Chips. Man bekommt wenig mit und wird dauert gestört. Die Werbeunterbrechungen nerven noch zusätzlich und alles ist dreckig und ungepflegt. Am Ende kommt man aus dem Kino raus und ist enttäuscht. Aber es ist immer noch ein guter Film, nur eben schlecht gezeigt. Wer oder was ist Gott? Nie hat jemand Gott gesehen. In der Bibel sagt Gott von sich selbst: „Ich bin“. Er ist der Anfang und das Ende von allem, der Schöpfer der ganzen Welt. Er schuf die Sterne und die Sonne, den Tag und die Nacht, das Wasser und die Erde, die Tiere, Pflanzen und die Menschen. Eben alles. Wenn man Gott beschreiben will gibt es nur ein Wort, das auf Ihn paßt: „Liebe!“


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Gott ist die pure Liebe. Ohne Ihn gibt es keine Liebe. Er hat uns nach Seinem Ebenbild geschaffen. Immer wenn wir lieben oder etwas aus Liebe tun, handeln wir wie er. Er haßt das Böse und will immer nur das Gute für uns. Wie ein Vater seine Kinder liebt, liebt Gott uns! Warum gibt es dann überhaupt das Böse? Viele Menschen fragen immer wieder, warum es so viel Leid auf der Welt gibt. Wenn es einen Gott gibt, wie kann er das nur zulassen? Nun, zum einen gibt es auch das Böse (noch). Der Teufel, Satan, haßt uns Menschen dermaßen, daß er uns vernichten will. Er weiß, daß er von Gott bald bestraft wird für alles, und nicht entfliehen kann. Aber so lange er noch Zeit hat versucht er so viele Menschen wie möglich zu zerstören und mit sich in den Tod zu reißen. Zum anderen ist es so, daß wir Menschen uns von Gott abgewandt haben. Durch unsere Abkehr von Gott lassen wir es überhaupt erst zu, daß Satan uns verführen kann. Durch unseren bösen Gedanken und Taten öffnen wir dem Teufel Tür und Tor. Durch unseren Egoismus und unsere Gier nach Macht, Geld und Sex schaden wir anderen Menschen, anstatt sie zu lieben wie uns selbst. Satan nutzt das aus, um uns zu schlechten Handlungen zu verführen. Dadurch kommt all das Leid in die Welt. Gott könnte das natürlich alles sofort beenden, aber dann müßte er uns auch alle bestrafen. Uns Menschen alle! Nicht nur den Teufel! Er schreitet nur deshalb noch nicht ein, weil er uns so liebt! Aus Mitleid. Er will uns alle retten! Gottes Plan für unsere Rettung Weil Gott alles Böse haßt, muß er alles Böse auch bestrafen. Egal, ob wir jemand bestehlen oder umbringen, Ehebruch begangen ha-


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ben oder nur in unseren Gedanken anderen Menschen etwas Böses antun wollen, wir sind schuldig. Es gibt bei Gott keine kleinen oder großen Sünden. Sünde ist Sünde und Schuld ist Schuld. Hier ein Beispiel, das Kornelius Novak mal gebracht hat: du fackelst vor einem Rockerclub die Karre eines Members mit Benzin ab. Das wäre eine krasse Sünde und der Typ würde dich dafür natürlich kurz und klein schlagen, das leuchtet jedem ein. Wenn du nun aber nur ganz entspannt mit einem Schlüssel einen Kratzer in den Tank machst, ist das ja eine viel kleinere Sache. Denkst du, er würde dich dann nur beschimpfen und nicht verprügeln? Nein, denkst du nicht. Er würde dich platt machen, in beiden Fällen. Ist ja wohl klar. Leuchtet das jetzt ein? Sünde ist Sünde und Strafe ist Strafe. Und die Strafe für Schuld ist der Tod. Ohne Ausnahme! Ohne Gottes Hilfe würden wir Menschen alle mit dem ewigen Tod bestraft. Um das zu verhindern hat Gott sich etwas Besonderes ausgedacht. Er schickte seinen einzigen Sohn auf die Erde, damit er wie wir auch als Mensch leben würde. Jesus Christus. Er lebte selbst als Mensch, war aber im Gegensatz zu uns ohne jede Art von Schuld und Sünde. Satan versuchte Ihn mit aller Macht zu verführen, wie uns auch, aber es gelang ihm nicht. Jesus blieb rein! Also beschloß Satan, Jesus umzubringen! Da er selber keine Menschen umbringen kann stiftete er andere Menschen dazu an, Jesus umzulegen. Und obwohl Jesus nichts getan hatte, was dazu Anlaß hätte geben können, gelang ihm das. Jesus wurde gekreuzigt und ermordet. Aber genau das war Gottes Plan! Dadurch, daß Jesus ohne Schuld war und dennoch den Tod bekam,


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also die Strafe, die wir schuldigen Menschen eigentlich verdienen, hat er sich das Recht erworben, uns freizusprechen von der Strafe! Schnallst du das? Er nahm eine Strafe auf sich, die du hättest haben sollen. Jetzt kann er dir dadurch einen Freispruch erteilen. Stell Dir mal vor, Du stehst vor Gericht, weil du jemand 1 Mio. Euro schuldest und nicht zurückgezahlt hast. Das Gericht würde Dich ins Gefängnis stecken. Nun kommt aber jemand, der bezahlt einfach die 1 Mio. Euro für Dich. Deine Schuld wäre also bezahlt und Du wärest frei. So ist das mit Jesus Christus. Er hat für Dich bezahlt, also den Tod auf sich genommen, den Du verdient hast, und Du bist frei (falls Du das denn willst)! Gericht: Wozu? Am Ende folgt das Gericht. Genannt das „Jüngste Gericht“, meint, das letzte Gericht. Das letzte Gericht ist notwendig, um das Böse zu bestrafen. Das Böse zu beenden. Beendet wird das Böse mit der einzigen möglichen Strafe, dem Tod. Denn ohne Gericht, ohne die Todesstrafe, würde das Böse ewig weiter leben. Es hätte nie ein Ende. Haß und Gewalt würde ewig weiter leben. Es gäbe nie eine Befreiung, nie einen Himmel, nie wirklich freies Leben. Deswegen wird es ein letztes Gericht geben. Und die Strafe für jeden, der schuldig geworden ist, ist der Tod. Ohne Ausnahme! Da wir alle schuldig geworden sind, droht uns also allen die Todesstrafe. Es gibt nur ein entkommen. Wir brauchen einen Anwalt, jemand der die Strafe für uns nimmt, um selbst freigesprochen werden zu können. Das ist Jesus. Er wurde getötet, obwohl er unschuldig war. Er ist unser Anwalt!


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Das Jesus-Ding Jesus macht also den Unterschied. Im Islam glaubt man auch an Gott, an Allah. Aber Jesus wird dort nicht als Sohn Gottes anerkannt, er ist nur ein guter Mensch und Prophet. Aber Jesus sagt selbst: „ich bin die Wahrheit, der Weg und das Leben. Keiner kommt zum Vater (zu Gott), außer durch mich.“ Warum? Das hatten wir eben. Weil wir alle irgendwie schuldig sind und nur Jesus uns freisprechen kann, weil er unsere gerechte Strafe schon bezahlt hat. Aber das heißt nicht, daß alle Menschen jetzt automatisch gerettet sind! Gott hat uns den freien Willen gegeben, wir müssen uns freiwillig und selbständig für Ihn entscheiden. Er möchte keine Marionetten. Er läßt es zu, daß wir machen was wir wollen, auch wenn das Leid für uns selbst und andere bedeutet. Aber er bietet uns auch seine Hilfe an, weil wir es alleine nicht schaffen können. Er hat seinen Sohn zu uns geschickt, damit Er unsere Schuld trägt, und wir dadurch frei werden, wenn wir uns dazu entscheiden, dieses Geschenk anzunehmen. Wir müssen es also selber wollen, daß Jesus unser Retter ist, unser Anwalt vor Gericht. Wie macht man das? Ganz einfach, wir müssen uns nur dazu entschließen! Und zwar ehrlich und von ganzem Herzen. Kein Rumgelaber, kein Ausprobieren. Wenn wir von ganzem Herzen umkehren wollen von unserer Schuld und Gott vertrauen wollen, müssen wir es Ihm einfach nur sagen. Klingt lächerlich einfach, ist es aber auch.


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Falls Du keine Ahnung hast, wie Du das tun sollst, sprich einfach folgendes Gebet, laut, oder in Gedanken: „Gott, Vater im Himmel, ich möchte Dich kennenlernen. Ich habe so viel Mist gebaut und bin voller Sünde aber ich möchte damit aufhören. Ich möchte zu Dir und bitte Dich, mir meine Sünden und meine Schuld zu vergeben und mich in Deine Liebe aufzunehmen. Komm in mein Leben und rette mich! Amen!“ So einfach ist das! Wenn Du es wirklich ernst meinst, wird Gott Dich retten. Versuch nicht rumzutricksen oder Ihn zu bescheißen, das läuft nicht. Nur, wenn Dein Herz Ihn wirklich sucht, wird Er sich auch von Dir finden lassen!

Bei Fragen zum Glauben und zu diesem Buch kannst du Dich gern an uns wenden, per Email oder im Forum auf: www.the-core-of-life.de


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ranoia, aber auch Körperbehinderte, die nicht mehr gehen konnten oder total verkrümmt waren, konnte man antreffen. Und das abgefahrene dabei war: Jesus heilte einfach jeden! 25 Die Fan-Gemeinde wurde jeden Tag größer. Mittlerweile kamen Tausende aus Galiläa, der Dekapolis, aus Jerusalem, dem Gebiet von Judäa und von der anderen Seite des Jordans. Jeder wollte in seiner Nähe sein, von ihm geheilt werden oder Jesus einfach nur entspannt reden hören.

5. Kapitel Rede vom Berg: Wirklich göttlich glücklich 1 Jesus

schaute sich um und bemerkte, wie viele Menschen ihm gefolgt waren. Damit er alle besser sehen konnte, stieg er auf einen kleinen Hügel. Seine Schüler waren auch mitgekommen und saßen um ihn herum. 2 Nach einiger Zeit begann er wieder eine Unterrichtstunde abzuhalten, damit sie etwas lernen konnten. Er sagte: „Wann ist jemand wirklich zufrieden, wann ist man göttlich glücklich? Göttlich glücklich sind die Menschen, welche kapiert haben, dass sie ohne Gott kaputt gehen. Sie werden Teil des sich immer weiter ausbreitenden Gebietes sein, in dem nur Gott das Sagen hat. 4 Göttlich glücklich werden die Menschen sein, welche zurzeit eher traurig und depressiv sind. Denn sie werden umarmt, geheilt und getröstet werden in der neuen Zeit, die jetzt anbricht. 5 Und göttlich glücklich werden die Menschen sein, die auf Terror und Gewalt verzichten. Sie werden einmal ein großes Land besitzen. 6 Göttlich glücklich sind solche Menschen, die sich so sehr nach Gerechtigkeit sehnen, dass sie schon Bauchschmerzen davon bekommen. Sie werden das kriegen, wonach sie sich so sehr sehnen und die Bauchschmerzen werden verschwinden. 7 Göttlich glücklich werden die Menschen sein, denen es etwas ausmacht, wenn es anderen dreckig geht. Gott wird ihnen auch helfen,


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wenn es ihnen selbst richtig dreckig geht und sie nicht mehr weiter wissen. 8 Göttlich glücklich sind die Menschen, welche ein reines Gewissen haben. Sie werden Gott immer besser erkennen können und sie werden ihn einmal live sehen, wenn sie eines Tages im Himmel bei ihm sind. 9 Göttlich glücklich werden die Menschen sein, die für Frieden sorgen, wenn sich zwei Leute streiten oder sogar ein Krieg ausgebrochen ist. Solche Menschen werden als Kinder von Gott bezeichnet. 10 Göttlich

glücklich sind die Menschen, die von der Polizei gesucht und verfolgt werden, weil sie sich eigentlich korrekt verhalten haben, so wie Gott es will. Genau für solche Menschen ist die neue Zeit angebrochen, in der Gott alles auf den Kopf stellt. 11 Göttlich glücklich werden die Menschen sein, welche von anderen runtergemacht, verprügelt und gedemütigt werden, nur weil sie an mich glauben. 12 Hey, solche Menschen können sich wirklich freuen und laut los jubeln! Denn auf die wartet eine gigantisch große Belohnung im Himmel. Immerhin ging es den Propheten vor vielen Jahren genauso wie ihnen.“ Jesus vergleicht Schüler mit Salz und Licht 13 Jesus

redete weiter: „ich will einmal beschreiben, wie wichtig ihr für diese Welt seid. Ihr seid lebenswichtig, wie Salz lebenswichtig ist. Es macht das Essen schmackhaft und würzig und jeder Körper braucht es, sonst würde man sterben. Aber wenn Salz ausgewaschen ist und seine Salzkraft verliert, gibt es keine Möglichkeit mehr, diesen Prozess rückgängig zu machen. Das Salz ist dann wertlos, es hat keinen Nutzen mehr. Man kann es nur auf den Müll kippen, wo selbst die Ratten nur noch draufpinkeln, auch sie können damit nichts mehr anfangen.


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Ihr seid so wichtig, wie die Straßenlaternen in einer Stadt oben auf einem Hügel wichtig sind. Dieses Licht kann man von überall her sehen und man kann es auch nicht verstecken. 15 Wenn man eine Lampe bei sich zu Hause in sein Zimmer hängt, dann baut man ja auch keinen Pappkarton drum herum. Der würde das ganze Licht wegnehmen und es wäre wieder stockdunkel im Raum. Nein, man hängt die Lampe in die Mitte des Zimmers, oben an die Decke. Wenn sie dann an ist, sorgt das Licht der Lampe dafür, dass das ganze Zimmer hell ist. 16 Und genauso sollt ihr auch dafür sorgen, dass es heller wird in dieser Welt. Ihr sollt euch nicht verstecken. Lebt so vorbildlich und korrekt, dass die Menschen sagen müssen ‚Euer Gott ist wirklich gut!‘ Lebt so, dass sie sich sogar bei Gott für euch bedanken.“ 14

Jesus. Das fromme Gesetz der Juden wird befolgt 17 Jesus

redete weiter: „Bitte glaubt nicht, es wäre mein Plan, das fromme Gesetz von uns Juden für ungültig zu erklären. Nein, dieses Gesetz ist deswegen von Gott installiert worden, damit ich irgendwann komme und es zu seinem Ziel bringe. Ohne mich war es noch in einem Zwischenstadium, aber durch mich schließt sich jetzt der Kreis. 18 Das ist mir sehr wichtig, was ich jetzt sage: Solange dieses Universum existiert, wird auch das Gesetz der Juden existieren, in seinem vollen Umfang. Kein Punkt und Komma und auch kein Buchstabe wird davon gelöscht werden, bis nicht alles genau so eingetroffen ist, wie Gott es will. 19 Wenn jemand versucht auch nur eins von den eher unwichtigen Gesetzen zu löschen und den Menschen erzählt, dass es jetzt nicht mehr gilt, der wird nur eine kleine Nummer sein, im Leben nach dem Tod. Und derjenige, welcher sich an diese Gesetze hält und anderen beibringt, wie man sie halten kann, der wird mal zu den ganz Großen gehören, im Leben nach dem Tod. Mit diesem Leben nach dem Tod meine ich auch dieses sich ausbreitende Gebiet, welches sich im übernatürlichen, geistlichen Be-


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reich abspielt, neben der normalen Welt. Ich nenne es das Reich Gottes. 20 Ich möchte euch nur da drauf hinweisen, dass euer Leben vorbildlicher sein sollte, als das von vielen Theologen, Priestern und Pfarrern. Denn wenn ihr so lebt wie die, werdet ihr auf keinen Fall in dieses neue Gottesreich kommen können, wo alles gut wird, wo Gott alleine das Sagen hat.“ Was ist mit Mord? 21 „Ich

will mal ein paar Beispiele nennen, wie ich das Gesetz der Juden auslegen würde. Ihr habt vermutlich gehört, wie man früher mit dem Thema ‚Mord‘ umgegangen ist. Dort galt das Gesetz: ‚Morden ist verboten! Wenn jemand einen anderen Menschen ermordet, wird dieser vor einem Gericht zur Rechenschaft gezogen!“

22 Ich

würde dieses Gesetz aber noch verschärfen. Bei mir heißt es: ‚Allein schon auf jemanden ohne Grund sauer zu sein ist verboten!‘ Und wenn ein gläubiger Mensch zu einem anderen gläubigen Menschen sagt: ‚Du Vollspast!‘, dann müsste er dafür angezeigt und verurteilt werden. So was ist richtig schlimm! Und wenn jemand zu einem anderen sagt: ‚Du Volltrottel‘, dann reicht das aus, um später in der Hölle zu landen. Die Hölle ist ein ganz fieser Ort, wo es jedem sehr schlecht gehen wird. Dort hat die Dunkelheit das Sagen und nicht mehr Gott.

23 Es

ist sehr wichtig, dass man mit allen Menschen ein geklärtes Verhältnis hat. Wenn jemand sich auf den Weg zum Gottesdienst macht und ihm kurz vor der Kirche einfällt, dass er gerade im Streit mit einen anderen Mitglied aus der Gemeinde liegt, 24 dann sollte er alles stehen und liegen lassen, zu diesem Mann oder der Frau hingehen und die Sache erst einmal mit ihm klären. Wenn ihr euch ausgesprochen habt, kannst du ja immer noch in den Gottesdienst gehen und dort beten.


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25  Falls

du mit jemandem ein großes Problem hast und dies so groß ist, dass ihr es vor einem Gericht klären müsst, ist das hier mein Rat: Versuche dich mit ihm zu einigen, bevor ihr im Gerichtssaal beim Richter landet. Falls du nämlich doch im Unrecht bist oder die Gerichtsverhandlung einfach schlecht läuft, kann es sein, dass du verknackt wirst. Ich meine das aber auch im übertragenen Sinne. Denn es gibt auch einmal eine Gerichtsverhandlung nach deinem Tod, wo du dich für dein Leben verantworten musst. Da ist es besser sich mit Leuten schon vorher versöhnt zu haben. 26 Hey, in einer Sache bin ich mir hundertprozentig sicher: Wenn du dann im Gefängnis gelandet bist, gibt es keine Strafverkürzung und auch kein Gnadengesuch. Du musst deine Schulden bezahlen, bis auf den letzten Cent.“ Fremdgehen und Ehebruch. Was ist okay und was nicht? 27 „Vielleicht

ist euch einmal erzählt worden, dass in den jüdischen Gesetzen folgendes steht: ‚Fremdgehen und den Ehepartner betrügen ist verboten‘. 28 Aber was bedeutet das eigentlich, ab wann geht man jemandem fremd? Für mich ist klar: Wenn ein Mann eine verheiratete Frau nur mit gierigen Blicken ansieht, so als wolle er sie gleich ausziehen und mit ihr ins Bett steigen, dann hat er in seinen Gedanken bereits eine Ehe gebrochen. 29 Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch gegen seine Schwächen und Sünden wie verrückt ankämpfen muss. Und wenn es etwas gibt, was seine Blicke immer wieder in die falsche Richtung verführt, dann sollte er das radikal aus seinem Leben verbannen. Auch wenn er das Gefühl hat, er könnte ohne dieses Ding nicht mehr leben. Denn es ist besser trotz eines großen Verlustes am Ende im Himmel bei Gott zu landen, als einfach so weiter zu machen wie bisher, um dann die ewig lange Zeit nach dem Leben in der Hölle, ohne Gott zu verbringen.


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Scheidung von Ehepartner ist nicht okay Und noch mal ein weiteres Gesetz, was ihr nach meiner Meinung immer wieder falsch auslegt. Es geht mir um den Text: ‚Wenn ein Mann seine Ehe für beendet erklärt, muss er nur seiner Frau eine Urkunde ausstellen und dann kann er sie rausschmeißen‘. 32 Ich denke aber, Gott hat dieses Gesetz anders gemeint. Er will das nicht. Es gibt Gründe, warum man sich von seinem Partner trennen kann, zum Beispiel wenn er einen betrogen hat. Aber wenn man sich einfach so von ihm verabschiedet, dann besteht vor Gott die Ehe noch weiter. Und wenn er oder sie sich dann einen neuen Partner suchen und heiraten, betrügen sie damit ihren alten Partner, sie begehen Ehebruch. Das bedeutet auch, wenn jemand eine Frau oder einen Mann heiratet, dessen alte Ehe noch nicht wirklich vor Gott beendet ist, dann erfüllt auch das den Tatbestand von Ehebruch, er hat den alten Partner betrogen. Versteht ihr das?“ 31

Ich schwör! 33 Noch

mal ein anderes Beispiel. Früher wurde immer gepredigt, dass man sich an das halten soll, was man geschworen hat. Und erst recht, wenn man Gott etwas versprochen hat, dann muss man das auf jeden Fall auch einhalten. 34 Ich würde dieses Gesetz aber noch verschärft auslegen. Auf etwas zu schwören ist generell nicht gut, lasst das sein! Egal auf was du schwörst, ob auf deine Mutter, oder deinen Fussballverein, dass bringt es nicht. 35 Auch nicht auf den Mond, oder die Erde soll man schwören. Die Planeten sind ja sowieso alle von Gott gemacht und er kann mit Sonne, Mond und der Erde rumjonglieren, wenn er das will. Und auch auf die Hauptstadt zu schwören bringt es nicht, denn die gehört ja letztendlich auch Gott. Damit könnt ihr ihn nicht beein-


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drucken und es wird auch nicht dabei helfen, dass ihr euer Versprechen erfüllt. 36 Es bringt auch nichts, wenn du deinen Kopf als Pfand einsetzt, damit man dir glaubt, was du sagst. Und so ganz nebenbei: Selbst über die Haare auf deinem Kopf hast du keine Macht. Sie fallen aus, werden grau, oder weiß und du kannst das nicht verhindern. Ich finde, man sollte sich auf das verlassen können, was ihr sagt. Rumschleimen und jedem nach dem Wind reden bringt es nicht. Wenn ihr etwas gut findet, dann steht auch dazu. Und wenn ihr etwas nicht gut findet, dann steht auch dazu. Ändert nicht ständig eure Meinung, je nachdem, wer euch gerade gegenüber sitzt.

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Rache! Was Jesus dazu sagt Man hat euch erzählt, dass Gott folgendes will: ‚Wenn jemand dir aufs Auge haut, dann darfst du ihm auch aufs Auge hauen. Und wenn jemand dir einen Zahn ausschlägt, dann darfst du ihm den gleichen Zahn ausschlagen.‘ 39 Ich würde dieses Gesetz so ausfüllen: Wenn dich jemand schlägt, dann schlag nicht gleich zurück. Im Gegenteil, halt ihm auch die andere Wange hin. Auch auf die Gefahr hin, dass er dich noch mal verletzt. 38

40  Anderes Beispiel: Angenommen jemand hat dich verklagt, weil er

glaubt, etwas was du besitzt, gehört eigentlich ihm und du hättest ihn beklaut. Dann würde ich mich nicht auf die Gerichtsverhandlung einlassen, sondern ihm das geben, was er meint, das ihm gehört. Und dann wäre es noch gut, etwas oben drauf zu legen, was ohne Zweifel dir gehört. Geht es zum Beispiel darum, dass er meint, du hättest ihm das IPhone geklaut, dann geh zu ihm hin, gebe ihm das IPhone und dazu noch ein Ladekabel. Noch ein Beispiel: Angenommen, da will dich jemand dazu zwingen, statt mit dem Auto zwei Kilometer zu Fuß zu gehen. Dann


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lehne das nicht ab, sondern biete ihm an auch den Rückweg wieder zu Fuß zu gehen. Versteht ihr das Prinzip dahinter?   Wenn dich jemand um etwas bittet, dann gib es ihm freiwillig. Und wenn sich jemand was leihen will, dann leih es ihm. Jemand hasst dich. Na und? 43 Früher

hat man euch folgendes erzählt: ‚Deine Freunde sollst du lieben, deine Feinde sollst du hassen.‘ 44 Ich würde dieses Gesetz heute aber anders formulieren. Wie wäre es mit: Wenn dich jemand hasst, dann liebe ihn! Und wenn dir jemand immer wieder ein Bein stellen will, dann fang an für ihn zu beten! 45 Wenn

ihr so lebt, gehört ihr zur Familie des Himmels, mit Gott als eurem Vater. Er ist es, der jeden Morgen die Sonne aufgehen lässt, egal ob man den Tag vorher korrekt gelebt hat oder nicht. Und wenn es regnet ist es Gott egal ob unten Leute stehen die alles richtig gemacht haben oder die ganze Zeit nur Mist bauen. 46 Was ist da dran schon so besonders, wenn du nur die liebst, die dich auch lieben? Das ist nicht schwer, dass kann jeder. Denkst du, dafür hast du eine besondere Belohnung verdient? Selbst die bei euch so unbeliebten Banker leben so, und dass, obwohl vielen von denen Gott eigentlich egal ist. 47 Und wenn es deine Art ist, nur noch deinen engsten Freunden zur Begrüßung die Hand zu geben, worin unterscheidest du dich dann noch von den Menschen, denen Gott egal ist? So ein Verhalten ist doch sehr arrogant und von oben herab. 48 Ich finde, dass jeder gläubige Mensch den Anspruch haben sollte, so perfekt drauf zu sein, wie Gott perfekt drauf ist. Das ist unser Ziel, so sollten wir versuchen zu leben.


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gab er davon auch etwas an die anderen Männer ab, die bei ihm waren. Und das war in Ordnung. 27 Ich bin der Meinung, dass der Sabbat von Gott ins Leben gerufen wurde, damit er den Menschen Grenzen setzt und sie auch mal eine Ruhepause einlegen. Der Sabbat soll etwas für die Menschen tun und nicht die Menschen für den Sabbat. 28 Und das ist auch der Grund, warum ich, der Menschensohn, darüber bestimmen kann, was man am Sabbat machen darf und was nicht.“ Was Jesus mit Menschensohn meinte, wurde oben bereits erklärt.

3. Kapitel Skandal? Mann wird am Sabbat geheilt An einem anderen Sabbat ging Jesus wieder in eine Synagoge. Dort traf er auf einen Mann, der eine total verkrüppelte Hand hatte. 2 Die Pharisäer schauten genau hin, ob Jesus ihn auch heilen würde. Schließlich war ja das Heilen auch Arbeiten und somit am Sabbat ihrer Meinung nach verboten. Wenn er es tun würde hätten sie einen Grund, Jesus endlich anzuzeigen. Und das wollten sie unbedingt. 3 Jesus bat den Mann aufzustehen. „Stell dich hier her in die Mitte“, sagte er zu ihm. 4 Dann meinte er zu den umstehenden Leuten: „Preisfrage: was ist am Sabbat erlaubt, wie soll man sich am Sabbat verhalten? Soll man Gutes tun oder Böses? Soll man Leben retten oder Leben kaputt machen?“ Keiner traute sich laut zu antworten. 5 Jesus blickte sich um und schaut jedem ganz ernst in die Augen. Dabei wurde er richtig sauer aber auch gleichzeitig sehr traurig. Denn die Leute waren vollkommen zu, sie hatten ein steinhartes Herz. Schließlich sagte er zu dem Mann: „Mach deine Hand gerade!“ Der machte seine Hand gerade und in derselben Sekunde war er geheilt! 6 Für die Pharisäer war diese Heilung eine riesen Provokation. Sie 1


Markus 3. Kapitel

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gingen zusammen aus der Tempelanlage und trafen sich mit den Anhängern vom jüdischen König Herodes. Gemeinsam beschlossen sie: Jesus muss sterben. Große Heilungssession am See Später flüchtete Jesus mit seinen Schülern an den See. Aber kurz darauf waren auch schon wieder tausende Menschen aus Galiläa da. Wobei auch einige aus Judäa, 8 aus Jerusalem und Idumäa angereist waren. Letzteres liegt auf der anderen Seite vom Fluss Jordan. Super viele Besucher kamen aus der Gegend von Tyrus und Sidon. Sie waren alle da, weil man ihnen von den Wundern erzählt hatte, die Jesus tat. 9 Jesus bat seine Schüler ein Boot zu organisieren. Damit könnte er dann vom See aus eine Ansprache halten, ohne dass die vielen Menschen ihn erdrücken würden. 10 Weil Jesus nämlich wieder eine große Heilungssession angesetzt hatte, wollte ihn jeder Kranke unbedingt einmal berühren. 11 Wenn einige von den Zuschauern von einem Dämon befallen waren passierte es oft, dass der Dämon mit der Stimme des Menschen sprechen konnte. Er sorgte auch dafür, dass der dämonisch besetzte Mensch sich vor Jesus auf den Boden schmiss. Dann schrie der laut: „Du bist der Sohn von Gott!“ 12 Jesus wollte das aber nicht hören. Er verbot sogar den Dämonen dies öffentlich zu sagen. 7

Aus Schüler wird Apostel Einmal stieg Jesus auf einen Hügel, damit ihn jeder sehen konnte. Und dann rief er von dort einige Männer nach oben, die er sich schon vorher ausgesucht hatte. Jeder der Männer kam einzeln zu ihm. 14 Insgesamt waren es zwölf. Diese zwölf sollten ab sofort so eine Art Spezialtruppe sein. Er wollte sie ausbilden, um sie dann später in den Dienst für Gott aussenden zu können. Sie sollten predigen 15 und auch die Vollmacht von ihm bekommen, Dämonen aus Menschen auszutreiben. 13


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Markus 3. Kapitel

Jesus suchte sich zwölf Männer dafür aus, die ab dann Apostel genannt werden durften. Dazu gehörte als erstes Petrus, was so viel wie ‚der Fels‘ bedeutet. Den Spitznamen hatte er von Jesus bekommen, eigentlich hieß er nämlich Simon. 17 Dann waren da Jakobus, der Sohn von Zebedäus, und Johannes, der Bruder von Jakobus. Die beiden bekamen auch einen Spitznamen, er nannte sie die Donnersöhne. 18 Die anderen waren Andreas, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus, der Sohn des Alphäus, Thaddäus, Simon Kananäus 19 und dann noch Judas Iskariot. Letzterer war übrigens der Mann, der Jesus später an seine Feinde verraten würde. 16

Pharisäer behaupten: Jesus ist Satanist Abends ging Jesus in das Haus, wo er gerade untergekommen war. Und wieder kamen super viele Menschen bei ihm an. Er redete und betete die ganze Zeit für Leute, so dass er und auch seine Schüler noch nicht mal zwischendurch zum Essen kamen.

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Nun hatte Jesus ja auch noch eine „normale“ Familie wie Mutter, Tanten, Brüder, Neffen usw. Als die davon hörten, wie er gerade unterwegs war und was er alles machte, dachten die zuerst, Jesus wäre vollkommen durchgedreht, und wollten ihn mit Gewalt dort wegholen

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Die Theologen aus Jerusalem hatten dann noch eine neue Theorie, woher Jesus seine Wunderkräfte bekommt. „Er ist von Satan besessen!“, behaupteten sie und: „Er kann Dämonen nur austreiben, weil er einen Pakt mit dem Chef über alle Dämonen hat, mit Satan persönlich!“ 23 Jesus bekam das irgendwie mit. Er sagte zu den Theologen sie sollten näher kommen, weil er ihnen etwas erklären wolle. „Sagen sie, wie kommen sie denn auf die Idee, dass man satanische Mächte mit satanischen Kräften austreiben kann? 24 Es ist doch generell 22


Markus 3. Kapitel

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so, dass immer dann, wenn ein Land oder Königreich innerlich zerstritten ist, es keine Kraft mehr hat. Es geht irgendwann kaputt. 25 Auch wenn eine Familie zerstritten ist, geht sie irgendwann ein, ohne etwas bewirkt zu haben. 26 Wenn sich jetzt also die Familie von Satan tatsächlich innerlich zerstritten hätte, wenn sich satanische Mächte gegenseitig bekämpfen würden, dann wäre es mit ihnen bald vorbei. 27 Oder um mal in einem Bild zu sprechen: Es ist nicht möglich einfach so in ein Haus einzubrechen, wo ein muskulöser, starker Mann wohnt. Wenn man ihn beklauen will, sollte man ihn vorher von hinten überraschen, fesseln und an einen Stuhl binden. Erst wenn man das gemacht hat, kann man in Ruhe sein Haus ausräumen. 28 Ich will euch noch einmal etwas Generelles über eure Gedanken und eure Äußerungen sagen, was meinen Dienst betrifft. Ich bin mir in einer Sache sehr sicher: Es gibt keine Verbrechen, keine Fehler, keine Sünden, die Gott nicht vergeben kann. Auch wenn wir über Menschen oder über Gott negativ reden kann er so etwas verzeihen. 29 Aber wenn jemand über die Kraft Gottes, seinen Heiligen Geist, lästert, dann ist eine Grenze überschritten. Diesen Fehler, diese Sünde, wird Gott nicht verzeihen. Das hängt denjenigen immer nach, selbst wenn es dieses Universum nicht mehr geben wird.“ 30 Jesus kam auf das Thema, weil seine Kritiker behauptet hatten, er würde nicht mit der Kraft Gottes, sondern nur mit dämonischen Kräften heilen können. Verwandte: Wer gehört zu seiner Familie? Mitten in diesem Gespräch kam die Familie von Jesus am Haus an. Seine Mutter und seine Brüder standen vor der Tür und riefen nach ihm. 32 Weil aber so viele Leute drinnen waren und um Jesus herum saßen lag die Vermutung nahe, er hätte das gar nicht bemerkt. Darum sagten die Zuhörer: „Hey, deine Mutter steht 31


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Markus 4. Kapitel

draußen und auch Deine Brüder. Sie würden dich gerne sehen und fragen nach dir!“ 33 „Hm, meine Mutter? Meine Brüder? Wer soll das sein?“, antwortete Jesus. 34 Dann schaute er sich im Kreis um und sagte: „Das hier ist meine Familie! Hier sitzen meine Mutter und meine Geschwister! 35 Jeder, der das tun will, was Gott sagt, gehört zu meiner Familie. Diese Leute werden dann automatisch zu einer Schwester, oder einem Bruder oder einer Mutter für mich. Versteht ihr das?“

4. Kapitel Vergleich: Die Aussaat Jesus war mal wieder am Lehren. Viele Menschen saßen um ihn herum. Das ganze fand am Ufer von einem großen See statt. Weil er dachte, dass ihn so mehr Leute wirklich verstehen könnten,fuhr er mit einem Boot ein Stück raus auf den See. Dort setzte er sich an die Reling und begann zu sprechen. Die Zuhörer standen alle am Land und hörten ihm aufmerksam zu. 2 Seine Ansprache war diesmal sehr lang. Und wie immer benutzte er viele Vergleiche um seine Inhalte rüber zu bringen. 3 „Hört mir gut zu!“, begann Jesus. „Da war ein Bauer, der seine Saat auf einem Feld verteilen wollte. Er ging also mit einem Sack voller Saatkörner los und streute diese überall auf den Boden. 4 Schon mitten beim Säen kamen einige Vögel angeflogen und fraßen die Körner auf. 5 Einige der Körner fielen auf einen Boden, der nicht besonders gut war. Es gab viele Kieselsteine und Felsen in der Erde. Später keimten diese Körner zwar, aber weil der Boden zu hart war, konnten die Wurzeln nicht wirklich tief in die Erde wachsen. 6 Als dann auch noch tagelang die Sonne draufknallte, wurden die kleinen Pflänzchen einfach verbrannt, denn sie konnten sich nicht mit Wasser aus dem Boden versorgen. 7 Andere Körner fielen zwar auf guten Boden, aber an der gleichen 1


Lukas 6. Kapitel

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„Leute, das ist doch ganz klar“, antwortete Jesus. „Bei einer Hochzeitsfeier wird doch auch ordentlich gegessen, zumindest solange der Bräutigam noch da ist. 35 Aber eines Tages wird der Bräutigam nicht mehr da sein, man wird ihn von der Feier entfernen. Und das ist die Zeit, wo sie aufs Essen verzichten werden.“ 34

Und dann erzählte Jesus noch einen Vergleich. „Es ist doch so: Niemand würde aus einem neuen Hemd ein Stück Stoff rausschneiden und es auf ein altes, vergammeltes Hemd drauf nähen. Dann hätte ja das neue Hemd ein Loch und auf dem alten Hemd würde das Stück Stoff auch komisch aussehen. 37 Genauso würde auch niemand neuen Wein in moderige, alte Weinschläuche aus Leder füllen. Denn sobald der neue Wein gärt, dehnt er sich aus und würde die alten Schläuche zerfetzen. So wäre beides kaputt, der Wein und der Weinschlauch. 38 Ich denke, neuer Wein sollte auch in neue Schläuche gefüllt werden. 39 Und ich will noch weiter mit dem Weinvergleich zu euch sprechen. Ist es nicht auch so, dass wenn jemand erst mal einen schönen, alten Wein getrunken hat, dann will er keinen jungen Wein mehr trinken. Ist doch klar, er wird sagen: Vielen Dank, aber der alte Wein schmeckt einfach besser!“ 36

6. Kapitel Arbeiten am Sabbat? Nicht gut? Einige Tage später war dann mal wieder Sabbat. Der Sabbat ist bei den Juden der siebte Tag in der Woche. An diesem Tag darf nicht gearbeitet werden, stattdessen wird Gottesdienst gefeiert, und es werden nur Brot ohne Hefeteig gegessen. Die Schüler von Jesus gingen an diesem Tag durch ein Kornfeld. Dabei rissen sie beiläufig ein paar Ähren ab, zerrieben sie in der Hand und aßen die Körner auf. 2 Einige Pharisäer sahen das und waren geschockt. „Was macht ihr denn da?“ riefen sie den Schülern


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Lukas 6. Kapitel

zu. „Essenszubereitung ist am Sabbat verboten!“ 3 Jesus antwortete: „Habt ihr nicht die Geschichte von David und seinen Begleitern gelesen, als sie am Sabbat Hunger hatten? 4 Er ging sogar in den Tempel und nahm sich die gespendeten Brote, die eigentlich für Gott geopfert waren. Wenn die jemand essen durfte, dann nur die Priester! Aber er aß davon und gab auch seinen Begleitern was ab! 5 Ich, der Auserwählte, kann da drüber bestimmen, was am Sabbat gemacht werden darf und was nicht!“ Eine verkrüppelte Hand, Heilung und der Sabbat Und dann war es wieder einmal Sabbat. Jesus ging in die Synagoge und brachte den Menschen dort Dinge über den Glauben bei. Mittendrin saß da ein Mann, dessen rechte Hand verkrüppelt war. 7 Die Theologen und die Männer der Pharisäerpartei beobachten die ganze Szene. Sie hofften Jesus auf frischer Tat zu ertappen, wenn er an einem Sabbat einen Menschen heilen würde. Heilen galt für sie nämlich auch als Arbeit, und das war bekanntlich an dem Tag verboten. Hätten sie Jesus bei einer Gesetzesübertretung erwischt, wäre er reif für eine Anklage gewesen. 8 Jesus hatte das aber längst durchschaut. Er bat den Mann mit der verkrüppelten Hand aufzustehen. „Geh in die Mitte des Raumes“ sagte er zu ihm. Der Mann stand auf und kam nach vorne. 9 „Ich hab da eine Frage an euch,“ begann Jesus seine Rede. „Was darf man am Sabbat tun und was nicht? Sollte man Gutes tun, oder Schlechtes? Sollte man ein Leben retten oder dabei zu sehen, wie es kaputt geht?“ 10 Jesus schaute jedem einzeln in die Augen. Dann sagte er zu dem Mann: „Mach deine Hand gerade!“ Der Mann tat es und sofort war die Verkrüppelung weg. Seine Hand war von einer Sekunde auf die nächste vollkommen gesund! 11 Die Pharisäer und Theologen waren außer sich vor Wut. Sie trafen sich noch am gleichen Tag um zu beraten, wie man diesen Jesus am besten aus dem Weg räumen könnte. 6


Lukas 6. Kapitel

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Zwölf Schüler Irgendwann ging Jesus auf einen Berg, weil er dort mit Gott alleine Zeit verbringen wollte. Er war dort die ganze Nacht am Beten. 13 Als es hell wurde, rief er seinen ganzen Trupp an Schülern zu sich. Und dann wählte er aus der Menge zwölf Männer extra aus. Diese besonderen Schüler wurde ab dann von ihm Apostel genannt. 14 Hier ihre Namen: 12

Simon, den er ab dann nur noch Petrus nannte, sein Bruder Andreas, dazu Jakobus, Johannes, Philippus und Bartholomäus, 15 Matthäus, Thomas, Jakobus, der Sohn von Alphäus. Simon, den man auch den Zelot nannte. 16 Judas, der Sohn des Jakobus und Judas Iskariot. Der wurde dann später zu einem Verräter. Alle wollen was von Jesus Nach dieser Wahl ging Jesus mit seinen Schülern wieder ins Tal runter. Als sie unten waren blieb er mit allen dort stehen. Denn es waren wieder mal sehr viele Menschen zu ihm gekommen. Aus ganz Judäa und Jerusalem über das Küstengebiet von Tyrus und Sidon, von überall kamen die Leute her. 18 Alle wollten Jesus predigen hören und einige brauchten auch eine Heilung. Bei diesem Treffen wurden auch einige dreckige Dämonen ausgetrieben, die Menschen befallen und geärgert hatten. 19 Überall versuchten die Leute Jesus nur einmal anzufassen. Es ging von ihm irgendwie eine heilende Kraft aus, jeder, der mit ihm in Berührung kam, wurde geheilt. 17


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Lukas 6. Kapitel

Jesus: Berühmte Predigt auf einem Feld Später hielt Jesus noch eine Predigt ganz spezielle für seine Schüler. Er sagte: „Ich will euch sagen, wer bei Gott alles dabei ist. Bei Gott dabei sind die armen Menschen, die nicht viel besitzen. Sie können sich freuen, weil für sie die neue Zeit angebrochen ist, in der Gott seine Macht zeigt. 21 Bei Gott dabei sind die Menschen, die gerade hungern müssen. Sie können sich freuen, weil sie bald satt werden. Bei Gott dabei sind die Menschen, die gerade traurig und depressiv sind. Sie werden bald wieder lachen können und sich freuen. 22 Bei Gott dabei sind die Leute, welche von den Menschen wegen ihres Glaubens gehasst werden. Ihr könnte euch freuen, wenn sie euch aus der Gemeinschaft rausschmeißen, wenn sie euch beschimpfen und Gerüchte über euch verbreiten, nur weil ihr zu mir, dem Menschensohn, gehört. 23 Wenn das so weit ist, könnt ihr vor Freude los jubeln! Denn ihr werdet eine große Belohnung bekommen, in dem Leben nach dem Tod, im Himmel. Ihr seid ja nicht die ersten, denen das passiert. Auch den Propheten ging es damals genauso, als eure Vorfahren so mit ihnen umgegangen sind. 20

Bloß die Menschen, die auf ihrem vielen Geld sitzen, müssen dann echt aufpassen. Das Bankkonto wird sie dann nämlich nicht trösten. 25 Und auch ihr, die ihr jetzt mit vollem Magen zuhause rumsitzt, müsst euch dann auf etwas gefasst machen. Denn ihr werdet hungern müssen, es gibt nichts zu essen für euch. Und diejenigen, welche bei allen beliebt sind, müssen auch echt aufpassen. Wenn alle Menschen gut über euch reden, muss noch lange nicht alles gut sein. Denn über die Pseudopropheten hat man damals auch nur gut geredet.“ 24


Lukas 6. Kapitel

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Freund oder Feind: Wen soll man lieben? Jesus redete weiter: „Ich möchte euch, die ihr jetzt zuhört, noch etwas sagen. Es ist wichtig, dass ihre eure Feinde liebt! Gerade den Leuten, die euch richtig hassen, solltet ihr Gutes tun. 28 Wenn euch jemand verflucht, dann solltet ihr für ihn beten und ihm das Beste von Gott wünschen! Auch wenn euch jemand beleidigt oder schlägt, solltet ihr für ihn beten. 29 Wenn dir jemand mit dem Handrücken eine Ohrfeige gibt, ist das eine schlimme Beleidigung. Aber anstatt zurückzuschlagen, halte ihm die andere Wange auch noch hin! Der wird blöd gucken. Und wenn dir jemand deine Jacke klaut und du kriegst das mit, dann reg dich nicht auf, sondern biete ihm auch noch deinen Pullover dazu an. 30 Wenn dich jemand um etwas bittet, dann gib es ihm auch. Und wenn dir jemand etwas wegnimmt, dann lass ihn doch. Verlange nicht, dass er es dir zurückgibt. 27

31 Eine

gute Regel ist: Alles was du von jemand anderen erwartest, erwarte auch von dir selbst. Lege den gleichen Maßstab an deinem Handeln an, wie du es bei anderen auch tust.

32 Und wie ist das mit der Liebe? Wenn du nur denjenigen liebst, der

dich auch liebt, was ist da dran schon so besonders? Das kann doch jeder. Auch die Menschen ohne Gott können das, sie lieben nur diejenigen, die diese Liebe auch erwidern. 33 Und wenn ihr nur gut zu denen seid, die auch gut zu euch sind, dann ist das auch nichts besonderes. Dafür könnt ihr keine große Belohnung erwarten. Die Menschen ohne Gott machen das ja auch. 34 Wenn ihr nur den Leuten Geld leiht, bei denen ihr sicher sein könnt, dass sie es auch zurück bezahlen könnten, was soll das? Ihr könnt dafür auch kein großes Lob erwarten. Auch die Menschen ohne Gott verleihen Geld an Leute, die es auch sicher zurück bezahlen werden.


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Lukas 6. Kapitel

Ich möchte, dass ihr eure Feinde liebt, dass ihr Gutes tut, und Geld verleiht, ohne sicher zu sein, dass ihr dafür etwas zurückbekommt. Nur mit so einer Einstellung werdet ihr von Gott ganz groß belohnt werden können. Dann seid ihr Teil der Familie Gottes. Auch Gott liebt die Menschen, obwohl sie undankbar, link und böse sind.“ 35

Vorverurteilen geht nicht! „Gott ist auch nicht hart euch gegenüber. Darum solltet ihr auch mit anderen nicht hart umgehen, sondern sie lieben. 37 Andere vorzuverurteilen ist nicht gut. Wenn ihr das nicht tut, wird man euch auch nicht vorverurteilen. Wenn ihr den anderen ihren Mist verzeiht, wird man euch auch verzeihen, wenn ihr Mist gebaut habt. 38 Gebt den Leuten etwas ab, dann wird man euch auch etwas abgeben. Ihr werdet sogar ganz großartig beschenkt werden! Der Messbecher wird vollgemacht und weiter gefüllt, bis er überläuft. So, wie ihr abmesst, wird man auch bei euch abmessen, wenn ihr mal etwas braucht.“ 36

Um etwas zu verdeutlichen, brachte Jesus noch einen Vergleich. „Kann jemand, der nicht sehen kann, einem Blinden helfen den Weg zu finden? Führt ein Blinder einen Blinden? Nein, bestimmt nicht, denn sie würden beide ins nächstbeste Loch fallen. 40 Der Schüler steht nicht über seinem Lehrer. Aber wenn jemand in der Schule war und dort alles gelernt hat, kann er eines Tages auch für andere zu einem Lehrer werden. 39

Wie kommt es, dass Menschen die Fehler bei den anderen sofort bemerken, aber für ihre eigenen Fehler blind sind? Warum ist es so, dass du einen winzigen Holzsplitter im Auge deines Freundes sofort siehst, aber den großen Ast in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht? Du bist doch ein Heuchler und tust nur so, als ob du ganz fromm wärst. Kümmere dich doch erst einmal um deinen Ast im

42


Lukas 6. Kapitel

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Auge! Und wenn der wirklich ausgeräumt ist, kannst du dich ja immer noch um den Holzsplitter bei deinem Freund bemühen!“ Glaubensfrüchte. Wie kommen sie zustande „Ein guter Obstbaum bringt immer gutes Obst hervor und kein schlechtes. Das geht gar nicht anders. Genauso wie ein kranker Baum kein gutes Obst hervorbringen kann. 44 Wenn man raus bekommen will, was das genau für eine Pflanze ist, muss man sich immer nur die Früchte anschauen, die da dran wachsen. Von einer Brennnessel wird man keine Erdbeeren ernten können und an einer Dornenhecke wachsen keine Birnen. 45 Bei einem Mensch der in sich gut ist, werden gute Dinge entstehen können, weil er in seinem Innersten gut ist. Bei einem Menschen der link und böse ist, werden am Ende nur böse Sachen rauskommen, weil in seinem Innersten Böses ist. Das, womit das Herz abgefüllt ist, wird irgendwann auch aus dem Mund rauskommen. 43

Ich finde es falsch, wenn ihr mich immer mit ‚Chef‘ und ‚Meister‘ anredet, aber dann doch nicht so lebt, wie ich es sage. 47 Ich will noch mal einen Vergleich bringen: Jeder, der zu einer meiner Predigten kommt, gut zuhört und dann umsetzt, was ich gesagt habe, den kann man mit 48 jemand vergleichen, der ein Haus bauen wollte. Dafür buddelte er so lange die Erde um, bis er auf einen felsigen Untergrund stößt. Dort setzte er die Grundmauern an und baute da drauf. Als es dann später einmal eine Flut gab, kamen die Wassermassen an dem Haus an, aber sie konnte es nicht zerstören. Denn er hatte es auf einen stabilen Boden gebaut, auf einem Felsen. 49 Aber wenn jemand mir zugehört hat und das dann nicht umsetzt, was ich sagte, dann ist das genau anders rum. So einer ist wie jemand, der sein Haus nur auf einen Sandboden gebaut hat. Er hat keinen Felsen als Untergrund auf dem er die ersten Steine hätte setzen können. Als dann die Flut kam, unterspülte das Wasser die 46


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Lukas 7. Kapitel

Mauer und das ganze Haus viel in sich zusammen. Am Ende war es vollkommen zerstört.“

7. Kapitel Wunder: Angestellter eines Hauptmanns der Armee wird geheilt 1 Nachdem Jesus fertig gesprochen hatte, ging er weiter in die Stadt Kafarnaum. 2 Dort gab es einen Hauptmann der römischen Armee, dessen Angestellter todkrank war. Der Hauptmann mochte diesen Angestellten sehr. 3 Er hörte, dass der große Wunderheiler Jesus in der Gegend war. Darum bat er einige von den jüdischen Gemeindeältesten in seinem Auftrag zu ihm zu gehen. Sie sollten Jesus fragen, ob er ihn besuchen könnte um seinen Angestellten zu heilen. 4 Die Ältesten standen nun also bei Jesus und bettelten ihn förmlich an, dass er diesen Wunsch erfüllen solle. „Dieser Mann ist es wirklich wert,“ sagten sie zu ihm. 5 „Er liebt das jüdische Volk und hat uns sogar dabei geholfen eine Synagoge zu bauen!“ 6 Jesus ließ sich schließlich breitschlagen und ging mit. Es war nicht mehr weit bis zum Haus, als plötzlich einige Männer auf den Trupp um Jesus zustürmten. Sie waren Freunde von dem Hauptmann. Ihr Nachricht an Jesus: „Großer Meister, unser Hauptmann lässt ihnen folgendes ausrichten: ‚Bitte machen sie sich nicht die Mühe in mein Haus zu kommen! Ich bin das gar nicht wert. 7 Darum hab ich mich auch nicht unter ihre Augen getraut. Ich fühle mich zu unwürdig. Aber ich bin mir sicher, dass sie nur ein Wort sagen müssten, und dann ist mein Angestellter wieder gesund! 8 Ich kenn das ja auch von meinem Job. Ich muss Befehlen gehorchen und meine Soldaten gehorchen wiederum meinen Befehlen. Wenn ich einem sage: ‚Herkommen!‘ dann kommt er sofort. Und wenn ich zu einem anderen sage: ‚Machen sie das da weg‘. Dann tut er das auch‘.“


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Johannes 8. Kapitel

aller Öffentlichkeit dies zu tun. 45 Irgendwann gingen die Gerichtsdiener, die ihn festnehmen sollten, wieder zu ihren Auftraggebern zurück. Die Pharisäer und Hohepriester fragten: „Was ist los? Warum habt ihr ihn nicht gleich mitgebracht?“ 46 „Dieser Jesus ist einfach einzigartig! Noch nie konnte ein Mensch so gut reden wie er!“ 47 „Hallo? Hat er euch jetzt auch noch verzaubert? 48 Kennt ihr nur einen Mann aus dem Hohen Rat oder von den Pharisäern, die ihm folgen? Nein. Also. 49 Diese Leute von der Straße haben ja auch keine Ahnung vom göttlichen Gesetz, sie sollen doch alle zum Teufel gehen!!“ 50 Jetzt meldete sich Nikodemus zu Wort. Er war ebenfalls ein Pharisäer und hatte vor einiger Zeit schon einmal mit Jesus länger gesprochen. 51 „Jetzt mal ruhig, Leute!“, sagte er. „Seit wann ist es denn bei uns gesetzlich so vorgesehen, dass jemand verurteilt wird, bevor man ihn befragt und verstanden hat, was er eigentlich will?“ 52 Die Antwort da drauf war: „Stammst du etwa auch aus Galiläa, genauso wie der? Schau doch selbst noch mal in deine Bibel! Du wirst keine Stelle finden, die besagt, dass ein Prophet aus Galiläa kommt!“ 53 Nach dem man die Diskussion beendete hatte, gingen alle wieder nach Hause.

8. Kapitel Die Frau, die fremd ging Jesus ging dann auf den Ölberg und verbrachte dort die Nacht. Am nächsten Morgen kam er wieder früh runter in den großen Tempel. Und es kamen erneut sehr viele Menschen zu ihm, um ihm zuzuhören. Jesus setzte sich auf einen Platz und brachte ihnen Dinge über den Glauben bei. 3 Plötzlich kamen ein Trupp von Theologen und Pharisäer zu ihm. Im Schlepptau hatten sie eine Frau, die auf frischer Tat beim Ehebruch erwischt worden war. Sie stellten die Frau vor ihm in die Mitte des Raumes und sagten: 4 „Lehrer! 1 2


Johannes 8. Kapitel

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Diese Frau wurde mit einem anderen Mann im Bett erwischt. Sie hat die Ehe gebrochen. 5 In dem Gesetz von Mose steht als Strafe jetzt die Todesstrafe! Man soll sie mit Steinen bewerfen, bis sie stirbt. Was denkst du über diesen Fall?“ Jesus schaute währenddessen die ganze Zeit auf den Boden und schrieb mit einem Finger irgendwas auf die Erde. 7 Die Männer fragten aber immer wieder, sie waren unnachgiebig und wollten unbedingt eine Antwort von ihm haben. Schließlich richtete er sich auf und schaute sie an. „Gut. Wer von euch noch nie etwas Böses getan hat, soll als erster einen Stein werfen!“ Stille. 8 Jesus setzte sich wieder hin und schrieb weiter im Sand. 9 Langsam drehte sich einer nach dem anderen wortlos um, ließ seinen Stein fallen, und ging nach Hause. Die älteren waren die ersten dabei. Schließlich stand nur noch Jesus mit der Frau dort. 10 Er richtete sich auf, schaute sie an und sagte: Na, wo sind sie denn alle geblieben? Hat keiner an dir das Urteil vollstreckt?“ 11 „Nein, keiner!“, antwortete sie leise. Da sagte Jesus zu ihr: „Ich werde dich auch nicht verurteilen! Jetzt geh nach Hause, ändere dein Leben und mach das nicht wieder.“ Das hellste Licht auf der Welt ist Jesus Später hielt Jesus noch einmal eine Ansprache an seine Schüler. „Ich bin das Licht für die Menschen in dieser Welt. Wenn jemand mit mir lebt und tut, was ich sage, wird es keine Dunkelheit mehr für ihn geben. Er wird nie mehr im Dunkeln tappen, denn das Licht, das ihm den Weg im Leben ausleuchtet, wird immer bei ihm sein.“ 13 Die Pharisäer waren mit seiner Lehre überhaupt nicht einverstanden. „Du stellst hier Behauptungen über dich selbst auf, vor Gericht hätte sowas überhaupt keinen Bestand. Man kann nicht in eigener Sache als Zeuge auftreten!“ 12


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Johannes 8. Kapitel

„Diese Behauptungen von mir reichen völlig aus“, erwiderte Jesus, „obwohl ich das von mir selbst gesagt habe. Denn ich weiß, dass ich aus dem Himmel von Gott komme. Und ich weiß auch, dass ich zu ihm zurückkehren werde. Aber ihr habt nicht verstanden wo ich herkomme und wo ich hingehe. 15 Ihr verurteilt mich nach euren menschlichen Maßstäben. Ich aber verurteile niemanden. 16 Wenn ich über jemanden ein Urteil fälle, dann ist es auch gültig in jeder Hinsicht. Denn ich urteile nicht allein. Der Vater, der mich schickte, ist immer bei mir. 17 Ihr habt ja auch das Gesetz wo drin steht, dass eine Aussage gültig ist, wenn sie von einem anderen Menschen bestätigt wurde. Dann ist es rechtsgültig. 18 Ich bin einer, und mein Vater, der mich zu euch schickte, ist der zweite Zeuge. 19 Jetzt fragten ihn die Zuhörer: „Wen meinst du jetzt mit deinem Vater? Wer ist denn das?“ „Ihr kennt weder mich noch meinen Vater“, antwortete Jesus. „Denn wenn ihr mich kennen würdet, dann würdet ihr auch meinen Vater kennen!“ 20 Diese Diskussion fand damals im Tempel in einem Raum statt, den man die Schatzkammer nannte. Hier hielt Jesus diese Unterrichtsstunde ab. Keiner konnte ihn anschließend verhaften, denn die Zeit war noch nicht reif dafür. 14

Jesus: Mein Vater hat mich geschickt! 21 Später hielt Jesus wieder eine Rede vor den Leuten. Er sagte: „Ich

werde bald weggehen. Dann werdet ihr mich suchen und nicht finden. Ihr werdet sterben in eurer eigenen Sünde. Ihr könnt euren Mist nicht loswerden, ihr werdet dran ersticken. Ich gehe weg und wo ich hingehe, könnt ihr mir nicht folgen.“ 22 Die Juden verstanden nicht, was er damit sagen wollte. Sie redeten miteinander über diese Aussage. „Will der jetzt Selbstmord begehen? Warum meinte er nur, dass er an einen Ort geht, wo wir nicht folgen können?“


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23 Jesus legte noch einen nach. „Ihr stammt von jemand ab, der von

unten aus der Hölle kommt. Ich stamme von jemand ab, der von oben aus dem Himmel kommt. Ihr kommt aus dieser Welt, aber ich komme nicht aus dieser Welt, sie ist nicht meine Heimat. 24 Der Grund warum ich gesagt habe, dass ihr an eurem Mist krepieren werdet, ist als eine Warnung für euch gemeint. Denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich der Retter bin, der von Gott geschickt wurde, dann werdet ihr an eurem Mist sterben.“ 25 Jetzt fragten sie ihn noch einmal: „Was bist du denn überhaupt für einer?“ „Hört ihr mir überhaupt zu?“, fragte Jesus zurück. „Ich sag das doch nicht zum ersten Mal. 26 Es gäbe allerdings noch einiges, was ich über euch zu sagen hätte. Und es gäbe auch noch einiges, wofür ich euch verurteilen könnte. Aber das ist jetzt egal. Ich bin von jemand zu euch geschickt worden, der immer die Wahrheit sagt. Und das, was ich von ihm gehört habe, erzähle ich allen Menschen weiter.“ 27 Die Zuhörer kapierten nicht, dass Jesus gerade damit seinen Vater gemeint hatte, Gott selbst. 28 „Zu dem Zeitpunkt, wo ihr mich, den Auserwählten, an ein Kreuz genagelt habt, werdet ihr merken, dass ich wirklich der bin, der ich sage. Und dann werdet ihr auch kapieren, dass ich mir die Dinge nicht ausgedacht habe, die ich euch beibringen will. Gott hat mir die Sachen beigebracht und ich habe es nur an euch weiter gegeben. 29 Gott hat mich zu euch geschickt und er ist mir sehr nahe. Er hat mich nie alleine gelassen, weil ich immer das getan habe, was er gut findet!“ 30 Nachdem Jesus seine Ansprache zu Ende gehalten hatte, kamen sehr viele Menschen zum Glauben an ihn. Wahrheit mach frei Kurz darauf sagte Jesus zu den Juden, die ihr Vertrauen auf ihn gesetzt hatten: „Wenn ihr euch an die Eckpfeiler des Glaubens hal-

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tet, die ich euch beigebracht habe, dann gehört ihr wirklich zu meinen Schülern. 32 Und wenn ihr das weiter durchzieht, werdet ihr immer mehr erkennen, was wahr ist und was nicht. Und die Wahrheit wird letztendlich dafür sorgen, dass ihr wirklich frei seid.“ 33 „Aber wieso „frei werden“?“, fragten die Juden ihn zurück. „Immerhin stammen wir alle aus der Familie vom Abraham. Wir waren noch nie Gefangene von irgendwem, wir waren doch schon immer frei! Wie kommst du zu der Behauptung, dass wir dann erst frei werden?“ 34 „Ich bin mir in dieser Sache absolut sicher, und deswegen sag ich es euch hier noch einmal: Wenn jemand Dinge tut, die Gott nicht will, dann ist er abhängig von diesen Dingen. Die Sünde macht ihn zu ihrem Sklaven. 35 Ein Sklave wird aber bei uns Juden nicht ewig in einer Familie arbeiten, irgendwann ist er frei und kann gehen. Der Sohn der Familie wird aber immer zur Familie gehören, er kann gar nicht anders. 36 Und dieser Sohn Gottes, damit meine ich mich, kann euch wirklich frei machen. Und wenn ich jemanden frei mache, dann ist er das auch, garantiert.“ Wer gehört wirklich zur Familie vom Abraham Jesus redete weiter: „Ich weiß ja, dass ihr alle vom großen jüdischen Glaubenshelden Abraham abstammt. Trotzdem wollen einige von euch mich töten. In euren Herzen ist kein Platz für das, was ich euch beibringen will. 38 Alles, was ich euch sage, hat mir mein Vater vorher gezeigt, als ich bei ihm war. Aber ihr folgt nur dem Rat eures eigenen Vaters.“ 39 „Ja“, antworteten sie ihm, „und unser Vater ist Abraham, wir stammen alle von ihm ab!“ Jesus schüttelte den Kopf. „Wenn ihr wirklich von Abraham abstammen würdet, dann würdet ihr auch so handeln wie er. 40 Stattdessen plant ihr mich zu töten. Mich, einen Menschen, der euch immer nur die Wahrheit gesagt hat. Und ich habe diese Wahrheiten 37


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immer von Gott bekommen, er hat sie mir selbst erzählt. Abraham hätte sich anders verhalten als ihr. 41 Aber ihr lebt genauso, wie ihr es von eurem wirklichen Vater beigebracht bekommen habt!“ Jetzt wollten die Juden abwiegeln. „Wir sind keine unehelichen Kinder! Wir haben nur einen Vater, nämlich Gott selbst!“ 42 „Das glaube ich nicht“, antwortete Jesus. „Wenn Gott wirklich euer Vater wäre, würdet mich lieben. Weil ich direkt von Gott zu euch gekommen bin. Gott selbst hat mich geschickt. 43 Warum versteht ihr nicht, was ich euch sage? Rede ich in einer fremden Sprache? Nein, denn ihr könnt es einfach nicht, ihr schafft es nicht, mir wirklich zuzuhören. 44 Euer Vater ist der Teufel höchst persönlich. Und das, was dieser Vater möchte, da seid ihr geil drauf. Der Teufel hat es schon immer gemocht, Menschen zu töten. Er hasst die Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er lügt, dann kommt nur das raus, was sowieso in ihm ist. Er ist die Lüge in Person. Er hat die Lüge praktisch erst erfunden! 45 Aber weil ich die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht. Das entspricht eurer wahren Natur. 46 Gibt es jemanden von euch der beweisen könnte, dass ich einmal etwas getan habe, was Gott nicht gefällt? Und obwohl ich die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht? 47 Jeder, der zu Gott gehört, hört auch begeistert den Worten Gottes zu. Aber ihr hört nicht zu, weil ihr nicht zu Gott gehört. Jesus und Abraham: Was haben sie gemeinsam? Nach diesem Kommentar waren die Juden vollkommen sauer. „Wir haben ja immer schon gesagt, dass du auch nur so ein verrückter Spinner bist, der nicht wirklich Respekt vor Gott hat. Du wirst doch von einem Dämon ferngesteuert!“ 49 „Nein, ich werde nicht von einem Dämon ferngesteuert. Ich will, dass mein Vater so viel Ehre und Applaus wir nur möglich bekommt. Aber ihr zieht mich nur in den Dreck. 50 Wobei mir das egal ist, es geht mir nicht da drum, selbst Ehre zu bekommen. Aber es gibt jemanden,


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der da drauf achtet Ehre zu bekommen. Und der wird auch derjenige sein, der die letzte große Gerichtsverhandlung abhalten wird. 51 Wenn sich jemand ganz fest nach dem richtet, was ich gesagt habe, dann wird er nie wirklich sterben.“ 52 „So. Spätestens jetzt ist ja wohl klar, dass du von Dämonen ferngesteuert wirst. Selbst der große Abraham ist gestorben. Und die Propheten sind auch alle gestorben. Und jetzt kommst du und behauptest, wenn jemand sich nach dem richtet, was du gesagt hast, dann wird er nie sterben müssen? 53 Glaubst du wirklich eine größere Autorität zu haben, als unser Stammvater Abraham? Er ist gestorben. Die Propheten sind auch gestorben. Was glaubst du denn, wer du bist?“ 54 „Wenn ich versuchen würde mich selbst zu ehren, dann wäre das vollkommen umsonst. Aber Gott, mein Vater selbst, respektiert mich und sorgt dafür, dass ich geehrte werde. Ihr sagt, er ist eurer Gott, 55 aber ihr kennt ihn nicht mal. Ich kenne ihn sehr gut. Wenn ich sagen würde, dass ich Gott nicht kenne, müsste ich lügen. Genauso wie ihr immer lügt. Aber ich kenne ihn und ich halte mich an das, was er gesagt hat. 56 Ich weiß, dass Abraham, den ihr auch als euren Vater bezeichnet, meine Zeit im Voraus gesehen hat. Er wusste, dass ich kommen werde und er hat sich da drüber richtig gefreut.“ 57 Die Juden kapierten jetzt überhaupt nichts mehr. „Hä? Du bist noch nicht mal fünfzig! Wie willst du dann Abraham persönlich kennen gelernt haben?“ 58 Jesus antwortete: „Ich sage euch die Wahrheit, bevor Abraham überhaupt erst geboren wurde, war ich schon da!“ 59 Das war endgültig zu viel. Die Juden hoben Steine auf, um Jesus damit zu töten. Er versteckte sich aber und verließ unbemerkt den Tempel.


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