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Dennis Gordon Lindsay
Die Entstehung der Welt Evolution oder Schรถpfung? Reihe Schรถpfung und Wissenschaft Band 1
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Vorwort Die Absicht dieser Reihe „Schöpfung und Wissenschaft“ Die biblische und wissenschaftliche Wahrheit der Schöpfung soll aufgezeigt, der Mensch unter die Herrschaft Jesu zurückgebracht und Gottes Herrlichkeit widergespiegelt werden.
Die Objektivität dieser Reihe „Schöpfung und Wissenschaft“ Die Gedankenfestungen der Evolutionslehre sollen beseitigt werden, indem deren Grundlagen durch Lehren der Wahrheit zerstört werden. Ein wesentliches Hindernis für Evangelisation und Erweckung ist die negative Darstellung der Bibel von Seiten der Evolutionisten. Sie deuten fälschlicherweise an, dass die Bibel nicht durch die Wissenschaft belegt sei. Wenn die Wahrheit aufgezeigt wird und die Grundlagen des atheistischen, säkularen Humanismus entfernt sind, werden die, die für die Wahrheit offen sind und sie suchen, Gott finden.
Definition von Schöpfungswissenschaft Schöpfungswissenschaft bezieht sich auf den Glauben, der auf der Bibel basiert. Sie hält an dem Genesis-Bericht einer buchstäblichen 6-Tage-Schöpfung vor ungefähr 6.000 Jahren fest, was bedeutet, dass die Erde und das Universum relativ jung sind. Sie besteht ebenso auf dem „Fluch“ als der Ursache der allgemeinen Tendenz zur Sünde und zum Verfall, wie auch an einer weltweiten Flut. 11
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Schöpfungswissenschaft basiert nicht nur auf der Bibel, sondern auch auf stichhaltigen wissenschaftlichen Beweisen. Leider wurde diese Annahme von den Massenmedien und anderen bestritten, die nicht bewandert bzw. aufgrund einer anderen Überzeugung voreingenommen sind. Nach der Schöpfungswissenschaft lassen die Beweise Folgendes erkennen: 1) Das physische Universum, das Leben und die Urformen (Klassen ähnlicher oder verwandter Geschöpfe) des Lebens wurden durch einen Schöpfer geschaffen; 2) die geschaffenen Urformen waren sehr beständig, obwohl es große Schwankungen innerhalb jeder einzelnen Hauptgattung gibt; 3) das Gesetz der Entropie (Tod und Verfall) ist auf das Sonnensystem und die lebenden Organismen anwendbar; 4) Katastrophen, einschließlich einer weltweiten Flut, haben die geologische Zeittafel geprägt und geformt. Diese Ansicht ist übrigens unabhängig von der Zeitfrage und deshalb vereinbar mit den zunehmenden Beweisen, die für eine junge Erde und ein junges Universum sprechen. Die Theorie der Evolutionslehre ist, wie auch der Glaube an die Schöpfung, ein Glaube und keine Wissenschaft. Da niemand dabei war und gesehen hat, wie Evolution vonstatten ging, passt sie nicht in die wissenschaftliche Methode der Beobachtung und Nachprüfbarkeit. Beide Ansichten können jedoch mit verfügbarem Beweismaterial aus der Geologie, Paläontologie, Physik, Genetik und Embryologie, Astronomie usw. untersucht werden, um zu erforschen, welche die Ursprünge exakter erklärt. Gott gebührt alle Ehre. Möge Jesus hoch erhoben werden, um Männer und Frauen zu sich zu ziehen, deren Herzen nach der Wahrheit suchen. 12
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Inhaltsverzeichnis Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Teil I Grundlagen zur Schöpfungswissenschaft 1 2 3 4 5 6 7 8
Worum geht es überhaupt? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Grundlage der Bibel: Genesis . . . . . . . . . . . . . Welchen Unterschied macht es? . . . . . . . . . . . . . . . Die Grundlage des christlichen Glaubens . . . . . . . Wozu gibt es Regeln? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Warum gibt es Kleidung? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Warum gibt es die Ehe? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Genesis und Evangelisation . . . . . . . . . . . . . . . . . .
23 37 41 51 65 73 81 85
Teil II Religion und Wissenschaft 9 Eine fehlerhafte Annahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Die Religion des „Bischofs“ Carl Sagan . . . . . . . . 11 Warum einige Wissenschaftler an die Evolutionslehre glauben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Ein typischer Fall der intellektuellen Verdrehung 13 Sind alle Menschen voreingenommen? . . . . . . . . . 14 Ausreden, Ausreden, Ausreden . . . . . . . . . . . . . . . 15 Evolutionslehre: Ein Glaube ohne Grundlage . . . . 16 „Ich möchte meine eigenen Regeln schreiben.“ . . . 17 Das Kernstück des Themas . . . . . . . . . . . . . . . . . .
91 111 121 127 135 143 155 163 169
Teil III Grundlagen zur Evolutionslehre 18 19 20 21
Die Wurzeln der Evolutionslehre . . . . . . . . . . . . . . Die Schlange, die sich ins Heiligtum schlich . . . . . Die Früchte der Evolutionslehre . . . . . . . . . . . . . . Atheistische Evolutionslehre ist selbstmörderisch
175 187 193 209 13
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Die Frage nach Absoluten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Der Tod des Menschen des 20. Jahrhunderts . . . . . Mord im Namen der Liebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Der Mensch ist das Maß aller Dinge . . . . . . . . . . .
217 227 235 243
Teil IV Evangelisation mit Schöpfungswissenschaft 26 27 28 29
Das Lager wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wissenschaftler, die an die Schöpfung glaubten . . Der Konkurrenzkampf geht weiter . . . . . . . . . . . . . „Schöpfungs“-Evangelisation in einer heidnischen Welt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
251 257 271 279
Schlussfolgerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 283 Endnoten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 286 Bibliografie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 290 Abbildungsverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 293
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Einleitung
Abb. 1: Ist die Evolutionslehre richtig oder falsch? 15
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Was ist der Kernpunkt? Wie wichtig ist das Thema „Schöpfungswissenschaft – Evolutionslehre“? Warum sollte man sich mit dem Wann und Wie der Schöpfung beschäftigen, wenn es doch viele ernsthaftere Probleme in unserer Gesellschaft gibt wie Krieg, Gewalt, Pornografie, Homosexualität, Abtreibung, Scheidung, Krankheit, Rassismus, Drogen usw.? Kann man Christ sein und an die Evolutionslehre glauben? Geht es bei der Kontroverse von Schöpfung und Evolution nicht um Religion gegen Wissenschaft? Glauben letzten Endes nicht die meisten Wissenschaftler an die Evolutionslehre?
Welchen Unterschied macht es? Macht es wirklich einen Unterschied, ob jemand an die Erschaffung des Universums durch Gott oder an seine plötzliche Entstehung und seine Entwicklung innerhalb von Jahrmilliarden glaubt – solange diese Person religiös bzw. ein moralisch guter Bürger ist? Können christlicher Glaube und Evolutionslehre nicht friedlich nebeneinander existieren?
Falsch, falsch, falsch Eine der unverfrorensten und irrigsten Annahmen, die der Öffentlichkeit durch atheistische Humanisten aufgedrängt wird, ist die Ansicht, dass Evolutionslehre Wissenschaft und Schöpfungswissenschaft Religion sei. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Die Kontroverse von Schöpfung und Evolution liegt nicht zwischen Religion und Wissenschaft, sondern zwischen zwei Religionen: der 16
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Religion des antigöttlichen Menschen (Evolutionslehre) und der Religion des gottesfürchtigen Menschen (christlicher Glaube). Der Angriff gegen die Schöpfungswissenschaft ist in Wahrheit ein Angriff gegen die Grundfesten des Christentums.
Der unterschwellige Konflikt In Amerika besteht ein Konflikt zwischen dem christlichen Glauben und der atheistisch-humanistischen Evolutionslehre. Die U.S.-Regierung hat erklärt, dass die biblische Sicht der Schöpfung an vielen öffentlichen Schulen nicht gelehrt werden darf, weil sie Religion sei. Da jedoch so vielen eingeimpft wurde zu glauben, dass Evolutionslehre Wissenschaft sei, erlaubt sie, diese zu lehren. Wenn aber die einfache Definition und die grundlegenden Gesetze der Wissenschaft herangezogen werden, ist es offensichtlich, dass die Evolutionslehre keine Wissenschaft, sondern eine Religion ist. Sowohl die Schöpfungswissenschaft als auch die Evolutionslehre sind Religionen und beide behaupten, dass sie mit wissenschaftlichen Beweisen ihre jeweilige Ansicht belegen können. Es geht nicht um Religion gegen Wissenschaft, sondern darum, wessen Behauptungen mit der Wahrheit übereinstimmen. Die Wurzel des Konfliktes ist Selbstsucht. Einige Menschen werden die biblische Schöpfung nicht annehmen, weil dann der Schöpfer das Recht hätte, Regeln festzulegen. Sie jedoch wollen selbst bestimmen, nach welchen Regeln sie leben. Schafft man die biblische Schöpfung ab, so zerstört man den christlichen Glauben. Das erste Buch der Bibel, Gene17
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sis (1. Mose), ist direkt oder indirekt grundlegend für jede christliche Lehrmeinung. Deshalb ist ein Verständnis dieses Buches und Vertrauen in seine Genauigkeit eine Voraussetzung dafür, Gott und seine Absicht für den Menschen zu verstehen. Wenn Genesis sowohl wörtlich als auch historisch nicht genau genommen wird, so entbehren die Lehrmeinungen des christlichen Glaubens jeglicher Grundlage.
Eine voreilige, falsche „Eheschließung“ Viele ehrbare Christen haben entschiedenen Aussagen ungöttlicher Humanisten geglaubt, die vorgaben, konkrete Beweise für die Evolutionslehre zu haben. Daher haben sie versucht, die Theorie an den biblischen Schöpfungsbericht anzupassen. Sie akzeptieren Gott als Schöpfer, haben aber ihren Glauben an die buchstäbliche 6-Tage-Schöpfung aufgegeben und nehmen an, dass Gott durch den Evolutionsprozess geschaffen hätte. Dieser Standpunkt zerstört die Grundlagen der Erlösung und die Botschaft des Evangeliums. Versuche dieser Art, die beiden Ansichten zu vereinen, produzieren nur falsche „Eheschließungen“. Schöpfungswissenschaft und Evolutionslehre können nicht nebeneinander bestehen. Die zunehmende Akzeptanz der Evolutionslehre hat der Rechtfertigung solcher Gräueltaten wie Krieg, Nationalsozialismus, Gesetzlosigkeit, Kindesmissbrauch, Scheidung, Homosexualität, Pornografie, Abtreibung, Sterbehilfe und vieler anderer sozialer Missstände die Türen geöffnet. Die eigentliche Ursache dieser Gesellschaftsprobleme ist die Ablehnung Gottes als Schöpfer und seines Wortes, der Bibel. 18
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Schöpfungswissenschaft ist eine wesentliche Seite der Evangelisation. Solange die Evolutionslehre nicht als falsch bewiesen und der Glaube an die Grundlagen des Christentums wiederhergestellt werden, erscheint den Ungläubigen das Evangelium als nicht glaubwürdig. Für viele ist die Evolutionslehre ein Hindernis, um Christus als Herrn und Retter anzunehmen. Die Schöpfungswissenschaft hilft, dieses Hindernis zu beseitigen, so dass die Menschen frei sind, die Wahrheit des Evangeliums zu akzeptieren. Christliche Leiter müssen die Bedeutung des Themas „Schöpfungswissenschaft – Evolutionslehre“ verstehen, wenn sie diese Generation für Christus gewinnen wollen. Die freigesetzte Wahrheit wird für diejenigen, die sie aufnehmen, wie ein frischer Atemzug sein und sich ausbreiten, wenn jene – durch den Heiligen Geist gestärkt – diese Wahrheit mutig mit ihren Gleichgesinnten teilen.
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Teil I Grundlagen zur SchĂśpfungswissenschaft Kapitel 1:
Worum geht es Ăźberhaupt?
Kapitel 2:
Die Grundlage der Bibel: Genesis
Kapitel 3:
Welchen Unterschied macht es?
Kapitel 4:
Die Grundlagen des christlichen Glaubens
Kapitel 5:
Wozu gibt es Regeln?
Kapitel 6:
Warum gibt es Kleidung?
Kapitel 7:
Warum gibt es die Ehe?
Kapitel 8:
Genesis und Evangelisation
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Kapitel 1
Worum geht es überhaupt?
Abb. 2: Frösche, die in Töpfen sterben
Frösche, die in Töpfen sterben Sicherlich kennen sie die Geschichte von dem Frosch, der in einem Topf mit kaltem Wasser auf den Herd gestellt wird. Er kocht allmählich zu Tode, weil er das Geschehen um sich herum nicht realisiert. Dies zeigt den heutigen Zustand der Christen in unserer Nation. 23
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Wenn man einen Frosch in einen Topf mit kochendem Wasser wirft, würde er sofort realisieren, dass sein Leben bedroht ist und sich in Sicherheit bringen. Setzt man ihn jedoch sachte in einen Topf mit lauwarmem Wasser und erhöht die Temperatur langsam bis zum Kochen, so wird der Frosch im Topf sitzen bleiben und zu Tode kochen. Obwohl er einfach herausspringen und leben könnte, hat er nicht die Fähigkeit, die Gefahr dieses listigen Angriffs zu erkennen. Nur zu gut illustriert dies die Situation der heutigen westlichen Christenheit. Im Falle einer Notlage versammeln sich die Christen, um denen zu helfen und zu dienen, die unter unglücklichen Umständen leiden, weil sie darin gründlich gelehrt wurden. Da gibt es jedoch eine heimtückische geistliche Not, die weit gefährlicher ist als jede natürliche. Sie höhlt das geistliche Wertesystem der Menschen aus, was diese in einen Zustand der Verwirrung, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit bringen kann und sie in eine Ewigkeit ohne Gott treibt. Wie bei einem langsam wachsenden Krebs, der zunächst kaum oder gar nicht wahrnehmbar ist, merkt man gewöhnlich erst im Endstadium die eigentliche Gefahr – wobei es dann oft zu spät ist, noch etwas zu unternehmen. Nur ein Wunder Gottes kann diese Person vor einem tragischen Ende bewahren. Viele Christen wurden nie unterrichtet, wie sie die fast unmerkliche Herabsetzung der moralischen Werte erkennen und dagegen vorgehen können. Diese untergräbt völlig die tragenden Säulen des Glaubens an Gott. Das folgende Beispiel macht deutlich, wie langsam der Tod in das geistliche Leben eines Christen kommen kann. 24
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Ein Freund in dem Topf In meiner Jugend habe ich eine Freundschaft zu einem Jungen aufgebaut, der etwa in meinem Alter war. Wir nennen ihn Mike (dies ist nicht sein richtiger Name). Wir kamen beide aus rechtschaffenen christlichen Familien. Unsere Eltern waren hingegebene Christen. Mein Vater war ein Pastor und Mikes Vater ein Ältester der Gemeinde, die wir besuchten. Von Zeit zu Zeit übernachteten wir abwechselnd bei mir oder bei ihm. Wir gingen in die gleiche Schule, machten gerne Sport zusammen und spielten beide Trompete in einer Band. Nach dem Highschool-Abschluss gingen wir beide an die „University of Texas“. Ich war dort für ein Semester und wechselte dann auf ein christliches College. Mike blieb an der Universität. Im Laufe der nächsten Jahre sahen wir uns nur zu bestimmten Gelegenheiten, meistens in den Sommerferien. Dabei bemerkte ich, dass sich mein Freund veränderte. Damals konnte ich nicht genau deuten, was mit Mike nicht stimmte, aber er hatte viele Fragen wie: „Woher weißt du, dass es einen Gott gibt?“ oder „Wie können wir sicher sein, dass die Bibel ganz fehlerfrei ist?“ Fast jeder junge Mensch stellt natürlich irgendwann Fragen dieser Art; aber Mike schien aus einem anderen Grund heraus zu fragen, als ob er gar keine ehrlichen Antworten bekommen wollte. Wie kann jemand, der von Geburt an bis zum Studienanfang nach Gottes Wort erzogen wurde, zu dieser Einstellung kommen? Die Antwort ist einfach: Seine atheistischen, humanistischen Professoren von der Universität trugen nach und nach die Grundlagen seines geistlichen Lebens ab und er war sich dessen nicht bewusst. 25
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Abb. 3: Kinder, die in Töpfen sterben
Christliche Eltern sind oft verwirrt, wenn ihre Söhne und Töchter die göttlichen Werte und Glaubenslehren ablehnen, die sie über viele Jahre gelehrt wurden. Es scheint, als geschehe es über Nacht, aber das ist nicht der Fall. In der Tat kann man viel schneller abfallen, als dass man über 26
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Jahre hinweg christliche Überzeugungen aufbauen kann. Denn das Herunterreißen eines großartigen Gebäudes ist immer einfacher als sein Aufbau. Satans Strategie ist listig. Wie bei den Termiten nimmt er immer ein kleines Stück genau an den richtigen Stellen des Fundaments weg, so dass plötzlich das Haus einfällt (s. Abb. 4).
Abb. 4: Der Terror evolutionärer Termiten 27
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Als wir beide unseren Studienabschluss erreicht hatten, war deutlich zu erkennen, dass Mikes Glaube an Gott zu 99,9 % geraubt war. Er lehnte sein familiäres Erbe ab – seine christlichen Wurzeln und seinen Glauben an Gott den Schöpfer. Er wurde ein Agnostiker – jemand, der sich über Absolute, die Bibel oder Moral nicht sicher ist. Das Fundament seines Glaubens war weggenommen. Wie steht es mit dem Vers, auf den sich so viele Eltern berufen: „Erziehe den Knaben seinem Weg gemäß; er wird nicht davon weichen, auch wenn er älter wird“ (Spr 22,6)? Ein gutgläubiger Christ könnte sich zur unglücklichen Situation meines Freundes folgendermaßen äußern: „Warte nur ab; es wird nicht lange dauern, bis Mike umkehrt; er hatte zu viel Licht; habe Glauben und vertraue auf den Herrn.“ Aber leider muss ich über meinen engen Freund berichten, dass er inmitten des Durcheinanders, der Verzweiflung und der Trennung von seiner Frau bei einem Autounfall ums Leben kam. Hoffentlich hatte er im letzten Moment noch Zeit, zum Herrn zu rufen; aber sein Leben wurde im besten Alter ausgelöscht. Aus dieser tragischen Geschichte kann man eine wertvolle Lehre ziehen. Wenn uns Satans Strategie, die Herzen und den Verstand unserer Jugend zu stehlen, nicht bewusst ist und wir keine Vorsorgemaßnahmen treffen, kann der Glaube unserer Kinder ausgehöhlt werden. Alles, was wir sie so sorgsam gelehrt und unterrichtet haben, kann zerstört werden. Der Konflikt dreht sich nicht nur um die Musik, die sie hören, um die Freunde, mit denen sie Umgang haben und um die Zeitschriften und Bücher, die sie lesen, obwohl diese Gebiete auch überwacht und kontrolliert werden müssen; der gefährlichste Konflikt dreht sich um die Grundlagen des Glaubens an Gottes Wort. 28
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Ignoranz bedeutet nicht immer Glückseligkeit Bezüglich des Themas Evolutionslehre setzen einige Christen geistliche Scheuklappen auf. Sie bestehen einfach darauf, dass Gott das Universum schuf, weil das in der Bibel steht, und das reicht! Sie verstehen nicht, weshalb jemand weitere Erklärungen benötigt. Diese Sichtweise ignoriert bzw. verspottet diejenigen, die mit der Behauptung der Evolutionisten, sie hätten wissenschaftliche Beweise für ihre Anti-Gott-Theorie, wirklich zu kämpfen haben. Wenn intelligente, die Wahrheit suchende junge Menschen in der Schule Evolutionslehre gelehrt bekommen, sehen sie den Konflikt zwischen dem Glauben der Evolutionswissenschaftler und der Bibel. Ihre Fragen müssen beantwortet werden, damit sie nicht für immer die Gültigkeit der Bibel und ihren Glauben anzweifeln. Kinder, die in einem Elternhaus aufwachsen, in dem das Thema Evolutionslehre vermieden wird, werden eine schwere Zeit haben, wenn sie eine Universität besuchen, an der die Evolutionslehre eher als wissenschaftliche Tatsache anstatt als Spekulation gelehrt wird. Atheistische Professoren haben eine besondere Art und Weise, den Unglauben an die Evolutionslehre als töricht erscheinen zu lassen. Sie geben zu verstehen, dass der Unglaube an die Evolutionslehre dem Unglauben an die Schwerkraft gleichkommt. Die Sicht, die jemand bezüglich der Ursprünge hat, beeinflusst seine gesamte Lebensauffassung: Wer bin ich? Woher komme ich? Hat mein Leben einen Sinn? Habe ich einen Wert? Diese Fragen beantwortet jeder aufgrund seines Glaubens hinsichtlich der Ursprünge.
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Christliche Eltern müssen ihre eigenen Kinder schützen Wenn ein Kind – selbst eines aus einem christlichen Elternhaus – in einem leicht zu beeindruckenden Alter in eine ungesunde geistliche Umgebung kommt, ohne dass Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Verwirrung beginnt und der Glaube an Gott verschwindet. Hätten die Israeliten ihre Kinder von den heidnischen Kanaanitern ausbilden lassen? – Niemals! Trotzdem geben Christen ihre Kinder oft den „Kanaanitern“ (Humanisten) in die Grund- und weiterführenden Schulen, ohne sie vor atheistischem Gedankengut zu schützen. Es ist naiv zu glauben, dass ein oder zwei Stunden Gottesdienst pro Woche und einige wenige Gebete am Abend das zurückweisen werden, was ein Kind in den 30 Stunden oder mehr pro Woche an einer säkularen Schule lernt. Hinzu kommt, dass die Kinder dutzende Stunden vor dem Fernseher verbringen und säkulare Musik hören, die Ungläubige produzieren, um dadurch die biblische Moral aufzuheben und sie durch lustbetonten Appetit auf Unmoral zu ersetzen.
Impfung gegen den atheistischen Humanismus Die Bibel lehrt die Eltern, ihre Kinder dem Weg des Herrn gemäß zu erziehen. Da es unmöglich ist, Kinder von ungeistlichen Erregern, die heute in der ganzen Welt herumschwirren, vollständig fern zu halten, muss man sie gegen schlechte Einflüsse impfen. 30
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Eine Impfung ist eine Injektion einer kleinen Menge eines schädlichen Bakteriums in den Körper, um die Abwehrkräfte gegen das Bakterium aufzubauen. Falls dann der Körper einer großen Menge dieses Bakteriums ausgesetzt wird, z. B. durch belastetes Wasser oder Essen, können die Abwehrkräfte dieses angreifen und zerstören. Ebenso können wenige Informationen über die schlechten, humanistischen Philosophien unserer Tage einem jungen Menschen helfen, ein geistliches Abwehrsystem gegen die vielen antibiblischen Lehrmeinungen aufzubauen, denen er in der Schule ausgesetzt sein wird. Christliche Eltern und Gemeindeleiter müssen die Gefahren der Evolutionslehre erläutern und die irreführende Natur dieser Theorie aufdecken. Solche Impfungen helfen, vor geistlicher Verunreinigung zu schützen. Ansonsten können tödliche geistliche Bakterien leicht die geistlichen Werte und Prinzipien zunichte machen, die dem Kind früher nahegebracht wurden. Die heutigen wissenschaftlichen Bücher an öffentlichen Schulen untergraben die biblische Autorität. Sogar die Kinderlehrbücher sind professionell aufgemacht, damit der junge, leicht zu beeindruckende Verstand die Glaubwürdigkeit der biblischen Geschichte der Schöpfung in Frage stellt. Kürzlich erwarb ich z. B. ein attraktiv gestaltetes Buch mit dem Titel Eyewitness Science-Evolution (Augenzeuge der Wissenschaft Evolution)1. Das Buch ist sehr schön illustriert, so dass Kinder sich an seinem Inhalt erfreuen werden. Auf der allerersten Seite erzählt es Schöpfungsgeschichten verschiedener Religionen aus der ganzen Welt. Die erste Geschichte ist der Bibel entnommen und spricht davon, dass in der Bibel eigentlich zwei Versionen der Schöpfungsgeschichte stehen würden. Das Buch erläu31
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tert, dass in der ersten Version Mann und Frau gleichzeitig erschaffen werden. In der zweiten Version wurde der Mann zuerst erschaffen und dann die Frau und noch später die Tiere. Was ist passiert? Die ersten beiden Kapitel von Genesis wurden fälschlicherweise dahingehend interpretiert, dass man die Bibel so lesen müsse, als enthielte sie zwei verschiedene Versionen der Schöpfung. Diese Fehldarstellung des biblischen Berichts der Schöpfung stand inmitten anderer absurder und unwissenschaftlicher Schöpfungsberichte von verschiedenen anderen Weltreligionen. Hierdurch werden beim Lesen dieses Buches Zweifel bezüglich der Genauigkeit der Bibel in die Köpfe der Kinder gesät. Evolutionistische Autoren haben eine versteckte Absicht: Studenten von jedem religiösen Glauben, den sie gelehrt wurden, abzubringen.
Wie peinlich! Ich erinnere mich noch an eine peinliche Situation in meiner Englischvorlesung im ersten Semester während meiner Zeit an der „University of Texas“. Meine Englischprofessorin hielt mitten in ihrer Vorlesung inne und stellte der Hörerschaft eine Frage, die nichts mit dem Unterrichtsthema zu tun hatte: „Gibt es hier jemand, der immer noch an den biblischen Schöpfungsbericht glaubt?“ Eine Studentin hob ihre Hand und ich erhob meine nur halb, zog sie aber schnell wieder zurück. Die Lehrerin bemerkte in einem sarkastischen Ton: „Du musst verrückt sein!“, und fuhr dann mit ihrer Lehre fort. Ich habe nie vergessen, wie peinlich es mir war, als ob nur 32
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Schaufensterpuppen an die biblische Schöpfung glauben würden. Ich war für solch einen geistlichen Angriff unvorbereitet und fühlte mich lahmgelegt, meinen Glauben anderen mitzuteilen.
Wie der Glaube zerstört wird „Wenn die Grundpfeiler umgerissen werden, was richtet da der Gerechte aus?“ (Ps 11,3). Der Psalmist erinnert daran, dass ein Beseitigen der Fundamente ein Gebäude zum Einstürzen bringt. Man muss die volle Bedeutung von Gottes Wort verstehen. Eine Gesellschaft ohne moralisches Fundament wird katastrophal enden. In jeder Gesellschaft legen Menschen die Grenzen für Verhalten fest; diese Grenzen nennt man Gesetze. Wenn jedoch kein festes Fundament vorhanden ist, auf dem dieses Regelwerk beruht, bricht es zusammen – neben der Ordnung, die es verletzt hat. Das einzige, was übrigbleibt, sind menschliche Meinungen; und da jeder seine eigenen selbstsüchtigen Meinungen hat, werden diese niemals Frieden und Ordnung bringen. Christen glauben mit Recht, dass Jesus Christus der Grund ist, auf dem ihr Glaube aufgebaut ist (1.Kor 3,11). Aber Gott ist der Architekt – der Baumeister. Lange bevor er seinen Sohn Jesus als Grund gelegt hatte, war er schon an der Arbeit, die Baupläne zu zeichnen, den Boden vorzubereiten und den Rahmen abzustecken. Und er war es, der im Anfang das Universum geschaffen hat. Wenn also jemand nicht an Gott den Schöpfer glaubt, wie kann er dann an Christus glauben? Letztlich macht es keinen Sinn, seinen Glauben auf Christus zu gründen, wenn man nicht dem Schöpfungsbericht im Buch Genesis glaubt. 33
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Abb. 5: Wankendes Fundament
Weil Jesus Christus die Grundlage unseres Glaubens ist, beinhaltet das Buch Genesis, insbesondere der Bericht über unseren Ursprung, die Basis für alle biblischen Lehrmeinungen einschließlich unserer letztendlichen Errettung. Widerlegt oder untergräbt man den biblischen Bericht über 34
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den Ursprung in irgendeiner Art und Weise, so wird der Rest der Bibel angezweifelt und in seiner Gültigkeit eingeschränkt. Jede biblische Lehrmeinung oder Theologie hat direkt oder indirekt ihre Grundlage im Buch Genesis.
Amerika: Eine post-christliche Nation Warum entfernt sich Amerika immer mehr von seinem christlichen Erbe? – Weil die Grundlage aller biblischen Lehrmeinungen, das Buch Genesis, zerstört wird. Was ist die Grundlage des christlichen Glaubens? – Die Bibel. Und was ist die Grundlage der Bibel? – Genesis. Das Buch Genesis wurde mehr als jedes andere Buch der Bibel angegriffen, weil es die Schlüssel zum gesamten Wort Gottes enthält. Wenn man Genesis als das inspirierte Wort Gottes ablehnt, erklärt man Jesus und die Absicht seines Kommens auf die Erde für null und nichtig.
Welchen Unterschied macht es? Denken Sie immer daran, dass das Thema „Schöpfungswissenschaft – Evolutionslehre“ keine Nebensache ist; es trägt entscheidend dazu bei, ob jemand den Glauben an Gott aufrechterhält. Die Probleme unserer Gesellschaft sind lediglich Symptome einer Krankheit namens Sünde. Die eigentliche Frage lautet: „Gibt es einen Gott?“
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