Ein Vergleich grundlegender Lehren und Überzeugungen
Islam & Christentum
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Studienfaltkarten von inner cube bringen ein Thema auf den Punkt. Kompakt, illustriert, klar.
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Deutsche Ausgabe: © 2013 inner cube GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Käufern dieser Vorlage ist ein Ausdruck gestattet. Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Titel: Islam & Christentum, Nr. 447604, ISBN: 978-3-942540-04-9
Geschichte der Religion Was Moslems glauben Islam, die ursprüngliche Religion Moslems glauben, dass der Islam (=„Unterwerfung unter Gott“) die ursprüngliche Religion seit der Erschaffung Adams, des ersten Propheten, ist. Seit Beginn der Zeit werden alle Menschen, die sich Allah unterwerfen, Moslems oder Muslime genannt. Im Lauf der Jahrhunderte ernannte Allah Tausende Propheten, um die Menschheit zu warnen und zu leiten. Darunter waren so bedeutende Persönlichkeiten wie Ebrahim (Abraham), Musa (Mose), Dawud (David) und Isa Al Masih (Jesus der Messias). Mohammed, der letzte Prophet Die Menschheit wich ständig von Allahs durch die Propheten vorgegebenem Weg ab. Gegen 610 n. Chr. sandte Allah daher den letzten Propheten, Mohammed, der die arabischen Stämme vereinigte und sie vom Götzendienst in Arabien zum Islam bekehrte. Die Verbreitung des Islams Nach dem Tode Mohammeds im Jahr 632 n. Chr. verbreitete sich der sunnitische Islam unter der Leitung der „rechtgeleiteten“ Herrscher (Kalifen), die enge Gefährten Mohammeds gewesen waren, schnell über die Grenzen Arabiens hinaus. Der schiitische Islam wurde durch die Lehren der „unfehlbaren“ Imame aus dem Geschlecht Mohammeds verbreitet. Für Moslems bedeutete die militärische und ökonomische Ausbreitung des Islams die Befreiung der Menschen, die unter den korrupten byzantinischen und persischen Reichen lebten.
Was Christen glauben Adam und Jesus Auch Christen führen die Geschichte ihres Glaubens auf Adam zurück, der den Fluch der Sünde über die gesamte Menschheit brachte (1. Mose 1-3). In der Bibel wird Jesus auch als der zweite Adam bezeichnet, der kam, um diesen Fluch der Sünde aufzuheben (Römer 5). Abraham und Jesus Gottes Plan wurde im Lauf der Geschichte immer deutlicher sichtbar. Abraham (auf Arabisch Ebrahim) wurde mit dem Versprechen gesegnet, Gottes ewigen Plan in die Tat umzusetzen. Er war gesegnet, damit er allen Völkern der Welt ein Segen sein konnte (1. Mose 12,1-3; Galater 3). Jesus ist der verheißene Same Evas, der den Kopf Satans (auf Arabisch Schaitan) zertreten wird (1. Mose 3,15) und den Segen der „Guten Nachricht“ (auf Arabisch Indschil) bringt. Der Sieg Jesu Ein gewaltiger Krieg erschüttert die Schöpfung, ein Kampf, in dem Satan alle guten Dinge – selbst die Verehrung Gottes – in Waffen verkehrt, um Gott in Verruf zu bringen. Die ausschlaggebende Schlacht dieses Krieges wurde am Kreuz gewonnen, als Jesus die Macht Satans brach und den Fluch der Sünde überwand. Indem er von den Toten auferstand, besiegte Jesus den Tod, eine Folge der Sünde, und ermöglichte der Menschheit damit die Segnung des ewigen Lebens.
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Wie man Missverständnis aus der Welt schafft Die Missverständnisse Die Religionsgeschichte von Christen und Moslems ist durch Blut und Krieg gekenn-zeichnet, so wie die Geschichte der Menschheit im Allgemeinen. Der Name Gottes wurde von beiden Seiten missbraucht, um Mord und Terror zu rechtfertigen. Mehrere Schlüsselereignisse der Geschichte beeinflussen noch heute die Sichtweisen der Christen und Moslems. Diese Ereignisse beinhalten die Verbreitung des Islams (600 bis ca. 800 n. Chr.), die Kreuzzüge (1000 bis ca. 1200 n. Chr.), die Gründung des Staates Israel im Jahr 1948, der Angriff auf das World Trade Center, die Golfkriege 1991 und 2003 und viele mehr. Missverständnisse aufklären Historiker weisen darauf hin, dass diese „heiligen Kriege“ der Geschichte eher ökonomische als religiöse Gründe hatten. Dennoch können wirtschaftliche Probleme nicht den immensen Hass, die Grausamkeit und unvorstellbare Bösartigkeit eines Kreuzfahrers, Nazis oder Selbstmordattentäters erklären. Hinter diesem Grauen steckt ein tiefergehender, geistlicher Kampf und ein rachsüchtiger Feind, nämlich Satan. Sowohl Christen als auch Moslems sollten Satan, den „Feind der Seelen“, nicht aus den Augen verlieren. Satan als einen gemeinsamen Feind anzuerkennen, kann den Christen helfen, eine Grundlage für Beziehungen zu Moslems herzustellen.
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Wer ist Gott? Was Moslems glauben Allah ist Einer Die Einheit Allahs steht den Moslems über allem. Die größte Sünde besteht darin, ihm ein anderes Wesen gleichzustellen. Diese Sünde wird als Schirk bezeichnet. Die Botschaft Mohammeds von dem einen Gott war sehr kühn, da der Götzendienst die vorherrschende Religion in Arabien war. Mohammed forderte dieses System heraus und setzte sich schließlich mit seiner Botschaft des Monotheismus durch. Der Islam hat seine Wurzeln in diesem Bekenntnis von dem einen Gott. Allah ist keiner gleich Allah ist transzendent und ihm kommt kein Mensch oder ein anderes Geschöpf gleich. Allahs Charakter und seine Eigenschaften werden durch seine 99 arabischen Namen offenbart, von denen die zwei geläufigsten „Der Barmherzige“ und „Der Gnädige“ sind. Allah wird im Islam nie durch menschliche Familienbegriffe wie „Vater“ oder „Sohn“ beschrieben. Im Koran offenbart er seinen Willen, dem die Menschheit gehorchen soll, nicht aber sein Wesen, was Grundlage für eine enge, persönliche Beziehung wäre. Allahs grundlegendes Kennzeichen: sein Wille Allah schafft und erhält alles Leben, sowohl spiritueller als auch materieller Art. Sein Wille ist absolut und kann von seiner Schöpfung nicht infrage gestellt werden. Er ist, ohne irgendeinen Vermittler, unser letzter Richter. Die besten Chancen am Tag des Gerichts haben jene, die ein Leben der Rechtschaffenheit und Unterwerfung unter den Willen Allahs geführt haben – Inschallah (so Gott will).
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Hei Was Christen glauben Gott: Eine Einigkeit, keine Einheit Die Bibel lehrt, dass Gott der Eine Gott ist, dass es sich hierbei jedoch um eine vielschichtige Dreieinheit handelt, nicht nur um eine einfache Übereinstimmung. Er ist vollkommen einzigartig, ein persönlicher Gott, der von Ewigkeit zu Ewigkeit in Beziehung stehend existiert. Gott der Vater, Gott der Sohn, Gott der Heilige Geist In der Bibel wird Gott im Namen, im Charakter und in der Person als der endgültige Vater beschrieben, doch er ist immer der Schöpfer, ohne jeglichen sexuellen Hinweis. Gott offenbart sich selbst durch das ewige Wort, das Fleisch wurde, als der Heilige Geist über die Jungfrau Maria kam, die daraufhin Jesus, den Messias, empfing, der in der Bibel auch der Sohn Gottes genannt wird. In seinen Lehren offenbart Jesus auch Gott den Heiligen Geist, der vom Vater und von ihm selbst gesandt wurde. Die Bibel berichtet von dem Mysterium dreier Personen, die sich als ein Gott offenbaren. Auch wenn das Wort „Dreieinheit“ nicht in der Bibel vorkommt, drückt es die biblischen Wahrheiten über Gott gut aus. Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist sind Gott, nicht nur drei Teile von Gott oder drei Namen für dieselbe Person. Gott offenbart sich selbst als eine Dreieinheit.* Gottes grundlegendes Kennzeichen: seine Liebe In der Bibel heißt es: „Gott ist Liebe“. Diese Liebe existiert seit Ewigkeiten, so wie der Vater den Sohn schon vor der Erschaffung der Welt geliebt hat. Gottes Liebe drückt sich durch die Schöpfung aus. Gott entscheidet sich nicht einfach nur zu lieben; seine Liebe entscheidet sich zu handeln. „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab…“ (Johannes 3,16).
Wie man Missverständnisse aus der Welt schafft Die Missverständnisse Die meisten Moslems halten Christen aufgrund der Dreieinheit für Polytheisten (Menschen, die an mehrere Götter glauben). Ein häufiges Missverständnis der Dreieinheit liegt darin, Christen würden glauben, dass Gott der Vater Geschlechtsverkehr mit einer Muttergöttin (Maria) gehabt haben müsse, damit es einen „Sohn Gottes“ geben kann. Das glaubt jedoch kein Christ. Gebildete Moslems erkennen, dass Christen nicht an diese falsche Dreieinheit glauben, dennoch begreifen sie nicht, wie sich Gottes Einigkeit mathematisch erklären lässt. Für sie ist es einfach: 1 + 1 + 1 = 3; Vater + Sohn + Heiliger Geist = drei Götter. Doch das ist nicht das, was Christen glauben. Missverständnisse beseitigen Statt der Analogie der zu addierenden Einheiten (1 + 1 + 1 = 3) wurde die Dreieinheit oft als multiplizierte Ganzheit erklärt (1 x 1 x 1 = 1). In der Bibel heißt es, dass Jesus das ewige „Wort Gottes“ ist, das sich durch die Jungfrauengeburt im Fleisch offenbart hat. Der Koran erkennt Jesus als das „Wort Gottes“ und den „Geist Gottes“ an und bestätigt die Jungfrauengeburt sowie die Wunder Jesu und selbst, dass er Tote auferwecken konnte. Moslems glauben ebenfalls an das Zweite Kommen Jesu, denn der „Tag seiner Wiederkunft“ wird auch im Koran erwähnt. Moslems weisen gerne darauf hin, wie der Koran Jesus ehrt. Jedoch finden sich im Koran vergleichsweise wenige solcher positiven Hinweise auf Jesus im Vergleich zu der vollständigen Geschichte Jesu, wie Gott sie im Indschil (dem Neuen Testament) festgehalten hat. * Mehr Information zum Thema in der Studienfaltkarte"Die Dreieinheit" ( Artikel-Nr: 447623)
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