Antworten auf aktuelle Kritiken
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Studienfaltkarten von inner cube bringen ein Thema auf den Punkt. Kompakt, illustriert, klar.
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Deutsche Ausgabe: © 2013 inner cube GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Käufern dieser Vorlage ist ein Ausdruck gestattet. Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Titel: Warum sollte man der Bibel vertrauen? Nr. 447603, ISBN: 978-3-942540-03-2
Kann man der Bibel vertrauen? Vor der Erfindung der Druckerpresse mussten die Schreiber mehr als 1000 Jahre lang die Heilige Schrift per Hand kopieren ... ■ ■ ■
ohne Brillen nur bei Tages- oder Kerzenlicht mit Federhaltern und gemahlener Holzkohle, die mit Gummi und Wasser vermischt wurde, damit die heiligen Wörter der Schrift auf Papyrus und Pergament gekratzt werden konnten.
Was ist, wenn die Schreiber Fehler machten? Einige der aktuellen Bestseller – wie Bart Ehrmanns Misquoting Jesus (Abgeschrieben, falsch zitiert und missverstanden: Wie die Bibel wurde, was sie ist) - behaupten, dass die Schreiber tatsächlich Fehler machten. Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung neuester Behauptungen über die noch erhaltenden Manuskripte der Bibel: „Nicht nur, dass wir keine Originalmanuskripte [der Bibel] haben, wir haben noch nicht einmal die ersten Kopien dieser Originale. Wir haben nur fehlerhafte Kopien, und die mit Abstand meisten davon entstanden erst Jahrhunderte nach den Originalen und weichen in Tausenden von Punkten von ihnen ab. Diese Fehler vervielfältigen sich und werden wiederholt; manche werden korrigiert und manche miteinander vermischt. Und so geht es immer weiter. Jahrhunderte lang. Wir können an manchen Stellen einfach nicht sicher sein, den Text genau rekonstruiert zu haben. Es ist ein bisschen schwierig zu wissen, was die Worte der Bibel bedeuten, wenn wir noch nicht einmal wissen, welche Worte es überhaupt sind.“1
Wie
schriftlichen Bericht, der die beständige und verlässliche Wahrheit über Gott beinhaltet. Wer hat also Recht? Enthält die Bibel immer noch dieselbe Wahrheit, welche die Originalautoren im Sinn hatten? Oder wurden die antiken Texte so leichtsinnig und willkürlich abgeändert, dass den heutigen Bibelgelehrten nur noch „fehlerhafte“ Manuskripte zur Verfügung stehen, bei denen man nicht mehr wissen kann, was deren Originale einmal aussagen sollten? Mit dieser Frage im Hinterkopf wollen wir uns die Geschichte der biblischen Texte anschauen, um festzustellen, was die historischen Berichte tatsächlich aussagen!
Dabei werden wir zu folgenden Ergebnissen kommen: ■ ■ ■
Wir können der Bibel vertrauen. Wir können die Aussagen der Bibel kennen. Wir können darauf vertrauen, dass unsere heutige Bibel den Originalmanuskripten entspricht, trotz der Unterschiede zwischen den antiken Kopien.
EVANGELIUM
DATUM (ungefähr)
QUELLE
Markus
um 64-67 n. Chr.
Petrus, von Markus niedergeschrieben
Matthäus
vor 65 n. Chr.
Matthäus
Lukas
vor 62 n. Chr.
Lukas, ein Gefährte des Paulus
Johannes
um 95 n. Chr.
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Tausende Menschen lesen solche Angriffe auf die Bibel und schenken ihnen Glauben. Dennoch vertrauen Millionen von Menschen der Bibel weiterhin als einem zuverlässigen,
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Wie wurden die Geschichten weitergegeben? Was die Skeptiker behaupten „[Die Evangelien] wurden ca. 35 bis 65 Jahre nach Jesu Tod geschrieben ... und das nicht von Augenzeugen, sondern von später lebenden Menschen.“2
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Das Lukas-Evangelium vereint schriftliche und mündliche Berichte von Augenzeugen und wurde von Paulus' Leibarzt Lukas zusammengestellt.
■
Das einzigartige Material des MatthäusEvangeliums stammt von Matthäus, einem Zöllner, der einen lukrativen Beruf aufgab, um Jesus nachzufolgen.
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Die Berichte des Johannes-Evangeliums stammen vom Apostel Johannes.4
Was uns die Geschichte tatsächlich lehrt Ja und nein. Auch wenn es ungefähr stimmt, dass die Evangelien ca. 35 bis 65 Jahre nach dem Tod Jesu geschrieben wurden, legen die historischen Beweise dennoch eindeutig den Schluss nahe, dass die Quellen der neutestamentlichen Evangelien Augenzeugen aus dem Leben Jesu waren. Die Evangelien von Markus, Matthäus und Lukas entstanden alle etwa zwischen den Jahren vor 62 bis 67 n. Chr. Das Johannes-Evangelium scheint um das Jahr 95 n. Chr. niedergeschrieben worden zu sein. Selbst bei diesen Daten ist es zumindest noch möglich, dass die Quellen dieser Bücher Augenzeugen Jesu waren. Da die Evangelien von Markus, Matthäus und Lukas nur etwa 30-35 Jahre nach dem Tod Jesu erschienen, wäre es unlogisch, abzustreiten, dass die Evangelien zumindest von Augenzeugen geschrieben worden sein könnten.3 Das Wichtigste ist jedoch nicht, wann die Evangelien geschrieben wurden. Das Wichtigste ist, ob die Evangelien die Augenzeugenberichte vom Leben und Wirken Jesu korrekt wiedergeben. Laut antiker Niederschriften früher christlicher Anführer wie Papias von Hierapolis, Polykarp von Smyrna und Irenäus von Lyon sind alle vier Evangelien wahre Augenzeugenberichte von Jesus Christus. Diese Niederschriften – allem Anschein nach aus dem ersten Jahrhundert nach Christus – besagen: ■
Die im Markus-Evangelium festgehaltenen Begebenheiten sind das Zeugnis von Petrus, niedergeschrieben von seinem Übersetzer Markus.
In antiken Briefen wurde der Name des Verfassers am Anfang genannt, so wie in dieser Kopie von Paulus’ Brief an die Römer. In antiken historischen Schriften – so wie den Evangelien – wurde der Name des Urhebers manchmal ausgelassen. (Mit freundlicher Genehmigung von CSNTM.org)
Was die Skeptiker behaupten „Geschichten, die auf den Berichten von Augenzeugen basieren, sind nicht notwendigerweise zuverlässig, was umso mehr für Berichte gilt ... die nach den Ereignissen erst lange nur mündlich weitergegeben wurden.“5
Was uns die Geschichte tatsächlich lehrt In einer Kultur, in der Informationen oft nur mündlich weiter gegeben wurden – so wie in der Welt der Bibel – war es möglich, dass mündliche Geschichten für eine erstaunlich lange Zeit verlässlich erhalten blieben. Die Menschen in unserer heutigen Welt – in der es eine hohe Lese- und Schreibfähigkeit gibt und Schreibmaterial leicht verfügbar ist – sind daran gewöhnt, wichtige Informationen in Schriftform festzuhalten. Doch besonders bei den antiken Juden wurden wichtige Lehren wieder und wieder in rhythmischen, sich
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Was die Skeptiker behaupten Die Geschichten des Neuen Testaments „wurden leichtsinnig und willkürlich abgeändert. Sie wurden verändert, erweitert und ausgeschmückt. Manchmal wurden sie auch erfunden.“8
Was uns die Geschichte tatsächlich lehrt Die Berichte im Neuen Testament über Jesus wurden weder erfunden, noch „leichtsinnig und willkürlich“ abgeändert. Kurz nach den Ereignissen kamen zuverlässige, mündliche Überlieferungen über das Leben Jesu und die frühe Gemeinde auf; sie veränderten sich auch nicht, als sie sich im Römischen Reich verbreiteten. Als Beispiel kann ein Teil einer dieser mündlich überlieferten Geschichten dienen, die in schriftlicher Form in 1. Korinther 15,3-7 9 festgehalten ist. Woher wissen wir, dass diese Worte des Apostels Paulus tatsächlich der mündlichen Überlieferung über Jesus entstammen? Paulus beginnt seine Zusammenfassung mit zwei griechischen Wörtern – paradidomi („weitergeben“ oder „überliefern“) und paralambano („weg-/ mitgenommen“) – die nahe legen, dass es sich hierbei um eine mündliche Überlieferung handelte. Den antiken Lesern war bewusst, dass diese beiden
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Wörter, zusammen verwendet, darauf hinwiesen, dass der Autor aus der mündlichen Überlieferung zitierte.10 Eine schnelle Untersuchung dieser Verse zeigt, wie rasch mündliche Überlieferungen unter den Augenzeugen Jesu entstanden und wie zuverlässig sie erhalten blieben.
Dieses Bild aus den Ruinen Pompejis zeigt, wie weitverbreitet die Nutzung von Wachstafeln und Ritzstifte war, um Gedanken schriftlich festzuhalten
Auch wenn Paulus auf Griechisch schrieb, rief er den Apostel Petrus bei seinem aramäischen Namen „Kephas“. Außerdem findet sich wiederholt die Formulierung „und dass“. Der mit „und dass“ wiedergegebene Ausdruck ist die griechische Übersetzung einer aramäischen Form, Satzteile miteinander zu verknüpfen.11 Die grammatische Struktur dieser Verse legt nahe, dass diese mündlich überlieferte Geschichte einst in Aramäisch kursierte. Und wo sprachen die Menschen Aramäisch? In Galiläa und Judäa, den Orten, wo Jesus gelebt und gelehrt hatte, wo er gestorben und von den Toten auferstan-
Das Wort „Kanon“ kommt von griechisch kanon, was „Messstab“ bedeutet. Im 4. Jahrhundert n. Chr. wurden die Schriften, die unter Christen als maßgeblich angesehen wurden, als „Kanon“ bekannt, weil diese Zeugenberichte der Maßstab für die Treue der Gemeinde zu Jesus waren. Die Christen übernahmen den jüdischen Kanon – die Bücher, die wir heute als „Altes Testament“ kennen, weil sie daran glaubten, dass der Gott der jüdischen Schriften auch der Vater Jesu Christi war. Von jedem Buch des Neuen Testaments wurde eine Verbindung zu einem Augenzeugen des auferstandenen Herrn erwartet, damit es von den Gemeinden in der bekannten Welt anerkannt wurde und nicht anderen Schriften über Jesus widersprach.
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