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die Kraft

einfachen

Gebets

Wie man mit Gott Ăźber alles reden kann


INHALT

Einführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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1. Lehre mich, Herr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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2. Das einfache Vorrecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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3. Genau wie Atmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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4. Die Kraft des Gebets . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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5. Lobpreis, Anbetung und Danksagung . . . . . . . . . . . . . . . . .

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6. Weihe und Hingabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115 7. Bitten und dranbleiben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 135 8. Fürbitte und Übereinstimmung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 156 9. Das Wort und der Geist . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 175 10. Schlüssel zu machtvollem Gebet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 195 11. Wichtiger als alles andere . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 221 12. 14 Hindernisse für erhörliches Gebet . . . . . . . . . . . . . . . . . . 242 13. Sicherer Sieg im Gebet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 265 14. Stark bleiben durch Gebet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 283 Zum Schluss ... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 303 Anmerkungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 304


Die Kraft einfachen Gebets

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Einführung

EINFÜHRUNG

Dürfte ich mich in Bezug auf das Thema »Gebet« nur auf einen Kommentar beschränken, würde ich sagen: Beten ist einfach. Ich bin seit vielen, vielen Jahren eine Beterin und kann eine Menge zu dem Thema beitragen, aber wenn ich einen einzigen Punkt herausheben sollte, würde ich sagen, es ist so viel einfacher, als wir glauben. Als Gott anfing, mich das Beten zu lehren, stellte ich überrascht fest, dass es bei ihm nicht kompliziert ist, sondern wirklich einfach. Manchmal machen Menschen das Gebet zu etwas Trockenem und Schwierigen. Bisweilen stellen unsere religiösen Denkweisen und »Systeme« das Beten so dar, dass es für viele von uns überhaupt nicht umsetzbar erscheint. Nach Gottes Vorstellung müsste unser Gebetsleben natürlich und freudig sein! Er möchte, dass wir ehrlich und von Herzen beten und unsere Kommunikation mit ihm unbelastet von Regeln, Vorschriften, Gesetzlichkeit und Verpflichtungen ist. Wenn es nach ihm geht, ist Gebet integraler Bestandteil unseres Alltagslebens — die leichteste Übung eines jeden Tages. Ich glaube, viele Menschen beten weit mehr, als ihnen bewusst ist, und führen ein effektiveres und erfolgreicheres Gebetsleben, als sie selbst meinen. Sie erkennen es gar nicht immer, wenn sie beten, hat man sie doch gelehrt, Gebet verlange eine bestimmte Umgebung, Haltung und Form oder müsse sich strikt an festgelegte Prinzipien halten. Dabei ist Beten einfach Reden mit Gott. Es stimmt: Wir können jederzeit und überall beten. Selbst wenn wir nur einen Gedanken an Gott richten, ist das schon ein stilles Gebet. Ob Sie nun schon seit Jahren beten, es eben erst erlernen, gerade an einem geistlichen Tiefpunkt stehen oder einfach nur ein besseres Gebetsleben anstreben — Sie dürfen wissen: Gott

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Die Kraft einfachen Gebets

möchte, dass Sie lernen, effektiver zu beten, und er möchte, dass Ihr Gebetsleben erfüllender wird. Da Sie dieses Buch aufgeschlagen haben, nehme ich an, dass Sie bestrebt sind, Ihre innige Gemeinschaft mit Gott im Gebet zu vertiefen. Ich denke, Sie wissen um die außerordentliche Macht des Gebets und sehnen sich danach, diese in Ihrem Leben zu erleben, ebenso wie im Leben derer, die Ihnen nahestehen, und in allen Situationen, von denen Sie betroffen sind. Kurze, einfache Gebete können unbeschreiblich kraftvoll sein. Nichtsdestoweniger ist das Gebet zugleich ein großes Geheimnis. Der chinesische Christ Watchman Nee, der während der Gefangenschaft um seines Glaubens willen viele bedeutende Bücher verfasste, schreibt: »Das Gebet ist der herrlichste Akt in der geistlichen Welt und zugleich eine äußerst geheimnisvolle Angelegenheit.«1 Nach meiner Auffassung besteht das größte Geheimnis am Beten darin, dass es die Herzen von Menschen auf der Erde mit dem Herzen Gottes im Himmel vereint. Gebet ist etwas Geistliches und reicht in die unsichtbare Wirklichkeit hinein, und es bringt Dinge aus dieser unsichtbaren Wirklichkeit in der Welt, die uns umgibt, sichtbar zum Vorschein — mitten in unserem Leben. Es setzt in unserem natürlichen Alltagsleben geistliche Segnungen frei und bringt innerhalb unserer irdischen Lebensumstände geistliche Kraft zum Tragen. Im bekannten Universum sind wir Menschen die einzigen Geschöpfe, die im natürlichen Raum stehend in den geistlichen hineinreichen können. Wenn wir beten, verbinden wir uns mit dieser geistlichen Wirklichkeit, in der Gott ist und die unser tägliches Leben mehr berührt, als wir verstehen. Die Tatsache, dass wir beten wollen — und dass wir glauben, unser Gebetsleben könnte besser sein —, beweist, dass wir wissen: Die geistliche Welt existiert und das, was dort geschieht, berührt die Geschehnisse auf Erden. Tief in unserem Herzen wissen wir also, dass das Leben mehr ist als das, was unsere Augen sehen, und dass wir die unsichtbaren Dinge höher schätzen als die, die wir sehen können. Darüber schreibt Paulus in 2. Korinther 4,18: ... wenn wir nicht auf das Sichtbare schauen, sondern 8


Einführung

auf das Unsichtbare. Denn das Sichtbare gehört dem Augenblick (es ist kurzlebig und vergänglich), das Unsichtbare aber ist ewig (Elberfelder, ergänzt durch Amplified Bible). Wenn wir begriffen haben, dass es unsichtbare, ewige geistliche Realitäten gibt, die unser irdisches Leben berühren, wollen wir diese Dinge verstehen. Wir beginnen dann wahrzunehmen, dass Gott uns einlädt, mit ihm zu kommunizieren, die Dinge geistlich zu sehen und seine Partner zu werden, damit sie sich auf Erden verwirklichen. Das geschieht nur durch Gebet. Gebet öffnet Gott die Tür, sodass er wirken kann. Machen wir uns durch Gebet zu Partnern Gottes in der geistlichen Welt, so holen wir Dinge aus dieser Ebene in unser Leben, unsere Welt, unsere Gesellschaft und das Leben anderer Menschen hinein. Diese himmlischen Dinge, diese Geschenke Gottes, sind längst für uns aufbewahrt, aber wir bekommen sie so lange nicht, wie wir nicht beten und sie uns von Gott erbitten. Er hat in der unsichtbaren Welt so viel für uns bereitgelegt; er tut solch wunderbare Dinge für uns, Dinge, die wir weder mit unseren natürlichen Augen sehen noch mit unserem natürlichen Sinn erfassen können — und diese Dinge empfangen wir zu unserer Freude durch die Macht und das Vorrecht des Gebets. Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, sagt die Bibel, und was in keines Menschen Herz aufgestiegen ist, was Gott [alles] denen bereitet hat (bereithält), die ihn lieben [ihn hingebungsvoll verehren, ihm prompt gehorchen und dankbar seine Wohltaten zu schätzen wissen] (1. Korinther 2,9; Zürcher, ergänzt durch Amplified Bible). Gebet ist Teil eines gehorsamen Lebensstils. Die Bibel sagt, bestimmte Dinge haben wir nicht, weil wir Gott nicht um sie bitten (siehe Jakobus 4,2), und es gehört zum großen Geheimnis des Gebets, dass Gott von uns um das gebeten werden möchte, was er längst für uns bereithält. Gott, der Souveräne, der alles tun kann, was er tun will — überall, jederzeit, wie es ihm gefällt und ohne dass er irgendjemanden um Erlaubnis fragen müsste —, möchte, dass wir ihn bitten. Er handelt gemäß einem geistlichen Gesetz, das er selbst in Kraft gesetzt hat: Auf Erden tut Gott nichts, worum ihn nicht jemand bittet. 9


Die Kraft einfachen Gebets

Von jeher hat Gott seinem Volk gesagt, was er auch heute zu uns sagt: »Ihr und ich, wir sind Partner. Ihr seid jetzt mein Leib auf der Erde.« Was bedeutet das? Wir sind sein Leib, wir nennen uns »Leib Christi«. Jesus Christus hat keinen irdischen Körper mehr. Wir repräsentieren, wer er ist und was er auf der Erde tut. Wir sind sein Mund, seine Hände, seine Füße, sein Gesicht. Wir sind diejenigen, die sein Herz zum Ausdruck bringen, seine Liebe demonstrieren und den Menschen um uns herum seine Kraft offenbaren. Deshalb müssen wir beten. Um unsertwillen und für andere Menschen sollten wir uns Zugang zur Weisheit und den Ressourcen des Himmels verschaffen. Wir müssen mit Gott zusammenarbeiten, damit in unserem Leben und im Leben der Menschen um uns herum geschieht, was er sich vorgenommen hat. Ich denke, Sie werden auf diesen Seiten einiges an äußerst hilfreicher Ermutigung für Ihr Gebetsleben finden. Alles in diesem Buch hat mit Gebet zu tun, wobei es nicht unbedingt immer direkt ums Beten geht; immer aber handelt es sich darum, einen leichten, erfüllenden, effektiven und dauerhaften Lebensstil der Kommunikation mit Gott zu entwickeln und aufrechtzuerhalten. Ich rate Ihnen, die Lektüre dieses Buches mit der Bitte an Gott zu beginnen, er möge Ihnen effektiveres Beten beibringen. Und ich bete darum, dass er die vorliegenden Seiten dazu benutzt, Ihre Bitte zu erhören. Während des Lesens erfahren Sie, wie man als Einzelner betend vor Gott steht und alle Freiheit hat, sich ihm gegenüber auf ganz natürliche Weise auszudrücken — so wie es Ihrer einzigartigen Persönlichkeit entspricht, als die er Sie gerufen und geschaffen hat. Ihnen wird klar werden, dass das Gebet nicht bloß ein enormes Vorrecht darstellt, sondern in der Tat viel einfacher ist, als die meisten Leute meinen. Sie werden entdecken, wie Sie Ihr Gebetsleben vereinfachen und von allen möglichen vorgefassten Meinungen frei werden können, denen zufolge Beten nach irgendwelchen Regeln oder in einem bestimmten Tonfall zu geschehen habe. Darüber hinaus hoffe ich, das schlichte Gebet wird Ihnen so sehr in Fleisch und Blut über-

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Einführung

gehen, dass Sie nie wieder das Gefühl haben werden, Beten sei etwas, was Sie tun müssten, sondern sich darauf freuen und es genießen. Ich möchte Ihnen auch nahebringen, dass Beten so leicht ist wie Atmen. Es geht darum zu lernen, wie man einen Lebensstil des Gebets entwickelt und allezeit, überall und mitten im Alltag betet. Beim Lesen dieses Buches werden Sie an die ungeheure Macht des Gebets erinnert, die anders ist als alles, was Menschen kennen. Das wird Sie ermutigen, diese Macht in Ihrem täglichen Leben und Ihren ganz gewöhnlichen Umständen zu erleben. Wenn Sie sich mit den vielen Aspekten des Betens beschäftigen, werden Sie sehen, dass verschiedene Zeiten und Lebenslagen unterschiedliche Weisen des Betens erfordern; Sie erfahren etwas über diese verschiedenen Typen des Gebets, sodass Sie immer effektiver beten können. Vorausschauend gebe ich Ihnen rasch ein Beispiel: Schlicht »Danke, Herr« zu sagen, wenn einem klar wird, dass man gerade vor einem Autounfall bewahrt wurde, ist eine bestimmte Art von Gebet. Zu den weiteren Gebetstypen, zu denen ich etwas sagen werde, zählen: sein Leben Gott weihen; seine Probleme Gottes Fürsorge anbefehlen; Gott um das bitten, was man braucht und sich wünscht; anhaltend beten, bis man Antwort bekommt; Fürbitte für andere tun; Gottes Wort beten und im Heiligen Geist beten. Darüber hinaus werden Sie die Schlüssel effektiven Gebets entdecken und zu verstehen beginnen. Hier geht es vor allem um Herzenshaltungen, die der Erhörung Ihrer Gebete den Weg bereiten. Am Ende werde ich 14 Hindernisse für erhörliches Gebet ansprechen, damit Sie wissen, was es zu vermeiden gilt, wenn Sie erfolgreich beten wollen. Insgesamt bemühe ich mich, Ihnen neben einer gründlichen Untersuchung des Gebetes auch Lehre zu vermitteln, die Ihnen beim Beten wirklich weiterhilft. Ich bin überzeugt, Sie lesen dieses Buch, weil Sie sich wünschen, dass Ihre Gebete tatsächlich einen Unterschied bewirken, weil Sie Gottes Kraft in Ihrem Leben wie im Leben Ihrer Mitmenschen wirksam sehen wollen, weil Sie Ihre Gemeinschaft mit Gott

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Die Kraft einfachen Gebets

genieĂ&#x;en und in Ihrer Beziehung zu ihm wachsen wollen. Genau das will er auch, und er wartet nur darauf, Ihnen weiterzuhelfen! Seien Sie gesegnet, wenn Sie sich auf diese Reise zu innigerem, spannenderem und effektiverem Gebet machen! Joyce Meyer

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Lehre mich, Herr

KAPITEL 1

Lehre mich, Herr

Ich möchte Ihnen ein paar Fragen stellen: Glauben Sie, dass Ihre Gebete tatsächlich etwas verändern? Fragen Sie sich manchmal tief im Herzen, ob Gott Sie überhaupt hört, wenn Sie beten? Wenn Sie mit dem Beten aufhören, sind Sie dann überzeugt, dass Ihre Gebete etwas bewirkt haben? Sind Sie mit Ihrem Gebetsleben zufrieden? Wissen Sie wirklich, wie man betet? Sehnen Sie sich nach einer tieferen, reicheren, dynamischeren Beziehung zu Gott durchs Gebet? Wenn es Ihnen so ergeht wie Tausenden von Menschen, denen ich in dreißig Jahren des geistlichen Dienstes Mut zugesprochen habe, dann heißt Ihre Antwort: »Ja! Ja! Ja!« Bei meinen Reisen habe ich im Kontakt mit Menschen gesehen, dass die Menschen wirklich beten wollen; sie möchten wissen, dass Gott sie hört und ihre Gebete etwas ausrichten. Menschen möchten in ihrem Gebetsleben wachsen und sehen, wie ihre Gebete für andere und sie selbst kraftvoller werden. Tatsächlich sagten in einer 2005 unter mehr als 800 amerikanischen Pastoren durchgeführten Studie nur 16 Prozent, sie seien »sehr zufrieden« mit ihrem Gebetsleben. Das heißt, verblüffende 84 Prozent waren der Meinung, ihr Gebetsleben müsse sich unbedingt verbessern. Und es gibt darüber hinaus weitere unzählige Menschen, die — wie diese Pastoren — mit ihrem Gebetsleben nicht zufrieden sind.1 Sie sind sich nicht sicher, ob Gott wirklich zuhört, wenn sie mit ihm reden; sie verstehen nicht, wieso manche Gebete unbeantwortet bleiben; sie fragen sich, ob sie wohl »richtig« oder genug beten. Sie sind generell von ihrem Gebetsleben frustriert und würden nur allzugern wissen, was sie tun können, um sich mehr mit Gott 13


Die Kraft einfachen Gebets

verbunden zu fühlen und das Vertrauen zu gewinnen, dass ihre Gebete in der Tat etwas verändern. Wenn es schon Geistlichen so ergeht, wie mag es dann erst um ihre Gemeinden bestellt sein? Zu den allerwichtigsten, lebensveränderndsten Gebeten, die ein Mensch jemals sprechen kann, gehört dieses: »Herr, lehre mich beten.« Nicht bloß: »Herr, lehre mich beten«, sondern: »Herr, lehre mich beten.« Schauen Sie, es reicht nicht, übers Gebet Bescheid zu wissen. Wir müssen wissen, wie man ganz individuell zu dem Gott betet, mit dem man in einer intimen, dynamischen, persönlichen Beziehung steht. Auch wenn es dabei Prinzipien gibt, die für jeden gelten, bleiben wir doch Individuen, und Gott möchte jeden von uns persönlich führen. Ich habe viele »Gebetsseminare« besucht und dann versucht, in meiner eigenen Erfahrung nachzumachen, was ich andere von ihren Gebeten hatte erzählen hören. Irgendwann jedoch erkannte ich, dass Gott einen personalisierten Plan für mich hatte — die auf mich zugeschnittene Art, am effektivsten mit ihm zu kommunizieren. So musste ich sagen: »Herr, lehre mich beten.« Ich bin überzeugt, dass viele Menschen heute genau dasselbe Anliegen haben wie die Jünger Jesu vor fast 2000 Jahren: Herr, lehre uns beten (Lukas 11,1). Obwohl die Jünger häufig auf Tuchfühlung mit Jesus waren, ihm zuhörten, von ihm lernten und zusahen, wie er Wunder vollbrachte, verspürten sie dennoch das Bedürfnis, von ihm zum Thema Gebet angeleitet zu werden. Sie gingen als Gruppe zu Jesus und baten ihn, er möge ihnen beibringen, wie man betet. Als ich als einzelne Person dieselbe Bitte an Gott richtete, antwortete er mir in mächtiger Weise und verschaffte meinem Gebetsleben großartige Verbesserungen, als da wären: ●

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Ich bin von panikgesteuerten, fleischlichen, seelischen Gebeten (Gebeten, die aus Verstand, Willen oder Gefühlen des Menschen hervorgehen) zu geisterfüllten, geistgeleiteten und glaubensbasierten Gebeten übergegangen. Ich fokussiere mich nicht mehr in erster Linie auf Gebete, in denen es um mein »äußeres Leben« geht (meine Umstände,

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Lehre mich, Herr

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die Aktivitäten, an denen ich teilhabe, oder die Dinge, die um mich herum passieren). Jetzt bete ich für mein inneres Leben (den Zustand meines Herzens, mein geistliches Wachstum, meine Einstellungen und Motive). Indem Gott mich beten lehrte, habe ich verstanden, dass es meine Aufgabe ist zu beten, damit ich innerlich gestärkt werde, und den Herrn zu bitten, dass er mir helfe, aus einem reinen Herzen und den richtigen Motiven heraus zu leben. Sich um die Äußerlichkeiten zu kümmern ist Gottes Sache. Wo ich früher kämpfen und ringen musste, um alle paar Tage mal fünf Minuten beten zu können, genieße ich es heute — und ich brauche und will es tatsächlich persönlich —, meinen Tag mit Gebet zu beginnen und dann den ganzen Tag hindurch zu beten, so wie mir die Dinge ins Herz kommen. Meinen Tag beschließe ich damit, beim Einschlafen mit dem Herrn Gemeinschaft zu haben. Ich bete nicht mehr sporadisch und unregelmäßig. Heute habe ich regelmäßige Gebetszeiten, in denen es diszipliniert zugeht, ohne dass ich gesetzlich wäre. Dachte ich einst, mit Beten erfüllte ich eine Pflicht Gott gegenüber, so erkenne ich heute, dass ich absolut keinen Tag in Zufriedenheit und Erfüllung leben kann, ohne zu beten. Mir ist klar geworden: Gebet ist ein großes Vorrecht und keine Pflichtübung. Ich nähere mich Gott nicht länger in furchtsamer Haltung, mit der Frage, ob er mich wohl wirklich hört und meine Gebete auch beantworten wird. Heute komme ich zuversichtlich und in großer Erwartung vor ihn, so wie sein Wort es mich lehrt.

Ich glaube, wenn auch Sie Gott bitten, Sie beten zu lehren, werden Sie ebenfalls in Ihrer Art zu beten große Veränderungen erleben. Ihre Gebete werden wirksamer werden, Ihre Gottesbeziehung wird Ihnen ungeheure Befriedigung verschaffen und Ihre Gebete werden erfrischend frei und freudig sein. In diesem Buch lehre ich ziemlich umfangreich über das Gebet. Ich hoffe, Sie lernen etwas aus diesen Gedanken, aber ich 15


Die Kraft einfachen Gebets

weiß, Gott ist der Einzige, der diese Informationen zum Leben erwecken kann, sodass Beten für Sie belebend, beglückend und effektiv wird. Ich bete darum und bin überzeugt: Er wird es tun und Ihr Leben dadurch verändern. Gott wird das nehmen, was ich Ihnen aus der Bibel mitteile, und Ihnen helfen, es auf eine Weise anzuwenden, die haargenau zu Ihnen, Ihrer Persönlichkeit und der spezifischen Phase passt, in der Sie sich Gott ist der Einzige, der gerade befinden. So kann es zum Beidiese Informationen spiel sein, dass eine Mutter mit vier nehmen und zum Leben noch sehr kleinen Kindern nicht in der erwecken kann, sodass Lage ist, die erste Stunde des Tages im Beten für Sie belebend, Gebet zuzubringen. Dafür hat sie zu beglückend und effektiv viel zu tun und manche ihrer Verpflichwird. tungen dulden nun mal keinen Aufschub. Sie befindet sich in einer Lebensphase, die nicht ewig dauert, und Gott wird sie so führen, dass sie auf eine Weise beten kann, die während dieser Zeit zu ihrem Leben passt. Sie kann zwar ihren Tag mit Gebet beginnen und auch den ganzen Tag hindurch beten, aber sicher nicht so wie eine Frau, die keine Kinder mehr zu Hause hat und sich ihre Zeit einteilen kann, wie sie will. Ich weiß noch, wie ich mal ein Gebetsseminar besuchte und einer älteren Dame zuhörte, die erzählte, wie sie jeden Morgen zwischen fünf und neun Uhr betete. So hatte sie es viele Jahre lang gehalten; Gott hatte ihr die Gnade dazu gegeben. Ich hatte noch keine Ahnung von den speziellen Begabungen, die Gott jedem von uns schenkt, also fuhr ich mit dem Entschluss nach Hause, es genauso zu machen wie sie. Alles, was mir widerfuhr, war, dass ich mich nach der ersten Viertelstunde langweilte und schläfrig wurde! Durch diese und andere Erfahrungen lernte ich, dass wir unser Gebetsleben nicht mit dem anderer Leute vergleichen können. Jeder von uns ist einzigartig, und Gott hat einen einzigartigen Plan für jeden Menschen. Die Bibel lehrt uns, dass er jedem von uns die Gnade gibt, etwas Bestimmtes zu tun, und was auch immer das ist, wir sollten es mit ganzem Herzen tun. 16


Lehre mich, Herr

Die Frau auf der Gebetskonferenz hatte von Gott die Gnade empfangen, jeden Tag vier Stunden zu beten. Genauso habe ich die Gnade, sehr lange zu studieren, zumal ich im Reich Gottes zur Lehrerin berufen bin. Ich mache Ihnen Mut, mit aller Hingabe zu sein, wer Sie sein können —, aber legen Sie es nicht darauf an, etwas sein zu wollen, was nur jemand anderes sein kann. Gott wird Ihnen niemals dabei helfen, jemand anderes zu sein als Sie selbst!

Ganz persönlich In unserem geistlichen Leben hängt alles von unserem persönlichen Glauben an Gott und unserer persönlichen Beziehung mit ihm ab. Dieser Beziehung dürfen wir uns erfreuen, weil Jesu Tod am Kreuz uns den freien, ungehinderten Zugang zu unserem himmlischen Vater gewährt hat und unser Glaube es uns ermöglicht, eine intime, lebendige Beziehung zu ihm zu unterhalten. Kürzlich las ich Epheser 3,12, wo es heißt: In ihm haben wir Freiheit und Zugang zu Gott (wir dürfen uns ihm jederzeit nähern, ohne jede Furcht), im Vertrauen auf ihn (mit Mut und Zuversicht), durch den Glauben an ihn (Zürcher, ergänzt durch Amplified Bible). Beim Meditieren über diesen Vers begeisterte es mich zunehmend, als mir aufging, dass wir als ganz gewöhnliche menschliche Wesen durchs Gebet jederzeit freien Zugang zu Gott genießen. Ohne Vorbehalt dürfen wir uns ihm zuversichtlich nähern, furchtlos und in aller Freiheit. Ist das nicht gewaltig? Der persönliche Glaube an Gott öffnet die Tür zu seiner unbegrenzten Hilfe. In einem frühen Stadium meiner Gebetsreise stieß ich auf ein wunderbares Büchlein, das im Lauf der Jahre Millionen von Gläubigen geholfen hat zu lernen, wie man betet. In diesem Klassiker mit dem Titel With Christ in the School of Prayer spricht Andrew Murray ebenfalls davon, wie wir Gott bitten sollen, uns beten zu lehren, und schreibt: »Niemand kann lehren wie Jesus, niemand außer Jesus; deswegen rufen wir zu ihm: ›Herr, lehre uns beten.‹ 17


Die Kraft einfachen Gebets

Ein Schüler braucht einen Lehrer, der sein Handwerk versteht, die Gabe des Lehrens hat und sich geduldig und liebevoll den Bedürfnissen des Schülers zuneigt. Lob sei Gott — all das und noch viel mehr ist Jesus. ... Nur allzugern lehrt uns Jesus, wie man betet.«2 Versuchen Sie nicht nur zu beten, sondern bitten Sie Jesus darum, dass er es Sie lehrt! Jesus bringt uns nicht nur allen gemeinsam gern bei, wie man betet, sondern liebt es auch, mit uns als Einzelnen zu arbeiten. Er möchte uns so nehmen, wie wir gerade sind, und jedem von uns helfen, seinen eigenen Gebetsrhythmus zu finden und einen Gebetsstil zu entwickeln, der unsere persönliche Beziehung mit ihm vertieft. Er möchte, dass unser Gebet eine leichte, natürliche, lebensspendende Art des Umgangs mit ihm ist, in der wir ihm unser Herz ausschütten und ihm erlauben, uns umgekehrt mitzuteilen, was in seinem Herzen ist. Beten ist so einfach — es ist nichts anderes als Reden mit Gott. Hinzuhören, was er zu sagen hat, gehört auch dazu. Auf vielerlei Weise redet Gott zu uns. Wenn es Ihr Wunsch ist, mehr darüber zu lernen, wie er spricht, dann sollten Sie mein Buch Wie man Gottes Reden hört3 lesen. Gott ist viel zu kreativ, als dass er jeden Menschen auf Erden in genau gleicher Weise lehrt, im Gebet mit ihm zu kommunizieren. Er ist derjenige, der uns alle unterschiedlich geschaffen hat und sich unserer Unterschiedlichkeit erfreut. Wie schon gesagt, es gibt »Gebetsprinzipien«, die für alle Gläubigen gelten, und doch führt Gott jeden von uns individuell. Wir sind auf unserem Weg mit ihm alle in verschiedenen Stadien, wir unterscheiden uns alle in unserer geistlichen Reife und wir haben alle verschiedene Erfahrungen im Gebet gemacht. Wenn es ums Erlernen von Gebetsprinzipien geht, müssen wir über intellektuelles GebetsKnow-how hinausblicken, diese Prinzipien vor den Herrn bringen und sagen: »Lehre mich, wie ich dies in meinem Leben anwenden soll, in meiner Situation, in meinem Herzen. Zeige mir, wie das Ganze bei mir funktionieren kann. Herr, ich verlass mich auf dich, dass du mich lehrst, wie man betet, dass du mich im Gebet effektiv machst und durch das Gebet meine Beziehung zu dir zum kostbarsten, lohnendsten Aspekt meines Lebens.« 18


Lehre mich, Herr

Nehmen Sie Ihre Einzigartigkeit an Weil wir eine individuelle Gottesbeziehung haben — so ist es von Gott gedacht —, beten wir auch individuell. Selbst wenn wir gemeinsam mit anderen beten, bleiben wir doch Individuen, die sich lediglich im Herzen mit anderen zusammenschließen, um mit einer Stimme zu sprechen. Ich glaube, in solchen gemeinsamen Gebetszeiten geht es Gott weit mehr um unsere Herzenseinheit als um gleiche Gebetsmethoden. Wenn wir sagen: »Herr, lehre mich beten«, bitten wir ihn, dass er uns das Beten auf ganz persönliche Weise vermittelt und uns dadurch befähigt, unsere Gebete mühelos und natürlich auszudrücken, so wie es uns entspricht. Er erwartet nicht von uns, dass wir unsere Individualität vor der Tür des Gebetskämmerchens zurücklassen. Genau so, wie wir eben sind, sollen wir vor Gott hintreten und ihm das Vergnügen gönnen, sich der Gemeinschaft mit dem »Original« zu erfreuen, zu dem er jeden Einzelnen von uns gemacht hat. Wir dürfen uns Gott mit unseren ureigenen Stärken, Schwächen, Charakterzügen und all dem nähern, das uns auf so wunderbare Weise von jedem anderen Menschen auf der Welt unterscheidet. Gott freut sich daran, uns so zu begegnen, wie wir sind, eine persönliche Beziehung zu uns aufzubauen und uns beim Wachsen zu helfen, soDa Gott unsere Herzen dass wir zur Fülle dessen heranreifen, individuell geschaffen was er in uns sehen möchte. hat, sollten unsere In Psalm 33,15 heißt es: ... er, der ihGebete ganz natürlich nen allen das Herz gebildet, der achthat aus unserem Herzen auf alle ihre Werke. Da Gott unsere Herherausfließen und mit zen individuell geschaffen hat, sollten dem übereinstimmen, unsere Gebete ganz natürlich aus unsewie wir von ihm her rem Herzen herausfließen und mit dem entworfen sind. übereinstimmen, wie wir von ihm her entworfen sind. In der Entfaltung unseres individuellen Stils der Kommunikation mit Gott können wir von Menschen lernen, die vielleicht erfahrener sind als wir, und müssen uns doch davor hüten, sie 19


Die Kraft einfachen Gebets

bloß nachzuahmen. Ich hoffe für viele ein Vorbild zu sein, aber ausrichten sollten sie sich bloß an Jesus allein. Es ist absolut nichts Verkehrtes daran, etwas aus dem Gebetsleben eines anderen in die eigene Praxis zu übernehmen, wenn Sie wirklich das Gefühl haben, der Geist Gottes möchte es so. Aber es ist falsch, wenn Sie sich selbst zur Nachahmung anderer zwingen, sofern Sie sich dabei in Ihrem Geist unwohlfühlen. Versuchen Sie nicht, mit anderen Schritt zu halten oder deren Gebetsstil zu kopieren — und fühlen Sie sich nicht genötigt, jedes Mal wenn Sie beten, aber auch jedes Gebetsprinzip zur Anwendung zu bringen, von dem Sie jemals gehört haben. Die meisten Leute haben Angst, anders zu sein als andere. Vielen geht es besser, wenn sie festgelegte Regeln befolgen, als wenn sie es wagen, sich der Führung des Geistes Gottes anzuvertrauen. Folgen wir menschengemachten Regeln, so gefallen wir den Menschen, gehen wir aber im Glauben vorwärts und folgen dem Geist Gottes, so gefallen wir ihm. Wir müssen uns nicht genötigt fühlen, auf bestimmte Weise und für eine bestimmte Zeit zu beten oder uns auf bestimmte Gebetsanliegen zu konzentrieren, nur weil andere Leute es so machen. Vielmehr sollten wir die Freiheit haben, unsere Einzigartigkeit zum Ausdruck zu bringen, indem wir so beten, wie Gott es uns individuell lehrt. Irgendwie fühlen wir uns sicher, wenn wir genau dasselbe tun wie alle anderen auch. Das Traurige daran ist, dass wir so lange unerfüllt bleiben werden, bis wir gelernt haben, sozusagen »die Leinen loszuwerfen« und uns von der ozeanischen Strömung des Geistes Gottes treiben zu lassen, wohin auch immer er mit uns möchte. Solange wir selbst das Steuer in der Hand haben, wissen wir genau, was als Nächstes passieren wird, überlassen wir aber Gottes Geist die Führung, so können wir uns auf eine Menge Überraschungen im Leben gefasst machen. Wir brauchen die Entschlossenheit, wir selbst zu sein, und sollten uns weigern, uns den Rest unseres Lebens schuldig zu fühlen, weil wir nicht so sind wie irgendjemand sonst. Mein Mann Dave hat es auf dem Herzen, für die Vereinigten Staaten von Amerika zu beten, und das tut er regelmäßig. Meine 20


Lehre mich, Herr

Leidenschaft ist es, Gottes Kinder heranreifen zu sehen. Auch habe ich eine große Leidenschaft für die Armen und Unterdrückten, also verbringe ich im Gebet viel Zeit damit, für die Lage dieser Menschen zu beten. Ich kenne einige, die sich in ihren Gebeten ausgiebig mit dem Abtreibungsthema beschäftigen, während andere sich mit demselben Feuereifer auf die Mission stürzen. Mir geht es darum, dass Gott jedem von uns etwas anderes ins Herz legt, sodass alles abgedeckt wird. Niemand kann für alles beten, was täglichen Gebets bedarf, aber der Geist Gottes führt jeden von uns, wenn wir es ihm erlauben. Ich habe lange gelitten, bis ich das lernte, was ich Ihnen weitergebe, und ich möchte nicht, dass Sie genau wie ich leiden müssen. Machen Sie sich zunutze, was ich herausbekommen habe! Fangen Sie doch in diesem Moment damit an, Jesus zu bitten, Ihnen ganz individuell beizubringen, wie Sie in der einzigartigen Weise, die er für Sie hat, all die Gebetsprinzipien, von denen Sie je gehört haben, in Ihrem Leben zur Anwendung bringen können. Ich glaube, Unterschiedlichkeit ist in allem der Schlüssel zur Freude, auch im Gebet —, also lassen Sie sich vom Geist Gottes darin leiten, unterschiedliche Prinzipien zu benutzen, je nachdem wie es in Ihrer persönlichen Situation vonnöten ist.

Der Schlüssel zum Gebet Müsste ich den wichtigsten Schlüssel zu effektivem Gebet benennen, so würde ich sagen, er besteht darin, sich Gott als Freund zu nähern. Wunderbares erschließt sich uns, wenn wir in dem Glauben zu Gott gehen, dass er uns als seine Freunde ansieht. Wir erleben dann Freiheit und Zuversicht, die beide notwendig sind, wenn man effektiv beten will. Wenn wir Gott nicht als Freund kennen oder daran zweifeln, dass er uns als seine Freunde betrachtet, zögern wir, ihm zu sagen, was wir brauchen, oder ihn um irgendetwas zu bitten. Haben wir eine förmliche, distanzierte Beziehung zu Gott, so können unsere Gebete gesetzlich sein. Gehen wir aber zu ihm als 21


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