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Tod - wo ist dein Stachel? 3


Vorwort Es ist für mich ein ganz besonderes Vorrecht, einige der geachtetsten Diener der Gemeinde Jesu persönlich gut zu kennen. Meiner Meinung nach ist niemand von ihnen besser dafür qualifiziert als Derek Prince, um über das Ende der Lebensreise zu sprechen. Wir sind bereits seit über fünfunddreißig Jahren befreundet. Wir haben gemeinsam gedient, unsere Freizeit miteinander verbracht und zweieinhalb Jahre lang im selben Haus gewohnt. Ich kann mich an keinen einzigen Augenblick erinnern, in dem er nicht im Licht der Ewigkeit gelebt hätte. Ich denke, er hat eine einzigartige Lebensweise kultiviert, die es ihm erlaubte, so zu leben, wie er es tat. Das Buch, das Sie in Händen halten, spiegelt diese Lebensweise wider, von der sich die heutigen Christen einige Scheiben abschneiden sollten: Ein Leben in der Furcht des Herrn. Derek hat mir einmal erklärt, dass das hebräische Wort für rein, das in Psalm 19,10 die Furcht des Herrn beschreibt, heute mit antiseptisch übersetzt werden würde. Ihm war bewusst, dass ehrfürchtige Achtung im Leben eines Menschen die Bestrebungen eines Menschen desinfiziert und heiligt. Bei zahlreichen Gelegenheiten stellte ich fest, dass von seiner Gegenwart eine geheimnisvolle Reinheit ausging. Es war nicht ungewöhnlich, dass flegelhafte Ungläubige ganz ruhig und brav wurden, sobald Derek den Hotelaufzug betrat. Es war so, als ob unsichtbare Kräfte sie dazu zwangen, sich vorübergehend zu benehmen, als ob sie darüber nachsannen, ihr Leben zu ändern. Ich glaube, dass Derek einen grundlegenden Wunsch hatte, als er dieses letzte seiner Bücher verfasste, und zwar, dass auch Sie Ihr Leben im Lichte der Ewigkeit leben würden, um so vorbereitet zu sein auf das Ende der Lebensreise. Jim Croft Boca Raton, Florida 18. November 2003

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Der Tod: Unser aller Bestimmung

1 Der Tod: unser aller Bestimmung Zucken Sie ein wenig zusammen, wenn das Wort Tod ausgesprochen wird? Ist Ihre erste Reaktion, dieses Buch beiseite zu legen? Wenn dem so ist, dann zeigt dies deutlich, dass gerade Sie der Botschaft dieses Buches gegenüber Ihr Herz öffnen sollten. In unserer heutigen Gesellschaft gibt es unterschwellige Bemühungen, den Tod in einem weniger schmerzhaften und angenehmeren Licht erscheinen zu lassen. Einige Begriffe wurden dementsprechend angepasst. Wir sprechen im Englischen heute nicht mehr von einer Leichenhalle, sondern verwenden Begriffe wie „Ort der Ruhe“ oder vielleicht „Kapelle der Ruhe“. Wir verwenden nicht mehr den Ausdruck Friedhof, sondern benutzen Worte wie „Gedächtnisstätte“. Und bevor der Körper des Verstorbenen vor der Beerdigung aufgebahrt wird, wenden wir alles auf, um die durch den Tod verursachten Veränderungen möglichst unsichtbar zu machen. Ich habe gehört, wie hierfür diverse psychologische Argumente vorgebracht wurden, und ich möchte diese nicht anfechten. Mir liegt es jedoch am Herzen, dass wir eine einfache, objektive und unveränderliche Tatsache nicht aus den Augen verlieren: Der Tod ist real und er ist unangenehm. Er ist schmerzhaft und grausam. Jede Lebensanschauung, die diese Tatsache nicht akzeptieren kann, ist irreführend und unrealistisch. Jede Philosophie oder Religion, die keine positive Antwort auf die Realität des Todes hat, geht an den Bedürfnissen der Menschen vorbei. Was den christlichen Glauben von allen anderen Religionen und Philosophien unterscheidet, ist die positive, belegbare Antwort auf den Tod. Tod - wo ist dein Stachel? 5


Der Tod: Unser aller Bestimmung

Ich gehe auf dreifache Weise an dieses Thema heran: Auf der Grundlage der Heiligen Schrift und eigener Erfahrung sowie auf der Basis persönlicher Beobachtungen. Werfen wir zunächst einen Blick auf die Bibel. Paulus sagt in 1. Korinther 15,26: „Der letzte Feind… ist der Tod.“ (LU) Der Tod ist ein Feind, der gemeinsame Feind der gesamten menschlichen Rasse. Als Nächstes möchte ich von meiner eigenen persönlichen Erfahrung berichten. Ich bin fast 90 Jahre alt und habe natürlich den Verlust naher Verwandter und geliebter Menschen erfahren: Den meines Vaters, meiner Mutter und meiner Großeltern – um nur einige wenige zu nennen. Vor allem aber habe ich meine beiden geliebten Ehefrauen verloren – zunächst Lydia und später Ruth. Mit Lydia war ich viele Jahre glücklich verheiratet. Vor nicht all zu langer Zeit hat Gott Ruth zu sich geholt, was eine sehr schmerzliche Erfahrung für mich war. Doch Gott hat mich durch Seine Gnade siegreich durchgetragen. Und ich erfreue mich an der Tatsache, dass es eine Auferstehung gibt. Manchmal beobachte ich verheiratete Ehepaare, wie sie die Gegenwart des jeweiligen Partners genießen, und mir wird bewusst, dass früher oder später einer von ihnen wird gehen müssen. Deshalb liegt mir so viel daran, Ihnen diese Wahrheit zu vermitteln, damit Sie, wenn die Zeit kommt, siegreich sein werden. Persönlich hat mir Gott den Sieg geschenkt. Das ist ein Geschenk, und ganz bestimmt nicht das Ergebnis meiner Rechtschaffenheit. Ich glaube an die Auferstehung! Immerhin warten auf der anderen Seite zwei Ehefrauen auf mich! Ich möchte an dieser Stelle klarstellen, dass ich mit beiden nicht zur selben Zeit verheiratet war, sondern nacheinander. Mit Lydia war ich dreißig Jahre lang und mit Ruth zwanzig Jahre lang verheiratet. Ich war also insgesamt fünfzig Jahre lang verheiratet. Und das Wunderbare ist, dass ich beide Frauen wieder sehen werde! Während des Zweiten Weltkriegs habe ich als Pfleger in Feldlazaretten und Krankenhäusern in Nordafrika gedient, und dort ist mir der Tod auf vielfache Weise begegnet. Auch als Pastor habe ich in der Tod - wo is dein Stachel? 6


Der Tod: Unser aller Bestimmung

Seelsorge an Hinterbliebenen bei vielen Anlässen einige Erfahrungen gesammelt. Ich gebe hier also nicht nur theoretische Weisheiten wieder oder das, was ich während der Pastorenausbildung gelernt habe, sondern ich spreche von sehr realen Dingen, die ich im Leben erfahren und gesehen habe.

Reaktionen auf den Tod Über die Jahrhunderte hinweg haben die Reaktionen der Menschen auf den Tod unterschiedliche Formen angenommen. Eine Reaktion ist Zynismus. Dies wird in einem Abschnitt aus Jesaja deutlich, der das Bild von Menschen wiedergibt, die sich mit der Realität des bevorstehenden Todes konfrontiert sehen: Aber siehe, Wonne und Freude, Rindertöten und Schafeschlachten, Fleischessen und Weintrinken: Laßt uns essen und trinken, denn morgen sterben wir! (Jesaja 22,13) Dies ist die zynische Art und Weise, die Dinge zu betrachten: Essen und trinken wir, denn der Tod ist nahe. Eine weitere Reaktion ist Pessimismus. Dies war die im Mittelalter in Europa übliche Reaktion. Die gesamte mittelalterliche Gesellschaft wurde von einem Todesbewusstsein bestimmt. Dies war fester Bestandteil all ihrer Briefe, ihrer Religion, ihrer Bücher und sogar ihrer Kunst. Eine weitere Reaktion ist das, was ich krankhaftes Vertieftsein nenne. Diese Einstellung wurde vom britischen Dichter T. S. Eliot beschrieben. Er schreibt über einen Schriftsteller namens Webster, der während der elisabethanischen Zeit in England lebte, sinngemäß folgendes: „Webster war sehr besessen vom Tod Er sah den Schädel unter der Haut, Und brustlose Kreaturen im Untergrund Zurückgelehnt mit einem lippenlosen Grinsen.“ Das ist die Schilderung eines Mannes, dessen Gedankenwelt sich Tod - wo ist dein Stachel? 7


Der Tod: Unser aller Bestimmung

nur um den Tod drehte. Eine weitere Reaktion ist Flucht vor der Realität. Das ist sehr oft die Einstellung fernöstlicher Sekten und Philosophien, die heute unsere Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen. Sie sprechen davon, dass der Mensch von seinem irdischen Dasein befreit werden soll und in eine Art vage, nicht personalisierte Daseinsform namens „Nirwana“ eingehen soll. Dies ist jedoch irreal. Es widerspricht auch der Bibel. Als junger Mann war ich selbst eine Zeit lang in eine solche Sekte verstrickt, und fand darin nur Frustration – sicherlich jedoch keine Erfüllung. Wenden wir uns nun den zuverlässigen Aufzeichnungen der Heiligen Schrift zu und sehen wir, was sie zu sagen hat. In Hebräer 9,27 heißt es: „Und wie es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.“ Jemand sagte einmal: „Vielleicht verpasst du jeden Termin zu Lebzeiten, doch es gibt zwei Termine, die du mit Sicherheit wahrnehmen wirst: Der erste ist der Tod, und der zweite das Gericht.“ Jemand kommentierte die Auferstehung Jesu einmal folgendermaßen: Jesus ist der einzige Mensch, der einen Termin vereinbart hat, der über das Grab hinausging, und diesen auch eingehalten hat. Er ist in dieser Hinsicht – und auch auf verschiedene andere Weise – einmalig. Und weil Jesus von den Toten auferweckt wurde, werden alle Menschen, die an Ihn glauben und Ihm nachfolgen, auch auferweckt werden. Wir werden aus dem Grab herausgerufen werden.

Verantwortlichkeit Die Bibel offenbart ganz deutlich (wie wir im weiteren Verlauf noch genauer feststellen werden), dass es nach dem Tod sowohl eine fortwährende bewusste Existenz als auch eine persönliche Verantwortlichkeit für das, was wir zu Lebzeiten getan haben, geben wird. Verantwortlichkeit ist ein Wort, das in unserer heutigen Kultur nicht sehr beliebt ist. Die Menschen versuchen, es aus ihren Gedanken zu vertreiben. Sie wollen der Verantwortung entfliehen. Aber Tod - wo is dein Stachel? 8


Der Tod: Unser aller Bestimmung

die Tatsache bleibt bestehen, dass es dem Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben und dass dann das Gericht kommt. Wir werden verantwortlich gemacht werden. Wenn die zeitgenössische Medizin ein körperliches Problem feststellt, will sie drei Dinge bereitstellen: eine Diagnose, eine Prognose und ein Heilmittel. Die Diagnose offenbart den Grund der Krankheit; die Prognose sagt vorher, in welche Richtung sie sich weiterentwickeln wird und das Heilmittel ist natürlich die Antwort auf die Krankheit. Wenn wir das Thema Tod betrachten, stellen wir fest, dass uns die Bibel alle drei Dinge anbietet: Diagnose, Prognose und Heilmittel. Zunächst gibt es die Diagnose – den Grund. Dies wird in der Heiligen Schrift wie folgt ausgeführt: „Darum, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und so der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ist, weil sie alle gesündigt haben…“ (Römer 5,12). Der Tod kam also durch die Sünde. Wenn es nie Sünde gegeben hätte, würde es auch keinen Tod geben. Weil aber alle Menschen gesündigt haben, kommt der Tod zu allen Menschen. In Korinther 5,56 sagt Paulus: „Der Stachel des Todes aber ist die Sünde…“ Wir alle wissen, was ein Stachel ist. Mit einem Stachel injizieren manche Insekten ihr Gift in den Körper ihrer Opfer, was etwas Negatives zur Folge hat. Das Mittel, durch das der Tod sein Verderben in unseren Körper injiziert hatte, war die Sünde. Sünde ist der Stachel, der das Gift des Todes injiziert. Als zweites haben wir die Prognose. Die Bibel weist darauf hin, dass der Tod in drei aufeinanderfolgenden Phasen abläuft. Der erste ist der geistliche Tod. Als Gott Adam in Bezug auf den Baum der Erkenntnis zwischen Gut und Böse warnte, sagte Er zu ihm: „…aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon darfst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben!“ (1. Mose 2,17) Gott sagte zu Adam: „An dem Tag, an dem du davon isst, wirst Tod - wo ist dein Stachel? 9


Der Tod: Unser aller Bestimmung

du sterben.“ So wie wir den Tod verstehen, lebte Adam danach noch 900 oder mehr Jahre lang. Doch an dem Tag, an dem er sündigte, wurde er von einem Leben mit Gott abgetrennt oder isoliert. In diesem Augenblick starb er geistlich. In Epheser 2,1 erinnert Paulus die Christen in Ephesus daran, wie ihr geistlicher Zustand gewesen war, bevor sie Christus kennen gelernt hatten: „Auch euch hat er auferweckt, die ihr tot wart in euren Vergehungen und Sünden…“ (Hervorhebung vom Autor). Paulus sprach nicht über einen physischen, sondern einen geistlichen Tod – das Entfremdetsein von Gott. Sobald der Geist des Menschen durch die Sünde von Gott getrennt war, war sein physisches Leben wie eine Batterie, die sich nicht mehr aufladen ließ. Es funktionierte noch für eine ganze Weile, doch letztendlich würde es seinen Dienst einstellen. Die zweite Phase ist der physische Tod. Das ist es, was wir eigentlich als „Tod“ bezeichnen – die Trennung der Seele vom Körper. Was den Zustand des Körpers betrifft, gibt es hierfür eine sichtbare Folge: Er beginnt zu verwesen. Der Zustand der Seele bleibt jedoch unverändert. Die dritte Phase ist das, was die Bibel „den zweiten Tod“ nennt. Das ist etwas, das wir durch die Offenbarung der Heiligen Schrift kennen: „Dies ist der zweite Tod, der Feuersee. Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen.“ (Offenbarung 20,14b-15) Wenn wir das Bild, dass hier in der Offenbarung gezeichnet wird, studieren, sehen wir zwei wichtige Dinge, und zwar zum einen, dass dieser zweite Tod eine endgültige, ewige und unwiderrufliche Verbannung aus der Gegenwart Gottes zur Folge hat. Wenn man den zweiten Tod gestorben ist, gibt es keinen Weg zurück. Zum anderen wird deutlich, dass er nicht das Ende des Bewusstseins bedeutet, weil es kein Ende des Bewusstseins gibt. Die Persönlichkeit bleibt bei Bewusstsein – sowohl in diesem Leben, als auch in der zukünftigen Welt, für immer und ewig. Wir werden unserem Bewusstsein niemals entfliehen können. Tod - wo is dein Stachel? 10


Der Tod: Unser aller Bestimmung

Ich möchte kurz die drei Phasen der biblischen Prognose des Verlaufs des Todes im Leben des Menschen zusammenfassen: 1. Der geistliche Tod – die Entfremdung der menschlichen Seele von Gott durch die Sünde. 2. Der körperliche Tod – die Trennung der Seele vom Körper. 3. Der „zweite Tod“ – die endgültige, unwiderrufliche Verbannung aus der Gegenwart Gottes, jedoch mit Fortbestehen des Bewusstseins. In den folgenden Kapiteln werde ich mich mit dem biblischen Heilmittel für den Tod beschäftigen.

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Der Lebensspender und der Lebensnehmer

2 Der Lebensspender und der Lebensnehmer Nur wenn wir sowohl die Diagnose als auch die Prognose angenommen haben, können wir damit beginnen, das Heilmittel zu verstehen und umzusetzen. Als Voraussetzung hierfür muss ich zunächst einmal ausführlicher das Wesen der geistlichen Welt und der geistlichen Kräfte erklären, die sowohl im Leben als auch im Tod am wirken sind. Manche Menschen erkennen nicht, dass es eine geistliche Welt gibt. Sie meinen, dass alles in dieser Welt beginnt und endet und dass danach nichts mehr kommt. Andere Leute erkennen an, dass es eine geistliche Welt gibt, aber sie halten diese für etwas Vages, Gestaltloses oder Abstraktes. Die Wahrheit jedoch ist, dass die geistliche Welt so real und wirklich ist wie die physische Welt, und es in ihr mehr Dinge und Personen gibt, als wir es in der physischen Welt kennen – dies betrifft sowohl ihre Anzahl als auch ihre Vielfältigkeit. Der wirklich wichtige Unterschied zwischen den beiden Welten ist der, dass die physische Welt zeitbegrenzt und vergänglich und die geistliche Welt ewig und unveränderlich ist. In 2. Korinther 4,18 drückt Paulus dies folgendermaßen aus: „…da wir nicht das Sichtbare anschauen, sondern das Unsichtbare; denn das Sichtbare ist zeitlich, das Unsichtbare aber ewig.“

Zwei Personen Daraus entnehmen wir, dass die unsichtbare Welt ewig ist. Wir wollen nun untersuchen, was die Bibel uns über das Wesen dieser unsichtbaren Welt offenbart. Wenn wir Leben und Tod bis hin zu ihren Quellen zurückverfolgen, sehen wir uns zwei Personen gegenüber, die ich den Lebensspender und den Lebensnehmer nenne. In Johannes Tod - wo is dein Stachel? 12


Der Lebensspender und der Lebensnehmer

10,10 wird dies sehr deutlich durch die Worte Jesu ausgedrückt: „Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluss haben.“ Hier haben wir es also mit zwei Personen zu tun: dem Dieb und Jesus. Beide sind jeder für sich eine Person. Der Name des Diebes ist natürlich Satan. Vielen Menschen fällt es heutzutage schwer zu erkennen, dass der Satan eine echte Person ist. Ich habe einmal etwas in einem Buch gelesen, das mich wirklich gepackt hat. Dort hieß es: „Das Böse ist keine Sache, sondern eine Person.“ Wenn wir das erkennen, werden uns langsam die Augen geöffnet. Der Dieb ist also Satan oder der Teufel. Jesus hat sicherlich mit großer Offenheit die Wahrheit gesagt, als Er das Wesen unseres Feindes, des Teufels, enthüllte. Er sagte zu den religiösen Menschen seiner Zeit: Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun. Jener war ein Menschenmörder von Anfang an und stand nicht in der Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben. (Joh. 8,44) Jesus sagt uns also, dass der Satan (Teufel) ein Lügner und Mörder ist. Wenn wir diese Stelle und Johannes 10,10 zusammenfügen, stellen wir fest, dass Satan ein Dieb, ein Lügner und ein Mörder ist. Die Bibel sagt in keiner Weise etwas Gutes über ihn aus. Ein bekannter Evangelist fasste den Unterschied zwischen Gott und dem Teufel einmal in der folgenden, einfachen Aussage zusammen: „Es gibt nichts Schlechtes in Gott und es gibt nichts Gutes im Teufel.“ Wir dürfen das nicht vergessen. Wir sollten uns nicht durch Philosophie, Sentimentalität oder menschliche Theorien blenden lassen. Wir haben es mit zwei Personen zu tun: mit Jesus, dem Lebensspender und mit Satan, dem Teufel, dem Lebensnehmer. Tod - wo ist dein Stachel? 13


Der Lebensspender und der Lebensnehmer

Wir dürfen niemals die Worte in Johannes 10,10 vergessen, wo Jesus sagte: „Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben.“ Der Teufel kommt niemals in unser Leben, um uns etwas Gutes zu tun. Er hat drei Absichten, und eine ist schlimmer als die andere. Seine erste Absicht ist es, zu stehlen, seine zweite, zu schlachten (oder töten), und seine dritte, zu verderben (oder zerstören). Das zerstörerische Werk Satans an uns endet nicht mit dem physischen Tod, sondern dauert bis in die Ewigkeit an. Er ist ein Mörder, ein Dieb und ein Lügner. Die Tatsache, dass er ein Dieb und ein Lügner ist, sollte uns eines bewusst machen: Er will uns täuschen. Wenn er zu uns kommt, sagt er uns nicht, wer er ist, oder mit welcher Absicht er kommt. Normalerweise kommt ein Dieb nicht an die Haustüre, klopft an und sagt, sobald man die Tür öffnet: „Ich bin ein Dieb. Ich bin gekommen, um Sie auszurauben.“ Meist kommen Diebe, wenn es dunkel ist, zu einer Zeit, in der Sie sie nicht sehen können und sie nicht erwarten. Eine andere Art von Dieb sind die Betrüger. Sie stellen ihre Motive falsch dar, indem sie behaupten, dass sie einem etwas sehr wertvolles anbieten möchten, doch in Wirklichkeit sind sie gekommen, um zu nehmen, und nicht, um zu geben. Gott ist Licht: Er arbeitet im Licht. Wenn wir mit Gott verbunden sind, können wir erkennen, mit wem wir verbunden sind. Wir können erkennen, was Gott tut. Wir müssen nicht im Dunklen stochern oder blind umhertasten. Es gibt keine Ungewissheit und wir müssen nicht unsicher sein. Der Teufel jedoch, Satan, arbeitet im Dunkeln. In vielen Fällen, in denen er am Werk ist, sehen oder erkennen wir ihn nicht. Wir wissen nicht genau, wer er ist oder warum er da ist oder was er tut. Wenn Gott in unserem Leben ist, erkennen wir ihn. Wenn Satan in unserem Leben ist, können wir ihn oft nicht erkennen. Er ist ein Betrüger und ein Lügner. Als ich der Rektor eines College in Afrika war, in dem Lehrer ausgebildet wurden, hatte einer der Lehrer, der mir unterstand, große Probleme, an die Existenz des Teufels zu glauben. Zur damaligen Zeit besaß er einige Enten, um die er sich im Hinterhof seines Hauses kümmerte. Er war sehr stolz auf seine Enten. Eines Tages kam er Tod - wo is dein Stachel? 14


Der Lebensspender und der Lebensnehmer

mit gesenktem Haupt und sehr enttäuscht zu mir, weil jemand in der zurückliegenden Nacht gekommen war und seine Enten gestohlen hatte. Ich sagte zu ihm: „Herr Odawa, hat der Dieb an Ihre Haustür geklopft, um Ihnen mitzuteilen, dass er gekommen war, um Ihre Enten zu stehlen?“ Er antwortete: „Nein, nein, er ist gekommen, als es dunkel war, und ich habe ihn nicht gesehen.“ Ich sagte zu ihm: „Herr Odawa, das erklärt das Problem, das Sie mit der Existenz des Teufels haben. Er kommt nicht tagsüber an Ihre Tür und stellt sich mit den Worten ‚Guten Tag, ich bin der Teufel, und ich bin gekommen, um Sie auszurauben’ vor. Er verhält sich vielmehr so wie der Dieb, der Ihre Enten geraubt hat. Er kommt in der Nacht. Er sagt Ihnen nicht, wer er ist oder wann er kommt. Sie sehen oder erkennen ihn nicht, und Sie haben keine Ahnung, womit Sie es zu tun haben. So arbeitet ein Dieb.“ Denken Sie daran, dass Jesus gesagt hat, der Teufel sei ein Dieb, ein Lügner und ein Mörder. Er kommt nie in der Absicht, uns etwas Gutes zu tun. Er hat drei Ziele: er möchte alle Segnungen rauben, die Gott uns gegeben hat, damit wir uns daran erfreuen; er möchte töten, indem er unser physisches Leben von uns nimmt; und er möchte zerstören, indem er uns für immer und ewig in einer verlorenen Ewigkeit quält. Gott sei Dank, dass Er Jesus gesandt hat, der so treu ist, dass Er uns die Wahrheit erzählt! Gott sei auch Dank dafür, dass Jesus das „Gegenmittel“ ist, wie wir im nächsten Kapitel sehen werden.

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Der Löser

3 Der Löser Wir können nicht über ein Mittel gegen den Tod sprechen, ohne uns das vor Augen zu führen, was die Bibel über Jesus als unseren Löser aussagt. Dies ist eine der lebendigsten und schönsten Darstellungen Jesu, die wir im Alten Testament finden können. Sehen wir uns zunächst einmal an, wozu Jesus gekommen ist: „Hierzu ist der Sohn Gottes geoffenbart worden, damit er die Werke des Teufels vernichte.“ (1. Johannes 3,8b) Was waren die Werke des Teufels? Im vorangegangenen Kapitel haben wir festgestellt, dass der Teufel kommt, um zu stehlen, zu töten und zu zerstören. Der Sohn Gottes hingegen ist gekommen, um all das, was der Teufel gegen uns unternommen hat, zunichte zu machen. Wir brauchen eine klare Sichtweise bezüglich dieser beiden Personen: Jesus, der Lebensspender und Satan, der Lebensnehmer. Damit Jesus das Werk, für das Er gekommen war, vollbringen konnte, musste Er sich mit uns, der menschlichen Rasse, identifizieren. Einer der bevorzugten Titel, die Er sich selbst gegeben hatte, und den Er in allen Evangelien am häufigsten verwendete, war: „Menschensohn“ – man könnte auch sagen „Sohn Adams“, also Sohn eines Angehörigen der menschlichen Rasse. Dies wird in Hebräer 2,14 folgendermaßen ausgedrückt: „Weil nun die Kinder Blutes und Fleisches teilhaftig sind, hat auch er in gleicher Weise daran Anteil gehabt, um durch den Tod den zunichte zu machen, der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel…“. Beachten Sie auch hier wieder die eindeutige Darstellung von Personen und Verantwortungen. Derjenige, der die Macht des Todes hat, ist der Teufel. Jesus ist gekommen, um ihn zu besiegen und zu zerstören, und um seine Macht zu brechen: „…und um alle die zu befreien, die durch Todesfurcht das ganze Leben hindurch der KnechtTod - wo is dein Stachel? 16


Der Löser

schaft unterworfen waren“ (Hebräer 2,15). Solange sich Menschen vor dem Sterben fürchten, leben sie in Knechtschaft, denn die Bedrohung durch den Tod bringt sie dazu, Dinge zu tun, die sie sonst niemals tun würden. Die Angst vor dem Tod ist die elementarste Form der Knechtschaft. Jesus ist gekommen, um uns von der Knechtschaft und der Versklavung – nämlich der Angst vor dem Tod – zu befreien. Dadurch, dass wir als menschliche Wesen an Fleisch und Blut teilhaftig sind, teilte Er unsere Menschlichkeit: „Daher musste er in allem seinen Brüdern gleich werden…“ (Hebräer 2,17a; LU). Jesus wurde also in jeder Hinsicht wie wir. Er wurde Mensch, ohne jedoch Seine Göttlichkeit aufzugeben. Er wurde ein Mitglied der menschlichen Rasse, der Menschensohn. Auf diese Weise war Er dazu qualifiziert, das zu sein, was die Bibel unseren „Löser“ nennt. Dieses Konzept war schon im Alten Testament bekannt, doch es wurde im Neuen Testament fortgeführt.

Was ist ein Löser? Ich muss Ihnen einmal kurz erläutern, was ein „Löser“ ist. Wir haben hier ein Problem, denn in den meisten englischsprachigen (und deutschsprachigen; Anmerkung des Übersetzers) Bibelübersetzungen wird der hebräische Ausdruck je nach Kontext unterschiedlich übersetzt. Das hebräische Wort lautet ga’al. Es wird unterschiedlich übersetzt, zum Beispiel mit Rachgieriger oder Bluträcher, Erlöser oder Löser. In fast zwanzig Fällen im Alten Testament wird das hebräische Wort ga’al mit „Erlöser“ übersetzt, und dies bezieht sich immer auf Gott selbst. Unter dem Gesetz des Mose und in der Kultur Israels im Alten Testament hatte der Löser zwei Hauptverantwortungen. Wenn jemand umgebracht wurde, war die erste Verantwortung des Lösers, den Mörder zu verfolgen und ihn zu töten. Falls der Ermordete verheiratet gewesen war und keine Nachkommen hatte, wurde vom Löser erwartet, dessen Witwe zur Frau zu nehmen und für Nachwuchs für den Verstorbenen zu sorgen. Diese erste Verantwortung wird in 4. Mose Tod - wo ist dein Stachel? 17


Der Löser

35,19 aufgeführt: „Der Bluträcher [der ga’al], der soll den Mörder töten; wenn er ihn trifft, soll er ihn töten.“ Über die zweite Verantwortung des ga’al oder Lösers wird in der Geschichte von Rut berichtet. Rut, die Moabiterin, folgte ihrer Schwiegermutter, Noomi, als sie zurück nach Bethlehem ging. Noomi erzählte Rut, dass sie einen Löser hätte, dessen Name Boas sei, und dass dieser ein wohlhabender und einflussreicher Mann sei. Rut machte sich auf, um auf dem Feld des Boas Ähren zu lesen, und es entwickelte sich zwischen ihr und Boas eine Beziehung, die ihre Heirat zur Folge hatte. Es mussten jedoch einige Schritte unternommen werden, bevor Boas Rut heiraten konnte. Nachfolgend ein Abschnitt aus dem dritten Kapitel des Buches Rut. (Vielleicht sollten Sie in Ihrer eigenen Bibel die ganze Geschichte nachlesen, bevor Sie weiter fortfahren.) Als Boas nun gegessen und getrunken hatte und sein Herz fröhlich wurde, da kam er, um sich am Ende des Getreidehaufens hinzulegen. Da kam sie leise, deckte sein Fußende auf und legte sich hin. Und es geschah um Mitternacht, da schrak der Mann auf und beugte sich vor, siehe, da lag eine Frau an seinem Fußende. Und er sagte: Wer bist du? Sie sagte: Ich bin Rut, deine Magd. So breite den Saum deines Gewandes über deine Magd aus, denn du bist Löser [ga’al]! (Rut 3,7-9) Rut wollte hier in Anspruch nehmen, dass Boas (Boas bedeutet „in ihm ist Stärke“) seine Verantwortung ihr gegenüber als ihr Löser übernehmen würde. Es gab jedoch einen Verwandten, der mit ihr näher verwandt war als Boas, dessen Name aber nicht genannt wird. Boas erinnerte seinen Verwandten daran, dass, wenn er das Land lösen wolle, er auch Rut heiraten müsse. Boas sagte zu ihm: Das Feldstück, das unserem Bruder Elimelech gehörte, will Noomi, die aus dem Gebiet von Moab zurückgekehrt ist, verkaufen. Da habe ich nun gedacht, ich will es deinem Ohr eröffnen und vorschlagen: Erwirb es im Tod - wo is dein Stachel? 18


Der Löser

Beisein derer, die hier sitzen, und im Beisein der Ältesten meines Volkes! Wenn du es lösen willst, löse! Wenn du es aber nicht lösen willst, dann teile es mir mit, damit ich es erkenne! Denn außer dir ist niemand zum Lösen da, und ich komme erst nach dir. Er sagte: Ich will es lösen. Da sagte Boas: An dem Tag, da du das Feld aus der Hand Noomis erwirbst, hast du auch die Moabiterin Rut, die Frau des Verstorbenen, erworben, um den Namen des Verstorbenen auf seinem Erbteil zu erhalten. Da sagte der Löser: Dann kann ich es für mich nicht lösen, sonst richte ich mein eigenes Erbteil zugrunde. Übernimm du für dich meine Lösungspflicht, denn ich kann nicht lösen! (Rut 4,3-6; z. T. wörtl. a. d. Engl.) Der Löser hatte also nicht nur die Verantwortung, das Land des Verstorbenen zurückzukaufen, sondern er musste auch die Witwe des Verstorbenen heiraten und für Nachkommen sorgen, die dessen Namen tragen, damit dieser in Israel nicht ausgelöscht wurde. Dies sind also die beiden Dinge, für die der ga’al, der Löser, verantwortlich war. Erstens: an dem Mörder Rache zu nehmen, der seinen Verwandten umgebracht hat. Zweitens: den Besitz des Verwandten zurückzukaufen, die Witwe des Verwandten zu heiraten und für Nachkommen zu sorgen, die den Familiennamen weitertragen würden. Ich habe bereits erwähnt, dass Jesus als unser ga’al, unser Löser, gekommen ist. Wie hat Er in dieser Eigenschaft seine Verantwortungen erfüllt? Zunächst einmal ist Er gegen den Mörder, Satan, vorgegangen und setzte seiner Macht über uns ein Ende. Er war somit also unser Bluträcher, der Rächer gegen den, der für unseren Tod verantwortlich war. Zweitens nahm Er die Gemeinde als Seine Braut an, so wie Boas Rut geheiratet hat, und auf diese Weise hat er für uns unser verlorenes Erbe wiederhergestellt. Dieser Teil des Bildes wird im Römerbrief durch die folgenden Worte des Paulus veranschaulicht: So seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet worden durch den Leib des Christus, um mit einem anderen verheiratet zu werden – mit dem, der aus den Toten Tod - wo ist dein Stachel? 19


Der Löser

auferweckt wurde, damit wir Gott Frucht bringen. Denn als wir im Fleisch waren, wirkten die Leidenschaften der Sünden, die durch das Gesetz erregt wurden, in unseren Gliedern, um dem Tod Frucht zu bringen. Jetzt aber sind wir von dem Gesetz losgemacht, da wir dem gestorben sind, worin wir festgehalten wurden, so dass wir in dem Neuen des Geistes dienen und nicht in dem Alten des Buchstabens. (Römer 7,4-6; z. T. wörtl. a. d. Engl.)

Jesus als unser Löser Wir wollen nun näher betrachten, wie dieses Bild von Jesus als unserem Löser im Neuen Testament auf uns Anwendung findet. Paulus sagt, dass wir auf gewisse Weise mit dem Gesetz verheiratet sind, doch durch den Tod Jesu am Kreuz wurden wir von der Verpflichtung gegenüber dem Gesetz befreit. Deshalb sind wir nun frei, um einen anderen, nämlich Jesus, zu heiraten, denjenigen, der vom Tod auferstanden ist, unseren Löser. Doch ebenso wie in dem Fall von Rut und Boas gab es „einen anderen“, der Lösungsrecht hatte. Dieser „andere“ ist unser fleischliches Wesen. Doch unser fleischliches Wesen war nicht bereit und unfähig zu helfen. Also mussten wir uns, ähnlich wie Rut, an unseren himmlischen Boas, also Christus, richten, der uns als Seine Braut angenommen hat. Er tat das für uns, was Boas für Rut getan hat. Durch unsere Vereinigung mit Ihm wird uns unser Erbe wieder zuteil und wir bringen Frucht hervor, die Gott wohlgefällig ist. Im alttestamentlichen Brauch oder Schema des Lösers erkennen wir, erleuchtet durch den Heiligen Geist, das wunderbare Bild von Jesus als unserem Löser, demjenigen, der gekommen ist, um unseren Tod dem Satan heimzuzahlen. Dies tat Er, indem Er unseren Tod auf sich genommen hat, indem Er unsere Strafe bezahlt hat. Auf diese Weise hat Er uns von der Furcht vor dem Tod befreit. Und indem Er uns als Seine Braut angenommen hat, wurde uns unser Erbe wiederhergestellt. Tod - wo is dein Stachel? 20


Der Löser

Ich habe ja bereits erwähnt, dass Satan der Dieb gewesen ist, der gekommen ist, um zu stehlen. Aber Jesus hat gesagt: „Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluss haben.“ (Markus 10,45) Jesus hat uns somit unser Erbe zurückgegeben. Er hat uns als Seine Braut zu sich genommen. Wir sind von den Fesseln des Gesetzes und der Angst vor dem Tod befreit. Wir leben nicht weiter in Knechtschaft wegen der ständig drohenden Gefahr des Todes. Die Angst vor dem Tod wurde von uns genommen, und stattdessen haben wir nun ein neues, ewiges Erbe in Jesus Christus. In unserer Beziehung zu Jesus als den Bräutigam unserer Seele bringen wir nun nicht mehr die sündigen Taten hervor, die wir unter dem Gesetz durch unsere fleischliche Natur hervorgebracht haben. Stattdessen bringen wir die Früchte der Gerechtigkeit hervor. Wir werden wohlgefällig und annehmbar für Gott. Es gibt keine Verdammung mehr. Es gibt keine Angst mehr. Wir können mit dem Apostel Johannes sagen: „…die Dunkelheit weicht zurück, und das wahre Licht leuchtet schon“ (1. Johannes 2,8b GN). Unser Löser ist gekommen und hat uns zu sich genommen, er hat den Mord heimgezahlt und uns unser rechtmäßiges Erbe in der Familie Gottes zugänglich gemacht. Sinnen Sie über dieses Bild nach, bis es für Sie lebendig wird. Es ist so wunderbar.

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