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395769000/1 – 10752 – Schneider_Israel – Mehr als man denkt typoscript [AK] – 13.12.2016 – Seite 3 – 2. Korrektur

DORON SCHNEIDER

ISRAEL MEHR ALS MAN DENKT HÖHEPUNKTE AUS DEM GEISTLICHEN, POLITISCHEN UND PERSÖNLICHEN ISRAEL


395769000/1 – 10752 – Schneider_Israel – Mehr als man denkt typoscript [AK] – 13.12.2016 – Seite 4 – 2. Korrektur

Der SCM Verlag ist eine Gesellschaft der Stiftung Christliche Medien, einer gemeinnützigen Stiftung, die sich für die Förderung und Verbreitung christlicher Bücher, Zeitschriften, Filme und Musik einsetzt.

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1. aktualisierte und erweiterte Auflage 2017 (6. Gesamtauflage) Dieser Titel erschien zuvor unter der ISBN 978-3-7751-4817-7. © der deutschen Ausgabe 2017 SCM-Verlag GmbH & Co. KG · Max-Eyth-Straße 41 · 71088 Holzgerlingen Internet: www.scm-haenssler.de · E-Mail: info@scm-haenssler.de Soweit nicht anders angegeben, sind die Bibelverse folgender Ausgabe entnommen: Neues Leben. Die Bibel, © der deutschen Ausgabe 2002 und 2006 SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Witten. Weiter wurden verwendet: ELB: Elberfelder Bibel 2006, © 2006 by SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Witten. Schlachter: Bibeltext der Schlachter Bibelübersetzung. Copyright © 2000 Genfer Bibelgesellschaft. Wiedergegeben mit der freundlichen Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten. Umschlaggestaltung: SCM Verlag, Holzgerlingen Titelbild: © Doron Schneider Satz: typoscript GmbH, Walddorfhäslach Druck und Bindung: CPI books GmbH, Leck Gedruckt in Deuschland ISBN 978-3-7751-5769-8 Bestell-Nr. 395.769


395769000/1 – 10752 – Schneider_Israel – Mehr als man denkt typoscript [AK] – 13.12.2016 – Seite 5 – 2. Korrektur

Inhalt Vorwort. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Streng geheim! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Bist du schon verheiratet? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Heilige Nacht – geheime Nacht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Der Untergang der »Eilat« .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Neue Kriegsschiffe aus Cherbourg. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 »Waffenembargo!« . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Ein gewagter Plan .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 »Bon Voyage!« . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 Was die Raketenschiffe mit mir zu tun haben . . . . . . . . . . . . . . 27 Juden und Christen – verschiedene Zweige, eine Wurzel . . . . . . . . 29 Jüdische Feiertage verraten die Wiederkunft Jesu . . . . . . . . . . . 29 Wiedervereinigung der Kirche mit Israel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42 Rasender Reporter. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55 Hat Gott die Juden lieber als die Heiden? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59 Jemand muss mal die Wahrheit sagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 Der unendliche Konflikt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70 Ja, Israel braucht Trost . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74 Die Nacht im Flüchtlingslager von Jenin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76 Sind mit den »Wächtern« die Christen gemeint?. . . . . . . . . . . . . . . 79 Sorgen die Gebote des Alten Testamentes für Sicherheit? . . . . . . . 82 Ist Allah Gott? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84 Nur ein kleiner Schritt vom Islam zum Dschihad . . . . . . . . . . . . . . 87


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Als Missionar in Israel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91 Kaltblütig ermordet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95 »Halt, oder ich schieße!«. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98 Kann eine Nation an einem Tag entstehen? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101 Sie müssen nicht dabei sein!. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105 Der Medientrick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109 Flüchtlingslager als Druckmittel. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112 Wem gehören Jerusalem und das Land Israel?. . . . . . . . . . . . . . . . . 116 Ich weiß, wann Jesus wiederkommt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 119 Die vergessenen Flüchtlinge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 121 Warum soll ich Israel lieben?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 125 Militär – manchmal hart, manchmal lustig . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 129 Juden und Araber – ein Familienkonflikt. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 132 Die Rolle der Araber bei der Erlösung der Juden . . . . . . . . . . . . 132 Der Islam leidet unter einer Wunde der Ablehnung .. . . . . . . . . 134 Was hat das alles mit dem Nahen Osten zu tun? .. . . . . . . . . . . 135 Der Koran . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139 Ein »Happy End« für Esau. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 141 Die Erlösung der Araber in der Bibel. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 143 Prophetisches Bild über den Frieden im Nahen Osten . . . . . . . 144 Wie fühlt sich ein Israeli? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 148 Ziona: Kinder führten mich zu Jesus. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 152 Nachwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 155


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Streng geheim! Winter 1988: Der Regen nimmt kein Ende, der Wind pfeift uns um die Ohren und die Kriegsschiffe schaukeln hin und her im Militärhafen von Haifa. Für die Schiffs­crew war es ein normaler Manövertag. Ich gehörte zur israelischen Marine. Wir verließen den Hafen und entfernten uns immer mehr von der Küstenstadt Haifa. Haifa mit dem Karmelberg, auf dem der Prophet Elia uns aufforderte, sich für oder gegen Gott zu entscheiden. Jene Stadt im Norden Israels wurde vor unseren Augen immer kleiner. Jeder war auf seiner Position, bereit für den nächsten Befehl. Das Meer war stürmisch. Das Prallen der Wellen gegen­unser schmales Raketenschiff machte unheimliche Geräusche. Ich saß mit meinem Kameraden auf meinem Posten über der Schiffsbrücke, wo auch der Kapitän mit dem Steuermann stand und auf den Horizont schaute. Der kleine Gestellkorb, in dem wir saßen, drehte sich mithilfe eines Joysticks um 360 Grad und war etwas­höher als die Brücke, deshalb spürten wir jedes Schaukeln mehr als alle anderen der Mannschaft. Das Raketenschiff schoss vorne in die Höhe und bohrte sich dann einige Meter ins tiefe Meer, kam aufs Neue hoch … Immer, wenn wir den Himmel wieder sahen, fühlten wir eine Erleichterung. So ging das Stunde um Stunde, hoch und wieder in die Tiefe. Meine Aufgabe war es, mit meinem Kollegen durch zwei große Fernrohre weit entfernte feindliche Objekte zu suchen, die unser Radar auf dem Bildschirm nicht entdecken konnte. Zu unserem Bereich gehörten auch die Abschussknöpfe aller Kanonen. Der rote Knopf für die Raketen war mit einem Schutzhebel abgesichert. Dann kam ein Befehl durch die Lautsprecher. Wir verließen unsere Position und sprangen aufs Deck, rannten zum hinteren Teil, wo das 9


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Schlauchboot für Spe­zialoperationen festgebunden war. Wir lösten es in unwahrscheinlicher Geschwindigkeit und versuchten ständig, uns dabei mit einer Hand irgendwo festzuhalten, damit wir nicht ins tiefe Meer stürzten, denn die Wellen hatten keinen Beruhigungsbefehl bekommen. Dann war es so weit, wir hievten das Schlauchboot hinunter ins tobende Wasser. Nur ein Seil hielt das schaukelnde Boot fest. Einer nach dem anderen sprang vom Deck in das Schlauchboot. Als ich dran war, war es schon fast voll besetzt. Wir fuhren nach Westen in eine ungewisse Richtung. Es war stockfinster. Nach einer Stunde entdeckten wir die Küste und hielten Ausschau nach einem Landeort. Dort trainierten wir einige Übungen und kehrten bei Nacht wieder zurück zu unserem Schiff, das weit draußen im Meer auf uns wartete. Wir konnten uns nicht richtig ausruhen, noch nicht einmal eine trockene Uniform anziehen, als schon der nächste Befehlsruf durch die Lautsprecher tönte. Wir befanden uns wieder auf dem Schlauchboot Richtung Küste. Dann traf uns eine Riesenwelle, alles an uns triefte. Wir spürten die Eiseskälte durch die nassen Uniformen bis auf die Knochen. Diese Übungen wiederholten sich fast täglich einen ganzen Monat lang. Wir hatten keine Ahnung, worauf wir vorbereitet wurden. An einem Sonntagmorgen machten wir uns für eine längere Fahrt startklar und luden das Schiff voll mit Proviant für einige Wochen. Die ganze Mannschaft wurde für eine geheime Operationsbesprechung zusammengerufen. Kurz danach befanden wir uns auf dem Weg nach … ein arabisches Land. Dort wohnte ein PLO-Terrorist, der sehr viele Israelis auf seinem Gewissen hatte, denn er plante Terroranschläge, beauftragt von Arafat. (Den Namen dieser Person zu nennen, ist mir nicht erlaubt.) Zu seinen Terroranschlägen gehörte u. a. der Anschlag auf ein Hotel in Jerusalem, bei dem 1975 acht Israelis ums Leben gekommen wa10


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ren. Ferner ein Küstenmassaker, bei dem ein israelischer Linienbus entführt und in die Luft gesprengt wurde – 36 tote Israelis. Dieser PLO-Terrorist schickte viel Geld an arabische Jugend­organisationen­ in den sogenannten besetzten Gebiet­en, um damit die erste Intifada 1987 in Gang zu bringen. Dies musste gestoppt werden. Es war eine lange spannungsvolle Schifffahrt. Das Meer spielte dieses Mal mit und war total ruhig. So ruhig, dass die Spannung immer intensiver wurde, je mehr wir uns dem Ziel näherten. Noch ahnten wir nicht, wie gefährlich es für uns als Leitschiff, das den anderen Raketenschiffen weit vorausfuhr, die uns in unsichtbarer Entfernung folgten, werden würde. Ich war damals 21  Jahre alt, noch nicht an Jesus gläubig, obwohl ich aus einem gläubigen Elternhaus kam. Auf dem ganzen Weg zum Ziel dachte ich mit erhöh­tem Pulsschlag über mein eventuelles zukünftiges Schicksal nach. Es war eine höchst gefährliche Operation. Die feindliche Marine war viel größer und besser aus­gerüstet als unsere israelische. Wir durften nicht entdeckt werden. Wir mussten jedes Schiff auf dem Meer, auch harmlose Frachter, mit einem großen Bogen umfahren, damit wir als Militärschiff keinen Verdacht erweckten. Das Leben von fünf Schiffsmannschaften stand auf dem Spiel. Es war eine stockfinstere Nacht, der Mond war aus­geschaltet und wir konnten langsam die Lichter der feindlichen Hafenstadt – unser Ziel – durch unser Fernrohr erkennen. Sie wurden immer größer und heller, bis auch die Ampeln und Autolichter zu sehen waren. So nah waren wir der feindlichen Küste gekommen. Alle Lichter auf unserem Schiff waren gelöscht. Dann stoppten wir und der Befehlsruf kam durch die Lautsprecher, diesmal aber mit dem Hinweis: »Be’essrat Ha’Schem« (Mit Gottes Hilfe). Dies war der Ernstfall, kein Actionfilm von Spielberg. Es ging um Leben und Tod. Um Angst zu haben, gab es 11


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keine Zeit. Alles musste blitzschnell gehen. Die Schlauchboote wurden losgebunden und ins Wasser gelassen. An der Küste wartete ein VW-Transporter auf uns israelische Soldaten. Er brachte uns zur Residenz des Massenmörders und Terroristen. Die Klingel in seinem Haus klang harmlos, als seine Frau die Tür öffnete. Sofort kam auch seine Tochter neugierig angesprungen, um zu sehen, wer das sein könnte. Zwei Soldaten brachten beide eilends in Sicherheit in den Nebenraum und sorgten dafür, dass ihnen nichts zustieß. Zwei weitere Kämpfer stürmten in die Wohnung und standen dem brutalen Massenmörder gegenüber. Wer würde zuerst schießen? Nur ein paar Sekunden bevor er auf den Auslöser seiner Pistole drücken konnte, drückten die Israelis ab. »Das ist für Yitzhak Cohen und seine ganze Familie, die ich gut kannte. Sie haben immer nur nach Frieden mit euch Arabern gestrebt. Die anderen Kugeln sind für die anderen vielen israelischen Familien, die durch deine blutigen Hände umkamen«, sagte mein Kamerad zu ihm. Jetzt war auch er tot! Nur Gott weiß, wie viele Israelis heute noch am Leben sind, weil dieser Massenmörder durch diese Aktion keine Anschläge mehr ausführen konnte. So schnell wie wir kamen, zogen wir uns auch wieder zurück. Wir hatten unser Schiff wieder im Blick. Funkverbindungsnähe war erreicht, als wir auf Hebräisch im Geheimcode gefragt wurden: »Seid ihr das?« Ja! So kletterten wir wieder auf unser Schiff. Sehr schnell realisierten wir, dass wir uns jetzt in einer neuen Gefahr befanden. Wenn die feindlichen Sicherheitskräfte schnell genug auf den Gedanken kommen würden, dass israelische Kriegsschiffe sich so dicht an ihrer Küste befänden, hätte das nicht gut für uns ausgesehen. Sie hätten uns sofort mit ihren modernen Raketen beschossen. Unsere einzige Verteidigungsmöglichkeit wären in diesem Fall unsere Abwehrraketen gewesen. Plötzlich entdeckte die Elektronikab12


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teilung, die für diese Abwehrraketen verantwortlich war, dass es ein technisches Problem gab. Das ganze System war außer Betrieb. Sie testeten alle Knöpfe. Das System war tot. Wir befanden uns schon auf der Rückfahrt, aber ohne Verteidigungsmöglichkeiten gegen eventuelle feindliche Angriffe. Es herrschte eine unwahrscheinliche Stille und Spannung. Fast konnte man hören, wie der Schweiß von unserer Stirn tropfte. Wir befanden uns nur ein paar Kilometer von der feindlichen Küste, aber Tausende Kilometer von unserer sicheren Heimat entfernt. Ich konnte das »Sch’ma Israel«-Gebet von einigen Soldaten hören. Das Gebet, das vor dem Sterben gebetet wird. Das führte auch mich zum Beten und so bat ich Gott um Hilfe, obwohl ich damals eigentlich nicht glaubte, erhört zu werden, da ich so ein weltliches Leben führte und mein Leben Jesus noch nicht übergeben hatte. Aber in solchen Situationen versucht man alles, um zu überleben. Unglaublich, aber wahr: Kurz nach dem Amen knisterte der Lautsprecher und dann wurde durch­gegeben: »Das Abwehr­sys­tem funktioniert wieder!« Mir kamen die Tränen vor Freude. Gott hilft uns, auch wenn wir ihm nicht treu waren. Er steht weiterhin treu zu uns. Er kommt durch seine Treue zu seinem Ziel mit jedem von uns. Wie er auch Israel gegenüber all die Jahre treu gewesen war und ist, obwohl Israel ihm meistens den Rücken kehrte. Gott hat einen Bund mit Israel geschlossen, den er nie brechen wird.

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