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395672000/1 – 0000 – Eißler_Und doch bei dir geborgen typoscript [AK] – 27.05.2015 – Seite 3 – 2. Korrektur

ANDREA EISSLER

Und doch bei dir

geborgen

Ermutigungen für schwere Zeiten


395672000/1 – 0000 – Eißler_Und doch bei dir geborgen typoscript [AK] – 27.05.2015 – Seite 5 – 2. Korrektur

Inhalt Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7   1. Ruhe im Sturm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11   2. Zuhören.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17   3. Gott sieht mich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22   4. Licht in dunkler Nacht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29   5. Felsenfester Halt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34   6. Getragen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39   7. Engel für mich unterwegs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42   8. Nicht vergessen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47   9. Treu. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51 10. Gott hat einen Weg. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55 11. An der Quelle. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60 12. Bete zu Gott . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 13. Gott hört und erhört . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 14. Gottes Gnade genügt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72 15. Allezeit loben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77 16. Gottes Geist hilft. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82 17. Von Gott geliebt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87 18. Herzenssache . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92 19. Vergebung erfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 97


395672000/1 – 0000 – Eißler_Und doch bei dir geborgen typoscript [AK] – 27.05.2015 – Seite 6 – 2. Korrektur

20. Für mich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101 21. Jesus siegt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105 22. Mit Ostern leben. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110 23. Wiedergeboren zu lebendiger Hoffnung. . . . . . . . . . . . . . 115 24. Wie Gold. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 120 25. Geduld. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 125 26. Gottes Wille . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 129 27. Der unbegreifliche Gott. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 133 28. Bei Gott zu Hause. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137 29. Der Lastenträger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 142 30. Fürchte dich nicht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 146 31. Nicht müde werden. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 151 32. Dennoch bei dir. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 156 33. Getröstet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 161 34. Mein Hirte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 165 35. Meine Zeit in Gottes Hand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 169 36. Tränen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 173 Statt eines Nachworts. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 177 Anhang. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 183


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2 Zuhören Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. Johannes 5,24 Zuhörer sind gefragt. Wohl dem, der einen guten Zuhörer kennt, vor dem er seine Gedanken – egal, wie wirr und unsortiert – einfach einmal aussprechen kann. Einer, der mit großer Aufmerksamkeit und Anteilnahme zuhört, ohne zu kommentieren und Ratschläge zu geben. Ich brauche immer wieder solche Zuhörer. Dann ordnet sich bereits beim Erzählen und Reden meine Sichtweise. Ich finde aus Unentschlossenheit und Ratlosigkeit heraus. Ich erkenne, wo ich völlig falschliege. Im Wirrwarr meiner Gedanken taucht plötzlich ein guter Gedanke auf, auf den ich alleine nie gekommen wäre. Wo ich bedrückt war, werde ich zuversichtlich. In mein Unglück fällt ein Hoffnungsstrahl. Wirklich zuhören können nur ganz wenige Menschen, aber Gott kann es. Er hört mit ganzer Konzentration und ungeteilter Aufmerksamkeit. Zu keiner Stunde ist er so beschäftigt, dass er nicht vollkommen Auge und Ohr für mich sein könnte. Und es wird gewiss geschehen, was er sagt: »Ehe sie rufen, will ich antworten; wenn sie noch reden, will ich hören« (Jesaja 65,24).

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Aber nicht nur gute Zuhörer sind gefragt, auch Zuhören ist gefragt. Doch das fällt uns oft so schwer. Ich nehme das akustische Signal wohl wahr, ich höre, aber ich höre nicht zu. Ich habe zu viel um die Ohren, zu viele Aufgaben, zu viele Termine, zu viel Arbeit. Vor lauter Nebengeräuschen durch Autolärm und Musikberieselung halte ich Stille kaum noch aus. Meine bedrückenden Gedanken und Gefühle lärmen unentwegt und geben keine Ruhe. Dabei ist es heilsam, wenn es ruhig wird und ich zuhören kann: nicht irgendjemandem, sondern Gott selbst. Sein Wort gehört nicht ins Bücherregal, es gehört in mein Ohr und in mein Herz. Denn Gottes Wort baut mich auf und stärkt, ermahnt, korrigiert und tröstet. Mehr noch: Gottes Wort gibt Leben, darum ist es lebensgefährlich, Gott nicht zu hören. So wie es lebensgefährlich ist, wenn zum Beispiel das laute Signal eines Rauchmelders von den Hausbewohnern überhört wird. Zeiten der Krankheit können zu Ruhezeiten werden, in denen ich neu auf Gott hören kann. Ich bin aus vielen Pflichten herausgenommen und in die Einsamkeit gestellt. Um zuhören zu können, muss ich äußerlich und innerlich die Stille suchen und mir Zeit nehmen. Es hilft mir, wenn ich mich dazu in einen ruhigen Winkel zurückziehe und vielleicht eine Kerze anzünde. Auf jeden Fall schalte ich das Telefon, das Radio oder den Fernseher aus. Störende Gedanken und Ängste schreibe ich auf einen Zettel und lege sie bewusst und betend weg. Dann schlage ich meine Bibel auf. Gott will mit mir reden. Ich kann hören, mein Herz öffnen für seine Lebensworte. In der Stille spricht Gott, er stärkt meinen Glauben und gibt mir Mut zum gehorsamen Handeln.

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Herr, es tut mir gut, über meine Probleme reden zu können. Danke für jeden Menschen, der Zeit und offene Ohren für mich hat. Danke, dass du selbst mir zuhörst. Ich will aber auch ganz bewusst und neu auf dich hören. Schenke mir die nötige Ruhe dazu.

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Stille vor dir, mein Vater Stille vor dir, mein Vater. Neue Stille vor dir suche ich, Herr. Stille vor dir, ich höre. Rühre mich an durch dein Wort. Rede du, mein Vater, heute zu mir. Worte der Wahrheit kommen von dir. Rede du, mein Vater, heute zu mir. Du willst mich beschenken. Herr, hab’ Dank dafür. Stille vor dir ist Gnade. Aus der Stille vor dir schöpfe ich Kraft. Stille vor dir, ich höre. Rühre mich an durch dein Wort. Stille vor dir, will schweigen, und ich öffne mein Herz nun für dein Wort. Stille vor dir, ich höre. Rühre mich an durch dein Wort.

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Stille vor dir ist Frieden. Und ich staune, o Herr, reden wirst du. Stille vor dir, ich höre. Rühre mich an durch dein Wort.3 Carsten Groß

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