395589000/1 – 9863 – Robertson-Schlabach_Die Duck Commander Familie typoscript [AK] – 16.12.2014 – Seite 3 – 3. Korrektur
Aus dem amerikanischen Englisch von Doris C. Leisering und Sandra Binder
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Inhalt Vorwort – Lektionen am Esstisch. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Vorwort zur deutschen Ausgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 1 Reis mit Bohnen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Willie’s Beans and Rice – Willies Reis mit Bohnen . . . . . . . 25
2 Gebratene Lyoner Fleischwurst . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 Sandwiches mit gebratener Lyoner Fleischwurst . . . . . . . . . . 36
3 Frittierter Wels. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37 Fried Catfish – Frittierter Wels. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
4 Kostenloses Mittagessen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48 Willie’s Meatloaf – Willies Hackbraten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
5 Toast und Pizza. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61 Duck Sausage Pizza – Pizza mit Entenwurst . . . . . . . . . . . . . . 74
6 Platt Gefahrenes. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75 Crawfish Balls – Flusskrebs-Klößchen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81
7 Omelette . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83 Crawfish-Omelets – Omeletts mit Flusskrebsschwänzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95
8 Hähnchenstreifen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 97 Chicken Strips – Hähnchenfiletstreifen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107
9 Enten-Gumbo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108 Duck Gumbo – Enten-Gumbo. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 121
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10 Froschschenkel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 123 Garlic Frog Legs – Froschschenkel mit Knoblauch . . . . . . 141
11 Hühnerfüße. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 143 Armadillo Eggs – Gürteltier-Eier . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 158
12 Fast Food . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 159 Homemade Mac and Cheese – Selbst gemachte Käsemakkaroni. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 172
13 Gebratene Hamburger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 173 Willie-Burger. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 189
14 Klöße, Cornbread und frittiertes Eichhörnchen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 190 Hot-Water Cornbread – Heißwasser-Maisbrot . . . . . . . . . . Fried Squirrel – Frittiertes Eichhörnchen. . . . . . . . . . . . . . . . Boiled Squirrel – Gekochtes Eichhörnchen . . . . . . . . . . . . . Dumplings – Klöße . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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15 Gefüllte Entenbrust .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 204 Duck Wraps – Gefüllte Entenbrust im Speckmantel . . . . 222
16 Frittierte Hirschfilets . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 224 Fried Back Straps – Frittierte Hirschfilets . . . . . . . . . . . . . . . 241
17 Enten mit Füllung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 243 Duck and Dressing – Enten mit Füllung. . . . . . . . . . . . . . . . 254
Dank. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 256
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Vorwort – Lektionen am Esstisch Bewahrt die Gebote, die ich euch heute gebe, in eurem Herzen. Schärft sie euren Kindern ein. Sprecht über sie, wenn ihr zu Hause oder unterwegs seid, wenn ihr euch hinlegt oder wenn ihr aufsteht. Bindet sie zur Erinnerung um eure Hand und tragt sie an eurer Stirn, schreibt sie auf die Pfosten eurer Haustüren und auf eure Tore. 5. Mose 6,6-9
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olange ich denken kann, dreht sich mein Leben um drei wichtige Dinge: Glauben, Familie und Essen. Der Esstisch ist der Ort, an dem die Robertsons Weisheiten, Bekenntnisse, Gelächter, Glauben und Träume austauschen und miteinander teilen. Die Zeit am Tisch ist Familienzeit, und ich bin dankbar, an diesem Tisch viele wichtige Lektionen fürs Leben gelernt zu haben. Schon bevor wir anfingen, für die Fernsehsendung Duck Dynasty unsere Familienmahlzeiten zu filmen, empfand ich den Esstisch der Familie Robertson als Bühne für ein Broadway-Stück. Wer gerade das Wort hatte, stand im Rampenlicht, und alle anderen waren nur Statisten. Schon als Kinder lernten wir, die anderen mit einer guten Geschichte zu fesseln und die Lacher richtig zu platzieren. Dort haben wir auch die Kunst der Übertreibung perfektioniert. Kay beherrscht sie, glaube ich, am besten (oder sie ist die Schlimmste, je nachdem, wie man es sieht). Sie kann eine schlichte Geschichte darüber, dass ihr Hund eine halbe Stunde verschwunden war, in eine lange, herzzerreißende Erzählung über Liebe, Verlust und alle
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Die Duck Commander Familie Gefühlsregungen dazwischen verwandeln. Es gibt nicht nur Lacher, sondern auch immer genügend dramatische Momente! Mit der Familie am Esstisch habe ich gelernt, ein Argument zu verteidigen und für das einzustehen, was ich glaube. Der robertsonsche Esstisch ist wie eine wöchentliche Debattierstunde. Wenn man seine Meinung zu etwas äußert, sollte man darauf vorbereitet sein, sie auch zu verteidigen. Hier haben wir gelernt, unsere Überzeugungen mit leidenschaftlichen Plädoyers zu verteidigen, und natürlich fehlte es bei den Robertsons nie an festen Überzeugungen. Wir führen Debatten über alles Mögliche, von FlusskrebsPastete über Religion bis hin zu Schrotflinten. Manchmal werden diese Debatten lautstark geführt, aber sie werden nie hässlich oder respektlos. Es ist einfach nur so, dass jeder von uns entschiedene Überzeugungen vertritt, und wir ändern unsere Meinung nicht, es sei denn, jemand anderes kann sehr gute Argumente für das Gegenteil vorbringen. Am Esstisch habe ich auch gelernt, meinen Träumen zu folgen. Hier hat unser Vater uns mitgeteilt, dass er Duck Commander gründen wollte, und hier habe ich meiner Familie mitgeteilt, dass ich heiraten und ans College gehen würde. Unsere Hoffnungen und Träume wurden nie niedergemacht oder angefochten, sondern nur unterstützt. Mag sein, dass wir damals nur gebratene Lyoner Fleischwurst gegessen haben, weil wir uns nicht mehr leisten konnten, aber es bestand die Hoffnung, dass eines Tages jeder von uns ein dickes, fettes Ribeye-Steak vor sich haben würde. Ich weiß noch, wie einmal mein Bruder Alan meinen Eltern sagte, dass er sich einen bestimmten Geländewagen, einen Chevy Blazer, wünscht. Phil antwortete: »Eines Tages wird jeder von uns einen Chevy Blazer haben!« Er schlug Alan seinen Wunsch nicht ab, sondern sagte uns allen nur: »Habt Geduld und verliert nicht den Glauben.« Und daran hielten wir uns, egal, wie schwierig es war.
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Vorwort – Lektionen am Esstisch Am Esstisch lernten wir auch, die älteren Mitglieder unserer Familie zu respektieren. In vielen Familien füllen sich als Erstes die Kinder die Teller, aber im Hause Robertson war das nie so. Hier aßen die Kinder immer zuletzt. Wir bekamen, was noch übrig war, nachdem die Erwachsenen ihre Teller gefüllt hatten. Das war meistens eher der Hals eines Brathähnchens, selten die Brust oder Keule. Aber wir lernten, dankbar und zufrieden mit dem zu sein, was wir hatten, und dass die Welt sich nicht um uns drehte. Wir lernten, gastfreundlich zu sein. In unserer Familie gab es am Esstisch immer ein paar zusätzliche Gesichter. Es spielte keine Rolle, wie wenig wir hatten – für einen Teller mehr war immer Platz. Wenn wir unerwartet Gäste hatten, holte meine Mutter mehr Fleisch aus dem Gefrierschrank und streckte den Eintopf, oder sie backte noch ein Blech von ihren leckeren Plätzchen. Im Hause Robertson ist es nahezu eine Todsünde, nicht genug Essen zu haben. Kay sagt immer, drei Dinge dürfen einem nie ausgehen: Toilettenpapier, Butter und Ketchup. Aber sie hat natürlich immer mehr als nur das im Vorratsschrank. Falls jemals die Welt untergeht, fliehen wir definitiv ins Haus unserer Eltern. Kay hat genug Essen im Gefrierschrank, um monatelang davon leben zu können. Und wenn uns doch die Lebensmittel ausgehen würden, könnten wir uns darauf verlassen, dass Phil uns etwas fängt, mit dem wir unsere Bäuche füllen können. Wir lernten auch, dass ein gutes Essen viel bewirken kann. Nachdem Phil Duck Commander gegründet hatte, stellte er schnell fest, dass die Helfer mit Essen wunderbar zu motivieren waren. Alle seine Mitarbeiter liebten die Enten- und Krebsgerichte, den Bratfisch oder was auch immer er und Kay gerade an dem Tag kochten. Wenn für einen Käufer eine große Bestellung verpackt und versendet werden musste, gab es Bratfisch und sie luden fünfzig Leute dazu ein. Meine Eltern gaben ihnen zu essen, und dafür halfen sie gern mit. Phil und Kay Robertson mussten sie nicht einmal bezahlen. Sie kochten
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395589000/1 – 9863 – Robertson-Schlabach_Die Duck Commander Familie typoscript [AK] – 16.12.2014 – Seite 12 – 3. Korrektur
Die Duck Commander Familie einfach für die Mannschaft, und so war unser Haus immer voll und glücklich, und alle hofften, wieder eingeladen zu werden, wenn wir das nächste Mal Hilfe brauchten. Als Duck Commander noch vom Haus meiner Eltern aus geführt wurde, kochte meine Mutter jeden Tag für unsere Familie und Angestellten. Ja, die Zeiten haben sich geändert. Jetzt würden unsere Angestellten nicht einmal mehr alle ins Haus meiner Eltern passen! Wir sind erwachsen geworden, aber diese Lektionen fürs Leben haben wir nicht verlernt. Wir Robertsons schätzen die Zeit am Esstisch mit unserer Familie. Wir versuchen immer noch, uns gegenseitig mit der besten Geschichte zu übertrumpfen. Wir verteidigen immer noch die letzte dumme Entscheidung, die wir getroffen haben. Und dabei lachen wir immer noch miteinander und haben uns lieb.
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Vorwort zur deutschen Ausgabe Nicht nur die Tischgemeinschaft wird großgeschrieben bei den Robertsons. Die Mahlzeiten kommen am besten aus dem eigenen Wald und der eigenen Küche. »Rise, kill and eat! – Aufstehen, schlachten, essen!«, wie Sippenchef Phil es ausdrückt. Deswegen findest du in diesem Buch in jedem Kapitel ein leckeres Rezept, wie es bei den Robertsons serviert wird. Nicht alle Zutaten sind in Deutschland erhältlich. Doch das ist kein Problem. Wir haben immer wieder Ersatzprodukte angegeben. Die Kochrezepte der Duck-Commander-Familie sind geprägt von der Küche der Bevölkerungsgruppe der Cajuns im US-Staat Louisiana, deren Vorfahren vor langer Zeit aus Frankreich nach Nordamerika eingewandert waren. Die Cajun-Küche besteht hauptsächlich aus einfachen Gerichten mit Zutaten aus dem MississippiDelta: Typisch sind Flusskrebse, Wels, Okra oder Mais. Oft sind die Gerichte scharf gewürzt oder mit viel Knoblauch zubereitet. Häufig wird die spezielle Gewürzmischung der Cajuns verwendet. Diese kannst du dir leicht selbst mischen: / Tasse Salz / Tasse Cayennepfeffer 2 EL weißer Pfeffer 2 EL schwarzer Pfeffer 2 TL Paprikapulver 2 TL Zwiebelsalz 2 TL Knoblauch, granuliert 1 2 1 4
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Die Duck Commander Familie Schütte diese Gewürze getrennt jeweils in eine Tasse. Fülle sie dann schichtweise mit einem Teelöffel in kleine, verschließbare Gläser um. Dabei immer eine Schicht Gewürz und Salz und Pfeffer zum Trennen der anderen Gewürze nutzen. Guten Hunger. Oder: Rise, kill and eat. Der Verlag
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1 Reis mit Bohnen Liebe Brüder, wenn in schwierigen Situationen euer Glaube geprüft wird, dann freut euch darüber. Denn wenn ihr euch darin bewährt, wächst eure Geduld. Jakobus 1,2-3
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ch weiß, es ist kaum zu glauben, aber als ich geboren wurde, war Phil beim Angeln. Ich kam am 22. April 1972 zur Welt, zwei Tage vor seinem Geburtstag. Wahrscheinlich feierte er einfach schon ein paar Tage im Voraus, denn als ich im Tri-Ward General Hospital in Bernice, Louisiana, das Licht der Welt erblickte, saß er in einem Boot auf dem Bayou-D’Arbonne-See und angelte Welse. Ich bin der dritte von vier Söhnen, und Phil war nur bei der Geburt meines jüngsten Bruders Jeptha dabei. Phil behauptet ja, dieses Erlebnis hätte ihn so traumatisiert, dass er nicht genau wusste, ob er jemals wieder Sex haben würde. Natürlich dauerte es – seine Worte! – nur ungefähr sechs Wochen, bis er das Trauma überwunden hatte. Ich bin nur froh, dass er neun Monate vor meiner Geburt anwesend war, denn sonst wäre ich heute nicht hier. Phil scherzt öfter, er habe mich nach einem seiner ehemaligen Schüler benannt, der ein guter Football-Spieler war, aber in der achten Klasse dreimal sitzen blieb. In Wahrheit habe ich meinen Namen von meinem Großvater mütterlicherseits, Willie Ezell, der an einem Herzinfarkt starb, als Kay gerade einmal vierzehn Jahre alt war. Ich wurde mit sehr langen, lockigen Haaren geboren, und Kay sagte
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