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j e n n a l u ca d o b i s h o p

Shake it! Leben mit Jesus – mit Geschmack und in Farbe


Inhalt Teil 1 Warum wird mir mit Gott langweilig?...................................................9 Kapitel 1 – Langweilig und farblos?.......................................................... 11 Kapitel 2 – Hinter den Kulissen, zwischen den Zeilen, unter dem Make-up......................................................................................... 25 Kapitel 3 – Gelangweilt sein ergibt einen Sinn..................................... 39 Kapitel 4 – Der Made-in-China-Gott.......................................................... 59 Kapitel 5 – Bequemer Kuschel-Glaube..................................................... 71 Kapitel 6 – Den Abschluss feiern................................................................ 91 Kapitel 7 – Schrumpel-Herzen...................................................................103 Kapitel 8 – Eine Geschichte, die gar nicht langweilig ist.................121 Kapitel 9 – Eine neue Postleitzahl...........................................................135 Kapitel 10 – Fürs Beten beten...................................................................153 Kapitel 11 – Schnall mich an.....................................................................167

Teil 2 Interessiert es Gott überhaupt, wenn ich mich mit ihm langweile?...........................................................................................183 Kapitel 12 – Am Anfang................................................................................185 Kapitel 13 – Gott auf Tournee....................................................................201 Kapitel 14 – Es geschah in No Water, Texas..........................................219 Anmerkungen...................................................................................................239 Notizen...............................................................................................................243


Langweilig und farblos?

handelt und sich darauf verlässt, dass Gott mich gebrauchen möchte. Er hat eine Berufung für mein Leben. Ich muss sie nur erkennen und leben.

Becky Ich weiß nicht, was Becky mehr liebt: den Frappuccino bei Starbucks oder von Herzen zu lachen. Das mit den Frappuccinos kann ich nachvollziehen. Als wir einmal bei Starbucks in San Antonio, Texas (unserem Wohnort), saßen, haben wir festgestellt, dass wir beide ihn gern trinken. Aber lachen? Warum sollte Becky das gern tun? Als ich sie zum ersten Mal in diesem Starbucks-Café traf, konnte ich mir nicht vorstellen, dass sie viel zu lachen hatte. Schließlich würde man sich doch ziemlich hoffnungslos und depressiv fühlen und dazu noch wütend auf Gott sein, wenn man querschnittsgelähmt und das ganze Leben an einen Rollstuhl gebunden ist, oder? Würdest du es nicht schwer finden, dann noch zu lachen? Auch wenn Becky zugibt, dass sie Gott manchmal die Frage nach dem Sinn ihrer Lage stellt, setzt sie ihr ganzes Vertrauen auf einen liebenden Gott – einen Gott, der ein Ziel für sie hat, einen Gott, der mehr sieht als sie –, und dann überwindet der Glaube ihre Zweifel. Becky wurde mit einer Fehlbildung an der Wirbelsäule geboren, die Spina bifida heißt. Sie kann ihre Beine nicht spüren und nicht gehen. Doch obwohl sie sich nur oberhalb ihrer Hüfte bewegen kann, hat die Krankheit sie nicht kleingekriegt. Als sie neun Jahre alt war, begann sie vor anderen über ihre Behinderung zu sprechen. Eine ihrer ersten Gelegenheiten dazu bekam sie in der Jugendgruppe ihrer Gemeinde. In der darauffolgenden Woche kam ein Teenager aus der Jugendgruppe, der ihre Geschichte gehört hatte, auf sie zu und sagte: »Wenn ich

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Shake it! gelähmt wäre, würde es mir schlecht gehen. Aber dich so voller Freude zu sehen – und wie du deine Geschichte erzählst und versuchst, anderen deutlich zu machen, wie gut Gott ist, während du den Rest deines Lebens im Rollstuhl verbringen musst –, hat jetzt mein Leben verändert.« So ist Becky. Ihre Freude ist ansteckend. Sie ist ein Mädchen, die einen so erfrischenden und fröhlichen Glauben gefunden hat, dass sie trotz ihrer Umstände überall in der Welt Leben von Menschen verändert, besonders in Rumänien. Während wir bei Starbucks an unseren Getränken nippten, erzählte mir Becky, dass behinderte Menschen in Rumänien oft als verflucht angesehen werden, im Haus eingesperrt sind und keine Chance bekommen, etwas Sinnstiftendes im Leben zu tun. Deshalb reist Becky jedes Jahr nach Rumänien. Sie und ihre Eltern begleiten ein Team, um Rollstühle zu verteilen und behinderten Menschen zu erzählen, dass Gott sie liebt und gebrauchen möchte, egal, wie sehr man ihnen eingeredet hat, nutzlos zu sein. Dass sie so gern lacht, hat in Rumänien Leben verändert. Sie hat mir zum Beispiel von einem rumänischen Mann erzählt, der sich ihrer Mutter näherte und fragte, warum ihre Tochter lachen könne, wenn sie doch im Rollstuhl sitze. Das gab Becky die Gelegenheit, diesem Mann von Jesu Liebe und Hoffnung weiterzuerzählen. Ihr strahlendes Lachen hat auch mich verändert. Ich hörte voller Bewunderung zu, wie sie mir aus ihrem Leben berichtete. Sie gab zu, dass sie oft mit der Einsamkeit zu kämpfen hatte – nicht viele Freunde zu haben, keinen, der sie völlig verstand –, besonders in der Mittel- und Oberstufe. Dabei sind Freunde in der Schule doch so wichtig. Kannst du dir vorstellen, jahrelang ohne eine enge Freundin zu sein, mit der du dein tägliches Leben teilen kannst? Doch ganz gleich, wie viele einsame Wochenenden sie verlebt hat, wie viele Operationen sie über sich ergehen lassen musste oder wie viele Male sie sich schon

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Langweilig und farblos?

gewünscht hat, laufen zu können: Becky hat einen lebendigen Glauben, einen Glauben, der ihr Freude, Frieden und Sinn gibt. Möchtest du nicht auch einen solchen Glauben? Mein Lieblingssatz, den Becky an diesem Tag bei Starbucks sagte, lautet: »Meinen ersten Schritt werde ich im Himmel bei Jesus machen.« Wow! In Hebräer 11,1 heißt es: »Was ist nun also der Glaube? Er ist das Vertrauen darauf, dass das, was wir hoffen, sich erfüllen wird, und die Überzeugung, dass das, was man nicht sieht, existiert.« Becky hat einen solchen Glauben. Obwohl sie es noch nicht sehen kann, weiß sie, dass ihr wirklicher Körper und ihr wirkliches Zuhause auf sie warten. Und beides wird ihre Herausforderungen auf der Erde bei Weitem übertreffen.

Jamie Grace Bist du ein Fan von YouTube? Falls ja, dann gib das nächste Mal auf YouTube den Namen einer jungen Frau namens Jamie Grace ein. Jamie Grace benutzt YouTube, um anderen zu helfen und ihnen von ihrem Glauben zu erzählen. Sie leidet an einer neurologischen Krankheit, die Tourette-Syndrom heißt oder einfach kurz TS. In ihrer Kindheit litt Jamie Grace deshalb unter ganz vielen peinlichen Situationen. TS bewirkt, dass man wahllos zuckt und durchgeschüttelt wird, dazu stottert und unkontrollierte Geräusche von sich gibt (in sehr unpassenden Momenten). Aber sie entschied sich, sich wegen TS nicht zu schämen. Stattdessen vertraute sie Gott ihr Leben an – und gleichzeitig übergab sie ihr Herz und ihre Krankheit in Gottes Hand –, damit er sie gebrauchte, um andere zu ermutigen. Sie begann, Videos im Internet zu posten, und wurde dadurch zu einer Ermutigung

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Shake it! für andere Teenager, die mit dieser Krankheit kämpften. Die Reaktionen auf die Videos waren überwältigend. So viele Menschen konnten sich mit Jamie Grace identifizieren und waren dankbar zu wissen, dass sie mit der Krankheit nicht allein im Leben waren. Um auf kreative Art Dampf abzulassen und ihre Probleme mit der Krankheit zu bewältigen, begann Jamie Grace, Lieder zu schreiben. So postete sie zusätzlich zu den Videos über den Kampf mit TS Videos mit ihren selbst geschriebenen Liedern. Die meisten ihrer Lieder waren Liebeslieder für Jesus. Während es auf ihre TS-Videos lauter positive Reaktionen gab, erhielt sie auf ihre »Jesus«-Musik hin negative Kritik. Viele waren von ihren Songs nicht begeistert, weil sie eine christliche Botschaft hatten. Jamie erhielt viele verletzende Kommentare und hätte leicht aufgeben können. Aber sie weigerte sich, sich von den Urteilen anderer bestimmen zu lassen, genauso wie sie es nicht zugelassen hatte, dass TS sie in die Knie zwang. Sie war bereit, auf dem Weg mit Gott Risiken einzugehen, und deshalb postete sie einen Song nach dem anderen – bis sie ein christlicher Künstler namens TobyMac entdeckte. Inzwischen hat sie einen Plattenvertrag, und eines ihrer Lieder ist ein Hit im amerikanischen Radio! Und das alles begann mit einem Teeniemädchen, das einige peinliche Situationen wegen einer unheilbaren Krankheit erleben musste. Jamie Grace liebte Gott zu sehr, als dass sie sich mit einer Geschichte voller Peinlichkeiten abfinden wollte. Sie vertraute ihm ihr Herz an und bat ihn, sie zu gebrauchen. Und sieh sie dir jetzt an! Was für ein Abenteuer sie erlebt, weil sie Abertausenden erzählt, wie gut Gott ist. Möchtest du auch einen Glauben wie Jamie Grace haben? Ich schon! Ein Glaube, der darüber steht, was die Welt über einen denkt; ein Glaube, der Tausenden Menschen mutig erzählt, dass

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Langweilig und farblos?

Gott sie liebt; ein Glaube, der so voller Feuer ist, dass er zu Liedern inspiriert, die anderen Hoffnung und Freude bringen. Aber die Wahrheit ist, ich bin manchmal …

… gelangweilt, einfach gelangweilt Ich sprudle nicht immer über vor Freude über Gott. Wenn ich ehrlich bin (du wirst noch merken, dass »mal ehrlich sein« eines der Dinge ist, die ich am liebsten mache), dann muss ich zugeben, dass mich mein Glaube manchmal langweilt. Wenn ich im Gottesdienst sitze und der Predigt lausche, gibt es manchmal Zeiten, in denen ich nur »bla, bla, bla« höre. Tief im Inneren denke ich: Ich will endlich zum Mittagessen. Es gibt Zeiten, in denen das Letzte, was ich lesen will, die Bibel ist. Dann gehe ich lieber auf Facebook oder nehme die neueste Klatschzeitschrift zur Hand. Es gibt Zeiten, in denen ich beim Beten einschlafe und in denen ich lieber Zeit mit Freunden verbringe als mit Gott. Kennst du das? Hast du dich auch schon dabei gelangweilt, an Gott zu glauben? Falls ja, dann ist es Zeit, dass du ehrlich wirst. Schreib ein paar Zeilen über die Zeit, als dir dein Glaube ziemlich langweilig vorkam. (Das könnte auch in diesem Moment sein!)

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Shake it! Wenn du mit einem von diesen Mädchen sprächest, die ich auf den ersten Seiten erwähnt habe, dann würden sie zugeben, dass ihr Glaube auch nicht immer voller Abenteuer oder Feuereifer ist. Auch sie sind auf ihrem Weg mit Gott manchmal gelangweilt. Wir alle werden unsere Hochs und Tiefs mit Gott haben – nicht, weil Gott mal so, mal so ist, sondern weil wir es sind. Und weil das so ist, möchte ich dir ein paar realistische Erwartungen an dieses Buch mit auf den Weg geben.

Was es nicht ist Das Wichtigste zuerst: Ich werde dir sagen, was du aus diesem Buch nicht mitnehmen wirst: -

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Ziel dieses Buches ist nicht, dir einen perfekten, vor Leben übersprudelnden, sprunghaft wachsenden Glauben zu versprechen. Ich biete dir keine rettende Formel für einen Glauben an, der 24 Stunden am Tag nur so vor Feuereifer sprüht. Du wirst dieses Buch nicht zuklappen und alle Antworten für einen dynamischen Glauben haben. Ich weiß selbst nicht auf alles eine Antwort. Du wirst am Ende nicht bis in alle Einzelheiten wissen, wie dein Glaube aussehen soll. Jeder von uns befindet sich auf seiner eigenen einzigartigen Glaubensreise.

Nun fragst du dich vielleicht: Also … worum geht es dann in diesem Buch? Sieht so aus, als ob du mir nicht wirklich helfen könntest.

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Langweilig und farblos?

Was es ist Okay, bevor du dieses Buch also wieder zuklappst, will ich dir sagen, was du aus diesem Buch auf jeden Fall mitnehmen wirst – das hoffe ich jedenfalls. Ziel dieses Buches ist, dich ein wenig aufzurütteln. (Deshalb heißt das Buch ja auch Shake it!) Egal, wo du gerade in deiner Glaubensreise stehst – ob diese Sache mit Gott noch neu für dich ist oder ob du schon dein ganzes Leben gewusst hast, wie eine Beziehung mit Jesus aussieht –, wenn du dieses Buch fertig gelesen hast, möchte ich, dass du aufhörst, es dir bequem zu machen. Hör auf, dich mit einem Glauben zufriedenzugeben, der öde, langweilig oder farblos ist. So viele von uns stecken in einem leblosen Glauben fest und bleiben dort, weil sie denken, dass ein Leben mit Gott eben so aussieht. Nein! Gott will mehr für uns! Jesus sagt: »Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben in ganzer Fülle zu schenken« (Johannes 10,10). Willst du einen Glauben, der voller Leben ist? Damit meine ich ein Leben, das die Seele erfüllt und das aus dem Hör auf, dich Herzen überschäumt. Möchtest du ein mit einem Glauben solches Leben? Ich schon! Ich möchte zufriedenzugeben, mehr auf meinem Weg mit Gott erleder öde, langweilig ben. Und ich glaube, du sehnst dich oder farblos ist. tief im Innern auch nach mehr, denn sonst hättest du nicht dieses Buch in die Hand genommen. Um also dieses »Leben in ganzer Fülle« zu finden, werden wir uns mit ein paar Fragen beschäftigen, zum Beispiel: »Warum wird mir mit Gott langweilig?« Und während wir uns mit dem Warum beschäftigen, werden wir das Wie besser verstehen.

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