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A L R U N R E H R (Hrsg.)

Luthers Wegweiser fĂźr jeden Tag


Inhalt Geleitwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Andachten fĂźr jeden Tag des Jahres . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

9

Andachten zu Festen und Feiertagen des Kirchenjahres . . . . . .

377

Quellen

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Bibelstellenverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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8. Februar Lesung: Johannes 6,41-66 Der Geist ist’s, der lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben. Johannes 6,63 Es gibt leider viel zu wenig Menschen, die ihr Leben lang von Herzen zur Bibel oder auch nur zu einem Psalm sagen: »Du bist mein liebes Buch!«, oder: »Du sollst mein eigener Psalm sein.« Es ist eine der größten Plagen auf der Welt, dass die Bibel verachtet wird, sogar bei denen, die sich beruflich damit befassen sollten. Alle anderen Sachen, Kunst und Wissenschaft, betreibt man ohne Ende Tag und Nacht. Nur die Bibel lässt man liegen, als würde man sie nicht brauchen. Und die, die ihr so viel Ehre antun, dass sie sie einmal lesen, die beherrschen im Nu alles. Es hat noch nie ein Buch gegeben, in dem so schnell zu Ende gelernt wird, wie die Bibel. Dabei stehen nicht nur Worte zum Lesen darin, sondern besondere Worte, die Hilfe bieten zum Leben und Handeln. Herr, oft schenke ich der Bibel keine Beachtung. Gib mir Liebe zu deinem Wort, damit es mein Herz anrührt und mein Leben beeinflusst.

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9. Februar Lesung: Psalm 30 Ich aber sprach, als es mir gut ging: Ich werde nimmermehr wanken. Denn, Herr, durch dein Wohlgefallen hattest du mich auf einen hohen Fels gestellt. Aber als du dein Antlitz verbargest, erschrak ich. Psalm 30,7-8 Gott schenkt uns einen festen Glauben. Der gibt uns die starke Zuversicht, dass wir durch Christus einen gnädigen Gott haben. Das ist wie ein Vorgeschmack auf das Paradies. Aber das kann sich schnell ändern. Denn wenn Gott sich von uns abwendet, fühlen wir uns so, als wollte er den Herrn Christus aus unserem Herzen reißen und als könnte uns nichts trösten. Stattdessen gibt uns der Teufel schreckliche Gedanken ins Herz hinein und unser Gewissen empfindet so, als habe es Gott verloren. Dann verzagt es und wird unruhig, weil es meint, dass wir mit unseren Sünden Zorn und Ungnade verdient hätten. Herr, ich kann es oft nicht glauben, dass du mir gnädig bist. Aber wende dich darum nicht ab von mir. Denn ohne dich kann ich nichts tun.

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10. Februar Lesung: Galater 3,19-29 Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. Galater 3,27 Die Taufe ist ein Wasser, in dem Gottes Sohn badet, während der Heilige Geist darüber schwebt und Gott der Vater dazu predigt. So wird das schlichte Wasser zu einem gnadenreichen Wasser geweiht und geheiligt durch Gott Vater, Sohn und Heiligen Geist. Wir hören es gerne, dass Christus unser Kleid ist und vor Gott als Mittler für uns eintritt. Aber wenn Christus sein Kleid reinigen will, halten wir das nur ungern aus. Wollen wir sein Kleid sein, dann müssen wir auch zulassen, dass er es reinigt. Er kann es nicht ausstehen, in einem unsauberen Kleid zu gehen. Darum ist es ein gutes Zeichen, wenn er viel Leid geschehen lässt. Er hört damit auch nicht auf – egal, wo sein Kleid sich gerade befindet. Handelt er nicht so, dann ist sein Kleid auch gar nicht vorhanden. Es passt nicht zusammen: getauft sein und in Sünden leben. Wer das tut, der hat die Taufgnade verloren. Herr, meine Glaubenszweifel zeigen mir, dass mein Glaube noch lebt. Lass mich aus der Kraft der Taufe leben, damit nichts mir den Glauben nehmen kann. Ja, Herr, niemand kann mich aus deiner Hand reißen.

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11. Februar Lesung: 2. Timotheus 2,1-13 Das ist gewisslich wahr: Sterben wir mit, so werden wir mit leben; dulden wir, so werden wir mit herrschen; verleugnen wir, so wird er uns auch verleugnen; sind wir untreu, so bleibt er doch treu; denn er kann sich selbst nicht verleugnen. 2. Timotheus 2,11-13 In Gottes Reich geht es wirklich sehr gegensätzlich zu: Wenn du nicht sterben willst, dann stirb. Willst du nicht in die Hölle kommen, dann fahr direkt hinein. Willst du kein Sünder sein, dann werde ein Sünder. Willst du dein Kreuz und alles, was dich belastet, los sein, dann nimm es auf dich. Willst du den Teufel besiegen, dann lass dich von ihm überwinden. Ein Christ versteht das sehr gut, denn täglich macht er damit seine Erfahrungen. Die schwierigste dieser Aussagen ist diese: Willst du den Teufel besiegen, dann lass dich von ihm überwinden. Gemeint ist ungefähr das: Lass den Teufel auf dich losstürmen, dass es den Anschein hat, als wärst du ihm hilflos ausgeliefert und er würde siegen. Aber die Kraft von Jesus Christus ist stärker. Sie bleibt auch dann allmächtig, wenn du nichts mehr ausrichten kannst, und so wird Christus letzten Endes tatsächlich den Sieg davontragen – und du mit ihm! Herr, mein Glaube ist oft so müde. Ich bin nicht bereit, mein Kreuz zu tragen oder meine Sünden zu bekämpfen. Dazu gehört so viel Mut und Ausdauer. Doch dann erkenne ich, dass es deine Kraft ist, die den Sieg für mich erringt und mich stark sein lässt. Das erleichtert meine Seele und ich danke dir.

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12. Februar Lesung: Römer 8,31-39 Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn. Römer 8,38-39 Gott konfrontiert den Glauben mit Dingen, mit denen kein Mensch der Welt gerne zu tun hat: Tod, Sünde, Welt und Teufel. Niemand kann zum Beispiel dem Tod entkommen. Aber der Glaube steht fest, legt sich mit dem Tod an und gewinnt diesen Kampf. Er macht den Tod machtlos. Genauso kann auch niemand die Menschen ändern, die in ihrem Denken und Wollen nicht nach Gott fragen. Dieses Verhalten zieht immer größere Kreise in der Welt. Aber der Glaube lässt das nicht zu, kämpft gegen den Unglauben und siegt. Kein Mensch der Welt kann Verfolgung, Hass, Neid und Lästereien ertragen. Jeder wird dabei mit der Zeit schwach und mutlos. Aber der Glaube verspottet alle diese Dinge und lässt sogar Freude daraus werden. Herr, meine Liebe zu dir ist viel zu klein. Aber auch wenn ich dich nicht genug lieben kann, gibt es nichts, was mich von deiner Liebe trennt. Das gibt meiner Seele neue Kraft und ich lobe dich dafür. So kann ich auch in schweren Zeiten Freude empfinden – weil ich dich habe und bei dir geborgen bin.

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13. Februar Lesung: 1. Johannes 1,9 – 2,6 Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist. 1. Johannes 2,1 Der Teufel ist ein solcher Bösewicht, dass er große Sünden klein machen kann. So klein, dass man sie am besten gar nicht mehr sieht. Kleine Sünden wiederum macht er groß, damit man sich mit ihnen quält. Schon mancher hat sich das Leben genommen, weil er sich mit seinen Sünden Herz, Kopf und Seele zermarterte. Darum soll ein Christ lernen, sich vom Teufel kein schlechtes Gewissen machen zu lassen. Sondern er kann, weil er an Christus glaubt, gegen die Sünde kämpfen. Auch wenn er dabei ins Straucheln oder Stolpern kommt, soll ihm das sein gutes Gewissen nicht kaputt machen. Stattdessen soll er sagen: »Die Anfechtung durch den Teufel, meine Fehler und Sünden bringe ich in die fünfte Bitte des Vaterunsers hinein und bete: Vergib uns unsere Schuld.« Ja, Vater, vergib mir meine Schuld. Dein lieber Sohn hat meine Sünden am Kreuz getragen. Ich danke dir dafür. Daran will ich denken, wenn mich mein Gewissen anklagt und mir das Herz schwer macht. Hilf mir, meine Sünden zu erkennen und nach deinem Willen zu leben.

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