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Max Lucado

Staunen über den Erlöser


Inhalt Danke! ............................................. . . . . . . . . . . . . . . . 11 Einleitung ......................................... . . . . . . . . . . . . . . . 13 Was wirklich wichtig ist ........................... . . . . . . . . . . . . . . 15 Teil I Das Kreuz: Seine Worte ......................... . . . . . . . . . . . . . . 21 Kapitel 1 Letzte Worte, letzte Taten ....... . . . . . . . . . . . . . . 23 Kapitel 2 Worte, die verwunden .......... . . . . . . . . . . . . . . . 26 Kapitel 3 Rache ist nicht süß ............... . . . . . . . . . . . . . . 29 Kapitel 4 Die Geschichte vom Schächer am Kreuz .. . . 33 Kapitel 5 Lieben ist Loslassen .............. . . . . . . . . . . . . . . 40 Kapitel 6 Der Schrei der Einsamkeit . .... . . . . . . . . . . . . . . . 43 Kapitel 7 Ich habe Durst ................... . . . . . . . . . . . . . . . 49 Kapitel 8 Die Liebe des Schöpfers ........ . . . . . . . . . . . . . . . 53 Kapitel 9 Es ist vollbracht .................. . . . . . . . . . . . . . . . 57 Kapitel 10 Hol mich nach Hause ........... . . . . . . . . . . . . . . . 62 Teil II Das Kreuz: Sein Zeugnis . ...................... . . . . . . . . . . . . . . 65 Kapitel 11 Wer hätte das geglaubt? .......... . . . . . . . . . . . . . . 67 Kapitel 12 Gesichter in der Menge ......... . . . . . . . . . . . . . . . 70 Kapitel 13 Nicht ganz, aber fast? ........... . . . . . . . . . . . . . . . 73 Kapitel 14 Die zehn, die wegliefen ......... . . . . . . . . . . . . . . . 77 Kapitel 15 Der eine, der blieb ............... . . . . . . . . . . . . . . . 81 Kapitel 16 Hügel der Reue .................. . . . . . . . . . . . . . . . 83 Kapitel 17 Das Evangelium der zweiten Chance .. . . . . . . 86 Kapitel 18 Der ungläubige Thomas ........ . . . . . . . . . . . . . . . 89 Kapitel 19 Eine Kerze in der Höhle ......... . . . . . . . . . . . . . . 93 Kapitel 20 Die kleinen Zeugen . ............. . . . . . . . . . . . . . . 97


Teil III Das Kreuz: Seine Weisheit ..................... . . . . . . . . . . . . . . . 101 Kapitel 21 Er lebt! ............................ . . . . . . . . . . . . . . . 103 Kapitel 22 Offene Arme ..................... . . . . . . . . . . . . . . . 106 Kapitel 23 Ein Hausierer namens Zufriedenheit . . . . . . . . 110 Kapitel 24 Nah am Kreuz – und fern von Jesus . . . . . . . . . 113 Kapitel 25 Der Nebel des gebrochenen Herzens . . . . . . . . 116 Kapitel 26 Pão, Senhor? ..................... . . . . . . . . . . . . . . . 121 Kapitel 27 Ein Hund, ein Schmetterling und ein Heiland . ..................... . . . . . . . . . . . . . . . 123 Kapitel 28 Gottes Zeugnis . ................. . . . . . . . . . . . . . . . 127 Kapitel 29 Explosive Entscheidungen . .... . . . . . . . . . . . . . . . 132 Kapitel 30 Was hast du erwartet? ........... . . . . . . . . . . . . . . . 136 Kapitel 31 Komm nach Hause .............. . . . . . . . . . . . . . . . 140 Kapitel 32 Unberechenbar? ................. . . . . . . . . . . . . . . . 143 Kapitel 33 Der große Befehl ................ . . . . . . . . . . . . . . . 145 Für den, der tiefer graben will: Weiterführende Fragen und Bibelstellen .... . . . . . . . . . . . . . . . 147 Kapitel 1 Letzte Worte, letzte Taten ...... . . . . . . . . . . . . . . . 149 Kapitel 2 Worte, die verwunden .......... . . . . . . . . . . . . . . . 151 Kapitel 3 Rache ist nicht süß .............. . . . . . . . . . . . . . . . 153 Kapitel 4 Die Geschichte vom Schächer am Kreuz .. . . 155 Kapitel 5 Lieben ist Loslassen ............. . . . . . . . . . . . . . . . 156 Kapitel 6 Der Schrei der Einsamkeit . .... . . . . . . . . . . . . . . . 157 Kapitel 7 Ich habe Durst ................... . . . . . . . . . . . . . . . 159 Kapitel 8 Die Liebe des Schöpfers ........ . . . . . . . . . . . . . . . 160 Kapitel 9 Es ist vollbracht .................. . . . . . . . . . . . . . . . 162 Kapitel 10 Hol mich nach Hause ........... . . . . . . . . . . . . . . . 164 Kapitel 11 Wer hätte das geglaubt? ......... . . . . . . . . . . . . . . . 165 Kapitel 12 Gesichter in der Menge ......... . . . . . . . . . . . . . . . 167 Kapitel 13 Nicht ganz, aber fast? ........... . . . . . . . . . . . . . . . 169 Kapitel 14 Die zehn, die wegliefen ......... . . . . . . . . . . . . . . . 171 Kapitel 15 Der eine, der blieb ............... . . . . . . . . . . . . . . . 173 Kapitel 16 Hügel der Reue .................. . . . . . . . . . . . . . . . 175


Kapitel 17 Kapitel 18 Kapitel 19 Kapitel 20 Kapitel 21 Kapitel 22 Kapitel 23 Kapitel 24 Kapitel 25 Kapitel 26 Kapitel 27 Kapitel 28 Kapitel 29 Kapitel 30 Kapitel 31 Kapitel 32 Kapitel 33

Das Evangelium der zweiten Chance .. . . . . . . 176 Der ungläubige Thomas ........ . . . . . . . . . . . . . . . 178 Eine Kerze in der Höhle ......... . . . . . . . . . . . . . . 180 Die kleinen Zeugen . ............. . . . . . . . . . . . . . . 182 Er lebt! ............................ . . . . . . . . . . . . . . . 184 Offene Arme ...................... . . . . . . . . . . . . . . 185 Ein Hausierer namens Zufriedenheit . . . . . . . . 187 Nah am Kreuz – und fern von Jesus . . . . . . . . . 189 Der Nebel des gebrochenen Herzens . . . . . . . . 190 Pão, Senhor? ..................... . . . . . . . . . . . . . . . 192 Ein Hund, ein Schmetterling und ein Heiland . ...................... . . . . . . . . . . . . . . 194 Gottes Zeugnis . .................. . . . . . . . . . . . . . . 195 Explosive Entscheidungen . ..... . . . . . . . . . . . . . . 196 Was hast du erwartet? ........... . . . . . . . . . . . . . . . 1 9 8 Komm nach Hause ............... . . . . . . . . . . . . . . 200 Unberechenbar? ................. . . . . . . . . . . . . . . . 202 Der große Befehl ................. . . . . . . . . . . . . . . 204

Anhang . ........................................... . . . . . . . . . . . . . . 206


Kapitel  5 Lieben ist Loslassen »Frau, das ist jetzt dein Sohn.« (Johannes 19,26) Das Evangelium ist voll von Aussprüchen, die unseren Glauben testen und unsere menschliche Natur gegen das Schienbein treten. »Es ist segensreicher, zu geben, als zu nehmen« (Apostelgeschichte 20,35). »Wer versucht, sein Leben zu retten, wird es verlieren. Aber wer sein Leben für mich aufgibt, wird es retten« (Lukas 9,24). »Ein Prophet wird überall verehrt, außer in seiner Heimatstadt und in seiner eigenen Familie« (Matthäus 13,57). Aber wohl kein Satz haut einen so um wie der folgende in Matthäus 19,29: »Und jeder, der um meines Namens willen sein Haus, seine Geschwister, seine Eltern, seine Kinder oder seinen Besitz aufgegeben hat, wird hundertmal so viel wiederbekommen und das ewige Leben erlangen.« Das mit dem Haus kann ich ja noch verstehen. Aber der Rest: Vater und Mutter verlassen, den eigenen Geschwistern auf Wiedersehen sagen, den Sohn oder die Tochter zum Abschied umarmen … Dass jemand, der Jesus nachfolgt, auf Besitz oder Ansehen verzichten muss, mag ja angehen – aber meine Lieben verlassen? Warum erwartet Jesus, dass ich dazu bereit bin? Kann es ein härteres Opfer geben? »Frau, das ist jetzt dein Sohn.« Maria ist älter geworden. Ihre Schläfen sind ergraut, ihr Gesicht ist faltig, ihre Hände haben Schwielen. Sie hat ein ganzes Haus voll Kinder aufgezogen. Und jetzt steht sie unter dem Kreuz ihres Ältesten.

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Was für Erinnerungen mögen ihr durch den Kopf gehen, als sie seine Qual sieht? Vielleicht der lange Ritt nach Bethlehem. Das Lager aus Heu, das sie für das Neugeborene machte. Die Flucht nach Ägypten. Der Alltag in Nazareth. Die plötzliche Angst in Jerusalem: »Ja, ist er nicht bei euch?« Wie sein Vater ihm das Schreinerhandwerk beibrachte. Anekdoten und Gelächter am Mittagstisch. Und dann jener Morgen, als Jesus früher als sonst aus der Schreinerei heimkam, die Augen fester, die Stimme direkter. Er hatte die Neuigkeiten gehört. »Johannes predigt in der Wüste.« Und er nahm sich die Schürze ab, wischte sich die Hände sauber, sah seine Mutter ein letztes Mal an und sagte ihr Auf Wiedersehen. Und sie beide wussten, dass das Leben nie mehr so sein würde wie bisher. In diesem letzten Blick teilten sie ein Geheimnis, das laut zu sagen zu wehgetan hätte. An jenem Tag lernte Maria es, wie schwer ein Auf Wiedersehen das Herz machen kann. Ab jetzt konnte sie ihren Sohn nur noch aus der Ferne lieben – am Rande einer Menschenmenge, vor einem überfüllten Haus, am Ufer des Sees Genezareth. Vielleicht war sie dabei gewesen, als Jesus diese rätselhafte Verheißung gab: »Jeder, der um meines Namens willen … seine Eltern (seine Mutter) … aufgegeben hat …« Maria war nicht die Erste, die um des Reiches Gottes willen lieben Menschen auf Wiedersehen sagen musste. Josef kam ganz allein nach Ägypten. Jona musste ins ferne Ninive. Hanna weihte ihren Sohn Samuel dem Dienst des Herrn im Heiligtum. Der junge Daniel wurde von Jerusalem nach Babylon verschleppt. Nehemia kam von Susa nach Jerusalem. Abraham bekam den Auftrag, seinen eigenen Sohn zu opfern. Paulus musste seinem religiösen Erbe den Abschied geben. Die Seiten der Bibel sind mit Abschiedsfäden zusammengeheftet und mit Flecken von Abschiedstränen übersät. Das Wort Auf Wiedersehen oder Ade, es ist nur zu häufig im christlichen Vokabular zu finden. Jeder Missionar kennt es. Und die, die die Missionare aussenden. Der Arzt, der seine Großstadt41


praxis verlässt, um in einem Dschungelkrankenhaus zu arbeiten, ist mit ihm vertraut, und der Bibelübersetzer, der in ferne Länder reist. Die, die die Hungrigen speisen, die Verlorenen lehren, den Armen helfen – sie alle wissen, was Abschied nehmen heißt. Flughäfen. Gepäck. Umarmungen. Schlusslichter. »Wink schön für die Oma!« Tränen. Busbahnhöfe. Anlegebrücken. »Ade, Papa.« Kloß in der Kehle. Fahrkartenschalter. Feuchte Augen. »Schreib mir!« Frage: Was ist das für ein Gott, der den Menschen so etwas zumutet? Was ist das für ein Gott, der einem erst Verwandte schenkt und dann verlangt, dass man sie verlässt? Was ist das für ein Gott, der einem Freunde gibt, nur um anschließend zu erwarten, dass man ihnen Auf Wiedersehen sagt? Antwort: Ein Gott, der weiß, dass die tiefste Liebe nicht in Leidenschaft und Romanze gründet, sondern in der gemeinsamen Aufgabe und dem gemeinsamen Opfer. Antwort: Ein Gott, der weiß, dass wir nur Pilger auf dieser Erde sind und dass die Ewigkeit so nahe ist, dass jedes »Ade« in Wirklichkeit ein »Bis bald!« ist. Antwort: Ein Gott, der das alles selbst durchgemacht hat. »Frau, das ist jetzt dein Sohn.« Johannes legte seinen Arm etwas fester um Maria. Jesus gab ihm den Auftrag, ihr der Sohn zu werden, den eine Mutter brauchte und der er (Jesus) selbst in gewissem Sinne nie gewesen war. Jesus sah Maria an. Sein Schmerz ging viel tiefer als die Wundmale von den Nägeln und Dornen. In ihren stillen Blicken teilten sie wieder ein Geheimnis. Und er sagte Auf Wiedersehen.

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Kapitel  21 Er lebt! Der Weg. Die Dunkelheit. Sterne. Schatten. Vier. Sandalen. Gewänder. Stille. Spannung. Garten. Bäume. Allein. Fragen. Angst. »Vater!« Schweiß. Gott. Mensch. Gott-Mensch. Auf dem Boden. Blut. »NEIN!« »Ja.« Engel. Trost. Schritte. Fackeln. Stimmen. Römer. Schock. Schwerter. Kuss. Verwirrung. Verrat. Angst. Lauft weg! Gefesselte Hände. Abgeführt. Hof. Priester. Lampen. Der Hohe Rat. Kaiphas. Spott. Seide. Hochmut. Bart. Ränke. Barfuß. Seil. Ruhig. Stöße. Tritte. Hannas. Empörung. Der Messias? Gericht. Nazarener. Zuversichtlich. Frage. Antwort. Fausthieb! Petrus. »Ich?« Hahnenschrei. Dreimal. Schuld. Verfahren. Gericht. Ablehnung. Anklage. Müde. Blass. Zeugen. Lügner. Widersprüche. Stille. Starren. »Lästerer!« Wut. Warten. Zerschlagen. Verdreckt. Erschöpft. Wachen. Spucke. Augenbinde. Spott. Schläge. Feuer. Dämmerung. Sonnenaufgang. Gold. Jerusalem. Tempel. Passah. Lämmer. Das Lamm. Gläubige. Priester. Messias. Vernehmung. Betrug. Gefangener. Warten. Stehen. Änderung. Strategie. »Pilatus!« Falle. Murmeln. Hinaus. Geräusche. Parade. Menge. Mehr. Römer. Pilatus. Toga. Unwirsch. Nervös. Offiziere. Tuniken. Speere. Stille. »Anklage?« »Gotteslästerung.« Gleichgültigkeit. Ignorieren. (Frau. Traum.) Unruhe. Vernehmung. Lippen. Schmerz. Entschlossen. »König?« »Himmel.« »Wahrheit.« »Wahrheit?« Sarkasmus. (Angst?) »Unschuldig!« Aufschrei. Stimmen. »Galiläer!« »Galiläa?« »Herodes!« Neun Uhr morgens. Soldaten. Palast. Herodes. Fuchs. Ränkeschmied. Wanst. Krone. Umhang. Zepter. Thronsaal. Ele103


ganz. Stille. Manipulation. Nutzlos. Ärgerlich. Schmähungen. Spötteleien. »König?« Robe. Theatralisch. Zynisch. Hasserfüllt. »Pilatus!« Marschieren. Aufruhr. Gefangener. Schweigen. Pilatus. »Unschuldig!« Chaos. »Barabbas!« Aufruhr. Verzweiflung. Christus. Nackt. Ringe. Wand. Rücken. Peitsche. Hiebe. Mehr Hiebe. Tränen. Knochen. Stöhnen. Fleisch. Rhythmus. Stille. Peitsche! Stille. Peitsche! Stille. Peitsche! Dornen! Reißen. Blind. Gelächter. Johlen. Zepter. Ohrfeige. Statthalter. Hilflos. (Fast.) Augen. Jesus. Entscheidung. Macht. Freiheit? Drohungen. Blicke. Brüllen. Schwach. Becken. Wasser. Umgestimmt. Kompromiss. Blut. Schuld. Soldaten. Schächer. Querbalken. Schulter. Schwer. Balken. Schwer. Sonne. Stolpern. Hang. Häuser. Läden. Gesichter. Trauernde. Murmeln. Pilger. Frauen. Fallen. Kopfsteinpflaster. Erschöpfung. Keuchen. Simon. Elend. Golgatha. Schädel. Schädelstätte. Kreuze. Hinrichtung. Tod. Mittag. Tränen. Zuschauer. Jammern. Essig. Nackt. Zerschunden. Geschwollen. Querbalken. Schild. Boden. Nägel. Klopf. Klopf. Klopf. Durchbohrt. Verzerrt. Durst. Furchtbar. Gnade. Sich krümmen. Hochgehoben. Angebracht. Hängend. Krämpfe. Luft! Sarkasmus. Schwamm. Tränen. Spott. Vergebung. Würfel. Spielen. Finsternis. Absurdität. Tod. Leben. Schmerz. Frieden. Verurteilen. Verheißen. Nirgends. Da. Er. Wir. »Vater!« Schächer. Paradies. Heulen. Weinen. Betäubt. »Mutter.« Barmherzigkeit. Dunkelheit. »Mein Gott!« Stille. Seufzer. Tod. Erleichterung. Erdbeben. Friedhof. Gräber. Leichen. Geheimnis. Vorhang. Speer. Blut. Wasser. Salböl. Leinen. Grab. Angst. Warten. Ver-

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zweiflung. Stein. Maria. Rennen. Vielleicht? Petrus. Johannes. Glaube. Licht. Wahrheit. Menschheit. Er lebt. Er lebt. Er lebt!

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