Christine Caine
Himmelw채rts leben
Inhalt Vorwort .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Teil 1 Hören Sie auf, sich wie ein Christ zu benehmen … .. . . 13 Liebe den Herrn, deinen Gott .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Von ganzem Herzen .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Mit ganzer Seele .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Mit dem ganzen Verstand .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Darum geht … . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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In alle Welt .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Und predigt die Gute Nachricht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Teil 2 … seien Sie einfach einer. .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103 Einführung Die Kunst des Seins . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105 1. Tag
Seien Sie: ganz .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107
2. Tag
Seien Sie: Christus ähnlich .. . . . . . . . . . . . . . . . 109
3. Tag
Seien Sie: ein Pilger .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 111
4. Tag
Seien Sie: großzügig .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 113
5. Tag
Seien Sie: beziehungsorientiert . . . . . . . . . . . . . 116
6. Tag
Seien Sie: vertraut . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 118
7. Tag
Seien Sie: dankbar .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 120
8. Tag
Seien Sie: zufrieden .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 122
9. Tag
Seien Sie: vorbereitet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 124
10. Tag
Seien Sie: gehorsam . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 126
11. Tag
Seien Sie: geliebt .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 128
12. Tag
Seien Sie: verändert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 130
13. Tag
Seien Sie: fruchtbar .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 132
14. Tag
Seien Sie: authentisch .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 134
15. Tag
Seien Sie: gedanklich runderneuert . . . . . . . . 136
16. Tag
Seien Sie: entschlossen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 138
17. Tag
Seien Sie: entschieden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140
18. Tag
Seien Sie: echt .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 142
19. Tag
Seien Sie: die Gemeinde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 144
20. Tag
Seien Sie: Salz .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 146
21. Tag
Seien Sie: mitfühlend .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 148
22. Tag
Seien Sie: ein Licht .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 150
23. Tag
Seien Sie: zielstrebig .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 152
24. Tag
Seien Sie: anders . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 154
25. Tag
Seien Sie: ein Vorreiter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 156
26. Tag
Seien Sie: eine Lösung .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 158
27. Tag
Seien Sie: unvergesslich .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 160
28. Tag
Seien Sie: verantwortlich .. . . . . . . . . . . . . . . . . . 162
29. Tag
Seien Sie: freimütig .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 164
30. Tag
Seien Sie: »unterbrechbar« .. . . . . . . . . . . . . . . . 166
31. Tag
Seien Sie: Christ .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 169
Dank .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 171
»Von innen nach außen« leben Viele von uns mühen sich damit ab, jeden Tag glaubwürdige Christusnachfolger zu sein. Wir verstehen nicht, warum es eine Woche mal ganz gut klappt, nachdem wir eine ermutigende Predigt gehört haben, wir dann aber wieder in alte Verhaltensmuster zurückfallen, noch bevor wir es richtig merken. Ständig versuchen wir, unser Verhalten in den Griff zu bekommen, versprechen hoch und heilig, die Kinder nie wieder anzubrüllen, nicht mehr gemein zu unserem Ehepartner zu sein, andere Autofahrer nicht anzupöbeln, weder zu lügen, zu betrügen, zu stehlen, zu tratschen, noch uns zum Glücksspiel hinreißen zu lassen. Unweigerlich stellen wir aber fest, dass wir unsere Vorsätze nicht halten – und unser Tun (mal wieder!) nicht kontrollieren können. Also sind wir unzufrieden mit uns selbst und schwören uns, die Kinder nie wieder anzubrüllen, nicht mehr gemein zu unserem Ehepartner zu sein, andere Autofahrer nicht anzupöbeln … Sie verstehen, was ich meine! Diese Endlosschleife veranlasst viele Menschen dazu, es erst gar nicht mehr zu versuchen, oder – noch schlimmer – Gott ganz und gar aufzugeben. Das passiert, wenn wir versuchen, unser Christsein von außen nach innen zu leben statt von innen nach außen. Die Spannung zwischen unserem Innenleben und der Außenwelt können wir langfristig nicht aushalten und sie wird unweigerlich einen zerstörerischen Effekt auf unser Leben haben. Viel zu oft teilen wir unser Leben in einzelne Segmente auf, und genau da fängt das Durcheinander an. Wir werden zu Schauspielern und nehmen die Rolle ein, die wir je nach Publikum und äußeren Umständen meinen spielen zu müssen. In der Gemeinde zum Beispiel sollen wir Christen sein, also benehmen wir uns entsprechend (manche von uns hätten für ihren Auftritt einen Oscar verdient). Wenn wir mit unseren christlichen Freunden zusammen sind, sollen wir uns wie Christen benehmen, also tun wir genau das. Bei der Arbeit versuchen wir, uns wie Christen zu verhalten, weil wir schließlich so sein sollen, aber dort müssen wir diese Rolle nicht ganz so gut spielen, weil unsere Kollegen das christliche »Drehbuch« sowieso nicht so gut kennen.
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Wenn wir nach Hause kommen, benehmen wir uns ganz wie wir selbst, weil wir glauben, dass unser Geheimnis innerhalb unserer Familie gut aufgehoben ist. Dann klingelt es an der Tür. Es ist erstaunlich, wie schnell wir umschalten und das perfekte Leben vorspielen können, auch wenn unser Haushalt kurz zuvor noch nach dem perfekten Unwetter aussah. Wir verschieben das Sofa um ein paar Zentimeter, damit man den Fleck auf dem Teppich nicht sieht, wischen den Staub vom Fernseher, drohen den Kindern mit lebenslangem Hausarrest für den Fall, dass sie auch nur in die falsche Richtung schauen, und schreien den Hund an. Sobald unsere Gäste kommen, sind wir dann plötzlich die Musterfamilie. Viele von uns verhalten sich Gott gegenüber genauso. Auf dem Weg zur Gemeinde können wir den größten Krach mit unserem Ehepartner gehabt haben – sobald wir den Parkplatz erreichen, überkommt uns der »Geist des Gottesdienstbesuchs«. Wir lächeln dem Begrüßungsdienst zu, schlagen unseren herzlichsten Tonfall an (der, den wir seit dem letzten Gottesdienst nicht mehr benutzt haben), singen und heben während der Anbetungszeit die Hände (die gleichen Hände, die wir noch kurz zuvor gerne dazu benutzt hätten, unserem Ehemann einen ordentlichen Klaps auf den Hinterkopf zu geben) und spielen unsere Rolle als perfekte Christen für etwa zwei Stunden. Wir statten Gott einen netten kleinen Besuch ab, setzen uns dann wieder ins Auto und benehmen uns wieder so, wie wir wirklich sind. Dieser Kreislauf geht immer weiter, weil wir Jesus nicht erlaubt haben, unser Innerstes zu durchdringen. Es hat keine echte Veränderung stattgefunden. Wir haben keine wirkliche Bekehrung erlebt – höchstens eine teilweise Verhaltensanpassung. Im Prinzip werden wir eher zu Schauspielern in einem Theaterstück als zu Pilgern auf einer Reise. Wir versuchen, uns so zu benehmen, wie wir es für angebracht halten. Das ist nicht das Leben, das Gott sich für uns wünscht. Jesus möchte nicht, dass wir einfach nur so tun, als seien wir Christen. Er möchte, dass wir authentische Christen sind. Aber das kann nur gelingen, wenn wir ihn an uns arbeiten lassen – von innen nach außen. Gott möchte keine distanzierte Bezie-
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hung zu uns. Nein, er möchte an jedem Aspekt unseres Lebens teilhaben. Die Bibelübersetzung »The Message«1 drückt es so aus: »The Word became flesh and blood, and moved into the neighborhood«2 (Johannes 1,14). Mir gefällt sehr, wie Eugene Peterson diesen Vers Sind wir Schauspieler in einem Theaterstück oder Pilger auf einer interpretiert, denn dieses Bild Reise? verdeutlicht, dass Gott Teil unseres ganzen Lebens sein möchte. Er gibt sich nicht mit dem Besuchsrecht für einen oder zwei Gottesdienste jeden Sonntag oder Mittwoch zufrieden. Er möchte im Mittelpunkt dessen sein, wer wir sind und was wir werden.
Gutes Aussehen reicht nicht Welche Folgen es hat, wenn man nur vorgibt, etwas Bestimmtes zu sein, erlebte ich zum ersten Mal auf einer Skipiste in Australien. Ich wurde eingeladen, bei einer Skifreizeit für Jugendliche in einem erstklassigen Skigebiet in Australien den geistlichen Teil zu übernehmen. Obwohl ich noch nie Ski gefahren war, nahm ich die Einladung an. Ich bat eine Freundin, die Profi-Skifahrerin gewesen war, mir ihre Sachen zu leihen, und sie gab mir ihre äußerst schicke, professionelle Ausrüstung mit den Worten: »Immerhin wirst du gut aussehen!« Bevor wir zur Piste fuhren, fragten mich die Jugendlichen, ob ich schon einmal Ski gefahren sei. Waren Sie schon einmal in einer Situation, in der Sie weder lügen noch die Wahrheit sagen wollten? Also, für mich war das so eine Situation. Ich umging die Antwort, indem ich mich zurückzog, um mein Ski-Outfit anzuziehen. Als ich in den Bus einstieg, ging ein Raunen durch die Menge, denn in meinem violetten Skianzug mit der dazu passenden Ausrüstung wirkte ich wie ein Profi. Dies war ein heiliger Moment, und ich sah fantastisch aus! 1
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Eine besonders moderne, teilweise recht bildhafte Bibelübersetzung des Kanadiers Eugene Peterson. »Das Wort wurde Fleisch und Blut und zog in die Nachbarschaft.«
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Bei der Ankunft hieß es dann, es gebe die Möglichkeit, erst ein paar Unterrichtsstunden in der Skischule zu nehmen. Selbstverständlich verzichtete ich auf dieses Angebot. So schwer konnte dieses Skifahren ja wohl nicht sein! Erst geht’s nach oben und dann wieder runter, oder nicht? Ich suchte mir den Lift aus, der zum höchsten Gipfel führt, und stellte mich dann in die Schlange (ich bin ein Alles-oder-nichtsMensch, und zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, was »Schwarze Piste« bedeutet). Der Mann neben mir wollte ebenfalls diesen Lift benutzen, und scheinbar sollten wir beide gleichzeitig hochspringen, um dann von den Sitzen erfasst und mitgenommen zu werden. Ich sprang, verpasste den Schlepplift, und wie nicht anders zu erwarten, fuhr der Lift ohne mich weiter. Nach einigen Fehlversuchen bekam ich die Sache schließlich in den Griff und hielt mich krampfhaft fest, während ich immer höher geschleppt wurde und mich fragte, warum es hier eigentlich keine Sauerstoffmasken gab. Oben angekommen, stieg ich anmutig aus (okay, ich fiel einfach runter) und schaffte es dann irgendwie, die Abfahrt anzugehen (vor allem dadurch, dass ich meine Augen geschlossen hielt!). Plötzlich durchzuckte mich ein erschreckender Gedanke: Wie halte ich eigentlich an? Irgendwo in der Ferne sah ich eine Gruppe von etwa neun Kindern, die von ihrem Skilehrer gerade eine wertvolle Lektion zum Thema »Bremsen« bekamen. Ich dachte, wenn ich mich da einreihe und einfach das mache, was die anderen machen, wird es schon gehen. Wenn die das können, kann ich es auch. Offensichtlich hatte ich nicht bedacht, mit welcher Geschwindigkeit ich die Gruppe erreichen würde, denn meine Ankunft artete in eine besondere Form des Bowlings aus, bei der ich sowohl alle neun Kinder als auch den Skilehrer zu Boden riss! Zum Glück wurde niemand verletzt. Auf diese Weise entdeckte ich eine neue Art des Bremsens (Ich bin mir ziemlich sicher, dass die bei der nächsten Winterolympiade angewendet wird). Die Technik war wirklich einfach. Immer wenn ich einen Baum sah, fuhr ich dagegen und fiel hin. Sobald ich einen Felsen sah, steuerte ich auf ihn zu und fiel hin. Die Caine-Bremstechnik hielt ich auf jeden Fall für besser als die Bowling-Technik. Bald kannte ich
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jeden Baum, Felsen und Busch auf dieser Piste. Ganz zu schweigen davon, dass mein geschundener und ramponierter Körper nach und nach den gleichen Farbton wie mein violetter Skianzug bekam! An diesem Tag auf der Piste war offensichtlich, dass mein tolles Aussehen und meine professionelle Ausrüstung keinen Einfluss auf meine Skifahrkünste hatten. Ich hatte weder das Wissen, noch die Fertigkeit, Erfahrung oder innere Stärke, die ein echter ProfiSkifahrer braucht. Letztlich hat das gute Aussehen überhaupt nichts gebracht! Dasselbe gilt für uns als Christen. Wir können die beste Ausrüstung haben (unsere Bibeln, WWJD-Armbänder, Fisch-Aufkleber) und äußerlich eine tolle Figur abgeben, indem wir bestimmte Verhaltensweisen wie Rauchen, Trinken oder Fluchen unterlassen, Wenn all das nicht aus unserem Innersten entspringt, ist unser oder indem wir in die Gemeinde Glaube eine Mogelpackung. gehen und im Chor mitsingen. Sicher können wir als gute Christen wahrgenommen werden, wenn wir das richtige Aussehen und das passende »Zubehör« haben und uns korrekt verhalten. Aber wenn all das nicht aus unserem Innersten entspringt, ist unser Glaube eine Mogelpackung. Unser Ziel ist es, Jesus ähnlicher zu werden. Wenn wir die verändernde Gnade von Christus ablehnen, sind wir genauso wie die Pharisäer, die Jesus im Matthäusevangelium beschreibt:
Matth äusund23,27-28 Euch Schriftgelehrten Pharisäern wird es schlimm
ergehen. Ihr Heuchler! Ihr seid wie weiß getünchte Gräber – mit einer sauberen, ordentlichen Außenseite, doch innen voller Gebeine und Schmutz. Ihr gebt euch den Anschein rechtschaffener Leute, doch euer Herz ist voller Heuchelei und Gesetzesverachtung. (Matthäus 23,27-28)
Tatsache ist, dass Jesus Heuchelei verabscheut. Er möchte authentische Nachfolger. Er möchte, dass wir das widerspiegeln, was Paulus
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3. Ta g Seien Sie: ein Pilger Im Prinzip werden wir eher zu Schauspielern in einem Theaterstück als zu Pilgern auf einer Reise. Wir versuchen, uns so zu benehmen, wie wir es für angebracht halten. Manche von uns leben ihr Leben so, als sei es eine Kostümprobe für ein anderes Leben zu einer anderen Zeit. Jacques in Shakespeares »Wie es euch gefällt« sagt: »Die ganze Welt ist Bühne/Und alle Fraun und Männer bloße Spieler./Sie treten auf und gehen wieder ab,/Sein Leben lang spielt einer manche Rollen/Durch sieben Akte hin.«4 So romantisch das auch klingen mag, wir müssen daran denken, dass Sie und ich keine Schauspieler mit der Rolle »Christ« im Theaterstück »Leben« sind. Wir befinden uns auf einer sehr realen Reise dahin, wie Christus zu sein, und wir können den Weg dahin nicht einfach »spielen«. Jede Begegnung, die wir haben, ist Teil dieser Pilgerreise. Dazu gehört, wie wir auf neue Lebenssituationen reagieren, wie freundlich wir sind, an welchem Ärger wir festhalten und mit welcher Großzügigkeit wir handeln wollen. Sowohl die Herausforderungen als auch die Freuden des Lebens sind Teil des Veränderungsprozesses, der uns dahin führt, Christus ähnlicher zu werden. Ich bin in einem streng griechisch-orthodoxen Haushalt aufgewachsen und erinnere mich noch, dass mir jeden Sonntag gesagt wurde: »Christine, benimm dich in der Kirche, denn Gott sieht alles!« Ich lernte schnell, dass alles, was mit »Spaß« zu tun hatte, außerhalb der Kirche oder einer christlichen Veranstaltung stattfinden musste. Folglich unterteilte ich mein Leben in mehrere Bereiche und legte für ein paar Stunden am Sonntag oscarreife Auftritte als 4
2. Akt 7. Szene
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»Die christliche Christine« hin. Für den Rest der Woche war ich dann wieder ich selbst und lebte so, wie ich wollte. Erst als ich mein Herz Jesus wirklich unterworfen hatte, wurde mir klar, dass er in jeder Situation, jeden Tag bei mir ist, und nicht nur für ein paar Stunden am Sonntag. Mein Leben wurde dadurch verändert. Jetzt verstehe ich, dass alles wichtig und Gott überall bei mir ist. Bei meiner christlichen Reise geht es nicht um ein weit entferntes Ziel, sondern sie zeigt sich in den Details meines täglichen Lebens. Wenn ich mein Leben als Pilgerreise ansehe, nehme ich jeden Moment bewusst als Möglichkeit wahr, Jesus ähnlicher zu werden, statt auf ausgewählte Momente in meinem Leben zu warten, wenn ich die Bühne betrete und mich wie Jesus benehme.
Sela • Haben Sie sich schon einmal wie ein Christ benommen, obwohl Sie wussten, dass sich bei Ihnen innerlich eine ganze andere Geschichte abspielte? • Wenn Sie wirklich daran glauben würden, dass Jesus rund um die Uhr, an sieben Tagen der Woche bei Ihnen ist, würden Sie Ihre Art zu denken oder zu handeln ändern? Wenn ja, in welchen Bereichen? • Ist der Mensch, den die Leute in der Gemeinde an Ihnen sehen, der gleiche Mensch, den die Leute zu Hause, bei der Arbeit, in der Uni, etc. kennen? • Lesen Sie 1. Petrus 2,11-12 und denken Sie darüber nach, wie ein Leben als Pilger wirklich aussieht.
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