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Ein biografischer ReisefĂźhrer

Cornelia DĂśmer

Mit Martin Luther unterwegs

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Inhalt

Inhalt

Geleitwort

Vorwort der Autorin

VII IX

1. Die Wurzeln

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2. Eisenach und die Wartburg

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3. Erfurt – Luther als Student

21

4. Erlebnisse, die sein Leben veränderten

29

5. Wittenberg – Stadt der Reformation

39

6. Wittenberg – Ort der Begegnung

55

7. Luthers Kampf gegen den Ablass

71

8. Worms – das Bekenntnis Luthers

81

9. Augsburg – das Bekenntnis der Evangelischen Kirche

91

10. Torgau

97

Katharina von Bora Luthers Kinder Kurfürst Friedrich der Weise Melanchthon Spalatin Johann von Staupitz Lucas Cranach Bugenhagen

55 57 59 60 61 62 63 66

11. Eisleben – Luthers letzte Reise

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12. Luthers Gegner

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Inhalt

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Inhalt

Anhang

Lutherweg Informationen und Kontakte Links zu Luther und seinen Werken Zeittafel Bibliografie Bildnachweis Anmerkungen Legende zu den Karten

Infoboxen

Eisenach zu Luthers Zeit Die heilige Anna Elisabeth von Thüringen Erfurt im Spätmittelalter Die Augustiner Die Lutherrose – das Siegel Luthers Wittenberg im Spätmittelalter Kleidung zu Luthers Zeiten Luther und Bildung Ablass elektronisch Die 95 Thesen (Auswahl) Spuren von Luther in Leipzig Papst Leo X. Warum Kirchenlieder auch noch wichtig waren Essen und Trinken zu Luthers Zeit Reisen im Mittelalter

121

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Auf der Wartburg, deren Turm sich 2008 mit Ger端st pr辰sentiert, fand Luther Zuflucht und Zeit f端r seine Bibel端bersetzung.

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2. Eisenach und die Wartburg

In Eisenach fühlte Luther sich sehr wohl, sodass er bald von „Eisenach, seiner lieben Stadt“ sprechen konnte.

Eisenach zu Luthers Zeit Um 1500 dürfte Eisenach etwas mehr als 4 000 Einwohner gehabt haben. Die einstige Hauptstadt hatte ihre Bedeutung als Residenzstadt verloren. Der Anteil der Geistlichkeit war jedoch nach wie vor überdurchschnittlich hoch. Es existierten drei Pfarrkirchen: St. Nikolaus, das mit einem Kloster verbunden

war, St. Georg mit 16 Altären und Vikarsstellen und das Marienstift mit 20 Altären und Vikarsstellen. Weiterhin hatten Dominikaner, Franziskaner und Kartäuser Klöster in der Stadt. Insofern war das kirchliche Leben in der Stadt reichhaltig und vielfältig.

Seinen Lebensunterhalt verdiente Luther teilweise selbst, indem er vor den Häusern sang und dafür Brot erhielt. Dies war bei Schülern durchaus üblich und gewöhnte sie an Sparsamkeit. Heinrich Schalbe, von 1495 bis 1499 Bürgermeister der Stadt, nahm ihn später auf. Sein Sohn war nahezu im gleichen Alter wie Martin und besuchte zusammen mit ihm die Pfarrschule St. Georg, die nach der benachbarten Kirche benannt war. Hier nahm Luther teil an dem damals sehr intensiv gepflegten St.-Anna-Kult. Maßgeblich beteiligt war daran sein hoch geschätzter Lehrer Johannes Braun und dessen Schülerzirkel. Zu ihm hielt Luther noch nach seinem Eintritt ins Kloster Verbindung. Luthers tiefe katholische Frömmigkeit wurde zu dieser Zeit entscheidend geprägt.

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Das Lutherhaus Eisenach: Hier soll Luther während seiner PMGHBOH 8 Schulzeit gewohnt haben.

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den rĂśmischen Kalender aufnahm; 1584 bestimmte Papst Gregor XIII. ihren Festtag. Seit 1500 liegen angeblich 4BOEHBTTF Reliquien von Anna in DĂźren, weitere sollen in Wien und anderen Städten liegen. Anna gilt als Schutzpatronin JTUS gegen Gewitter. Um PMBden Annatag /JL herum beginnen die sommerlichen Hundstage, die bis in den August hinein andauern; diese Jahreszeit wird durch USB•F 2VFST den Aufgang des „Hundssterns“, des 2VFSTUSB•F Sirius im Sternbild des groĂ&#x;en Hundes bestimmt und zeichnet sich durch groĂ&#x;e Hitze und die damit einhergehenden .BSLUH Gewitter aus.4

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Anna wurde seit dem 6. Jahrhundert als Marias Mutter verehrt. Der Anna-Kult erreichte in Europa im späten Mittelalter seinen HÜhepunkt, als 1481 Papst Sixtus IV. den Gedenktag der Anna in

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Anna und Joachim waren nach apokryphen, d. h. unechten, Evangelien des 2. bis 6. Jahrhunderts die Eltern der Maria und somit die GroĂ&#x;eltern von Jesus. Ihre legendäre Lebensgeschichte ist dem alttestamentlichen Vorbild von Hanna und ihrem Sohn Samuel (1. Samuel 1-2) nachgezeichnet: Erst nach zwanzigjähriger kinderloser Ehe gebar Anna Maria.

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2. Eisenach und die Wartburg

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2. Eisenach und die Wartburg

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2. Eisenach und die Wartburg

Heute noch in Eisenach zu besichtigen: Lutherhaus Das Lutherhaus ist eines der ältesten erhaltenen Fachwerkhäuser Eisenachs. Es war lange Zeit im Besitz der Familie Cotta. Nach einer alten Überlieferung soll Martin Luther während seiner Eisenacher Schulzeit (1498 bis 1501) in diesem Haus gewohnt haben. Seit 1898 befand sich hier der „Lutherkeller“,

eine altdeutsche Gaststätte; die beiden Lutherstübchen konnten schon damals besichtigt werden. Nach Beseitigung der Bombenschäden des Zweiten Weltkrieges eröffnete die Thüringer Landeskirche 1956 in diesem Haus eine Luthergedenkstätte.

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2. Eisenach und die Wartburg

Wartburg

Lutherdenkmal

Die Wartburg gehörte dem Adelsgeschlecht der Ludowinger. Eine erste Erwähnung findet sich 1080. In den Jahren 1156 bis 1162 wurde der kulturhistorisch wertvolle Palast errichtet. Danach wechselten die Besitzer.

Es wurde 1895 von Adolf Donndorf errichtet und steht auf dem Karlsplatz.

Das Gebäude ist eine typische Abschnittsburg. Sie bestand ursprünglich aus vier Abschnitten, von denen heute nur noch die Vor- und die Hauptburg erhalten sind. Die Burg wurde oft belagert, aber nie erobert. Bekannt durch Luther und Elisabeth von Thüringen5, gilt die Wartburg als deutsches Nationaldenkmal.

Georgenkirche Die Georgenkirche ist die Hauptkirche im Zentrum von Eisenach. Hier predigte Martin Luther unmittelbar nach der von ihm begonnenen Reformation, wodurch sie zu einem der ältesten protestantischen Gotteshäuser überhaupt wurde.

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