Evelyn Herm und Theo Volland (Hg.)
Vier Töchter und ein arabischer Prinz … und weitere faszinierende Abenteuer mit Gott aus aller Welt
Inhalt Vorwort
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Die verlorenen Schafe Ein Kätzchen und das Evangelium Verrückt vor Glück Auf der Suche nach Gott Mitten im Bandenkrieg Gott hört deinen Notruf Klinisch bereits tot Chibembe aus Caluquembe Die große Wende Nacht der »Mutter aller Götter« Bipashas letzter Test Die Götter sind ertrunken Ein Hindu-Priester findet Frieden Es gibt die dunklen Mächte Verbrannte Zauberbücher Der Böse Blick »Oh Herr! Was jetzt?« Vom Hirtenjungen zum Medizinstudenten Eine Handvoll Reis Im Land der Mäen Er kam in der Nacht »Ja, Herr, hilf mir!« Keine Angst vor Fremden Ahmet öffnet die Tür Jagd auf die Elektrogeister Was tun mit einem »Fünf-Brote-und-zwei-Fische«-Sender? Anatas Flucht Wege durch die Wüste
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Vier Töchter, ein arabischer Prinz und ein außergewöhnlicher Pastor Wer bin ich? Die Familie – mein Missionsfeld Ganz normal – besonders gesegnet Eine Blume in der Wüste Wenn das Herz krank wird Das fliegende Haus Mit Jesus leben Ich schenk dir einen Esel Aus den Flammen gerettet Die Sache mit der Maschinenpistole Ehekrise im Indianerdorf Vertrauen wagen »Wir werden Kindermissionare!« Beerdigung auf dreitausend Metern Höhe Wenn Gott redet Gott reihte Wunder an Wunder Wenn Gott Krankheit zulässt Katias Geschichte Missionarskind sein dagegen sehr …? Einbrecher und Schokolade Wenn ein Junge stirbt Unfall im Weihnachtsrummel Weihnachten: Geburtsstunde der Weltmission Maria und Josef standen vor der Tür Der traurigste Tag Balokole: Ein Name, ein Lebensstil »Deren Gebete funktionieren …« Das Straßenkind und sein Geheimcode Mitten in Schmerzen mitten im Himmel
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Anatas Flucht Erika Keller (†) (früher Burkina Faso) Wasser aus dem Brunnen ziehen, mit Besuchern plaudern, Hirse zu feinem Mehl zerstampfen, die Gebote und Verbote des Islam befolgen, Ziegen tränken – das und mehr bestimmte Anatas Leben. Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Etwas Besonderes sind die bunten Markttage im Nachbarort. Anata ist eine fleißige, gehorsame junge Fulani-Frau. Ihr Vater ist stolz auf sie. Diesmal ist sonntags Markt. Anata beschließt, den Gottesdienst der Christen zu besuchen. Wochen später kommt sie wieder. Was für eine Freude strahlen diese Christen aus! Sie fühlt sich unwiderstehlich zu ihnen hingezogen. Dann erfährt sie vom großen Ausflug, den die junge Fulani-Gemeinde plant. In der Hauptstadt Ouagadougou soll eine christliche Konferenz für Fulanis aus ganz Burkina Faso stattfinden. Die junge Muslimin fasst ihren Entschluss: »Da gehe ich hin.« Ohne ihren Vater zu informieren − sie weiß, er wäre dagegen − reist sie mit. Was es da alles zu sehen gibt in der großen Stadt! Die Siebzehnjährige ist fasziniert. Besonders begeistert Anata, was sie bei der Konferenz erlebt: So viele Fulanis, die vorher Muslime waren, sind hier im Namen Jesu zusammen. Sie ist tief bewegt von den Liedern, den neuen Eindrücken, den Predigten und der Gemeinschaft. Anata entscheidet sich für ein Leben mit Jesus. Zu Hause erzählt sie zuerst zögernd, dann ohne Scheu, was sie auf ihrem großen Ausflug gesehen und erlebt hat. Abwartend hört ihr Vater zu. In seinem Herzen ist er besorgt und traurig. Seine geliebte Tochter ist dem Islam untreu geworden. Was für eine Tragik! 94
Die junge Frau wird von ihrer Familie beschimpft. Doch Anata folgt Jesus treu nach. Sie lässt keinen Gottesdienst aus. Zu Hause spitzt sich die Lage zu. Aufgebracht droht ihr der Vater: »Wenn du weiter zu den Christen gehst, breche ich dir deine Beine.« Trotzdem schleicht sich die mutige junge Frau jeden Sonntag vor Sonnenaufgang aus der Hütte. Eines Tages wird Anata gezwungen, einen Islamlehrer zu heiraten. Sie steht harte Kämpfe durch. Nach sechs Tagen ist sie völlig am Ende und beschließt, von zu Hause zu fliehen. Die Flucht gelingt, und Anata findet Unterschlupf bei einer Pastorenfamilie. Als ihr Vater herausfindet, wo sich seine Tochter aufhält, ist er außer sich vor Zorn und übt ungeheuren Druck auf sie aus. Auch die Gemeinde wird hart auf die Probe gestellt. Nach Gebet und Beratung sieht man keinen anderen Weg, als die junge Frau weit entfernt an einen sicheren Ort zu bringen. Wird sie dem großen Druck ihrer Familie standhalten und in ihrem Glauben an Jesus wachsen und stark werden? Wenn du durch Wasser gehst, werde ich bei dir sein. Ströme sollen dich nicht überfluten! Wenn du durch Feuer gehst, wirst du nicht verbrennen; die Flammen werden dich nicht verzehren! Denn ich bin der Herr, dein Gott. Jesaja 43,2.3a
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Vier Töchter, ein arabischer Prinz und ein außergewöhnlicher Pastor Joseph und Brigitte Lokudu (Kenia) Als sie 15 Jahre alt war, wurde sie mit einem älteren Mann, einem strengen Muslim, verheiratet. Vier Töchter brachte Suma zur Welt, aber keinen Sohn. Mit jeder Tochter, die sie gebar, verachtete ihr Mann sie mehr. Sie war ohnehin nur sein Lustobjekt, aber keine Frau, die er liebte. Er machte ihr das Leben so zur Hölle, dass sie beschloss zu fliehen. Eines Tages gab sie vor, auf den Markt zu gehen, um einzukaufen. Dann, als sie sicher war, dass sie niemand sehen würde, verschwand sie in einem Bus, der sie zur nächstgrößeren Stadt bringen sollte. Auf abenteuerlichen Wegen gelang Suma die Flucht von Kenia nach Saudi-Arabien. Im prachtvollen Palast eines Sultans fand sie eine Anstellung. Von Tag zu Tag wuchsen jedoch die Sorgen um ihre Kinder, die sie in Kenia zurückgelassen hatte. Ob es den Mädchen wohl gut ging? Suma fiel in eine schwere Depression. Fünfmal am Tag betete sie zu Allah und versuchte, sich durch ihre Arbeit abzulenken, doch ihre Sehnsucht nach den Kindern wurde unerträglich. Verzweifelt schrie sie zu Gott: »Wenn es dich gibt, du Gott der Christen, dann zeige dich mir!« Plötzlich war sie von einem tiefen Frieden erfüllt. Sie wusste: Es gibt einen lebendigen Gott, auch wenn sie ihn noch nicht kannte. Kurz darauf sprach eine junge Frau Suma an, ob sie mit ihr beten wolle. Sie war Christin und arbeitete ebenfalls im Palast des Sultans. Voller Freude und mit großer Erwartung sagte Suma zu. Von dieser jungen Frau hörte sie zum ersten Mal von Jesus. 101
Zur gleichen Zeit schilderte Sumas Schwester in Kenia einem Pastor Sumas schlimme Situation. Obwohl er sie nicht kannte, betete er ab da täglich für sie. Eines Tages bemerkte der Prinz, dass seine junge Dienerin Probleme hatte. Nachdem sie ihm ihre ganze traurige Geschichte erzählt hatte, ermöglichte er ihren Rückflug nach Kenia. Wie war sie glücklich, endlich konnte sie ihre Töchter wiedersehen! Zu Hause machte ihre Schwester sie auch mit dem Pastor bekannt, der so treu für sie betete. Suma war sprachlos. Sie hatte einen weißen, hochgewachsenen Mann erwartet, wie sie sich »die Christen« vorstellte. Dieser Mann aber war völlig anders. Er war Inder und saß im Rollstuhl. Mit freundlichen Worten begrüßte der Pastor Suma. Dann sprach er mit ihr über Jesus. »Es hat lange gedauert, bis ich Gottes Wort verstanden habe«, erzählt Suma. »Ich bin überwältigt von der Macht des Gebets, über Meere und Kontinente hinweg, und von der Treue dieses Pastors, der für mich gebetet hat. Endlich bin ich zur Ruhe gekommen. Ich habe ein neues Zuhause gefunden, eine Heimat in Jesus. Eigenartig − die Gewissheit, dass Jesus lebt, empfand ich schon in Saudi-Arabien, obwohl ich kaum etwas von ihm wusste. Dass ich bei ihm geborgen bin, macht mich sehr glücklich.« Freut euch im Herrn. Ich betone es noch einmal: Freut euch! Lasst alle sehen, dass ihr herzlich und freundlich seid. Denkt daran, dass der Herr bald kommt. Philipper 4,4.5
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Frauen aus Kenia
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