ISRAEL | 1
ISRAEL VON A BIS Z
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INHALT | 3
INHALT 1.
Geschichte
5
2.
Der Staat
73
3.
Land und Leute
101
4.
Gesellschaft
131
5.
Gesundheits- und Sozialwesen
153
6.
Bildung und Erziehung
167
7.
Wissenschaft und Technologie
183
8.
Wirtschaft
199
9.
Kultur
231
10. Israel unter den Nationen
293
11. Häufig gestellte Fragen
305
12. Historische Reden
325
342
Quellennachweise
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INHALT | 5
1. Geschichte Das Zeitalter der Bibel
8
Die Fremdherrschaft
14
Der Staat Israel
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Der Friedensprozess
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Wichtige historische Daten im Überblick
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INHALT | 7
1. Geschichte Die Heimat des jüdischen Volkes ist das Land Israel (Erez Israel). Hier ereignete sich ein großer und entscheidender Teil seiner langen Geschichte, von welcher die Bibel die ersten tausend Jahre aufzeichnet. Hier bildete sich seine kulturelle, religiöse und nationale Identität; und hier behielt das jüdische Volk eine ununterbrochene Präsenz, auch in den langen Jahrhunderten, als die Mehrheit des Volkes im Exil leben musste. In all den Jahren seiner Zerstreuung hat das jüdische Volk die Bande zu seinem Land nie durchschnitten oder vergessen. Mit der Errichtung des Staates Israel 1948 wurde nach zwei Jahrtausenden die jüdische Unabhängigkeit wiederhergestellt.
Gedenke der vorigen Zeiten und hab acht auf die Jahre von Geschlecht zu Geschlecht ... 5. Mose 32,7
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Ausschnitt einer kolorierten mittelalterlichen Karte der Stämme Israels
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8 | 1. Geschichte Der Erzvater Abraham erblickt das verheißene Land (Holzschnitt von Schnorr von Carolsfeld, 1860).
Das Zeitalter der Bibel Die Erzväter (circa 17. Jh. v. Chr.) Die Geschichte der Juden beginnt vor etwa 4 000 Jahren (circa 17. Jh. v. Chr.) mit den Erzvätern – Abraham, seinem Sohn Isaak und seinem Enkel Jakob. In Mesopotamien ausgegrabene Dokumente aus der ersten Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. bestätigen die biblischen Berichte über die nomadische Lebensweise der Erzväter. Das erste Buch Mose erzählt, wie Abraham aus Ur in Chaldäa nach Kanaan gerufen und zum Gründer eines neuen Volkes mit dem Glauben an den Einen Gott berufen wurde. Als in Kanaan eine Hungersnot ausbrach, zogen Jakob (Israel), seine zwölf Söhne und deren Familien nach Ägypten und ließen sich dort nieder, wo ihre Nachkommen schließlich in die Sklaverei gerieten und zur Zwangsarbeit verpflichtet wurden. Mose von Michelangelo (San Pietro in Vincoli, Rom)
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Das Zeitalter der Bibel | 9
Auszug aus Ägypten und Landnahme (circa 15./13.–12. Jh. v. Chr.) Nach 400 Jahren der Sklaverei führte Mose, wie die Bibel erzählt, in Gottes Auftrag die Israeliten aus Ägypten heraus und zurück in das ihren Vätern verheißene Land Israel. In den vierzig Jahren ihrer Wanderung durch die Wüste Sinai wurden die Israeliten zu einer Nation zusammengeschweißt. Dort erhielten sie auch die Thora, das Gesetz des Mose (Pentateuch) mit den Zehn Geboten, die ihrem monotheistischen Glauben Form und Inhalt verlieh. Der Auszug aus Ägypten, dessen Datierung unsicher ist und angesichts dessen sowohl eine frühe Datierung 1446 v. Chr. als auch eine späte 1300 v. Chr. diskutiert wird, hinterließ eine unauslöschliche Spur im Gedächtnis des jüdischen Volkes und wurde zum Symbol der Befreiung. Jedes Jahr begehen die Juden zur Erinnerung an diese Zeit die Feste Pessach (Passafest), Schawuot (Wochenfest, zur Erinnerung an die Sinai-Offenbarung) und Sukkot (Laubhüttenfest). In den folgenden zwei Jahrhunderten eroberten die Israeliten den größten Teil des Landes Israel, gaben ihre nomadische Lebensweise auf und ließen sich als Bauern und Handwerker nieder. Es folgte eine gewisse wirtschaftliche und soziale Festigung. Die Zeiten relativen Friedens wurden jedoch immer wieder von Kriegen unterbrochen, in denen sich das Volk um Führer, die sogenannten »Richter«, scharte. Die Richter wurden aufgrund ihrer politischen und militärischen Fähigkeiten und ihrer Führungseigenschaften berufen. Die eher lose Stammesorganisation der Israeliten zeigte Schwächen gegenüber der von den Philistern ausgehenden Bedrohung (einem seefahrenden Volk aus Kleinasien, das sich an der Mittelmeerküste festgesetzt hatte). Von daher wuchs der Wunsch nach
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»Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.« 4. Mose 5,24-26
Eine winzige silberne Schriftrolle aus dem 7. Jh. v. Chr., die in Jerusalem gefunden wurde. Sie enthält den priesterlichen Segen.
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