Mach dich bereit für Veränderung
Vor Jahren stand ich mit unseren beiden Kindern Jonathan und Alexandra in einer langen Schlange vor einem sehr beliebten Fahrgeschäft in einem Vergnügungspark. Zuerst standen alle in einer Reihe, doch als wir näher an das Fahrgeschäft herankamen, ging es in einen kleinen Raum, der etwa sechs mal sechs Meter groß war. Wir waren als Erste drin und liefen weiter zu den Eingangstüren. Während wir voller Vorfreude dort standen, weil wir wussten, dass wir die besten Plätze bekommen würden, drängten sich weitere Leute hinter uns. Ich versuchte höfl ich, unsere Position an vorderster Front zu halten, doch ein paar Teenager schlängelten sich geschickt an uns vorbei. Dann kamen noch einige dazu, und dann noch einige und immer noch mehr.
Wir wurden schließlich ganz nach hinten in den Raum gedrängt, genau dorthin, wo wir ursprünglich hineingekommen waren. Ich versuchte, mich davon nicht ärgern zu lassen. Schließlich waren wir dort, um Spaß zu haben. Eine junge Mitarbeiterin kam heraus und stellte sich vor die Eingangstür. Sie begrüßte alle und sagte, dass wir gleich in das Fahrgeschäft einsteigen könnten. Sie gab uns Anweisungen bezüglich des Einstiegs.
Dann sagte sie: »Okay, wir sind bereit. Drehen Sie sich nun um und gehen Sie durch dieselbe Tür wieder hinaus, durch die Sie
gekommen sind.« Genau dort standen wir. Plötzlich wurden die Letzten zu den Ersten!
Genauso braucht Gott nur die Richtung zu ändern, und du wirst von hinten nach vorne gelangen. Eine Berührung durch seine Gunst kann dich von deiner erwarteten Position glatte fünfzig Jahre weiter nach vorne versetzen. Du könntest im Büro eine untergeordnete Funktion innehaben, du machst deinen Job, gibst dein Bestes, ehrst Gott, und plötzlich kann sich alles ändern. Eine gute Chance, eine Idee, eine Person, die dich mag, und plötzlich blickst du auf und fi ndest dich in einem Spitzenjob wieder. Du hast es nicht kommen sehen. Die Dinge haben sich einfach so ergeben. Was ist passiert? Du hast gerade eine Wende erlebt. Gott kann dafür sorgen, dass Gelegenheiten den Weg zu dir fi nden. Er hat unerwartete Segnungen, bei denen du plötzlich die richtige Person triffst; oder deine Gesundheit bessert sich schlagartig; oder du bist auf einmal in der Lage, dein Haus abzubezahlen. Das ist Gott, der die Dinge zu deinen Gunsten verschiebt. Was früher ein Kampf war, ist jetzt nicht mehr mühsam. Was eigentlich Jahre hätte dauern müssen, ist in einem Bruchteil dieser Zeit geschehen. Vielleicht fühlst du dich im Moment wie festgefahren. So, als könntest du nie einen bestimmten Traum verwirklichen, nie ein vorhandenes Problem überwinden. Es geht einfach schon zu lange so. Du hast zu viele Gelegenheiten verpasst. Doch Gott sagt: »Mach dich bereit. Ich bin dabei, die Dinge zu verändern.« Es werden sich Türen für dich öff nen, die sich in der Vergangenheit nicht geöff net haben. Diejenigen, die gegen dich waren, werden plötzlich ihre Meinung ändern und für dich sein. Probleme, die dich jahrelang verfolgt haben, werden sich auf einmal wenden. Du stehst vor einer Veränderung. Weil du Gott geehrt hast, wird er dich in eine Position bringen, die du aus eigener Kraft nie hättest erreichen können. Es liegt nicht nur an deiner Ausbildung, nicht
Manchmal brauchst du jemanden, der Glauben und Sieg in dein Leben hineinspricht. Worte haben schöpferische Kraft. Wenn du sie in deinen Geist aufnimmst, können sie in deinem Inneren Samen des Wachstums zum Keimen bringen. Das ist der Grund, warum ich dieses Buch geschrieben habe. Du wurdest nicht geschaffen, um dich mit einem durchschnittlichen, wenig lohnenden oder unerfüllten Leben zu begnügen. Gott hat dich geschaffen, damit du deine Spuren in dieser Generation hinterlässt. Du hast Gaben und Talente, die du noch nicht erschlossen hast. Es liegen noch neue Ebenen deiner Bestimmung vor dir. Doch der Ausbruch aus deinem jetzigen Leben beginnt in deinem Denken. Wenn du die hier erläuterten Schlüssel in die Tat umsetzt, indem du Raum für Wachstum schaffst, Gottes Gunst erwartest, kühn betest und die richtige Perspektive bewahrst, dann wird Gott eine Flut seiner Güte freisetzen, die dich über die Grenzen der Vergangenheit hinaus in das außergewöhnliche Leben befördert, für das du geschaffen wurdest.
Ich versuche nicht, dir lediglich ein gutes Gefühl zu verschaffen. Ich verkünde: »Eine Wende wird kommen.« Eine Wende in deiner Gesundheit. Eine Wende in deinen Finanzen. Eine Wende in einer persönlichen Beziehung. Es mag im Natürlichen nicht so aussehen, doch wir dienen einem übernatürlichen Gott. Er ist dabei, seinen Atem auf neue Art und Weise in deine Richtung strömen zu lassen.
Die Feinde, die du in der Vergangenheit gesehen hast, wirst du nicht mehr sehen. Die Abhängigkeiten und schlechten Gewohnheiten, die dich bisher zurückgehalten haben, werden durchbrochen. Gottes Gunst wird auf neue Weise freigesetzt. Sie wird
AUS! nur an deinem Talent oder an der Familie, aus der du kommst. Es ist die Hand Gottes, die dich auf eine neue Ebene deiner Bestimmung hebt.
dich vorwärts katapultieren. Wofür du eigentlich vierzig Jahre gebraucht hättest, wird Gott in einem Sekundenbruchteil bewerkstelligen.
Dieser Wandel bedeutet Beschleunigung. Die damit verbundene Veränderung wird dich dorthin bringen, wohin du aus eigener Kraft nicht hättest gelangen können. Sie überwindet, was ein medizinischer Befund als unmöglich eingestuft hat. Die Veränderung lässt dich erleben, dass dein widerspenstiges Kind seine Einstellung ändert und wieder auf den richtigen Kurs kommt. Die Veränderung bewirkt, dass du dein bestes Jahr erlebst, obwohl die Umstände dir ein schlechtes Jahr bescheren sollten. Die Veränderung bedeutet zu erfahren, dass Gott nicht nur für uns sorgt, sondern dass er alles Vorstellbare bei Weitem übertrifft.
Deine neue Haltung sollte sein: »Gott, ich bin bereit. Ich setze dir keine Grenzen mehr. Ich erweitere meine Vision. Ich sehe vielleicht keinen Weg, aber ich weiß, dass du einen Weg hast. Ich erkläre, dass ich in einen Wandel eintrete.«
Du solltest Türen überprüfen, die dir in der Vergangenheit verschlossen waren. Die Dinge haben sich geändert. Dein Traum, ein neues Unternehmen zu gründen, wieder zu studieren oder eine Missionsreise zu machen, hat sich vielleicht beim ersten Mal nicht erfüllt, aber das macht nichts. Es hat dich für diese Zeit vorbereitet. Gib nicht auf. Heute ist ein neuer Tag. Die Situation hat sich verändert. Verfolge wieder deinen Traum.
Wenn Gott seinen Atem in deine Richtung strömen lässt, ändern Menschen ihre Meinung. Verschlossene Türen öff nen sich plötzlich. Aus einem Nein wird ein Ja. Aus »Nicht jetzt« wird »Das ist deine Zeit«.
Ich kenne einen Bauleiter, der nach fünfundzwanzig Jahren ununterbrochener Beschäft igung bereits seit drei Jahren arbeitslos war. Er hatte eine sehr gute Position in einem erfolgreichen
Unternehmen innegehabt, als jedoch die Rezession einsetzte und das Baugewerbe rückläufig wurde, musste seine Firma ihn entlassen. Monat für Monat ging er zu einem Vorstellungsgespräch nach dem anderen, doch ohne Erfolg. Schließlich nahm er eine wesentlich schlechter bezahlte Stelle in einer Kleinstadt an und musste dafür eine mehrstündige tägliche Fahrtzeit in Kauf nehmen. Das belastete seine Gesundheit, seine Ehe und seine Ersparnisse. Es schien, als würde sich seine berufl iche Situation nicht mehr ändern. Doch etwa sechs Monate später rief sein ehemaliger Chef an und fragte: »Hey, bist du bereit, wieder anzufangen?«
Seine alte Firma hatte den größten Auft rag ihrer Geschichte an Land gezogen. Er bekam nicht nur seinen Arbeitsplatz zurück, sondern auch alle damit verbundenen Zusatzleistungen. Früher musste er durchs ganze Land reisen. Jetzt arbeitet er dauerhaft vor Ort. Außerdem wurde sein Gehalt deutlich angehoben. Er sagte: »Das übersteigt und übertrifft über die Maßen alles, was ich mir hätte vorstellen können.«
Was war passiert? Er hatte eine Wende erlebt. Plötzlich änderten sich die Dinge zu seinen Gunsten. Ein Telefonanruf. Ein Auft rag. Diese eine gute Gelegenheit. Er wechselte von knapp über die Runden kommen zu mehr als genug haben.
Jetzt musst du dich bereit machen. Solcherart Veränderungen liegen auch in deiner Zukunft.
Die Israeliten waren viele Jahre lang versklavt und wurden von ihren Peinigern übel geschunden. Sie wurden gezwungen, lang und hart zu arbeiten, und bekamen weder ausreichend Ruhe noch Nahrung. Wenn sie ihre Quoten nicht erfüllten, wurden sie mit Ruten geschlagen. Das war äußerst ungerecht. Doch eines Tages holte Gott sie durch eine Reihe von Ereignissen auf übernatürliche Weise heraus. In der Bibel heißt es, dass Gott ihnen bei ihrem Auszug bei ihren Feinden »Gunst verschafft« hat (2Mo 12,36 lut).
Man beachte, dass Gott ihnen diese Gunst verschafft hat. Dieselben Leute, die sie jahrelang unterdrückt hatten, dieselben Feinde, die sie zu Boden gestoßen und misshandelt hatten, änderten plötzlich ihre Einstellung. Sie sagten in gewisser Weise: »Wir haben beschlossen, dass wir euch jetzt mögen. Wir wollen gut zu euch sein.«
Bevor die Israeliten aufbrachen, übergaben ihnen ihre Unterdrücker Gold, Silber und Juwelen aus dem eigenen Besitz. Was war passiert? Die Israeliten erlebten einen Wandel. Gott änderte die Haltung ihres Feindes. In den Sprüchen Salomos heißt es, dass Gott das Herz eines Königs umstimmen kann. Wir sind vielleicht nicht in der Lage, die Gedanken der Menschen zu ändern, Gott hingegen schon. Er lenkt das ganze Universum.
Vielleicht gibt es solche Menschen auch in deinem Leben, einige, die dich nicht mögen, einen Chef, mit dem man nur schwer zurechtkommt, oder ein Familienmitglied, das sich respektlos verhält. Schnell lässt man sich da entmutigen und denkt: »So wird es immer sein. Sie werden immer gegen mich sein.«
Nein, bleib im Glauben. Gott hat eine Veränderung im Sinn. Gott weiß, wie er diese Leute dazu bringen kann, dich zu mögen. Gott kann sie dazu veranlassen, dich in einem neuen Licht zu sehen. Sie mögen jahrelang gegen dich gewesen sein, doch wenn Gott die Dinge ändert, werden sie alles tun, um sich dir gegenüber wohlwollend zu zeigen. Anstatt dich zu behindern, werden sie dir helfen.
Kurz gesagt: Gott wird nicht zulassen, dass dich irgendjemand vom Eintritt in deine Bestimmung abhält. Andere mögen größer, stärker oder mächtiger sein, aber Gott weiß, wie er die Dinge zurechtrücken und dich dorthin bringen kann, wo du sein sollst.
Ich habe einen Freund, der für jemanden arbeitete, den er nie mochte. Niemand im Unternehmen mochte diesen jungen Vorgesetzten, der herablassend war und Jahr um Jahr ständig für
Frustration sorgte. Zunächst sah es so aus, als könnte dieser junge Mann durchaus noch weitere zwanzig oder dreißig Jahre als Vorgesetzter in diesem Unternehmen tätig sein. Mein Freund hat eine gute Lebenseinstellung, doch tief in seinem Inneren dachte er: Diesen Kerl auf Dauer ertragen zu müssen, wird eine echte Qual sein. Ich weiß nicht, ob ich das aushalten kann.
Dann, eines Morgens, als er zur Arbeit kam, berief die Geschäftsführung eine Mitarbeiterversammlung ein. Man informierte die Belegschaft darüber, dass die Frau des jungen Vorgesetzten aus berufl ichen Gründen in einen anderen Staat versetzt worden war. Der unbeliebte Vorgesetzte hatte an diesem Morgen seine Kündigung eingereicht.
Die Hälfte des Personals fiel auf die Knie und richtete ein Dankgebet an Gott! Was war geschehen? Eine göttliche Veränderung. Plötzlich wandelte Gott die Situation.
Hör auf, dir über diejenigen Sorgen zu machen, die versuchen, dich zu blockieren. Gott weiß, wie er die hinderlichen Menschen aus deinem Leben entfernen und die richtigen Menschen hineinbringen kann. Und selbst wenn Gott sie nicht entfernt, so steht in den Psalmen, dass du mit ihm »Scharen überrennen und Mauern überspringen« kannst (Ps 18,30 eü).
Gott kann dafür sorgen, dass du über sie hinwegsteigst, um sie herum gehst oder sogar durch sie hindurch; so oder so wird er dich dorthin bringen, wo du sein sollst. Die Wahrheit ist, dass du nur einen Schritt davon entfernt bist, einen Traum wahr werden zu sehen. Einen Schritt davon entfernt, dein Haus abzubezahlen. Einen Schritt davon entfernt, die Besserung deiner Gesundheit zu erleben. Einen Schritt davon entfernt, die richtige Person zu treffen. So heißt es bei Jesaja: »Dies ist das Jahr, in dem Gott handelt.« Nicht nächstes Jahr. Nicht in fünf Jahren. Nicht im süßen Jenseits. Dies ist das Jahr, in dem Gott die Dinge zu deinen Gunsten ver-
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ändern wird. Er ist dabei, alles zu arrangieren. Was du aus eigener Kraft nicht schaffen könntest, wird Gott dich erreichen lassen. Es wird größer sein, als du dachtest. Es wird schneller geschehen, als du es dir vorgestellt hast, und es wird lohnender sein, als du es dir je erträumt hast.
In 1. Mose 48 wird von Jakob als altem Mann erzählt, der dem Tod da schon sehr nahe war. Sein Sohn Josef besuchte ihn, um sich von ihm zu verabschieden. Er und sein Vater hatten ein inniges Verhältnis. Josef war Jakobs Lieblingskind. Er war der jüngste Sohn. Du erinnerst dich vielleicht an ihn als das Kind, dem Jakob den bunten Mantel schenkte.
Eine Zeit lang hatte Jakob geglaubt, Josef sei tot. Der Vater war sehr traurig, bis er erfuhr, dass Josef noch am Leben war und in Ägypten lebte. Sie fanden sich wieder, als Jakob kurz davor war, zu sterben. Josef stand mit seinen beiden Söhnen Manasse und Ephraim, Jakobs Enkeln, vor ihm.
Jakob sagte: »Josef, ich will deine Söhne segnen, als wären sie meine eigenen Kinder.«
In jenen Tagen gab die rechte Hand immer den größten Segen. Dieser gehörte dem erstgeborenen Sohn. Das war die Tradition. Josef platzierte also seinen ältesten Sohn, Manasse, zu Jakobs rechter Hand und seinen jüngeren Sohn, Ephraim, zu seiner linken.
Jakob war fast blind. Als er den Segen erteilen wollte, kreuzte
Jakob seine Hände und legte seine Rechte auf den jüngeren Sohn Ephraim und seine Linke auf Manasse, den älteren Sohn.
Josef sagte: »Nein, Papa. Du kannst es nicht sehen, aber ich hatte sie genau richtig platziert. Ich habe Manasse zu deiner Rechten aufgestellt. Er hat es verdient. Gib ihm den größeren Segen.«
Da sagte Jakob etwas sehr Interessantes. Es gibt uns einen Einblick in das Wesen unseres Gottes. Er sagte: »Nein, Josef. Ich habe meine Hände mit Absicht gekreuzt. Ephraim mag an zweiter Stelle
So ist unser Gott. Er hat Veränderungen für deine Zukunft vorgesehen, die dich in Positionen bringen, die du dir nicht verdient hast, für die du dich nicht qualifiziert hast oder für die du nicht der Nächste in der Reihe warst. Vielleicht warst du nicht der Ranghöchste, doch so wie bei Ephraim wird Gott seine Hände überkreuzen und sagen: »Ich werde dich von hinten nach vorne befördern, von nicht qualifiziert zu plötzlich doch qualifiziert, von geringgeschätzt oder missachtet zu geehrt –einflussreich und glaubwürdig.«
Wenn du aufsteigst, werden sich einige Leute daran stören. Sie werden denken: »Das ist nicht fair. Ich habe härter gearbeitet. Ich habe ein höheres Dienstalter.« Doch in Wahrheit liegt es nur an der Güte Gottes. Er sagte, denjenigen, die ihn achten, würde er Häuser geben, die sie nicht bauen mussten. Sie würden von Weinbergen ernten, die sie nicht angelegt haben (5Mo 6,11).
Das ist Gott, der seine Hände überkreuzt und dir gibt, was du dir eigentlich erst über Jahre hinweg hättest verdienen müssen. Gott sagt zu dir, was Jakob zu Ephraim sagte: »Ich werde dich absichtlich segnen. Ich werde dich aufsteigen lassen. Ich werde deine Träume beschleunigen. Ich werde dir geben, was du nicht verdient hast. Ich werde dich in eine Position versetzen, die du aus eigener Kraft nie hättest erreichen können.«
Jeder von uns kann Einwände finden: »Joel, das gilt nicht für mich heute. Ich bin nicht qualifi ziert. Ich habe zu viele Fehler gemacht. Ich habe nicht das Talent, die Größe, die Persönlichkeit, das Selbstvertrauen.«
BRICH AUS! gekommen sein, er mag im Hintergrund gestanden haben, er mag es nicht verdient haben. Er hat sich nicht dafür qualifi ziert. Er ist nicht der Nächste in der Reihe, doch ich versetze ihn in eine neue Position. Ich bringe ihn von ganz hinten nach ganz vorne. Ich werde ihm geben, was er nicht verdient hat.«
Gott sagt: »Ich weiß das alles. Ich habe dich erschaffen, aber ich bin im Begriff, meine Hände zu kreuzen und dich so zu segnen, dass jeder wissen wird, dass ich es bin und nicht du.« Rede es dir also nicht selbst aus.
Mose sagte: »Gott, nicht ich. Ich stottere. Ich kann nicht zum Pharao gehen und mit ihm reden.«
Gott sagte: »Mose, mach dir keine Sorgen. Ich kreuze meine Hände. Ich gebe dir, was du brauchst.«
Gideon sagte: »Gott, ich komme aus der ärmsten Familie. Ich bin der Geringste hier. Ich kann diese Armee nicht anführen.«
Gott sagte: »Gideon, mach dir keine Sorgen. Ich kreuze meine Hände. Du erlebst jetzt eine Veränderung. Ich werde dich von hinten nach vorne versetzen.«
David hätte sagen können: »Gott, ich bin zu schmächtig, zu jung, zu unerfahren. Es gibt eine ganze Armee fähiger, erfolgreicher und selbstbewusster Krieger, die es mit Goliat aufnehmen können.«
Und Gott hätte erwidert: »David, ich weiß das. Ich hätte sie auswählen können, aber ich kreuze meine Hände. Ich befördere dich aus dem Hintergrund in den Vordergrund, vom Hirtenfeld auf das Schlachtfeld, bis hin zum Thron.«
Esther hätte sagen können: »Gott, ich kann da nicht reingehen und mit dem König reden. Er wird mich nicht anhören. Ich bin eine Waise. Ich habe keinen Einfluss.«
Und Gott hätte daraufh in gesagt: »Esther, mach dir keine Gedanken. Ich gebe dir Rückendeckung. Ich kreuze meine Hände. Ich werde dir Respekt, Glaubwürdigkeit und Achtung verschaffen, die du dir nicht verdient hast, für die du nicht gearbeitet hast.«
Eine Veränderung steht bevor! Auf welcher Ebene du dich auch gerade befi ndest, Gott ist im Begriff, seine Hände zu kreuzen und dich in eine Position zu befördern, die du aus eigener Kraft niemals
Warum beginnst du nicht, eine noch nie dagewesene Gunst zu erwarten und daran zu glauben, dass Gott etwas Neues in deinem Leben tun wird? Ich weiß, dass du so wie auch ich sagen kannst, dass Gott gut zu dir gewesen ist. Du bist gesegnet und gesund, du hast eine gute Familie und einen tollen Job, und das ist alles perfekt. Aber ich kann dir sagen, dass du noch lange nicht alles gesehen hast!
Gott hat Veränderungen in deiner Zukunft, die du nicht glauben würdest, wenn er sie dir jetzt zeigen würde. Es übersteigt jedes Maß und übertrifft alle Erwartungen. Du denkst, dass du jetzt schon auf vollen Touren läufst, doch wenn du nur wüsstest, was Gott auf Lager hat. Du hast gewissermaßen erst den zweiten Gang eingelegt. Du machst Fortschritte. Du bist gesund. Du kommst voran. Gott ist jedoch im Begriff, dich aus dem zweiten Gang, den dritten und vierten überspringend, direkt auf Höchstgeschwindigkeit zu bringen. Du wirst die überragende Größe von Gottes Gunst erfahren.
Weil du Gott geehrt hast und Vortreffl ichkeit und Integrität dein Leben bestimmen, wird Gott dich über deine Schulbildung, deine Ausbildung und dein Einkommen hinausführen, weit über das hinaus, was irgendjemand sonst in deiner Familie vor dir erreicht hat. Diese Veränderung wird dich an einen Punkt bringen, an dem du zurückblickst und sagst: »Wow, Gott. Du hast mich mit deiner Güte in Erstaunen versetzt.«
Als die Israeliten in der Wüste auf dem Weg ins verheißene Land waren, bekamen sie jeden Tag Manna zu essen. Es war ähnlich wie Brot. Nach einer Weile wurden sie dessen überdrüssig. Sie beschwerten sich bei Mose, dass sie kein Fleisch zu essen hatten. Mose erzählte Gott von ihrem Anliegen. Gott sagte: »Mose, ich
22 BRICH AUS! hättest erreichen können. Er wird dir geben, wofür du gar kein Anwärter warst.
werde euch Fleisch geben, nicht für einen Tag oder fünf Tage oder zwanzig Tage, sondern für einen ganzen Monat.«
Mose sagte: »Gott, das ist unmöglich. Es gibt hier draußen zwei Millionen Menschen. Selbst wenn wir alle unsere Schafe und Rinder schlachten würden, hätten wir nicht so viel Fleisch.«
Gott antwortete: »Mose, gibt es eine Grenze für meine Macht?«
Er wollte damit sagen: »Nur weil du keinen Weg siehst, Mose, heißt das nicht, dass ich keinen Weg habe. Ich muss nur ein paar Dinge umarrangieren, und schon kann ich es geschehen lassen.«
Genau das tat Gott. In 4. Mose 11,31 heißt es: »Danach ließ der HERR einen Wind aufkommen, der Wachteln vom Meer herübertrieb. Die Wachteln fielen beim Lager auf den Boden.«
Beachte, wie gut Gott zu seinen Kindern ist. Sie mussten nicht einmal losziehen und jagen oder fischen. Die Wachteln kamen zu ihnen. Sie mussten nur aus ihrem Zelt treten und so viele Wachteln auflesen, wie sie wollten.
Was will ich damit sagen? Gott weiß, wie er die Dinge so lenken kann, dass der Segen zu dir kommt. Die richtigen Leute suchen dich auf. Gute Gelegenheiten fi nden dich.
Ich habe einen Freund, der für ein Profisport-Team arbeitet. Er ist nicht in der Gemeinde aufgewachsen. Er begann, unsere Sendung zu sehen und übergab sein Leben Christus. Er beschloss, sich eine gute, bibeltreue Gemeinde zu suchen. Bis dahin hatte er immer nur sehr legere Kleidung getragen – T-Shirts und Jeans, dazu Sportschuhe. Er ging also in diese Gemeinde und man nahm ihn dort sehr gut auf. So wie bei uns, spielte die Art der Kleidung keine Rolle, doch er hatte das Bedürfnis, sich für den Gottesdienst in Schale zu werfen. Er hatte noch nie einen Anzug besessen. Er ging ins Einkaufszentrum und sah sich verschiedene Anzüge an, aber sie kosteten alle mehr, als er ausgeben wollte. Er hätte sie sich durchaus leisten können. Er war nur sehr sparsam.
Eines Tages machte er eine Besorgung und traf zufällig diesen Mann. Sie kamen ins Gespräch. Dieser Mann fand heraus, dass mein Freund für ein Profi-Sportteam arbeitete. Der Mann erzählte meinem Freund, dass er gerne zu den Spielen der Mannschaft gehe, die Tickets aber so oft ausverkauft seien, dass er nur selten Gelegenheit habe, welche zu ergattern.
Mein Freund ist anderen gegenüber sehr großzügig. Er sagte: »Sehr oft habe ich noch Eintrittskarten übrig. Ich rufe Sie an, und Sie können zu einem der Spiele kommen.«
Der Mann besuchte ein Spiel und bedankte sich danach bei meinem Freund. »Sie waren so gut zu mir, dass ich Ihnen auch etwas Gutes tun möchte«, sagte er. »Ich habe ein Bekleidungsgeschäft . Ich möchte Ihnen einen maßgeschneiderten Anzug anfertigen.«
Als ich das letzte Mal mit meinem Freund sprach, sagte er: »Joel, ich habe sechzehn Maßanzüge. Er hat sie mir alle geschenkt. Acht Sakkos, ein Smoking. Mein ganzer Kleiderschrank ist voll mit Anzügen.«
Wenn du Gott ehrst, wenn du gut zu den Menschen bist, freundlich, mitfühlend und barmherzig, dann werden die Segnungen zu dir kommen. Wie bei den Wachteln musst du ihnen nicht hinterherlaufen. Gott wird die Dinge so lenken, dass dir die richtigen Menschen über den Weg laufen. Gott wird dich zur richtigen Zeit am richtigen Ort platzieren, sodass die Versorgung, die Gelegenheit, zu dir kommt.
Sacharja hat es so formuliert: »Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist!« (Sach 4,6 slt). Das Wort Geist bedeutet im Hebräischen »Atem«. Das heißt für dich, dass es nicht nur aufgrund deines Talents, deiner Beziehungen oder deiner Kontakte geschehen wird. Es wird geschehen, weil Gott seinen Atem in unsere Richtung strömen lässt. Gott ändert
BRICH AUS!
die Windverhältnisse und lässt Heilung, Aufstieg und Wiederherstellung in unsere Richtung wehen.
Wie wirst du gesund? Der Arztbericht sagt, es sei unmöglich? Nein, Gott haucht dir Heilung zu. Gesundheit, Wohlbefi nden und Wiederherstellung sind auf dem Weg zu dir.
Wie kannst du deine Träume verwirklichen? Vielleicht kennst du nicht die richtigen Leute, hast nicht das nötige Geld oder glaubst nicht, dass du das Talent dazu hast. Doch Gott sorgt mit seinem Atemhauch für Ideen, Ressourcen und die richtigen Personen.
Wenn du treu bleibst und Gott ehrst, dann werden sich die Dinge plötzlich ändern, so wie mein Freund es entdeckt hat: Plötzlich wirst du Fülle haben, plötzlich wird dein Kind vernünft ig, plötzlich wirst du wieder gesund.
Vor ein paar Jahren erlitt ein treues Mitglied unserer Gemeinde einen schweren Schlaganfall. Er war erst Mitte fünfzig, doch danach war seine linke Körperhälfte gelähmt. Er konnte weder gehen noch sprechen. Die Prognose war nicht gut. Man sagte ihm, dass er mit intensiver Therapie vielleicht wieder sprechen, jedoch nie wieder laufen könne.
Zwei Jahre lang hatte er kein Gefühl in der linken Körperhälfte.
Er saß im Rollstuhl und benötigte ständige Pflege. Es sah nicht gut aus, doch dieser Mann kam weiter regelmäßig in die Lakewood Church. Er wusste, dass Gott nur den Wind drehen musste, um ihm Heilung und Wiederherstellung zu bringen.
Eines Morgens wachte er auf und hatte plötzlich wieder ein Gefühl in der linken Körperhälfte. Die Ärzte, die Therapeuten, die Pflegekräfte – sie waren alle völlig verblüfft. Sie konnten es nicht verstehen. Lange Rede, kurzer Sinn: Ein paar Wochen später kam er zum ersten Mal seit seinem Schlaganfall ohne Hilfe in den Gottesdienst.
Er sprach deutlich. Er stolperte nicht beim Gehen. Er hinkte nicht. Er ging, als sei nie etwas gewesen. Was war passiert? Er hatte eine Wende erlebt. Gott blies seinen Atem in seine Richtung. Was er aus eigener Kraft nicht zu tun vermochte, wurde plötzlich möglich.
Vielleicht kämpfst du schon länger in einem bestimmten Bereich, sei es gesundheitlich, fi nanziell oder in einer persönlichen Beziehung, und du fragst dich immer wieder: Wird sich dies jemals ändern? Gott sagt: »Ja. Die Wende wird kommen. Ich werde dich aus der Krankheit in die Gesundheit führen. Ich werde dich aus dem Mangel in die Fülle führen. Ich werde dich aus dem Kampf in die Leichtigkeit führen. Ich stehe im Begriff, meine Hände zu kreuzen und dir zu geben, was du dir nicht verdient hast.«
Jetzt musst du dich bereit machen. Du stehst vor einer Veränderung. Weil du Gott treu gewesen bist und ihn geehrt hast, glaube und erkläre ich, dass Gott dich in eine Position bringen wird, in die du aus eigener Kraft niemals hättest gelangen können. Es werden sich Türen öff nen, die sich dir nie zuvor geöff net haben. Das, wofür eigentlich vierzig Jahre nötig gewesen wären, wird Gott in einem Sekundenbruchteil tun. Du kommst in die Beschleunigung.
Plötzlich geht ein Traum in Erfüllung. Plötzlich wird ein Versprechen erfüllt. Plötzlich kehrt sich das Negative um. Mach dich gefasst auf die überragende Größe von Gottes Gunst!
BRICH AUS!
eine Flut
Ich verfolgte gerade die Fernsehnachrichten, als der Wetteransager verkündete, dass für uns eine »Sturzflutwarnung« gelte. Das bedeutet, die Bedingungen für eine Überschwemmung sind gegeben. Das Wasser könnte über seine normalen Grenzen treten und so stark ansteigen, dass Entwässerungsgräben und Buchten überflutet würden.
Genau wie dieser Wetterfrosch bin ich hier, um dir mitzuteilen, dass für dich eine Sturzflutwarnung besteht. Die Bedingungen sind genau richtig. Du hast Gott geehrt. Du bist treu gewesen. Du hast die Prüfung bestanden. Jetzt sagt Gott: »Es wird eine Flut geben, aber nicht in Form von Wasser. Du wirst eine Flut meiner Güte erleben, eine Flut von Möglichkeiten, eine Flut der Heilung, eine Flut von guten Nachrichten, sodass du von der Gunst Gottes geradezu überschwemmt wirst. Es übersteigt deine Erwartungen. Es bringt dich zum Überlaufen.«
Vielleicht hast du in der Vergangenheit viel Negatives erlebt: Misserfolge, Enttäuschungen und Herzschmerz. Man kann sich davon durchaus entmutigen lassen und überrollt werden. Die negativen Gedanken werden dir sagen: Du wirst nie wieder gesund werden. Du hast doch den Arztbericht gesehen. Oder: Du wirst nie
weiter aufsteigen und deine Träume verwirklichen. Du bist bereits so weit gekommen, wie es für dich möglich ist.
Du musst dich jedoch stattdessen bereit machen. Die Dinge haben sich gedreht. Du bist dabei, in diese Sturzflut hineinzukommen, in der du plötzlich die richtige Person triffst; in der du die Voraussetzungen für das neue Haus erfüllst; du an einer Hochschule angenommen wirst; für die Hauptrolle in einer neuen Fernsehserie ausgewählt wirst; dein Song im Radio gespielt wird und deine Karriere durchstartet.
Du wirst die überragende Größe der Gunst Gottes erkennen. Sie wird dich über deine normalen Grenzen hinausführen. Sie wird über das hinausgehen, was im medizinischen Befund steht. Sie wird deine Talente, deine Ausbildung und deine Erfahrung übersteigen. Sie wird dich auf eine Ebene heben, die du aus eigener Kraft niemals hättest erreichen können. Es wird nicht bloß ein leichter Nieselregen oder eine schwache Benetzung sein. Es wird eine Flut der Gunst, eine Flut der Talente, eine Flut der Ideen, eine Flut der Möglichkeiten sein.
Warum nimmst du das nicht in deinen Geist auf? Eine Flut der Güte Gottes.
Einmal brauchte der biblische König David einen Durchbruch. Er befand sich in einer unmöglichen Situation. Er und seine Männer hatten es mit einer riesigen Armee zu tun – den Philistern. Sie waren ihnen zahlenmäßig weit unterlegen und hatten kaum eine Chance, zu siegen. David bat Gott um Hilfe, und Gott gab David das Versprechen, dass er mit ihnen sein würde und sie das gegnerische Heer besiegen würden. Also zogen David und seine Männer los, und es geschah ganz genau so. Gott schenkte ihnen einen großen Sieg. David war davon so überwältigt, dass er in 1. Chronik 14,11 (lut) sagte: »Gott hat durch meine Hand die Reihen meiner Feinde durchbrochen, wie das Wasser einen Damm durchbricht.«
BRICH AUS!
David gab dem Ort seines großen Sieges den Namen BaalPerazim, was so viel bedeutet wie »Gott der Durchbrüche«. Bemerkenswert ist, dass David die Macht Gottes mit dem Durchbrechen von Wasser verglich. Mit anderen Worten, er beschrieb sie als eine Flut. Er sagte, wenn der Gott des Durchbruchs sich zeigt und seine Macht freisetzt, wird es wie eine Flut seiner Güte sein, eine Flut seiner Gunst, eine Flut der Heilung, eine Flut neuer Möglichkeiten.
Bedenke, wie mächtig Wasser sein kann. Wasser, das nur einen Meter tief ist, kann ein großes Fahrzeug mit einem Gewicht von mehreren Tonnen mitreißen und es durch die Gegend bewegen. Ich habe in den Nachrichten gesehen, wie bei diesen großen Überschwemmungen ganze Häuser einen überfluteten Fluss hinuntertreiben. Nichts kann die Kraft des Wassers aufhalten. Alles, was sich ihm in den Weg stellt, wird aus dem Weg geräumt. Vielleicht hast du Schwierigkeiten, die extrem groß erscheinen, Hindernisse, die unüberwindbar wirken, oder Träume, die unerreichbar anmuten.
Doch sei gewiss: Wenn Gott eine Flut seiner Macht freisetzt, wird nichts dich aufhalten können. Die Krankheit mag gewaltig erscheinen, doch wenn Gott eine Flut der Heilung freisetzt, hat sie keine Chance. Deine Widersacher mögen stärker, fi nanziell besser aufgestellt und besser gerüstet sein, doch wenn Gott die Schleusen öff net, werden sie dir nicht gewachsen sein.
Du verfügst vielleicht nicht über die nötigen Verbindungen, um deine Träume zu verwirklichen. Du kennst nicht die richtigen Leute. Du hast nicht die fi nanziellen Mittel. Wenn jedoch Gott eine Flut der Gunst loslässt, werden Menschen aus dem Nichts auftauchen, um dich zu unterstützen. Du wirst nicht nach ihnen Ausschau halten müssen. Gute Gelegenheiten, Möglichkeiten, die richtigen Leute, all das wird dich ausfi ndig machen.
Du solltest dich bereit machen, nicht für ein Rinnsal, nicht für einen Bach, nicht für einen Fluss, sondern für eine Flut von Gottes Gunst, für eine Flutwelle der Güte Gottes, für einen Tsunami seines Wachstums. Gott wird dich auf eine Ebene bringen, auf der du noch nie zuvor gewesen bist. Es wird etwas noch nie Dagewesenes sein. Du wirst weiterkommen, und zwar schneller, als du es dir je erträumt hast.
Gott sagte in 2. Mose 34,10 (gnb): »Ich werde vor euren Augen Wunder tun, wie sie noch niemand vollbracht hat unter allen Völkern der Erde. Das ganze Volk, in dessen Mitte du stehst, soll meine Taten sehen. Furcht und Staunen erregend werden die Wunder sein, die ich für euch tun will.« Wenn Gott davon spricht, etwas zu tun, das Ehrfurcht und Staunen erregt, dann redet er nicht von einem Rinnsal, einem Bach oder einem Fluss. Er spricht von einer Flut der Gunst, einer Flut der Ideen, einer Flut der Heilung. Im Natürlichen sieht es vielleicht gerade nicht danach aus, aber denk daran, dass für dich eine Sturzflutwarnung gilt. Jeden Moment könnten sich die Schleusen des Himmels öff nen. Jeden Moment könntest du die richtige Person treffen. Jeden Moment könnte Gott etwas Großartiges tun, etwas, das du noch nie in deinem Leben gesehen hast.
Die eigentliche Frage ist: Wirst du diesen Samen Wurzeln fassen lassen? Jede Stimme wird dir sagen, warum dies nicht dir gilt. Vielleicht denkst du: Mir ist dieses Buch nur zufällig in die Hände gefallen. Nein, Gott hat dich hier am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, weil er etwas Erstaunliches in deinem Leben tun will. Stimme ihm zu und sage: »Gott, das ist heute für mich. Ich schraube meine Erwartungen hoch. Ich schüttle Zweifel, Negativität, Enttäuschungen, Selbstmitleid, zu kleine Träume und Ziele ab, und Gott, ich werde Platz schaffen für eine Flut deiner Güte.«
Vor ein paar Jahren lernte ich nach einem Gottesdienst in der Lakewood Church eine Dame kennen. Sie war zur Behand-
BRICH AUS!
lung im MD Anderson in der Stadt, unserem örtlichen Krebszentrum. Dort sollte ihr ein Tumor entfernt werden, gefolgt von einer Chemotherapie. Alle ihre medizinischen Unterlagen, Blutuntersuchungen und Röntgenbilder waren vom Krankenhaus in ihrer Heimatstadt dorthin geschickt worden. Ihre Ärzte in Houston wollten, dass alle Tests und Röntgenaufnahmen noch einmal gemacht wurden, um alles erneut zu überprüfen und zu verifi zieren. Sie hatte bereits einen OP-Termin, als der Arzt sie anrief und sie zu einem Gespräch bat. Als er sich die neuen Untersuchungsergebnisse ansah, konnte er den Tumor nicht fi nden. Auf einem der Röntgenbilder aus dem Krankenhaus in ihrer Heimatstadt war er deutlich zu sehen, doch auf der neuen Aufnahme, die im MD Anderson gemacht wurde, konnten die Ärzte nichts mehr davon erkennen.
»Ich mache das schon seit sechsundzwanzig Jahren«, sagte ihr Arzt aus Houston. »Doch so etwas habe ich noch nie gesehen.«
Was war das? Eine Flut der Heilung. Eine Flut der Wiederherstellung. Freund, Gott kann tun, was die Medizin nicht zu tun vermag. Gott hat deinen Körper geschaffen. Er hält dich in seiner Hand. Die gute Nachricht ist, dass Gott das letzte Wort hat. Er sagte: »Die Zahl eurer Tage will ich erfüllen.« Das bedeutet, dass nicht die Krankheit bestimmt, wie lange du zu leben hast, sondern Gott. Nichts kann dich aus seiner Hand reißen. Wenn deine Zeit noch nicht gekommen ist, dann wirst du auch nicht gehen.
Vielleicht bist du mit einer schweren Erkrankung konfrontiert. Im Natürlichen sieht es nicht gut aus, doch für dich gilt eine Sturzflutwarnung. Jeden Moment könntest du eine Flut der Heilung erleben. Jeden Moment kann Gott die Situation wenden.
Jesaja sagte: »Wenn der Bedränger kommt wie ein Wasserstrom, wird der Hauch [Geist] des HERRN ihn in die Flucht schlagen« (Jes 59,19 slt). Mehrere Kommentatoren glauben, dass das Komma bei der Übersetzung falsch gesetzt wurde. Anstatt das Kom-
ma nach dem Wort »Wasserstrom« zu setzen, hätte das Komma nach dem Wort »kommt« gesetzt werden müssen. Es würde dann heißen: »Wenn der Bedränger kommt, wie ein Wasserstrom wird der Geist des HERRN ihn in die Flucht schlagen.« Mit anderen Worten: Das Bild von dem Wasserstrom betont die Macht Gottes und nicht die des Feindes.
Ich habe gelernt, wenn der Feind angreift, reagiert Gott. Gott lehnt sich nicht einfach zurück und denkt: Tja, ich frage mich, was nun passieren wird. Was werden sie wohl tun? Nein, Gott wird aktiv. Du bist schließlich sein wertvollster Besitz. In Psalm 34,19 (slt) heißt es: »Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und er hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind.«
Gott weiß Bescheid, wenn du einen schlimmen medizinischen Befund erhalten hast. Er weiß es, wenn du Probleme mit deinen Finanzen hast. Er weiß es, wenn du schlecht behandelt wirst. Du magst nicht sehen, dass etwas geschieht, aber du kannst sicher sein, dass der allmächtige Gott nicht nur Bescheid weiß, sondern auch schon am Werk ist. Er hat bereits eine Lösung parat. Wenn du im Glauben bleibst, wird er zum richtigen Zeitpunkt eine Flut seiner Macht freisetzen, eine Flut der Heilung, eine Flut der Wiederherstellung. Er wird dich nicht nur herausholen, sondern du wirst besser dastehen, als es vorher der Fall war.
So erging es auch David, als er diese gewaltige Armee besiegte. Nachdem er den Ort seines Sieges Baal-Perazim – »Gott der Durchbrüche« – genannt hatte, sagten David und seine Männer jedes Mal, wenn sie diese Stätte passierten: »Erinnert ihr euch? Dort hat sich der Gott des Durchbruchs gezeigt. Dort hat Gott seine Gunst wie eine Flut freigesetzt.«
Zweifellos werden noch Generationen später Davids Enkel und Urenkel, wenn sie dort vorbeikamen, gesagt haben: »Ach ja. Großvater hat uns von diesem Ort erzählt. Hier hat der Gott des Durch-
bruchs ihnen einen großen Sieg verschafft. Hier hat Gott ihnen geholfen, einen Feind zu besiegen, dessen Zahl fast doppelt so groß war.«
Jeder von uns sollte einige Baal-Perazims haben. Wir sollten Orte haben, an denen wir zurückblicken und sagen können: »Das war der Ort, an dem der Gott des Durchbruchs etwas Erstaunliches in meinem Leben getan hat. Dort hat Gott mich geheilt. Dort hat Gott mich befördert. Dort hat Gott mich beschützt. Das war der Ort, an dem der Gott des Durchbruchs in mein Haus eingekehrt ist.« Jeden Tag, wenn ich zu unserer wunderschönen Lakewood Church fahre, weiß ich, dass dies unser Baal-Perazim ist. Ich kann sagen: »Hier hat der Gott des Durchbruchs seine Gunst wie eine Flut freigesetzt und uns wunderschöne Räumlichkeiten geschenkt, obwohl alle Experten sagten, wir hätten keine Chance.«
Jedes Mal, wenn ich meine Mutter sehe, weiß ich, dass ihr Überstehen von Krebs ein weiterer Baal-Perazim ist. Ich kann sagen: »Das ist der Ort, an dem der Gott des Durchbruchs seine Heilung wie eine Flut freigesetzt hat.«
In einem beliebten Country-Song heißt es: »Geben wir ihnen etwas, worüber sie reden können« (Let’s give them something to talk about). Gott möchte dir etwas geben, über das du reden kannst. Er möchte dich so überwältigen, dass du überall, wohin du gehst, deinen Freunden, deinen Nachbarn, deinen Kindern und deinen Enkeln von den großartigen Dingen erzählen kannst, die Gott für dich getan hat.
Wir sind nicht dazu bestimmt, uns niedergeschlagen und entmutigt durchs Leben zu schleppen und zu sagen: »Nie bieten sich mir gute Gelegenheiten. Ich werde nie befördert. Mein Rücken schmerzt jetzt schon seit drei Jahren.« Nein, fang an zu glauben. Wenn du anfängst, auf einen Durchbruch fokussiert zu leben, verspricht Gott, dass er sich zeigen und dir etwas geben wird, worüber sich zu reden lohnt.
Vor nicht allzu langer Zeit kam eine Frau ganz aufgeregt auf mich zu. Ein Mitglied ihrer Familie benötigte eine Reihe von Operationen. Für dieses Familienmitglied war es von größter Wichtigkeit, weiterhin ein produktives Leben führen zu können. Das Problem war nur, dass die Operationen 400.000 Dollar kosten sollten und von der Versicherung nicht übernommen wurden. Sie verfügte jedoch nicht über die nötigen Mittel. Doch Monat für Monat betete diese Frau weiter, glaubte weiter und vertraute darauf, dass der Gott des Durchbruchs einen Weg schaffen würde. Sie brauchte kein Rinnsal. Sie brauchte keinen Bach. Sie brauchte keinen Fluss. Sie brauchte eine Flut der Gunst Gottes.
Dann, eines Tages, aus heiterem Himmel, rief ihr Chef sie zu sich. Sie hatte fast dreißig Jahre lang für dieses Unternehmen gearbeitet. Sie wusste nicht einmal, dass ihrem Arbeitgeber die gesundheitliche Situation ihres Verwandten bekannt war. Man sagte ihr: »Sie haben sich für unser Unternehmen so verdient gemacht, dass wir beschlossen haben, die Kosten für die benötigten Operationen zu übernehmen.«
400.000 Dollar! Was war das? Es war der Gott des Durchbruchs, der eine Flutwelle seiner Gunst freisetzte. Wie eine Flut kam die Güte Gottes über sie. Jetzt kann sie überall, wohin sie geht, nicht mehr schweigen. Sie erzählt jedem, was Gott für ihre Familie getan hat. Gott hat ihr etwas gegeben, über das sie reden kann. Er möchte das Gleiche für dich tun.
Was erwartest du? Woran glaubst du? Würdest du deinen Glauben jemals für etwas derart Großes einsetzen? Oder würdest du denken: Joel, das würde mir nie passieren. 400.000 Dollar? Solche Chancen bieten sich mir einfach nicht. Außerdem mag mich mein Chef noch nicht einmal.
Es spielt keine Rolle, wer dich mag oder nicht mag. Wichtig ist nur, dass Gott dich mag. Er nimmt dich an. Er ist mit dir zu-
BRICH AUS!
frieden. Seine Gunst umgibt dich wie ein Schild. Beförderung kommt nicht von Menschen. Sie kommt von Gott. Wenn du kühn genug bist, an Großes zu glauben, dann kann der Gott des Durchbruchs eine Flutwelle seiner Güte, einen Tsunami seiner Gunst in deinem Leben auslösen.
In Psalm 112,4 sagte David: »Wenn Dunkelheit den Gerechten überkommt, wird Licht hereinbrechen.« Manchmal mag es im Leben dunkel wirken. Du siehst vielleicht nicht, wie es jemals wieder gut werden könnte. Vielleicht fehlen dir die Mittel, um deine Rechnungen zu bezahlen. Vielleicht sind es andere Probleme, die unüberwindbar erscheinen. Doch wenn du standhaft und auf Durchbruch fokussiert bleibst, verspricht Gott, dass Licht hereinbrechen wird.
Beachte, es wird nicht nur hereintröpfeln. Es wird nicht als Rinnsal ankommen. Nein, wie eine Überschwemmung, wie eine Flut wird es hereinbrechen. Das bedeutet, dass sich die Situation schlagartig zu deinen Gunsten verändern wird. Plötzlich wirst du die Chance bekommen, die du brauchst. Plötzlich wird deine Gesundheit wiederhergestellt. Plötzlich werden deine Probleme gelöst. Plötzlich öff net sich eine neue Tür.
Gott gefällt es, Dinge plötzlich zu tun. Wenn es dunkel ist, fang nicht an zu klagen. Werde nicht negativ. Erinnere dich immer wieder daran, dass das Licht bald hereinbrechen wird. Vielleicht heute, vielleicht morgen, nächste Woche, nächsten Monat, nächstes Jahr. Doch sei dir gewiss: Plötzlich werden sich die Dinge zu deinen Gunsten ändern.
Meine Freunde Craig und Samantha haben einen Sohn namens Connor. Er ist ein sehr hübscher, lustiger kleiner Junge. Bei Connor wurde Autismus diagnostiziert. Auch mit fünf Jahren sprach er noch nicht in vollständigen Sätzen. Er äußerte hier und da Satzfragmente, vielleicht drei oder vier Wörter am Stück, aber mehr auch nicht.
Tag für Tag sprachen Craig und Samantha Glauben in Connor hinein und sagten ihm, dass er mehr als ein Überwinder sei, dass er durch Christus alles tun könne. Jeden Abend zur Schlafenszeit setzten sich entweder Craig oder Samantha hin und lasen zwei oder drei Bücher mit dem kleinen Connor. Bevor es dann ins Bett ging, beteten sie noch gemeinsam.
Eines Abends, als Samantha gerade das Licht in Connors Zimmer ausmachen wollte, hörte sie ihn sprechen. Er sprach immer weiter, ganz deutlich und flüssig. Sie rannte los, um die Videokamera zu holen, und nahm dann die ersten vollständigen Sätze auf, die ihr Sohn je gesagt hatte. Folgendes sagte er:
»Dies ist meine Bibel. Ich bin so, wie sie es sagt. Ich habe, was sie sagt. Ich kann tun, was sie über mich sagt …«
Was war passiert? Wie eine Flut kam Gottes Gunst über den kleinen Connor – eine Flut der Heilung, eine Flut der Wiederherstellung, eine Flut der Weisheit. Jetzt haben Craig und Samantha einen weiteren Baal-Perazim. Das ist ein Abend, den sie nie vergessen werden. Auch wenn der kleine Connor noch nicht ganz deutlich spricht, wissen sie, dass er auf dem besten Weg ist. Was Gott begonnen hat, wird er auch vollenden.
Das geschah, weil Craig und Samantha die DVDs meiner Predigten mit nach Hause nahmen und der kleine Connor sie sich ansah. Sie sagten, dass er normalerweise, wenn er sich Zeichentrickfi lme anschaue, nur fünf oder zehn Minuten lang hinsehe. Doch was die DVDs angeht, bleibt er den ganzen Tag über sitzen und sieht sich meine dreißigminütigen Botschaften eine nach der anderen an.
Ich habe zu Craig einmal gesagt: »Wenn ein Fünfjähriger mich Barney und dessen Freunden vorzieht, weiß ich, dass ich Gunst habe!«
Ich fi nde es jedenfalls großartig, dass Gott ihnen etwas gegeben hat, worüber sie reden können. Sie waren so begeistert davon, dass
sie jedem erzählen, was Gott für den kleinen Connor getan hat. Es war dunkel, aber das Licht brach herein. Wann immer sie versucht sind, mutlos zu werden, müssen sie nur dieses Video einlegen. Sie können die Gunst Gottes wie eine Flut wahrnehmen.
Wenn ich versucht bin, etwas für unmöglich zu halten oder zu glauben, dass es nicht klappen wird, muss ich nur bis zu unserer schönen Kirche in Houston fahren. Und dann denke ich: Gott, du hast es einmal für uns getan. Ich weiß, dass du es wieder für uns tun kannst.
Gott will seine Macht in einer Flut freisetzen, nicht als Rinnsal. Nicht als Bach. Nicht als Fluss. Halte dich bereit für eine Flut der Gunst, eine Flut der Wiederherstellung, eine Flut der Heilung, eine Flut der Beförderung. Vielleicht denkst du in zu kleinen Dimensionen. Möglicherweise hast du dich mit der Situation abgefunden, weil du denkst, du hättest deine Grenzen erreicht. Du denkst, dass dein krankes Kind nie wieder gesund wird oder dass du deine Träume nie verwirklichen wirst.
Nein, ich kann etwas in deiner Zukunft sehen. Durch meine Augen des Glaubens sehe ich eine Flutwelle auf dich zukommen. Es ist keine Welle der Niederlage, keine Welle der Entmutigung, keine Welle des Immergleichen. Es ist eine Welle der Gunst Gottes, eine Welle der Begünstigung, eine Welle der Befreiung, eine Welle der Wiederherstellung. Es ist der Gott des Durchbruchs, der seine Gunst wie eine Flut entfesselt und dafür sorgt, dass du Hindernisse überwindest, die du für unüberwindbar hieltest, und dass du Träume verwirklichst, deren Erfüllung du nie für möglich gehalten hättest.
Wage es zu glauben. Wenn du »Rinnsal« denkst, wirst du ein Rinnsal erhalten. Wenn du denkst, dass du gerade so über die Runden kommst, dann wirst du auch gerade so über die Runden kommen. Wenn du denkst, dein Problem sei zu groß, wird es dich
weiter am Boden halten. Wenn du jedoch lernst, »Flut« zu denken, wirst du eine Flut erleben. Wenn du »Überfluss« denkst, wirst du Überfluss erleben. Wenn du es wagst, »Flutwelle« zu denken, dann kann Gott eine Flutwelle seiner Güte in deinem Leben freisetzen. So hat es Jesus gesagt: »Dir geschehe, wie du geglaubt hast« (Mt 8,13).
Vor einigen Jahren gingen wir mit unserem Sohn Jonathan gemeinsam essen. Er ist jetzt im College-Alter, aber damals war er gerade vierzehn Jahre alt. Als es ans Bestellen ging, sagte Jonathan zum Kellner: »Ich hätte gerne ein Steak.« Der Kellner fragte ihn: »Möchten Sie ein 180-, 300- oder 400-Gramm-Steak?«
Jonathan musste nicht zweimal überlegen. Er fragte mich auch nicht, ob es in Ordnung sei. Er schaute nicht auf die Speisekarte, um die Preise zu vergleichen. Er sagte einfach sofort: »Ich möchte die 400 Gramm.«
Wenn es ums Essen geht, rechnet Jonathan nicht mit einem Rinnsal oder einem Bach. Er erwartet eine Flut. Er hat nicht nur einen großen Appetit, sondern er weiß auch, wer sein Vater ist. Er weiß, dass ich gut zu ihm sein will.
So müssen auch wir sein, wenn es um unseren himmlischen Vater geht. Sei nicht kleinmütig in deinem Denken. Hab keine enge, begrenzte Sichtweise. Manche Menschen tun so, als bereiteten sie Gott Unannehmlichkeiten. Sie denken, sie dürften nicht erwarten, dass ihre Träume in Erfüllung gehen. Es reiche schon aus, wenn sie gerade so durchs Leben kämen.
»Ich erwarte nicht, diesem Problem zu entkommen«, sagen sie dann. »Gott, hilf mir einfach, es zu ertragen.«
»Ich erwarte nicht, dass ich jemals jemanden treffen werde, in den ich mich wirklich verlieben kann. Gott, wenn du mir nur helfen würdest, nicht so einsam zu sein.«
Nein, du denkst an ein »Rinnsal«, während Gott eine Flut im Sinn hat. Du denkst an »Überleben«, während Gott Fülle bereithält. Du
denkst an ein 180-Gramm-Steak, während Gott ein 400-GrammSteak zu bieten hat. Wenn du in größeren Dimensionen denkst, wird Gott in größeren Dimensionen handeln.
Wage es, kühn zu sein, und wie Jonathan die Gelegenheit beim Schopf zu packen und zu sagen: »Gott, ich weiß, dass du das ganze Universum kontrollierst. Ich weiß, dass du dich danach sehnst, gut zu mir zu sein. Deshalb möchte ich dir dafür danken, dass du eine Flut deiner Gunst in mein Leben strömen lässt.«
Mit anderen Worten:
»Gott, ich möchte dir danken, dass mein kleiner Connor eines Tages fl ießend sprechen wird.«
»Gott, ich möchte dir danken, dass ich völlig frei von dieser Sucht sein werde.«
»Gott, ich danke dir, dass ich völlig gesund und heil sein werde.«
»Gott, ich danke dir, dass du all die Träume und Wünsche, die du in mich hineingelegt hast, in Erfüllung gehen lässt.«
Wenn du deinen Glauben auf diese Weise in einer 400-GrammPortion freisetzt, sagt Gott nicht: »Was glaubst du, wer du bist? Was für eine Frechheit von diesen Leuten – wissen die denn nicht, dass sie es nicht verdient haben?«
Nein, wenn du so redest, bringt das ein Lächeln auf Gottes Gesicht. Er sagt zu den Engeln: »Hört, was sie sagen. Sie glauben, dass ich große Dinge tun kann. Sie glauben, dass ich jede Situation wenden kann. Sie haben ihr Vertrauen und ihre Zuversicht in mich gesetzt, also werde ich sie nicht enttäuschen. Ich will die Fenster des Himmels öff nen und eine Flut der Gunst über sie ergießen, eine Flut der Heilung, eine Flut der Beförderung, eine Flut der Rehabilitation.«
Als mein Vater zu predigen begann, reiste er von Stadt zu Stadt und sprach in kleinen Sälen und kleinen Gemeinden. Damals, in den 1950er Jahren, führte er seine gesamte Tonausrüstung auf dem
Rücksitz seines Autos mit. Wenn er in einen Veranstaltungssaal kam, baute er sie auf und war im Handumdrehen einsatzbereit. Eines Abends wurden ein paar hundert Leute erwartet. Das war eine große Sache für ihn. Er war ein aufstrebender junger Diener Gottes und so erschien er einige Stunden früher, um sicherzustellen, dass er genügend Zeit für den Aufbau hatte.
Doch in der ganzen Aufregung schloss er versehentlich seine Schlüssel im Kofferraum des Wagens ein. Er wusste, dass er seinen großen Gottesdienst nicht ohne die Tonausrüstung abhalten konnte. Also versuchte er, den Kofferraum des Wagens irgendwie aufzuhebeln, jedoch ohne Erfolg. Einige Passanten traten hinzu und halfen ihm. Sie rüttelten und wackelten am Schloss, einige holten Kleiderbügel und verschiedene Werkzeuge. Aber auch sie konnten den Kofferraum nicht öff nen.
Die Zeit drängte. Sie befanden sich weit draußen auf dem Land und hatten keine Zeit, einen Schlüsseldienst zu rufen oder das Auto in eine Werkstatt zu schleppen. Es sah so aus, als würde der große Abend meines Vaters ruiniert werden. Gerade als er aufgeben wollte, dämmerte ihm, dass er noch nicht gebetet hatte.
Er erklärte den Leuten, er wolle beten und Gott bitten, den Kofferraum zu öff nen. Sie sahen ihn an, als hätte er den Verstand verloren. Sie begannen zu kichern und offen zu lachen. »Sie machen wohl Witze. Sie können doch nicht beten, dass Gott Ihnen hilft, einen Kofferraum zu öff nen.«
Mein Vater ließ sich von den Zweiflern nicht beirren. »Sicher kann ich das«, sagte er. »Ihr habt nicht, weil ihr nicht bittet.«
Er ging zum Wagen, legte seine Hände auf den Kofferraum und sagte: »Vater, ich weiß, dass dir nichts zu schwer ist. Du weißt, dass ich diese Tonanlage brauche, um heute Abend diese Versammlung abzuhalten. Also bitte ich dich, mir irgendwie zu helfen, diesen Kofferraum zu öff nen.«
BRICH AUS!
Er begann, kräft iger denn je daran zu rütteln und zu schütteln, doch das Schloss ließ sich immer noch nicht öff nen. Als er sich umdrehte und wegging, wurden das Lachen und das Kichern noch ein bisschen lauter. Doch plötzlich war da dieses Knacken zu hören.
Alle drehten sich um und konnten sehen, dass der Kofferraum sich geöff net hatte. Wie in Zeitlupe hob sich der Kofferraumdeckel Richtung Himmel, so als wolle Gott sagen: »Ich habe euch gesagt, dass ich es tun würde. Ich bin der Gott des Durchbruchs.«
Die Leute, die ihm geholfen hatten, wurden fast ohnmächtig. Von da an taten sie alles, was mein Vater verlangte. Es hieß: »Ja, Sir.« »Nein, Sir.« »Was immer Sie sagen, Sir.«
Das war ein Baal-Perazim im Leben meines Vaters. Hier bin ich, fünfzig Jahre später, und erzähle immer noch diese Geschichte. Allerdings glaube ich nicht, dass es dazu gekommen wäre, wenn mein Vater nicht auf Durchbruch gesinnt gelebt hätte. Vielleicht brauchst du keinen geöff neten Kofferraum, aber vielleicht haben dir die Ärzte gesagt, dass sie nichts mehr für dich tun können. Vielleicht ist es eine Krankheit, die dich herunterziehen will. Bring dich in Stellung für den Gott des Durchbruchs, der sich zeigen will. Vielleicht geht es um eine Beziehung, die wiederhergestellt werden muss, oder um ein Familienmitglied, dessen Leben aus der Bahn geraten ist. Fang an zu verkünden: »Der Gott des Durchbruchs bringt die Wende.«
Oder vielleicht scheinen deine Träume einfach so groß zu sein, dass sie wie ein Ding der Unmöglichkeit wirken. Klammere niemals den Gott des Durchbruchs aus. Wie eine Flut kann seine Gunst dich überschwemmen. Wie eine Flut kann Gott dafür sorgen, dass dein Arbeitgeber die Kosten für die Operationen deines Angehörigen übernimmt. Wie eine Flut kann Gott bewirken, dass dein kleiner Junge anfängt, deutlich zu sprechen. Wie eine Flut kann Gott veranlassen, dass ein Kofferraum auf über-
natürliche Weise aufspringt. Deshalb mein Appell an dich: Führe ein Leben, das auf Durchbruch ausgerichtet ist.
Vielleicht akzeptierst du Dinge in deinem Leben, die weit weniger als Gottes Bestes sind. Es geht schon dermaßen lange so, dass du nicht siehst, wie es sich ändern könnte. Doch heute ist ein neuer Tag. Neue Samen haben in deinem Herzen Wurzeln gefasst. Und die gute Nachricht ist, dass der Gott des Durchbruchs im Begriff ist, dein Haus zu besuchen, nicht mit einem Rinnsal, nicht mit einem Bach. Nein, mach dich auf eine Flut von Gottes Gunst gefasst, eine Flutwelle göttlicher Güte.
Setze deinen Glauben auf größere Weise ein. Wenn du nicht dafür betest, dass sich der Kofferraum öff net, dann wird er sich nicht öff nen. Wage es zu glauben. Gott möchte dir etwas geben, über das du reden kannst. Er möchte dir einige neue Baal-Perazim geben; neue Meilensteine, auf die du zurückblicken und von denen du sagen kannst: »Ich weiß, das war der Gott des Durchbruchs.«
Jesaja sagte: »Der Geist des Herrn ruht auf mir, um einen Tag anzukündigen, an dem die freigiebige Gunst Gottes überreichlich vorhanden ist« (siehe Jes 61,1–2 ampc). Man beachte das Wort, das er benutzte, um Gottes Gunst zu beschreiben: überreichlich. Es bedeutet »überwältigend, über das normale Maß hinausgehend, es übersteigend«.
Wie Jesaja habe ich angekündigt, dass eine Flut der Macht Gottes kommen wird. Gunst, wie du sie noch nie zuvor gesehen hast. Anstatt von Lasten überwältigt zu werden, wirst du von Gottes Segnungen überwältigt sein. Die eigentliche Frage ist aber: Kannst du das in deinen Geist hinein empfangen?
Leicht ist es, zu denken: Für mich funktioniert das nicht, Joel. Ich sehe nicht, dass irgendetwas anders läuft als sonst. Ich habe es bereits versucht und es hat nicht geklappt. Ich habe schon zu viel durchgemacht. Diese Art des negativen Denkens wird die Flut
aufhalten. Gott wirkt dort, wo es eine Haltung des Glaubens gibt. Wenn man glaubt, sind alle Dinge möglich. Der Feind kann diese Flut nicht aufhalten. So viel Macht hat er nicht. Andere Menschen können sie nicht aufhalten. Die einzige Person, die sie aufhalten kann, bist du. Du hast dein eigenes Schicksal in der Hand. Gott ist für dich. Der Feind ist gegen dich. Du kannst die entscheidende Stimme abgeben. Ich appelliere an dich, Gott nicht länger zu begrenzen. Er möchte etwas Neues, etwas Erstaunliches in deinem Leben tun.
Der eigentliche Kampf findet in unserem Gedankenleben statt, in den Gedanken, die sagen: Das wird nicht passieren. Du bist zu alt. Du hast zu viele Fehler gemacht. Du wirst nie wieder gesund werden. Du wirst deine Träume nie verwirklichen.
Nein, heute ist der Tag, an dem du die freigiebige Gunst Gottes in Hülle und Fülle erleben wirst. Gott hat Fluten von Segnungen für deine Zukunft parat. Er hat Flutwellen des Wachstums, der Freude, der Heilung und der Barmherzigkeit. Schaffe Raum für diese Flut. Komm mit Gott in Übereinstimmung.
Paulus betete im Epheserbrief dafür, dass die Augen unseres Verständnisses mit Licht durchflutet würden, damit wir die erstaunliche Zukunft erkennen könnten, die Gott für uns bereithält (Eph 1,18 ampc). Es ist interessant, dass Paulus diese Formulierung »mit Licht durchflutet« verwendet. Paulus hatte einen Teil dieser Flut erlebt, doch wir leben in einer besseren Zeit als er.
Dies ist der Tag, von dem Paulus erklärte, dass wir die überragende Größe der Gunst Gottes sehen würden. Paulus sagte damit: »Ich habe bereits ein gewisses Level der Güte Gottes erfahren, doch die Zeit, in der wir leben, wird uns Gottes Güte offenbaren, wie sie keine Generation zuvor gesehen hat.«
Ich kann dir aus erster Hand sagen, dass Victoria und ich diese Flut der Gunst Gottes erlebt haben. Gott hat uns mit seiner Güte
Damit dies geschehen kann, muss Gott an erster Stelle in deinem Leben stehen. Achte Gott. Dann lerne, ihn nicht zu begrenzen.
Wie Jonathan sollten wir um die 400 Gramm bitten. Glaube an das Große. Bete kühne Gebete und lebe mit der Erwartung, dass Gott für unsere Zukunft Fluten der Gunst, Fluten der Weisheit und Fluten des Guten bereithält.
Mein Gebet für dich ist, dass die Augen deines Verständnisses mit Licht durchflutet würden, damit du erkennst, wie sehr Gott dich liebt, wie sehr er für dich ist und welch erstaunliche Zukunft er auf Lager hat. Ich bete darum, dass der Glaube dein Herz erfüllt, dass du deine Erwartung steigerst und dass du Gottes Güte wie nie zuvor erfährst. Wie Jesaja habe ich dir verkündet, dass für dich eine Sturzflutwarnung gilt. Mach dich bereit. Du wirst die Gunst Gottes in deinem Leben in Hülle und Fülle erleben. Weil du Gott geachtet hast, weil du treu gewesen bist, haben sich die Dinge zu deinen Gunsten verändert.
Ich möchte dich dazu ermutigen, jeden Morgen aufzuwachen und zu sagen: »Vater, ich danke dir für diese Flut der Gunst in meinem Leben.« Dann geh hinaus in Erwartung dieser Gunst. Wenn du das tust, so glaube und erkläre ich, wirst du erleben, wie Gottes Güte dich überwältigt. Du kommst in Fluten der Gunst, der Heilung, der Weisheit, der guten Gelegenheiten und der Barmherzigkeit hinein. Mach dich darauf gefasst. Sie sind unterwegs zu dir.
AUS! überwältigt. Ich gebe nicht mit uns an. Ich prahle mit Gott. Gott hat uns über unsere Schulbildung, unsere Begabungen und unsere Ausbildung hinausgeführt und seine Fülle, seine Weisheit und seine Gunst in unserem Leben entfesselt.