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Originally published in the USA by

More Grace More Favor

Copyright © 2020 Andrew Wommack

Die englischsprachige Originalausgabe erschien im Verlag Harrison House Publishers unter dem Titel More Grace More Favor © 2020 by Andrew Wommack Ministries. Th is translation of More Grace More Favor is published by arrangement with Harrison House. All rights reserved.

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://dnb.de abrufbar.

Bibelzitate, sofern nicht anders angegeben, wurden der Schlachter Bibelübersetzung entnommen. Bibeltext der Schlachter, © 2000 Genfer Bibelgesellschaft . Alle Rechte vorbehalten. Alle Bibelübersetzungen wurden mit freundlicher Genehmigung der Verlage verwendet. Hervorhebungen einzelner Wörter oder Passagen innerhalb von Bibelzitaten wurden vom Autor vorgenommen.

amp Amplified Bible, Classic Edition, © 1987 The Lockman Foundation. www.lockman.org

elb Revidierte Elberfelder Bibel, © 2008 SCM R.Brockhaus, Witten.

eü Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, © 2016 Kath. Bibelanstalt GmbH, Stuttgart.

gnb Gute Nachricht Bibel, © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft , Stuttgart.

hfa Hoff nung für alle, © by Biblica, Inc.®, hrsg. von Fontis.

kjv King James Version.

lut Lutherbibel, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart.

niv New International Version, © 2011 International Bible Society.

nkjv New King James Version, Copyright © 1982 by Thomas Nelson, Inc.

nlb Neues Leben Bibel, © 2017 SCM R.Brockhaus, Witten.

nlt New Living Translation, Copyright © 2015 by Tyndale House Foundation.

Umschlaggestaltung: Harrison House Publishers

Corporate Design: spoon design, Olaf Johannson

Übersetzung : Gabriele Kohlmann

Lektorat: Th ilo Niepel

Satz: Grace today Verlag

Druck: CPI Clausen & Bosse, Leck

Printed in Germany

1. Auflage 2022

© 2021 Grace today Verlag, Schotten

Paperback: ISBN 978-3-95933-232-3, Bestellnummer 372232

E-Book: ISBN 978-3-95933-233-0, Bestellnummer 372233

Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlages.

www.gracetoday.de

Kapitel 20 Demut entkräftet den Zorn

Kapitel 21 Richtet nicht?

Kapitel 22 Demut zeigt sich barmherzig

Kapitel 23 Tagtägliche Hingabe

Kapitel 24 Demut und Glaube

Kapitel 25 Demut ist konsequent

Kapitel 26 Gnade in Zeiten der Not

EINLEITUNG

Vor vielen Jahren betete ich: »Herr, was muss ich tun, um von dem Punkt, an dem ich jetzt stehe, dorthin zu gelangen, wo du mich haben willst?« Als ich meine Augen öff nete, sah ich meine Bibel vor mir liegen und hörte den Herrn sagen: »Nimm mein Wort in dein Herz auf; es wird dann den Rest erledigen.«

Von jenem Tag an habe ich entdeckt, dass das Wort Gottes die wichtigste Komponente für ein fruchtbares und siegreiches Christenleben ist. Durch sein Wort lernen wir Gott kennen (Joh 1,1) und erfahren, wie wir das Leben der Fülle führen können, für das Jesus gesorgt hat (Joh 10,10). Das Wort ist unser sicheres Fundament. Leider erlauben die meisten Christen der Bibel nicht, ihren persönlichen Überzeugungen in die Quere zu kommen – und das wirkt sich zerstörend auf sie aus. Sie sind egoistisch und unsicher, und genau wie die unerlösten Menschen um sie herum sind sie krank, deprimiert und niedergeschlagen. Ihr Leben ist ein einziges Chaos, weil sie Gott nicht kennen. Sie kennen sein Wort nicht.

Ich habe entdeckt, dass das Wort Gottes die wichtigste Komponente für ein fruchtbares und siegreiches Christenleben ist.

Ob es dir bewusst ist oder nicht, Gottes Reich funktioniert anders als das System dieser Welt. Es unterliegt anderen Gesetzen und Prinzipien, und es führt zu anderen Ergebnissen. Wenn die

Welt in Angst und Schrecken versinkt, herrscht in Gottes Reich derweil Ruhe und Frieden. Wenn die Welt in Finanzkrisen hineintaumelt oder durch politisch unruhige Zeiten stolpert, bleibt das Reich Gottes fruchtbar und stabil. Im Römerbrief heißt es, das Reich Gottes sei »nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist« (Röm 14,17). Die gute Nachricht ist, dass jeder wiedergeborene Mensch automatisch diesem Reich angehört (Kol 1,13); doch tatsächlich können Gläubige ihr ganzes Leben verbringen, ohne je die Vorzüge von Gottes Reich zu erfahren, wenn sie nicht wissen, wie es funktioniert.

Das Reich Gottes ist ein Reich der Gnade. Wir haben uns die Zugehörigkeit nicht selbst verdient. Wir könnten die damit verbundenen Wohltaten auch niemals aus eigener Kraft erwerben. Doch dank Jesus können wir sie durch Glauben empfangen (Röm 5,2). Die meisten Christen verkennen, dass der Glaube mehr ist als bloßes Überzeugtsein. Glaube ist aktiv (Jak 2,19–20). Er reagiert mit demütigem Gehorsam auf die Gnade Gottes – Gehorsam gegenüber seinem Wort (Joh 14,21).

Das Wort Gottes offenbart die Gesetze des Reiches Gottes. Eines dieser Gesetze ist die Demut. Ich weiß, dass Demut heutzutage kein sonderlich beliebtes Thema ist, aber sie liegt Gott sehr am Herzen. Demut ist Teil seines Charakters. Jesus, der als Gott im Fleisch erschienen ist (Joh 1,14), nannte sich selbst sanft mütig und von Herzen demütig (Mt 11,29). Er war demütig. Und er war ein vollkommenes Abbild des Vaters (Hebr 1,3), was bedeutet, dass Gott demütig ist. Er reagiert auf Demut. In Jakobus 4,6 heißt es: »Umso reicher aber ist die Gnade, die er gibt. Darum spricht er: ›Gott widersteht den Hochmütigen; den Demütigen aber gibt er Gnade‹«.

Demut ermöglicht es uns, Gnade von Gott zu empfangen. Die Welt versteht das nicht, und auch die Kirche versteht es zum großen

8 Mehr Gnade, größere Gunst

Teil nicht. Die Menschen wollen als Christen in Gnade wirken und leben sowie die Gunst, Befähigung und Salbung Gottes erfahren, aber sie verstehen nicht, wie Gott über Demut denkt. Ich bete, dass man das von dir nicht mehr behaupten kann, nachdem du dieses Buch zu Ende gelesen hast! Im Folgenden werde ich überzeugende biblische Belege für die besondere Bedeutung der Demut darlegen. Es handelt sich um Erkenntnisse, die mein Leben verändert haben. Wenn du es zulässt, werden sie auch dein Leben verändern. Sei gesegnet.

Ein anderes System

Das Reich Gottes ist ein Reich der Gnade. Alles, was Gott ist und hat, wird uns in Christus unverdientermaßen angeboten (Röm 12,6). Leider kommen viele Gläubige ihr ganzes Leben lang nicht in den Genuss dieser Gnade. Ihnen wird einfach nicht beigebracht, auf Gottes Gnade mit Glauben zu reagieren.

Das Wort Gnade beschreibt also nicht nur Gottes unverdiente Gunst, sondern auch die von ihm kommende Befähigung, Salbung und Kraft in unserem Leben.

Die meisten Leute bezeichnen Gnade als unverdiente Gunst, und obwohl diese Defi nition richtig ist, so ist sie doch nicht vollständig. Die Bibel verwendet das Wort Gnade, um viele verschiedene Dinge zu beschreiben. Paulus sagte, sein Dienst an den Heiden bestehe in einer Verwaltung oder Haushalterschaft der Gnade (Eph 3,2). Im Römerbrief zählt er die Gnadengaben auf (Röm 12,6–8). Der Apostel Petrus sagte, dass wir unsere Gnadengaben als »gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes« einsetzen sollen (1Petr 4,10). Das Wort mannigfaltig bedeutet »vielfältig in Form und Gestaltung«. Das Wort Gnade beschreibt also nicht nur Gottes unverdiente Gunst, sondern auch die von ihm kommende Befähigung,

Mehr Gnade, größere Gunst

In Titus 2,11 steht, dass die Gnade allen Menschen erschienen ist, aber nicht alle Menschen nehmen sie an. Man muss sich demütigen, um zu empfangen, was Gott zur Verfügung gestellt hat. Wir demütigen uns, wenn wir die Errettung durch das empfangen, was Jesus für uns getan hat, anstatt sie durch das erhalten zu wollen, was wir für ihn tun. Jakobus 4,6 (elb) sagt, dass wir uns weiter demütigen müssen, um »größere Gnade« zu erhalten, damit wir so leben können, wie es Gottes Absicht für uns ist:

Er gibt aber desto größere Gnade. Deshalb spricht er: »Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.«

Die Amplified Bible, Classic Edition übersetzt Jakobus 4,6 wie folgt:

Aber er gibt uns immer mehr Gnade (die Kraft des Heiligen Geistes, um dieser bösen Neigung und allen anderen umfassend zu begegnen). Deshalb sagt er: »Gott wendet sich gegen die Stolzen und Hochmütigen, gibt aber den Demütigen (die demütig genug sind, sie zu empfangen) [fortwährend] Gnade.«

Man beachte, dass Gott denen »immer mehr Gnade« gibt, »die demütig genug sind, sie zu empfangen«. Es erfordert Demut, die Gnade Gottes in Empfang zu nehmen. Wenn es aber möglich ist, mehr Gnade zu empfangen, dann muss es auch möglich sein, weniger Gnade zu empfangen. Während Gott also jedem Menschen

Ein anderes System 11 Salbung und Kraft, die sich in unserem Leben auswirken. Kurz gesagt, Gnade ist alles Gute, das von Gott kommt.

Als gläubiger Mensch wünschst du dir wahrscheinlich viele gute Dinge für dein Leben. Du betest vermutlich für deine Ehe oder auch für deine Kinder. Du hast vielleicht Zettel mit »Gesundheit und Wohlstand«-Bibelstellen an deinem Spiegel kleben oder wiederholst, was dein Pastor in seinen Predigten sagt. Aber wenn es dir an Demut fehlt, wirst du die Gnade Gottes in deinem Leben begrenzen. Du wirst nicht weniger von seinem Geist haben, der ja in dir wohnt (Kol 1,9–10), aber es wird weniger von seinem Geist durch dich fl ießen können. Du wirst gerettet sein, aber nicht weiterkommen. Du musst lernen, mit den Gesetzen des Reiches Gottes zu kooperieren, und dich dafür entscheiden, die Dinge auf Gottes Weise zu tun, damit du die ganze Fülle seiner Gnade erfahren kannst.

Das Reich Gottes funktioniert nach einem anderen System als diese Welt. Als Jesus sah, wie geladene Gäste bei einem Festmahl im Haus eines Pharisäers die Ehrenplätze besetzen wollten, riet er ihnen, einen weniger ehrenvollen Platz zu wählen. Denn falls jemand Wichtigeres käme, wäre der Gastgeber dann nicht gezwungen, die betreffende Person zu demütigen, indem er sie umsetzte. Vielleicht würde der Gastgeber ihr sogar vor den Augen aller Gäste einen ehrenvolleren Platz anbieten. »Denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden« (Lk 14,11). Weißt du, ich sehe das immer wieder, wenn ich Pastorenkonferenzen besuche. Die Leute drängen sich nach vorn, um entweder einflussreichen Predigern möglichst nahe zu kommen, um selbst gesehen zu werden oder auch einfach nur, um den besten Sitzplatz zu ergattern. Aber Jesus sagt, dass man sich in solchen Situationen nicht in den Vordergrund

12 Mehr Gnade, größere Gunst seine Gnade zugänglich macht, entscheiden wir, wie viel von seiner Gnade wir erfahren.

Das steht im Gegensatz zur Denkweise der Welt. Die Welt sagt Dinge wie: »Du musst dich um dich selbst kümmern«, »Wenn ich nicht für mein Weiterkommen sorge, wer dann?« und »Nimm es dir – du hast es verdient.« Die meisten Menschen, die die Titelseiten unserer Zeitschriften schmücken oder für öffentliche Ämter kandidieren, leben so. Sie sind arrogant, egoistisch und unhöflich. Sie glauben, die größte Anerkennung im Leben sei es, sagen zu können: »Ich habe es allein hinbekommen. Ich habe es auf meine Weise geschafft.« Aber das Wort Gottes sagt, dass dies eine große Täuschung ist.

Das Leben eines Menschen [liegt] nicht in seinen eigenen Händen. Es kann auch niemand seinem Leben von sich aus eine bestimmte Richtung geben. — Jeremia 10,23 nlb

Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt. — 1. Johannes 2,16

Das System dieser Welt ist von Gott getrennt. Es ist nicht »von dem Vater«. Leider agieren viele Christen immer noch innerhalb dieses weltlichen Systems des Stolzes und der Unabhängigkeit. Als Gläubige sind wir nicht mehr von dieser Welt; wir sind neue Geschöpfe in Christus (2Kor 5,17). Wir sollten nicht wie die Welt leben. Wir sollten nicht einmal so denken wie weltliche Menschen. Als neue Geschöpfe haben wir eine neue Natur – eine Natur, die nicht mehr nach Sünde giert. Warum habe ich dann immer noch mit Sünde und Egoismus zu kämpfen?, mögen sich manche jetzt fragen. Sie lesen das Wort Gottes, sehen aber ihre eigenen

Ein anderes System 13 drängen oder eine besondere Behandlung und Aufmerksamkeit erwarten soll.

Unzulänglichkeiten und denken, dass sie wohl zwei Naturen hätten. Die eine Natur liebt Gott und will das Richtige tun, während die andere gegen dieses nach Gott strebende Verlangen ankämpft. Das ist schlicht und einfach nicht wahr.

Wie Paulus im Römerbrief erklärt, ist deine alte Natur – der Teil von dir, der sich zur Sünde hingezogen fühlt – gestorben. Er wurde mit Christus gekreuzigt.

Wir wissen ja dieses, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, sodass wir der Sünde nicht mehr dienen; denn wer gestorben ist, der ist von der Sünde freigesprochen. Wenn wir aber mit Christus gestorben sind, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden, da wir wissen, dass Christus, aus den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn. Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben, ein für alle Mal; was er aber lebt, das lebt er für Gott. Also auch ihr: Haltet euch selbst dafür, dass ihr für die Sünde tot seid, aber für Gott lebt in Christus Jesus, unserem Herrn! — Römer 6,6–11

Paulus sagte, so wie Christus der Sünde gegenüber gestorben und auferstanden ist, um Gott zu verherrlichen, sterben auch wir der Sünde gegenüber ab und werden Gott gegenüber lebendig, wenn wir glauben. Die alte Natur, unser »alter Mensch«, ist gestorben. Die neue Natur, von der in 2. Korinther 5,17 die Rede ist, lebt jetzt, um Gott zu verherrlichen, genau wie Jesus es tat. Das bedeutet nicht, dass Christen nicht mehr sündigen können. Doch wir müssen uns von der Sünde nicht länger beherrschen lassen.

Mehr Gnade, größere Gunst

Die Liebe Christi beherrscht uns. Da wir glauben, dass Christus für alle gestorben ist, glauben wir auch, dass wir alle unserem alten Leben gestorben sind. — 2. Korinther 5,14 nlt

Nun haben wir die Wahl: Wir können zulassen, dass die Liebe Christi uns beherrscht, oder wir können unser Leben weiterhin von unseren alten Gewohnheiten und Anschauungen bestimmen lassen. Gott hat unseren mentalen, seelischen Teil nämlich ähnlich einem Computer gestaltet. Wir können unseren Verstand so programmieren, dass bestimmte Handlungen und Verhaltensweisen automatisch ablaufen. Vor der Errettung waren wir alle darauf programmiert, uns selbst an die erste Stelle zu setzen. Der Grund, warum die meisten Christen weiterhin mit Sünde zu kämpfen haben, liegt darin, dass sie diese Einstellungen nicht umprogrammiert haben. Sie haben ihr Denken nicht erneuert.

Wir können zulassen, dass die Liebe Christi uns beherrscht, oder wir können unser Leben weiterhin von unseren alten Gewohnheiten und Anschauungen bestimmen lassen.

Die Sündennatur beherrschte früher unser Denken. Sie lehrte uns, selbstsüchtig zu sein, zu fürchten und zu hassen. Christus hat die Macht dieser Natur gebrochen, aber mit deren alten Gewohnheiten müssen wir uns trotzdem noch befassen. Genau wie ein Computer so lange gemäß seiner Programmierung funktioniert, bis diese geändert wird, verführt uns unser Verstand so lange zur Sünde, bis wir ihn erneuern (Röm 12,2).

Ein anderes System 15

Darauf wollte Paulus im Römerbrief hinaus. Um das Leben Christi zu erfahren und Gott zu verherrlichen, müssen wir erkennen, dass das alte Ich tot ist. Zudem müssen wir Schritte unternehmen, durch die wir unser Denken erneuern – basierend auf der Wahrheit über unser jetziges Wesen –, bis die alten Handlungsweisen und Einstellungen »umprogrammiert« sind. Wir müssen uns von den Einflüssen dieser Welt lösen, damit wir wirksam in Gottes Reich handeln können.

So wie es physikalische Gesetze gibt, deren Regeln die Erde folgt, gibt es auch geistliche Gesetze, die das Reich Gottes bestimmen. Wenn wir lernen, innerhalb dieser Gesetze zu handeln, können wir mehr von seinem Reich erfahren. Zum Beispiel hat Gott die Schwerkraft zu unserem Besten geschaffen. Sie bewahrt uns davor, ins Weltall zu entschweben, und hält unsere Autos auf der Straße. Aber wenn eine Person gegen dieses Gesetz verstößt und von einem Gebäude springt oder mit dem Auto das Brückengeländer durchbricht, kann dasselbe Gesetz, das Gott zu ihrem Segen geschaffen hat, sie töten. Gott hasst die Person nicht. Er hat nichts gegen sie. Hier wirken lediglich die Kräfte der Physik.

Das Gleiche gilt für die Elektrizität. Obwohl sich die Gesetze, die der Elektrizität zugrunde liegen, seit dem Garten Eden nicht geändert haben, brauchten wir doch Tausende Jahre, um herauszufi nden, wie sich Elektrizität richtig nutzen lässt. Erst im Verlauf des Industriezeitalters haben wir verstanden, dass Strom nicht durch alle Materialien gleich gut fl ießt. Für einen Holzhandwerker wie mich mag es einfach sein, eine Lampe aus Holz zu bauen, doch würde ich erwarten, dass diese Lampe ohne stromführende Verkabelung mein Haus beleuchtet, wäre die Enttäuschung vorprogrammiert. Nicht Gott wäre vorzuwerfen, dass er mir kein Licht gebe, sondern ich hätte in dem Fall nicht mit seinen Gesetzen kooperiert.

16 Mehr Gnade, größere Gunst

Demut gehört zu den geistlichen Gesetzen, die Gottes Reich bestimmen. Wenn du versuchst, außerhalb dieses Gesetzes zu leben, wirst du nur Frustration erfahren. Wenn du dich wie in einer Sackgasse fühlst oder den Eindruck hast, alles in deinem Leben laufe schief, kooperierst du vielleicht nicht mit den Gesetzen Gottes. In Sprüche 15,33 heißt es: »Die Furcht des HERRN ist die Schule der Weisheit, und der Ehre geht Demut voraus.« In Gottes Reich gibt es ohne Demut weder Gnade noch Ehre. Du musst lernen, was wahre Demut ist, damit du anfangen kannst, mit ihr zu kooperieren.

Wenn du dich wie in einer Sackgasse fühlst oder den Eindruck hast, alles in deinem Leben laufe schief, kooperierst du vielleicht nicht mit den Gesetzen Gottes.

Ein anderes System 17

Der Fluch des Stolzes

Obwohl ein Großteil der Christenheit biblische Demut nicht versteht, sind sich die meisten darüber einig, dass Demut das Gegenteil von Stolz ist. Gott hasst Stolz (Spr 6,16–19). In Sprüche 13,10 (nlb) heißt es: »Stolz führt zu Streit.« Aller Streit, Zorn und Unfrieden – und die daraus resultierende Bitterkeit – ist eine direkte Folge von Stolz (Spr 17,14).

In Sprüche 18,12 heißt es: »Vor dem Zusammenbruch wird das Herz des Menschen hochmütig, aber vor der Ehre kommt die Demut.« Das bekräft igt, was Salomo in Sprüche 16,18 sagt: »Stolz kommt vor dem Zusammenbruch, und Hochmut kommt vor dem Fall.« Der Hauptgrund, warum Menschen im Leben Probleme haben, ist ihr Stolz. Er ist der Grund, warum Ehen und Karrieren scheitern, warum Menschen mit fi nanziellen Problemen kämpfen und warum ihre Gesundheit leidet.

Das meiste menschliche Elend ist selbstverschuldet. Es ist das direkte Ergebnis unserer Weigerung, uns vor Gott zu demütigen und seiner Weisheit zu folgen.

Das heißt nicht, dass jedes Problem, dem wir begegnen, durch unseren Stolz hervorgerufen wird; unsere Probleme können auch vom Stolz einer anderen Person verursacht werden. Aber das

18 Mehr Gnade, größere Gunst

Oft kommen Menschen zu mir und bitten um Gebet für den Bereich ihrer Finanzen. Nachdem ich dann etwas Zeit mit ihnen verbracht habe, stelle ich unweigerlich fest, dass sie reichlich Einnahmen haben; sie geben einfach nur zu viel Geld aus. Anstatt der Weisheit des Wortes Gottes zu folgen und auf Gewünschtes zu sparen, gönnen sie sich die Dinge lieber gleich und nehmen für alles Kredite auf. Am Ende zahlen sie das Zwei- oder Dreifache des Wertes an Zinsen – dabei wissen sie es eigentlich besser! Sie wissen, wie das Zinssystem funktioniert. Sie wissen, dass sie kein Geld ausgeben sollten, das sie nicht haben. Aber sie wollen das Gewünschte jetzt und sofort. Also setzen sie sich über die Weisheit zugunsten der sofortigen Befriedigung hinweg. Das ist Stolz.

Vielleicht ist es dir nicht bewusst, aber Stolz ist der Anfang aller Sünde. Noch bevor die Sünde von Adam und Eva im Garten Eden die menschliche Rasse zerstörte, wurde Luzifer aufgrund seines Hochmuts aus dem Himmel geworfen:

Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! Wie bist du zu Boden geschmettert, du Überwältiger der Nationen! Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: »Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden; ich will emporfahren auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten mich gleichmachen!«

— Jesaja 14,12–14

Der Fluch des Stolzes 19 meiste menschliche Elend ist selbstverschuldet. Es ist das direkte Ergebnis unserer Weigerung, uns vor Gott zu demütigen und seiner Weisheit zu folgen.

Luzifer hasste Gott nicht, er beneidete Gott. Er wollte »zum Himmel emporsteigen«. Er wollte erhöht werden »dem Allerhöchsten gleich«. Hesekiel nannte Luzifer einen »gesalbten Cherub«. Er sagte, Luzifer sei mit Edelsteinen bedeckt gewesen und sei bei seiner Erschaff ung mit Tamburinen und Flöten ausgestattet worden (Hes 28,13–14). Die meisten Bibelgelehrten glauben, dass Satan ursprünglich als himmlischer Lobpreisleiter geschaffen wurde. Sie sagen, sein Körper selbst habe buchstäblich Musik erzeugt. Aber Luzifer war mit seiner Rolle, die Gott ihm zugedacht hatte, nicht zufrieden; er wollte die Herrlichkeit und Anbetung, die Gott vorbehalten war. Das ist Stolz.

Adam und Eva tappten in dieselbe Falle. Als sie von dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse aßen, hassten sie Gott nicht. Sie wollten wie er sein. Deshalb verwarfen sie Gottes Weisheit und gaben ihrer eigenen den Vorzug. Die meisten Menschen nennen das Ungehorsam, aber im Grunde ist es Stolz. Eva dachte, Gott enthalte ihr etwas vor. Sie dachte, er verweigere ihr einen Segen. Also verließ sie sich auf ihren eigenen Verstand (Spr 3,5), um diesen Segen auf ihre Weise zu bekommen. Sie machte sich von Gott unabhängig.

Gott wollte Adam und Eva nichts anderes verwehren als den ganzen Schmerz, das Leid, den Tod, die Krankheit und die Armut als Folge der Sünde. Es wäre nicht zur Sünde gekommen, wenn sowohl Adam als auch Eva gesagt hätten: »Es ist nicht an mir, zu entscheiden, wann ich Gott vertraue. Gott ist gut. Gott ist Gott, und ich bin es nicht. Er hat es so gesagt, also werde ich gehorchen.« Mit anderen Worten, hätten sie sich gedemütigt und Gottes Weisheit über ihre eigene Weisheit gestellt, hätten sie nicht gesündigt.

Adam und Eva hatten keinen Grund, an Gott zu zweifeln. Er war immer nur gut zu ihnen gewesen. Sie lebten in einer perfekten Welt. Es gab reichlich Nahrung. Es gab keine Schmerzen und

20 Mehr Gnade, größere Gunst

Die Gesellschaft hat dem Stolz einen hohen Stellenwert eingeräumt, und weil die Kirche Demut weder wirklich verstanden noch korrekt gelehrt hat, passen sich viele Gläubige ganz automatisch dem Stolz der Welt an – manchmal auch in Form falscher Demut. Die Bibel sagt uns, dass wir auf eine bestimmte Weise leben sollen, aber wir sagen: »Nein, ich leben auf meine Weise.« Wir wollen göttliche Ergebnisse erzielen, tun aber gottlose Dinge. Obwohl die Bibel ermahnt, man solle nicht an einem Strang mit Ungläubigen ziehen, verstoßen dennoch Tausende bei der Partnerwahl gegen diesen Grundsatz (2Kor 6,14). Anstatt einen Lebenspartner zu wählen, dessen Grundwerte und Überzeugungen mit den eigenen übereinstimmen, wählen viele Menschen einen Partner nur nach dem äußeren Erscheinungsbild. Männer fühlen sich von langem, welligen Haar und einer kurvenreichen Figur angezogen, ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass sich diese Kurven nach zwei oder drei Kindern in die andere Richtung ausdehnen. Frauen wollen einen großen, geheimnisvoll wirkenden, attraktiven Mann. Aber wenn dieser Mann zum Michelin-Männchen wird und seine Gürtelschnalle kein Tageslicht mehr abbekommt, »entlieben« sie sich. Das ist keine Liebe. Das ist einfach nur Begierde, genährt von Stolz.

In Sprüche 22,4 heißt es: »Der Lohn der Demut und der Furcht des HERRN ist Reichtum, Ehre und Leben.« Und obwohl ich sicher bin, dass jeder, der diese Worte gerade vernommen hat, sich nach Reichtum, Ehre und Leben sehnt, werden sich dennoch wohl nur die wenigsten demütigen, um all dies zu erhalten. Nicht viele

Der Fluch des Stolzes 21 keine Probleme. Sie lebten buchstäblich im Paradies. Es gab für sie keinen Grund zu glauben, Gott enthalte ihnen etwas vor. Aber der Stolz trieb sie zur Sünde. Stolz hat all das Böse und den Verfall in dieser Welt ausgelöst, und er treibt uns auch heute noch in die Sünde. Alle Sünde wurzelt im Stolz.

Das ist jetzt zwar nur »Andrewlogie«, aber ich glaube, dass Ernährung und Bewegung nur zu einem kleinen Teil die allgemeine Gesundheit bestimmen – vielleicht zu zwanzig oder dreißig Prozent. Das soll nicht heißen, dass wir uns von Fastfood ernähren und zu Couch-Potatoes werden können. Niemand wird auf diese Weise zu blühendem Leben gelangen. Aber fünf Stunden am Tag zu trainieren und rotes Fleisch zu meiden, ist auch kein Garant für Gesundheit. Viele Menschen befolgen strikte »Gesundheitsregeln«, sind zugleich jedoch wütend und verbittert und hegen Groll in ihrem Herzen. Sie verfluchen sich selbst und andere und verstehen nicht, dass »Tod und Leben in der Gewalt der Zunge« stehen (Spr 18,21). Sie ersetzen Gottes Weisheit durch ihre eigene und sind den Rest ihres Lebens damit beschäft igt, die Folgen abzumildern. Die meisten Menschen würden das nicht als Stolz bezeichnen, aber genau das ist es. Und dieser Stolz vereitelt die Gnade Gottes. Paulus sagte:

Wenn ihr nun mit Christus gestorben seid, dann seid ihr auch von den Mächten und Zwängen dieser Welt befreit.

Weshalb unterwerft ihr euch dann von neuem ihren

Forderungen und lebt so, als wäre diese Welt für euch maßgebend? — Kolosser 2,20 hfa

Mehr Gnade, größere Gunst verwenden Gottes Wort als ernsthaften Ratgeber für ihr Leben. Das Wort Gottes sagt, dass derjenige, der ein gutes und langes Leben haben will, seine Zunge vom Bösen fernhalten und dem Frieden nachjagen muss (Ps 34,13–15). Außerdem heißt es: »Ein fröhliches Herz ist die beste Medizin« (Spr 17,22 nlb) und »Ehre deinen Vater und deine Mutter« (2Mo 20,12 nlb). Das bedeutet, Gesundheit hat auch eine geistliche Komponente.

Wir sollten uns in dieser Welt nicht gänzlich zu Hause fühlen. Wir sollten als »Fremde und Pilger auf Erden« (Hebr 11,13 kjv) leben und wissen, dass unsere wahre Heimat im Himmel ist. Das schließt ein erfülltes Leben nicht aus. Wir entscheiden uns lediglich dafür, nach Gottes Willen zu leben. Der Apostel Jakobus erklärte:

Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, der macht sich zum

Feind Gottes! Oder meint ihr, die Schrift rede umsonst? Ein eifersüchtiges Verlangen hat der Geist, der in uns wohnt.

— Jakobus 4,4–5

Das sind eindringliche Worte. Aber sie entstammen dem Neuen Testament. Die Menschen missverstehen diesen Bibelabschnitt oft. Sie hören das Wort Verlangen und setzen es automatisch mit Sünde gleich. Aber Verlangen, wie es hier verwendet wird, bedeutet einfach, eine starke Sehnsucht zu haben. Verlangen muss nicht zwangsläufig sündig sein. Ein Mensch kann Verlangen nach einem Donut haben. Manche glauben fälschlicherweise auch, in Vers 5 gehe es um den menschlichen Geist. In Wirklichkeit geht es in diesem Vers um den Geist Gottes. Schauen wir uns Vers 5 noch einmal in einer anderen Übersetzung an:

Oder meint ihr etwa, dass die Schrift leer daherredet, wenn sie sagt: »Der Geist, den er in uns wohnen lässt, sehnt sich nach uns, und ihn verlangt es mit eifersüchtiger Liebe, dass der Geist aufgenommen werde«? — Jakobus 4,5 amp

Der Fluch des Stolzes 23

In dieser Bibelstelle geht es nicht darum, dass unser Geist nach der Welt giert, sondern darum, dass der Geist Gottes sich nach uns sehnt und sich wünscht, dass wir uns ihm vollkommen hingeben. In 2. Mose 34,14 heißt es, unser Gott ist ein »eifersüchtiger Gott«, und wie ein liebender Ehemann will Gott uns nicht mit irgendeinem x-beliebigen Kerl teilen, der zufällig um die Ecke wohnt. Er will uns für sich haben. Er will, dass wir ihn lieben und auch seine Werte schätzen. Gott will nicht, dass wir die Werte dieser Welt gutheißen oder sie uns gar zu eigen machen. Wir werden wie Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wenn wir alles lieben, was in und von dieser Welt ist. Wenn wir die Gier verherrlichen und uns an Gewalt und Sinneslust ergötzen, wenn wir Homosexualität bejubeln und den Mord an unschuldigen Kindern ignorieren, begehen wir geistlichen Ehebruch. Das ist Stolz. Gehen wir noch einmal zurück zu Jakobus 4:

Er gibt aber desto größere Gnade. Deshalb spricht er: »Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.« Unterwerft euch nun Gott! Widersteht aber dem Teufel! Und er wird von euch fliehen. — Jakobus 4,6–7 elb

Vers 7 wurde hier nicht zusammenhanglos eingeschoben. In diesem Abschnitt geht es immer noch um das Verhältnis von Demut und Stolz. Er besagt, dass wir die nötige Kraft – die Gnade –erhalten, um dem Teufel zu widerstehen, wenn wir uns demütigen und uns Gott unterstellen, indem wir uns ihm unterordnen und seiner Führung folgen, anstatt unserer eigenen Weisheit. Den Teufel zurückzuweisen und Bibelstellen zu zitieren, ist nur ein Teil des Widerstands. Wer jedoch dem eigenen Stolz widersteht, der widersteht damit auch dem Teufel.

Mehr Gnade, größere Gunst

Das Wort »widerstehen« bedeutet im Grunde, dass man aktiv gegen etwas ankämpft. Man kann sich Stolz gegenüber nicht passiv verhalten. Man kann nicht denken: »Was ist schon dabei?« oder »Jeder hat doch seinen Stolz«. Man muss aktiv gegen den Teufel – gegen den Stolz – kämpfen, indem man sich demütigt und sich Gott unterstellt. Stolz ist das Gegenteil von dem, was Gott ist. In Amos 3,3 (elb) steht: »Gehen etwa zwei miteinander, außer wenn sie zusammengekommen sind?« Wenn wir uns entscheiden, stolz unseren eigenen Weg zu gehen, stehen wir im Widerstreit mit Gott. Gott hat zwar auch dann nichts gegen uns, aber er kann nicht mit uns gehen, sonst wären wir beide auf dem falschen Weg!

Du musst aktiv gegen den Teufel – gegen den Stolz –kämpfen, indem du dich demütigst und Gott unterstellst.

In Jakobus 4 heißt es weiter: »Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch!« (Vers 8). Wie »naht« man sich Gott? Man demütigt sich (Vers 10). In Psalm 138,6 (elb) steht: »Ja, der HERR ist erhaben, doch er sieht den Niedrigen, und den Hochmütigen erkennt er von fern.« Mit anderen Worten: Gott hält sich von Stolz fern. Das ist Teil des Fluches, der mit dem Stolz verbunden ist. Hochmütige Menschen können keine enge Beziehung zu Gott haben. Im zweiten Buch Samuel ist eines von Davids Liedern festgehalten, in dem es heißt:

Der Fluch des Stolzes 25

Gegen den Gütigen erzeigst du dich gütig, gegen den Rechtschaffenen rechtschaffen, gegen den Reinen erzeigst du dich rein, aber dem Hinterlistigen trittst du entgegen! Denn du rettest das elende Volk, aber deine Augen sind gegen die Stolzen – du erniedrigst sie! — 2. Samuel 22,26–28

Wenn du vom Leben frustriert bist, wenn deine Gebete nicht erhört werden oder sich die guten Dinge Gottes nicht einstellen, könnte es sein, dass Stolz die Gnade Gottes abstößt. In 1. Timotheus 3 werden die Anforderungen an einen Ältesten aufgeführt. Dort heißt es, dass ein Ältester kein »Neubekehrter« sein soll, »damit er nicht aufgeblasen wird und in das Gericht des Teufels fällt« (1Tim 3,6). Viele denken, diese Bibelstelle bedeute, Satan richte die Menschen, wenn sie hochmütig werden. Tatsächlich gemeint ist aber dies: Wenn wir stolz sind, wenn wir unseren eigenen Weg gehen oder die sichtbare Entfaltung von Gottes Kraft mit unserem Wohlverhalten und unserer eigenen Weisheit verknüpfen, unterstellen wir uns demselben Urteil, das gegen den Teufel verhängt wurde. Wir geraten unter dieselbe Bestrafung, die er erhielt, als er aus der Gegenwart Gottes verstoßen wurde. Stolz wurde verflucht; er ist verurteilt worden. Lass Stolz nicht länger die Grundlage deines Handelns sein, sondern schlage dieselbe Richtung ein, in die Gott geht. Gott widersteht den Stolzen. Das ist nichts Persönliches. Es ist einfach ein Gesetz, das in Gottes Reich gilt.

Mehr Gnade, größere Gunst

ÜBER DEN AUTOR

Als Andrew Wommack am 23. März 1968 der übernatürlichen Liebe Gottes begegnete, wurde sein Leben für immer verändert. Seit vielen Jahrzehnten bereist Andrew Amerika und die Welt und lehrt die Wahrheit des Evangeliums. Seine tiefe Offenbarung von Gottes Wort vermittelt er mit Klarheit und Schlichtheit. Dabei legt er seinen Schwerpunkt auf Gottes bedingungslose Liebe und das Gleichgewicht zwischen Gnade und Glauben. Mit seinem Programm auf GospelTruth.TV erreicht er fast die Hälfte der Weltbevölkerung. 1994 gründete er das Charis Bible College (Charis) und hat seither Charis-Standorte in verschiedenen Großstädten Amerikas und weltweit eröff net. Andrew hat eine Fülle an Lehrmaterial in gedruckter Form und im Audio- und Videoformat veröffentlicht, von dem das meiste kostenlos von seiner Website abgerufen werden kann.

Du kannst das AWM-Team per Brief, Mail oder Telefon kontaktieren:

Andrew Wommack Ministries gGmbH

Postfach 56 03 02, 60407 Frankfurt am Main, Deutschland info@andrewwommack.de | +49 69 64357850

Gebets-Hotline: +49 69 643578578 www.andrewwommack.de

Über den Autor 215

Gospel Truth

Veränderte Herzen

Erneuertes Denken

Verändertes Leben

Zeugnisse kommen von Menschen aus aller Welt, die sich in das Wort Gottes vertieft haben.

Sieh Andrew Wommack in der täglichen Gospel Truth Fernsehsendung.

Du findest die lokalen Sendezeiten und kannst die Sendungen online unter andrewwommack.de/video oder awmi.net/video anschauen.

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