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© Gottes Haus ∙ Sigrid und Martin Baron Text: Martin Baron Mitarbeit: Klaudia Wagner-Diehl, Philipp Schreiber Lektorat: Klaudia Wagner-Diehl ∙ www.wortwirkt.de Grafik: Isabelle Brasche Satz: Roland Senkel Fotos: bigstockphoto.com, verenahahnelt 1. Auflage 2025 ISBN 978-3-943033-68-7 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers. info@gottes-haus.de www.gottes-haus.de


Sämtliche Bibelstellen sind, soweit nicht anders angegeben, der Revidierten Elberfelder Bibel © 1985, 1991, 2006, SCM R. Brockhaus im SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Witten/ Holzgerlingen, entnommen worden. Sonstige verwendete Bibelübersetzungen: JdM: Jesus der Messias, das Neue Testament aus dem griechischen Grundtext, Ulrich Wößner © 2024 GloryWorld-Medien SLT: Schlachter, © 2000 Genfer Bibelgesellschaft NGÜ: Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung © Neues Testament und Psalmen: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz © Altes Testament: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz, Brunnen Verlag GmbH Gießen, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. GNB: Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart EÜ: Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart NeÜ: Neue evangelistische Übersetzung © 2023 Karl-Heinz Vanheiden (Textstand 2023.01) ∙ www.derbibelvertrauen.de LU: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart HFA: Hoffnung für alle, © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. NLB: Neues Leben. Die Bibel; © 2002 / 2006 / 2017 SCM R.Brockhaus, Holzgerlingen ZÜ: Zürcher Bibel 2007/05, © TVZ Theologischer Verlag Zürich AG, Zürich Einfügungen in (Klammern) und Hervorhebungen in den Bibelzitaten durch Fettdruck wurden vom Autor vorgenommen. Der in den Bibelübersetzungen gewöhnlich mit HERR wiedergegebene Name Gottes, JHWH (gesprochen JaHWeH) ist in diesem Buch in die Bibelzitate übernommen worden. So auch Adonai JHWH für „Gott der HERR“. Die Begriffe teufel, satan, dämonen, feind, hölle, finsternis werden in den von Gottes Haus verfassten Texten kleingeschrieben. In den zitierten Bibelstellen ist der Text unverändert wiedergegeben.


Inhaltsverzeichnis Zu diesem Buch

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Vorwort

11

1 Name über allen Namen

19

2 Eine explosive Gemengelage

35

3 Nazareth, Sepphoris und der Tektón

45

4 Jeschua und die Wallfahrtsfeste

51

5 Das Prozedere des Sanhedrin

65

6 Jeschua und die nicht vergebbare Sünde

83

7 Brüskierte Fans und Follower

97

8 Der Heilsbrunnen und der Blindgeborene

109

9 Die Pforten des Hades

123

10 Chanukka und falsche Messiasse

137

11 Die Sache mit der Reinheit

151

12 Große Volksmengen und 10 Aussätzige

169

13 El‘azar und das Zeichen des Jona

177

14 Ego eimi

189

15 Baruch Haba B’schem Adonai … und blankliegende Nerven

207

16 Der bedenkliche Stammbaum eines Gesalbten

221

17 Nazarener und Nazoräer

235

18 Die „Gott Hingegebenen“

243

19 Die letzten Stunden vor der Kreuzigung

251

20 Die Stunden am Kreuz

275

21 Jesu Worte am Kreuz

289

22 Begleiterscheinungen des Todes des Messias

303

23 Das Grab – leer

315

24 Der Auferstandene erscheint

323

25 Die Verheißung des Vaters

339


Nachwort

349

Anhang 1: Willst du Christ werden?

353

Anhang 2: Willst du einen Neuanfang mit Jesus machen?

356

Anhang 3: Jeschua – Das Leben des Messias

359

Anhang 4: Jeschua ha Maschiach

364

Anhang 5: Falsche Messiasse

367

Quellenverzeichnis

372


Zu diesem Buch Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen. Kolosser 3,16

In der Regel liest man die Evangelien jedes für sich, bzw. hintereinander, als einzelne Berichte über das Leben Jesu zu Seiner Zeit hier auf der Erde. Jedes der vier Evangelien bringt einen Überblick über Jeschuas gesamtes Wirken mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten und Aspekten. Manches kommt nur in einem der Evangelien vor, doch vieles wird parallel berichtet, und wir finden es in zwei, drei oder sogar allen vier Evangelien. Doch es gibt noch eine andere und sehr aufschlussreiche Art, die Evangelien zu lesen, nämlich in der chronologischen Reihenfolge der Ereignisse. Dadurch ergeben sich interessante Details, und auf manches fällt ein neues Licht. Verschiedene zeitliche Phasen der Wirksamkeit Jesu werden deutlich, die man sonst nur schwer erkennen kann, zum Beispiel sieht man, wie stark sich die Ereignisse kurz vor der Kreuzigung verdichten, und dass die meisten Berichte der Evangelien sich um diese letzten Wochen und Monate Seines Dienstes drehen. Wie aber ist es möglich, die Evangelien chronologisch zu lesen? Bibelforscher haben sich damit beschäftigt, die Geschehnisse in eine schlüssige Abfolge zu bringen. Als Ergebnis liegen uns zum einen die sogenannten Evangelienharmonien vor. Dazu nimmt man alle Daten und Informationen aus den Evangelien und erstellt eine Art biografische Wirkungsgeschichte des Lebens Jesu als Prosatext – also in Romanform bzw. als Erzählung. Als eine der wichtigsten Orientierungshilfen innerhalb der Chronologie dienen vor allem die drei von Gott angeordneten Wallfahrtsfeste.

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Alternativ kann man die Informationen auch als Synopse erstellen. Diese stellt alle Evangelien parallel zueinander dar, so dass man entsprechende Stellen direkt miteinander vergleichen kann. So sieht man, was die verschiedenen Evangelien zu einem bestimmten Thema berichten und ob sie einen besonderen Schwerpunkt setzen. Gleichzeitig wird – und das ist sehr hilfreich – eine zeitliche Reihenfolge der Ereignisse ersichtlich. Es ist unbedingt empfehlenswert, die Evangelien einmal anhand einer Synopse zu lesen, da dies das Verständnis über den Dienst Jesu deutlich erweitert. Manchmal erkennt man gewisse Zusammenhänge erst dann schlüssig – und das werden wir auf den folgenden Seiten erleben – wenn man die Ereignisse in einer solch chronologischen Abfolge liest. Man sieht, wie sich die Evangelien ergänzen und hat schließlich ein Gesamtbild ganz neuer Art. Unter dem unten angegebenen Link findest du eine Synopse in Kurzform, also die Angaben der jeweiligen Bibelstellen im zeitlichen Ablauf. Diese basiert auf der Arbeit von Frank C. Thompson, einem amerikanischen Theologen und Bibellehrer, der von 1858 bis 1940 lebte. Er wirkte als Pastor in der methodistischen Kirche und beschäftigte sich intensiv mit der systematischen Erschließung der Bibel. Besonders bekannt wurde er durch die Entwicklung der sogenannten Thompson Chain-Reference Bible, einer Studienbibel mit thematisch geordneten Verweisketten, die dem Leser helfen, biblische Themen über alle Bücher hinweg nachvollziehen zu können. In diesem Zusammenhang veröffentlichte er auch eine Synopse. Ziel war es, dem Bibelleser einen klaren Überblick über zusammenhängende oder parallele Texte in den vier Evangelien zu geben. https://www.gottes-haus.de/synopse

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Die Arbeit von Arnold Fruchtenbaum In diesem Buch geht es um eine ganze Reihe von Aspekten des Dienstes Jesu, die heutigen Christen häufig nicht bekannt sind. Sie helfen, das Bild, dieser wichtigsten Persönlichkeit aller Zeiten verständlicher zu zeichnen. Einige Teile dieses Buches wurden durch das Werk Jeschua – Das Leben des Messias aus messianisch-jüdischer Perspektive von Arnold G. Fruchtenbaum inspiriert. Dies betrifft neben der Beschäftigung mit den messianischen Wundern vor allem die letzten Wochen des Dienstes Jesu, Seine Verhaftung, der Prozess, der Ihm gemacht wurde und Seinen Kreuzestod. Ich nehme in den folgenden Kapiteln mehrfach darauf Bezug. Im Anhang 3 findest du eine ausführliche Beschreibung des Buches und eine kurze chronologische Übersicht des Dienstes Jesu (Timetable), wie sie Arnold Fruchtenbaum verwendet.

Danksagung Mein Dank gilt Klaudia Wagner-Diehl und Philipp Schreiber für ihre wichtige und äußerst wertvolle Mitarbeit. Ebenso danke ich dem Theologen Ulrich Wößner für seine bemerkenswerte Übersetzung des Neuen Testament „Jesus der Messias“ (Glory World Verlag), durch die ebenfalls einige Teile dieses Buches inspiriert wurden. Lass dich mitnehmen auf eine spannende Reise in weniger bekannte Aspekte des einzigartigen Dienstes und Lebens Jesu, der wichtigsten Person aller Zeiten.

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Vorwort In diesem Buch wirst du auf eine neue Weise sehen, wie Jeschua ha Maschiach, Jesus der Christus, wirklich lebte und diente. Das Bild, das du von Ihm hast, wird sich schärfen und vielleicht wirst du einige Vorstellungen und vorgefasste Meinungen über Bord werfen.

Jesus war anders Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: Alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen; und er ist vor allem, und alles besteht durch ihn. Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem den Vorrang habe; denn es gefiel der ganzen Fülle, in ihm zu wohnen und durch ihn alles mit sich zu versöhnen – indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes – durch ihn, sei es, was auf der Erde oder was in den Himmeln ist. Kolosser 1,15-20

Viele Menschen – leider auch viele Christen – haben ein sonderbares Bild von Jesus. Es ist geprägt von der eigenen Kultur mit ihren Vorstellungen, Werten und Denkweisen, von den Vorgaben des Gemeindeverbandes, dem sie angehören, von gesellschaftlich akzeptierten Ansichten, von kirchengeschichtlichen Dogmen und vor allem von Filmen, Gemälden, Bildern u. Ä., die Ihn in einem bestimmten Licht zeigen.

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Mit den Fake-Vorstellungen von Jesus aufräumen Während die einen in Ihm den sanft-weichlichen Friedensprediger sehen, den Gutmenschen, dessen Hauptziel es ist, die Menschheit moralisch zu verbessern, ist Er für andere ein mystischer Wunderheiler in wallenden Gewändern. Manche meinen, Seine Aussagen so deuten zu können, dass sie eine dahinterliegende Geheimbotschaft herauslesen können, andere betrachten Ihn als einen abgehobenen, hohlwangigen Heiligen mit himmelwärts gerichtetem Blick, der 10 cm über dem Boden schwebend den Menschen sanft lächelnd zuruft: „Selig sind die Friedfertigen!“ Einige sehen in Ihm nur den alles akzeptierenden Hirten, der jedem noch so widerspenstigen schwarzen Schaf allzu bereitwillig hinterherklettert, manche nur den Revoluzzer. Andere blicken auf Ihn als einen spirituellen Lehrer, irgendwie transzendent, meditativ, andere als verkappten Philosophen. Manche sehen Ihn nur als den blutenden Leidensmann, nur als den triumphierenden König, nur als den bettelarmen Wanderprediger, nur als den zu Unrecht brutal Verfolgten, nur als den mit erhobenem Zeigefinger herumlaufenden Moralprediger, nur als den engelsgleich-verklärten Friedensstifter, nur als den mit feurigen Augen um sich blickenden Propheten, nur als den hingegebenen Kämpfer gegen Ungerechtigkeit, nur als den, der jämmerlich und nackt am Kreuz starb … 2.000 Jahre Kirchengeschichte haben einen ganzen Berg an Vorstellungen eines Jesus geschaffen, der irgendwelchen menschlichen Konzepten und Wünschen entsprechen musste. Wer war Er? – Jesus von Nazareth, die wichtigste Persönlichkeit aller Zeiten. Der Bauhandwerker aus Galiläa, der wie kein anderer die Weltgeschichte prägte. Der Mann, der bis heute in kein Schema, keine Schublade, keine Box passt. Derjenige, dessen Leben, Dienst, Lehre, Tod, Auferstehung und Himmelfahrt die wichtigsten Ereignisse für Milliarden von Menschen sind.

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Ich glaube, dass es eine Meisterleistung des teufels ist, das Bild, das die Menschen von Jesus haben, in vielfältiger Weise so verzerrt zu haben. Von süßlich, weichgespült, weltfremd, bis abweisend, sakral, ernst und starr. Der teuflischen Propaganda ist es vielfach gelungen, ein maskenartiges Jesusbild in den Köpfen der Menschen zu installieren, das mit dem echten Leben nichts zu tun hat; die Darstellung einer Person, die nicht wirklich liebenswert, nicht faszinierend ist, kein Vorbild bietet. Und deshalb scheint Er auch keine Lösungen für die normalen Probleme normaler Menschen in der normalen Welt unserer Tage zu haben. Machen wir uns bewusst: Jesus war Handwerker aus der Mittelmeerregion. Bauhandwerker zu sein, war nicht nur ein sehr bodenständiger Beruf, sondern harte Knochenarbeit. Er war braungebrannt und hatte Muskeln, Er war kein Schlaffi. 15 Jahre oder mehr hatte Er in dem Beruf gearbeitet, nachdem Er in Josefs Handwerkerhaushalt groß geworden war. Alle mussten ran. Er hatte gelernt zuzupacken, war wahrscheinlich ein eher kerniger, markiger Typ, kein Weichei. Die Jungs aus Galiläa waren nicht gerade die feine Oberschicht. Siehe, die weiche Kleider tragen, sind in den Häusern der Könige. Matthäus 11,8

Ebenso die Jünger. Das waren keine Theologen, keine Hochgebildeten, sondern Leute aus der breiten Bevölkerungsschicht, vor allem Fischer und Handwerker. Sie standen mit beiden Beinen im Leben und wussten, wie es zugeht. Und das Leben vor 2.000 Jahren war nicht leicht und bequem. Die Lebenserwartung war eher niedrig, viele Kinder zu haben war die einzige Altersversorgung, Krankheiten bedeuteten Verdienstausfall und Not für die Familie, Behinderte mussten betteln gehen und Missernten führten zu Hungerkatastrophen.

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Jesus hielt keine abgehobenen Referate oder akademischen Vorträge, verschanzte sich nicht hinter einer Kanzel, auf sicherer Distanz zur Zuhörerschaft. Seine Botschaft setzte immer mitten im Leben der Leute an, für jedermann nachvollziehbar. Seine Worte erwischten alle: Soldaten wie Revoluzzer, Huren genauso wie brave Bürger, Bettler und Reiche, Religiöse und Gottlose, Juden und Heiden. Seine vollmächtigen Worte unterschieden sich deutlich von denen der Schriftgelehrten: Und es geschah, als Jesus diese Worte vollendet hatte, da erstaunten die Volksmengen sehr über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten. Matthäus 7,28-29

Was heißt das: mit Vollmacht? Ganz einfach: voller Macht. Seine Worte hatten Macht. Sie waren kein Gelehrtengeschwafel, kein theologischer Diskurs. Sie waren powervoll. Es hat die Leute da erwischt, wo sie standen, wo sie es verstanden haben. Es hat sie getroffen, ging ihnen durchs Herz. Er war ein Mann wie kein anderer, eine faszinierende und mitreißende Persönlichkeit, wie es keine zweite gab. Ein Mensch, dessen Geburtsdatum bis heute umstritten ist, der den biblischen Berichten nach mit Seinen Jüngern niemals weiter als etwa 300 Kilometer um Seine Wahlheimat Kapernaum reiste, dessen öffentlicher Dienst kaum dreieinhalb Jahre umfasste – und doch vermochte Er die Welt in ihren tiefsten Grundfesten für immer zu erschüttern. Er lebte kurz – und schenkte ewiges Leben. Er besaß keine politische Macht, führte keine Armee, bekleidete kein Amt und sammelte kein Vermögen. Seine Botschaft verbreitete Er im Staub der steinigen Wege Galiläas und Judäas, unter Olivenbäumen, in Häusern und Synagogen, auf Märkten, Booten und Hügeln, und ab und zu im Tempel in Jerusalem – es ist bis heute die wichtigste Botschaft der gesamten Menschheitsgeschichte – lebendig, kraftvoll, wirksam, ewig – und deshalb in unzählige Sprachen übersetzt.

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Er heilte die Kranken, befreite die Gebundenen, erweckte Tote, vergab Sündern und offenbarte eine Gnade, die niemand je zuvor gesehen hatte. Er wurde verachtet, verraten, verhört, verspottet, geschlagen und schließlich an ein römisches Kreuz genagelt – als Aufständler gegen das römische Imperium, als König der Juden. Doch Sein Tod war kein Ende, sondern der Wendepunkt der Weltgeschichte. Er ist der Löwe und das Lamm. Der Gekreuzigte und der Auferstandene. Der Bauhandwerker aus Nazareth und der Sohn des lebendigen Gottes. Kein anderer Mensch hat jemals mit so wenig äußerer Macht so tiefe und bleibende Spuren in Herzen, Kulturen und Nationen hinterlassen. Er schrieb niemals ein Buch – und wurde doch zum Inhalt unzähliger Bücher – auch diesem, das du hier in den Händen hältst. Sein Name ist Jeschua. Der Messias. Der Christus. Der Retter der Welt.

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Die meisten Christen haben ein falsches Bild von Mir „Die meisten Christen haben auch heute ein falsches Bild von Mir. Sie haben ein Bild, das ihren Vorstellungen entspricht, ihrer Kultur, ihrem Denken, das nicht Mein Denken ist. Viele verstehen Meine absolute, unteilbare Autorität nicht, weil sie aus einem demokratischen, sozialistischen Denken kommen. Viele verstehen Meine Reinheit und Heiligkeit nicht, weil sie denken, dass Ich ihren Lebensstil aus einem falschen Liebesverständnis tolerieren muss. Viele denken, dass sie gerettet sind, nur weil sie irgendwann mal ein Gebet mitgesprochen haben oder auf einer Mitgliederliste stehen – doch sie haben keine Herzensbeziehung zu Mir. Viele denken, Ich wäre wie sie und sie verstehen nicht, dass ich Gott bin, eins mit dem Vater, und dass die meisten Werke ihres Lebens vor Meinem Angesicht verbrennen werden. Andere denken, Ich sei gesetzlich, kleinkariert, wie die Pharisäer. Wieder andere, ich würde jeden Dreck, jede Dunkelheit zulassen und alles tolerieren. Wieder andere, Ich wäre ein Wunscherfüllungsautomat. So viele denken, sie können einen Lebensstil der Sünde, der Heimlichkeit, der Heuchelei und Lüge leben und sie kämen damit bei Mir schon durch. So viele verstehen nicht, dass Ich Jude bin, dass ich König bin, dass Mir alle Gewalt im Himmel und auf Erden wahrlich und real gegeben ist.

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So viele nahen sich Mir nicht in Ehrfurcht, nicht in Liebe, nicht in Hingabe, nicht im Opfer. So viele meinen, sie können Mich im Gebet herumkommandieren. So viele lesen in Meinem Wort nur selektiv und machen sich nicht die Mühe, es im Gesamten zu verstehen. So viele lesen nur die Segnungen, aber nicht die Gerichtsworte, die Warnungen, die Hinweise auf die Ernsthaftigkeit der Nachfolge. So viele glauben Lehren, die man ihnen beigebracht hat, ohne es wirklich im Geist und in Meinem Wort zu prüfen. Sei vorsichtig! Ich lasse Mich nicht spotten! Entweder bist du im Licht oder in der finsternis. Beides geht nicht. Entweder hast du Öl in deiner Lampe oder nicht. Entweder bist du eins mit Mir oder nicht. Entweder bist du im Reich der Welt oder in Meinem Reich. Die Zeit, auf beiden Seiten zu hinken, ist vorbei. Werde ernsthaft! Die Zeit läuft ab. Strecke dich danach aus, Mich wirklich zu erkennen. Bete um geöffnete Augen, dass du Mich siehst, wie Ich wirklich bin. Nahe dich Mir! Aber nahe dich in Ehrfurcht! Mein Licht, Meine Liebe, Meine Heiligkeit und Herrlichkeit werden dich sonst verzehren wie Feuer.“ 1

1 Prophetisches Diktat, 10. Januar 2024, Martin Baron

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1 Name über allen Namen Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen verliehen, der über jeden Namen ist, damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. Philipper 2,9-11

Wenn Eltern in biblischer Zeit ihrem Kind einen Namen gaben, geschah das nicht beiläufig. Der Name versinnbildlichte ihre Hoffnung, ihr Gefühl, ihr Gebet. Als Rahel einst ihren zweiten Sohn unter Schmerzen zur Welt gebracht hatte, nannte sie ihn Ben-Oni – „Sohn meines Schmerzes“. Jakob aber änderte den Namen in Benjamin – „Sohn des Glücks“ (1. Mose 35,18). Zwei Namen, beide tief mit dem Schicksal des Kindes verknüpft. Ein weiteres Beispiel: Der Name Ikabod, Ausdruck des Entsetzens über den Verlust der Bundeslade (1. Samuel 4,21). Er bedeutet: „Keine Herrlichkeit“.

Namen mit Bedeutung Viele biblische Namen beinhalteten den Namen Gottes. Mit Jo- am Anfang, der Kurzform von Jahwe, beispielsweise Johannes – „Der Herr ist gnädig“; Jonadab – „Der Herr war großzügig“; Joschafat – „Der Herr hat gerichtet“.

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Mit El, hebräisch für Gott, beispielsweise Elisa – „Gott ist Rettung“; Elisabeth – „Gott ist Vollkommenheit“. Oder auch in Endsilben wie -el oder -ja, beispielsweise Samuel – „Von Gott erhört“; Michael – „Wer ist wie Gott?“; Jesaja – „Der Herr ist Heil“; Obadja – „Knecht des Herrn“. Aber auch aus der Natur stammende Namen waren beliebt, beispielsweise Debora – Biene, fleißig und durchsetzungsstark; Jona – Taube, sanft und friedvoll; Rahel – Mutterschaf, fürsorglich und treu. Mitunter kam es zu Namenswechseln. Dies ist in der Bibel nie nebensächlich. Heidnische Herrscher gaben ihren Untergebenen oft andere Namen, um ihre Macht zu demonstrieren. Josef wurde Zafenat-Paneach (1. Mose 41,45); Daniel wurde Beltschazar; und seine drei Mitstreiter Hananja, Mischaël und Asarja erhielten die babylonischen Namen: Schadrach, Meschach und Abed-Nego (Daniel 1,6-7). Aber auch Gott selbst erteilte neue Namen, wenn Er einen Menschen mit einer neuen Berufung beauftragte. Abram wurde zu Abraham (1. Mose 17,5); Sarai zu Sara (1. Mose 17,15); Jakob zu Israel (1. Mose 32,29); Gideon zu Jerubbaal (Richter 6,32). Und Simon wurde von Jesus Kephas genannt – Petrus (Johannes 1,42). Für Gott war und ist ein Name immer mehr als ein Wort. Er ist Berufung, Identität, Zeichen und oft auch Botschaft. Wer überwindet, dem werde ich … einen weißen Stein geben und, auf den Stein geschrieben, einen neuen Namen, den niemand kennt, als wer ihn empfängt. Offenbarung 2,17

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Der Name Jeschua Zur Zeit des Messias sprach man im Heiligen Land Hebräisch oder Aramäisch. Als der Engel dem Priester Zacharias erschien, sagte er: Fürchte dich nicht, Zacharias! Denn dein Flehen ist erhört, und Elisabeth, deine Frau, wird dir einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Johannes nennen. Lukas 1,13

Aber der Engel sagte nicht „Johannes“ – er sagte Jochanan. Das war der ursprüngliche Name. Er bedeutet: „Der Herr ist gnädig.“ Der Name Jeschua – Jesus – wurde ebenfalls von Jahwe selbst festgelegt. Ein Engel erschien Josef im Traum: Und sie wird einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus nennen, denn er wird sein Volk retten von seinen Sünden. Matthäus 1,21

Josef war ein hebräischer Mann. Der Engel sprach mit ihm nicht Griechisch. Er sagte nicht „Iesous“. Er sagte: Jeschua – oder eventuell auch: Jehoschua. Dieser Name war Programm. Denn Jeschua bedeutet: Hilfe, Rettung, Errettung, Befreiung, Erlösung – Heil. Deshalb die Begründung des Engels: „...denn er wird sein Volk retten von seinen Sünden.“ Nur mit dem hebräischen Namen ergibt diese Aussage Sinn. „Du sollst Ihn Rettung nennen – denn Er wird retten.“ Und genau mit diesem Namen wurde Jeschua im Alltag angesprochen. Seine Freunde riefen ihn so; Seine Jünger; auch Seine Gegner. Es war der Name, mit dem Maria – Mirjam – Ihn von klein auf ansprach. Es war der Name, den Ihm der Vater im Himmel gab. Dabei war dieser Name zur damaligen Zeit keinesfalls exotisch. Im ersten Jahrhundert gehörte Jeschua zu den beliebtesten und am 21


häufigsten vorkommenden Vornamen unter jüdischen Männern – gleichauf mit Namen wie: • Schim'on (Simon) • Josef • Jehudah (Judas) • Jochanan (Johannes) • El'azar (Eleasar, bekannt als Lazarus)

Wie aus Jeschua Jesus wurde Der Name unseres Herrn – Jeschua – hat eine lange Reise hinter sich. Durch die Jahrhunderte und die Übertragung in verschiedene Sprachen wurde daraus Jesus. In biblischer Zeit war es üblich, Namen nicht zu übersetzen, sondern zu transliterieren – also den Klang eines Namens in eine andere Sprache zu übertragen, so gut es ging. So wurde zum Beispiel aus Mosche Moses, oder aus Ya'akov Jakob bzw. im Griechischen Iakobos. Im Spanischen wurde daraus sogar Santiago, im Französischen Jacques. Namen veränderten sich mit der Sprache. Auch der Name Jeschua durchlief diesen Weg. In Galiläa, Judäa und Samaria war der Name Jeschua zur Zeit des Messias völlig geläufig. Kein Mensch hatte Schwierigkeiten, ihn auszusprechen. Doch als das Evangelium über die Grenzen Israels hinausging, tauchte das Problem auf, dass die Menschen im Römischen Imperium Latein und/oder Griechisch sprachen. Und einige der Laute, die im Hebräischen oder Aramäischen selbstverständlich waren, existierten dort nicht. Als die Evangelien auf Griechisch verfasst wurden, mussten die Schreiber sich also entscheiden, wie sie den Namen Jeschua im Griechischen wiedergeben wollten. So entstand Schritt für Schritt der Name Iesous:

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