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Jennifer LeClaire hat es wieder geschafft! Der Geist der Isebel kann ohne einen Ahab Geist, der die dämonische Autorität zum Handeln verleiht, nicht überleben. In diesem Buch entblößt Jennifer LeClaire satanische Lügner und religiöse Fälschungen und enthüllt diesen hinderlichen Geist. Ich empfehle das Buch jedem, der die Freiheit in Christus liebt. Dr. Ron Phillips, Hauptpastor, Abba’s House – Autor von „Everyone’s Guide to Demons and Spiritual Warfare” und „Angels and Demons”

Ich habe schon viele Lehren über Isebel und den Geist der Isebel gehört und viele Bücher gelesen. Ich kann ehrlich behaupten, dass dies die beste und gründlichste Lehre über Isebel, ihre Kohorte Ahab und die Armee der Finsternis ist, die mit ihr zusammenarbeitet, um ihre verführerische Agenda zu stärken. Dieses Buch wird dir helfen, sowohl die Machenschaften der Isebel zu erkennen und wahrzunehmen, als auch sicherzustellen, dass in deinem persönlichen Leben keine Türen offen bleiben, damit dieser Feind dich missbraucht. Die Bibel sagt uns, dass wir über die Absichten des Feindes nicht unwissend bleiben sollen, damit er uns nicht übervorteilen kann (2 Kor 2,11). Dieses Buch ist ein „Muss-ich-lesen“ für jeden Gläubigen, der bewaffnet sein will, Isebel zu verstehen, zu erkennen und zu überwinden. Rebecca Greenwood, Mitgründerin von Christian Harvest International und Strategic Prayer Action Network

Satans Hierarchie ist vielleicht komplex und gut etabliert, doch Gott hat Jennifer LeClaire beeindruckende Einsicht und Offenbarung geschenkt, um somit die Spieler im Komplott


des Teufels zu entlarven. In „Isebels Marionetten“ beschreibt sie den unsichtbaren Kampf, den Satan und seine Untergebenen in himmlischen Orten gegen deine Stadt, deine Gemeinde und deine persönliche Bestimmung führen. Sie führt dich dann in eine fesselnde Enthüllung eines der stärksten Fürstentümer überhaupt, Isebel, und bietet dir praktische Strategien an, wie du aufstehen kannst, um Satans „Scheinherrschaft“ zu konfrontieren und zu verwüsten. Kyle Winkler Autor von „Silence Satan“ Erfinder von der App „Shut Up, Devil! “

In ihrem jüngsten Buch „Isebels Marionetten“ öffnet Jennifer LeClaire die Augen des Lesers für die unsichtbare, geistliche Welt. Dieses Buch befähigt die Gemeinde, in Freiheit über die Macht des Feindes zu leben und alle Verheißungen Gottes zu empfangen. Es führt die tiefgehenden und prägnanten Lehren einer der wichtigsten prophetischen Autoren unserer Zeit fort. Ryan LeStrange, Gründer von Impact International Ministries Mitgründer von AwakeningTV.com Autor von „Releasing the Prophetic“


Impressum Englischer Originaltitel: Jezebel’s Puppets von Jennifer LeClaire Copyright © 2016 by Jennifer LeClaire Published by Charisma House Charisma Media/Charisma House Book Group 600 Rinehart Road Lake Mary, Florida 32746 Deutsche Ausgabe: © 2017 Grain-Press,Verlag GmbH Marienburger Str. 3 71665 Vaihingen/Enz eMail: verlag@grain-press.de Internet: www.grain-press.de Übersetzung aus dem Englischen: Tim Thomas Satz: Grain-Press Cover: Grain-Press, Adaption der Originalvorlage. Druck: CPI Germany 25917 Leck

Bibelzitate sind, falls nicht anders angegeben, der Schlachter Bibel 2000 entnommen. Das Buch folgt den Regeln der Deutschen Rechtschreibreform. Die Bibelzitate wurden diesen Rechtschreibregeln angepasst. ISBN: 9783944794853 Best. Nr: 3598485 Amerikanische Originalausgabe: ISBN 978-1-62998-622-7


Widmung

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ieses Buch ist in erster Linie Jesus Christus gewidmet, dem Herrscher über mein Leben. Er ist der König der Könige, der Herr der Herren, der Friedefürst und so viel mehr. Ich verherrliche ihn in jedem Bereich meines Lebens. Er ist der Sieger bei jedem meiner Kämpfe. Er ist meine Weisheit bei der Kriegsführung. Ich gebe ihm dafür alle Ehre, dass er alle, die ihn lieben, befähigt, durch sein Blut und das Wort ihres Zeugnisses zu überwinden.

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Inhalt Widmung..........................................................................5 Inhalt.................................................................................7 Danksagungen...................................................................9 Vorwort...........................................................................11 Kapitel 1 – Satans gefallene Engel...............................13 Kapitel 2 – Isebels Marionetten demaskieren...............37 Kapitel 3 – Isebels Masterplan.....................................53 Kapitel 4 – Ahab, der Befähiger...................................71 Kapitel 5 – Ahabs Allianzen auflösen............................91 Kapitel 6 – Isebels Jasager..........................................111 Kapitel 7 – Isebels falsche Propheten konfrontieren...127 Kapitel 8 – Die königlichen Eunuchen......................143 Kapitel 9 – Der geistlichen Sklaverei entkommen......161 Kapitel 10 – Isebels geistliche Kinder erkennen.........183 Kapitel 11 – Isebel und ihren Kindern Zeit zur Buße einräumen......................197 Kapitel 12 – Isebels Nachkommen überwinden.........211 Kapitel 13 – Das Jehu-Syndrom vermeiden...............227 Kapitel 14 – Du kannst Isebel nicht alles in die Schuhe schieben..........................237 Fußnoten.......................................................................245

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Danksagungen

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ch bin dem Charisma House dankbar für die Gelegenheit, anhand vom Wort Gottes und eigenen Erfahrungen Isebels „Marionetten“ zu entlarven. Besonderer Dank gilt Joy Strang, Tessie DeVore und Maureen Eha. Sie haben mir Mut gemacht, tiefere Erkenntnisse über den Geist der Isebel an den Leib Christi weiterzugeben. Ebenfalls bin ich Linda Willoughby von Keepers of the Flame und Michelle Smith für ihre treue Fürbitte für mich beim Schreiben dieses Buches dankbar.

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Vorwort

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u hältst in deiner Hand kein gewöhnliches Buch, sondern ein Handbuch, eine Anleitung. „Isebels Marionetten“ ist voll Weisheit und zeigt dir, wie du geistliche Kampfführung effektiv praktizieren kannst. Ich wünschte, ich hätte dieses Buch geschrieben, und das ist vermutlich die größte Anerkennung, die ich zum Ausdruck bringen kann. Einige der Lehren aus diesem Buch werde ich meiner eigenen Sammlung hinzufügen. Als ein Veteran der weltweiten Gebets-, Prophetie- und Kampfführungsbewegung, bin ich manchmal besorgt über die Oberflächlichkeit aktueller Lehren, Praktiken und Dienste, besonders wenn es um ein Thema wie in diesem Buch geht. Doch bei dieser Autorin habe ich das Gefühl, ich genieße gerade ein saftiges Steak. Ihre Lehre ist biblisch ausgewogen, mit historischer Genauigkeit gewürzt, nicht übertrieben, sondern in erster Linie praxisbezogen und mit Perspektive. Jennifer geht sehr gründlich auf den Grund dieses Themas. Der Begriff „der Geist der Isebel“ ist in der Vergangenheit so oft leichtfertig verwendet worden, und jede starke, geistliche Frau, von der sich ein schwacher Pastor bedroht fühlte, wurde gleich als eine Isebel abgestempelt, und das oft auf verleumderische Art. Nun möchte ich aber eines klar sagen: Dämonen 11


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sind geschlechtslos. Darum können Männer auch von dieser dämonischen Macht beeinflusst und als Spielfigur missbraucht werden. Doch dieses Buch dient als Stück Holz, das ins bittere Wasser geworfen wird, um Heilung zu bringen und nicht anzuklagen. (2 Mo 15,25). Ziemlich am Ende dieser Enzyklopädie der Wahrheit wirst du eine sehr weise Aussage lesen: „Keiner ist dagegen immun, selbst diejenigen, die über den ultimativen Untergang der Isebel predigen, dafür beten oder weissagen.“ Dazu muss ich erneut mein aufrichtiges „Ja und Amen“ sagen! Brillant. Das ist eine Weisheit, die für eine Autorin in Jennifers Alter erstaunlich ist. Keiner von uns ist außen vor, außer wenn wir im Licht des Wortes Gottes wandeln und durch das Blut des Lammes Jesus Christus, gereinigt wurden. Stolz ist der Untergang vieler Männer und Frauen Gottes. Darum wollen wir im Geist wandeln, wie es Jesus lehrte. Wir wollen nach den Lehren der Bergpredigt leben. Es ist mir eine Ehre, die Lehre von Jennifer LeClaire in diesem Buch zu empfehlen. Ich bin besonders von der Weisheit und den genauen Recherchen beeindruckt und von dem fürsorglichen Ansatz, der bei der Präsentation dieses heiklen Themas verwendet wurde. Gut gemacht! Sehr gut gemacht! Dr. James W. Goll Gründer von Encounters Network, Prayer Storm und GET eSchool International Autor einiger Bestseller

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KAPITEL 1

Satans gefallene Engel

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ngel sind echt, aber ich habe noch keinen gesehen, außer wenn ein gefallener Engel zählt. Ich zeltete mit einer Freundin in den Smoky Mountains. Wir lagen in unserem kleinen Zelt unter einem sternlosen und mondlosen Himmel, als ich plötzlich jemand – oder etwas – hörte. Es kam von draußen, unmittelbar hinter dem Reißverschluss der Zeltklappe. Zunächst dachte ich, es sei der Wind, der durch die Bäume blies, doch bald wurde mir klar, dass das keine einfache Brise war, die wir hörten. Die nächste logische Schlussfolgerung war, es sei irgendein Tier, das nach Futter suchte. Man hatte mich vor Bären gewarnt, und ich wollte ganz bestimmt keinem Auge in Auge gegenüberstehen! Aber was mir da begegnete, als ich meinen Kopf durch die Zeltklappe steckte, war mindestens genauso furchterregend. Es war ein Geist der Furcht. Damals wusste ich natürlich nicht, dass es ein Geist der Furcht war. Klar war nur, dass eine große schwarze Masse auf mich zukam, die dunkler war als der mondlose Himmel. Ich eilte mit einem schrillen Schrei, der durch die Finsternis hallte, zurück ins Zelt. Meine Freundin war davon überzeugt, dass ich etwas 13


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gesehen hatte, nur nicht, dass es sich um eine geistliche Macht handelte. Sie näherte sich mutig der Zeltklappe und steckte ihren Kopf durch, um selbst einen Blick zu erhaschen. Währenddessen zog ich mich in die hinterste Ecke des kleinen Zeltes zurück. Meine Freundin sah keinen Geist der Furcht, sondern zwei in strahlend weißen Gewändern gekleidete Engel, die ihre Schwerter gezogen hatten. Sie hielten Wache über dem Zeltlager. Ich hörte nur, wie meine Freundin „Wow! Wow! Wow!“ sagte. Dann zog sie ihren Kopf wieder zurück und beschrieb mir in akribischem Detail, was sie gesehen hatte. Ich sprang zur Zeltöffnung, um ebenfalls die Engel zu sehen, aber ich sah nichts als Dunkelheit. Ich witzle immer noch darüber, wie unfair das war. Sie durfte Engel sehen, und ich durfte einen Geist der Furcht sehen – wie mir später einige weise, geistliche „Krieger“ erklärten, die einen tieferen Einblick in die geistliche Welt hatten als ich. Ich habe immer noch keinen Engel noch Dämonen mit meinen Augen gesehen und möchte sie auch gar nicht sehen. Und obwohl ich damals nur die gegnerische Macht sah, zweifele ich seitdem nicht mehr daran, dass es einen Krieg in der geistlichen Welt gibt. Dieser Campingausflug war nicht das letzte Mal, dass ich meine geistlichen Gegner in einem prophetischen Traum oder einer Vision gesehen habe. Doch damals habe ich eine neue Offenbarung über die geistliche Armee Satans bekommen. Ich habe gesehen, wie sie als organisierte Miliz gegen Gottes Willen arbeitet, und wie Dämonen sich miteinander verbinden, um die Drecksarbeit des Teufels zu erledigen, manchmal auf Satans Befehl hin – manchmal auf eigene Faust.

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In diesem Kapitel werde ich dir einige grundlegende Wahrheiten über das Reich Satans mitteilen, die Licht auf das dunkle Lager des Feindes werfen. Einige dieser Bibelstellen sind dir bestimmt sehr vertraut, dennoch sollst du sie nicht nur oberflächlich betrachten. Lass dich durch den Heiligen Geist in tiefere Offenbarungen der Taktiken des Feindes führen. Lass dich von Gottes Geist mit der Wahrheit zurüsten, denn die Wahrheit wird dich vom Angriff des Geistes der Isebel und ihrer Marionetten befreien.

Satan Ist real Wenn man die Existenz Satans und seines dämonischen Clans leugnet, muss man auch die Existenz des Vaters, des Sohnes, des Heiligen Geistes und der Engel im Himmel leugnen. Die Bibel spricht ganz klar von allen diesen Persönlichkeiten, die wir zwar wahrnehmen, aber selten – wenn überhaupt – mit unseren menschlichen Augen sehen. Jesus spricht beispielsweise vom ewigen „Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist“ (Mt 25,41). Er sagt auch: „Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen“ (Lk 10,18). Er spricht von einem Tag, an dem „der Fürst dieser Welt hinausgeworfen“ wird (Joh 12,31). Außerdem sagt Jesus in aller Deutlichkeit, dass Satan ein Reich hat und Dämonen schickt, um sein Werk zu tun:

Da wurde ein Besessener zu ihm gebracht, der blind und stumm war, und er heilte ihn, sodass der Blinde und Stumme sowohl redete als auch sah. Und die Volksmenge staunte und sprach: Ist dieser nicht etwa der Sohn Davids? Als aber die Pharisäer es hörten, sprachen sie: Dieser treibt die Dämonen nicht anders aus als durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen! Da aber Jesus ihre Gedanken kannte, sprach er zu ihnen: Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird 15


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verwüstet, und keine Stadt, kein Haus, das mit sich selbst uneins ist, kann bestehen. Wenn nun der Satan den Satan austreibt, so ist er mit sich selbst uneins.Wie kann dann sein Reich bestehen? Und wenn ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein. Wenn ich aber die Dämonen durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen! (Mt 12,22-28) Gehen wir also an den Anfang zurück und legen eine solide Grundlage für die Realität der Existenz Satans. Wir wollen erläutern, warum er der Feind unserer Seelen ist. Satan hieß nicht immer Satan. Er war ein von Gott geschaffener Engel, den man früher Luzifer nannte, und er war voller Schönheit. In Hesekiel wird ein herrliches, glänzendes Bild von Luzifer vor seinem Fall gemalt:

So spricht Gott, der Herr: O du Siegel der Vollendung, voller Weisheit und vollkommener Schönheit! In Eden, im Garten Gottes warst du; mit allerlei Edelsteinen warst du bedeckt: mit Sardis, Topas, Diamant, Chrysolith, Onyx, Jaspis, Saphir, Karfunkel, Smaragd, und mit Gold. Deine kunstvoll hergestellten Tamburine und Flöten waren bei dir; am Tag deiner Erschaffung wurden sie bereitet. Du warst ein gesalbter, schützender Cherub, ja, ich hatte dich dazu eingesetzt; du warst auf dem heiligen Berg Gottes, und du wandeltest mitten unter den feurigen Steinen. Du warst vollkommen in deinen Wegen vom Tag deiner Erschaffung an, bis Sünde in dir gefunden wurde. (Hes 28,12b-15)

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Der Fall des Luzifers Weiter heißt es, dass Luzifer – der wie Michael ein Erzengel war – „mit Frevel erfüllt“ wurde und sündigte. Darum musste ihn der Vater aus seiner Gegenwart verstoßen. Was war die Wurzel seiner Sünde? Der Stolz. Hesekiels prophetische Aufzeichnung erzählt uns, dass Luzifers Herz sich wegen seiner Schönheit überhoben hat. Seine Weisheit hat er um seines „Glanzes willen verderbt“ (Hes 28,1617). Jesaja gibt uns einen tieferen Einblick in den Fall von Luzifer:

Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! Wie bist du zu Boden geschmettert, du Überwältiger der Nationen! Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: „Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden; ich will emporfahren auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten mich gleichmachen!“ Doch ins Totenreich bist du hinabgestürzt, in die tiefste Grube! (Jes 14,12-15) Doch nicht nur Luzifer wurde aus dem Himmel verstoßen. Dieser charismatische Erzengel schaffte es, ein Drittel von Gottes Dienstengel auf seine Seite zu locken, wie in Offenbarung 12,3-4 steht:

„Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel: siehe, ein großer, feuerroter Drache, der hatte sieben Köpfe und zehn Hörner und auf seinen Köpfen sieben Kronen; und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels nach sich und warf sie auf die Erde. Und der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte, um ihr Kind zu verschlingen, wenn sie geboren hätte.“ 17


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Der Drache ist kein geringerer als Satan. Diese Verse zeigen, dass Satan der Meister der Täuschung ist. Er weiß, wie er den Stolz von Gottes erschaffenen Kreaturen – ob himmlische oder menschliche – ausnutzen kann.Wir gewinnen Einsicht in den Ursprung des Krieges zwischen Gut und Böse durch den Apostel Johannes, der in der Offenbarung schreibt:

Und es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen; und der Drache und seine Engel kämpften; aber sie siegten nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr im Himmel gefunden. Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt; er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen. (Offb 12,7-9) Bis zum heutigen Tag führt Satan Krieg gegen die Gläubigen auf Erden. In Daniel 7,25a heißt es: „Und er wird freche Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben, und er wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern.“ Das Wort „aufreiben“ in diesem Vers heißt wörtlich „jemanden zermürben“. Wenn du jemals schon im Gutestun müde geworden bist (Gal 6,9), dann liegt das wahrscheinlich an dem geistlichen Widerstand, auf den du triffst, der dich zum Aufgeben verführen will. Der Feind deiner Seele ist unerbittlich. Petrus warnt, dass Gott den Hochmütigen widersteht, den Demütigen aber Gnade gibt. Er ermahnt uns: „Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann; dem widersteht, fest im Glauben, in dem Wissen, dass sich die gleichen Leiden erfüllen an eurer Bruderschaft, die in der Welt ist“ (1 Pe 5,8-9). 18


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Ja, der geistliche Krieg mit Satan und den gottlosen Mächten ist real und oft intensiv, besonders wenn du einem dämonischer Ansturm gegenüberstehst.

Deine Vollmacht in Christus Bevor wir aber weitermachen, erinnern wir uns einen Augenblick lang an die gute Nachricht: Wir gewinnen! Wenn du wiedergeboren bist, bist du von der Herrschaft der Finsternis befreit (Kol 1,13). Betrachten wir mal die Offenbarung, die der Apostel Johannes niederschrieb:

Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist gekommen das Heil und die Macht und das Reich unseres Gottes und die Herrschaft seines Christus! Denn hinabgestürzt wurde der Verkläger unserer Brüder, der sie vor unserem Gott verklagte Tag und Nacht. Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod! (Offb 12,10-11) Ja, wir gewinnen, aber das heißt nicht, dass wir nicht kämpfen müssen. Tatsächlich ließen wir uns in die Armee Gottes einberufen, als wir Jesus als Herrn und Heiland annahmen. Wir befinden uns in einem geistlichen Krieg, ob wir uns dem Feind stellen oder nicht. Wenn du nicht begreifst, wer du in Christus bist – wenn du deine Vollmacht in ihm nicht verstehst – dann wirst du nicht erfolgreich gegen den Feind Krieg führen, der gerade gegen dich Krieg führt. Viele Bücher wurden über die Vollmacht der Gläubigen geschrieben. Ich möchte dir nur ein paar Bibelverse mitgeben, die dich an die Kraft erinnern, die dir in Jesus zur Verfügung steht. 19


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Erstens: Gott hat Christus vom Tod durch die Kraft des Heiligen Geistes auferweckt und ihn zu seiner Rechten gesetzt „in den himmlischen Regionen, hoch über jedes Fürstentum und jede Gewalt, Macht und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht allein in dieser Weltzeit, sondern auch in der zukünftigen; und er hat alles seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt“ (Eph 1,20b-23). Wir sitzen nun mit Christus in den himmlischen Regionen (Eph 2,6). Jesus gab seinen Jüngern Vollmacht über Dämonen. Das lesen wir zum ersten Mal in Matthäus 10,1: „Da rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister, sie auszutreiben, und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen.“ Vor seiner Aufnahme in den Himmel sagte Jesus ferner: „Diese Zeichen aber werden die begleiten, die gläubig geworden sind: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden, Schlangen werden sie aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden“ (Mk 16,17-18). Ob wir im Kampf siegen, hängt mitunter von diesen Erkenntnissen ab. Denn obwohl Jesus den Teufel bereits besiegt hat, müssen wir trotzdem den Sieg in unserem eigenen Leben durchsetzen.Wenn wir unsere Vollmacht nicht verstehen – und den nicht wirklich kennen, der uns seine Vollmacht gegeben hat –, können wir sie nicht völlig ausschöpfen. Erinnerst du dich an die sieben Söhne Skevas? Einige jüdische Exorzisten versuchten, im Namen Jesu Dämonen auszutreiben. Die Dämonen wussten aber, dass diese Menschen keine Beziehung zu Christus hatten – zu demjenigen, der seine Vollmacht über Dämonen delegiert – und enttarnten sie. Danach überwältigte sie der Mensch, in dem der böse Geist war, und sie flohen entblößt und verwundet aus dem Haus 20


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(Apg 19,13-17). Um den Sieg Christi in deinem Leben durchzusetzen, brauchst du Erkenntnis darüber, dass du in Christus bist und er in dir ist. Als Jesus seine Jünger fragte, „Für wen haltet ihr mich?“, antwortete ihm Petrus: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes“ (Mt 16,15-16). Daraufhin sagte Jesus zu Petrus:

Glückselig bist du, Simon, Sohn des Jona; denn Fleisch und Blut hat dir das nicht geoffenbart, sondern mein Vater im Himmel! Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreiches sollen sie nicht überwältigen. Und ich will dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben; und was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein; und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein. (Mt 16,17b-19) Die Offenbarung Christi hört nie auf. Man wird die Ewigkeit benötigen, um die Tiefen Christi zu erforschen. Du musst natürlich kein Theologe sein, um deine Vollmacht in Christus über den Satan und seine gottlose Miliz auszuüben. Du musst aber wohl die Kraft des Blutes Christi und die Macht des Namens Jesu verstehen. Und du musst verstehen, dass er dir die Vollmacht gegeben hat, Gottes Willen auf Erden so durchzuführen, wie er im Himmel Realität ist. Mit dieser Erkenntnis bewaffnet, bist du gerüstet für den Krieg in den himmlischen Regionen.

Ein dämonischer Ringkampf In Epheser 6 sagt uns Paulus: „Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke“ (Vers 10) – nicht in unserer Macht, sondern in seiner Macht. Paulus ermahnt uns, unsere geistliche 21


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Waffenrüstung anzuziehen, damit wir gegenüber den Listen des Feindes standhalten und das gut organisierte Reich Satans entlarven können: „Denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen“ (Eph 6,12). Mit anderen Worten, der Feind kann das Verhalten von Menschen beeinflussen, aber letzten Endes kämpfen wir nicht gegen Menschen. Wir kämpfen gegen Dämonen, die in Satans Reich hinter den Kulissen in einer hierarchischen Struktur arbeiten. Bevor wir näher auf diese Erkenntnis eingehen, schauen wir uns einmal die Sportart Ringen an. Ringen ist ein sehr intensiver Kontaktsport. Man kann Ringen nicht aus der Ferne betreiben. In einem Amateurringkampf, zum Beispiel, sind die Körper der beiden Gegner oft ineinander verflochten. In einem Kampf hat mal der eine Kämpfer die Oberhand, mal der andere, bis schließlich einer besiegt wird oder aufgibt. Geistliche Kriegsführung verlangt, dass wir mit körperlosen Feinden, die wir mit unseren menschlichen Augen nicht sehen können, in einen Nahkampf treten und mit ihnen ringen. Das griechische Wort für „Kampf“, das in Epheser 6,12 verwendet wird, ist palé. The New Testament Greek Lexicon definiert den Begriff so: „Ein Ringkampf. Ein Wettkampf zwischen zwei Menschen, in dem jeder bemüht ist, den anderen zu Boden zu werfen. Der Sieger des Wettkampfes ist derjenige, der in der Lage ist, seinen Gegner am Boden zu halten, indem er die Hand auf seinen Hals hält. Unter Christen wird der Begriff im übertragenen Sinne für den Kampf gegen die Macht des Bösen verwendet.“1 22


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Dämonen versuchen, dich zu ersticken oder dich in einem Würgegriff zu halten. Ein Würgegriff ist beim Ringen verboten. Man darf den Gegner nicht erwürgen. Merriam-Webster’s Dictionary definiert „Würgegriff“ folgendermaßen: „Eine Kraft oder ein Einfluss, der die Bewegungsfreiheit oder die Ausdrucksfreiheit unterdrückt oder drosselt.“2 Wenn der Ringer sich aus dem Würgegriff nicht befreit, kann er durch den Blut- oder Sauerstoffmangel ohnmächtig werden. Übertragen auf unsere geistliche Realität heißt das, dass der Feind das Wort Gottes in unserem Mund ersticken möchte, damit wir weder das Schwert des Geistes führen, noch beten können. Der Feind möchte die Offenbarung deiner Vollmacht über ihn und deiner Identität in Christus ersticken. Doch Satan arbeitet nicht allein. Wie wir in Epheser 6,12 gesehen haben, ist Satan Führer eines hoch organisierten Reiches, das aus kooperierenden Dämonen besteht, die seine niederträchtige Arbeit erledigen. Satan ist der Oberbefehlshaber, doch er kann nicht überall zur gleichen Zeit sein. Darum rekrutierte und beauftragte er eine strategische Armee aus Thronen, Herrschaften, Fürstentümer und Gewalten in den himmlischen Regionen, um seine gottlosen Pläne auszuführen. „Denn in ihm (Jesus) ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen“ (Kol 1,16). Hier sehen wir vier Kategorien von unsichtbaren Mächten in der Reihenfolge ihrer Vollmacht: Throne, Herrschaften, Fürstentümer und Gewalten. Hier bekommen wir außerdem tiefere Erkenntnis über Epheser 6,12, der mit „Fürstentümer und Gewalten“ beginnt und mit „geistlichen Mächten der Bosheit in den himmlischen Regionen“ endet. Throne und Herrschaften waren von der Rebellion Satans nicht betroffen. Wir kämpfen also nicht gegen Throne und Herrschaften. 23


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Krieg in den himmlischen Regionen Sehen wir uns noch einmal Epheser 6,12 an: „Denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen.“ Betrachten wir die „himmlischen Regionen“ etwas näher, denn dort sind unsere Feinde tätig. Wo sind diese himmlischen Regionen? Wir wissen bereits, dass es mehr als einen Himmel gibt. In 1. Mose heißt es, dass Gott „die Himmel und die Erde“ schuf (Vers 1). In Psalm 103,26 steht: „Du hast vorzeiten die Erde gegründet, und die Himmel sind das Werk deiner Hände.“ Es gibt also eine Erde, aber mehr als einen Himmel. In der Tat spricht die Bibel von drei Himmeln. Paulus schreibt:

Das Rühmen nützt mir freilich nichts; doch will ich auf die Erscheinungen und Offenbarungen des Herrn zu sprechen kommen. Ich weiß von einem Menschen in Christus, der vor 14 Jahren (ob im Leib oder ob außerhalb des Leibes, ich weiß es nicht; Gott weiß es) bis in den dritten Himmel entrückt wurde. Und ich weiß von dem betreffenden Menschen (ob im Leib oder außerhalb des Leibes, weiß ich nicht; Gott weiß es), dass er in das Paradies entrückt wurde und unaussprechliche Worte hörte, die ein Mensch nicht sagen darf. (2 Ko 12,1b-4) Nun, ich bin nicht besonders gut in Mathe. Oft scherze ich, dass ich Schriftstellerin geworden bin, weil ich nicht rechnen kann. Aber es leuchtet ein, dass es keinen dritten Himmel ohne einen ersten und zweiten geben kann. Da Paulus hier vom „Paradies“ spricht, ist der dritte Himmel augenscheinlich der Ort, an dem sich der Thron Gottes befindet. Der dritte Him24


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mel ist der höchste Himmel. Es gibt keinen höheren Ort als dort, wo Gott auf seinem Thron sitzt. Was ist also mit dem ersten und dem zweiten Himmel? Der erste Himmel ist unsere Erdatmosphäre. In 1. Mose 1,14 steht: „Und Gott sprach: Es sollen Lichter an der Himmelsausdehnung sein, zur Unterscheidung von Tag und Nacht, die sollen als Zeichen dienen und zur Bestimmung der Zeiten und der Tage und Jahre.“ Diese Himmelsausdehnung ist der erste Himmel. In 5. Mose 11,17b lesen wir, dass Gott diesen Himmel kontrolliert und dass er die Macht hat, ihn zu verschließen, „dass kein Regen kommt, und die Erde ihren Ertrag nicht gibt, und ihr bald ausgerottet werdet aus dem guten Land, das der Herr euch gibt!“ Hier ist von der Atmosphäre der Erde die Rede. Der zweite Himmel ist dort, wo die Sterne sind, oder den „Weltraum“. In Psalm 19,2 steht: „Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und die Ausdehnung verkündigt das Werk seiner Hände.“ In diesem Vers bedeutet „die Himmel“ die Sterne. Die Sonne wird in Psalm 19,5-7 als Teil dieses Himmels bezeichnet. Und in Jeremia 8,2 lesen wir über die Sonne, den Mond und die Sterne des Himmels. Die Bibel spricht also von drei Himmeln. Man kann noch viele weitere Stellen in der Bibel finden, wo diese Himmel näher beschrieben werden. Wo findet also der Ringkampf statt? Der Kampf gegen die Armee Satans geschieht im zweiten Himmel. Im dritten Himmel, wo Gott auf dem Thron sitzt, gibt es gewiss keinen Krieg. Und obwohl wir auf der Erde Konflikte erleben, sind sie nicht nur geistlicher Natur. Es gibt allerdings zwischen dem ersten und dem zweiten Himmel Kollisionen, denn „Herrschaften, Gewalten, Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit und geistliche Mächte der Bosheit“ (Eph 6,12b) im zweiten Himmel beeinflussen Menschen und Ereignisse im ersten Himmel.

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Wenn der erste und der zweite Himmel kollidieren In der Bibel gibt es zwei aufschlussreiche Beispiele einer Kollision zwischen dem ersten und dem zweiten Himmel. Das erste Beispiel ist in Hesekiel 28, wo vom Fürsten von Tyrus und vom König von Tyrus die Rede ist. Der Fürst von Tyrus ist ein Herrscher aus Fleisch und Blut. Der König von Tyrus ist ein geistlicher Herrscher. Der Herr weissagt gegen den Fürsten von Tyrus, weil er voller Stolz behauptet, ein Gott zu sein. Außerdem verspricht er, das Königreich des Königs von Tyrus zu zerstören (Hes 28,1-10). Der Herr weissagt aber auch über den König von Tyrus. In Vers 14 wird er der „gesalbte Cherub“ genannt. Das macht klar, dass es sich um einen Geist und keinen Menschen handelt. Tatsächlich ist es Satan selbst. Der hochmütige Charakter Satans manifestierte sich im Fürsten von Tyrus, dessen Herz sich überhoben hat (Vers 5). Er sagt, „Ich bin ein Gott und sitze auf einem Götterthron mitten im Meer“ (Vers 2). Doch so wie Satan ein Engel war und kein Gott, so ist der Fürst von Tyrus „nur ein Mensch und kein Gott“, obwohl er sein „Herz dem Herzen Gottes“ gleichstellt (Vers 2). Satan beeinflusste diesen Fürsten und seine Herrschaft. Das sehen wir in der heutigen Zeit auch. Beispiele sind gottlose Weltherrscher wie Mussolini oder Hitler. Doch es betrifft nicht nur politische Herrscher. Schau dir diese Welt voller Drogenhandel, Menschenhandel und anderen Verbrecherbanden an. Schau dir Pädophilie, Homosexualität und andere Perversionen der Schöpfungsordnung Gottes an. Schau dir die Verbrechen aus Gier an, wie z. B.Veruntreuung oder Diebstahl. Schau dir den Rassismus an, der heute immer noch sehr lebendig ist. Ich behaupte nicht, dass es hinter jeder Tür einen Dämon gibt. Doch bin ich davon überzeugt, dass es Dämonen im zweiten Himmel gibt, die in der Gesellschaft Einfluss ausüben, und zwar 26


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durch Menschen, die sich Gott nicht unterstellen. Es wird da draußen immer dunkler, und das Ende des Zeitalters rückt immer näher. Dämonen gebrauchen Menschen, um ihre Drecksarbeit zu erledigen. Aber Satan gebraucht letzten Endes diese Dämonen, um seine Arbeit zu tun. Wie bereits erwähnt, ist er der Oberbefehlshaber einer bösen Armee. Die gute Nachricht ist: Wir haben Vollmacht. Die Gebete, die wir vom ersten Himmel aus empor schicken, beeinflussen das, was im ersten und im zweiten Himmel passiert. Wir sehen das im Buch Daniel. In Daniel 10,2 lesen wir, dass Daniel drei Wochen lang trauerte. Er fastete für das Volk Israel. Am vierundzwanzigsten Tag des Monats öffnete Gott Daniels Augen für das geistliche Reich. Er sah einen Mann, der in Leinwand gekleidet war, „seine Lenden mit Gold von Uphas umgürtet. Und sein Leib war wie ein Topas, und sein Angesicht strahlte wie der Blitz und seine Augen wie Feuerfackeln; seine Arme aber und seine Füße sahen aus wie leuchtendes Erz, und der Klang seiner Worte war wie das Tosen einer Volksmenge“ (Verse 3-6). Dieser Mann sagte zu Daniel:

Fürchte dich nicht, Daniel! Denn von dem ersten Tag an, da du dein Herz darauf gerichtet hast, zu verstehen und dich vor deinem Gott zu demütigen, sind deine Worte erhört worden, und ich bin gekommen um deiner Worte willen. Aber der Fürst des Königreichs Persien hat mir 21 Tage lang widerstanden; und siehe, Michael, einer der vornehmsten Fürsten, ist mir zu Hilfe gekommen, sodass ich dort bei den Königen von Persien entbehrlich war. So bin ich nun gekommen, um dir Einblick darüber zu geben, was deinem Volk am Ende der Tage begegnen wird; denn das Gesicht bezieht sich wiederum auf fernliegende Tage! (Dan 10,12b-14)

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In diesem Vers sehen wir den Konflikt im zweiten Himmel deutlich. Dieser Engel ließ sich auf einen Ringkampf mit einem dämonischen Fürsten ein, der das Reich Persien beherrschen sollte. Das war kein natürlicher Fürst, sondern einer von Satans gefallenen Engeln. Dieser Fürst war so stark, dass der Erzengel Michael kommen musste, um ihn zu überwältigen. Das komplette Gefecht im zweiten Himmel dauerte drei Wochen lang. Nachdem der Engel Daniel diese Einblicke Gottes gab, teilte er ihm mit, dass der Krieg noch nicht vorbei ist. Er fragte Daniel: „Weißt du, warum ich zu dir gekommen bin? Nun will ich wieder hingehen und mit dem Fürsten von Persien kämpfen; sobald ich aber ausziehe, siehe, so kommt der Fürst von Griechenland! Doch will ich dir verkünden, was in dem Buch der Wahrheit aufgezeichnet ist; und kein Einziger steht mir mutig bei gegen jene als nur euer Fürst Michael“ (Dan 10,20b-21). Hier sehen wir, dass es Dämonen gab, die sowohl Persien als auch Griechenland zugeordnet waren. Daraus können wir schließen, dass Satan Fürsten in den zweiten Himmel gesetzt hat, die für bestimmte Länder und Städte zuständig sind. In meiner Wohngegend in Südflorida hat der Geist der Isebel einen starken Einfluss. In Offenbarung 2,20 sagt Jesus: „Aber ich habe ein weniges gegen dich, dass du es zulässt, dass die Frau Isebel, die sich eine Prophetin nennt, meine Knechte lehrt und verführt, Unzucht zu treiben und Götzenopfer zu essen.“ Man erkennt den Einfluss des Geistes der Isebel in Südflorida und in anderen Teilen der Nation – sogar in unseren Gemeinden – an den Manifestationen der Unzucht und des Götzendienstes. Nach Angaben des „National Human Trafficking Resource Center“ steht Florida an dritter Stelle bei registrierten Menschenhandels Vergehen.3 Bei der „Human Rights Campaign 2014“, bekam Miami Beach eine Bewertung von 100% – plus 18 Bonuspunkte wo die Unterstützung der Kommunen für Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transsexuellen untersucht wurde.4 Das Forbes Magazine hat 2008 28


Satans gefallene Engel

Miami den zehnten Platz in der Liste der sündigsten Städte der Vereinigten Staaten verliehen.5 In Florida waren mehrere namhafte Pastoren in sexuelle Sünde gefallen. Ich könnte noch viele weitere Beweise für den Einfluss des Geistes der Isebel in unserer Region anführen.

Wenn Jesus Satan besiegt hat, warum müssen wir noch kämpfen? Als Jesus „die Herrschaften und Gewalten entwaffnet hatte, stellte er sie öffentlich an den Pranger und triumphierte über sie an demselben“ (Kol 2,15). Viele Menschen, die gegen geistlicher Kampfführung sind, verweisen auf diese Stelle und behaupten, wir müssen nicht mehr kämpfen, weil der Teufel bereits besiegt ist. Und das stimmt: Der Teufel ist bereits besiegt. Aber nachdem Jesus starb und wieder auferstand, schrieb Paulus an Timotheus: „Kämpfe den guten Kampf des Glaubens“ (1 Tim 6,12), und an die Epheser: „Unser Kampf richtet sich… gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen“ (Eph 6,12). Wenn Satan und seine Dämonen bereits besiegt sind, warum müssen wir weiter kämpfen? Darum: Wir leben auf dieser Erde mit Satans gefallenen Engeln und mit Gottes gefallenen Menschen zusammen. Der Krieg wurde erklärt. Die Beute sind die Seelen der Menschen. Jesus hat sein Leben geopfert, damit die gefallene Menschheit erlöst werden kann. Satan und seine Dämonen entwickeln Strategien, um mit Jesus zu konkurrieren und Gottes Schöpfung durch Verblendung gefangen zu halten. Die Herrschaft der Finsternis macht Überstunden, um die Scheuklappen der verlorenen Seelen intakt zu halten. Ein Teil unserer Aufgabe hier auf Erden ist es, die Erfüllung des Missionsbefehls voranzubringen: 29


Isebels Marionetten

Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen. (Mt 28,18-20) Wir sind Botschafter für Christus und sollen Salz und Licht sein. Wir sollen bezeugen, dass Jesus lebt, das Evangelium verkündigen und Menschen zu Jüngern machen. Satan hasst uns, weil wir in Gottes Ebenbild geschaffen sind. Und aufgrund dieser Tatsachen ergibt sich ein geistlicher Kampf. Wir dürfen in diesem Kampf nicht passiv bleiben. Wir müssen gute und treue Knechte sein, die den guten Kampf des Glaubens kämpfen. Jesus erwartet von uns, dass wir „gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen“ kämpfen. Er erwartet von uns, dass wir mit ihm zusammenarbeiten, um die Gefangenen zu befreien und so kommt es zum geistlichen Kampf. Paulus schreibt:

„Denn obgleich wir im Fleisch wandeln, so kämpfen wir doch nicht nach Art des Fleisches; denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig durch Gott zur Zerstörung von Festungen, sodass wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und jeden Gedanken gefangen nehmen zum Gehorsam gegen Christus, und auch bereit sind, jeden Ungehorsam zu bestrafen, sobald euer Gehorsam vollständig geworden ist“ (2 Kor 10,3-6).

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Natürlich geht es nicht nur um die verlorenen Seelen. Es geht auch um unsere persönliche Beziehung zu Gott, unsere Reife in Christus und die Erfüllung unserer Bestimmung in ihm. So oder so beginnt der geistliche Kampf oft in unseren Gedanken. Tatsächlich sind die „Waffen unseres Kampfes nicht fleischlich, sondern mächtig durch Gott zur Zerstörung von Festungen“ in unserer Gedankenwelt. Im Gegensatz dazu sind die Waffen Satans fleischlich. Sie wirken in unserem „Fleisch“ um Festungen in unseren Gedanken zu errichten. Dabei sind wir diejenigen, die ihm die Munition liefern. Bevor wir in der Fülle der Kraft wandeln können, um Gefangene zu befreien, müssen wir zunächst die Kämpfe in unserer eigenen Gedankenwelt gewinnen. Wir können sie gewinnen, indem wir die „Vernunftschlüsse zerstören“. Das heißt unter anderem, dass wir den Helm des Heils und auch die übrigen Teile der Waffenrüstung Gottes anziehen müssen. Unter diesem Aspekt wollen wir uns Epheser 6 noch einmal betrachten:

Im Übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels; denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen. (Eph 6,10-12)

Denke daran, die Waffenrüstung anzuziehen Laut Paulus lassen wir uns nicht auf einen Ringkampf mit Feinden ein, die uns in einem Würgegriff festhalten wollen, ohne dass wir mit praktischen Lösungen für den Kampf zugerüstet sind. Er gibt uns dafür konkrete Anweisungen: 31


Isebels Marionetten

So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, und die Füße gestiefelt mit der Bereitschaft zum Zeugnis für das Evangelium des Friedens. Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt, und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist, indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet und Flehen im Geist, und wacht zu diesem Zweck in aller Ausdauer und Fürbitte für alle Heiligen. (Eph 6,14-18) Wir sehen hier, dass unsere erste Verteidigungslinie die Wahrheit ist. Wenn du die Wahrheit kennst, wirst du auf die Lügen des Feindes nicht hereinfallen. Dennoch sitzen viele Christen Jahr für Jahr in Gottesdiensten und hören die Wahrheit, schenken aber trotzdem den Lügen des Feindes schnell Gehör. Paulus beschreibt sie als Menschen, „die immerzu lernen und doch nie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können“ (2 Tim 3,7). Wenn du dich nicht mit dem Wort Gottes beschäftigst und kein Täter des Wortes bist, hat der Teufel leichtes Spiel mit dir. Jakobus schreibt: „Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen“ (Jak 1,22). Ebenso wirst du nicht richtig kämpfen können, wenn du die Realität des Kampfes nicht erkennst. Wie schon erwähnt, musst du Erkenntnis über deine Identität in Christus bekommen. Damit kannst du deinen Brustpanzer der Gerechtigkeit stärken. Begreife Folgendes: „Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm zur Gerechtigkeit Gottes würden“ (2 Kor 5,21). Unsere Gerechtigkeit kommt durch den Glauben an Jesus Christus (Röm 3,22). Wir müssen unseren Schild des Glaubens stets hochhalten und wissen, dass Gott zuverlässig ist und sein Wort nie versagt. Wenn dann der Feind seine feurigen Pfeile abschießt, wird das Wasser des Wortes Gottes 32


Satans gefallene Engel

die Flammen löschen, bevor sie unsere Gedanken entzünden können. Der Helm des Heils – das Begreifen dessen, was uns als wiedergeborene Christen zusteht – wird uns helfen, unsere Gedanken zu schützen. Ein Bereich, in dem wir häufig versagen, ist unser Mund. Wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund (Luk 6,45). Darum müssen wir mit Gott zusammenarbeiten, um unsere Herzen zu läutern und von zerstörenden Mächten befreit zu werden. Paulus weist uns an, das Schwert des Geistes zu nehmen, welches das Wort Gottes ist (Eph 6,17). Wenn wir Gottes Wort mit unserem Mund bekennen, wirkt es wie eine Waffe, die jeden bösen Plan des Feindes durchkreuzt. Kein Dämon der Hölle kann gegen Gottes Wort bestehen, denn es ist nicht fleischlich, sondern mächtig – ja, übernatürlich – in Gott. Befinden wir uns aber mitten im Kampf, machen wir oft einen der folgenden drei Fehler: 1. Wir versäumen es, das Schwert des Geistes – das Wort Gottes – zu führen. 2. Wir bekennen die ängstlichen Lügen des Feindes mit unserem Mund. 3. Wir sind wankelmütig – in einem Augenblick bekennen wir das Wort Gottes, im nächsten die Angstlügen des Feindes. Nur wenn wir das Schwert des Geistes beständig führen, werden wir den Sieg Jesu in unserem Leben aufrechterhalten.

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