Vom Knecht zum Kind
Jack Frost
English title: Spiritual Slavery to spiritual Sonship © Copyright 2006–Jack Frost All rights reserved. This book is protected by the copyright laws of the United States of America. This book may not be copied or reprinted for commercial gain or profit. DESTINY IMAGE® PUBLISHERS , INC. P.O. Box 310, Shippensburg, PA 17257-0310 Deutsche Ausgabe: © 2016 Grain-Press Verlag GmbH Marienburger Str. 3 71665 Vaihingen/Enz eMail: verlag@grain-press.de Internet: www.grain-press.de Übersetzung aus dem Englischen: Übersetzung: Verena Bampangi Cover: Grain-Press Druck: CPI Bibelzitate sind, falls nicht anders angegeben der Neues Leben Die Bibel entnommen. Das Buch folgt den Regeln der Deutschen Rechtschreibreform. Die Bibelzitate wurden diesen Rechtschreibregeln angepasst. ISBN 978-3-944794-068 Amerikanische Originalausgabe: ISBN 10: 0-7684-2385-6 ISBN 13: 978-0-7684-2385-3
Widmung
I
ch widme dieses Buch mit großer Bewunderung Kapitän Al Kline. Er war der Erste, der an mich glaubte, als ich selbst nicht an mich glauben konnte. Als ich jung, unsicher und auf der Suche nach mir selbst war, nahm sich Kapitän Kline meiner an und machte mich mit der Seefahrt vertraut. Darüber hinaus wurde er für mich zu einer warmherzigen, heiteren Vaterfigur, die mir nicht nur Zuversicht und Selbstwert vermittelte, sondern auch den Glauben daran, dass es möglich war, alle Widrigkeiten zu überwinden, denen man als Seemann begegnen konnte. Diese Qualitäten halfen mir dabei, inmitten vieler bedrohlicher Stürme des Lebens auf Kurs zu bleiben und den Kopf über Wasser zu halten.
Danksagung
E
nde der 1990er-Jahre waren zwei Lehrer (mit denen ich später befreundet war) maßgeblich daran beteiligt, eine Offenbarung darüber zu bekommen, was es heißt, sein Leben als Sohn und nicht als Knecht oder Waisenkind zu leben.Von James Jordan hörte ich erstmals eine Lehre über das verwaiste Herz (unter www.fatherheart.net kannst du mehr über ihn erfahren). Der andere war Mark Stibbe, durch dessen Buch From Orphans to Heirs ich ebenfalls zu dieser Offenbarung gelangte. Ohne den Beitrag, den diese beiden Männer in den letzten Jahren leisteten, wäre meine Lehre über die Sohnschaft nicht zustande gekommen. Darüber hinaus waren drei Ehepaare maßgeblich daran beteiligt, das allgemeine Wachstum und die charakterliche Entwicklung von mir und meiner Frau Trisha zu fördern, indem sie uns zur Seite standen, während wir gemeinsam die ungelösten Probleme mit unseren Vätern und Müttern aufarbeiteten. Sie sahen schon die ganze Zeit über das Potenzial in unserem Leben und warteten geduldig, bis wir zu reifen Söhnen und Töchtern heranwuchsen und Verantwortung für die Mission übernahmen, für die Jesus
gestorben war: die Liebe Gottes zu erleben und sie an den nächsten Menschen, dem wir begegnen, weiterzugeben. Ich danke meinen geistlichen Eltern Bischof Houston und Evelyn Miles. Sie liebten und achteten mich in den Jahren meiner geistlichen Unreife, als ich geistliche Autoritäten in meinem Leben nur aufgrund dessen wertschätzte, was sie für mich tun konnten und nicht aufgrund der Beziehung. Die sanfte Führung seitens unserer Freunde und Mentoren Roger und Pat Gosnell half mir, mein Schiff in tiefen Gewässern zu halten, als stürmische Winde mich beinahe auf Grund laufen ließen. Sie lehrten mich den Weg der Demut und brachten in mir die Bereitschaft hervor, mich von einer hohen Stufe auf eine niedrigere zu begeben, um eine tiefere Dimension des Wesens Gottes in meinem Leben zu erfahren. Roger brachte mir bei, mich selbst nie so wichtig zu nehmen, dass ich das Reinigen von Toiletten verachten würde. Beim Toilettendienst finden wir wirklich heraus, was in uns steckt! Ganz zu schweigen davon, an welcher Küste Trisha und ich ohne Major Richard und Christine Jones gestrandet wären! Diese Offiziere der Heilsarmee haben uns in den ersten Jahren als Christen wie liebevolle Eltern motiviert, Gottes Berufung nachzugehen. Sie ermutigten mich, die See hinter mir zu lassen und in neue Abenteuer aufzubrechen, indem ich den Verletzten und Unterdrückten diente.
Inhaltsverzeichnis Einleitung.................................................................9 Kapitel 1 Keine Angst!............................................................ 13 Kapitel 2 Das verwaiste Herz.................................................. 43 Kapitel 3 Wessen Mission verfolgst du?................................... 67 Kapitel 4 Ohne Sohnschaft kein Erbe..................................... 99 Kapitel 5 Das Erbe empfangen............................................. 135 Kapitel 6 Waise oder Sohn................................................... 157 Kapitel 7 Nach Hause finden................................................ 173
Kapitel 8 Wessen Sohn bist du?............................................ 199 Kapitel 9 Offene Türen schließen......................................... 219 Kapitel 10 Jacks Bank............................................................. 251 Fragen für das Gespräch Wer ist dein Daddy?.............................................. 279 Anhang A Der Unterschied zwischen dem Herz einer Waise und dem Herz der Sohnschaft......................286 Anhang B Der Dienst der Wiederherstellung.......................... 289
Einleitung
E
inige Menschen würden mich wohl als einen Mann mit Integrität, Mitgefühl, Treue und einem tadellosen Charakter beschreiben.Wenn du allerdings noch vor wenigen Jahren meine Familienmitglieder gefragt hättest, so hätten sie wahrscheinlich Worte wie verbittert, aufgewühlt, kühl, ehrgeizig oder besessen gewählt. Wenn du bei jemandem nachgefragt hättest, der geistliche Autorität über mein Leben hatte und derjenige schonungslos ehrlich gewesen wäre, hätte er vielleicht gesagt: „Jack ist egozentrisch, von sich selbst eingenommen, selbstbezogen und nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht, indem er Menschen dafür achtet, was sie für ihn tun können und nicht wegen einer aufrichtigen Beziehung.“ Nach außen hin war ich ein Mann des Dienstes, der Aufopferung, der Selbstbeherrschung und der offenkundigen Loyalität. Doch innerlich war ich von geistlichem Ehrgeiz erfüllt und von dem innigen Verlangen, etwas zu erreichen und mich von anderen abzuheben sowie der Bereitschaft, mich dafür anzustrengen. Ich hatte ein un9
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stillbares Verlangen, zusammen mit den Reifen und Erfolgreichen gesehen und zu ihnen gezählt zu werden. Dies führte zu einem großen inneren Kampf mit Konkurrenzdenken, Rivalität und Neid. Ich hatte ständig ein durchdringendes Gefühl der Rastlosigkeit; das Gefühl, immer noch irgendetwas tun oder in Ordnung bringen zu müssen, um mich wertgeschätzt, bestätigt, angenommen oder zugehörig zu fühlen. Obwohl ich seit 1980 ein hingegebener Christ war und tiefe Begegnungen mit dem Heiligen Geist hatte, begann ich erst in den späten 1990er Jahren zu verstehen, dass meine Probleme auf das zurückzuführen waren, was ich jetzt als „verwaistes Herz“ kenne. Meine Eltern waren im sportlichen Bereich übertrieben ehrgeizig. Ihre Art, mich zu lieben, gab mir kein Gefühl von Sicherheit und Annahme. Ich war für sie kein „Siegertyp“, also gab es auch keinen Raum für Bestätigung, Trost, Zugehörigkeit oder Zuneigung. Deshalb begann ich, nach jeglicher Anerkennung zu streben, die ich nur bekommen konnte. Das führte dazu, dass mein Leben zwar dem Anschein nach erfolgreich war, doch ich versuchte auch ständig, meine Frustration, meine Ängste und meine Ruhelosigkeit zu verbergen. Ich konnte das verwaiste Herz nicht einfach austreiben. Meine Frau hat es wirklich versucht! Mein Leben lang hatte ich mir Gedankenstrukturen angewöhnt und verkehrte Überzeugungen entwickelt, die letztendlich dazu führten, dass ich wie eine Waise dachte. Diese Denkweise musste ersetzt werden durch eine erfahrbare Offenbarung der Vaterliebe Gottes, und ich musste mein Herz in punc10
Einleitung
to Sohnschaft neu positionieren. Sohnschaft bedeutet, dass unser Herz in Gottes Liebe ruht und sich darin geborgen fühlt. Man glaubt, von Gott angenommen zu sein, ist frei von Scham und Selbstverdammnis, begegnet allen Menschen mit Würde und ist bereit, sich vor Menschen und vor Gott zu demütigen. Man unterstellt sich der Mission Gottes, seine Liebe zu erleben und weiterzugeben. Als ich mich aufmachte, um von der Denkweise eines Waisenkindes zu der eines Sohnes zu gelangen, traten einige bemerkenswerte Veränderungen auf: Das Herz meiner rebellischen Kinder wurde langsam wieder zum Herzen Gottes und auch zu meinem Herzen zurückgeführt. Wo ich hinsichtlich meiner Beziehung zu Autoritäten zuvor das Gefühl hatte, wenig Gunst zu besitzen, wurde meiner Frau und mir jetzt große Ehre erwiesen wurde. Wir erlebten sowohl in finanzieller Hinsicht Wachstum als auch dahingehend, das Leben von Menschen auf der ganzen Welt mit dem Königreich Gottes zu berühren. Dieses Buch soll meine Reise von der Knechtschaft zur Sohnschaft auch zu deiner Reise machen. Ich werde dich an zahlreichen Erlebnissen aus dem Leben auf See, in meiner Familie und in der Gemeinde teilhaben lassen. Jede dieser Geschichten wird dich mal mehr mal weniger an den Punkt bringen, an dem du denkst: „Das bin ja ich! Ich reagiere ähnlich auf Menschen und Umstände!“ Ich werde nicht nur die Wurzeln der Probleme offenlegen, sondern dir auch praktische Wahrheiten an die Hand geben, die dir dabei helfen, von dem Gefühl, wie ein Diener oder Knecht zu leben, dahin zu kommen, dass du dich wie ein wertgeschätzter Sohn oder wie eine wertgeschätzte 11
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Tochter fühlst. Du wirst herausgefordert und überführt werden, aber auch ermutigt und getröstet. Die gewonnene Hoffnung auf Veränderung und Wiederherstellung wird dir helfen, inmitten des Sturms einen sicheren Hafen zu finden. Erlebe die Umarmung des Vaters, Jack Frost
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KAPITEL 1
Keine Angst!
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eeleute nennen es das „Meer der Furcht“. Auf der Drake-Passage, den 500 Meilen des südlichen Ozeans zwischen dem Kap Hoorn und der Antarktischen Halbinsel, befinden sich einige der gefährlichsten Gewässer der Erde. Die Wassertemperaturen sind dort so eisig, dass man in weniger als fünf Minuten wegen Unterkühlung bewusstlos wird und kurz darauf stirbt. Es ist das am schwierigsten zu navigierende Gewässer der Welt. Da auf der Drake-Passage kein Kontinent das Wasser aufhält, strudelt es fortwährend in kreisförmigen Bewegungen von Westen nach Osten. Dazu kommen die Winde, die an mehr als zweihundert Tagen im Jahr mit einer Geschwindigkeit von über 35 Knoten wehen, und diese Passage so überaus gefährlich und unberechenbar machen. Die Bedingungen können sich im Nu von ruhig zu stürmisch verändern und man weiß nie, aus welchem Winkel die Wellen auf einen zukommen. Das Meer der Furcht wurde 13
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für über vierhundert Boote und Schiffe mit ihrer ganzen Besatzung zum nassen Grab. Als zugelassener Kapitän für Fischerboote, der dazu noch ein großer Abenteurer ist, bekomme ich meinen Nervenkitzel, wenn ich in die abgelegensten Gebiete der Erde reise. So kam es, dass ich kürzlich als Teilnehmer einer Expedition vom südlichen Teil Chiles am Kap Hoorn vorbei in das Meer der Furcht segelte. Glaube mir, es geht ganz schön zur Sache, wenn man ein 22 Meter langes Segelboot auf einer dreitägigen Fahrt durch Winde mit einer Geschwindigkeit von 40 bis 50 Knoten und durch bis zu 9 Meter hohe Wellen steuert! Danach verbrachten wir zwei Wochen in der Antarktis. Auf dem Südkontinent war gerade die Jahreszeit, in der die Sonne nie hinter dem Horizont verschwindet. Zwei Wochen lang sahen wir also keine Dunkelheit. Als wir unsere Rückreise durch das Meer der Furcht antraten, sagte der Kapitän der Expedition, der über jahrelange Segelerfahrung in diesem Teil der Welt verfügte: „So ruhig habe ich das Meer der Furcht noch nie erlebt.“ Und es ging tatsächlich kaum ein Wind – genau genommen wehte so ein sanftes Lüftchen, dass wir mit Motorantrieb fuhren. Gleichzeitig hatten wir jeden Quadratzentimeter unserer Segel gehisst, um die sanfteste Brise einfangen zu können. Wir befanden uns 150 Meilen südlich von Kap Hoorn in einem Gebiet des Meeres, in dem schon viele Boote untergegangen waren, weil sich gewaltige Wassermassen ständig mit dem Strom bewegen, der den Kontinentalsockel hinaufkommt und dann förmlich in der Luft ex14
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plodiert. Das war vermutlich der heimtückischste Teil der Passage. Es war 1.30 Uhr morgens, und zum ersten Mal seit zwei Wochen wurde es wieder dunkel - allerdings nur für eine Stunde, dann ging die Sonne wieder auf. Fünf von uns acht Teilnehmern der Expedition lagen unten in ihren Kojen, während der Kapitän, ein Freund und erfolgreicher christlicher Künstler namens David Costello (www.davidcostello.com) und ich im Steuerhaus Dienst hatten. Aufgrund der Windflaute und der ruhigen See war die Nacht bislang nicht sehr ereignisreich gewesen. Wir kümmerten uns hauptsächlich um die Segel und führten bei Bedarf andere Routineaufgaben aus. Das beheizte Steuerhaus war warm und gemütlich. Draußen lag die Temperatur jedoch irgendwo knapp über dem Gefrierpunkt, was für diese Jahreszeit eigentlich recht warm war.
Festhalten Plötzlich nahm der Wind ohne Vorwarnung kräftig zu. Von der Seite her schlug uns Eisregen entgegen und der Wind erreichte schnell Sturmstärke. Innerhalb von Minuten fiel die Temperatur deutlich unter den Gefrierpunkt. Da wir jeden Quadratzentimeter des Segels gehisst hatten, befanden wir uns augenblicklich in einer gefährlichen Situation. Durch das plötzliche Einsetzen des starken Sturms, der auf das großflächige Segel traf, drohte der Mast zu brechen und unser Schiff zu kentern. Das Messgerät, das anzeigt, wie viel Schlagseite ein Boot nach Backbord 15
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oder Steuerbord hat, schlug die ganze Zeit voll aus, als der Wind in unseren Segeln das Boot so weit nach Steuerbord drückte, dass das Wasser über die Decks schwappte. Der Kapitän rief uns zu: „Los, an Deck! Wir müssen einen Teil des Segels einholen, sonst verlieren wir den Mast!“ Das war der Punkt, an dem wir zum ersten Mal während dieser Reise echte Panik verspürten. Wir hatten es mit einem Mann zu tun, der sich mit Expeditionen in der Antarktis und dem Segeln auf dem Südpolarmeer auskannte und schon mehrfach um die Welt gesegelt war. Und eben dieser Mann schrie angsterfüllt die beiden Burschen an, die keinen blassen Schimmer vom Südpolarmeer oder diesen Bedingungen des Meeres hatten. Natürlich waren wir verängstigt – oder besser gesagt „entsetzt.“ Es blieb uns keine Zeit, unsere Polarausrüstungen (Masken, Anzüge und Handschuhe) anzuziehen, denn mit jeder Sekunde, die wir an Zeit verloren, würde das Risiko einer Katastrophe steigen. Doch als wir zur Tür rannten, rief der Kapitän: „Legt eure Gurte an!“ Diese Gurte hatten ein drei Meter langes Seil, eine Rettungsleine, die an einem anderen Seil befestigt war, das vom Heck bis zum Bug des Schiffes verlief. Durch den Sicherheitsgürtel würden wir mit dem Boot verbunden bleiben, falls wir über Bord gespült würden. So würde es möglich sein, wieder zum Boot gezogen zu werden (natürlich nur unter der Voraussetzung, dass wir keinen Herzinfarkt erlitten hätten, weil wir inmitten eines Sturms über Bord gingen, oder wir durch Unterkühlung bereits hinweggerafft worden wären). 16
Keine Angst
Mit angelegten Gurten eilten wir aus dem Steuerhaus auf Deck. Augenblicklich traf uns der stürmische Eisregen wie Hunderte von Nadeln, die unsere ungeschützte Haut durchbohrten. Der Kapitän arbeitete sich zur Mitte des Schiffes vor, um das Hauptsegel einzuholen und beauftragte mich, zur Steuerbordseite zu gehen, wo eines der anderen Segel befestigt war.Weil wir so schwer Schlagseite hatten, war das Wasser an dieser Stelle knietief, und das Einzige, was mich auf Deck hielt, waren zwei Stahlseile, die seitlich am Boot entlang verliefen. Bei dieser Fahrt war David zum ersten Mal über einen längeren Zeitraum auf offener See unterwegs. Wie er mir später erzählte, wurde er von Panik gepackt, als er zum Bug des Schiffes eilte, wie es ihm vom Kapitän aufgetragen worden war. Bei stürmischer See geht es am Bug rund – du bekommst die Fahrt deines Lebens! Selbst wenn es im Meer der Furcht windstill ist, kann man aufgrund der Wasserbewegungen in diesem Gebiet dennoch einen Seegang von drei Metern haben. Wenn dann noch Wind aufkommt, werden daraus schnell bis zu sechs oder neun Meter hohe Wellen. Während der Bug gen Himmel aufsteigt, hält einen die Trägheit der Masse auf Deck. Doch wenn das Boot den Gipfelpunkt der Welle erreicht hat und dann ins Wellental fällt, verschwindet der Bug unter dir, sodass du plötzlich einen halben Meter über dem Deck schwebst, bis der Bug wieder nach oben kommt und du bei Beginn der nächsten Welle wieder landest. Und du bist ständig dabei, dich an irgendetwas festzuhalten, damit du nicht über Bord gespült wirst.
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Ich kroch inzwischen auf meinen Händen und Knien zur Steuerbordseite, um so viel vom Segel einzuholen, dass der Mast nicht weggerissen würde. Der Wind heulte, die Segel knallten und der eisige peitschende Sprühregen betäubte mich bis auf die Knochen. Schließlich waren der Kapitän und ich nahezu gleichzeitig mit unseren Aufgaben fertig, und er schrie: „Geh zurück ins Steuerhaus!“ Sobald der Kapitän und ich in die komfortable Wärme des Steuerhauses zurückgekrochen waren, sagte ich: „Oh Mann, was für ein Abenteuer! Das war gewaltig! Das ist der Grund, weshalb ich mit auf diese Reise gekommen bin!“ Dann blickten wir durch die Frontscheibe und sahen, dass David immer noch am Bug war. Er hatte seine Segelleine eingeholt, doch dabei hatte er das Seil des Segels auf seiner Rettungsleine abgelegt, die an dem Seil befestigt war, das vom Bug zum Heck führte. Obwohl es so aussah, als hätte er sich verheddert, konnte er sich noch bewegen – es wirkte jedoch, als sei er am Bug festgefroren. Er verharrte auf seinen Knien und hielt sich mit aller Kraft an der Reling fest. Jedes Mal, wenn sich das Schiff senkte, hob er – je nach Höhe der Welle – 30 bis 60 Zentimeter vom Deck ab. Von der Seite kam Eisregen, er hatte keine Polarausrüstung, seine Hände waren starr und gefühllos und er schien wie gelähmt. Der Kapitän und ich saßen in der Wärme des Steuerhauses und fragten uns: „Was macht er da bloß?“ Wir konnten keine Erklärung dafür finden, warum David nicht hereinkam. Schließlich schlussfolgerten wir: „Vielleicht genießt er einfach nur die Fahrt seines Lebens.“ Wenige Minuten später kam David zurück ins Steuerhaus gekro18
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chen. „Dave, was hast du denn da draußen gemacht?“ Er sagte kein Wort, sondern ging nach unten in die Toilette und kam erst 15 Minuten später wieder heraus.
Loslassen In den darauffolgenden Tage verlor David uns gegenüber kein Wort über sein Erlebnis am Bug. Jedes Mal, wenn wir das Thema zur Sprache brachten, sagte er nur: „Ich kann nicht darüber reden.“ Nachdem wir am Flughafen bereits sechs Stunden auf unseren Heimflug gewartet hatten, fing David endlich an, sich zu öffnen. Ich sagte: „David, erzähl mir, was dir passiert ist.“ Er sagte: „Ich hatte mein ,Shackleton-Erlebnis‘. Ich erlebte den Augenblick, wegen dem ich mit dir auf diese verrückte Fahrt in die Antarktis gekommen bin.“ Sir Ernest Shackleton war der Leiter einer Expedition in die Antarktis in den Jahren 1915-1917. Mit seiner gesamten Besatzung von siebenundzwanzig Mann überlebte er zwei Jahre auf dem Südkontinent, nachdem der Rumpf ihres Schiffes Endurance von Packeis zerdrückt worden war. David war zu diesem Zeitpunkt 58 Jahre alt. Er war unter extrem rauen Bedingungen aufgewachsen, und bis Mitte dreißig war er Alkoholiker gewesen. In dieser Zeit hatte er das Leben seiner Frau und seiner Töchter zerstört, und auch sein eigenes Leben war aus den Fugen geraten. Dann hatte er eine tiefe Begegnung mit Jesus Christus und mit dem Heiligen Geist. Nachdem er Christ gewor19
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den war, verfolgte er die Botschaft „Das Vaterherz“, die ich bei Shiloh Place Ministries weitergebe. So lernte ich ihn kennen. Er nahm an vielen unserer Veranstaltungen teil, und weil er ebenfalls die See liebte, wurden wir schnell gute Freunde. In der Zwischenzeit wuchs in David das leidenschaftliche Verlangen, dass seine Familie geheilt und wiederhergestellt würde, doch er war sehr frustriert über sich selbst. „Ich verstehe das einfach nicht“, bekannte er mir einmal. „Ich bekomme all diese Lehre, aber die Liebe Gottes wandert einfach nicht von meinem Kopf in mein Herz. Meine Familie braucht noch so viel mehr Heilung, und ich weiß, dass ich hinsichtlich meiner Furcht vor zu viel Nähe und Vertrautheit einen Durchbruch brauche. Es ist, als befände ich mich an einem Ort der Lethargie. Ich kenne alle Prinzipien der Bibel; ich kenne die Prinzipien der Liebe Gottes, doch sie ist für mich noch nie richtig real geworden.“ An jenem Tag am Flughafen sagte David: „Als ich am Bug war, konnte ich meine Rettungsleine nicht losmachen. Ich wusste, dass ich festsaß. Die einzige Möglichkeit, wie ich mich befreien konnte, war, die Rettungsleine vom Sicherungsseil zu entfernen und ohne Absicherung zurück in die warme Kabine zu kommen. Doch die Furcht, über Bord gespült zu werden, hinderte mich daran, loszulassen. Ich saß also da und dachte: ,Eigentlich gar keine schlechte Art zu sterben.‘“ Bei einer Unterkühlung fällt man kurz vor dem Ende in eine Art Rauschzustand, ähnlich wie bei Kokain. David sagte: „Ich war gerade bei diesem Rauschzustand angekommen – was ich schon seit etwa zehn Jahren nicht 20
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mehr erlebt hatte – und fing sogar an, es zu genießen. Da hörte ich in mir eine Stimme, die sagte: ,Lebe!‘ Dann hörte ich sie wieder: ,Lebe!‘ Und dann ein drittes Mal: ,Lebe!‘ Ich fragte: ,Vater, bist du das?‘ Und er sagte: ,Es ist an der Zeit, den Schmerz deiner Vergangenheit loszulassen und von nun an für die Wiederherstellung deiner Familie zu leben. Lass einfach los!‘ Mir wurde klar, dass ich es hier nicht einfach beenden konnte, ohne dass die Herzen meiner Familie geheilt wurden. In diesem Moment machte ich meine Rettungsleine los.“ David konfrontierte seine Ängste und entschied sich, zu leben. Er riskierte es loszulassen, um jenen Heilung zu bringen, denen er in den Jahren, bevor er den Herrn fand, am meisten Schmerzen zugefügt hatte. David erzählte mir später, dass er seine Rettungsleine losgemacht hatte und wartete, bis er zwischen zwei Wellen im Wellental aufsetzte. Gerade als der Bug sich wieder zu heben begann und ihn die Massenträgheit auf dem Deck hielt, sprang er heckwärts und versuchte, sich aus seiner Verstrickung zu befreien. Glücklicherweise konnte er seine Rettungsleine unter dem aufgerollten Seil, herausziehen. Er begann, das Deck entlang zu kriechen, das nicht mehr so sehr nach Steuerbord gekippt war, weil wir jetzt weniger Segel gehisst hatten. Nachdem er genügend Abstand zu dem verhedderten Seil hatte, machte David seine Rettungsleine weiter hinten wieder fest. Schließlich kam er triefnass und schlotternd ins Steuerhaus gekrochen und verschwand unten in der Toilette. Ich nahm an, dass er seine Hose wechselte, doch damit lag ich falsch.
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Später erzählte er mir: „Jack, als ich auf die Toilette ging, rollte ich mich wie ein kleiner Junge zu einer Kugel zusammen. Ich verharrte fünfzehn Minuten in dieser Embryonalstellung. Da passierte es endlich! Alles, was du immer gepredigt hast und was ich mir seit acht Jahren angehört habe, geschah nun endlich. Ich fühlte mich wie ein kleiner Junge in den Armen eines großen Vaters. Als ich so dalag und in den Armen des Vaters weinte, wurde das Vakuum meiner Gefühle langsam ausgefüllt. Ich wusste, dass ich als veränderter Mann nach Hause gehen würde.“ Kürzlich sprach ich mit David und fragte ihn: „David, ist das immer noch so?“ Er antwortete: „Ich fühle mich kein bisschen anders, obwohl die Leute mir sagen, dass ich mich verändert habe. Alle fragen mich, was mit mir passiert sei. Sogar meine Frau und meine Kinder sagen: ,Du bist anders als davor.‘ Ich fühle mich nicht anders, aber sie sagen, dass jetzt Leben aus mir fließt.“ Aus Furcht abgelehnt zu werden, hatte David sich jahrelang gescheut, jemandem zu vertrauen und sich zu öffnen - sogar den Menschen gegenüber, die er liebte. Doch mitten in jener Nacht, am Bug eines vom Sturm gebeutelten Segelbootes, erlebte er den entscheidenden Augenblick seines Lebens. Auf dem Meer der Furcht konfrontierte David seine Ängste und entschied sich für das Leben.
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Keine Angst
Furcht – oder die Umarmung des Vaters? Wie sähe dein Leben aus, wenn du keine Angst hättest? Wie wäre es, wenn du keine Menschenfurcht hättest? Keine Angst davor, was andere über dich denken, weil du dich in der Liebe deines himmlischen Vaters und in seinen freundlichen Gedanken dir gegenüber geborgen fühlst? Keine Angst davor, dein Herz zu öffnen, um wirklich die Tiefe der Liebe Gottes zu erleben, damit du diese Liebe ausleben und an deinen Nächsten weitergeben kannst? Wie sähe dein Leben aus, wenn du keine Angst hättest? Wie wäre deine Ehe? Wie sähe dein Familienleben aus? Deine anderen Beziehungen? Was wäre, wenn du keine Angst davor hättest, zu vertrauen, dich verletzbar zu machen, dich auszustrecken, um andere zu berühren und dich von ihnen berühren zu lassen? Furcht lähmt uns.Wie bei David, der nur wenige Meter von der Sicherheit des Steuerhauses entfernt am Bug dieses Segelbootes erstarrt war, so kann uns die Furcht davon abhalten, Entscheidungen zu treffen, die zu Wärme, Geborgenheit und einem Leben voller Liebe, Frieden und Güte führen. Wie sähe deine Gemeinde aus, wenn du keine Angst hättest? Was wäre, wenn alle in deiner Gemeinschaft der Gläubigen freigesetzt würden von der Furcht, anderen zu vertrauen, abgelehnt oder verlassen zu werden und ihre Herzen für Liebe und Vertrautheit zu öffnen? Furcht lähmt uns. Wir können alles über Gott wissen, aber dennoch kann die Furcht vor Vertrauen und Nähe uns daran hindern, in den Genuss dessen zu kommen, wofür Jesus gestorben ist: Heilung und Wiederherstellung für unsere 23
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Familien und Beziehungen. Viele von uns Christen tun all die richtigen christlichen Dinge, und doch hält uns die Furcht weiterhin davon ab, uns völlig in die liebenden Arme unseres Vaters fallen zu lassen. Fühlst du dich, wenn du morgens aufstehst, wie ein Sohn (oder eine Tochter), der von der Liebe seines Vaters überzeugt ist und lebt, um diese Liebe an andere weiterzugeben? Oder fühlst du dich wie ein Sklave, der ständig mit der Angst vor Versagen oder Ablehnung zu kämpfen hat, der nicht vertrauen kann und sich fragt, was er heute wohl tun muss, um seinen Herrn zu besänftigen? Auf dem Weg von der Knechtschaft zur Sohnschaft wirst du schließlich an den Punkt kommen, an dem du morgens aufstehst und dich von deinem Vater so geliebt und angenommen fühlst, dass dein Daseinszweck nur noch darin besteht, nach Möglichkeiten Ausschau zu halten, wie du diese Liebe an andere weitergeben kannst.
Wie sähe dein Leben aus, wenn du keine Furcht hättest? Entweder leben wir unser Leben so, als hätten wir ein Zuhause, oder wir leben so, als hätten wir keines.1 Entweder leben wir mit einem Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit im Herz des Vaters, erleben seine Liebe und geben sie weiter –, oder wir leben voller Besorgnis und Unsicherheit und kämpfen mit der ständigen Furcht davor, zu vertrauen, abgelehnt zu werden und unser Herz für die Liebe zu öffnen. Das sind die drei Ängste, die allen Menschen gemeinsam ist. 24
Keine Angst
So viele unter uns haben ihre Rettungsleine (das Gefühl der Sicherheit) an „Pseudo-Gefühlen“ festgemacht, die uns früher oder später in unerfüllte Hoffnungen und Träume verstricken. Anstatt unsere Energie aus der Liebe Gottes zu beziehen und unsere Quelle des Lebens und des Friedens in ihm zu haben, versuchen wir, diese in einem trügerischen Gefühl von Leistung, den Leidenschaften des Fleisches, in Macht und Kontrolle, in Besitztümern, einem hohen Rang, in Menschen oder an bestimmten Orten zu finden. Aus irgendeinem Grund glauben wir, dass wir auf keinen Fall weitermachen können, wenn wir nicht diese Quellen des Trostes in unserem Leben haben. Seien wir einmal ehrlich: Wir alle haben doch falsche Quellen des Trostes, oder? Jeder von uns hat Menschen oder Dinge, an denen wir uns festhalten, oder Haltungen und Verhaltensmuster, auf die wir zurückgreifen, wenn unser Leben nicht so verläuft, wie wir es wollen. Diese vermeintlichen Sicherheiten üben eine große Anziehungskraft auf uns aus, selbst wenn wir wissen, dass sie nur eine Fälschung sind. Manchmal ist es leichter, uns an dem Vertrauten festzuhalten und es zu unserer Rettungsleine zu machen - auch wenn es uns nicht erfüllt -, als zu riskieren, loszulassen und etwas zu ergreifen, was uns wirklich befriedigt.Wenn du draußen am Bug stehst, von jeder hohen Welle hin und her geworfen wirst und dir dabei der Eisregen ins Gesicht peitscht, ist es verständlich, wenn du dich an allem festhältst, was dir in die Finger kommt, und sagst: „Ich werde das hier durchstehen.“ Doch wenn du nicht loslässt, wenn du den Griff um dein trügerisches Gefühl der Sicherheit und Bequemlichkeit nicht löst, wirst 25
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du nie die wahre Wärme und Sicherheit des Steuerhauses erfahren - die Umarmung des Vaters. Während dieser 21 Tage, in denen wir in der Antarktis unterwegs waren und die Drake-Passage durchquerten, war diese beengte Kabine unser Zuhause. Wann immer wir uns dort befanden, waren wir sicher und vor Kälte, Wind und Wellen geschützt. Das Problem heutzutage ist, dass so viele Christen nie das Meer der Furcht überquert haben und an diesen Ort von Sicherheit und Geborgenheit gelangt sind. Sind die vielen zerbrochenen Ehen, Familien und Beziehungen dafür nicht Beweis genug? Unser Leben so zu leben, als hätten wir ein Zuhause, bedeutet, dass wir leben, um fortwährend die Liebe Gottes zu erfahren und andere mit dieser Liebe bekannt zu machen. Als Christen sind wir Söhne und Töchter Gottes, und doch leben viele von uns so, als hätten sie kein Zuhause. Wir leben, denken und handeln so, als wären wir Waisenkinder, weil wir die Liebe Gottes des Vaters nie richtig für uns persönlich angenommen haben. Die Stürme, Rückschläge und Enttäuschungen des Lebens führten dazu, dass wir Angst haben, zu vertrauen, loszulassen und es zu wagen, uns verletzlich zu machen, indem wir Gott glauben, wenn er sagt: „Ich liebe dich.“ Weil wir uns selbst nicht lieben, fühlen wir uns nicht liebenswert und finden es schwierig - wenn nicht gar unmöglich - zu glauben, dass uns überhaupt irgendjemand (Gott inbegriffen) lieben könnte. Der Gedanke, dass er uns persönlich liebt, erscheint uns zu gut, um wahr zu sein und weitaus mehr, als wir verdient haben.
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Keine Angst
Und genau das ist der springende Punkt: Es ist weitaus mehr als wir verdienen! Aber es ist dennoch wahr. Gott selbst hat gesagt: „Ich habe dich schon immer geliebt. Deshalb habe ich dir meine Zuneigung so lange bewahrt“ (Jer. 31, 3). Nimm diesen Vers persönlich, denn Gott meint das persönlich. Gott hat dich nicht als Waisenkind ohne ein Zuhause geschaffen. Er hat dich als geliebten Sohn, als geliebte Tochter erschaffen, und du hast in seiner Umarmung ein Zuhause gefunden.
Wir haben ein Zuhause Tatsächlich handelt die ganze Schöpfung davon, dass Gott sich in dir – und in uns allen - sein Zuhause einrichten möchte, und er wird nicht ruhen, bis er das verwirklicht hat. In Jesaja 66, 1 heißt es: „Dies sagt der Herr: ,Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel für meine Füße.“ Was für ein Haus müsstet ihr bauen, damit es diesem gleichkäme? Was wäre das für ein Ort, an dem ich ruhen könnte?‘“ Es ist also kein Tempel oder irgendein anderer Ort, der durch Menschenhand erbaut wurde. In Offenbarung 21, 3 finden wir die Antwort: „Ich hörte eine laute Stimme vom Thron her rufen: ,Siehe, die Wohnung Gottes ist nun bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen und sie werden sein Volk sein und Gott selbst wird bei ihnen sein.“ Gott sagt: „Ich lasse dich nicht als Waise zurück. Du hast in mir ein Zuhause.“ Ein Zuhause ist ein Ort der Sicherheit und Geborgenheit, es ist ein Ort der Wärme und Liebe. Wenn du einmal einen schlechten Tag hast, in der Schule oder auf der Arbeit alle gegen dich sind und 27
Anhang A Der Unterschied zwischen dem Herz einer Waise und dem Herz der Sohnschaft HERZ EINER WAISE
HERZ DER SOHNSCHAFT
Sieht Gott als Gebieter
GOTTESBILD
Sieht Gott als liebenden Vater
Unabhängig /eigenverantwortlich
ABHÄNGIGKEIT
Von anderen abhängig/ erkennt Bedürfnisse an
Lebt durch die Liebe zum Gesetz
THEOLOGIE
Lebt durch das Gesetz der Liebe
Unsicher/Mangel Frieden
SICHERHEIT
an
Strebt nach Lob, Anerkennung und danach, von Menschen angenommen zu werden.
BEDÜRFNIS NACH ANERKENNUNG
Bedürfnis nach persönlichem Erfolg, indem man versucht, Gott und andere zu beeindrucken - oder überhaupt keine Motivation, um zu dienen
MOTIV FÜR DEN DIENST
Pflichtbewusstsein und Gottes Gunst verdienen - oder gar keine Motivation
GEISTLICHE DISZIPLINEN
„Muss“ heilig sein, um Gottes Gunst zu erlangen, deshalb gesteigertes Scham- und Schuldgefühl
Ruhe und Frieden Vollkommen angenommen in Gottes Liebe und durch Gnade gerechtfertigt Die Motivation für den Dienst beruht auf der tiefen Dankbarkeit, von Gott bedingungslos geliebt und akzeptiert zu sein Genuss und Freude
MOTIVE FÜR REINHEIT
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„Will“ heilig sein; möchte nichts tun, was die vertraute Beziehung mit Gott beeinträchtigt
Selbstablehnung durch das Vergleichen mit anderen Sucht Trost in falschen Gefühlen der Zuwendung: Süchte, Zwänge, Realitätsflucht, Beschäftigtsein, übertrieben religiöse Aktivität Wettstreit, Rivalität und Neid im Hinblick auf den Erfolg und die Position anderer
SELBSTBILD
QUELLE DES TROSTES
Positiv und bestätigt, weil es weiß, dass es für Gott wertvoll ist Sucht Zeiten der Ruhe und Abgeschiedenheit, um in der Gegenwart und Liebe des Vaters zu ruhen
BEZIEHUNGEN ZU KOLLEGEN
Demut und Einheit; schätzt andere und kann sich an ihren Segnungen und ihrem Erfolg freuen
Anklage und Bloßstellung, um selbst gut daUMGANG MIT FEHzustehen, indem man LERN ANDERER andere in ein schlechtes Licht rückt
Liebe deckt Fehler zu; versucht andere in einem Geist der Liebe und Sanftmut wiederherzustellen
Betrachtet Autoritätspersonen als Quelle des Schmerzes; ist ihnen gegenüber misstrauisch und es mangelt an einer Herzenshaltung der Unterordnung
Respektvoll, voller Achtung; betrachtet sie als Diener Gottes, die ihrem Leben guttun
Hat Schwierigkeiten, Ermahnung anzunehmen; muss immer recht haben und wird deshalb leicht verletzt und verschließt seinen Geist vor Disziplin Zurückhaltend und an Bedingungen geknüpft; abhängig von dem Verhalten anderer, da man darauf aus ist, die eigenen Bedürfnisse zu stillen
SICHTWEISE IM HINBLICK AUF MENSCHEN MIT AUTORITÄT
SICHTWEISE IM HINBLICK AUF ERMAHNUNG
AUSDRUCK VON LIEBE
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Sieht Ermahnung als Segen und Notwendigkeit in seinem Leben an, damit Fehler und Schwächen aufgedeckt und ausgemerzt werden können Offen, geduldig und liebevoll; stellt eigene Pläne hintenan, um den Bedürfnissen anderer nachzukommen
An Bedingungen geknüpft und weit entfernt Gebundenheit Fühlt sich wie Knecht/Sklave
ein
WAHRNEHMUNG VON GOTTES GEGENWART
Nah und vertraut
ZUSTAND
Freiheit
POSITION
Fühlt sich wie Sohn/eine Tochter
Geistlicher Ehrgeiz; aufrichtiges Verlangen nach geistlichem Erfolg und Bedeutung zu erlangen, sowie die Bereitschaft, sich dafür ins Zeug zu legen; hat den Wunsch, gesehen und zu den Reifen gezählt zu werden
VISION
Meint, sich alles erkämpfen zu müssen
ZUKUNFT
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ein
Täglich die bedingungslose Liebe und Annahme des Vaters zu erleben, um dann als Repräsentant seiner Liebe zur Familie und zu anderen Menschen gesandt zu werden
Sohnschaft Erbe frei
setzt
das
Anhang B Der Dienst der Wiederherstellung Wenn wir durch unsere Handlungen oder aufgrund unserer Einstellung einen anderen Menschen verletzt haben, kann es notwendig sein, zu ihm zu gehen und unsere Fehler wiedergutzumachen, damit destruktive Verhaltensmuster in unseren Beziehungen gebrochen werden. Obwohl Gott uns jedes begangene Unrecht sofort vergibt, sobald wir ihn dafür um Vergebung bitten, kann es durchaus sein, dass wir weiterhin ernten, was wir gesät haben. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen und um verloren gegangenes Vertrauen wiederherzustellen, ist es oftmals notwendig, alles dafür zu tun, um dem anderen Heilung zu bringen und die zerbrochene Beziehung wiederherzustellen. Selbst wenn wir das Gefühl haben, die betreffende Person sei zu achtundneunzig Prozent und wir lediglich zu zwei Prozent schuld, sind wir zu einhundert Prozent dafür verantwortlich, für unsere zwei Prozent Buße zu tun und um Vergebung zu bitten (siehe Mt. 5, 22-26). Möglicherweise reicht es nicht aus, wenn der andere dir vergibt. Es kann sein, dass du wegen deines Verhaltens noch immer unbewusst Schuld oder Schamgefühle mit dir herumträgst und um Vergebung bitten musst, um frei zu werden. Unter Umständen ist die Beziehung auch solange blockiert, bis du der betreffenden Person gegenüber eingestehst, dass du ihr Unrecht getan hast. Selbst wenn der Andere dir bereits vergeben hat, kann es sein, dass 289
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das Vertrauen angeknackst ist. Wenn du dein Fehlverhalten nicht einräumst, ist es für den Anderen schwierig, dir wieder zu vertrauen, weil Vergebung und Vertrauen zwei unterschiedliche Dinge sind. Du reagierst dann entweder mit Selbstmitleid (Kummer wegen des eigenen Leides) oder mit Buße, der man Taten folgen lässt, indem man anfängt, neues Vertrauen zu den Menschen aufzubauen, die verletzt wurden (siehe 2. Kor. 7, 9-11). Selbstmitleid führt nur selten dazu, dass sich unser Verhalten ändert oder Beziehungen wiederhergestellt werden. • Es mindert in unseren Augen die Schwere jeder Sünde, die wir im Hinblick auf mangelnde Liebe und Wertschätzung gegen andere begangen haben. • Wenn wir aufgrund von Selbstmitleid das Gefühl haben, dass das Leben nicht fair zu uns war und andere an unserer Frustration schuld wären, hält uns das von gottgewirkter Buße ab. Wir schauen dann nicht auf Gott, dass er unseren Nöten begegnet, sondern erwarten dies von Menschen. • Selbstmitleid veranlasst uns, die Schuld für Beziehungskonflikte hauptsächlich auf andere zu schieben, weil wir das Gefühl haben, ungerecht behandelt worden zu sein. „Wenn sie mir das nicht angetan hätten ...“ Oder: „Wenn sie doch nur das für mich getan hätten, wäre das Leben besser, und ich wäre nicht gezwungen, mich so zu verhalten!“ • Selbstmitleid veranlasst uns, unsere negative Einstellung zu entschuldigen, indem wir die Schwächen anderer sehen.Weil wir uns in einem besseren 290
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Licht sehen, glauben wir, unser verurteilendes Verhalten oder unser Handeln sei gerechtfertigt. • Selbstmitleid veranlasst uns, andere möglichst davon zu überzeugen, uns zu bemitleiden und anzuerkennen, dass wir unfair behandelt wurden (Entehrung); und so wird die Festung des Selbstmitleids in uns noch mehr befestigt. • Wenn wir in Selbstmitleid gefangen sind, versuchen wir möglicherweise, unsere Versäumnisse im Hinblick auf Beziehungen zu kompensieren, indem wir uns in übertrieben religiöse Aktivitäten stürzen, um uns ein besseres Selbstwertgefühl oder die Annahme vonseiten anderer zu verdienen.Vielleicht entwickeln wir aber auch ein falsches Verantwortungsgefühl geben uns die alleinige Schuld für entstandene Beziehungskonflikte. So geben wie anderen nicht die Möglichkeit, sich mit ihren Problemen auseinanderzusetzen. • Selbstmitleid führt oft dazu, dass andere sich manipuliert oder herabgesetzt fühlen, weil wir unser Herz vor denen verschließen, die nicht in unser Selbstmitleid mit einstimmen. So geben wir anderen das Gefühl, in unseren Augen wenig Wertschätzung oder Achtung zu genießen. • Es kann dazu führen, dass wir auf unsere Gefühle von Verlust oder unerfüllten Erwartungen wütend sind, was uns aber gar nicht bewusst ist. Das verstärkt nur noch unsere Schuldzuweisungen und intensiviert das Gefühl von Ärger, Unsicherheit, 291
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Scham, Isolation, Gleichgültigkeit, Selbstverdammnis, Sucht- und Zwangsverhalten oder Depression. • Wenn wir in Selbstmitleid verharren, sind wir am Arbeitsplatz, in der Gemeinde und zu Hause unzufrieden und wollen uns an einen Ort flüchten, an dem wir Ruhe finden. • Wahre Buße hingegen geht immer mit Taten einher. Hierbei geht es um weitaus mehr, als Tränen zu vergießen oder bestimmte Gefühle zu durchleben. • Buße bedeutet, angesichts der durch unser Verhalten geschehenen Verletzungen und Spannungen so bekümmert zu sein, dass wir bereit sind, uns zu demütigen und alles dafür zu tun, dass Beziehungen wiederhergestellt werden. • Buße bewirkt, dass wir destruktive Gewohnheitsmuster hassen, die dazu geführt haben, dass man anderen gegenüber die Liebe und Gnade Gottes nicht in rechter Weise repräsentiert hat. • Buße bewirkt, dass wir uns mehr um die Bedürfnisse anderer kümmern als um den eigenen Stolz und die Mauern des Selbstschutzes. • Buße bewirkt, dass wir nicht darauf beharren, im Recht zu sein, damit jene, die wir verletzt oder beleidigt haben, Heilung erfahren. • Wahre Buße bewirkt, dass wir den Weg der Offenheit und Transparenz wählen. Wir bekennen dann bereitwillig unsere Sünden – dass wir beispielswei-
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se nicht in Liebe gewandelt sind und andere verletzt oder beleidigt haben. • Wahre Buße bewirkt, dass wir weder nach Ausreden suchen, noch anderen die Schuld zuschieben, noch das Maß unserer Selbsttäuschung oder Furcht vor Vertrautheit - womit wir ja Schwierigkeiten hatten - abzuschwächen. • Wahre Buße bewirkt, dass wir uns nicht auf uns selbst fokussieren (Selbstmitleid). Stattdessen konzentrieren wir uns auf Dinge wie Demut, Bekenntnis,Vergebung, Buße und setzen unsere Kraft dafür ein, den Schmerz zu heilen, den wir anderen zugefügt haben.
Den Dienst der Wiederherstellung ausüben 1. Bitte Gott, dir zu zeigen, auf welche Weise du andere Menschen verletzt oder verärgert hast (siehe Ps.139, 23-24). • Welches ist das Hauptvergehen? Inwiefern hast du diesen Menschen erniedrigt, abgewertet, entehrt oder verletzt? • Bitte den Heiligen Geist, dich konkret zu überführen und in Buße zu führen (siehe Rö. 2, 4). 2. Bitte reife geistliche Leiter, die dich kennen, dort Ermahnung auszusprechen, wo du blinde Flecken hast. • Sprich mit ihnen über die Vergehen, die du bemerkt hast (siehe Jak. 5, 16; Eph. 4, 15).
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• Erteile ihnen die Erlaubnis, dir in Liebe die Wahrheit darüber zu sagen, ob ihnen Verhaltensweisen aufgefallen sind, die für andere möglicherweise beleidigend oder entehrend waren. • Frage sie um Rat, wie du auf die verletzte Person zugehen und die Beziehung wiederherstellen kannst. 3. Bitte um Vergebung, dass du aufgrund deiner Unreife, deiner Einstellung, deiner Handlungen oder aufgrund von Nichtbeachtung Verletzungen verursacht hast. • Sei dankbar für diese Wachstumschance. Gott benutzt diese Situation, um verborgene destruktive Gewohnheitsmuster aufzudecken und auszumerzen. • Rufe die von dir verletzten Personen an und vereinbare einen Termin für ein persönliches Gespräch. Ein Brief ist nicht die beste Wahl, weil sie so nicht die Möglichkeit haben, unmittelbar zu antworten; außerdem wird das Ärgernis noch dokumentiert, anstatt aus dem Weg geräumt. Begegne ihnen mit Demut und Respekt. • Wähle für den Tag des Treffens den für die betreffenden Personen günstigsten Zeitpunkt. Plane genügend Zeit ein, um die Probleme besprechen zu können. • Eröffne das Gespräch, indem du erzählst, dass Gott dir gezeigt hat, dass du ihnen aufgrund deiner Haltung und deiner Handlungen ein falsches Bild der Liebe Gottes präsentiert hast. Zum Beispiel so: 294
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„Gott hat mich darauf aufmerksam gemacht, wie sehr ich daneben lag (nenne das Hauptvergehen, ohne dabei ins Detail zu gehen). Es würde mir viel bedeuten, wenn du mir vergeben würdest.Vergibst du mir?“ • Gehe nicht zu sehr ins Detail, weil du sonst dem Feind etwas gibst, womit er arbeiten kann und die Möglichkeit bekäme, bei deinem Gegenüber erneut Gefühle der Bitterkeit, Feindseligkeit oder Entehrung aufzuwühlen. • Erwarte nicht, dass der andere dir vergibt.Vielleicht tut er es ja, aber setze es nicht voraus, da das nicht immer der Fall ist. • Sprich zu diesem Zeitpunkt die Fehler des Anderen nicht an, sondern übernimm für dein Fehlverhalten die Verantwortung. (Später, falls es deine geistliche Autorität für richtig hält und verloren gegangenes Vertrauen ein Stück weit wiederhergestellt wurde, kannst du den Betreffenden auch auf die Verletzungen ansprechen, die du durch ihn erfahren hast.) • Versuche weder, dein Fehlverhalten abzuschwächen, indem du anderen die Schuld zuschiebst, noch dein Verhalten mit in der Vergangenheit erlittenen Verletzungen zu rechtfertigen, noch dich damit herauszureden, dass du einen schlechten Tag hattest. Das dient nur dazu, die gottgewirkte Buße zu dämpfen. Übernimm die volle Verantwortung dafür, dass du den Anderen nicht geachtet und die Liebe Gottes falsch präsentiert hast. 295
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• Frage die entsprechende Person, ob ihr noch andere Dinge aufgefallen sind, durch die sie oder auch andere verletzt wurden. Bitte um Vergebung und entschuldige dich für jegliches zur Sprache gebrachte Fehlverhalten. • Falls du Mitglieder deiner Familie verletzt oder entehrt hast, solltest du wie in dem Punkt zuvor beschrieben, mit jedem Einzelnen reden. • Falls du aufgrund deiner Haltung oder durch dein Handeln deine gesamte Familie, die gesamte Gemeinde oder sämtliche Kollegen auf deiner Arbeit verletzt oder verärgert hast, solltest du zunächst mit den Einzelnen sprechen. Anschließend empfiehlt es sich die gesamte Gruppe zu versammeln und um Vergebung zu bitten.Versichere ihnen, dass du versuchen wirst, Dinge in deinem Leben zu verändern und bitte sie, während dieser Phase nachsichtig mit dir zu sein. 4. Bitte die geistlich reife Person, der du Rechenschaft gibst, sich wöchentlich oder monatlich mit dir zu treffen. • Achte darauf, dass dieser Mensch tatsächlich die notwendige Reife besitzt und sich nicht davor scheut, dir in Liebe die Wahrheit zu sagen. Er darf sich hinsichtlich deiner Probleme mit anderen keinesfalls auf deine Seite schlagen (diese Art von Übereinstimmung würde ihn ebenfalls verunreinigen). Vielmehr sollte er dir helfen, dass du dich selbst richtig beurteilst (siehe 1. Kor. 11, 31).
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• Sprich mit ihm über jedes aufgedeckte Problem und lass ihn wegen dieser Dinge für dich beten. • Frage ihn, wie du im Hinblick auf zwischenmenschliche Beziehungen wachsen und reifen kannst.
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Dienst SHILOH PLACE MINISRIES ist ein sicherer Ort der Heilung, Wiederherstellung und Zurüstung für Leiter (Einflussträger in Kirchen, in der Geschäftswelt, der Erziehung und aus dem Bereich der Politik). In das Einkehrzentrum in der Nähe von Myrtle Beach in South Carolina kommen Leiter, um eine tiefere Intimität mit Gott zu erleben, die ihre anderen Beziehungen beeinflusst. Veranstaltungen, bei denen Menschen aus ganz unterschiedlichen Denominationen und Zugehörigkeiten Gottes lebensverändernde Liebe erfahren, werden sowohl in den Vereinigten Staaten als auch international abgehalten. Um weitere Information über Shiloh Place Einkehrtage, den Dienst und die Schulungen zu erhalten, oder wenn du gerne möchtest, dass einer unserer Mitarbeiter in deine Gemeinde oder Organisation kommt, dann rufe uns an oder schau auf unserer Homepage nach weiteren Details. SHILOH PLACE MINISTRIES P.O. Box 5, Conway, SC 29528 Telefon: 001 843-365-8990 Website: www.shilohplace.org