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CHRIS GORE

In Gottes Heilungskraft leben

WENN ZEICHEN UND WUNDER GANZ NATÜRLICH VON UNS AUSGEHEN

GLORYWORLD-MEDIEN


Copyright © 2013 by Chris Gore Originally published in English under the title „Walking in Supernatural Healing Power“ by Destiny Image, 167 Walnut Bottom Rd., Shippensburg PA 17257-0310, USA. All rights reserved 1. Auflage 2014 © der deutschen Ausgabe 2014 GloryWorld-Medien, Bruchsal, Germany Alle Rechte vorbehalten Bibelzitate sind, falls nicht anders gekennzeichnet, der Elberfelder Bibel, Revidierte Fassung von 1985, entnommen. Weitere Bibelübersetzungen: LUT: GNB SLT: REÜ: NGÜ: NLB:

Lutherbibel, Revidierte Fassung von 1984 Gute Nachricht Bibel, 2002 Schlachter 2000 Einheitsübersetzung in neuer Rechtschreibung, 2004 Neue Genfer Übersetzung, 2009 „Neues Leben. Die Bibelübersetzung“, Holzgerlingen, 2002.

Das Buch folgt den Regeln der Deutschen Rechtschreibreform. Die Bibelzitate wurden diesen Rechtschreibregeln angepasst. Übersetzung: Werner Geischberger Lektorat: Manfred und Janet Mayer Satz: Manfred Mayer Umschlaggestaltung: Kerstin & Karl Gerd Striepecke, www.vision-c.de Foto: istockphoto Druck: CPI books GmbH, Leer Printed in Germany ISBN: 978-3-936322-16-3 Bestellnummer: 359216 Erhältlich beim Verlag: GloryWorld-Medien Postfach 4170 D-76625 Bruchsal Tel.: 07257-903396 (ab 1.12.14: 02801-9874200) Fax: 07257-903398 (ab 1.12.14: 02801-9874201) info@gloryworld.de www.gloryworld.de oder in jeder Buchhandlung


STIMMEN ZUM BUCH Chris Gores Buch In Gottes Heilungskraft leben lockt den Leser hinein in das Abenteuer und die Freude, Partner Gottes in übernatürlichen Dingen zu sein. Ich habe das Vorrecht, den Hunger, den Chris hat, mit eigenen Augen mitzuverfolgen. Seine Leidenschaft für Gott und sein Herz für leidende Menschen sind wirklich beachtlich. Am wichtigsten ist jedoch, dass es seiner Leidenschaft keinen Abbruch tat, als er beim Beten für Kranke kaum oder keine Resultate sah. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass man diese Hürde überspringt – und das hat er mit Bravour gemeistert. Er ist um die Welt geflogen, weil er diese „Glaubensaktivierung“ haben wollte, von der er sich den Durchbruch erhoffte, dass das Übernatürliche auch durch sein eigenes Leben geschehen würde. Dieses Buch ist eine Ermutigung für jeden, der einen übernatürlichen Lebensstil pflegen möchte. Jetzt können seine erstaunlichen Durchbrüche zu Ihren Durchbrüchen werden. Bill Johnson Pastor, Bethel Church, Redding (Kalifornien) Chris Gore ist ein vollmächtiger und gesalbter Mann der Heilung und jemand, der die Wahrheit des Wortes Gottes über Heilung klar und deutlich kommuniziert. Er hat große Erfahrung im Heilungsdienst. Chris ist keiner, der vom Lehnstuhl aus Theologie betreibt – was Heilung anbelangt, lebt er in der Praxis. Er schreibt im mitreißenden Stil eines Mannes, der viele Geschichten über Gottes Heilungskraft erzählen kann. Wahrheit und Zeugnis vereinen sich hier in spannender, unterhaltsamer und lehrreicher Art und Weise. Lassen Sie sich den Segen nicht entgehen, den Sie bekommen werden, wenn Sie dieses Buch lesen. Randy Clark Gründer und Präsident von Global Awakening sowie des apostolischen Netzwerks von Global Awakening


I N G OTTES H EILUNGSKRAFT LEBEN

Chris Gores Buch In Gottes Heilungskraft leben darf im Bücherregal keines Christen fehlen. Falls Sie glauben, der Heilungsdienst sei Sache derer, die am Rednerpult stehen, oder exklusiv den geistlichen „Superstars“ vorbehalten, wird dieses Buch etwas an dieser Denkweise ändern. Chris macht deutlich, dass jeder Christ Zugang zu übernatürlicher Heilung hat – also auch Sie! Er behandelt auch Themen, die andere auslassen, und packt die wirklich kniffligen Fragen an, beschäftigt sich mit Dingen, die Heilung oft verhindern – z. B. dass man im Hinblick auf Heilung verletzt und enttäuscht ist – und stellt schließlich Jesus ganz in den Mittelpunkt dieses Buches! Es ist mir eine Freude, dieses Buch zu empfehlen, weil ich glaube, dass es weltweit stark beeinflussen wird, wie man im Leib Christi das Thema übernatürliche Heilung anpackt und aktiviert. Machen Sie sich bereit, das Rüstzeug zu bekommen, um erfolgreich in Gottes Heilungskraft zu fließen! Larry Sparks Destiny Image Publishers Als Leiter der Healing Rooms der Bethel Church, als einer, der als Lehrer und im Heilungsdienst weltweit unterwegs ist, hat Chris Gore mit diesem Buch etwas ganz Wunderbares verfasst. Ob Sie nun auf Ihrer Suche nach Erkenntnis und Verständnis im Hinblick auf Heilung noch ganz am Anfang stehen oder schon viele Erfahrungen diesbezüglich gemacht haben – dieses Buch wird Ihnen Einblick in die übernatürliche Welt Gottes schenken und Ihnen zeigen, wie Sie entsprechend wirken können, um Ihre Bestimmung in Gott zu erfüllen. Die Wahrheit des Wortes Gottes, in Verbindung mit Heilungszeugnissen, die das Wort bestätigen, wird im Leser großen Glauben freisetzen. Chris inspiriert uns dazu, Kolosser 3,2 zu praktizieren, wo es heißt: „Sinnt auf das, was droben ist, nicht auf das, was auf der Erde ist!“ Wir werden daran erinnert, dass die Kraft, Kranke zu heilen, Gottes Kraft ist und nicht unsere. Es ist die Beziehung zu Gott, die seine Kraft durch uns wirken lässt, damit wir seinen Willen auf Erden verwirklichen: sein Volk zu heilen. Lassen Sie sich von diesem Buch inspirieren. Cal Pierce Internationaler Direktor, Healing Rooms Ministries


Man braucht nur fünf Minuten mit Chris Gore zusammen zu sein und schon spürt man seine Leidenschaft – Leidenschaft für Gott, Leidenschaft für die Manifestation des Reiches Gottes in unserer heutigen Welt und Leidenschaft dafür, dass der Leib Christi voll und ganz dazu befähigt wird zu tun, wozu er berufen wurde. Bei diesem Buch geht es nicht um Information – vielmehr werden Sie sich auf eine Reise der Befähigung, Ermutigung und Offenbarung begeben. Chris steht auf einem durch und durch biblischen Fundament, wenn er uns seine eigene Geschichte – die schwierigen Phasen, den Schmerz, aber auch die Durchbrüche und Siege – erzählt. Seine Leidenschaft für und Liebe zu Gott und zum Volk Gottes spürt man auf jeder Seite. Er eröffnet uns ein klares Verständnis von übernatürlicher Heilungskraft und zeigt praktische Schritte auf, wie wir selbst voll Zuversicht loslegen und immer mehr erleben können, wie die Kraft Gottes durch uns wirkt. Ich bin mir sicher, dass dieses Buch ein Klassiker wird und eine Standardlektüre für jeden Pastor, jede Gemeinde und jeden „Healing Room“ (Heilungsraum), der die Herrlichkeit Gottes und Wachstum im Heilungsdienst erleben möchte. Trent Hodson Leiter der Liberty Christian Church, Auckland (Neuseeland)

Was dieses Buch zu sagen hat, wird Ihr Leben verändern! Wenn Sie Gott zu sich sprechen lassen, während Sie es lesen, wird es Ihre Sicht von sich selbst revolutionieren und Ihr Denken so erneuern, dass sich dramatische Auswirkungen in Ihrem eigenen Leben und im Leben der Menschen in Ihrem Umfeld einstellen werden! Ich habe im Lauf der Jahre viele Bücher über Heilung gelesen, aber keines traf so sehr den Kern der Sache wie Chris in In Gottes Heilungskraft leben. Auf authentische und pragmatische Weise erläutert er, wodurch häufig verhindert wird, dass wir Gottes Heilungskraft erleben, und er demonstriert, wie ein Leben im uneingeschränkten Gehorsam gegenüber Gottes Wesen und Stimme aussieht. Super gemacht, Chris! Ronda Ranalli Leiterin des Bereichs „Inhaltsakquise“, Destiny Image Publishers


I N G OTTES H EILUNGSKRAFT LEBEN

Ich liebe die außerordentlichen Heilungswunder, die Chris erlebt, seine persönliche Integrität, seine erfrischende Ehrlichkeit, seinen Humor sowie die Tatsache, dass er ein Familienmensch ist; aber am meisten liebe ich an ihm, dass er ein Freund des Heiligen Geistes ist. Für ihn beruht Heilung darauf, dass wir eine innige Beziehung zu Gott pflegen und von ihm unsere Identität empfangen. Chris lehrt uns, wer wir sind und wessen wir sind. Mit diesem Buch über Heilung kann jeder etwas anfangen. Wenn Sie den Heiligen Geist beim Beten nicht „spüren“, wenn Sie noch nie eine Heilung erlebt haben, wenn Heilungen bei Ihnen nur sporadisch geschehen, wenn Sie es Gott übel nehmen, dass jemand nicht geheilt wird, oder wenn Sie ein neues Niveau erreichen wollen, dann wird Sie dieses Buch von Chris im Kopf und im Herzen zurüsten, damit Sie in den Heilungsdienst Jesu hineinkommen. Jim Baker Pastor, Zion Christian Fellowship, Powell, Ohio

Das Buch In Gottes Heilungskraft leben ist eine große Ermutigung und eine außergewöhnliche Hilfe für jeden, der im Bereich Heilung wachsen und mehr erleben will. Chris Gore ist ein Mann mit profundem theoretischem Wissen über Heilung, aber noch wichtiger ist, dass er eine große Erfahrung hat, die er im Laufe seines Lebens gewonnen hat. Genau diese Herausforderungen, Kämpfe und Durchbrüche machen seine Botschaft für uns so authentisch und real. Ruedi Altorfer Pastor, GvC Winterthur (Schweiz)


INHALT Einführung ...................................................................................... 15 1 Ein festes Fundament ............................................................... 17 2 Keinen Anstoß nehmen ........................................................... 25 3 Geheimnisse großen Glaubens ................................................ 37 4 Kein Zweifel mehr .................................................................... 47 5 Tatsache oder Wahrheit ........................................................... 57 6 Den Himmel mit sich tragen .................................................... 71 7 Seine Gnade und unser Einsatz ............................................... 85 8 Die Kraft des Dankens .............................................................. 89 9 Die Kraft der Demut ................................................................. 93 10 Die Kraft des Erinnerns .......................................................... 101 11 Gibt es Hindernisse für eine Heilung? ................................... 111 12 Die Kraft der Salbungsfreisetzung ........................................ 117 13 Freundschaft mit Jesus ........................................................... 123 14 Gefangener der Hoffnung ..................................................... 131 15 Häufig gestellte Fragen ......................................................... 135 16 Grundwerte für alle, die ein Herz für Heilung und Erweckung haben ................................................................... 145 Arbeitsbuch ................................................................................... 153 Über den Autor ............................................................................. 154


WIDMUNG

Ich widme dieses Buch meiner wunderbaren Frau Liz und meinen Tรถchtern Charlotte, Emma und Sophie. Liz, du bist eine hervorragende und stetige Quelle der Ermutigung und Inspiration! Du hast immer an mich geglaubt und dass ich dieses Buch schreiben kรถnne, auch wenn ich manchmal selbst nicht mehr daran geglaubt habe. Ich liebe euch alle so sehr!

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DANKSAGUNG

Ich möchte den vielen geistlichen Eltern in meinem Leben Anerkennung zollen und allem, was sie in den vergangenen Jahren in mein Leben investiert haben. Ganz besonders möchte ich Bill Johnson, Kris Vallotton und Randy Clark für die Art und Weise danken, wie sie dazu beigetragen haben, dass mein Denken gefestigt und erneuert wurde, und wie sie mir geholfen haben, die Person zu werden, die Gott sich immer gewünscht hat. Die Werte, die sie in mein Leben eingebracht haben, sind die Werte des Reiches Gottes.

Anmerkung des Autors: Einige Zeugnisse in diesem Buch sind so eindringlich, dass wir die Namen oder das Geschlecht der betroffenen Personen ändern mussten, um sie als Einzelpersonen zu schützen und zu gewährleisten, dass sie ihre Heilung in der Fülle nach dem Herzen Gottes umsetzen. Außerdem möchte ich Destiny Image dafür danken, dass sie für die Zeugnisse in diesem Buch kein Copyright verlangt haben. Mir war es sehr wichtig, dass die Zeugnisse nicht dem Copyright unterliegen, weil es im Endeffekt die Zeugnisse Jesu sind! Deine Zeugnisse sind mein Erbe für ewig, denn die Freude meines Herzens sind sie (Ps 119,111).

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EINFÜHRUNG

Noch vor ein paar Jahren hätte ich mir im Traum nicht vorstellen können, welchen Weg der Herr mit uns als Familie gehen würde. Ich hatte mich danach gesehnt, dass das Übernatürliche durch mich fließt, und hatte über einen Zeitraum von zehn Jahren für etwa 1000 Menschen gebetet, ohne irgendwelche Resultate zu sehen. Doch im Jahr 2005 änderte sich alles und heute habe ich die Freude mitzuerleben, wie viele Tausend Menschen von der heilenden und Wunder wirkenden Kraft Jesu berührt werden. Ich sehne mich so sehr danach, dass der Leib Christi aufsteht und in seine Identität und Bestimmung hineinkommt, damit wir gemeinsam erleben, dass Jesus den vollen Lohn für sein Leiden bekommt. Ich sehne mich danach, dass der Leib Christi nicht nur übernatürliche Erfahrungen macht, sondern dass unsere übernatürlichen Erfahrungen auch mit dem Wort Gottes übereinstimmen. Ich liebe es, wenn Menschen das Wort Gottes kennen und sich von seinem Wort in eine Begegnung mit ihm hineinführen lassen. Es gibt zwar keine Formel und niemand hat einen „Zauberstab“, der uns übernatürliche Kraft verleihen würde, aber es ist dennoch erforderlich, dass unser Denken verändert wird. Dieses Buch zeigt einige Prinzipien für das Wirken im Übernatürlichen auf, damit wir alle in einer noch größeren Dimension Freisetzung für Wunder und Heilungen erfahren können. Kernstück des Buches ist jedoch die Frage, worum es bei Heilung eigentlich geht; diesen Punkt wollen wir ansprechen, damit Sie in Ihre Bestimmung kommen und Ihre Beziehung mit Gott vertiefen und dadurch vermehrt eine so unglaubliche Fruchtbarkeit in Ihrem Leben sehen, wie Sie sich früher nie hätten träumen lassen. Im Heilungsdienst gibt es zwar vieles, was rätselhaft ist, doch möchte ich ihn mit diesem Buch soweit irgend möglich „entschlüsseln“, damit die 15


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Gemeinde Jesu zugerüstet und befähigt wird, sodass sie demonstrieren kann, dass wir alle dazu bestimmt und gemacht sind, in der übernatürlichen Heilungskraft Jesu zu leben. Wenn Sie lesen, welchen Weg ein Mann zurückgelegt hat, um in übernatürliche Heilungskraft hineinzukommen, wird Sie das herausfordern und inspirieren. Sie werden sehen, was Gott mit jedem Menschen tun kann, der sich Jesus voll und ganz ausliefert und darauf erpicht ist, alles zu bekommen, wofür dieser bezahlt hat.

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KAPITEL 1

Ein festes Fundament

Es war irgendwann Ende der 90er-Jahre. Eines Tages ging ich zu meinem Pastor und eröffnete ihm, dass ich ein lebenslanges Fasten beginnen würde, bis ich endlich einen Durchbruch sähe. Ich hoffte inständig, er würde mir dieses Unterfangen ausreden, aber das einzig Tröstliche, das ich von ihm hörte, war der Rat, vorsichtig zu sein. Ich hatte mich dieser Sache verschrieben – nun musste ich sie durchziehen. Der erste Tag war einfach, am zweiten Tag bekam ich Hunger, doch am dritten Tag glaubte ich, sterben zu müssen. Eines Abends kam ich von der Arbeit nach Hause, fiel auf die Couch, rief meine Frau und sagte: „Ich bin so hungrig und so krank. Ich glaube, es geht zu Ende mit mir!“ Meine Frau stellte mich vor die Wahl – entweder das Fasten brechen und essen oder sterben. Sollte ich mich für Letzteres entscheiden, dann bitte still und unauffällig. Lachend ging sie aus dem Zimmer und ich musste angesichts meines elenden Zustands eine Entscheidung treffen. Ich beschloss, das Fasten zu brechen, ging zum Kühlschrank, aß eine Packung Würstchen und einen ganzen Laib Brot. Danach dachte ich erst recht, es sei aus mit mir – ich fühlte mich noch elender als zuvor. Gleichgültig, wie viel wir tun und leisten – ich habe die Feststellung gemacht, dass es nie genug ist. Man liest drei Kapitel in der Bibel, doch schon kommt der Feind und sagt: „Hättest du sechs 17


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Kapitel gelesen, dann hättest du einen Durchbruch erzielt.“ Man betet eine Stunde und dann sagt dieselbe Stimme: „Vielleicht hättest du zwei Stunden beten sollen und dann wäre der Durchbruch gekommen.“ Man fastet 21 Tage, nur um dann die verdammende Stimme des Verklägers zu hören, der einem zuflüstert: „Vielleicht hättest du mit einem doppelten 21-tägigen Fasten bekommen, was du brauchst.“ Oft tun wir leistungsorientierte Dinge, weil wir verzweifelt sind und unbedingt sehen wollen, wie Gott wirkt, oder ihm gefallen möchten. Wir glauben, wir könnten mit dem, was wir tun, Gott dazu bewegen, uns mehr zu lieben, und dass dann das Übernatürliche zu fließen beginne. Mit dieser Einstellung arbeiten wir für die Liebe Gottes anstatt aus der Liebe Gottes heraus. Ich habe viele Jahre lang hart für seine Liebe gearbeitet, weil mir die Offenbarung fehlte, wie sehr er mich schon liebt und mag. Viele Christen wissen vielleicht, dass Gott sie liebt, aber wenn man sie fragt, wird deutlich, dass sie keine Offenbarung darüber haben, wie sehr er sie auch mag. Obwohl sie in ihrem Kopf wissen, dass Gott sie liebt, glauben sie vielleicht gleichzeitig auch die Lüge, Gott würde sie nur „tolerieren“. Gott ist gerne mit uns zusammen, und er tut gerne das, was wir mögen.

Aus der Liebe heraus arbeiten Wenn wir eine Offenbarung seiner Liebe, Gnade und Güte haben, dann verstehen wir immer mehr, dass er uns nicht mehr lieben kann, als er uns jetzt schon liebt. Die Apostel Petrus und Johannes sind zwei meiner Lieblingsfiguren in der Bibel. Allem Anschein nach hat der eine ganz anders „getickt“ als der andere. Einer von seinen Jüngern, den Jesus liebte, lag zu Tisch an der Brust Jesu (Joh 13,23). In dieser Passage nennt die Bibel Johannes „den Jünger, den Jesus liebte“. Dem könnte man entnehmen, dass Jesus Johannes am meisten liebte. Es ist schon interessant, dass dieser Satz nur im Johannesevangelium auftaucht, das ja von Johannes verfasst wurde. Was war das Besondere an Johannes? Wir wissen ohne jede Frage, dass Jesus all seine Jünger sehr liebte, aber ich glaube, dass 18


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Johannes eine Offenbarung hatte, die den anderen Jüngern möglicherweise fehlte. Johannes wusste, dass er geliebt war. Könnte es sein, dass Johannes der Jünger war, der am besten von allen wusste, wie man die Gegenwart Jesu und seine Liebe genießt? Beim letzten Abendmahl sagte Jesus etwas, das für die Jünger schwer zu ertragen sein musste. Er sagte ihnen, dass sie alle Anstoß an ihm nehmen und sich von ihm abwenden würden. Zweifellos waren sie schockiert über diese Aussage, weil sie Jesus so sehr liebten. Als Jesus das sagte, nahm Petrus ihn beiseite und stimmte ihm im Grunde zu, dass die anderen Jünger wahrscheinlich an ihm Anstoß nehmen würden – er jedoch nicht: Petrus aber sagte zu ihm: Wenn auch alle an dir Anstoß nehmen, doch nicht ich! Und Jesus spricht zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute, in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen! Er aber sagte desto mehr: Wenn ich auch mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen! Das Gleiche sagten aber auch alle (Mk 14,29-31 SLT). Die Szene in Johannes 13,23 spielt beim letzten Abendmahl. Die Jünger liegen mit dem Herrn zu Tisch, darunter auch die beiden, die ich eben erwähnte: Petrus und Johannes. Man könnte sagen, dass in dieser Situation zwei Arten von Christen mit am Tisch waren. Für die eine Gruppe steht Petrus, dessen Name so viel bedeutet wie „Stein“ oder „Fels“, und wenn wir das noch genauer untersuchen, gelangen wir zu der Bedeutung „Gesetz“. Petrus steht für die Gläubigen, die – wie wir alle – ihre Liebe zum Herrn bekunden. Der Name „Johannes“ bedeutet „geliebt“, „Geliebter“ oder, wenn wir noch weiter in die Tiefe gehen, „Gnade“. Indem er an der Brust Jesu lehnte, zeigte Johannes, dass er sich auf die Liebe des Herrn zu ihm verließ. Johannes steht damit für jeden Gläubigen, der die Liebe des Herrn über sich proklamiert. Man könnte auch sagen, der eine repräsentiere Christen unter dem Gesetz, der andere Christen unter der Gnade. Aber der eine, der stets beteuerte, wie sehr er Jesus liebe, verleugnete ihn drei Mal, noch bevor die Nacht zu Ende war, während der andere, der sich von der Liebe des Herrn abhängig machte, da war, um Jesus zu dienen, als dessen Not am größten war.

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Beim letzten Abendmahl, als Jesus sagte: „Einer von euch wird mich verraten“, wandte sich Petrus zu Johannes und fragte ihn: „Wer ist es?“ Selbst da bestand eine gewisse Distanz zwischen Petrus und Jesus, denn weshalb hatte Petrus Jesus nicht selbst gefragt, wer der Verräter sei? Jesus wusste, dass jeder einzelne Jünger ihn im Stich lassen würde. Doch weil Petrus sich auf seine eigene Liebe zu Jesus verließ anstatt auf das feste Fundament der Liebe Jesu zu ihm, kam es dazu, dass er Jesus in dessen Not im Stich ließ. Jesus sagte, dass sie alle ihn im Stich lassen würden. Auch Johannes ließ ihn in jener Nacht im Stich, aber weil seine Beziehung zu ihm darauf gründete, wie sehr Jesus ihn liebte – auch wenn er ihn im Garten im Stich ließ –, konnte er diesen Moment des Versagens hinter sich lassen und zu Jesu Füßen sitzen, als dessen Not am größten war. Johannes war der einzige Jünger, der bei Jesus war, als er am Kreuz hing. Die anderen waren allein, fühlten sich schlecht und machten sich wahrscheinlich Riesenvorwürfe. Während Petrus sich unwürdig fühlte und in Selbstverdammnis schwelgte, stand Johannes am Fuß des Kreuzes, weil er klar verstanden hatte, dass seine Beziehung zu Jesus nicht darauf beruhte, wie sehr er Jesus liebte, sondern wie sehr Jesus ihn liebte. Viele Leute denken, ihre Liebe zu Gott sei die Basis dafür, dass sie Heilungen und Wunder wirken können oder geheilt werden. Vor einigen Jahren bekam ich eine E-Mail von einer Frau, die mich fragte, warum sie denn nicht geheilt worden sei, obwohl sie den Herrn doch von ganzem Herzen, mit ihrer ganzen Seele und mit ihrem ganzen Verstand liebe. Als ich diese Mail las, sagte der Herr klar und deutlich zu mir, das Kreuz sei keine Demonstration unserer Liebe zu ihm, sondern seiner Liebe zu uns. Wenn wir im Bereich Heilung und Wunder tätig werden wollen, dann auf der Grundlage seiner unglaublichen Liebe zu uns und zu dieser Welt. Einige Leute sind zu mir gekommen und haben mich nach der Bedeutung von Matthäus 22,37 gefragt. Es ist immer wichtig, den Kontext einer Bibelstelle zu beleuchten und welche Personen angesprochen werden. In englischsprachigen Bibeln ist der Vers häufig rot gedruckt, weil er die Worte Jesu wiedergibt.

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Ein festes Fundament

Doch wenn wir diese Passage in ihrem Kontext lesen, hört sie sich folgendermaßen an: Als aber die Pharisäer hörten, dass er die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, versammelten sie sich miteinander. Und es fragte einer von ihnen, ein Gesetzesgelehrter, und versuchte ihn und sprach: Lehrer, welches ist das größte Gebot im Gesetz? Er aber sprach zu ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand“ (Mt 22,34-37). Bitte beachten Sie, worauf ich hinauswill: Ich liebe den Herrn mit meinem ganzen Herzen und mit meiner ganzen Seele und mit meinem ganzen Verstand. Ich liebe ihn so sehr und würde alles für ihn tun. Mein Leben habe ich restlos dem Ziel verschrieben, die Realitäten des Himmels auf Erden freizusetzen. Ich stehe in der Schuld Jesu und möchte sehen, dass er alles bekommt, wofür er bezahlt hat. Doch die Grundlage dafür ist, dass ich zuerst erkenne und glaube, wie sehr und wie vollkommen ich jetzt schon geliebt werde. Hierin ist die Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat … Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat (1 Joh 4,10.19). Im Rahmen meines geistlichen Dienstes sind mir viele Menschen begegnet, die mich gefragt haben: „Chris, ich liebe Gott so sehr, aber warum wird die Kraft Gottes nicht durch mein Leben wirksam?“ Ich liebe es, diesen Menschen in die Augen zu sehen und sie zu fragen, ob sie wissen, wie sehr sie geliebt sind. Nur wenige sehen mir in die Augen und sagen mir, wie sehr sie geliebt sind. Viele sehen weg oder senken den Blick oder wechseln das Thema. Wir brauchen eine größere Offenbarung der Liebe des Vaters zu uns! (Das ist allerdings nicht die einzige Antwort auf diese Frage; ich werde im weiteren Verlauf dieses Buches noch andere Faktoren ansprechen.) Es ist mir so wichtig, Gott mit Herz, Seele und Verstand zu lieben, aber ich verliebe mich erst dann so richtig, wenn ich sehe, wie sehr er mich zuerst geliebt hat. Meine Liebe ist eine Art „Nebenprodukt“ der Erkenntnis, wie sehr ich geliebt bin! 21


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Vor einigen Jahren begegnete mir unzählige Male im Laufe eines Jahres die Zahlenfolge „111“. Haben Sie gewusst, dass weder Englisch, noch Deutsch, noch Spanisch Gottes primäre Sprache ist? Er spricht in vielerlei Weise zu uns, zum Beispiel auch durch die Natur oder durch Zahlen. Es war fast ein wenig unheimlich, wie oft diese Zahlen in meinem Leben vorkamen. Ich wusste, dass Gott mir damit etwas vor Augen führen wollte. Ich wurde regelmäßig auf Flug 111 gebucht. Ich holte mein iPhone raus, weil ich wissen wollte, wie spät es war, und es war 1:11 Uhr. Einmal diente ich in Nebraska und musste fünf Stunden zum Flughafen nach Denver fahren. Die Veranstaltung endete gegen 23 Uhr und mein Flug ging um 6 Uhr morgens – das hörte sich nach einer langen Nacht an. Ich wurde zum Flughafen gefahren und konnte während der Fahrt nicht die Augen offen halten. Immer wieder nickte ich ein und als mein Kopf auf die Brust sank, wachte ich wieder auf. Einmal sackte mein Kopf so weit nach vorne, dass ich mich am Armaturenbrett stieß. Ich erschrak so sehr, dass ich mich nach hinten in den Sitz stieß und nun hellwach war. Ich schaute aus dem Fenster und sah, dass es noch 111 Meilen nach Denver waren. Wir kamen in Denver an und flogen nach Sacramento, wo ich am Flughafen mein Handy einschaltete, und es war natürlich 1:11! Ich sagte: „OK, Gott, was willst du mir sagen?“ Ich weiß noch genau, was er sagte: „Ich habe es nicht vor dir versteckt; ich habe es für dich versteckt. Also such weiter.“ Ich sah mir alle Bibelstellen mit Kapitel 1, Vers 11 oder Kapitel 11, Vers 1 an und es waren einige gute Verse dabei, aber ich wusste, dass er mir etwas anderes zeigen wollte. Es waren auch Abschnitte dabei, die nicht so ersprießlich waren. Und gerade jetzt, während ich das hier schreibe, schaue ich auf den Ladezustand meines Laptopakkus und er hält noch 1 Stunde und 11 Minuten! Etliche Wochen später sagte ich zu Gott: „Gott, wenn du mir etwas in der Bibel zeigen willst, dann habe ich wohl etwas übersehen. Ich habe mir jede 1,11- und 11,1-Stelle angeschaut.“ Er sagte: „Eine hast du übersehen.“ Ich erwiderte: „Nein, es waren alle.“ Er sagte: „Alle bis auf eine. Versuch’s mal mit Markus 1,11.“ Ich rannte los, holte meine Bibel und las: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.“ 22


Ein festes Fundament

Jedes Mal, wenn ich jetzt die Zahlenfolge „111“ sehe, erlebe ich einen erfrischenden Augenblick, in dem ich seine Freude, die er an mir hat, genieße und in dem Wohlbehagen zur Ruhe komme, dass ich sein geliebter Sohn bin. Gott lässt sich nicht mit Ihrem irdischen Vater vergleichen. Vielleicht hat Sie Ihr leiblicher Vater abgelehnt, aber Ihr himmlischer Vater nimmt Sie an und liebt Sie vollkommen. Der Sohn Gottes, der Sie liebt, hat sich für Sie hingegeben, so als wären Sie der einzige Mensch auf Erden. Gott liebt Sie nicht für das, was Sie tun. Gott liebt Sie nicht, weil Sie dienen. Gott liebt Sie, weil er liebt – er ist ein Gott der Liebe. Machen Sie es zur Grundlage Ihres Lebens, wie sehr geliebt und angenommen Sie sind und dass Gott Ihr liebender Vater ist. Dann werden Sie Gott mit Ihrem ganzen Herzen und mit Ihrer ganzen Seele und mit Ihrem ganzen Verstand zurücklieben. Damit legen Sie die richtige Basis dafür, dass Wunder aufgrund Ihrer Identität – er in Ihnen und Sie in ihm – geschehen.

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