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CHRIS DAZA

Die Dimension der Kraft in einfachen Gemeinden

Band 2 der Reihe „Entscheidende Faktoren der Gemeinde im Haus“

GLORYWORLD-MEDIEN


1. Auflage 2006 © 2006 by Chris Daza © der deutschen Ausgabe 2006 GloryWorld-Medien, Bruchsal, Germany Alle Rechte vorbehalten Bibelzitate sind, falls nicht anders gekennzeichnet, der Elberfelder Bibel, Revidierte Fassung von 1985, entnommen. Weitere Bibelübersetzung: [Lu]: Luther Bibel, Revidierte Fassung von 1984 Das Buch folgt den Regeln der Deutschen Rechtschreibreform. Die Bibelzitate wurden diesen Rechtschreibregeln angepasst. Übersetzung/Satz: Manfred Mayer Cover: Oliver Häberlin, oha werbeagentur, www.oha-werbeagentur.ch Druck: Schönbach-Druck GmbH, Erzhausen ISBN-10: 3-936322-10-4 ISBN-13: 978-3-936322-10-1 Printed in Germany Bestellnummer: 359210 Erhältlich bei: GloryWorld-Medien Postfach 4170 D-76625 Bruchsal Tel. 07257-903396 info@gloryworld.de www.gloryworld.de oder in jeder Buchhandlung


Inhalt

Vorwort ....................................................................................... 7 Einführung .................................................................................. 9 1 Aktuelle Berichte: Es geschieht schon! ............................. 13 2 Sie verkündigten das Wort mit Freimütigkeit .................. 25 3 Die Kraft einer täglichen Jüngerschaftsbeziehung .......... 31 4 Außergewöhnliche Wunder .............................................. 43 5 Die Kraft der Reinheit und Liebe ...................................... 59 6 Miteinander im Licht wandeln .......................................... 65 7 Die Kraft der Gaben des Geistes........................................ 75 8 Sind wir bereit, für unseren Glauben zu sterben? ........... 85 9 Der prophetische Lebensstil............................................... 91 10 Demut und Gebet sind immer entscheidend ................. 101 11 Wenn die Bankkonten miterrettet werden .................... 115 12 Den Starken besiegen ...................................................... 125


Vorwort

In meinem letzten Buch schrieb ich über den geistlichen Kampf in einfachen Gemeinden1. Das Wort Gottes zeigt uns, dass einer der Hauptgründe, weshalb die Kirche im ersten Jahrhundert so schnell wuchs, der war, dass denen, die glaubten, Zeichen folgten, und dass der Herr das Wort mit Zeichen und Wundern bestätigte. Wenn man vom Predigen dessen, was Gott tun kann, zum Demonstrieren dessen, was Gott tut, gelangt, dann verändert sich das gesamte Szenario blitzschnell. Selbst die größten Kritiker beginnen dann, an die Kraft des allmächtigen Gottes zu glauben. Fesseln des Unglaubens fangen an abzufallen. Die Finsternis beginnt zu weichen und Festungen kollabieren unter der Kraft des Allmächtigen. Es spielt dann keine Rolle mehr, in welchem Teil der Welt man arbeitet. Die Kraft des Evangeliums, die mit der Demonstration einhergeht, wird immer erfolgreich sein. Sieht man sich insbesondere die Situation in Europa an, dann ist dies meiner Überzeugung nach der einzige Weg nach vorne, wenn wir ein rasches Wachstum und eine Multiplikation der Gemeinde erleben wollen. Je stärker die Festungen sind, desto eher scheinen wir die Demonstration der Kraft Gottes zu benötigen. Ein intellektuelles Herangehen an das Evangelium, bei dem alles theologisch erklärt werden muss, wird niemals zum Erfolg führen. Dann können wir einer Erweckung, die eine echte Transformation der Gesellschaft zur Folge hat, Lebewohl sagen. So gut unsere hochanalytischen und klugen Köpfe auch sein mögen; sie werden die uns aufgetragene Aufgabe niemals erle1

Chris Daza, Geistlicher Kampf in Häusern, die die Welt verändern, GloryWorld-Medien 2004; siehe Anhang

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DIE DIMENSION DER KRAFT IN EINFACHEN GEMEINDEN

digen. Wir müssen in jenen Bereich einer Kraft-Dimension vordringen, die ohne jeden Zweifel beweist, dass unser Gott lebt und dass seine Botschaft mächtig genug ist, um die Werke Satans zu zerstören. Wir müssen zu „Beweis-Erbringern“ des Evangeliums, das wir predigen, werden. Das ist der Grund, weshalb der Herr das tat, was wir in Markus 16,20 finden: Jene aber gingen aus und predigten überall, während der Herr mitwirkte und das Wort durch die darauf folgenden Zeichen bestätigte. In jeder Kultur der Welt wird das Evangelium nur dadurch glaubwürdig, dass wir den Anspruch, den es erhebt, beweisen. Die Kraft des Blutes ist universal. In diesem Buch wollen wir dies ein wenig erforschen.

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Einführung

Viele Menschen im Westen habe ich sagen hören, es sei einfacher, das Evangelium in den Ländern der Dritten Welt zu predigen und dabei Ergebnisse zu sehen, als hier. Nun, genau das scheint mir ein Teil des Problems zu sein. Wir sind sehr stark in der Realität verhaftet, aber die Wahrheit entspricht nicht immer der Realität, die wir erleben. Das Wort Gottes ist die Wahrheit, trotz der Tatsachen und der Realität, die sich uns darbieten. Wir müssen die Fakten und Realitäten hinter uns lassen und beginnen, uns auf den Flügeln der Wahrheit von Gottes Wort zu erheben. Wir müssen verstehen, dass das, was in der sogenannten finsteren Dritten Welt funktioniert, auch hier funktioniert, denn: Wo aber die Sünde überströmend geworden, ist die Gnade noch überschwänglicher geworden (Röm 5,20). Es ist richtig, dass unsere Weltsicht hier eine große Rolle spielt, doch letztlich geht es darum, dass wir unsere Denkweise ändern und bereit sein müssen, den Preis zu bezahlen. Für viele Afrikaner bedeutet zum Beispiel Leben durch Glauben genau das. Wenn dort der Herr einem sagt, dass man seinen säkularen Beruf aufgeben und ihm nachfolgen soll, dann stellt man keine Fragen, ob man nun eine Lebensversicherung hat oder nicht. Für einen durchschnittlichen Gläubigen im Westen hört sich das ziemlich verrückt an. Denn hier muss jeder an seine zukünftige Sicherheit denken, an seine Rente, wie man seine Familie ernähren soll und so weiter. Die meisten von uns aus den Entwicklungsländern kommen jedoch aus Hintergründen, wo man, wenn man diese lukrativen Dinge aufgibt, bei Null anfängt und nur noch auf den schaut, der einen berufen hat. Wir haben ge9


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lernt zu glauben, dass er fähig ist, alle unsere Bedürfnisse zu stillen. Es kommt dabei nicht darauf an, wie viel Verantwortung der Einzelne trägt. Trotz unserer Großfamilien und ohne soziale Absicherung – wir müssen häufig für unsere Eltern oder Verwandte, die nicht arbeiten können, Verantwortung tragen – haben wir gelernt, der Stimme Gottes zu gehorchen, wenn er sagt: „Komm.“ Ich weiß, das klingt unglaublich, aber genau so ist es. Natürlich ist das meiste davon für den natürlichen Menschen unlogisch und irrational. Man kann es nur tun, wenn man wirklich vom Herrn gehört hat. Andernfalls wird man in jedem Bereich seines Lebens eine Katastrophe erleben. „Gibt es dabei auch Opfer?“, fragen Sie. O ja, sogar viele. Weshalb? Manche sagten: „Der Herr …“, obwohl dies nicht der Fall war. Das bedeutet, dass das Hören auf Gott (damit meine ich, zu beten und Gottes Angesicht zu suchen) hier eine sehr entscheidende Sache ist. Für manche bedeutet das tagelanges Fasten und Beten in den von Schlangen verseuchten Bergen, bis sich der Herr meldet und ein sehr klares Wort spricht. Worum es mir geht, ist dieser Glaube, der alle Fassetten des geistlichen Lebens vieler Leute in der Dritten Welt durchdringt. Er hängt mit der animistischen Weltsicht zusammen, die glaubt, dass fast alles durch übernatürliche geistliche Kräfte außerhalb und jenseits unserer natürlichen Reichweite beeinflusst ist. Der Glaube der meisten Menschen ist sehr „roh“. Er geht bis zum Äußersten. Natürlich ist eine solche Weltsicht anfällig für Missbrauch durch Leute, die Macht haben. Sie ist die wesentliche Ursache für den Machtmissbrauch und die autoritären Regierungen auf unserem geliebten Kontinent. Wenn sie aber durch die Veränderung, die das Evangelium bringt, umgelenkt wird, ist es gerade diese kindliche, so tief vertrauende Mentalität, die es den Gläubigen ermöglicht, dem Wort des Herrn völlig zu vertrauen. Ich muss auch sagen, dass man in Afrika, angesichts des ganzen Elends um einen herum, nicht allzu viele Möglichkeiten hat, so dass man entweder völlig dem Herrn oder völlig den okkulten Kräften vertraut, wenn man in seine Berufung hineinkommen will. Das Vertrauen in das Okkulte wird allerdings immer eine falsche oder verdrehte Berufung mit sich bringen. Der 10


EINFÜHRUNG

kleine Prozentsatz derjenigen, die weder das eine noch das andere tun, ist normalerweise zweitrangig und hat meist keinen großen Einfluss auf die Gesellschaft. Aus diesem Grund wird das Predigen, Singen, Anbeten, Heilen, Unterstützen des Werkes Gottes usw. mit einer solchen Leidenschaft getan, dass es wirklich das Herz Gottes zum Handeln bewegt. Nachdem wir einen solchen Ruf von Gott gehört haben, in den Dienst zu gehen, ist für die meisten von uns klar, dass wir einen Teil unseres Eigentums von Herzen dem Herrn geben. Ja, so ist es! Es gehörte immer zu unserer Kultur, unseren Häuptlingen und administrativen Führern Gaben zu bringen. Es ist dieselbe Loyalität, die, auf unsere Beziehung zu Gott angewandt, sich in einem kindlichen Glauben äußert, der Gott zufriedenstellen will und ihn daher zum Handeln bewegt. Bitte, verstehen Sie mich. Afrika wird niemals Europa werden, und es geht mir hier nur darum, dass die biblische Weltsicht über allen anderen WeltanschauWir müssen ungen steht und ihr Richter ist. Wir stehen verstehen, vor der Herausforderung, diesem Licht entdass die bibligegenzugehen, denn nur dann können wir sche Weltals die universelle Kirche Gottes eine sinnvolle Gemeinschaft miteinander haben. sicht wirklich In diesem Buch gebe ich eine kurze Anaalle anderen lyse dessen, wie die frühe Gemeinde an das WeltanEvangelium heranging, weshalb sie es geraschauungen de so tat und welche Ergebnisse daraus ersetzt bzw. hervorgingen. Ich glaube nicht, dass die Menschen im Westen zuerst animistisch ablöst. werden müssen, bevor sie zu echten Gläubigen mit einem kindlichen Glauben werden. Ich glaube aber, dass die Gläubigen anfangen sollten, dem Wort des Herrn sowohl zu glauben und ihm zu gehorchen als auch es wörtlich und ernst zu nehmen. Natürlich wirkt sich unser intellektuelles Herangehen an die einfache Wahrheit des Evangeliums negativ auf unseren ganzheitlichen Glauben in der Welt aus. Die Stimme der Vernunft und des Rationalismus scheint in vielen Menschen Wurzeln geschlagen zu haben und eine Verhärtung der Herzen zu bewirken. Wir müssen verstehen, dass die biblische Weltsicht 11


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wirklich alle anderen Weltanschauungen ersetzt bzw. ablöst, sei es die der Dritten oder der westlichen Welt. Dabei geht es um Dinge wie: · „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder …“ (vgl. Mt 18,3) · „Die Ersten werden die Letzten sein.“ (vgl. Luk 13,30) · „Hochmut kommt vor dem Fall.“ (vgl. Spr 16,18) · „Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen.“ (vgl. Heb 11,6) · „Wandelt im Geist, dann werdet ihr die fleischlichen Begierden nicht erfüllen.“ (vgl. Gal 5,16) · „Die Gerechten werden durch Glauben leben.“ (vgl. Hab 2,4) · „Ohne mich (Jesus, der Weinstock), könnt ihr nichts tun.“ (vgl. Joh 15,5) Wenn wir darauf hoffen, dass das Reich Gottes in unsere Länder kommt, wie es im Himmel ist, werden die folgenden Punkte unabdingbar sein: · Verkündigung des Wortes mit einer Kühnheit, die vom Heiligen Geist kommt. · Eine Rückkehr zu Mentor-Jünger-Beziehungen. · In unseren Gemeinden müssen die außergewöhnlichen Wunder wieder eingeführt werden. · Eine reine Liebe – die Kraft der Reinheit – muss in unsere Gemeinschaften zurückkehren. · Miteinander im Licht zu wandeln, muss wieder zur Norm des christlichen Lebens werden. · Die mächtigen Gaben des Heiligen Geistes müssen wieder frei und vollständig in unseren Veranstaltungen wirken. · Eine märtyrerhafte Haltung muss wieder einer unserer Kernwerte werden. · Ein prophetischer Lebensstil muss mehr als je zuvor zu unserer Priorität werden. · Wir werden in Demut und Gebet leben müssen. · Unsere Brieftaschen, Geldbeutel und Bankkonten müssen ebenfalls errettet werden. 12


EINFÜHRUNG

· Wir müssen anerkennen, dass wir versagt haben und Hilfe brauchen. Das ist der Kern der Botschaft, die ich in diesem Buch über die Dimension der Kraft vorstelle.

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KAPITEL 1

Aktuelle Berichte: Es geschieht schon!

Eine Gemeindegründungsübung Ich möchte dieses Kapitel mit meinen persönlichen Erfahrungen mit der Dimension der Kraft beginnen, und zwar anhand einiger kurzer Berichte, die Sie herausfordern werden, es ebenfalls zu versuchen. Wenn Sie Gott ernsthaft darum bitten, dass auch Sie dies erfahren, und Ihr Herz darauf richten, sein Herz zu suchen, dann garantiere ich Ihnen, dass auch Sie erleben werden, dass Menschen durch seine Kraft verwandelt werden. Sie werden schmecken, was einige von uns schon geschmeckt haben, und noch viel mehr. Für uns hier in Europa begann dies alles, als mutige Freunde von uns in einen Teil der Schweiz umzogen, der bisher praktisch noch nie mit dem Evangelium durchdrungen worden war. Wie in vielen europäischen Städten gibt es auch in dieser Gegend viele Esoterikgruppen, die das Übernatürliche erleben möchten. Die meisten von ihnen kommen ja irgendwann einmal mit dem Lager des Feindes in Berührung und erfahren dort auch übernatürliche Dinge. Die Theorie ist einfach. Wenn die echte Sache nicht verfügbar ist, strecken sich die Leute nach der Fälschung aus. Satan ist Meister in der Kunst, ein wohlmeinendes, suchendes Herz zu manipulieren, so dass es sich schließlich bösen Mächten hingibt. Ein anderer Geist – nicht der Geist Gottes – übernimmt dann die 15


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Kontrolle. Die meisten gehen leider davon aus, Gott sei die Quelle dieser Kräfte, aber in Wahrheit ist das nicht so. Das ist ein alter Streitpunkt. Es ist eine Art Okkultismus, bei dem die Betroffenen zuvor in eine Gebundenheit hineinkommen und dann von den Geistern, die sie binden, manipuliert werden. Unser Ziel war, auf diese Sehnsüchte der Leute nach dem Übernatürlichen einzugehen, sie zur wahren Quelle der Kraft zu führen und zu beweisen, dass die echte Kraft ihren Ursprung in Gott hat. Es gab Zeiten, in denen ich mir vorkam wie Elia, als er auf jenem Berg stand, auf dem sich der wahre Gott noch am selben Tag beweisen musste. Dieses apostolische Gemeindegründungsteam ließ Tausende Handzettel mit einem reißerischen Titel drucken: „African Power Nights“ (Nächte afrikanischer Kraft). Sie porträtierten mich darin als einen, der übernatürliche Kraft hat, sowie als Gospelsänger. Eines der Bilder auf dem Handzettel zeigte einen Mann, der gerade auf wundersame Weise geheilt worden war. Der Glaube dieser Geschwister war sehr vorbildlich, denn bis zu diesem Zeitpunkt wussten sie nur durch unsere Berichte, dass wir Gottes Wirken an anderen Orten erlebt hatten. Im Jahr 2000, während unseres ersten Besuches in dem schönen Land, wurden sie außerdem Zeugen einiger starker prophetischer Erfahrungen. Wir hatten damals auf einer Osterkonferenz gesprochen und eine Reihe Veranstaltungen quer durch das ganze Land abgehalten. Auf dieser Konferenz bestätigte unser prophetischer Dienst für sie einen großen Teil dessen, was Gott ihnen zuvor schon über ihren Auftrag gesagt hatte, und daraus entwickelte sich eine klare geistliche Verbindung. Kein Wunder, hatten sie einen solch enormen Glauben, dass wir diese Herausforderung bestehen würden. Wichtig war auch, dass sie die Sache durch Gebet und Jüngerschaftskurse gut vorbereitet hatten und dass sie genaue Pläne hatten, wie sie sich um die durch diese Initiativen zum Glauben kommenden Menschen kümmern wollten. Vor, während und nach diesen „Power Nights“ wurde viel gebetet und gefastet. Der Herr schweißte uns als Team zusammen, damit diese Vision realisiert werden konnte. Stellen Sie sich vor, wie es ist, wenn man fast 24 Stunden in einem Gebetskämmerchen verbracht hat und dann eine Halle 16


AKTUELLE BERICHTE: ES GESCHIEHT SCHON!

mit ein paar hundert Leuten betritt, die einen Querschnitt der esoterischen Bewegung mit all ihren verwandten okkulten Praktiken repräsentieren. Alle möglichen Leute, von Geistheilern, Medien, Astrologen, Wahrsagern und dergleichen bis hin zu Kranken kamen zu dieser ersten Nacht. Mir war sofort klar, dass hier nur Gott helfen konnte und sonst nichts. Mein Herz war gebrochen für die Unerretteten und es zitterte, weil ich Gott keine Schande bereiten wollte. Dann war da noch die Sorge, ob sich die Erwartungen der Leute erfüllen würden. Ich hatte das Gefühl, gleich zu vergehen. Trotzdem waren die besondere Gegenwart Gottes und seine Salbung, zu prophezeien, zu heilen und jene zu befreien, die von der Macht Satans gebunden waren, da. Diese Disziplin, Stunden und Tage vor dem Herrn zu verbringen, wurde für die folgenden Veranstaltungen mein Hauptaugenmerk. Auch wenn es noch mehr als zehn Tage bis zum nächsten Einsatz waren, verbrachte ich diese ganze Zuerst Zeit in der Gegenwart Gottes, weg von der Familie, von Freunden oder anderen Menbraucht schen. Die einzige Zeit, andere Leute zu trefman einen fen, war während der Veranstaltung, die Sieg mit normalerweise ein bis zwei Stunden dauerte. Gott, bevor Ich sage dies, weil ich jedem von Ihnen davon abraten möchte, einen solchen Dienst ohne man Satan die langen Zeiten in der Gegenwart Gottes besiegen ausprobieren zu wollen, in denen unsere Seekann. le und unser Geist vorbereitet werden, sensibel für Gottes Stimme zu sein. In diesen Zeiten ist man geneigt, mit Gott zu kämpfen, wie es Jakob tat, bevor er seinen Bruder Esau traf. Im Prinzip ging es darum, dass Jakob Gott überwinden musste, bevor er das Todesurteil überwinden konnte, das all diese 21 Jahre, die er weit weg von seinem Bruder verbracht hatte, auf ihn wartete. Zuerst braucht man einen Sieg mit Gott, bevor man Satan besiegen kann. Wenn Sie nicht bereit sind, den Preis zu bezahlen, dann wagen Sie bitte nicht, Gottes Macht über Satan zu demonstrieren, denn sonst werden Sie am Ende als Opfer statt als Sieger dastehen. Satan ist ein erbarmungsloser Krieger, und er kennt keine Spielchen. In einer Stadt wurde ich 17


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von einem dieser dämonischen Agenten einmal beinahe getötet. Diese Geschichte findet sich in dem Buch „Gebet für das Land“.1 Alle Geschichten in diesem Kapitel, bis auf die erste und die letzte, fanden in der Zeit, als wir diese „Power Nights“ in einigen Städten durchführten, hier in Europa statt. Manche dieser Veranstaltungen waren erfolgreicher als andere. Dies kann ich nur mit der Tatsache in Verbindung bringen, dass in manchen Städten mehr Zeit, mehr Engagement und mehr Gebet investiert wurden als in anderen. In einigen Städten hatte ich eine größere Freiheit zu dienen als in anderen. Darüber hinaus weiß allein der Herr, welche Samen ausgesät wurden, und nur die Ewigkeit wird erzählen können, was wirklich geschehen ist. In verschiedenen Teilen der Welt erlebten wir, dass bei Evangelisationen, Konferenzen und Seminaren Hunderte von Menschen durch die Kraft Gottes gerettet, geheilt und befreit wurden. Das war hauptsächlich in Afrika und in den Entwicklungsländern. In diesem Buch möchte ich auf diese Heilungen und Wunder jedoch nicht näher eingehen, da ich mich darauf konzentrieren möchte, welche Rolle die Dimension der Kraft in kleineren Gruppen spielt und wie man sie in dieser Kraft erhält.

1. Sie hätte lebendig verbrannt werden können Diese Geschichte ereignete sich in Malawi. Meine Familie und ich waren Teil eines Hauskreises, den wir leiteten. Unsere Zeiten der Gemeinschaft wurden immer interessanter, da wir gerade erst am Lernen waren, wie wir uns in unserer Gruppe umeinander kümmern konnten. In einem dieser Treffen legte der Herr uns aufs Herz, reihum mitzuteilen, was uns persönlich gerade so beschäftigte, und dann dafür zu beten. An diesem Abend reichte die Zeit nicht, um für alle in unserer kleinen Gruppe von etwa 9–13 Leuten zu beten. Unter den wenigen, für die gebetet wurde, war jedoch eine Frau, die damals von ihrem Ehemann getrennt lebte und sich fragte, wohin dies alles noch führen würde. Ich weiß noch genau, dass wir mit großer Leidenschaft und Aufopferung unter Schluchzen und Tränen für sie beteten. Wir 1

Chris Daza, Gebet für das Land, GloryWorld-Medien 2003

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AKTUELLE BERICHTE: ES GESCHIEHT SCHON!

hatten den Eindruck, wir sollten insbesondere beten, dass die mächtige Hand des Schutzes Gottes auf ihr ruhte. Wenige Wochen später kam sie dann mit diesem großartigen Zeugnis zu uns. Sie erzählte, eines Nachts sei ihr Mann ohne ihr Wissen in ihren Hof geschlichen, während sie und die Kinder schliefen. Er hatte Benzin um das Haus herum ausgegossen, um sie und die Kinder lebendig zu verbrennen. Gerade als er das Feuer anzünden wollte, wurde sie durch sehr ungewöhnliche Umstände wach. Sofort roch sie das Benzin; es war nur noch eine Frage von Sekunden, und das gesamte Haus hätte gebrannt. Als ihr Mann sie sah, verschwand er in die Nacht, und ihr Leben und ihr Hab und Gut wurden verschont. Das Erste, an das sie sich erinnerte, war, wie detailliert und prophetisch wir einige Wochen vorher für sie gebetet hatten, und ihr war klar, dass dieser prophetische Gebetsschutz sie bewahrt hatte. Wie viele Menschen könnten von Gefahren verschont werden, wenn wir lernen würden, uns die Zeit zu nehmen, um prophetisch füreinander zu beten, mit einer göttlichen Leidenschaft, die in der familiären Gemeinde verfügbar ist. Welch eine Möglichkeit, gemeinsam vor Gott zu kommen, mit einem Herzen auf ihn zu hören und das zu beten, was er auf dem Herzen hat!

2. Die eine, die in Indien in Hütten lebte Ich weiß noch, wie ich einmal in dem Saal umherging, in dem wir in einer Stadt ein solche „Power Night“ veranstalteten. Der Herr lenkte meine Aufmerksamkeit auf eine Frau, die etwa Mitte 50 war. Als ich sie ansah, gab mir der Herr eine sehr klare Vision über ihr Leben. Ich ging auf sie zu und fing an, ihr zu erzählen, was ich in der Vision sah. Ich sah sie in einer Hütte sitzen. Sie war von etwas umgeben, das wie schwarze Töpfe aussah. Eine sehr seltsame Atmosphäre herrschte an diesem Ort. Diejenigen, die sie besuchten, dienten ihr mit etwas, das wie schwarzes Pulver aussah. Während ich ihr die Details schilderte, bat ich sie vor allen zu bestätigen, dass das, was ich ihr sagte, die Wahrheit war. Sie erzählte uns dann ihre Geschichte, wie sie als Frau aus dem Westen nach Indien gegangen war, um nach mehr Kraft in 19


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ihrem Leben zu suchen. Sie sagte, sie habe dies zehnmal getan und habe dabei nie in einem Hotel, sondern immer in diesen kleinen Hütten gewohnt, die ich ihr gerade beschrieben hatte. Sie gab zu, dass diese Leute sie mit diesem Pulver und mit vielen Zaubermitteln behandelt hatten, damit sie spezielle Kräfte bekam. Sie sagte, sie sei da immer tiefer hineingeraten. Dabei fing ihre Stimme zu zittern an, da sie sich wunderte, woher ich dieses Wissen hatte und woher die Kraft kam, die sie spürte. Ich sagte ihr, dieses Wissen und diese Kraft kämen von Gott. Sie bestätigte, diese Kraft sei stärker als alles, was sie bisher erlebt habe, und wolle deshalb diesen Gott kennenlernen. Und genau dort, vor allen anderen, sprach sie ein Bekehrungsgebet und bat Gott, in ihr Leben zu kommen. Ist unser Gott nicht wunderbar?

3. Der eine mit den Ketten In einer solchen Veranstaltung in einer anderen Stadt wies mich der Heilige Geist auf einen jungen Mann hin, der ganz hinten in dem Hotelsaal saß, während ich zwischen den Reihen umherging. Es waren über 100 Leute versammelt, die nach Kraft suchten. Als ich auf ihn zuging, redete der Herr sehr klar zu mir und ich sagte dann ins Mikrofon: „Junger Mann, der Herr sagt mir, ich soll Ihnen mitteilen, dass heute das Ende von allem ist. Er heilt Sie und verändert Sie jetzt, und er hat seine Hand auf Ihnen, weil er Sie gebrauchen möchte.“ Sie dürfen nicht vergessen, dass dieser Mann noch nicht einmal bekehrt war. Er hatte Ketten am ganzen Körper und an der Kleidung. So etwas hatte ich vorher noch nie gesehen. Der Herr sagte: „Was du physisch siehst, drückt das aus, was in ihm ist.“ Ich legte ihm dann direkt dort die Hände auf und erklärte ihn als völlig frei und aus der Hand Satans befreit. Ich kann mich noch gut an den Widerstand erinnern, den wir in dieser Stadt hatten. Jeden Abend hob das Hauskirchengründungsteam nach der Veranstaltung schwarze Federn vom Zuhörersaal auf, die die Hexen benutzten, um die Veranstaltung zu verfluchen. In dieser Stadt war es auch, wo ich an einem dieser Tage hätte getötet werden können, als ich einen Besuch von

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AKTUELLE BERICHTE: ES GESCHIEHT SCHON!

den Mächten der Finsternis in Form von satanischen Agenten hatte. Mehr dazu in Kapitel 12. Über ein Jahr später hörte ich die herrliche Geschichte, dass dieser junge Mann in jener Nacht auf wunderbare Weise von Epilepsie geheilt und dann errettet und völlig befreit worden war. Seine Freundin, die er an diesem Abend mitgebracht hatte, bekehrte sich später ebenfalls und wurde schließlich seine Frau. Als ich dieses Ehepaar vor kurzem traf und sah, dass sie ein rechtschaffenes Leben führten, Jesus liebten und zu einer Gemeinde gehörten und vor allem, dass die Frau sich in der Prophetenschule ausbilden ließ, die wir in ihrer Stadt durchführten, war dies eine sehr große Ermutigung für mich.

4. „Ich habe alles ausprobiert“ – das Möchtegern-Medium Am Ende dieser Veranstaltung, als die Geschwister (das Gemeindegründungsteam) das Treffen beendeten und mit den noch anwesenden Leuten beteten und seelsorgerliche Gespräche führten, kam ein Mann aus Österreich auf sie zu. Ohne dass ich es bemerkt hatte, hatte er alles beobachtet, was an diesem Abend vor sich gegangen war. Er sagte zu ihnen: „Ich habe das alles getan. Ich bin ein Sünder und bin sehr tief in Zauberei, Satanismus und alle möglichen okkulten Praktiken hineingeraten. Aber die Kraft, die ich heute Abend hier erlebt habe, habe ich vorher noch nie erlebt.“ Er sagte das in Bezug auf die Salbung Gottes, die an diesem Abend das Treffen gekennzeichnet hatte. Er sagte: „Wenn hinter all dem Gott steckt, dann möchte ich ihn sofort haben.“ Die Brüder erzählten mir später, dass sie ihn an jenem Abend zum Herrn geführt hatten, als er sein Herz Jesus gab. Liebe Leser, wir dienen einem mächtigen Gott. Solche Geschichten geschehen immer häufiger. Gott möchte der Welt wirklich seine Kraft demonstrieren, insbesondere wenn er die entsprechenden Gefäße findet, die bereit sind, ihm zu glauben und den entsprechenden Preis zu bezahlen. Denn des HERRN Augen durchlaufen die ganze Erde, um denen beizustehen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist (2 Chr 16,9). Solange Gott Menschen mit der richtigen Herzenshaltung findet, die 21


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bereit sind, zu tun, was nötig ist, damit er sich selbst als mächtig erweisen kann, wird er es auch tun, und er tut es ja schon auf der ganzen Welt. Auch Sie können ihn auf diese Weise erfahren.

5. Diejenige, die ich im Wald sah Ebenfalls in diesem Treffen ging ich auf eine Frau zu, die etwa Mitte 40 war. Sobald ich in ihre Nähe kam, ungefähr in der Mitte des Saales, gab mir der Herr eine Vision. Ich sah, wie sie vor vielen Jahren im Wald auf und ab ging. Ich sagte ihr, sie müsse als Kind sehr einsam gewesen sein und habe sich wohl auf diese Art und Weise die Zeit vertrieben. Ich sagte ihr auch, sie sei in einer Art verdrehten Berufung aktiv. Als ich ihr das Mikrofon gab, bestätigte sie alles, was ich gesagt hatte, und sagte weiterhin, sie habe das gemacht, weil sie nicht mit ihren Eltern habe leben können. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, was der Grund dafür war, ob die Eltern tot oder geschieden waren. Sie sagte, weil sie so viel Zeit mit einem ihrer Großväter verbracht habe, der ein Geistheiler war, sei es für diesen natürlich gewesen, diese Kunst bzw. Praktiken an seine Enkelin weiterzugeben. Und das war ihre Beschäftigung, als sie an diesem Abend in die Veranstaltung gekommen war. Beachten Sie, dass dies alles in dieser Atmosphäre einer speziellen Salbung geschah. Und offensichtlich spürte sie diese Kraft und fragte sich, woher ich ihre Geschichte so genau kannte. Ich weiß noch, dass ich sie fragte, ob sie daran interessiert sei, diesen Gott auf persönliche Weise kennenzulernen, da ich zu diesem Zeitpunkt sehen konnte, dass sie innerlich erschüttert worden war. Sie bejahte. Später erzählten mir dann die anderen Geschwister, sie habe ihr Herz wieder verschlossen, als sie später an diesem Abend, nachdem ich bereits die Halle verlassen hatte, versucht hatten, sie zum Herrn zu führen. Ich habe nie wieder etwas von ihr gehört und auch die Geschwister nicht. Während ich diese Geschichte aufschreibe, spüre ich den Drang, gerade jetzt für sie zu beten. Bitte stimmen Sie doch mit mir in dieses Gebet ein und lassen Sie uns gemeinsam glauben, dass Gott sie rettet: „O Gott, wir erinnern dich an diese Frau, die durch diesen prophetischen Dienst und die Kraft der Salbung deines Geistes so berührt war, 22


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später aber die Tür ihres Herzens wieder verschlossen hat. Vater, wir beten im Namen Jesu, dass du, wo auch immer sie jetzt gerade ist, mit ruhiger, sanfter Stimme zu ihr sprichst und sie an diese Nacht erinnerst, als sie deine Gegenwart erlebte. Wir beten, dass ihr Herz keinen Frieden findet, bis sie ihr Leben dir übergibt. Und Herr, mit all diesen Gebeten der Heiligen, wenn wir uns im Glauben eins machen, besuche sie und bringe sie in deine Herde. Wir bitten im Glauben und Vertrauen darauf, dass du es tun wirst, denn du willst nicht, dass irgendjemand verloren geht. All das bitten wir im Namen Jesu, Amen.“ Diese Geschichte habe ich aus verschiedenen Gründen aufgeführt. Der eine ist, dass Sie verstehen, dass es in diesem Dienst nicht nur rosig zugeht. Nicht jeder wird errettet, selbst wenn er die Kraft Gottes erlebt. Zweitens möchte ich, dass Sie wissen, dass ich, nur weil ich an diesem Punkt und in vielen anderen Gelegenheiten versagt habe, nicht das Handbuch geworfen und gesagt habe: „Vergiss es, es funktioniert doch nicht richtig, und deshalb gebe ich auf.“ Nein, ich habe weitergemacht. Wenn Sie mich fragen, was hier geschah, habe ich keine theologische Antwort darauf, außer Ihnen zu sagen, dass es nicht geschah und ich nicht weiß, weshalb. Trotzdem werde ich weitermachen. Wir haben einen treuen Gott.

6. Das Medium sieht Dämonen fliehen und schreien Als ich im allerersten Treffen frisch aus der direkten Gegenwart Gottes, in der ich seit dem Abend vorher gewesen war, in die Veranstaltungshalle hineinging, erlebte ich eine sehr starke Salbung. Während ich den Gang entlang in Richtung des Podiums ging, hatte ich das Gefühl, auf glühenden Steinen zu gehen. Ich schien die physische Wahrnehmung teilweise verloren zu haben. Ein Teil von mir fühlte sich an, als sei er nicht in meinem Körper. Ich spürte auch, dass mich hier nicht nur natürliche Augen beobachteten. Glauben Sie mir, im Natürlichen war ich sehr nervös, denn ich sagte zum Herrn: „Was soll ich jetzt tun?“ All diese esoterischen Leute waren gekommen, um die übernatürliche Kraft dieses fremden, afrikanischen Gospelsängers zu erleben. Welch eine Kombination! Auch mich hätte so etwas 23


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interessiert. Eine der Geschichten, die mir später einer vom veranstaltenden Leitungsteam erzählte, war, dass während der Zeit, als ich hereinkam, eine Frau, die ein voll ausgebildetes Medium war, in der Veranstaltung war. Er sagte, diese habe gesehen, wie Dämonen schreiend aus den Leuten heraus und durch die Fenster gesprungen seien. Sie sagte diesem Bruder, in diesem Raum sei sehr viel mehr Kraft gewesen, als sie je vorher erlebt hatte. Das hatte ihr Angst eingeflößt. So ist die Kraft Gottes, liebe Leser. Und wenn Sie eine Vorstellung davon haben, was ein Medium ist, dann wissen Sie, wie tief in der Geisterwelt diese Leute stecken. Medien sind Okkultisten, die fähig sind, sich mit den Geistern der Toten zu beraten und mit ihnen im Namen der Lebendigen zu sprechen. Die Geisterwelt ist für sie sehr real. Sie können in sie eintreten und genau sehen, was dort vor sich geht. Sie wirken im Übernatürlichen, obwohl sie selbst natürlich sind. Ob dieses Medium am Ende der Veranstaltung dann gerettet wurde, ist eine andere Frage, und ehrlich gesagt, weiß ich es nicht. Manchmal braucht es viel Zeit, um mit solchen Leuten ganz zurück zum Ausgangspunkt ihrer Bindungen zu gehen und sie davon zu lösen, bevor sie frei sein können, sich für Jesus zu öffnen.

7. Eine Astrologin wird auf den Boden geworfen, und ihr Ehemann folgt ihr Unter den Vielen, die ich gegen Ende des Treffens nach vorne gerufen hatte, war eine Frau. Sie stand da und fragte sich, was wohl als Nächstes passieren würde. Als ich dann prophetisch zu ihr redete und ihr ein exaktes Wort der Erkenntnis über ihr Leben mitteilte, fing sie heftig zu zittern an. Bevor wir alle verstanden, was vor sich ging, hatte die Kraft Gottes sie auf den Boden geworfen. Glauben Sie mir, niemand hat sie geschubst (dies für die Kritiker), denn es wurden nur Worte zu ihr gesprochen. Der Mann, der neben ihr stand, ging mit ihr zu Boden. Später stellte sich heraus, dass es ihr Ehemann war. Als sie nach einer gewissen Zeit wieder vom Boden aufstand, fragte ich sie, ob sie bereit sei, ihr Leben diesem Jesus zu geben, dessen Kraft sie gerade erlebt hatte. Ihre Antwort war ein klares Ja. Preist den Herrn! Später erzählte mir einer der Organisatoren, diese 24


AKTUELLE BERICHTE: ES GESCHIEHT SCHON!

Frau habe viel Astrologie praktiziert. Und irgendwann hörte ich, sie habe angefangen, zu Hause die Bibel zu studieren. Dazu kann ich nur sagen, dass unser Gott ein guter Gott ist.

8. Nach acht Jahren wird ein Junge gefunden Als ich mit meinem Freund Wolfgang Simson im Februar 2001 im schönen Jakarta in Indonesien in einem chinesischen Restaurant saß und mit den Leuten dort Abendmahl feierte, während wir miteinander Gemeinschaft hatten, wurden uns so viele herrliche Geschichten erzählt. Es gab Berichte von Leuten, die von Krebs und allen möglichen Krankheiten geheilt worden waren, während in den Gemeinden für sie gebetet worden war. Sie erzählten auch von einer Frau, die ihren Sohn verloren hatte, als dieser sechs Jahre alt war. Der Sohn war unter die Millionen von Menschen, die in den Straßen dieser dicht besiedelten Stadt herumstreunen, verschwunden. In der Zwischenzeit wurde die Mutter errettet und Teil einer Hauskirche. Als sie dort die Geschichte ihres vor acht Jahren verlorenen Sohnes erzählte, betete die Hauskirche dafür und der Herr sagte ihr prophetisch zu, ihr Sohn würde gefunden werden. Sie hatten in dieser Gemeinde auch Worte der Erkenntnis mit Anweisungen, wo genau der Sohn gefunden werden würde. Daraufhin ging diese neue Christin in den Park in der Stadtmitte, mitten unter all die vielen Leute. Auf einmal hörte sie eine Stimme aus der Menge rufen: „Mami!“ Sie drehte sich um und sah ihren Jungen, der nun 14 Jahre alt war! Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber dieses Zeugnis war für mich so stark und so bewegend, dass ich sprachlos war. Unser Gott ist einfach wunderbar! Er ist fähig, uns über alle Maßen zu beschenken – mehr als wir erbitten oder uns ausdenken können (vgl. Eph 3,20). Ich möchte dieses Kapitel hier abschließen. Was soll ich noch mehr sagen? Ich habe gesehen, wie geistliche Dienste bestätigt wurden, Gaben weitergegeben wurden, die Kranken geheilt wurden, die Gebundenen frei wurden durch die Dimension der Kraft, die zusammen mit Worten der Erkenntnis und der prophetischen Salbung kommt. Ich bin davon überzeugt, dass es in 25


DIE DIMENSION DER KRAFT IN EINFACHEN GEMEINDEN

unserer Welt Menschen gibt, die ihre Herzen niemals für das Evangelium öffnen werden, wenn sie nicht eine Manifestation der Gegenwart Gottes in großer Kraft erleben. Ich bin auch davon überzeugt, dass wir diese Dimension der Kraft nicht länger ignorieren dürfen, wenn wir eine Seelenernte erleben wollen, bei der die Menschen in Massen ins Reich Gottes strömen. Die Leute in den Gemeinden müssen wie nie zuvor anfangen, dieses Maß der Dimension der Kraft anzustreben, wenn wir die Ernte behalten und ganze Nationen zu echten Jüngern machen wollen, wie es uns aufgetragen wurde. Die Kraft Gottes, egal, auf welche Weise und in welcher Stärke, bleibt der wirksamste Weg, wie der Herr das Wort, das gepredigt wird, bestätigt. Ich wünsche mir, dass wir alle anfangen, nach einer solchen Dimension von Gottes Kraft zu verlangen. In den folgenden Kapiteln möchte ich Ihnen aus der Schrift aufzeigen, wie unsere Vorgänger im Glauben dies getan haben, welchen Preis sie zu bezahlen hatten, wie sie in Einheit zusammenhielten, welches die Höhepunkte ihres Erfolgs waren und wie auch wir dies erleben können. Ich muss hier noch sagen, dass es für keinen von uns zu spät ist; die Türe steht immer noch offen, und wir können hindurchgehen.

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