Tatian Meusel
Die Herrlichkeit des Neuen Bundes
Was dir bereits jetzt in Christus gehört
GloryWorld-Medien
1. Auflage 2026 © 2026 Tatian Meusel © 2026 GloryWorld-Medien, Xanten, Germany, www.gloryworld.de Alle Rechte vorbehalten Bibelzitate sind, falls nicht anders gekennzeichnet, der Übersetzung Schlachter 2000 (© 2000 Genfer Bibelgesellschaft) entnommen. Weitere Bibelübersetzungen: ELB: Elberfelder Bibel 2006 © 2006 by SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Witten/Holzgerlingen NeÜ: Neue evangelistische Übersetzung 2020 © 2020 Karl-Heinz Vanheiden (Textstand 20.09) NGÜ: Neue Genfer Übersetzung 2011 © 2011 Genfer Bibelgesellschaft NLB: Neues Leben. Die Bibel © der deutschen Ausgabe 2002 und 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Witten/ Holzgerlingen Das Buch folgt den Regeln der Deutschen Rechtschreibreform. Die Bibelzitate wurden diesen Rechtschreibregeln angepasst. Lektorat: Klaudia Wagner-Diehl, www.wort-wirkt.de Satz: Manfred Mayer Umschlaggestaltung: Jens Neuhaus, www.7dinge.de Umschlagfoto: edb3_16 – stock.adobe.com Druck: CPI books GmbH, Leck Printed in the EU ISBN: 978-3-95578-669-4 Bestellnummer: 356669 Erhältlich beim Verlag: GloryWorld-Medien Beit-Sahour-Str. 4 D-46509 Xanten Tel.: 02801-9854003 Fax: 02801-9854004 info@gloryworld.de www.gloryworld.de oder in jeder Buchhandlung
Inhalt
Vorwort ........................................................................................................................ 7 Einleitung .................................................................................................................... 9 1 Was ist überhaupt ein Bund? ................................................................... 11 2 Ein neuer Bund? ............................................................................................. 15 3 In Christus ......................................................................................................... 21 4 Wer bist du? .................................................................................................... 25 5 Du hast geerbt! .............................................................................................. 31 6 Was dir in Christus gehört ......................................................................... 35 7 Wie bekommst du, was dir gehört? ....................................................... 39 8 Indem dein Herz es glaubt ........................................................................ 43 9 Mein eigenes Herz überzeugen .............................................................. 47 10 Alles ist vergeben .......................................................................................... 51 11 Geboren zu Söhnen und Töchtern Gottes .......................................... 57 12 Eine neue Familie ........................................................................................... 63 13 Heilig und tadellos vor Gott ...................................................................... 67 14 Und unsere Heiligung als Frucht ............................................................. 71 15 Warum Heiligung, wir sind doch heilig? .............................................. 79 16 Eine Wohnung für Gott ............................................................................... 83 17 Erfüllt mit seiner Liebe ................................................................................. 89 18 Dir gehört der Segen Abrahams ............................................................. 93 19 Ein ganz neues Leben .................................................................................. 95 20 Im Himmel zu Hause .................................................................................... 99
VERWANDELT IN SEIN BILD
21 Freier Zutritt zum Vater ............................................................................ 107 22 Mit allem beschenkt .................................................................................. 111 23 Zeichen und Wunder ................................................................................ 115 24 Vollständig geheilt ..................................................................................... 117 25 In ihm ruhen ................................................................................................. 127 26 Du bist in Sicherheit .................................................................................. 133 27 Ein Diener des Neuen Bundes ............................................................... 141 28 Ein Unterpfand – wofür? .......................................................................... 149 29 Alles in ihm .................................................................................................... 155 30 Die Erfüllung aller Verheißungen ......................................................... 161 Dank ........................................................................................................................ 165
Vorwort Ich hatte das Privileg, dieses erfrischende und berührende Buch schon als Manuskript lesen zu dürfen. Auch durfte ich zum Teil miterleben, wie die Botschaft der Gnade Tatians Leben buchstäblich auf den Kopf stellte und von innen nach außen kehrte. Er ist ein leidenschaftlicher Schatzsucher im Wort Gottes und versteht es brillant, die gefundenen Schätze ins Licht zu stellen und hell leuchten zu lassen. Du bist schon viele Jahre Christ? Sei darauf gefasst, herausgefordert zu werden. Sei bereit, die Dinge anders zu betrachten und auf eine neue Art und Weise in Gottes Wort einzutauchen. Du fragst dich, was es mit dem Christsein auf sich hat? Du bist hiermit eingeladen, die Schönheit eines Lebens als innig geliebtes Kind Gottes zu entdecken und einzigartige Blicke in das Herz Gottes zu werfen. Du beginnst dieses Buch zu lesen, und ich wünsche dir dabei eine tiefe Offenbarung deiner Bestimmung und das Erleben, wie Gnade dein Leben transformiert.
Anita Knoops, Lebensart Gemeinde Großenhain
7
Einleitung Vor einiger Zeit habe ich für mich entdeckt, was eigentlich der Neue Bund ist, von dem in der Bibel die Rede ist. Das hat mein Leben mit Jesus richtig umgekrempelt. Zwar habe ich schon recht lange eine lebendige Beziehung zu Gott, dem Vater im Himmel, und Jesus, seinem Sohn. Aber in dem Entdecken, wie der Neue Bund gedacht ist und sich auswirkt, zog so viel Freude in mein Herz ein, und es gibt seitdem eine Innigkeit mit Jesus und Dankbarkeit ihm gegenüber in meinem Herzen, die mich jeden Tag völlig erfüllt. Vielleicht gibst du dir so wie ich früher immer noch Mühe, Gott zu gefallen. Du willst ein Leben führen, das ihm Ehre macht. Vielleicht versuchst du auch, eine hartnäckige Sünde in deinem Leben zu besiegen – doch nur, um immer wieder neu festzustellen, dass du es nicht schaffst. Ich habe eine richtig gute Nachricht für dich: So war das niemals gedacht! Weißt du, aus welchem Grund Gott überhaupt einen neuen Bund mit seinem Volk schließen wollte?
9
Kapitel 1
Was ist überhaupt ein Bund?
Bevor wir zu dieser Frage kommen, lass mich kurz erklären, was ein Bund überhaupt ist. Ein Bund ist nämlich etwas anderes als ein Vertrag. Stell dir vor, du willst ein Haus bauen und schließt dazu mit einem Bauunternehmer einen Vertrag. Darin ist geregelt, wie dein Haus genau gebaut werden soll und was du ihm dafür am Ende bezahlen musst. Zum Wesen eines Vertrages gehört es aber auch, dass er gebrochen werden kann. Baut der Bauunternehmer dein Haus nämlich nicht so, wie ihr es vereinbart habt, dann bekommt er nicht die volle Bausumme überwiesen. Oder denkt er gar nicht daran, dein Haus jemals zu bauen, erhält er am Ende überhaupt kein Geld von dir. Wenn er den Vertrag gebrochen hat, bist auch du nicht verpflichtet, den Vertrag einzuhalten. Ein Bund funktioniert ganz anders. Lass uns einfach mal betrachten, wie Gott das mit einem Bund handhabt. Im 1. Buch Mose lesen wir im Kapitel 8 in den Versen 20 bis 22: Noah aber baute dem HERRN einen Altar und nahm von allem reinen Vieh und von allen reinen Vögeln und opferte Brandopfer auf 11
DIE HERRLICHKEIT DES NEUEN BUNDES
dem Altar. Und der HERR roch den lieblichen Geruch, und der HERR sprach in seinem Herzen: Ich will künftig den Erdboden nicht mehr verfluchen um des Menschen willen, obwohl das Trachten des menschlichen Herzens böse ist von seiner Jugend an; auch will ich künftig nicht mehr alles Lebendige schlagen, wie ich es getan habe. Von nun an soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht, solange die Erde besteht! Gott hat die Situation nach der Sintflut betrachtet und fasste einen Entschluss. Er traf für sich die Entscheidung, auf welche Weise er künftig mit allem Lebendigen auf der Erde umgehen wollte. Schauen wir uns doch einmal im Kapitel 9 in den Versen 8 bis 11 an, was er nach seinem Entschluss tat: Und dann sagte Gott zu Noah und seinen Söhnen: „Ich schließe diesen Bund mit euch und euren Nachkommen und auch mit allen Lebewesen bei euch, mit den Vögeln, dem Vieh und allen anderen Tieren der Erde, die mit in der Arche waren. Und ich sichere euch zu: Nie wieder werde ich das Leben durch eine Wasserflut vernichten. Nie mehr wird eine Flut die Erde zerstören. (NeÜ) Kannst du den grundlegenden Unterschied zu einem Vertrag sehen? Gott nimmt sich etwas vor und fasst es dann in ein Versprechen, auf welche Weise er sich uns gegenüber verhalten wird. Das ist seltsam: Wir würden erwarten, dass wir hier irgendwo unterschreiben müssen. Dass wir über die Bedingungen und Klauseln des Vertrages noch mal darüber schauen und sie diskutieren und zu unserem Vorteil verhandeln können. Aber es ist eben kein Vertrag, sondern ein Bund, und Gott richtet ihn einfach auf und spricht dennoch im Nachgang davon, dass er ihn mit uns geschlossen hat. Lies es selbst in den Versen 12 bis 16: Dieser Bund zwischen mir und euch gilt jeder kommenden Generation und jedem Lebewesen bei euch. Und als Zeichen dafür setze ich meinen Bogen in die Wolken. Jedes Mal, wenn ich Wolken über der Erde zusammenziehe und wenn dann der Bogen erscheint, werde ich an mein Versprechen denken, das ich euch und allen Lebewesen gegeben habe: Nie mehr sollen die Wassermassen zu einer Flut werden, die alles Leben vernichtet. Der Regenbogen wird in den 12
Was ist überhaupt ein Bund?
Wolken stehen, und ich werde ihn ansehen und an den ewigen Bund denken, den ich mit euch und allen Lebewesen auf der Erde geschlossen habe. (NeÜ) Gott macht aber noch etwas: Er setzt für den Bund ein Zeichen ein, das er ansehen kann und das ihn immer an seinen bestehenden Bund erinnern wird. Dass es den Regenbogen in den Wolken gibt, ist Gottes Bürgschaft dafür, dass sein Bund gültig ist. Lass uns gleich noch eine weitere Situation betrachten, in der Gott sich etwas überlegt hat: Das Volk Israel hatte nach seiner wunderbaren Befreiung aus Ägypten nun in der Wüste nichts zu essen und zu trinken. Da kann man schon mal an seine Grenzen kommen, und so murrten sie gegen Gott und gegen Mose. Als daraufhin tödliche Schlangen auftauchten, starben viele von ihnen an dem Schlangengift. Mose setzte sich aber bei Gott für sie ein. Im 4. Buch Mose lesen wir im Kapitel 21 in den Versen 8 bis 9, was dann geschah: Da sprach der Herr zu ihm: „Fertige eine Schlange an und befestige sie oben an einer Stange. Jeder, der sie anschaut, nachdem er gebissen wurde, wird am Leben bleiben.“ Mose fertigte eine Schlange aus Bronze an und befestigte sie an der Spitze einer Stange. Jeder, der von einer Schlange gebissen wurde und dann die bronzene Schlange anschaute, blieb am Leben.“ (NLB) Da ist es wieder: Gott trifft eine Entscheidung und gibt daraufhin ein Versprechen, auf welche Weise er diejenigen behandeln wollte, die die aufgerichtete Schlange ansahen: Sie alle blieben am Leben. Wir können einen Bund vielleicht so definieren: Ein Bund ist eine Verbindung, die zwei Bündnispartner miteinander eingehen, in der klar geregelt ist, wie sie miteinander umgehen. Lass das einfach mal auf dich wirken und in dein Herz fallen: Ein Bund ist eine Verbindung, die zwei Bündnispartner miteinander eingehen, in der klar geregelt ist, wie sie miteinander umgehen. 13
DIE HERRLICHKEIT DES NEUEN BUNDES
Das Überraschende bei einem Bund, den Gott schließt, ist, dass er einen Bund als geschlossen betrachtet, wenn er ihn in Kraft gesetzt hat. Auch unter Menschen war es zu Zeiten des Alten Testamentes üblich, einen Bund zu schließen. Der Inhalt eines solchen Bundes konnte es z. B. sein, dass sie sich versprachen, sich nicht gegenseitig anzugreifen oder sich im Angriffsfall sogar gegenseitig zu verteidigen, wie wir es heute bei dem Militärbündnis der NATO sehen können. Die höchste Form eines Bundes war aber die, wenn sich zwei Personen versprachen, dass ab sofort alles, was dem einen gehörte, auch dem anderen zur Verfügung stand und andersherum. So ist es z. B. beim Bund der Ehe. Hier werden zwei Menschen auf eine Weise eins, dass es nicht mehr „Meins“ und „Deins“ gibt, sondern nur noch „Unseres“. Paulus äußert sich dazu und bemerkt, dass er die Beziehung von Mann und Frau in einer Ehe auf Christus und seine Gemeinde deutet. Doch dazu später …
14
Kapitel 2
Ein neuer Bund?
Am Berg Sinai schloss Gott einen Bund mit dem Volk Israel. Er versprach, sie umfangreich zu segnen, wenn sie sich an die Gesetze Gottes hielten – und kündigte Fluch an für den Fall, dass sie es nicht taten. Und Gott behandelte sie in den darauffolgenden Jahrhunderten genau nach den Festlegungen dieses Bundes: Zu manchen Zeiten waren sie überaus gesegnet; wenn sie sich aber von Gott abgewandt hatten, traf sie der Fluch genauso heftig, bis hin zu ihrer Vertreibung aus ihrem Land, das ihnen Gott doch extra gegeben hatte. Der Bund vom Sinai wird auch als der Alte Bund bezeichnet. Dieser Bund funktionierte jedoch offensichtlich nicht gut, da die Zeiten, in denen das Volk Israel unter dem Fluch lebte, sehr häufig vorkamen. Während der Zeit des Alten Bundes wurde es nur allzu deutlich, dass wir Menschen es nicht schaffen, alle Gesetze Gottes immer zu halten! Deswegen nahm sich Gott vor, diesen Bund gegen einen besseren Bund zu ersetzen. Im Hebräerbrief wird das im Kapitel 8, Vers 6 direkt angesprochen: Der Dienst hingegen, der Jesus übertragen wurde, ist von unvergleichlich größerer Bedeutung. Jesus ist ja auch der Vermittler eines viel besseren Bundes, der aufgrund besserer Zusagen geschlossen wurde. (NGÜ) 15
DIE HERRLICHKEIT DES NEUEN BUNDES
Von diesem besseren Bund prophezeit bereits Jeremia im Kapitel 31, in den Versen 31 bis 34: Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde; nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern schloss an dem Tag, da ich sie bei der Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen; denn sie haben meinen Bund gebrochen, obwohl ich doch ihr Eheherr war, spricht der HERR. Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein; und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: „Erkenne den HERRN!“ Denn sie werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen, spricht der HERR; denn ich werde ihre Missetat vergeben und an ihre Sünde nicht mehr gedenken! Gott sieht ja unser Grundproblem sehr klar vor Augen: Ein Bund, in dem unser Handeln darüber entscheidet, ob wir gesegnet werden, konnte eigentlich nur scheitern. Zumindest ist er für beide Seiten frustrierend – und Gott hatte keine Freude daran, die Versprechen, die auf Fehlverhalten standen, einzulösen, und Israel über weite Strecken auch nicht. Deshalb veränderte Gott die Regeln grundlegend: Zur Bedingung für den Segen machte er dieses Mal nicht mehr dein und mein Handeln, sondern das Handeln seines Sohnes Jesus Christus. Mit seinem sündlosen Leben und seinem stellvertretenden Sterben am Kreuz für die Sünden aller Menschen hat er die Anforderungen Gottes vollständig erfüllt. Am Kreuz hieß es: Es ist vollbracht! Auf diese Weise wurde Jesus zum Garant, zum Bürgen dieses Neuen Bundes. Ich möchte dir ein Beispiel geben: Ein junger Mann will eine Wohnung mieten, aber seine Vergangenheit sagt nichts Gutes über ihn aus. Er hatte schon mal Mietschulden bei einem früheren Vermieter und wurde deshalb aus seiner Wohnung geklagt. Also will der neue Vermieter ihm keine Wohnung geben. Das ist durchaus verständlich. Immerhin weiß er ja nicht, ob der junge Mann bei ihm wieder keine Miete zahlen wird. Enttäuscht verlässt der junge Mann das Büro des Vermieters. 16
Ein neuer Bund?
Am nächsten Tag kommt er wieder zu dem Vermieter. Aber dieses Mal bringt er einen Bürgen mit. Dieser hat einen guten Job. Noch nie hat er sich etwas zuschulden kommen lassen, und sein Einkommen ist so reichlich, dass es für ihn selbst und auch noch für die Miete des jungen Mannes reicht. Der Bürge unterschreibt also eine Bürgschaft. Weißt du, was darin steht? Der Bürge wird mit seinem gesamten Vermögen und für alle Zeiten sowie für alle eventuell entstehenden Schulden einstehen, die der junge Mann jemals im Zusammenhang mit seiner Wohnungsmiete entstehen lässt! Kannst du dir vorstellen, dass der Vermieter nun den Mietvertrag mit dem jungen Mann schließt? Natürlich, warum sollte er es auch nicht tun? Er weiß ja, dass an der Sache überhaupt nichts schiefgehen kann, denn im Falle des Falles schickt er die Bitte zur Überweisung der fehlenden Miete einfach an den Bürgen. Der junge Mann kann sich sogar eine richtig schöne Wohnung heraussuchen – eine, die er ohne den Bürgen niemals bekommen hätte. Im Hebräerbrief finden wir im Kapitel 7 im Vers 22 die folgende Aussage: Insofern ist Jesus umso mehr der Bürge eines besseren Bundes geworden. Im Alten Bund hieß es doch noch: „Wenn ihr alle Gebote haltet, werdet ihr gesegnet.“ Stimmt’s? Jetzt aber sagt Gott: „Mein Sohn Jesus Christus hat bereits alles erfüllt, was mir wichtig ist. Wenn du das annehmen kannst, dass er für dich alles erledigt hat, dann bist du herzlich willkommen in diesem Bund und wirst gesegnet.“ Diesen Neuen Bund hat Gott aufgerichtet, indem er sich vorgenommen hat, jeden Menschen zu retten, der den gekreuzigten Jesus anschaut. Wie war das doch gleich mit der Schlange aus Metall? Die Schlangen, die die Israeliten bissen, stehen für die Sünde, die uns am Ende den Tod bringt. Jesus wurde am Kreuz erhöht, und Gott legte unsere Sünde auf den Unschuldigen. Am Kreuz wurde Jesus stellvertretend für alle Sünden aller Menschen getötet.
17
DIE HERRLICHKEIT DES NEUEN BUNDES
Wenn ich zugeben kann, dass Jesus meine Sünde, mein Versagen und meine Rebellion gegenüber Gott mit seinem Sterben bezahlt hat, erfülle ich nun alle Bedingungen Gottes für die Teilhabe an seinem Bund. Jesus ist für Gott und uns wie der Regenbogen das Zeichen und die Bürgschaft dafür, dass Gott mir vergeben hat. Wie du bestimmt bereits gemerkt hast, hat die Menschheit dabei nirgendwo unterschreiben oder auch nur einwilligen müssen, sondern es ist auf eine Weise herrlich, dass man es kaum glauben will. Im 1. Johannesbrief finden wir es im 2. Kapitel in den Versen 1 und 2: Er, der nie etwas Unrechtes getan hat, ist durch seinen Tod zum Sühneopfer für unsere Sünden geworden, und nicht nur für unsere Sünden, sondern für die der ganzen Welt. (NGÜ) In Christus eröffnet Gott allen Menschen das Angebot, als sein Kind aus ihm selbst neu geboren und damit zu seiner Familie hinzugefügt zu werden. Hast du das schon mal zu Ende gedacht? Du kannst diesen Bund nicht gültig machen durch irgendetwas, was du für Gott tust, denn seine Bedingungen waren bereits durch Jesus erfüllt, bevor du zum Glauben kamst. Und du kannst den Bund auch nicht ungültig machen durch irgendetwas, mit dem du in deinen Augen Gott enttäuschst, denn der Bund ist gültig in Jesus: Bist du in Christus, hast du alle Bedingungen Gottes für seinen Neuen Bund erfüllt. Wenn du das Sterben Jesu am Kreuz für dich angenommen hast, bedeutet das nichts weniger, als dass der Neue Bund mit allem, was Gott sich dabei gedacht hat, für dich wirksam wird. Es reicht also völlig aus, wenn du dich Jesus anvertraust und ihm glaubst, dass er alles vollbracht hat. Und dann darfst du diesen Bund mit Gott, dem Vater, genießen. Bereits bei David heißt es im Psalm 91 in den Versen 14 bis 16: Weil er an mir hängt, will ich ihn retten. Ich will ihn schützen, weil er meinen Namen kennt. Er ruft mich an, und ich antworte ihm. Ich bin bei ihm in der Not. Ich befreie ihn und bringe ihn zu
18
Ein neuer Bund?
Ehren. Ich sättige ihn mit langem Leben und lasse ihn meine Rettung schauen. (ELB) Das ist ganz etwas anderes als: „Wenn du meine Gebote hältst …“, nicht wahr? Weil du an Christus hängst und seinen Namen anrufst, deshalb wirst du gerettet. Das ist der Neue Bund!
19