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Katharina Steiner

Auf Adlers Flügeln Was im Angesicht des Todes trägt

GloryWorld-Medien


1. Auflage 2025 © 2025 Katharina Steiner © 2025 GloryWorld-Medien, Xanten, Germany, www.gloryworld.de Alle Rechte vorbehalten Bibelzitate sind, falls nicht anders gekennzeichnet, der Schlachter-Übersetzung, Copyright © 2000 Genfer Bibelgesellschaft entnommen. Weitere Bibelübersetzungen: HfA:

Hoffnung für alle, Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc.

MENG: Menge Bibel NeÜ:

Neue evangelistische Übersetzung © 2013 Karl-Heinz Vanheiden

NLB:

Neues Leben. Die Bibel © der deutschen Ausgabe 2002 / 2006 / 2024 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH

Lektorat: Klaudia Wagner Satz: Katharina Steiner Umschlaggestaltung: Katharina Steiner / Jens Neuhaus, www.7dinge.de Umschlagmotiv: https://www.istockphoto.com/vector/soaring-eagle-gm475017028-65703005 Druck: arkadruk.pl Printed in the EU ISBN: 978-3-95578-657-1 Bestellnummer: 356657 Erhältlich beim Verlag: GloryWorld-Medien Beit-Sahour-Str. 4 46509 Xanten Tel.: 02801-9854003 Fax: 02801-9854004 info@gloryworld.de www.gloryworld.de oder in jeder Buchhandlung


Inhaltsverzeichnis Vorwort ................................................................................................. 005 Widmung .............................................................................................. 007 Dank ..................................................................................................... 009 Stimmen zum Buch .............................................................................. 011 Einführung: Was erwartet die Leser? .................................................. 018

Phase 1: Die Nadel im Heuhaufen

022

Kapitel 01 – Auf Spurensuche .......................................... 023 Lebensbuch ......................................................................... 026 Adler-Story 1 ....................................................................... 030 Adler Story 2 ........................................................................ 034

Phase 2: Unterwegs «Auf Adlers Flügeln»

037

Kapitel 02 – Verstärkung durch die Adlertruppe .............. 038 Blätter der Heilung, Ch. Bennett .......................................... 049

Kapitel 03 – Kursänderung ............................................... 052 Adler-Story 4 ....................................................................... 057

Phase 3: Orientierungsphase bezüglich Therapie

065

Kapitel 04 – Zuversichtlicher Neustart und grosse Fragen 066 Kapitel 05 – In der Schule Jesu ......................................... 078 Adler-Story 5 ....................................................................... 085 Adler-Story 6 ....................................................................... 088

Phase 4: Neue Wolken am Horizont

091

Kapitel 06 – Der Himmel verdunkelt sich ......................... 092 Adler-Story 7 ....................................................................... 092 Adler-Story 8 ....................................................................... 099 Adler-Story 9 ....................................................................... 103

Kapitel 07 – Was uns das neue CT erzählt ...................... 106


Phase 5: Ab auf die Palliativ-Station

115

Kapitel 08 – Wild geht es weiter ....................................... 116

Phase 6: Mit Mut vorwärts

136

Kapitel 09 – Ermutigter Anfang im häuslichen Alltag ....... 138 Gefährtes prophetischer Traum ........................................... 140 Adler-Story 3 ....................................................................... 143

Phase 7: Neue Runde «Lindenhof»

158

Kapitel 10 – Zurück im Spital ........................................... 160

Phase 8: Reha-Zeit «Hasliberg»

176

Kapitel 11 – Frühlingszeit – Zeit des Blühens .................. 177 Heilung 1 ............................................................................. 181 Heilung 2 ............................................................................. 187

Phase 9: Endlich daheim bei meinen Lieben

194

Kapitel 12 – Nach der REHA ............................................ 196 Heilung 3 ............................................................................. 200

Kapitel 13 – Anbruch neuer Zeiten ................................... 211 Adler-Story 10 ..................................................................... 211

Phase 10: Schätze aus der Geschichte heben

221

Kapitel 14 – Im Rückblick Edelsteine sammeln ............... 228 Kapitel 15 – Ausblickende Gedanken .............................. 251

Drei Gebete Einladungs-Gebet für Gottsucher ..................................... 270 Hinwendungs-Gebet für Entschlossene ........................... 271 Hingabe-Gebet für Freunde Jesu ..................................... 272

Der Kreis schliesst sich

273

Eine letzte Frage ................................................................. 274 Über die Autorin .................................................................. 276 ALL GLORY TO GOD ......................................................... 277


VORWORT

Jeder von uns wird im Laufe seines Lebens mit unterschiedlichen Formen des Leides konfrontiert. In Situationen, in denen uns das Leid zu überwältigen scheint, kann schnell die Frage aufkommen: „Wenn Gott gut und allmächtig ist, wie kann er dann solches Leid zulassen?“Diese Frage stellt uns alle vor eine Entscheidung: Will ich diesem Gott mein Leben weiterhin anvertrauen oder wende ich mich von ihm ab? Theologen ringen seit Jahrhunderten mit dieser sogenannten „Theodizee-Frage“. Sie finden gute und vernünftige Antworten darauf. Für mich liegt aber die stärkste Antwort auf dieser Frage in Jesus Christus am Kreuz – wo er selbst dem äußersten Leiden ausgesetzt war. Es gibt keine einfachen Antworten auf die Frage nach dem Leiden in dieser Welt – oder jenem in unserem eigenen Leben. Doch Jesus Christus ging freiwillig ans Kreuz, um für unsere Schuld und Kurzsichtigkeit, getrennt von Gott leben zu wollen, zu bezahlen. Dies zeigt uns, dass sich der allmächtige Gott selbst schonungslos dem Leid dieser Welt ausgesetzt hat. Er ist kein distanzierter Gott, der das Geschehen auf Erden nur am Rande wahrnimmt – ganz im Gegenteil! Er ist selbst Beteiligter, ja, am stärksten davon Betroffener ... Und so lädt uns der himmlische Vater ein, gerade in Zeiten von Leid und Not unseren Blick noch stärker auf Jesus Christus und seine übernatürliche Kraft zu richten. Genau dies hat Katharina Steiner getan, als sie nach verschiedenen großen Herausforderungen ihres bisherigen Lebens plötzlich auch noch mit einer

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lebensbedrohlichen Tumordiagnose konfrontiert wurde. Es ist eine Sache zu glauben, dass Gott generell heilen kann. Es ist etwas ganz anderes, die Gewissheit zu haben, dass Gott heilen will und wird. Dieses Buch ist ein Zeugnis von Gottes Kraft und enthält wichtige Lektionen für Freunde Gottes, die noch konkreter lernen wollen, in Gottes Wirklichkeit zu leben und so zu denken. Ich durfte Katharina und ihren Mann Max vor drei Jahren kennenlernen und stand schon vor Katharinas Erkrankung in regelmäßigem Austausch mit ihnen. Ich war Teil ihrer Gebetsgruppe und habe die Ereignisse, die sie in diesem Buch beschreibt, aus erster Hand miterlebt. Katharinas Lebensgeschichte macht deutlich, dass eine Beziehung zu Jesus Christus – oder „Sir Jesus“, wie sie ihn nennt – erst jenseits von Religiosität ihr volles Potenzial entfalten kann. Die vielen unveränderten Auszüge aus Katharinas Tagebuch, ihre Dialoge mit Gott, lassen den Leser auf eine sehr authentische Weise an ihrer Geschichte teilhaben, wie es sonst kaum möglich wäre. Samuel Kullmann, Hilterfingen

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WIDMUNG _________________________________________________________________________________

MEINEM KOSTBAREN GEBETSTEAM __________________________________________________________________________________________________________________________________

Ja, das wurde mir bald klar, wem ich dieses Buch widmen soll: Den Betern meines engagierten Gebetsteams. Ihr habt über Monate in Treue und Liebe mit mir aus- und durchgehalten, allen voran mein kostbarer Ehemann Max. Ihr alle habt in Zusammenarbeit mit Jesus Christus einen bedeutenden Anteil an meiner erstaunlichen Genesung.

Mein Gebetsteam aus CH und D Max Steiner Marianne Ben Werner & Susanne Baumann Jannick & Melanie Baumann Elisabeth Eberle Helene Haldemann Joachim & Erika Hermann Regula Lehmann Annemaria Malkusch Luzi & Jacqueline Pfister Anita Riem Doris Schläpfer Rick & Rosmarie Schiffmann Annemarie Stalder Ana-Maria Cristina Stricker Claudia Volken Katharina Walthert

Jacqueline Amrhein Edith Blum Ruth Brunner Karin Cavargna Anna Gartmann Susi Herrmann Samuel Kullmann Andy & Heidi Looser Sister Jackline Mohr Stefan Reich Arnold & Lilo Scheuing Barbara Schlegel Edith Schönthal Silvia Streit Ruth Tillwicks Pia Wälchli Elisabeth Wyler

und ein paar Beter, die nicht genannt werden möchten

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Die Beter in weiteren Nationen Sisters Eltern, Richard und Dorothy Ana Strickers Eltern, Vasile und Dana Steven & Mildred Okello-Auma Andy Messay und Familie Nellie O’Hara, Pastorin Mary Hanrahan und Team

Kenia Rumänien Uganda Äthiopien Kanada England

Auch in Israel, USA, Peru und Australien gingen Freunde Gottes ins Gebet für mich. Die einen häufiger, andere weniger oft. Ja, ich fühlte mich in großer Prüfungszeit über die Maßen reich beschenkt und sehr getragen – von Gott und Menschen. Einmal fragte ich Jesus: „Denkst du nicht, dass so viele Beter für einen einzigen Menschen eine Art „Misswirtschaft“ ist? Andere Menschen in Not haben doch auch Beter nötig. Ich könnte gerne einige abgeben.“ Er aber meinte: „Dies lass meine Sorge sein. Ich wünsche mir sehr, dass du ganz neu erfährst, wie viel mir dein Leben wert ist. Und dies würde ich jeden Menschen erleben lassen wollen, der mich sucht.“ Ich war tief berührt und nahm seine Liebe, die auch durch die Herzen vieler Menschen zu mir floss, neu und dankbar so an, wie es nun mal war: unvorstellbar großzügig!

Meine kostbaren Beter Der vielfältige, reiche Segen, den ich durch euch empfing, möge von unserem guten Hirten aus großzügig zu euch zurückfließen. Dorthin, wo ihr’s grad braucht! Von Herzen,

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MEIN DANK GEHT _________________________________________________________________________________

… AN ALLE MEINE ÄRZTE UND PFLEGENDEN __________________________________________________________________________________________________________________________________

Der oberste Chef aller Ärzte ist und bleibt Gott1, dem mein größter Dank gehört. Er verband mich während der ganzen Krankheitszeit mit überaus empathischen, herzlichen Ärzten und mit allen mich Pflegenden. Bei allen fühlte ich mich bestens aufgehoben und auch fachlich gut, sehr angenehm und fürsorglich begleitet. Was für ein unvergessliches Geschenk! Dies erlebte ich ... • • • •

im Engiried-Spital Bern, Palliativ-Abteilung im Lindenhof-Spital Bern, Gynäkologie, Chirurgie und Onkologie im REHA-Zentrum Hasliberg, Meiringen und vom Spitex-Delta-Team, Belp

Die Zeiten, in denen mich meine Spitex-Frauen besuchten, waren ausnahmslos frohe Inselzeiten meines sonst recht eintönigen Alltags, in denen wir stets vieles miteinander bewegten. Tief beeindruckt bin ich vom fürsorglichen Umgang all meiner Ärzte mit mir. Sie begegneten mir mit weisem Verstand und viel Herz. Nie hatte ich das Empfinden, ein „Fall“ unter vielen zu sein. Ich erlebte mit ihnen immer wieder Begegnungen von Mensch zu Mensch, in denen persönliche Gespräche durchaus Platz hatten. Für ihr großes Engagement und das herzhafte Ringen um mein Leben

1 2. Mose 15,26 – Der ewige Gott bleibt der beste Arzt – nicht nur in alten Zeiten.

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danke ich all meinen Ärzten, dem kunterbunten, engagierten Pflegepersonal und meinen tollen „Spitex-Frauen“ von ganzem Herzen. Sehr eindrücklich bleibt für mich die Erfahrung, wie wunderbar die Mannschaft im Himmel mit ihrem engagierten Bodenpersonal auf der Erde zusammengearbeitet hat! Auf diese geheimnisvolle Weise wurde ich gesundheitlich an ein höchst erfreuliches Ziel geführt, das alles andere als selbstverständlich ist. Einfach eine große Gnade und Ermutigung für uns alle! Am meisten natürlich für mich – und meinen tragfähigen, verlässlichen Ehemann, dem treusten all meiner Weggefährten.

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STIMMEN ZUM BUCH _________________________________________________________________________________

AUS DEM GEBETSTEAM __________________________________________________________________________________________________________________________________

Ein internationaler „Blumenstrauß“ an Eindrücken Das Beste an diesem Buch ist, dass es überhaupt geschrieben werden konnte. Elisabeth Eberle, Winterbach, D Dieses Buch zeigt auf eindrückliche Weise, wie Gott noch heute Wunder wirkt! Katharina lernte ich durch meine „Spitex-Einsätze“ kennen. Anfänglich ging es um eine Schulterverletzung, die Spitex erforderte. Bald war für Katharina eine Operation dran, die mit einer krassen Diagnose zu tun hatte. Sie erzählte mir mitten im üblichen Duscheinsatz munter, was Gott ihr im Blick darauf für Zusagen gegeben hat, denen sie fest vertraue. Es war so ein Leuchten in den Augen meiner Klientin und eine Überzeugung in ihren Worten, was einfach alles glaubhaft machte. Umso verwirrter war ich, als es Katharina immer schlechter ging – und plötzlich palliative Spitex nötig wurde. Doch ich konnte nicht glauben, dass Katharina Gott so falsch verstanden haben sollte ... Wie es weiterging, ist für mich einfach eine riesige Glaubensstärkung – und definitiv nicht mein Spitex-Alltag. Annemarie Ruppaner Spital-externe Krankenpflege Delta, Belp Ich bin sehr dankbar für dieses Buch! Katharinas Prozess im Wissen, dass Gott Heilung versprochen hat – dann doch wieder Bangen, Hoffen, Glauben, Zweifeln – hat meine Beziehung zu Jesus ganz neu herausgefordert. Sehr berührt bin ich von Katharinas Mut, Ärzten und dem Pflegepersonal unkompliziert und ganz natürlich von ihrem Erleben mit Jesus zu

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erzählen. Beeindruckend bleibt, wie sie Angriffe des Feindes oft schnell durchschaute und sich davon nicht entmutigen ließ, sondern stattdessen Jesu Sieg proklamierte. Durch das nahe Miterleben und Mitfühlen in Katharinas Glaubensprozess, bin ich in meiner Beziehung zu Jesus in eine tiefere Dimension gekommen und reich gesegnet worden! Karin Cavargna, Worb, Pflegetochter Diese Geschichte ist einfach ein Wunder, an dem viele teilhaben dürfen. Katharina ist ein wunderbares Vorbild im Glauben und ein Segen – und vor allem sehr authentisch. Ich bin dankbar für ihre Tapferkeit, ihren Realismus, ihren Kampfgeist und ihr Festhalten an Gottes Verheißungen … und ich will mit ihr, ihrem Gefährten und allen in unserem Gebetsteam Gottes Sieg vor Augen behalten und die erhaltenen Verheißungen mit festem Herzen proklamieren. Jacqueline Pfister, Waltensburg GR Katharina hinterlässt uns mit ihrem Buch ein Vermächtnis, weil sie uns teilnehmen lässt an ihrem sehr persönlichen Dialog mit Sir Jesus, ihrem innig geliebten, besten Freund, während eine krasse Diagnose ihr Leben bedroht. Ihre tiefen Einsichten über Gottes Sehnen, sich uns in seinem Wunderwirken zu offenbaren, hat viele Menschen, auch Ärzte und Pflegende, denen sie während dieser Zeit im Alltag begegnete, tief bewegt. Ihr mutiges, lebendiges Zeugnis und ihre schonungslose Offenheit werden ewige Spuren hinterlassen. Sir Jesus hat in Katharina eine Botschafterin, die ihn leidenschaftlich liebt und mit ihrem neugeschenkten Leben ehren und verherrlichen wird. Susi Herrmann, Hünibach Ich lernte Katharina als eine Frau kennen, deren wichtigstes Anliegen es ist, die Pläne Jesu und seinen Willen für ihr Leben zu erfragen und zu tun. Ihre konsequente Ausrichtung, ihr feines inneres Gehör, sowie ihr demütiges Herz sind mir ein großes Vorbild. Als unerwartet eine üble Diagnose über sie kam, flüchtete Katharina zu ihrem geliebten Jesus und suchte Hinweise und Antworten bei ihm. Auch im Sturm vieler betroffen machender Entwicklungen, die bei ihr mit rasant

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zunehmender Schwachheit einhergingen, hörte sie nicht auf, von ihrem himmlischen Vater als einem Hirten zu reden, der lauter gute Pläne hat. Katharina gab ihm alles, bis hin zu den klaren Versprechen Jesu, und fokussierte mitten im Sturm den, von dem sie wusste, dass allein er ihn stillen kann … Rosmarie Schiffmann, Steffisburg Katharina teilte mit uns viele Worte Jesu, die sie im Verlauf der Krankheit empfing. Meist war sie in der Lage, diese Worte aus der Höhe über die ärztliche Diagnose zu stellen. Wenn sie an ihre Grenzen kam, bat sie im Gebets-Chat offen um Gebetsunterstützung oder um stellvertretende Proklamation des Empfangenen. Ich glaube, Gott setzt Katharina ein, um uns Christen seinen uneingeschränkten Willen punkto Krankheit und Heilung zu offenbaren, damit wir darin tiefer gegründet werden und anderen damit dienen können. Das ist für mich sehr glaubensstärkend. Elisabeth Wyler, Langenthal Durch diese Geschichte wurde ich sehr davon bewegt, wie treu und nah der Heilige Geist Katharina durch jedes Auf und Ab hindurchgeführt hat. Wann immer ich Katharina besuchte, zu Hause oder im Spital, freute ich mich an ihrer zuversichtlichen Haltung. Auch darin nahm ich Gottes Hand über ihr so deutlich wahr. Jacqueline Amrhein, Gunten BE Dieses Buch beschreibt eine schmerzhafte, erschütternde Lebensphase von Katharina, die ich hautnah mit durchlitten und ebenso durchkämpft habe. Im folgenden Spannungsfeld lebte sie – und lebten auch wir Beter: Ihre horizontalen Erfahrungen Tödliche Diagnose Schmerzen leidend Loslassen und fallenlassen Ohnmächtig An eigene Grenzen stoßend Dem Tod nahe Kämpfend

Jesu vertikale Zuwendung Durch meine Wunden geheilt! Voll Schmerz am Kreuz für dich! Ich fang dich auf, trage dich! Ich, dein Allmächtiger! Ich, der Grenzenlose! Ich, der Lebendige! Sei still und erkenne, ich bin Gott!

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Die Erfahrung, dass der horizontalen Ebene eine tragende Vertikale gegenübersteht, hat uns vom Gebetsteam im Glauben gestärkt und vorwärtsgebracht. Vor allem das Erleben, wie diese vertikale Ebene immer mehr Jesus Christus, den Gekreuzigten und Auferstandenen, aufleuchten ließ. JESUS allein sei alle Ehre und aller Dank in dieser Geschichte. Susanne Baumann, Toffen Ich bete und hoffe, dass die Herausforderungen, die Katharina überwand, den weisen Menschen um sie herum und all denen, die sie kennen, eine große Lektion vermitteln. Immer wenn ich ihre Texte lese, die Christus verherrlichen, vertieft sich mein Verlangen, weiter in seine Wahrheit vorzudringen und IHN noch besser kennenzulernen. Ich füge dem bei: „Gott ist treu, und er wird zu Ende bringen, was er angefangen hat.“ (Philipper 1,6) Andargachew Messay, Äthiopien Vom ersten Tag an lernte ich durch Katharinas Geschichte, voll und ganz auf Gottes WORT zu vertrauen – und nicht auf den Lärm von außen um uns herum zu hören. Ich erkannte, wie wichtig es ist, mitten in stürmischen Tagen auf Gottes Stimme zu hören und ihm treu zu folgen. Obwohl Katharina eine harte Diagnose traf, hat sie ihren Gott weder aufgegeben, noch verflucht. Sie ist zu ihrem Freund Jesus gegangen, der Leben über ihr aussprach – und sie hat ihm geglaubt. Gott aufzugeben ist keine Option, und genau das hat Katharina uns vorgelebt. Deshalb hat mich ihre ganze Reise so ermutigt, auf schwere Situationen mit Mut zu reagieren und Gottes Versprechen zur Grundlage zu machen. Katharina hat Jesus erlaubt, sie über jenen Berg zu heben, der viel höher war als sie. Ihr Glaube wurde hart auf die Probe gestellt – um sich schließlich als wahr zu erweisen. Und es stellte sich heraus, dass sie auf dem festen Fundament Jesus steht. Darüber hinaus kann ich nicht vergessen, dass ihr wunderbarer Ehe-Gefährte Max von Anfang an immer sehr nah und treu an ihren Schultern war. Mildred Auma – Kampala, Uganda

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Ich bin berührt von Katharinas inniger Jesus-Beziehung. Dieses Buch ist ein eindrückliches Zeugnis einer Kindlichkeit Gott gegenüber, die man im Gespräch mit ihr nicht unbedingt vermuten würde. Doch genau diesem kindlichen Gottvertrauen dürfen wir hier begegnen. Ich weiß, dass Katharina keinen Anspruch an uns Leser erhebt, Gott auf gleiche Art und Weise zu erleben, wie sie. Ihr Anliegen ist vielmehr, dass jeder Leser auf ganz eigene Weise am Herzen von Jesus getröstet wird, seine Stimme zu hören lernt und dadurch für seine persönliche Liebe und Wahrheit immer freier und offener wird. Beim Lesen des Buches werden wir zum willkommenen Gast am Tisch von zwei guten Freunden. Und wir werden Zeugen von einer heute noch möglichen, ganz praktischen, befreienden und unkomplizierten Beziehung zum lebendigen Gott, von dem uns die Bibel erzählt. In diesem Sinn wird uns dieses Buch dazu animieren, in eine immer innigere, vertrauensvollere Beziehung zu Jesus Christus zu finden, die trotz Leid – ja, sogar mitten darin – inneren Frieden bewirkt. Danke Jesus, dass du durch dieses Buch so nahbar und erlebbar wirst! In Liebe, Ruth Brunner, Kloten „Auf Adlers Flügeln“ ist eine außergewöhnliche, wahre Geschichte über Mut und Tapferkeit von Katharina Steiner. Ihre Reise, auf der sie Gottes Stimme hört und auf sein Wort vertraut, wird den Glauben der Leser ermutigen und sie auf die nächste Glaubensebene führen. Wenn ihr auf Gottes Antworten in eurem geprüften Leben wartet oder darauf, geheilt zu werden, wird euch Katharinas wunderbare Geschichte, und wie sie den Weg zur vollen Wiederherstellung durch ihr Vertrauen auf Gott beschritt, bestimmt inspirieren! Nellie O’Hara, CSA Ministries2 Canada Wir feiern mit Katharina und loben unseren König Jesus und danken Ihm, dass er sie auf jedem Schritt des schweren Weges begleitet hat. Sie ist

2 “Christian Servicies Association” – in Partnerschaft mit ‘Patricia King Ministries’, USA

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wahrlich eine Vorreiterin. Wir im „Prayer-Team“ hatten das Privileg, in dieser Zeit an ihrer Seite betend mitzugehen. Katharina hat unser Gebetsteam sehr inspiriert. Wir sind so begeistert vom Buch und glauben, dass ihr Zeugnis viele Leben verändern wird. Denn Katharina geht auf eine Art und Weise auf dem Weg des Glaubens voran, wie ihn noch nicht viele gegangen sind. Im Namen des Omega Prayer-Teams von White Dove Ministries3 Mary Hanrahan, UK

3 „White Dove Ministries“: ein segensreicher Dienst von PAUL KEITH & AMY DAVIS

in Foley, Alabama/USA

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EINFÜHRUNG _________________________________________________________________________________

WAS ERWARTET DIE LESER __________________________________________________________________________________________________________________________________

Liebe Leser, im Herbst 2023 wurde mein Leben völlig unerwartet in „wildes Wasser“ geschleudert. Doch ausgerechnet diese unbequeme „Wildwasserfahrt“, die mir manchmal wie ein Feuerofen oder eine Wüstenwanderung vorkam, entpuppt sich im Rückblick als überreicher Segen. Und dieser entspricht dann wirklich meinem Herzenswunsch:

Stärkung und Förderung meiner Freundschaft mit Jesus Christus Ein Segen, der nicht vom beschwerlichen Weg abzukoppeln ist. So seltsam es klingen mag: Segen, der wohl deshalb weiter reicht, als in mein eigenes Herz! Ich wünsche mir sehr, dies möge vielfältig geschehen. Ja, ich glaube, dass in diesem Buch eine durch und durch gottesartige Geschichte vorliegt, in der es nur einen Helden gibt: JESUS CHRISTUS, der sich mir auch in dunkelsten Stunden als bester, sehr treuer Hirte erwies. Ihm, ja ihm mögt ihr, liebe Leser, hier auf ganz eigene, euer Herz berührende Weise begegnen. So, dass auch euer Glaube an und euer Vertrauen zu Gott neu gestärkt und gefördert – oder vielleicht ganz unerwartet das erste Mal zum Leben erweckt wird. Dies, ja dies wünscht euch von ganzem Herzen,

Katharina Steiner

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ÜBERBLICK Allgemeines Dieses Buch führt euch Leser in zehn Phasen an einer wilden, medizinischen Diagnose entlang. Ich hoffe, es stört euch nicht, dass ich euch so persönlich anspreche. Weil ich euch tiefe Einblicke in mein Herz gewähren werde, passt eine formellere Form nicht hin. Übrigens: Wenn ich von „Lesern“ und „Betern“ schreibe, denke ich unkompliziert an Männer und Frauen. Ich bin Jahrgang 1957 ... Leser und Beter sind für mich weiterhin Menschen, die lesen und beten, sowohl Frauen als auch Männer. Der Hauptteil des Buches besteht aus Chat-Nachrichten an mein tragendes Gebetsteam, welches mich sehr treu durch die Krankheitszeit hindurch begleitete. Das Team existierte nicht von Anfang an. Es ergab sich. Und nachdem ich es ins Leben rief, wuchs diese wunderbare Truppe, die praktisch und geistlich hinter meinem Mann und mir stand, über Monate weiter. Was ich ans Gebetsteam richtete, waren lauter Nachrichten, die ich schrieb. Der Chat war also eine „Einbahnstraße“, auf der mein Gebetsteam von mir informiert wurde. Auf diese Weise ließ ich meine Beter engmaschig an dieser unvorhersehbaren „Wildwasserfahrt“ teilnehmen, damit sie konkret ins Gebet gehen konnten. Wer auf eine Nachricht reagieren wollte, war eingeladen, dies auf meinem privaten WhatsApp-Kanal zu tun. Dies hat wunderbar geklappt und wurde oft genutzt! Mehr als Alltags-Infos Im Chat „Auf Adlers Flügeln“ teilte ich weit mehr mit, als bloße Infos wie: „Bügelwäsche wartet auf eine Helferin!“, oder: „Brauche einen Fahrer zur ärztlichen Untersuchung!“. Das Buch ist ein ganz transparentes Zeugnis meiner vielen inneren Wege, nah an Jesu Seite. Die Chat-Texte habe ich alle im jeweiligen Moment verfasst – in sehr unterschiedlichen Verfassungen natürlich. So authentisch, wie die Geschichte vorliegt, könnte ich sie aus der Rückschau niemals nacherzählen ... Vielleicht ist gerade dies die große Stärke des Buches? Lauter Texte „frisch ab Presse“ eben. Unwissend schrieb ich vom Krankenbett aus fortlaufend an einem Buch, zu dem mich später Freunde aus dem In- und Ausland wiederholt ermutigten, es in Angriff zu nehmen. Natürlich musste ich den Chat beim Bearbeiten mit „Outsider-Augen“ lesen. Im Unterschied zum Gebetsteam kennen mich künftige Leser ja nicht. Deshalb drängte es sich im Chat-Text da und dort

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auf, ihn fremden Menschen anzupassen. Auch verschiedene grammatikalische Verbesserungen und diverse Kürzungen waren nötig. Inhaltlich aber wird der Chat-Text im Buch weitgehend in seiner ursprünglichen Form wiedergegeben, mit Datum und Uhrzeit. Dann und wann füge ich dem Text Bibelstellen in anderer Schrift bei. Diese treten kursiv/grau auf. Wo nichts anderes vermerkt ist, habe ich die Bibelübersetzung von Franz Eugen Schlachter (Version 2000) verwendet. Wenn etwas aus jetziger Warte einfließt Es kommt vor, dass ich den Chats ein paar Gedanken aus aktueller Zeit beifüge. Das kündige ich immer so an: ® Wenn diese beiden Pfeile erscheinen, folgen Worte aus der aktuellen Rückschau. ¬ Dialoge mit Jesus – Leserschaft Um euch auch an den prägenden Hintergründen der Geschichte teilnehmen zu lassen, entschied ich mich, dem Buch einige zentrale Dialoge, die ich in dieser Zeit mit Jesus führte, an der passenden Stelle einzufügen. Solche Dialoge schreibe ich seit einigen Jahren mit viel innerem Gewinn. Sie fördern meine Freundschaft mit Jesus sehr, und ich lerne ihn und sein Wesen dadurch einiges besser kennen, als durch einen üblichen TagebuchMonolog. Es sind schriftliche, sehr fokussierte Gebetsgespräche, die ich „Dialoge mit Sir Jesus“ nenne. Was ich im Vordergrund meines Lebens lebe, wurzelt meist in diesem Hintergrund. In den Dialogen treten Jesu Worte in grauer und anderer Schrift auf, als der übliche Text. Was ich mit ihm rede, bleibt schwarz. Ich vermute, dass dieses Buch vorwiegend in den Händen von Lesern landet, die schon eine Wegstrecke mit Gott zurückgelegt haben. An sie richtet sich das Buch in erster Linie. Doch es ist gut möglich, dass sich auch Menschen fürs Buch interessieren – oder es geschenkt bekommen –, die Gott noch nicht persönlich kennen. Auf sie werden meine Dialoge vermutlich recht ungewöhnlich, fremd, vielleicht sogar unmöglich wirken. Dafür hätte ich viel Verständnis. Für mich sind diese direkten Gespräche mit Gott aber über die Jahre sehr vertraut und kostbar geworden. Ich bin ja auch schon ein paar Jahrzehnte mit Jesus Christus unterwegs.

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All jenen, die sich mit den Dialogen vielleicht schwertun, rate ich, einfach all das aus dem Buch aufzunehmen, was euer Herz berührt und bewegt. Was euch eigenartig erscheint, fraglich auch, mögt ihr getrost stehenlassen. Vielleicht sind solche Passagen erst in ein paar Jahren von Bedeutung und Nutzen für euch? Vielleicht auch nie. Freundschafts-Namen in den Dialogen Ich bin seit 1979 mit Jesus unterwegs. Da meine Freundschaft mit Gott stetig weiterwächst, veränderten sich im Laufe der Zeit in meinem Herzen die offiziellen Namen für Gott Vater, Jesus Christus und Heiliger Geist (den ich als mütterliche Person in der himmlischen Familie erkenne; nicht zuletzt deshalb, weil im Hebräischen „Geist“ ein weibliches Nomen ist: die „Ruach“). Der Vater wurde für mich zum vertrauten „Daddy“, Jesus Christus zu „Sir Jesus“ und der mütterliche Heilige Geist zu meiner „Holy Glory“. Mir ist es nicht möglich, euch die Dialoge distanzierter wiederzugeben. Es sind lauter Freundschaftstexte, in denen mich Sir Jesus oft mit „Taube“ oder „Schwesterherz“ anspricht. Die Dialoge spiegeln jene Beziehung wider, die ich bis heute zu ihnen habe. Das heiß nicht, ich würde sie nie mehr mit ihren offizielleren Namen anreden; vielmehr wächst meine Ehrfurcht vor ihnen weiter, je besser ich sie kennenlerne. Mehr als Jesu Geschichte mit mir Weil es in dieser Geschichte um mehr geht, als um Jesu Geschichte mit mir, folgt in Phase 10 eine „Anwendung“ derselben. Sie möge euch für die anspruchsvolle Zeit, in der wir leben, wertvoll werden. In erster Linie geht es darum, was Gott mit dieser Geschichte für all jene Menschen auf dem Herzen trägt, die sie kennenlernen. Dies wird für jeden Leser etwas anderes sein, denn mit irgendwelchen unüberwindbar scheinenden Lebenssituationen haben wir alle zu tun. Das muss keine Krankheit sein. In meinem Fall war dies mein herausfordernder „Mount Everest“. Doch Gott führt seine Menschen ganz individuell durchs Leben und über unterschiedlich hohe Berge! Sei es in Familiengeschichten, im Beruf, in Finanzgeschichten und anderem mehr. Das Thema spielt keine große Rolle – wohl aber unser Umgang damit. Dafür werdet ihr in diesem Buch hoffentlich hilfreiche und praktische Anstöße für euer tägliches Leben finden. So ermutige ich euch, vor allem darauf zu achten, was Jesus Christus in euch zum Klingen bringt.

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Für mich wurde er mitten auf steinhartem Weg zum stärkenden, tragenden „Adler“, wovon auch ihr etwas entdecken mögt. Das vorliegende Buch ist zuerst Jesu Geschichte. Um seine Herzensanliegen unter die Menschen zu bringen, beruft er jeweils Menschen, die mit ihm zusammen durch bestimmte, oft unbequeme Themen „wandern“. Damit sage ich nicht, dass eine entmutigende medizinische Diagnose oder irgendein anderer schwerer Lebensumstand den Plänen Jesu entspricht. Vielmehr betone ich, dass inmitten widriger Geschichten, die meist den Absender des Feindes tragen, JESUS CHRISTUS der Einzige ist, der daraus erstaunlich viel Segen und sogar Wunder wirken kann und will. Allermeist nehmen wir solche Lebensphasen als innere Wüstenwanderungen wahr, die wir nie freiwillig wählen würden. Aber ohne Zweifel können wir an ihnen wachsen, wenn wir nah an Jesu Herz bleiben. Mit dieser Geschichte, das glaube ich, möchte Jesus Christus jeden Leser reich beschenken, tiefer lieben und stärken, ganz im Sinne von Jesaja 41.

„Ich lasse Ströme hervorbrechen auf kahlen Höhen und Quellen inmitten der Täler; ich mache die Wüste zum Wasserteich und dürres Erdreich zu Wasserquellen.“ Jesaja 41,18

So mögt ihr nun offenen Herzens entdecken und empfangen, was Jesus Christus inmitten dieser unvorhersehbaren Wüstenwanderung alles an Kostbarem für euch vorbereitet hat!

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PHASE 1 _________________________________________________________________________________

DIE NADEL IM HEUHAUFEN __________________________________________________________________________________________________________________________________

Jetzt kann es losgehen Die Geschichte beginnt auf einer gemütlichen Frauen-Wanderung anfangs September 2023 – als ich nicht das Geringste von den bevorstehenden wilden Wassern und der inneren Wüstenwanderung ahnte, durch die ich sehr bald gehen würde ... Ja, ich genoss das gemeinsame Wandern mit Glaubensgeschwistern unbeschwert und von Herzen. Die Schmerzen in meiner Bauchgegend betrachtete ich nicht im Geringsten als reißenden Löwen, der mir ans Leben wollte. „Nicht der Rede wert“, dachte ich, „das wird schon wieder werden.“

2. September 2023

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KAPITEL 01

AUF SPURENSUCHE

Das muss wohl am Kaffee liegen Sa, 02.09.23 „Hast du noch immer Magenschmerzen?“, fragte mich eine Kollegin auf der Frauenwanderung unserer Christlichen Gemeinde. Sie beobachtete, wie meine Hand immer mal wieder an meinen Bauch griff. „Ja, so ist es. Muss wohl am Kaffee liegen“, antwortete ich. „Weißt du, ich hab’ mich erst kürzlich entschieden, zusammen mit Max hin und wieder eine Tasse Kaffee zu genießen. Trank bisher fast immer Tee. Vermute, Kaffee vertrage ich schlecht. Vielleicht klappt’s mit einer koffeinfreien Sorte? Mal sehen.“ So locker fing eine kurvenreiche Geschichte an, was ich noch nicht ahnte. Da Gefährte4 und ich Mitte September in Deutschland zu einer Konferenz angemeldet waren, ging ich der Schmerzen wegen zuvor vorsichtshalber zum Hausarzt. Er untersuchte mich und riet zur weiteren Beobachtung und Schonkost an. Also fuhren wir getrost Richtung Norddeutschland los. Die Konferenztage stand ich einigermaßen passabel durch, obwohl die Schmerzen zunehmende Tendenz verzeichneten. Laut „Dr. Google“ schien ich an einem „Reizdarm“ zu leiden. So deckten wir uns in der Apotheke entsprechend mit Flohsamen und anderen schonenden Mittelchen ein, die leider wenig Erfolg zeigten. Auf der Heimreise zuckte ich jedes Mal vor Schmerz zusammen, wenn Gefährte über die weißen Markierungslinien der Autobahn fuhr ... Ein so kleiner Niveauunterschied wurde bereits zum Problem für mich! Total irritierend! Deshalb suchte ich daheim erneut den Hausarzt auf, der nach einer Ultraschalluntersuchung meinte: „Zünftige Verstopfung!“ So unternahmen Gefährte und ich alles, damit ich die verstopfte Ladung so schnell wie möglich losbekommen konnte. „Nichts einfacher als dies“, dachte ich. „Spätestens morgen bin ich wieder fit!“ Doch weit gefehlt!

4 „Max“ werde ich meist „Gefährte“ nennen. Max ist er für alle. Für mich ist er mehr.

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