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Emma Stark

Propheten, Politik & Nationen

Was sagt Gott zu diesen Themen in unseren turbulenten Zeiten?

1. Auflage 2024

Copyright © 2024 by Emma Stark Originally published in English under the title „Prophets, Politics & Nations – Understanding the vital role that prophetic voices play in shaping history” by Destiny Image® Publishers, Inc., P.O. Box 310, Shippensburg, PA 17257-0310

© der deutschen Ausgabe 2024 GloryWorld-Medien, Xanten, Germany

Alle Rechte vorbehalten

Bibelzitate sind, falls nicht anders gekennzeichnet, für das Neue Testament der Übersetzung „Jesus der Messias“ (GloryWorld-Medien 2024) und für das Alte Testament der Elberfelder

Bibel, Revidierte Fassung von 2006 entnommen.

Weitere Bibelübersetzungen:

GNB: Gute Nachricht Bibel, 2002

HFA: Hoffnung für alle, Basel und Gießen, 1983

LUT: Lutherbibel, Revidierte Fassung von 2017

NeÜ: Neue evangelistische Übersetzung © 2013 Karl-Heinz Vanheiden

NLB: „Neues Leben Die Bibelübersetzung“, Holzgerlingen, 2017

Das Buch folgt den Regeln der Deutschen Rechtschreibreform. Die Bibelzitate wurden diesen Rechtschreibregeln angepasst.

Übersetzung/Satz: Manfred Mayer

Umschlaggestaltung: Destiny Image / Jens Neuhaus, www.7dinge.de

Printed in Germany

ISBN: 978-3-95578-642-7

Bestellnummer: 356642

Erhältlich beim Verlag:

GloryWorld-Medien

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D-46509 Xanten

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Einführung

Das lebhafteste Vergnügen, das ein Mensch in der Welt haben kann, ist, neue Wahrheiten zu entdecken; das nächste von diesem ist, alte Vorurteile loszuwerden.1

Friedrich II., der Große (1712–1786), preußischer König

Ich bin in Nordirland während der Zeit der „Troubles“ aufgewachsen, einem Bürgerkrieg, der von den späten 1960er Jahren bis zum Karfreitag 1998 dauerte. Autobomben, Schüsse in die Knie, Terrorismus, Angst und Hass waren an der Tagesordnung. Der ohrenbetäubende Lärm der Bombe, die in der Nähe der Kirche meines Vaters platziert wurde und unser Stadtzentrum zerstörte, wird mir immer in Erinnerung bleiben. Je mehr Gräber wir alle besuchten, desto schwieriger wurde es für die Nation, zu vergessen – oder sich friedlich nach vorne zu bewegen.

Ich bin in der protestantischen, unionistischen2 Tradition aufgewachsen; und da mein Vater Pastor einer protestantischen Kirche war, bedeutete das, dass unsere Familie nicht nur bei der Beerdigung der Toten an vorderster Front stand, sondern sich auch öffentlich gegenüber der Gemeinde und der breiteren Gesellschaft äußern musste, um ihnen zu helfen, die schrecklichen Dinge zu verarbeiten, die um sie herum geschahen.

Aufgrund der völligen Trennung des Bildungssystems3 und der Gesellschaft sowie unseres unterschiedlichen Freizeitverhaltens bin ich bis zur Mitte meiner Teenager-Jahre keinem einzigen römischkatholischen Menschen begegnet! Katholiken und Protestanten in

1 https://www.aphorismen.de/zitat/7643

2 Die Unionisten befürworten den Verbleib Nordirlands im Vereinigten Königreich.

3 Das Bildungssystem war in protestantische und katholische Schulen getrennt.

Nordirland waren eingeschworene Feinde, was sich sowohl in der Politik als auch auf den Straßen bemerkbar machte

In ihrem Kampf um die „Rettung“ der irischen Republik stimmten die meisten Katholiken nationalistisch oder „republikanisch“, d. h. sie wollten, dass Nordirland sich von Großbritannien trennt und mit der Republik Irland vereinigt wird. Die Protestanten hingegen stimmten für die „Unionisten“, d. h. sie wollten, dass Nordirland in der Union mit Großbritannien bleibt. Religion, Glaube und Politik wurden nie getrennt. Du bist in die Kirche gegangen, um zu zeigen, auf welcher politischen Seite du stehst. Wir haben das nie in Frage gestellt. Du hast die Nation „gerettet“, indem du gewählt hast, und für viele ging es dabei buchstäblich um Leben und Tod

Zur gleichen Zeit wuchs mein Mann David jenseits der Irischen See in Schottland auf. Seine Nation4 wurde unruhig und rang darum, ob sie unabhängig von England und dem Rest des Vereinigten Königreichs sein sollte. Die Scottish National Party gewann immer mehr an Einfluss, und ein ganzes Volk war mittendurch gespalten und rang an der Wahlurne um seine Zukunft – entweder in einer harmonischen Einheit innerhalb des Vereinigten Königreichs zu bleiben oder unabhängig zu werden und die Verantwortung für die eigene Zukunft zu übernehmen.

Inmitten dieser Situation studierte ich Politik an der Universität und beschäftigte mich vier Jahre lang fast ausschließlich mit den besten Strukturen und Methoden für gesunde Nationen. Eines Tages sprach Gott dann zu mir und forderte mich auf, entgegen jeder politischen Neigung zu stimmen, die ich hatte – gegen jede tief verwurzelte, kulturell geprägte Ideologie, die in mir steckte, und gegen das, was ich für das Beste für eine Nation hielt.

Ich erinnerte mich an die Morddrohungen gegen meine Familie, als ich ein Kind war, und an die Blutrünstigkeit meiner vermeintlichen menschlichen Feinde und sagte zu Gott: „Herr, das kannst du doch nicht von mir verlangen?“ Perplex, aber dennoch nachgiebig, und nach vielen Stunden, in denen ich Gott fragte:

4 Im Vereinigten Königreich verstehen sich die vier Teile England, Schottland, Wales und Nordirland jeweils als Nation.

„Warum?“ (und er mir nicht antwortete), stand ich auf und stimmte trotz meiner Vorbehalte gegen jede Überzeugung, die ich je gehabt hatte. Mir war schlecht. Aber an diesem Punkt begann Gott wieder zu sprechen und sagte: „Jetzt kann ich dir Offenbarungen über die Nationen anvertrauen, weil du deine persönlichen Vorlieben abgelegt hast.“

Gehorsam ist aufregend, auch wenn es dir den Magen umdreht, weil du weißt, dass du dich einem liebenden Gott unterwirfst, der es besser weiß als du.

Unsere Aufgabe

Jesus trat heran und sagte ihnen: „Alle Macht ist mir gegeben worden im Himmel und auf der Erde Geht nun und macht alle Völker zu Jüngern, indem ihr sie eintaucht in den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und sie lehrt, alles zu halten, was ich euch geboten habe! Und ich bin jetzt mit euch, alle Tage, bis zum Ende der Welt“ (Matthäus 28,18-20).

Im Lärm und Druck unseres geschäftigen Lebens wissen wir, dass wir als Volk Gottes die Verantwortung dafür haben, das Evangelium zu verbreiten, die Völker zu Jüngern zu machen, die Kultur zu beeinflussen und nach der Rückkehr des Königs Jesus zu rufen. Das kann sich jedoch wie eine überwältigende Aufgabe anfühlen, und wie wir das tun sollen, ist oft unklar, vor allem, wenn wir vor der Wahlurne im Wahllokal stehen.

Es ist nicht immer offensichtlich, wie Jesus denken würde, wenn er an unserer Stelle wäre! Die Kultur schreit oft lauter als die Bibel, unsere Erziehung schreit uns leise in die Ohren – eine unbekannte, aber allgegenwärtige Tonspur – und manchmal leiten uns menschliche Lehren mehr als die Lehren von Jesus Christus. Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, beeinflussen uns die Reiche dieser Welt und ihre Herrlichkeit vielleicht mehr als das Reich Gottes

Zeit für ehrliches Nachdenken

Unser Wunsch, Dinge „in Ordnung zu bringen“, führt uns zu Handlungen, die wir gründlich reflektieren sollten, bevor wir sie tun. Wir leben in einer Zeit, in der wir uns Gedanken darüber machen sollten, wie wir denken und wem wir unsere Stimme geben. Wir müssen uns wirklich fragen, inwieweit wir tatsächlich mit Gott zusammenarbeiten, um sein Reich zu vergrößern, und inwieweit wir unsere Energie ungewollt in die Reiche dieser Welt stecken

Als Menschen, die Jesus lieben, müssen wir uns ehrliche Fragen stellen, wie zum Beispiel:

Ist es für Gott wichtig, wen ich wähle?

Wie setze ich meine Prioritäten, was meine Verantwortung für das Wohlergehen der Nation angeht?

Welche Rolle sollten vom Heiligen Geist erfüllte, prophetische Menschen inmitten unserer heutigen „Kulturkriege“ spielen?

Wir sehen heute, dass die Politisierung unseres Glaubens eine rechtschaffene, biblische Verantwortung unterwandert. Extremer Nationalismus – bei dem unsere Nation, unsere Führer und unsere Gesetze auf dieselbe Stufe wie das Reich Gottes, Jesus Christus und die Heilige Schrift gestellt werden – greift immer mehr um sich, sogar in der Gemeinde Jesu. Es wird immer schwieriger, die Propheten von den politischen Experten zu unterscheiden, und nationalistische Ideologien werden häufig mit der Wahrheit des Evangeliums verwechselt Manche parteipolitischen Versammlungen sehen aus und klingen wie ein Gottesdienst einer Pfingstgemeinde, während bei manchen kirchlichen Veranstaltungen mehr Nationalflaggen geschwenkt werden als bei einem internationalen Fußballspiel! Die Grenzen sind fließend.

Während ich dies schreibe und du diese Zeilen liest, möchte ich dich einladen, dich mit mir auf eine Reise zu begeben, um zu prüfen und nachzudenken und uns von der Person Jesu und der Heiligen Schrift herausfordern zu lassen, indem wir uns selbst unter einem heiligen Scheinwerferlicht betrachten und unser Leben unter die Lupe nehmen lassen, damit alle Unreinheiten beseitigt werden. Mögen wir alle auf unserer gemeinsamen Reise

durch diese Seiten tief bewegt werden, darüber nachzudenken, wie wir den Nationen und der Politik mit einer solideren Gesinnung – der Gesinnung Christi – dienen können.

Das Aufeinanderprallen der Königreiche

Folgender Gedanke muss allem zugrunde liegen, was wir betrachten: Das Reich Gottes ist revolutionär und gefährlich für alle anderen Mächte. Es könnte unser derzeitiges Empfinden verletzen Das Reich Gottes ist ein sich immer weiter ausbreitendes Reich. Wie der Prophet Jesaja schreibt: „Er wird seine Herrschaft weit ausdehnen und dauerhaften Frieden bringen“ (Jesaja 9,7 HFA). Gott vergrößert ständig seine Herrschaft durch uns und vervielfacht seinen Einfluss mit einem unbegrenzten Wachstum. Seine königliche Macht und sein Einfluss auf dieser Erde werden weiter ins Unermessliche wachsen. Wir müssen damit rechnen, dass wir mit dem Gott zusammenarbeiten, der im Kern seines Wesens und seines Denkens will, dass wir bei der Verwirklichung seines Ziels, sein Reich zu vergrößern, erfolgreich sind.

Zwischen dem Reich Gottes und den Reichen dieser Welt –dem Reich der Finsternis – gibt es immer einen Konflikt. Als Jesus vom Geist Gottes in die Wüste geführt wurde, um versucht zu werden, bot Satan ihm die Reiche dieser Welt „und ihre Herrlichkeit“ an (Matthäus 4,8). Satan bietet Jesus nicht nur bloße Besitztümer an, sondern auch weltliche Herrlichkeit. Es gibt eine Herrlichkeit, die dich verführen kann und von Satan angeboten wird, und wir haben einen Appetit auf diese falsche Herrlichkeit entwickelt – auf die Bewunderung von Menschen, auf die Machtpositionen, die von ihnen definiert werden Wir sind stolz darauf, die Höhen der von Menschen erfundenen Strukturen zu erklimmen, auf die Art und Weise, wie Menschen denken, dass die Dinge in Ordnung gebracht werden sollten und auf eine Version von Dominanz und Einfluss, die über uns herrscht. Das mögen wir Wir neigen dazu, ein populäres „prophetisches“ Wort zu mögen, das billigen, einfachen Trost bietet, oder ein politisches „prophetisches“ Wort, weil wir die Ehre Gottes gegen die Ehre der Menschen eingetauscht haben.

Das Reich Gottes

Das (König-)Reich Gottes ist weitgehend eine Gegenkultur zu den von Menschen gemachten Idealen des westlich geprägten Christentums und ist in Bezug auf die Wege der Menschen völlig subversiv. Die meisten von uns sind mit dem Begriff „Reich“ aus der Geschichte vertraut. Normalerweise verstehen wir darunter militärische Mächte, wie das Römische Reich oder das Britische Empire. Diese Reiche eroberten und kontrollierten durch Unterwerfung und Gewalt, weshalb es leicht passieren kann, dass wir das Reich Gottes fälschlicherweise als ein herrschendes Imperium einstufen. Wenn wir uns das so vorstellen, denken wir irrtümlich, Gottes Reich funktioniere so, dass man sich nach oben, an die Spitze, vorarbeitet und dann von oben nach unten Einfluss ausübt Tatsächlich steht das Reich Gottes aber in krassem Gegensatz zu den satanisch konstruierten Gedankengängen, die wir haben. Vergiss nicht: Es ist revolutionär und gefährlich für alle anderen Mächte. Es ist ein Ärgernis und eine Bedrohung für die Mächte dieser Welt. Natürlich hat das Reich Gottes im Kern einen König mit königlicher Autorität und Macht, und es hat (sich ausdehnende) territoriale Grenzen (s. Jesaja 9,7), aber das Reich Gottes ist das Ebenbild Jesu Christi, sodass man nicht darüber sprechen sollte, wenn man das Wesen des dienenden Königs, den es widerspiegelt, nicht verstanden hat. Jahwe regiert kein Reich auf der Basis von Unterwerfung und Herrschaft von oben nach unten! Vielmehr ist er, da er die vollkommene Liebe ist, an der Befreiung und dem Wachstum seiner Familie interessiert, eine Person nach der anderen – jeder Mensch ist ihm wichtig Die Entsendung seines Sohnes Jesus, der leiden und sterben musste, um den Zugang zu diesem Reich zu ermöglichen, zeigt, dass das Blut Christi uns zur Zugehörigkeit zum Reich Gottes befreit. Das wachsende Territorium des Reiches Gottes wird nicht in Quadratkilometern gemessen, sondern misst sich an der Zahl der Herzen der Söhne und Töchter, die dem guten Vater treu ergeben sind.

Ja, wir sind einem Herrscher unterworfen, und es ist wichtig, dass wir verstehen, dass wir einen König haben, der Herr ist; unser König ist jedoch eine gute Nachricht für alle Menschen – und

kein anderes Reich ist eine wirklich gute Nachricht. Das Reich Gottes zeigt sich in nachweisbaren, messbaren Zeichen und Wundern, die das wahre Wesen des Schöpferkönigs verdeutlichen. Diese Wunder bestehen darin, dass Menschen geheilt werden, ihr Leben völlig umgekrempelt wird, Dämonen ausgetrieben werden, die Hungrigen gespeist werden, Sicherheit in einer ewigen Zukunft erlangt wird und Sünden vergeben werden, wenn man sie bereut. Das Königreich dehnt seine Grenzen aus, aber nicht durch Landnahme oder Gesetzesänderungen, sondern durch die Demonstration von Gottes Herrschaft über Sünde, Krankheit, Dämonen und Tod.

Im Reich Gottes gibt es kein Erstgeburtsrecht und keine Vetternwirtschaft – man erbt es nicht auf der Grundlage eines feudalen Abstammungssystems, das vom Vater auf den erstgeborenen Sohn vererbt wird! Es kommt vielmehr zu den Kindlichen und denen, die ihr Recht auf Selbstbestimmung aufgeben.

Der König regiert in dir, und seine Macht wohnt in dir. Er wohnt im Inneren von Männern und Frauen, die auf sein Rufen eingehen und ihm die Tür öffnen. Es lohnt sich, dafür alles aufzugeben. Es ist eine Freude, das zu wiederholen: Das Reich Gottes ist revolutionär und gefährlich für alle anderen Mächte! Du kommst nicht in sein Reich, indem du einfach hineinschlüpfst, ohne dich zu entscheiden Nein! Starke Menschen ergreifen es –nicht weil sie mehr Dinge und Titel besitzen, sondern weil sie mehr Menschen befreien!

Die Reiche dieser Welt kennen nur die Herrschaft von oben nach unten, wo sie ihre Grenzen durch Invasion, Krieg und Eroberung mit militärischer Macht ausdehnen, während das Reich Gottes mit Macht und Autorität im Geist bewaffnet ist, damit du Herzen und Sinne befreien kannst. Satan wird immer für seine eigenen Zwecke manipulieren, aber die Macht Gottes zeigt sich insgesamt in einem veränderten, verwandelten Leben.

Das Reich Gottes duldet kein Leistungsdenken, keine Anmaßung, kein Ego, keinen Territorialismus, keine Tyrannei, keine von Menschen definierte Freiheit (individuelle Freiheit, zu tun, was ich will), keine menschlichen Strukturen und keine Politisierung des Glaubens, auch ist Gott nicht bereit, seine Ehre einem

anderen zu geben (s. Jesaja 42,8). Gottes Reich ist immer im Krieg mit allem, was ihn von seinen Kindern fernhält; und die einzige Möglichkeit für seine Bürger, große Taten zu vollbringen, ist, dass sie ihren Gott kennen. Es ist revolutionärer, als du es bisher erkannt hast, und es geht nicht nur um die Treue zu Jesus und das Einhalten von Regeln – das Reich Gottes hasst religiöse Pflichten und Verpflichtungen.

Es braucht keine gesetzlich verordnete Redefreiheit, um zu überleben, es mag keinen Staat, der es begünstigt, es geht keine Kompromisse mit Gesetzgebern und waffenstarrender Nostalgie ein. Es erschüttert die Nationen in ihren Grundfesten und provoziert sie dazu, Jesus Christus entweder zu gehorchen oder ihn abzulehnen. Das klingt verräterisch!

Reich-Gottes-Revolutionäre

Das Evangelium vom Reich Gottes ruft die Welt zur Rechenschaft, und die Welt – einschließlich der Religiösen – ist gezwungen, die nicht zu unterschätzen, die es verkünden. Die Revolutionäre des Reiches Gottes werden abgesondert und in Brand gesetzt. Die Revolution des Reiches Gottes ist hier, die Revolution des Reiches Gottes ist jetzt! Weil das Reich Gottes für jedes System und jede menschliche Struktur verräterisch klingt, wird es immer diejenigen geben, die gegen dich hetzen – das gehört zu unserem Weg. Dieses Geräusch wird dich immer begleiten, wenn du dem Herrn treu bist

Um deine Rolle im Leib Christi als revolutionärer Vorreiter des Königreichs zu erfüllen, wirst du eine Menge Schläge einstecken müssen, aber du musst dem Herrn treu sein:

Wir kämpfen nicht für eine Struktur, sondern für eine Beziehung.

Wir kämpfen nicht für eine Organisation; sondern für eine Begegnung.

Wir kämpfen nicht um einen Platz am Tisch der Menschen, sondern treten mutig vor den Thron der Gnade, wo wir immer einen sicheren Stand haben und das Mitgefühl und die Freude Gottes über uns genießen können.

Wir müssen aufhören, die Menschen so auszubilden, dass sie nur innerhalb von geschaffenen, traditionellen Strukturen überleben, und dass sie nur in das passen, was wir tun. Stattdessen müssen wir die Menschen zurüsten, dass sie ihren Gott kennen, die Reiche dieser Welt untergraben und die Menschen von ihnen befreien. Wir sind also dazu aufgerufen, neugierig zu sein, etwas zu schaffen, Dinge zu zerschlagen, immer nach dem Warum zu fragen, zu experimentieren und zu verstehen, dass wir Katalysatoren sind, aber nicht immer Organisatoren.

Der Aufruf an die Reich-Gottes-Revolutionäre unter Gott lautet, (geistliche) Handgranaten zu werfen, herauszufordern, zu provozieren und zu erneuern. Das bedeutet, dass du dich damit abfinden musst, gelegentlich Fehler zu machen, denn im Zentrum des Königreichrevolutionärs steht eine Beziehung, die dich instinktiv gegen die Struktur der Welt aufbringt. Wenn dich also jemand feuert, wirst du derselbe Königreichrevolutionär sein und das Gleiche wieder tun. Indem du immer wieder Fragen stellst, wie das Reich Gottes aussehen soll, wirst du immer mehr dafür sorgen, dass Jesus im Mittelpunkt steht statt deine eigene Salbung.

Wenn du die Reiche dieser Welt geliebt hast, hast du, egal wie lange du in die falsche Richtung gegangen bist, immer noch die Chance, umzukehren

Gebet

Vater Gott, es tut mir leid, dass ich dir nur langsam gehorcht habe und schwerhörig war, weil das, was du von mir verlangt hast, nicht in meine Richtung zu gehen schien. Jesus, hilf mir, dich zu hören und dir zu gehorchen – auch wenn ich es nicht verstehe und es mir nicht gefällt –, denn dein ist das Reich, die Kraft und die Herrlichkeit. Amen.

Gott erschüttert die Welt

[Aslan] hob seinen Kopf und brüllte: „Jetzt ist es Zeit!“, dann noch lauter: „Zeit!“, und dann so laut, dass es die Sterne hätte erschüttern können: „Zeit!“

Lewis

Die Chroniken von Narnia: Die letzte Schlacht

Der Gott, der die Erde erschüttert

Als prophetische Menschen liegt es in unserer Verantwortung, die Zeitpläne Gottes zu verstehen. Wir müssen die Rhythmen des Himmels kennen und wissen, wo wir uns in der Geschichte befinden, die Gott auf der Erde erzählt In dieser Zeit, im dritten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts, beobachten wir, wie Gott die Welt erschüttert. Drei aussagekräftige Übersetzungen von Jesaja 2,19 beschreiben, wie der Herr

„… sich aufmacht, die Erde zu schrecken.“

„… aufsteht und die Erde in Schrecken versetzt!“ (GNB)

„… sich erhebt, um die Erde zu erschüttern …“ (NLB).

Das gibt dem Eindruck, dass Gott die Erde erschreckt, damit die Menschheit sich für ihn entscheidet, eine biblische Legitimität. Gott bewegt sich hier nicht, um ein einzelnes Individuum zu erschüttern, sondern die Gesamtheit des Menschengeschlechts –und die gesamte Natur – wird an diesem Punkt der Menschheitsgeschichte erschüttert. Gott ist ernteorientiert und legt uns Dornbüsche in den Weg, damit wir uns ausstrecken, um ihn zu

finden. In seinen völlig erschreckenden Handlungen steckt immer ein erlösender Plan

Jesaja sagt eindeutig, dass Gott „aufsteht“. Das ist ungewöhnlich, denn meistens wird er in der Bibel als auf seinem Thron sitzend beschrieben (s. Jesaja 6; Daniel 7). Das zeigt, dass sich seine Herrlichkeit und auch seine gerichtliche, feurige Seite auf die sündige Erde zubewegt. Diese Wahrheit wird uns gegeben, damit wir den Gott verstehen, der die Erde erschüttert, um sie in einen Zustand zu stürzen, der dem Chaos des Anfangs vor der Schöpfung ähnelt, auf dass wir erkennen, dass die einzige Hoffnung Jesus ist. Das bedeutet, dass wir in der kommenden Zeit ungewöhnliche und abnormale Ereignisse auf der Erde erleben werden – Erdbeben: physisch, national, strukturell und politisch

Nationen müssen sich entscheiden

Gottes Hand ist in den Nationen am Werk und bringt sie dazu, darüber nachzudenken, welche Art von Führung sie sich wünschen und wie ihre Zukunft aussehen soll. Ich schreibe dies zu Beginn des Jahres 2024, und dieses Jahr wird als das „Jahr der Wahl“ bezeichnet, in dem die Nationen vor großen Veränderungen stehen – und nicht alles ist gut. Sieben der zehn bevölkerungsreichsten Nationen der Welt werden 2024 an die Wahlurnen gehen, und die Hälfte der Weltbevölkerung wird ihre Politik oder Regierung wählen. Das wird die Erde in eine Reihe von Jahren des Unheils führen Wir könnten dies das „Krisenzeitalter“ nennen

Insgesamt werden 2024 voraussichtlich 64 Länder Wahlen abhalten, darunter die USA, Pakistan, Bangladesch, Mexiko, das Vereinigte Königreich, Indonesien, Indien, Russland, Taiwan, El Salvador, Aserbaidschan, Weißrussland, Senegal, Kambodscha, Iran, die Slowakei, die Dominikanische Republik, Südafrika, Ruanda, Mosambik, Rumänien und Kroatien.

Bei den meisten dieser Wahlen steht vieles auf dem Spiel, und dies wird eine Flutwelle des Nachdenkens über das, was wichtig ist, auslösen. Nach diesem Wahljahr werden sich die Kriege auf vielen Kontinenten verschärfen und die Nationen dazu bringen, weiter zu suchen und Dinge zu hinterfragen. Gott wird in

nächster Zeit mit dem Druck auf die Welt nicht aufhören! Nichts davon sollte uns überraschen, denn Jesus hat in Matthäus 24 sehr deutlich gemacht, dass diese Dinge kommen werden. Viele Experten stellen sogar die Frage: „Stirbt die Demokratie?“1

In Umfragen gibt die jüngere Generation (unter 25 Jahren) an, dass sie gerne die Demokratie aufgeben würde, um einem dynamischen, diktatorischeren Führungsstil des „starken Mannes“ zu folgen. Für sie ist die Demokratie keine Lösung! Weltweit geben junge Menschen die Demokratie auf – vielleicht, weil sie feststellen, dass es ihnen trotz des Fortschritts in der Welt nicht besser geht als ihren Eltern.

Wir erkennen, dass die Welt mit Folgendem ringt:

1. Systemen

2. Geschichte

3. Traditionen

4. Werten

Die Nationen sind in Aufruhr und stellen Fragen wie:

„Haben wir die Regierungsform, die wir wollen?“

„Wie können wir uns von einer belastenden Vergangenheit befreien?“

„Müssen wir Traditionen über Bord werfen?“

„Gleiten unsere Werte ab und werden zu einem Gefängnis für uns?“

Die große Frage, die die Welt wirklich stellt, lautet: „Wie sieht Freiheit aus?“ Oder besser: „Wer verkörpert Freiheit?“

Der Geist des Antichristen hat ein großes, böses, generationenübergreifendes Werk vollbracht, indem er toxischen Führungspersönlichkeiten beibrachte, falsche Definitionen von Freiheit zu etablieren. Deshalb geben sich unsere Nationen einer Illusion von Freiheit hin, und falsche Regierungsideologien beeinflussen die Nationen. Wahrhaftig, die Nationen sind in die Irre geführt worden!

1 BBC Radio 4 „Today Podcast“, 11. Januar 2024.

Was ist Freiheit?

Die meisten von uns und unseren Nachbarn würden die sogenannte „Freiheit“ wahrscheinlich so definieren: Ich habe die Möglichkeit, zu sein, wer ich sein möchte, zu tun, was ich tun möchte, zu verdienen, was ich verdienen möchte, zu besitzen, was ich besitzen möchte, mich so zu identifizieren, wie ich gesehen werden möchte, zu entscheiden, wie ich entscheiden möchte, und meine Rechte so zu definieren, wie es mir am besten passt.

Es gibt natürlich auch edlere Freiheiten, wie die Freiheit von Armut, Freiheit von Tyrannei und Freiheit von Sklaverei, aber diese werden in die von Dämonen gelehrten und inspirierten „Freiheiten“ eingewoben Satan hat die Welt zu einem Gefängnis für ihre Bewohner gemacht. Er hat uns über die Freiheit getäuscht und uns in der Gefangenschaft seiner Werte, seiner Systeme, seiner Traditionen und seiner Geschichtsschreibung gefangen gehalten. Die Schlachtlinien sind gezogen!

Wie wir Freiheit definieren, ist jetzt wirklich wichtig. Letztlich geht es – biblisch gesehen – nicht um ein politisches System. Die Wahrheit ist vielmehr die:

Freiheit bedeutet, frei zu sein vom Gesetz der Sünde und des Todes.

Freiheit bedeutet, frei zu sein von der Gefangenschaft der Sünde und des Todes.

Freiheit bedeutet, frei zu sein von den Strukturen der Sünde und des Todes.

Freiheit bedeutet, frei zu sein von den Werten der Sünde und des Todes.

Freiheit bedeutet, frei zu sein von den Folgen der Sünde und des Todes.

Freiheit bedeutet, frei zu sein, wie Jesus Christus zu sein.

Freiheit bedeutet, frei zu sein, um dem Bild von Jesus zu entsprechen.

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