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Das Reich Gottes

in Erwartung, Erfüllung und Vollendung

Ein Überblick über die

Heilsgeschichte Gottes mit den Menschen

1. Auflage 2024

© 2024 Michael Ponsford

© 2024 GloryWorld-Medien, Xanten, Germany, www.gloryworld de Alle Rechte vorbehalten

Bibelzitate sind, falls nicht anders vermerkt, der Luther-Übersetzung 2017 entnommen Hervorhebungen stammen vom Autor Weitere Bibelübersetzungen:

ELB: Elberfelder Bibel, Revidierte Fassung von 2006

GNB: Gute Nachricht Bibel, 2002

HFA: Hoffnung für alle, Basel und Gießen, 2015

LUT: Lutherbibel, Revidierte Fassung von 2017

NLB: „Neues Leben. Die Bibelübersetzung“, Holzgerlingen, 2017

NGÜ: Neuen Genfer Übersetzung, 2011

REÜ: Einheitsübersetzung, revidierte Fassung von 2016

SLT: Schlachter 2000

ZÜR: Zürcher Bibel (Ausgabe 2007)

Das Buch folgt den Regeln der Deutschen Rechtschreibreform. Die Bibelzitate wurden diesen Rechtschreibregeln angepasst

Lektorat: Klaudia Wagner

Satz: Manfred Mayer

Umschlaggestaltung: Jens Neuhaus, www.7dinge.de

Printed in Germany

ISBN: 978-3-95578-631-1

Bestellnummer: 356631

Erhältlich beim Verlag: GloryWorld-Medien

Beit-Sahour-Str 4

D-46509 Xanten

Tel.: 02801-9854003

Fax: 02801-9854004

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Vorwort

Vor lauter Bäumen sieht man manchmal den Wald nicht.

Dieser Spruch lässt sich auch auf die Auslegung der Heiligen Schrift anwenden. So wichtig und nützlich die Exegese einzelner Texte und Abschnitte auch ist, kann man dabei leicht den Blick für die biblischen Gesamtzusammenhänge aus den Augen verlieren.

Das vorliegende Buch soll keine akademische Abhandlung sein, sondern richtet sich an Christen, die sich einen Überblick über das verschaffen möchten, was man Heilsgeschichte nennt. Es spürt den Beziehungen Gottes mit den Menschen nach, von der Schöpfung über den Sündenfall, über die Geschichte der Väter und des Volkes Israel bis hin zur Ankunft Jesu Christi sowie in die Ewigkeit hinein.

Der Inhalt des Buches geht zurück auf Vorträge in der Jüngerschule France pour Christ im Elsass sowie auf Predigerschulungen und Freizeiten der Christlichen Gehörlosen-Gemeinschaft. Der alttestamentliche Teil war Gegenstand einer schriftlichen Arbeit für Frau Dr. Killus an der Freien Hochschule für Mission, die damals freundlicherweise zur Veröffentlichung anregte.

Statt dem biblischen Text ein vorgefertigtes Schema überzustülpen, habe ich versucht, die großen Linien des Heilshandelns Gottes mit den Menschen herauszuarbeiten und dabei sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede der verschiedenen Epochen aufzuzeigen.

Kapitel 1 Das Gesamtthema der Heiligen Schrift

Sprichwörtlich sieht man manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ähnlich kann es einem im Umgang mit der Heiligen Schrift gehen.

Der überzeugte Lutheraner neigt zum Beispiel dazu, überall in der Bibel die Rechtfertigung durch den Glauben wahrzunehmen, sogar im Buch Hiob (vom Verfasser tatsächlich erlebt!).

Der Calvinist sieht dagegen die Souveränität Gottes, seine Vorherbestimmung und seine Gnadenwahl, während „Endzeitspezialisten“ ständig den Antichristen wittern, sogar im Buch der Psalmen (vom Verfasser ebenfalls erlebt!).

Von daher ist es wichtig, ein Thema zu bestimmen, das den Inhalt der Heiligen Schrift als Ganzes wiedergibt. Dazu sind verschiedene Vorschläge gemacht worden.

Gott als Gesamtthema der Heiligen Schrift

Ein im englischen Sprachraum bekannter evangelikaler Theologe meinte in seinem Römerbriefkommentar, Gott selbst sei das Thema des Römerbriefs, da die Vokabel „Gott“ nicht weniger als 152-mal im Brief vorkomme!

Nun versteht es sich von selbst, dass der Name Gottes fast auf jeder Seite der Bibel erscheint (Ausnahme ist das Buch Ester). Es ist auch wahr, dass es in dieser Zeit religiöser Verwirrung keine verlässliche Auskunft über Gott gibt, außer in der Heiligen Schrift.

Doch ist die Bibel kein Lehrbuch über das Wesen und die Eigenschaften Gottes. Deshalb muss man weiter nach dem Gesamtthema Ausschau halten.

Der Mensch als Gesamtthema der Heiligen Schrift

Es ist nicht weniger wahr, dass von der ersten bis zur letzten Seite der Bibel der Mensch im Blick ist – ob als gesamte Menschheit oder als Einzelperson, von Adam und Eva in 1. Mose 1 bis zum Apostel Johannes im Buch der Offenbarung. Auch angesichts des militanten Humanismus unserer Zeit tut es Not, sich am biblischen Menschenbild festzuhalten.

Doch ist die Bibel kein Lehrbuch über Anthropologie, sondern betrachtet den Menschen in erster Linie in seinem Verhältnis zu Gott. Hier vielleicht liegt der Schlüssel zum Gesamtthema der Schrift.

Das Heil als Gesamtthema der Heiligen Schrift

Selbst der Begriff Heilsgeschichte als Zusammenfassung der Gesamtschau der biblischen Geschichte könnte dazu verleiten, das Heil als Gesamtthema der Heiligen Schrift zu verstehen, so etwa:

1. die Notwendigkeit des Heils aufgrund des Sündenfalls;

2. die Vorbereitung des Heils im Alten Testament;

3. der Vollzug des Heils durch Jesus Christus im Neuen Testament;

4 die Vollendung des Heils in der Ewigkeit.

In der Tat gibt es nur vier Kapitel in der ganzen Bibel ohne Sünde: zwei Kapitel, in denen die Sünde noch nicht vorhanden war (1. Mose 1–2) und zwei, in denen die Sünde nicht mehr vorhanden sein wird (Offenbarung 21–22).

Die Erlösung der sündigen Menschheit ist in der Tat ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch die ganze Heilige Schrift hindurchzieht, doch bleibt die Frage: Hat Gott die Menschen erschaffen, damit sie in Sünde fallen, damit er sie von der Sünde erlöst?

Gott und Mensch sowie die Beziehung zwischen beiden als Gesamtthema der Heiligen Schrift

Eine Formulierung, die den Inhalt der Heiligen Schrift als Ganzes integriert und zusammenfasst lautet: Hauptgegenstand der biblischen Offenbarung ist Gott, der Mensch und die Beziehung zwischen beiden.

Eine Beziehung zwischen Gott und dem Menschen ist:

1. in der Schöpfung gewollt;

2. durch den Sündenfall gestört;

3. in der Entfaltung der Heilsgeschichte wiederhergestellt.

Diese Beziehung wird:

1. durch verschiedene Bilder illustriert: Ehe, Familie, Leib u.a.m.;

2. durch von Gott geschlossene Bünde bekräftigt.

Gemeinschaft zwischen Gott und den Menschen

Die von Gott angestrebte Beziehung zu den Menschen kann man am treffendsten mit dem Begriff Gemeinschaft zusammenfassen (Abb. 1: Gemeinschaft Gott Mensch).

1. Im Garten Eden pflegte Gott Gemeinschaft mit den ersten Menschen. Dies wird in 1. Mose 3,8f angedeutet:

Sie hörten Gott den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du?

2. Dem Volk Israel versprach Gott, Gemeinschaft mit ihnen zu haben:

Ich will unter den Israeliten wohnen und ihr Gott sein (2. Mose 29,45).

Ich will unter euch wandeln und will euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein (3. Mose 26,12).

Ich will euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein (Jeremia 7,23; vgl. 11,4; 24,7; 31,1).

3. Diese Verheißung soll auch unter dem Neuen Bund gelten:

Das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein

Volk sein, und ich will ihr Gott sein (Jeremia 31,33; vgl. Hesekiel 11,20; 14,11; 36,28; 37,23-27; Sacharja 8,8).

4. Der Apostel Paulus bezog diese Bekräftigung auf die neutestamentliche Gemeinde:

Ich will unter ihnen wohnen und wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein (2. Korinther 6,16).

5 Der Apostel Johannes hörte diese Zusage über die neue Erde und das neue Jerusalem:

Ich hörte eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott (Offenbarung 21,3 ELB).

Gott Mensch

Gemeinschaft

Abbildung 1: Das Gesamtthema der Bibel: Gott, der Mensch und ihre Beziehung zueinander

Kapitel 2

Der Mensch in der Schöpfung

Aus dem Schöpfungsbericht wie auch aus der übrigen Heiligen Schrift wird ersichtlich, wie die von Gott angestrebte Gemeinschaftsbeziehung zwischen ihm und dem Menschen gestaltet werden sollte. Gott teilt sich dem Menschen mit und erwartet vom Menschen eine entsprechende Antwort.

Gott

Mitteilung des Willens Autorität Gegenwart

Vertrauen/Gehorsam Verantwortung Liebe erwartet: gibt:

Mensch

Abbildung 2: Die Beziehung zwischen Gott und dem Menschen

1. Gott teilt dem Menschen seinen Willen mit und erwartet Vertrauen und Gehorsam.

2. Gott schenkt dem Menschen seine Gegenwart und erwartet Liebe.

3. Gott gibt dem Menschen Autorität und erwartet Verantwortung.

I. Gott teilt dem Menschen seinen Willen mit

Nicht erst am Sinai mit der Verkündigung der Zehn Gebote und dem mosaischen Gesetz hat Gott den Menschen Befehle erteilt, sondern bereits Abraham (1. Mose 18,19), Noah (1. Mose 6,14; 9,1) und sogar im Paradies. Dort gab Gott dem Menschen zwei Gebote und ein Verbot:

1. Den Befehl, sich zu mehren und die Erde zu füllen:

Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet … (1. Mose 1,28).

2. Den Befehl, die Schöpfung zu bearbeiten und sie zu schützen:

Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte (1. Mose 2,15).

3. Das Verbot, vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen zu essen:

Gott der HERR gebot dem Menschen: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen (1. Mose 2,16f).

II. Gott schenkt dem Menschen seine Gegenwart

Die Menschen „hörten Gott den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du?“ (1. Mose 3,8f.).

Hier erscheint Gott der HERR nicht als fremder Potentat im fernen Himmel, sondern als nahes Wesen, das auf Erden gegenwärtig ist, Kontakt zu den von ihm erschaffenen Menschen sucht und eine entsprechende Antwort auf seine liebende Fürsorge erwartet. Der Lebensraum der Menschen ist die Erde: „Der Himmel ist der Himmel des HERRN; aber die Erde hat er den Menschenkindern gegeben“ (Psalm 115,16). Die Erde, hier der Garten Eden, ist auch der Ort der Begegnung zwischen Gott und den Menschen.

Gott

Begegnung

Mensch

Erde Eden

Abbildung 3: Der Mensch im Paradies

III. Gott verleiht dem Menschen Autorität/Vollmacht

A. Gott schuf den Menschen als sein Ebenbild

Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn (1. Mose 1,27; vgl. 1. Korinther 11,7; Jakobusbrief 3,9).

Über die Jahrhunderte haben Philosophen, Theologen und Bibelausleger die genaue Tragweite dieses Begriffs immer wieder diskutiert.

Zu den verschiedenen Hypothesen gehören zum Beispiel:

1. der Mensch als Höhepunkt der Schöpfung (Philo; Calvin)

2. die Unsterblichkeit des Menschen (Philo)

3. die Vernunft, das Bewusstsein, die Intelligenz und Sprachfähigkeit des Menschen (Augustinus, Maimonides)

4. die Fähigkeit des Menschen zu Moral

5. der freie Wille des Menschen (Emil Brunner)

6. die soziale Fähigkeit des Menschen (Karl Barth)

7. Die ursprüngliche Unschuld des Menschen, die durch den Sündenfall verloren gegangen oder beeinträchtigt sei (Luther, Calvin und die meisten evangelischen Theologen).

Aufgrund neuerer Erkenntnisse aus dem Alten Orient geht die heutige Forschung meistens davon aus, dass der Begriff Gottes Ebenbild keine Aussage über die Beschaffenheit des Menschen darstellt, sondern eher über dessen Funktion, denn die hebräischen Vokabeln tselem = Ebenbild und demût = Abbild sowie verwandte Begriffe in anderen altorientalischen Sprachen wurden verwendet, um:

1. den König als Vertreter der Gottheit zu bezeichnen. So wurden in Babylon die Herrscher als tselem von Bel, Babylons Schutzgott, angesehen.

2. Standbilder zu bezeichnen, die Könige als Machtanspruch in ihrem Herrschaftsbereich aufstellen ließen. So ließen die assyrischen Könige Sargon II (722-705) und Esharhaddon (680-669) solche Standbilder als Gedenken an ihre Herrschaft in besiegten Gebieten aufstellen.

Man denke an das Riesenstandbild, das König Nebukadnezar in der Ebene Dura aufstellen ließ (Daniel 3,1). Im Römischen Reich wurden die Menschen angehalten, sich vor einer Büste des römischen Kaisers zu verneigen, eine Praxis, die wahrscheinlich hinter dem Bild des Tiers im Buch der Offenbarung steht (13,14f). Auch in unserer Zeit haben Herrschern solche Standbilder als Zeichen ihres Machtanspruchs aufstellen lassen, wie z. B. Lenin, Marx, die Kim-Dynastie oder Saddam Hussein. In Gegensatz zur Praxis altorientalischer Herrscher betont der biblische Schöpfungsbericht, dass nicht nur der König, sondern der Mensch schlechthin zum Stellvertreter Gottes auf Erden bestimmt ist (vgl. den Titel von Erich Sauers Buch Der König der Erde). Dieser Status als Stellvertreter Gottes ist:

1. Grundlage der viel beschworenen und im deutschen Grundgesetz festgehaltenen Würde des Menschen, die allerdings losgelöst von der Gottesbeziehung ihre Bedeutung verliert;

2. ein Grund für das Verbot, ein Bild von Gott zu machen (2. Mose 20,3; 3. Mose 26,1; 5. Mose 4,15ff; 27,15; Römer 1,23), denn der Mensch ist Gottes Bildnis und Stellvertreter auf Erden;

3. die Erklärung für die Regierungsgewalt, die den Menschen über die Erde gegeben wurde. Gott regiert nicht unmittelbar auf der Erde, die er geschaffen hat, sondern mittelbar durch den Menschen, seinen Stellvertreter.

Abbildung 4: Gott, Mensch, Vertretung, Regierung

Welt

B. Gott erteilte den Menschen den Schöpfungsauftrag

Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet (1. Mose 1,26.28).

Gottes Schöpfungsauftrag (1. Mose 1,28) enthielt mehrere Elemente:

1. Bevölkerungswachstum: „Seid fruchtbar und mehret euch …“

Weder teilt die Heilige Schrift die abendländische Abneigung gegen das Kinderbekommen, noch unterstützt sie irregeleitete staatliche Maßnahmen zur Bevölkerungseinschränkung – man denke an die chinesische Ein-Kind-Politik mit deren verheerenden Folgen sowie die Abneigung der Inder gegen weiblichen Familienzuwachs. Medizinische Fortschritte haben die frühere hohe Kindersterblichkeit zwar reduziert, doch heißt es immer noch in der Bibel: „Kinder sind eine Gabe des HERRN, und Leibesfrucht ist ein Geschenk“ (Psalm 127,3).

2. Besiedeln: „… und füllet die Erde …“

Der Garten Eden war Gottes Pilotprojekt, von wo aus die Menschen den ganzen Planeten besiedeln sollten. Einerseits klagen manche Länder heute über fehlenden Lebensraum, andererseits gibt es auf der Erde weite Gebiete, die un- oder wenig besiedelt bleiben. (vgl. Abb. 3: Der Mensch im Paradies).

3. Herrschaft: „… und machet sie euch untertan und herrschet …“ (1. Mose 1,28, vgl. V. 26).

Im Zuge der weltweiten Umweltkrise ist dieser Befehl in Verruf geraten. Der Mensch habe, so heißt es, Raubbau an der Natur verübt. Das Problem liegt weniger bei Gottes Auftrag und vielmehr an einer verkehrten Vorstellung von Herrschaft. Der wahre Sinn des göttlichen Auftrags geht aus der Parallelstelle im zweiten Schöpfungsbericht hervor: „Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte“ (1. Mose 2,15) Demnach bestand die Rolle der Menschen darin, die Erde:

a. zu kultivieren: Die Wildnis soll in Acker- und Weideland bzw. gepflegte Wälder umgewandelt werden, denn Gott sagte: „Ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise“ (1. Mose 1,29).

b. zu schützen: Die Verwandlung von fruchtbarem Land in Wüsten durch Monokulturen oder rücksichtslose Landwirtschaft oder Artensterben durch Großwildjagd oder Ähnliches sind eher Zeichen, dass sich der Menschen nicht an Gottes Auftrag gehalten hat. Das sind Folgen des Sündenfalls.

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