Dominik Sikinger
Die Bibel besser verstehen EINE KLEINE EINFÜHRUNG IN DIE GRÖSSTE GESCHICHTE ALLER ZEITEN
Inhalt Einladung ............................................................................................ 7 Gebrauchsanweisung ...................................................................... 8 Über die Bibel .................................................................................... 11 Prolog...................................................................................................21 1. Akt: Die Schöpfung...................................................................... 24 2. Akt: Die Katastrophe...................................................................31 Zwischenspiel I: Fluch und Segen.....................................40 3. Akt: Das Volk Gottes.................................................................... 41 Zwischenspiel II: Israel zur Zeit Jesu ............................... 63 4. Akt: Jesus ...................................................................................... 66 Zwischenspiel III: Der Tod Jesu ..........................................81 5. Akt: Die neue Schöpfung...........................................................86 Epilog...................................................................................................91 Nachklang.........................................................................................94 Tipps für das gemeisame Lesen in der Bibel......................... 103 Inspiration ...................................................................................... 106
Einladung Ich mag die Bibel. Ich habe mit ihr lesen gelernt und nie aufgehört, in ihr zu lesen. Bisweilen habe ich den Bibeltext farblich markiert, Symbole an den Rand gezeichnet oder Notizen gemacht. Wenn ich eine Bibel durchgelesen hatte, habe ich mir im Anschluss eine neue gekauft – in verschiedenen Übersetzungen, in unterschiedlichen Sprachen. Mal mit Bibelleseplan, mal ohne. Mal habe ich einige Kapitel am Stück gelesen, mal nur wenige Verse tiefer studiert. Mittlerweile verstehe ich genug Griechisch und Hebräisch, um auch in die biblischen Urtexte schauen zu können. Doch längst nicht jeder teilt meine Begeisterung für die Bibel. Viele haben sogar Schwierigkeiten mit ihr. Sie finden sie sperrig, trocken oder langweilig. Das macht mich traurig, weil mich die Bibel so begeistert. Sie ist ein lebendiges Buch, das in meinen Händen vibriert. Ich habe dieses Buch geschrieben, weil ich mir wünsche, dich mit meiner Freude an der Bibel anstecken zu können. Bevor wir aber zur Bibel selbst kommen, zunächst noch einige Hinweise, wie du diese kleine Einführung in die größte Geschichte aller Zeiten am besten für dich nutzen kannst.
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Gebrauchsanweisung Vor etwas mehr als einem Jahrzehnt erschien dieses Buch bereits unter dem Titel Wie die Bibel Sinn macht. Ein altes Buch neu kennenlernen. Nachdem es einige Zeit vergriffen war, kommt es nun zu einer aktualisierten Neuauflage. Das gibt mir die Möglichkeit, dir vorab einige Hinweise weiterzugeben.
Zu den Bibelstellenangaben Bisweilen habe ich in Klammern Bibelstellenangaben eingefügt. Diese sind nicht als Beweis dafür gedacht, dass ich mit dem, was ich geschrieben habe, richtig liege, sondern als zweifacher Hinweis: Einerseits haben mich diese Stellen beim Schreiben inspiriert, andererseits führen sie das Geschriebene weiter. Es lohnt sich also, diese Verse zu lesen und über sie nachzudenken. Sollten die im Buch zitierten Bibelstellen etwas ungewohnt klingen, so mag es daran liegen, dass ich sie gelegentlich selbst übersetzt habe.
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Gemeinsam geht es besser Die Bibel besser verstehen eignet sich besonders gut dazu, gemeinsam gelesen zu werden. Deshalb findest du im Text immer wieder Abschnitte, die mit den Worten »Zum Nachdenken und Reflektieren« überschrieben sind. Sie enthalten weitere Bibelstellen zum jeweiligen Kapitel sowie Fragen zum gemeinsamen Austausch und zum Weiterdenken. Ganz am Ende des Buches findest du dazu noch Literaturhinweise und Tipps für das gemeinsame Lesen in der Bibel. Auf diese Weise kannst du mit anderen Menschen ohne große Vorbereitungsarbeit gemeinsam einen Abschnitt der Bibel lesen und ins Gespräch kommen.
Welche Bibel ist die richtige für mich? Es gibt viele Bibelübersetzungen und unterschiedlich gestaltete Ausgaben. Jede von ihnen hat ihre Vor- und Nachteile. Manche, wie z.B. die Elberfelder oder die Zürcher Bibel, versuchen, in ihrem Wortlaut so nah wie möglich am griechischen, hebräischen oder aramäischen Originaltext zu bleiben. Das macht es in der deutschen Fassung oft schwerer verständlich. Andere, wie z.B. die Hoffnung für alle oder die Volxbibel, versuchen, eine für heutige Leser möglichst verständliche Sprache zu schaffen. Das führt jedoch dazu, dass sich die Übersetzer für nur eine von manchmal mehreren Deutungsmöglichkeiten entscheiden müssen. Denn jede Übersetzung ist zugleich Interpretation. Selbstverständlich 9
kannst du die Bibel auch auf deinem Handy lesen. Das hat den Vorteil, dass du dir verschiedene Übersetzungen parallel anschauen kannst. Mein persönlicher Vorschlag ist ein anderer: Geh in eine (christliche) Buchhandlung, die möglichst viele verschiedene Ausgaben vorrätig hat. Nimm dir Zeit, viele davon auszuprobieren und wähle diejenige aus, die dir am meisten Freude bereitet. Denn diese wirst du dann auch später immer wieder gerne in die Hand nehmen und in ihr lesen. Noch besser: Schreib in sie rein, markiere dir Schlüsselsätze, notiere deine Fragen und Anmerkungen. Mach sie zu deiner ganz persönlichen Bibel.
Wie die Geschichte Sinn macht Im Zentrum der Geschichte, die die Bibel erzählt, steht Jesus. Dazu ist er selbst der größte Schriftgelehrte aller Zeiten und trägt den Namen »Das Wort Gottes«. Jesus ist also der ultimative Bibelexperte. Und er gibt uns den allerwichtigsten Hinweis zum Verständnis der Bibel: Wir werden die Bibel erst dann verstehen, wenn wir sie umsetzen. Nur dann wird sie uns ihre Wahrheit erweisen (Johannes 7,16–17; 6,63; 8,31–32). Deshalb macht die Bibel erst dann Sinn, wenn du nach ihr lebst und deinen Platz in der größten Geschichte aller Zeiten ausfüllst. Denn dann gilt dir die Verheißung, dass Jesus sich dir zeigen und du die Nähe Gottes erfahren wirst (Johannes 14,21.23). Kann es etwas Besseres geben?
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Über die Bibel Ein einzigartiges Buch Die Bibel ist das Buch. Sie wurde von mehr Menschen gelesen und in mehr Sprachen übersetzt als jedes andere Buch auf der Erde. Als kleine Bibliothek enthält die Bibel 66 ganz unterschiedliche Schriften: Geschichtsbücher, Gesetzestexte, Erzählungen, prophetische Bücher, Gebete, SprichAls kleine wörter, Briefe und Gedichte. Diese Bibliothek enthält wurden über ca. 1.400 Jahre hinweg die Bibel 66 ganz unterschiedliche von mehr als 40 Autoren (darunter Schriften. z. B. Könige, ein Maulbeerfeigenzüchter und ein Zeltmacher) auf drei Kontinenten in drei verschiedenen Sprachen verfasst. Alle ihre Verfasser haben indes eines gemeinsam: Sie hatten Gott erfahren und verarbeiteten dies in ihren Schriften. Sie weisen auf Gott als den Urheber ihrer Botschaft hin. Sein Reden und Handeln ist der rote Faden sowohl im Alten als auch im Neuen Testament. Später sollten andere Menschen denselben Gott durch die Schriften der Bibel erfahren. Sie stellten fest: Hier ist der Atem Gottes spürbar (2. Timotheus 3,16). Die Menschen, die diese Schriften verfassten, wurden »vom Heiligen Geist getrieben« und haben »von Gott her« geredet (2. Petrus 1,21).
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Zum Geheimnis der Inspiration der Bibel gibt es viele unterschiedliche Meinungen – von der Annahme, Gott habe den Autoren der biblischen Bücher jedes einzelne Wort direkt eingegeben bis hin zur Überzeugung, es handele sich um die eigenen, fehlerbehafteten Gedanken der jeweiligen Verfasser. Ich persönlich glaube, dass das, was Gott den Menschen sagen wollte, mit dem übereinstimmt, was die unterschiedlichen Autoren aufgeschrieben haben. Deshalb ist die Bibel für mich vertrauenswürdig. Je mehr ich in ihr lese, desto mehr liebe ich ihre Vielfalt. Und desto mehr macht sie für mich Sinn.
Es geht ums Herz Es ist wichtiger, die Bibel mit dem Herzen zu lesen als mit dem Verstand. Gott wirbt um unser Vertrauen, unsere Liebe und unseren Gehorsam. Wer Gott begegnet ist, wird nicht aufhören, nach ihm zu suchen, ihn immer weiter und tiefer erkennen und ihm zur Freude leben zu wollen (Philipper 3). Darum liegt das eigentliche Ziel des Bibellesens nicht darin, möglichst vieles zu begreifen – obwohl das zweifelsohne eine feine Sache ist –, sondern von Gott ergriffen, geprägt und geformt zu werden. Es geht nicht nur darum, die Wahrheit der Bibel zu verstehen, sondern sie zu leben. Die Frage »Wie kann ich mit meinem Leben auf das Gelesene antworten?« ist wichtiger als die Frage »Was bedeutet es?«
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Verstehenshilfen Die Bibel ist in mancherlei Hinsicht ein schwer verständliches Buch (2. Petrus 3,15f.). In ihr selbst ist an mehreren Stellen zu lesen, dass unsere Einsicht immer bruchstückhaft bleiben wird (1. Korinther 13,12; Jesaja 55,8f.; Sprüche 25,2). Das heißt nicht, dass wir es von vornherein gar nicht erst versuchen sollten, die biblischen Texte zu verstehen. Denn auch wenn manches nicht leicht verständlich ist, können wir in unserem Verständnis Auch wenn der Bibel wachsen. Dazu braucht es in manches nicht erster Linie die Erleuchtung durch leicht verständlich den Heiligen Geist (1. Korinther 2,10– ist, können wir 16). Zusätzlich sind wir auf die Erin unserem gänzung unserer GlaubensgeschwisVerständnis der ter angewiesen – beispielsweise im Bibel wachsen. Hauskreis oder in der eigenen Gemeinde –, aber auch auf Quellen aus anderen Zeiten und Kulturkreisen. An dem, was andere in der Bibel erkennen, sollten wir unsere Einsicht prüfen, damit wir nicht unsere persönliche Erkenntnis zum Maßstab für die Rechtgläubigkeit anderer machen. Die Glaubensbekenntnisse der Kirche können uns Orientierung dafür geben, worin der Kern der christlichen Botschaft besteht. Außerdem sollten wir uns beim Lesen der biblischen Bücher ihrem Anliegen unterordnen. Wenn wir zu kurze Textabschnitte lesen und den Kontext unberücksichtigt lassen, verstehen wir die Zusammenhänge nicht. Wenn wir nur Antworten auf unsere Fragen suchen, sind wir vielleicht gar 13
nicht bereit, auf das zu hören, was der Text selbst sagen will. Viele suchen im Buch der Bücher nach Lehrsätzen, die sie glauben, oder nach Prinzipien, die sie möglichst einfach und direkt anwenden können. Oft werden einzelne Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen, was zu äußerst fragwürdigen Ergebnissen führen kann. Wer sich auf die Bibel einlässt, merkt schnell: Sie ist weder ein »Handbuch der rechten Lehre« noch eine »Enzyklopädie der Wahrheit«, wo man bei Fragen einfach unter dem passenden Stichwort nachschlagen könnte. Nein, die Bibel erzählt eine Geschichte.
Gott und die Geschichte(n) Diese Geschichte beginnt in einem Garten und endet in einer Stadt. Dazwischen erzählen viele kleine Geschichten das große Drama Gottes und seiner Schöpfung beziehungsweise der Menschheit. Der rote Faden ist dabei das Handeln des Gottes Abrahams, Isaaks, Jakobs, Moses, Davids, Elias’ Gott lädt uns ein, und Jesu Christi, der den Menschen diese Geschichte im Lauf der Geschichte immer mehr näher kennenzulervon sich offenbart. Die verschiedenen und selbst ein nen Autoren der Bibel tragen alle Teil von ihr zu werden. zur Vervollständigung der Erzählung bei. Manche knüpfen dort an, wo andere aufgehört haben, wieder andere fangen von vorne an oder fügen neue Elemente hinzu. Eine große Rahmenhandlung hält die vielen kleinen Geschichten zu14
sammen. Gott lädt uns ein, diese Geschichte näher kennenzulernen und selbst ein Teil von ihr zu werden. Wer eine andere Person beschreiben soll, kann entweder die Fakten nennen: Alter, Schuhgröße, Kind von ... et cetera. Oder er kann erzählen, was er mit dieser Person erlebt hat. Beides ist hilfreich. Auch über Gott kann man abstrakt reden und hauptsächlich Informationen und Fakten vermitteln. Oder man kann erzählen, was Gott getan hat. Fakten oder Geschichten – beide kommen in der Bibel vor, die Geschichten jedoch Gott offenbarte sich überwiegen. (In der Theologie war nicht in abstrakten das leider meist anders ...) Das Alte Ideen oder Lehrsätzen, sondern und das Neue Testament beginnen in konkreten jeweils mit langen Erzählungen. Es geschichtlichen wird in ihnen darüber nachgedacht, Taten. wie Gott beziehungsweise Jesus ist und wie das Leben mit Gott aussehen sollte. Natürlich hat auch Jesus selbst eine Menge Geschichten erzählt. Die verschiedenen Geschichten, die in der Bibel über Gott erzählt werden, bereiten so manche Schwierigkeit, weil sie sich oft dem logischen Denken widersetzen. Häufig kreisen sie um ein Thema, ohne eine klare Aussage zu treffen. Aber vielleicht werden sie gerade so der Komplexität unserer Wirklichkeit gerecht. Vielleicht macht es die Beschränktheit unserer Sprache und unseres Denkens unmöglich, gewisse Sachverhalte in nur einem Satz aus der Perspektive eines Einzelnen auszudrücken. Die Geschichten der Bibel vermitteln Lebendigkeit, Tiefe und Vielschichtigkeit auf eine 15
Weise, die einem anschließend abstrakt formulierten Glaubensbekenntnis verwehrt ist. Dabei setzen sie ihre eigenen Schwerpunkte – manches wird detailliert erzählt, anderes nur mit grobem Pinselstrich gemalt oder ganz übersprungen. Doch es bleiben viele Fragen offen. Gott offenbarte sich also nicht in abstrakten Ideen oder Lehrsätzen, sondern in konkreten geschichtlichen Taten. Gott wirkte und begegnete Menschen – und er tut es noch immer. Diese Menschen sprachen darüber, erzählten es weiter und schrieben es auf. Aus dem Nachdenken darüber, was Gott getan hat, verstanden sie immer mehr, wie Gott ist. So erzählt uns die Bibel zunächst einige Geschichten über die Treue Gottes (zum Beispiel bei Noah, Abraham, Joseph, Mose oder David) und formuliert erst danach das Bekenntnis: »Gott ist treu« (zum Beispiel in Psalm 86,15 und 146,6). Das zeigt: Es geht Gott um konkretes Handeln im Umgang mit konkreten Menschen. Durch die Erzählungen darüber, wie Gott verschiedenen Menschen seine Treue zeigte, verstehen wir den Sinn der Aussage »Gott ist treu«. Und wir können diese Treue in unserem eigenen Leben entdecken und erfahren.
Die Bibel als Drama in fünf Akten Die Bibel erzählt die größte Geschichte aller Zeiten. Sie erzählt von den guten Ideen Gottes, wie er sich über seine Schöpfung freut und wie er an ihr leidet. Die Bibel schildert unsere Vergangenheit, unsere Gegenwart und unsere Zukunft. Gott hat diese Geschichte begonnen, und er hat ihr 16
auch ein Ziel gesetzt. Die biblischen Bücher erzählen davon, wie Gott diese Geschichte wahrnimmt und wie er durch sein Handeln eingreift. Die einzelnen Erzählungen fügen sich zu einem Mosaik, das zu unserem Verständnis der Wirklichkeit beiträgt. Je mehr wir uns mit dieser Geschichte beschäftigen, desto mehr verstehen wir ihren Sinn und ihre Bedeutung. Es ist die Geschichte des Volkes Gottes, in die Gott uns einlädt. Immer wieder hat er sich Es ist die Geschichte Menschen offenbart, sie als seine des Volkes Gottes, in die Gott uns Werkzeuge ausgewählt und einen einlädt. Bund mit ihnen geschlossen, damit sie mit ihm leben und ihn bekennen. Wir leben mitten in dieser Geschichte, die von der Schöpfung bis zur Vollendung reicht. In ihrem Licht verstehen wir, wer wir als Einzelne und als Gemeinschaft des Volkes Gottes sind und wozu wir bestimmt sind. In dieser Geschichte geht es darum, dass Gott Vielfalt schafft und sie in Jesus zur Einheit bringt. Tief eingewoben ist ein roter Faden des Scheiterns, der zur Entfremdung von Gott führt. Die Suche nach einer Lösung treibt die Geschichte voran. Das Hauptmotiv jedoch bleibt dasselbe: Gott schafft eine Gemeinschaft, die in Einheit mit ihm zum Wohl ihrer Mitmenschen und der Schöpfung nach seinem Willen lebt. Inspiriert vom britischen Theologen N. T. Wright, werde ich die Hauptlinien der Geschichte, die uns die Bibel erzählt, als Drama in fünf Akten nacherzählen. Vielleicht hilft es dir, diese Geschichte und deinen Platz in ihr besser zu verstehen. 17
Zum Nachdenken und Reflektieren
Bibelstellen Psalm 119; 2. Timotheus 3,16f.; Jesaja 55,8f.; Jeremia 23,29; Sprüche 25,2f. und 5. Mose 29,8; 1. Korinther 1,18–2,16; 13,8–13 • •
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Welche Erfahrungen hast du mit der Bibel gemacht? Welche Rolle spielt sie konkret in deinem Leben? Erzähle deine Geschichte mit der Bibel. Wie wurdest du geprägt? Was ist deine Art, sie zu lesen? Wie hat sich das im Lauf der Zeit verändert? Was hat dir im Umgang mit der Bibel geholfen? Was hat dich behindert? Annäherung an das »Buch der Bücher« über Fundstücke: Was ist dein Lieblingsvers / Lieblingstext / Lieblingsbuch / deine Lieblingsgeschichte / Lieblingsfigur? (Z. B. kann bei jedem Treffen eine andere Person darüber berichten.) Annäherung über Fremdstücke: Was an der Bibel ist dir fremd? Was macht dir Angst? Was verstehst du nicht? Wie ändert es dein Verständnis der Bibel, wenn du die Gesamterzählung in den Blick nimmst? Was ändert sich, wenn du sie als »Drama in fünf Akten« verstehst?
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Austausch über Kernaussagen »Es ist wichtiger, die Bibel mit dem Herzen zu lesen als mit dem Verstand.« •
Was bedeutet das für dich? Wie geht das, »mit dem Herzen lesen«?
Die Bibel ist weder ein »›Handbuch der rechten Lehre‹ noch eine ›Enzyklopädie der Wahrheit‹, wo man bei Fragen einfach unter dem passenden Stichwort nachschlagen könnte.« •
Tauscht euch miteinander über diese Aussage aus! Könnt ihr sie teilen?
»Fakten vs. Geschichten«-Übung: Beschreibt eine Person, die anwesend ist, zunächst indem ihr Fakten über sie sammelt und aufzählt, und anschließend ein weiteres Mal, indem ihr Geschichten über sie erzählt. Was fällt euch dabei auf? Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten gibt es bei den beiden Beschreibungen? Überlegt, welche Auswirkungen das auf euer Denken über Gott hat, wenn ihr ihn eher durch Fakten bzw. eher durch Geschichten kennenlernt. »Aus dem Nachdenken darüber, was Gott getan hat, verstanden sie [die Menschen in der Bibel] immer mehr, wie Gott ist.« •
Wo und wie finden wir das in der Bibel? In unserem eigenen Leben? Was ist das Positive daran? Worin liegen die Schwierigkeiten? 19
Die Bibel erzählt »die Geschichte des Volkes Gottes, in die Gott uns einlädt.« •
Sind wir uns darüber bewusst, dass wir Teil einer Gemeinschaft sind, die mit Abraham begonnen hat? Was macht das mit uns?
»Gott schafft eine Gemeinschaft, die in Einheit mit ihm zum Wohl ihrer Mitmenschen und der Schöpfung nach seinem Willen lebt.« •
Wie können wir als Gemeinde / Familie / Ehepaar / Hauskreis / Kleingruppe eine solche Gemeinschaft sein? Woran hapert es? Was könnte helfen? Welche Schritte können wir gehen, um uns auf dieses Ziel zuzubewegen?
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