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Vorwort Als es in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts, gut dreißig Jahre nach dem Tod von Matthias Claudius, um die Frage einer ersten Biografie über den Wandsbeker Boten ging, schrieb einer seiner Söhne, Fritz Claudius, damals Senator in der Hansestadt Lübeck, über seinen Vater an den Neffen Friedrich Perthes in Hamburg: „Und doch ist gerade die religiöse Richtung seines Charakters die Hauptsache, ohne deren Verständnis das Bild unwahr und unähnlich sein muß. Der Hauptberuf seines Lebens war, wie er (…) sagt, mit der Botschaft von einem größeren Herrn umherzugehen und an Türen und Fenstern anzuklopfen. Wer diese Lebensrichtung nicht zu würdigen weiß, der kann den Charakter Papas nicht in der Tiefe auffassen , wie er aufgefaßt werden muß, wie er war.“ Zahlreiche Biografien hat es seitdem gegeben, aus jeder Geistesrichtung, in denen die Frömmigkeit von Claudius zu Worte kam. Darin reiht sich nun Georg Gremels Buch über die „Gretchenfrage“ bei Matthias Claudius mit ein. In Form eines fiktiven Briefwechsels zwischen Elias und Leon versucht Gremels uns den Glauben und die Frömmigkeit des Wandsbeker Boten nahe zu bringen. Darin sind uns die Fragen des modernen kritischen Zeitgenossen eng eingewoben, als Spiegel einer uns eigenen „Gretchenfrage“: Wie halten wir das eigentlich mit der Religion? Aus langer Weggemeinschaft und Freundschaft mit Georg Gremels, aus einem stets lebendigen und intensiven Dialog auch über die „Gretchenfrage“, dem ich selbst viel in meinem „Hauptberuf “ zu verdanken habe, möchte ich dem Leser dieses Büchlein anempfehlen. Natürlich im Wesentlichen in der Hoffnung auf eine wachsende Neugier auf den Wandsbeker Boten selbst, von dessen Aktualität ich überzeugt bin. Claudius war kein Pastor! Aber wer 5


sich auf ihn einlässt, bei dem klopft er mit seiner Botschaft auch heute noch an „Türen und Fenster(n)“. Ist doch die Frage „Wie hast du’s mit der Religion?“ in jedem Fall noch die unsere. Hamburg, im Juni 2014 Richard Hölck, Pastor der Christuskirche in Wandsbek

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An meine Leserinnen und Leser: Statt einer Einleitung Lieber Leserinnen und Leser, weil Sie das Kommende verwundern könnte, will ich mich persönlich an Sie wenden. Denn in diesem etwas eigenartigen Briefwechsel zwischen Leon und Elias fehlen Leons Briefe. Nur aus Elias’ Antworten lässt sich da und dort erschließen, was Leon geschrieben haben mag. Sodann ist ganz deutlich zu spüren, dass Elias – ergriffen von Matthias Claudius’ Werk – diesen Wandsbeker Boten seinem Freund Leon näher bringen will. Dabei fällt auf, wie oft der Briefwechsel mit eigenen Entdeckungen und vielen Parallelen zur Lektüre anderer Werke gespickt ist. Er müht sich dabei besonders, das Aktuelle des Wandsbeker Dichters zu erkennen, dessen Todestag sich 2015 zum 200. Mal jährt und welcher im gleichen Jahr seinen 275. Geburtstag feiert. Offensichtlich ist Elias so von der Aktualität seiner Erkenntnisse bei Claudius begeistert, dass er in seine Briefe an Leon viel Kluges aufnimmt. Wen das Gelehrte und Wissenschaftliche lockt, der sei für Weiterführendes auf die Anmerkungen verwiesen. Ganz konnte Elias der Versuchung nicht widerstehen, die Früchte seiner philosophischen Lektüre Leon mitzuteilen, frönen sie beide doch der gleichen Leidenschaft. Wem das zu kompliziert ist, der kann das Eingerückte überspringen und ungestört dort weiterlesen, wo es zu Ende ist. Elias hat ohnehin seine Lesefrüchte mit eigenen Worten aufgegriffen. Überhaupt ist es jederzeit möglich, Briefe zu überspringen und dort einzusetzen, wo es Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, interessant zu werden scheint. In der Regel steht jeder Brief für sich; zuweilen gehören einige Briefe zusammen, weil Elias die Stofffülle eines Themas nicht in einem einzigen Brief unterbringen konnte. Damit sich niemand an den Anmerkungen stört, habe ich sie ans Ende des Buches verbannt. Die einfachen Zahlen in Klammern beziehen sich auf die Sämtlichen Werke Matthias Claudius’, 7


aus denen Elias Vieles entnimmt.0 Sie wollen wissen, was sich darin finden könnte? Besser als Peter Berglar, einer seiner Biografien, kann ich es nicht sagen: „Dies Büchel, wie der Verfasser es nennt, die Schnurrpfeiereien bilden ein höchst eigenartiges, in ihrer Zusammensetzung eigentlich mit nichts anderem in unserer Literatur zu vergleichendes Sammelsurium von Gedichten, darunter einige der schönsten deutscher Sprache, Rezensionen, fingierten Briefen an den fingierten Vetter Andres, drolligen, kauzigen, sarkastischen Reimereien, Verschen, Epigrammen, von tiefdringenden religiösen Erörterung, philosophischen Abhandlungen, erdachten Gesprächen, von Huldigungspoemen, Gelegenheitsliedern, Bibelauslegungen: Farbe und Fülle des Lebens, des wirklichen Lebens – gleich weit entfernt von idealisch-esoterischem Realitätsschwund wie von dumpfer Vulgarität; Nöte und Freuden, Tränen und Gelächter, Spott und Selbstironie, Nachdenklichkeit und Ulk, Glaube und Demut wirklicher Menschen, nicht aus der Norm herausgehobener Ausnahmewesen und auch nicht verkümmerter Weltverächter.“1 Was nun die Zahlen im Text angeht: Ich vermute, es ist eine liebgewordene Angewohnheit aus Zeiten, in denen Leon noch der strengen Wissenschaft huldigte. Daher stammen auch die vermehrten Anführungszeichen, wenn es sich um Zitate aus Zitaten handelt. Und noch eins: An manchen Stellen ist die alte Rechtschreibung in den Zitaten für uns heute gewöhnungsbedürftig. Damals hatte Elias es überdies immer sehr zu schätzen gewusst, wenn bei Zitaten die Fundstellen genau angegeben wurden. Daran hat er sich auch hier gehalten. Vielleicht hatte er aber noch mehr im Sinn: Sie, meine Leserinnen, meine Leser zu verlocken, doch selbst in dieses faszinierende Werk des Wandsbeker Boten und die andere Literatur hineinzusehen und sich ein eigenes Bild zu machen. Mich sollte nicht wundern, wenn Elias’ Briefe Sie neugierig auf das Sammelsurium von Tiefsinn und Humor, Weisheit und Scherz, Nachdenklichem und Gelehrtem machen und Sie selbst in Claudius’ Werken zu stöbern begin8


nen. Sie sind eine Fundgrube, aus der Elias nur das Wenigste ausschöpfen konnte. Zur Auflockerung hat Elias aus verschiedenen Quellen Bilder zusammengetragen. Zwei Künstler sind dabei besonders hervorzuheben: Johann Martin Preisler, den Claudius in Kopenhagen kennenlernt und bei dem er Bilder für die ersten zwei Teile seiner Werke bestellt, und Daniel Chodowiecki, bei dem er für den vierten Teil seines Wandsbeker Boten vier Kupferstiche bestellt.2 Beiden weiß er sehr genau zu beschreiben, wie die bestellten Bilder aussehen sollen (BR I, 297-299).3 Anbei: Mit Claudius’ Sämtlichen Werken und seinen beiden Briefbänden deckt Elias seine Originalquellen auf. Manch einem könnte zu viel von Claudius’ Ausführungen aufgenommen worden sein. Das aber wird Elias, wie ich ihn kenne, in voller Absicht getan haben. Denn ihm liegt viel am Originalton des Boten. Und welcher Leser hat schon die Sämtlichen Werke neben sich liegen und würde in zwei Büchern parallel schmökern? Deswegen hat Elias den Boten selbst tüchtig zu Wort kommen lassen. Genug der Worte vorweg. Besonders bedanke ich mich bei denen, die am Zustandekommen dieses Buches mitgewirkt haben: Richard Hölck für das Vorwort, Volker Brinkmann, Ulrich Mitzlaff und meiner Frau Dorothea für ihre Kommentare und Verbesserungen. Schließlich geht mein Dank ebenso an den Franckeverlag und Anne Meiß, ohne die dieses Buch niemals das Licht der Welt erblickt hätte. Hermannsburg, im Juni 2014 Georg Gremels

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Nach einem Gemälde von Friederike Leisching.

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1. Brief Claudius und die Gretchenfrage Lieber Leon, danke für Deine Zeilen, die mir bestätigen, worüber wir auf meinem letzten Besuch bei Dir übereingekommen sind. Ich hatte Dir erzählt, dass mich Matthias Claudius als Dichter und Denker von Neuem fasziniert, ja, regelrecht ergriffen hat. Und dass ich mir nichts sehnlicher wünsche, als mich mit Dir darüber auszutauschen. Deine so kritischen wie förderlichen Nachfragen haben mich – wie Du weißt – schon immer inspiriert. Und Du hast meine ausgestreckte Hand ergriffen und eingeschlagen. Also in medias res – in die Mitte der Sachen – und damit zu den „Sämtlichen Werken des Wandsbecker Bothen“ . Ich hatte Dir von meiner Idee erzählt, das Werk dieses Mannes mit der berühmten Gretchenfrage zu entschlüsseln! Das findest Du kühn, ja, sogar frech: „Wie hast du’s mit der Religion, Matthias?“ Ausgerechnet mit Goethe Claudius näherkommen zu wollen! Nun schreibst Du, ob ich denn nicht wisse, dass die beiden sich nicht eben grün gewesen seien? Natürlich weiß ich das und habe mir die Mühe gemacht, in Goethes Faust nachzusehen. Die Frage gehört in die Liebesgeschichte Fausts und Margaretes. In ihrem von der Liebe zu Heinrich aufgewühlten Herzen singt sie am Spinnrad: „Meine Ruh ist hin, mein Herz ist schwer ...“4 Danach trifft sie Faust und stellt ihm die berühmte Gretchenfrage (WGIII, 3415f): „Nun sag, wie hast du’s mit der Religion? / Allein ich glaub’ Du hältst nicht viel davon.“ Da hat sie ihre Frage schon selbst beantwortet, bevor Faust auch nur den Mund hätte aufmachen können! Wie naiv und doch zugleich wie ahnungsvoll ist Gretchen! 11


Goethe legt ihr, diesem schlichten, gutgläubigen Mädchen, die Frage nach der Religion in den Mund. Ihrem Faust dagegen – hinter dem sich gewiss der Dichter selbst verbirgt – ist der Zugang zum Christentum schon längst verlorengegangen. Von Zweifeln geplagt, verbündet er sich mit den Mächten der Tiefe. Er kann auf den Pfaden der Tradition nicht mehr zu dem finden, „was die Welt im Innersten zusammenhält“ (WG III, 382f). Faust erklärt seiner Margarete daher mit vielen, klugen Worten seine Auffassung vom Göttlichen und endet (WG III, 3456f): „Gefühl ist alles; / Name ist Schall und Rauch ...“ Schall und Rauch – sprichwörtlich ist das geworden – sind für Faust Namen, Begriffe und Dogmen der Kirche. Sie vernebeln ihm echte Gefühle und eine Ergriffenheit durchs Unsagbare. Doch seine gewaltigen Gedankenflüge können Gretchen nicht betören. Sie ahnt hellsichtig, dass es mit dem Glauben ihres Heinrichs nicht weit her sein kann, und stellt nüchtern fest (WGIII, 3466-3468): „Wenn man’s so hört, möcht’s leidlich scheinen, / Steht aber doch immer schief darum; / Denn du hast kein Christentum.“ Welten trennen Gretchen und Faust in der Religion, obwohl sie einander lieben. Das gilt auch für seinen Dichter, der weit mehr vom klassischen Altertum, von dessen Göttern und Sagen, als von biblischen Geschichten bewegt wurde. Welten trennen daher auch Goethe und Claudius. Der Riss zwischen beiden entsteht aus ihrer Haltung zur Religion. Der eine sprengt im Sturm und Drang die Fesseln der vermeintlich überkommenen Christlichkeit, der andere bleibt der Religion der Väter treu. Leon, vergleiche doch nur den Anfang von Goethes Prometheus mit einer Strophe aus dem Abendlied von Claudius (WG I, 44): „Bedecke deinen Himmel, Zeus, / Mit Wolkendunst! / Und übe, Knaben gleich, / Der Disteln köpft, / An Eichen dich und Bergeshöh’n! / Musst mir meine Erde / Doch lassen steh’n, / Und meine Hütte, / 12


Die du nicht gebaut, / Und meinen Herd, / Um dessen Glut / Du mich beneidest.“ Dagegen stelle ich eine Strophe aus Claudius’ Abendlied (EG 482,4)5: „Wir stolze(n) Menschenkinder / Sind eitel arme Sünder, Und wissen gar nicht viel; Wir spinnen Luftgespinste, / Und suchen viele Künste, Und kommen weiter von dem Ziel.“ Welten liegen zwischen stolzer Selbstgewissheit des Prometheus und verzagter Selbstverfehlung des Abendliedes! Schon hier lässt sich ahnen, dass die beiden Dichter kaum zueinander finden werden. Umso spannender finde ich dennoch, mit Goethes Frage bei Claudius Antwort zu suchen: Wie hast du’s mit der Religion? Soviel kann ich Dir schon verraten: Der Bote aus Wandsbek hat es durch und durch mit ihr, und zwar mit der christlichen! Aber lässt sich der geniale Weltstar am Dichterhimmel Deutschlands, Johann Wolfgang von Goethe, mit dem bescheidenen Schriftsteller Matthias Claudius aus Wandsbek vergleichen? Doch, denn auch dieser ist ein Genie, allerdings ein religiöses! Als solches hat er sich in die Herzen der Menschen hineingesungen. Er hält das Christentum nicht für eine durch die Aufklärung erklärbare Phase der Menschheit. Er lässt sich von Zweifeln an den religiösen Überlieferungen den Glauben an Jesus Christus als Sohn Gottes nicht madig machen. Sondern er vertritt ihn ohne Scheu vor Gelehrten und Mächtigen. Und er tut es mit der ganzen Klarheit seines Denkens, seinem hintersinnigen Humor, seinem Spiel mit Andeutungen aus Mythologie und Bibel und mit der Schärfe seines Spotts. Allein um dieses Mutes willen lohnt es sich, ihm nachzuspüren. Warum ich ausgerechnet zum heutigen Zeitpunkt die Ausei13


nandersetzung mit dem Wandsbeker Boten aufgreife? Abgesehen vom festlichen Gedenkjahr anlässlich seines 200. Todestages kam mir ein aufregender Gedanke: Matthias Claudius wollte damals über die Aufklärung aufklären, welche viele Geister Europas mit sich riss. Er stemmte sich dagegen und tat das mit einer solchen Leidenschaft und mit Gründen, die doch bis heute ihre Gültigkeit haben. Ich will Dir das an einer einzigen Zeile aus seinem Brief An meinen Sohn Johannes demonstrieren (546): „Was im Hirn ist, das ist im Hirn; und Existenz ist die erste aller Eigenschaften.“ So kurz und prägnant ist dieser Satz, dass ich ihn lange Zeit selbst nicht verstanden habe, insbesondere seine erste Hälfte nicht. Was meint er damit? „Was im Hirn ist, das ist im Hirn.“ Damit lässt sich seine Kritik am engstirnigen Teil der Aufklärung zusammenfassen. Er gehört ja selbst zu den aufgeklärten Menschen und nimmt deren Schärfe des Denkens für sich genauso in Anspruch wie andere. Aber in Gedanken lässt sich vieles vorstellen, ohne dass das Vorgestellte schon lebenstauglich wäre. Das ist doch die Gefahr vieler Kopfgeburten. Sie sind nur Ideen, Träume, Wünsche, Fantasien und Vorstellungen. Weil sie als verlockende Gedanken faszinieren können, können sie Menschen zu hochgemuten Schritten verleiten, mit denen sie am Ende existentiell scheitern müssen. Die Geschichte der Moderne ist voll von solchen Systemen und Weltanschauungen, die an der Wirklichkeit zerschellt sind, ob das beispielsweise der Faschismus in Deutschland, der Kommunismus in Russland oder die Apartheid in Südafrika sind. Und wenn Du mutig bist und in Dein eigenes Leben siehst, hast nicht auch Du schon einmal mit einer großen Vorstellung eine Bauchlandung gemacht? Siehst Du, Leon, das fasziniert mich an Claudius. In wenigen Worten erfasst er hier das Kernproblem menschlichen Daseins. Wie nur wenige hat er klar erkannt und ebenso klar ausgesprochen, dass der Mensch in zwei Dimensionen lebt. Mit dem „Hirn“ erfasst er zwar das Bleibende, das Ideale, seine Vorstellungen und Träume. Mit seinem körperlichen Dasein aber ist er in die Welt des ewigen Wandels und der Grenzen eingebunden. Doch er ist beides zugleich in einem einzigen Leben. Ständig ist er heraus14


gefordert, das, was im Hirn ist, mit dem, was in seinem Körper liegt, zu einen. Damit führt uns der Bote mitten in das Problem des Menschseins hinein. Hieran haben die Erfolge der Aufklärung nichts geändert, ob wir mit Kutschen fahren oder mit Autos, ob wir Briefe schreiben oder mit Smartphones hantieren. Matthias Claudius war zu seinen Zeiten ein Querdenker. Er wollte sich von einer schwärmerischen Verwirklichung aufklärerischer Ideale nicht verführen zu lassen. Er war deshalb auch nicht bereit, um des Neuen willen die Grundeinsichten der ererbten Religion über Bord zu werfen. Viele ließen sich von der jungen Aufklärung und den Parolen der Revolution mitreißen. Sie meinten, mit dem Verstand nicht nur alles verstehen, sondern auch alles lenken zu können. Ja, in Paris wurde die Vernunft sogar zur Göttin erhoben. Ihre Herrschaft endete allerdings im Blutbad der Guillotine. Demgegenüber hielt der Wandsbeker Bote entschieden am christlichen Glauben fest. Mehr noch, er setzte alles dafür ein, auch andere von einer Vernunft zu überzeugen, die ihre Grenzen einsieht und so der Religion einen Freiraum gewährt. Verstehst Du nun tiefer, warum mich mein Vorhaben so begeistert? In einer Wissensgesellschaft stößt uns dieser Mann das Tor zu einer anderen Welt des Wissens, zum religiösen Wissen auf. Ich hoffe, das macht Dich neugierig. Für heute, Dein Elias

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