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1. Auftakt zu einem kosmischen Ereignis
a) Gottes Zeiten und Zeitpunkte
Altes und Neues aus Seinem Schatz
e)
2. Der gekreuzigte Gott
1.
Hochzeit
2. Näher zum himmlischen Original
3. Die Gemeinschaft am Evangelium
a) Das Wort, das sieht und findet
b)
4. Gemeinschaft
c)
d)
5.
6.
3. Die Speisung der Fünftausend und die zwölf Körbe
A. Vorbemerkungen zu Thema und Vorgehensweise
1. Anfragen und Voraussetzungen
In jeder jüdisch-messianischen und christlichen Gemeinschaft oder Kirche auf der ganzen Welt wird das Abendmahl gefeiert. Insofern ist das Abendmahl ein Zeichen, das die Jesus-Gläubigen verbindet. Die Gemeinschaft am «Tisch des Herrn» wurde jedoch schon während der ersten beiden Jahrhunderte nach ihrer Begründung anlässlich dieser denkwürdigen Passahfeier in Jerusalem brüchig. Die Bruchlinien haben sich seither vervielfacht und vertieft, was sich – als durchaus positiver Aspekt dieser Entwicklung – in der Vielfalt dieser Feier niedergeschlagen hat. Die fehlende Einheit am Tisch des Herrn ist allerdings schmerzlich, zuerst und vor allem für unseren Herrn und König Jeschua, der sein Leben hingegeben hat, damit wir Vergebung erfahren und mit Gott und Menschen versöhnt werden könnten. Ist nicht gerade dies die Botschaft Seiner Jünger: «Lasset euch versöhnen mit Gott!» Wie können wir denn zur Versöhnung aufrufen, wenn wir auf unserem Weg der Versöhnung noch Vorbehalte anbringen? Woher kommen die Abgrenzungen am Tisch des einen Herrn und Königs, wenn Er doch das Haupt der Gemeinde ist?1 Könnte es sein, dass es Bereiche in unserem Leben und in unseren Gemeinden gibt, die wir der Autorität des Auferstandenen vorenthalten und nun selbst verwalten?
Im vorliegenden Buch ist nicht der Platz und auch nicht die Absicht, Schuldige ausfindig zu machen. Zu sehr bin ich mir meiner Unvollkommenheiten und der Abgründe bewusst, die sich zu meinem Erschrecken und meiner Beschämung immer wieder auch in meinem Herzen und in meinen Gedanken öffnen. Ich sehe keinen Unterschied zwischen der Verfolgung der frühen Gemeinde durch Paulus und meiner Lieblosigkeit und Gleichgültigkeit gegenüber Geschwistern. Auch wenn ich kein Apostel bin, mache ich mich eins mit Paulus‘ grundsätzlicher Selbstbeurteilung, dass er «der Geringste unter den Aposteln» sei. «Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin.» Deshalb möchte ich mich auf die Gnade Gottes ausrichten, welche nicht mehr von mir erwartet, als dass ich für treu befunden werde.2
B. Die Überlieferung des Abendmahls
Wir können wohl davon ausgehen, dass der geneigte Leser schon einige oder auch viele Male das Vorrecht hatte, das Abendmahl zu feiern: In der Kirche einer der größeren Denominationen, wo sich die Anwesenden nicht alle persönlich kennen, umrahmt von Orgelmusik oder sogar einem Chor. In einer freikirchlichen oder messianischen Gemeinde, in der sich die meisten Gläubigen in irgendeinem Bereich engagieren und sich deshalb recht nahe sind, begleitet von Anbetungsmusik. Im engsten Rahmen einer Lebensgemeinschaft, in der das Abendmahl in eine Liturgie eingebettet ist, als Familie mit noch kleinen Kindern oder einfach zusammen mit dem Ehepartner. Wenn wir uns nun auf eine thematische Reise begeben, in der wir der Bedeutung des Abendmahls nachspüren wollen, kommt niemand mit leeren Händen. Wir alle haben stärkende oder auch befremdende Erfahrungen gemacht, sind in der stillen Andacht Gott näher gekommen, haben vielleicht über die Ankündigung, dass wir im Abendmahl den Leib Jeschuas und sein Blut empfangen werden, innerlich die Stirn gerunzelt. Vielleicht haben wir auch gestaunt, dass jemand sogar während dieser heiligen Feier Textnachrichten austauschen kann. Oder es war überraschend, wie schnell die ernsten Gesichter und der andächtige Moment fröhlichem Geplauder oder auch belanglosem Geschwätz bei Kaffee und Kuchen weichen konnte.
Die meisten der oben genannten Momente, Erlebnisse und Empfindungen sind meiner Biographie entnommen. Aber wie vielfältig meine Erfahrungen mit dem Abendmahl auch sein mögen, es hat mich keinesfalls zu einem Spezialisten für dieses Thema gemacht. Während vieler Jahre verspürte ich oft eine seltsame Unruhe in meinem Geist, wenn ich im Rahmen evangelikaler und auch landeskirchlicher Gemeinden am Abendmahl teilnehmen durfte. Und mit der Zeit empfand ich, dass mein – oder unser – Verständnis des Abendmahls mangelhaft sein könnte und wir den «Tisch des Herrn» möglicherweise nicht gebührend zu würdigen wissen. In meiner geduldigen Einfalt kann ich lange hinschauen und irgendwo im Herzen unformulierte Eindrücke und Fragezeichen anhäufen, bis sich daraus eine Frage oder auch eine Antwort kondensiert. Vor gut fünf Jahren war dieser Punkt erreicht: «Was sind eigentlich Gottes Gedanken für das Abendmahl, was bedeutet es wirklich?» Und die Antwort ist mir durch den Geist Gottes zugekommen
B. Die Überlieferung des Abendmahls
mit der immer dringenderen Aufforderung, jetzt das Herz des himmlischen Vaters zu suchen und mich in Seine Gedanken zu diesem Thema zu vertiefen. Denn das Abendmahl – so kann ich mittlerweile sagen –entspringt zutiefst dem innersten Kern Seines liebenden Herzens und Seinen Absichten für uns Menschen, ja, für die ganze Schöpfung.
Rückblickend bin ich erstaunt, wie wenig fundierte Lehre ich in den mittlerweile mehr als fünfzig Jahren meines Weges als Jünger Jeschuas gehört habe. Sicher, in der einen oder anderen Predigt, der anschließend eine Abendmahlsfeier folgte, wurde über einzelne Aspekte gesprochen oder in der Einführung zur Feier selbst einige Hinweise gegeben. Eine nennenswerte Ausnahme stellt die Zeit dar, in der wir als Familie Teil einer internationalen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft sein durften, deren zentrales Thema die gelebte Versöhnung mit Gott und zwischen dem jüdischen Volk und den Nationen ist.
Auf der Grundlage meines theologischen Studiums8 hätte ich dem verspürten Mangel an Verständnis über das Abendmahl längst aus eigener Initiative nachgehen können. Aber vielleicht benötigte es hierzu den Kairos Gottes, den richtigen Zeitpunkt, in dem das Herz und der Geist vorbereitet sind, die reifen geistlichen Früchte zu ernten – und auch zu verdauen. Da ist Erkenntnis hoffentlich nicht mehr das Ergebnis theoretischen Theologisierens, sondern Offenbarung der Gedanken Gottes. Lassen wir doch die biblische Überlieferung selbst zu Wort kommen:
Tabelle 1: Überlieferung zur Einsetzung des Abendmahls
Mt 26,26-29
26 Als sie nun aßen, nahm Jesus das Brot und sprach den Segen, brach es, gab es den Jüngern und sprach: Nehmt, eßt! Das ist mein Leib. 27 Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen denselben und sprach: Trinkt alle daraus! 28 Denn das ist mein Blut, das des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. 29 Ich sage euch aber: Ich werde von jetzt an von diesem Gewächs des Weinstocks nicht mehr trinken bis zu jenem Tag, da ich es neu mit euch trinken werde im Reich meines Vaters! (SCL)
Mk 14,22-25
22 Und während sie aßen, nahm Jesus Brot, sprach den Segen, brach es, gab es ihnen und sprach: Nehmt, eßt! Das ist mein Leib. 23 Und er nahm den Kelch, dankte und gab ihnen denselben; und sie tranken alle daraus. 24 Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut, das des neuen Bundes, welches für viele vergossen wird.
25 Wahrlich, ich sage euch: Ich werde nicht mehr von dem Gewächs des Weinstocks trinken bis zu jenem Tag, da ich es neu trinken werde im Reich Gottes. (SCL)
C. Verpflichtet zur Freiheit
Die Einsetzung des Abendmahls war kein spontaner Gedanke Jeschuas anlässlich der letzten gemeinsamen Mahlzeit mit seinen Jüngern. Dies ergibt sich schon aus Seinen einleitenden Worten: «Mit Sehnsucht habe ich mich gesehnt, dieses Passah mit euch zu essen, ehe ich leide.»51 Es war also ein Verlangen von Jeschua, die Sehnsucht des himmlischen Vaters, nach dieser besonderen Art von wahr-haftiger und Grund-legender Gemeinschaft. Und nicht einfach der starke Wunsch für eine letzte gemeinsame Mahlzeit im Kreise Seiner Freunde und Jünger, sondern ausdrücklich für dieses Passahmahl. Das Passah, ein Fest mit einer großen Tiefe, nicht nur rückblickend, sondern auch im Ausblick auf die Vollendung im Reich Gottes. So war dieses Passah ein geschichtsträchtiger Moment im engsten Sinne des Wortes: Ein Anlass mit einer weit zurückgreifenden Geschichte, die etwas Neues zur Geburt bringt. Dieser Vorgeschichte wollen wir in diesem Kapitel nachspüren.
1. Berufen zur Priesterschaft
a) Abraham, Melchisedek und Isaak
Die Begegnung zwischen Abraham und Melchisedek wird in der Torah mit ganzen drei Versen erwähnt.52 Sie vermitteln eher den Eindruck einer Randbemerkung über ein unerwartetes, aber ansonsten wenig bedeutungsvolles Detail.
«Und Melchisedek, der König von Salem, brachte Brot und Wein heraus; und er war Priester Gottes, des Höchsten. Und er segnete ihn und sprach: Gesegnet sei Abram von Gott, dem Höchsten, der Himmel und Erde besitzt! Und gepriesen sei Gott, der Höchste, der deine Feinde in deine Hand geliefert hat! – Und Abram gab ihm den Zehnten von allem.» (1Mo 14,18-20)
Ausgehend von unserem Thema könnten wir versucht sein, die Erwähnung von «Brot und Wein» ohne weiteres als erste Einsetzung des Abendmahls zu interpretieren und es dabei bewenden zu lassen. Die fehlenden Informationen zum König und Priester von Salem, seiner
Herkunft und Geschichte, lassen viel Interpretationsspielraum. Ich denke, dass es für unsere Fragestellung wertvoll ist, wenn wir die Begegnung mit Melchisedek in den etwas weiter gefassten Kontext der Geschichte Abrahams stellen.
Mit der «Herausrufung» des Abram hat die Geschichte von Gottes Volk angefangen. Gott hat Abram nicht einfach berufen, Er hat ihn herausgerufen aus seinem Land, aus Verwandtschaft und Vaterhaus.53 Dies war offenbar notwendig, denn Abram war wohl ziemlich stark eingebettet in seine Verwandtschaft und das Haus seiner Väter. Ausgehend von den biblischen Zeittafeln lebten in den Jahren 292–340 nach der Sintflut Noah und alle Nachfahren Sems bis zu Abrahams Generation gleichzeitig nebenund miteinander.54 Noah starb erst, als Abram bereits 58 Jahre alt war, und Isaak war während seinen ersten 110 Lebensjahren noch ein Zeitgenosse Sems, der die Welt vor der Sintflut noch kannte. Dieses Nebeneinander von zeitweise 11 Generationen in der Region südlich und südwestlich des Gebirges Ararat, von Mesopotamien bis Sinear, dürfte sich prägend ausgewirkt haben. Der Turmbau zu Babel war nicht zuletzt auch ein Ausdruck dieser sippenhaften Prägung, die in 1. Mose 11,4 erwähnt wird:
«Wohlan, lasst uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, dass wir uns einen Namen machen, damit wir ja nicht über die ganze Erde zerstreut werden!»
Auf diesem Hintergrund lässt sich gut verstehen, warum Abraham seinem Knecht Elieser sehr entschieden verboten hat, Isaak wieder dahin zurückzubringen, wo ihre Reise «in das Land, das Ich dir zeigen werde», gestartet hatte.55
Weshalb erwähne ich dies? Nun, wir alle haben in uns den Hang, der Unsicherheit unserer «Fremdlingsschaft» abzuhelfen, indem wir versuchen, das gegenwärtige Leben und das bisher Erreichte zu bewahren und uns darin einzurichten. Wahrscheinlich hatte schon Terach, Abram’s Vater, den Ruf Gottes zum Aufbruch nach Kanaan gehört und ist dann aus dem oben genannten Grund auf halbem Weg in Haran hängengeblieben. So erging der Ruf Gottes ein zweites Mal, diesmal an Abram. Gott wusste wohl, dass es einen innerlichen und äußerlichen Auszug aus dem Angestammten benötigte, damit Abram frei und bereit würde, neues Land einzunehmen und für Ihn und Seine Wege verfügbar zu werden. «Israel» war zeitlich noch in weiter Ferne, aber Abram hatte die Verheißung Gottes auf eine große Nachkommenschaft. Und auch die Berufung, «ein Segen zu sein» und dass durch seinen Gehorsam alle Geschlechter der Erde
D. Das Kreuz als Wendepunkt
Im vorangehenden Kapitel habe wir uns ausführlich mit der Vorgeschichte der Ereignisse befasst, die wir in den nächsten Abschnitten vertieft besprechen wollen. Wir haben gesehen, dass die Schriften des Ersten Bundes sehr viel mehr sind als interessante Geschichten zur Illustration biblischer Prinzipien und neutestamentlicher Wahrheiten. Im Rückblick entfaltet sich vor unseren Augen, wie der Schöpfer von Himmel und Erde den Weg für Sein Heilswirken bereitet und sich Menschen und Völker sucht, die sich in diesen Plan einbinden lassen. Wir können darin erkennen, dass Er nicht nur mit Israel, sondern mit der ganzen Menschheit einen Weg gehen und alle mit Seinem Heil, der versöhnten Gemeinschaft mit Ihm, segnen will. Unser Gott hatte von Anbeginn an einen Plan, nichts hat Ihn überrascht, nichts kam für Ihn unerwartet. Und doch dürfte das Volk, das Er Sich zum Eigentum berufen und bereitet hat, Seine Liebe und Bundestreue bis zum Äußersten herausgefordert haben. Er hat gesprochen, und «Sein Wort kommt nicht leer zurück, sondern richtet aus, was Ihm gefällt, und führt aus, wozu Er es gesandt hat».218 Das Geschehen, von dem der Tanach berichtet, der Erste Bund, ist das tragende Fundament, die Grundlage, der beackerte Boden, in den der Same ausgesät werden soll, dem wir uns nun zuwenden wollen.
Wir werden Abendmahl und Kreuz im Rahmen dieses Zeitalters wohl nie in seiner ganzen Tiefe und Bedeutung verstehen können. Trotzdem möchte ich dazu einladen, die Herausforderung anzunehmen und es zu wagen, nochmals genau hinzuhören und hinzuschauen. Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass Sie Neues entdecken werden. Aber es ist mein Gebet, dass Gott Ihnen und mir durch Seinen Heiligen Geist das Kreuz nochmals lebendig, in aller Tiefe und seinem ganzen Schrecken vor Augen malt und jegliche vermeintliche Sicherheit und «Glaubensroutine» erschüttert. Und zwar so lange, bis wir Ihn erkennen, wie Er wirklich ist. Wie anders könnten wir «dem Bild seines Sohnes gleichförmig» werden?219
1. Auftakt zu einem kosmischen Ereignis
Sie haben richtig gelesen, es bahnt sich hier ein kosmisches220 Ereignis an. Oft sind wir mit unserem Leben und Wirken so beschäftigt, dass wir den ewigen Rahmen unseres zeitlichen Lebens aus den Augen verlieren. Der
Apostel Paulus scheint im Brief an die Epheser diesen «kosmischen Rahmen» unseres Lebens und unserer Berufung vor Augen gehabt zu haben:
«Mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen, ist diese Gnade gegeben worden, unter den Heiden den unausforschlichen Reichtum des Christus zu verkündigen, und alle darüber zu erleuchten, welches die Gemeinschaft ist, die als Geheimnis von den Ewigkeiten her in Gott verborgen war, der alles erschaffen hat durch Jesus Christus, damit jetzt den Fürstentümern und Gewalten in den himmlischen [Regionen] durch die Gemeinde die mannigfaltige Weisheit Gottes bekanntgemacht werde, nach dem Vorsatz der Ewigkeiten, den er gefasst hat in Christus Jesus, unserem Herrn, in dem wir die Freimütigkeit und den Zugang haben in Zuversicht durch den Glauben an ihn.» (Eph 3,8-12)
Wir werden diesen Worten Paulus’ weiter unten aus anderen Gründen nochmals begegnen. An dieser Stelle soll diese überaus erstaunliche Aussage nurmehr aufzeigen, in welchem bedeutungsvollen Kontext die sich anbahnenden Ereignisse stattfinden und auswirken werden. Kommen wir vom kosmischen Kontext wieder auf den Boden der unmittelbar fassbaren Welt des jüdischen Volkes um 32 n.Chr. zurück. Es lag eine besondere Spannung in der Luft, wie immer in den Tagen vor dem Passahfest. Die Häuser wurden peinlich sauber gereinigt, festliche Kleider hervorgeholt oder auch neu genäht, in den Schulen die Kinder im Hinblick auf die Bedeutung des bevorstehenden Festes unterwiesen. Schon Wochen vor dem Fest wurden in den Bäckereien wohl Tag und Nacht Matzen gebacken, um auf die große Nachfrage während des siebentägigen Festes der ungesäuerten Brote vorbereitet zu sein. Die Gräber entlang der Straßen waren bereits weiß getüncht221, die Brücken repariert und die Stadt begann sich mit Juden, vorwiegend Männern, aus aller Herren Länder zur füllen: Von Spanien bis Armenien und von Thrakien am Unterlauf der Donau bis Ägypten waren alle Länder vertreten. Die Ausdehnung und ziemlich einheitliche Gesetzgebung des damaligen römischen Reiches förderten den Handel zwischen den Ländern rund um das Mittel- und Schwarze Meer und machten dadurch auch Reisen über längere Distanzen möglich und bezahlbar. So dürften sich gemäß den Angaben von Josephus bis zu zweieinhalb Millionen Pilger in Jerusalem zum Passahfest eingefunden haben.222 Und Herden mit insgesamt über 200'000 Lämmern sammelten sich um die Stadt herum, welche am Passah geschächtet und dann in Gruppen von zehn bis zwanzig Personen je Lamm gegessen worden sind. Musste das Passahlamm
E. Gemeinschaft am Tisch des Herrn
In der Auseinandersetzung mit der Geschichte von Passah und Abendmahl, und auch im bewussten Hinsehen auf Kreuz und Auferstehung, mag sich uns das eine oder andere Fenster in die Ewigkeit geöffnet haben, wo wir ins Staunen gekommen sind. Oder wir mögen hier und da eine unmittelbare Anfrage an unser Leben und den Weg, den wir gehen, verspürt haben. Von unserem heutigen Standpunkt aus haben wir es gewagt, auf einige tausend Jahre der Geschichte Gottes mit dem Menschen zurückzuschauen und warfen auch schon einen ganz kurzen Blick auf die Vollendung dieser Geschichte. Wo befinden wir uns auf dieser Zeitachse der Heilsgeschichte? Inwiefern sind diese Geschichten aus der Zeit des ersten Bundes für uns relevant? Welche Themen sollten heute im Zentrum unserer Aufmerksamkeit stehen? Haben wir heute als «Menschheit» und Einzelperson nicht schon genügend Herausforderungen zu meistern?
Auf dem Hintergrund dieser Zeiträume und Fragen macht die Überschrift dieses Kapitels einen fast banalen Eindruck: «Gemeinschaft am Tisch des Herrn». Aber ich bin fest davon überzeugt, dass am Ende der Tage die Qualität dieser Gemeinschaft, dieser Einheit mit Gott und Menschen das einzige ist, das überhaupt von Bedeutung sein wird. Diese Gemeinschaft ist höchster Anspruch. Wer in dieser Gemeinschaft steht und mit Gottes Hilfe besteht, wird auch aus allen anderen Herausforderungen siegreich hervorgehen.
Im dritten Hauptteil dieses Buches geht es um die Frage, inwiefern das Abendmahl und die Absichten Gottes, für die es steht, zu einem Wendepunkt in meiner eigenen Geschichte geworden sind oder es noch werden sollten. Es ist wesentlich einfacher, sich auf diese anspruchsvollen und persönlich relevanten Themen für den Weg zur Vollendung einzulassen, wenn das Ziel klarer erkennbar ist. Im Reich Gottes meint «Ziel» ja nie nur das Ende einer Wegstrecke oder eines Zeitabschnitts, sondern auch – oder vor allem – eine bestimmte Qualität der Gesinnung, des Charakters und der Beziehung mit unserem Gott. Hierfür müssen wir uns zunächst mit einem Thema auseinandersetzen, das viele Gläubige wohl nicht mit dem Abendmahl in Verbindung bringen würden. Paulus sagt dazu: «Dieses Geheimnis ist groß, ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde.»393
1. Die Hochzeit des Lammes und der Braut
Das Wort Gottes führt immer wieder Bilder zur Illustration an, um himmlische Realitäten und auch Beziehungsverhältnisse verständlich zu machen. Die einen mögen uns etwas süß, andere unverständlich erscheinen. Jeschua hat viele Gleichnisse mit der Einleitung «Das Himmelreich ist gleich…» angefangen, um anzuzeigen, dass es sich um ein Bild handelt.394 Aber in mindestens einem Fall ist das, was wir als Original und nicht als «Abbild» bezeichnen würden, ein Bild für die Wirklichkeit in Gottes Reich: Das Verhältnis von Mann und Frau im Rahmen des – biblisch verstandenen – Ehebundes.
Das Motiv der Vermählung und des Ehebundes zieht sich durch die ganze Bibel. Es beginnt im 1. Kapitel mit der Erschaffung des Menschen «im Bilde Gottes, als Mann und Frau» im Rahmen der Schöpfungsgeschichte. Und es findet seine Erfüllung am Ende der Offenbarung mit der Hochzeit des Lammes, der neuen Schöpfung und dem neuen Jerusalem, Zion, die hier als «die Braut des Lammes» bezeichnet wird.395 Weiter oben haben wir wiederholt davon gesprochen, dass uns die jährlichen Feste des Herrn – und insbesondere das Passah – zur Erinnerung und Vergegenwärtigung von vergangenem und künftigem Heilshandeln Gottes gesetzt sind. Dies soll uns dazu dienen, dass wir unsere Lebenskraft und Lebensperspektive nicht auf den unmittelbaren «Kleinkram» und die Herausforderungen des alltäglichen Lebens ausrichten und uns darin erschöpfen. Vielmehr erlaubt uns die Perspektive, die uns mit dem großen Bogen von Gottes Heilshandeln gegeben ist, den täglich an uns herangetragenen Themen und auch Verlockungen den jeweils gebührenden Platz zuzuweisen. Und so auch für die Beziehung zwischen Mann und Frau, welche durch die Jahrtausende hindurch wohl am meisten zu höchster Freude als auch zu tiefster Demütigung und Gottlosigkeit beigetragen hat. Die Tatsache, dass gerade dieses Beziehungsverhältnis am meisten umkämpft ist und pervertiert wird, dürfte ein Hinweis auf seine zentrale, fundamentale Bedeutung für das Verhältnis zwischen Gott und Seinem Volk – Seiner Gemeinde – sein.
a) Ehebruch und erneute Verlobung
In der Zeit des Ersten Bundes waren es vor allem die Propheten Hosea, Jesaja und Micha, und nach der ersten Wegführung ins babylonische
F. Israel und die Völker – ein Ausblick
Im Verlaufe unserer thematischen Reise ist sichtbar geworden, dass das Abendmahl im Zentrum eines Bildes und einer Geschichte steht, die weit über den Horizont des persönlichen Heils und der lokalen Gemeinde hinausreicht. In ähnlicher Weise dürften die meisten Leser auch schon erfahren haben, wie längst bekannte Worte und Sätze der Bibel durch das Wirken des Geistes Gottes plötzlich einen persönlichen Bezug erhalten haben und Aspekte ihres Herzens offenbar wurden. Oft werden wir dadurch sowohl herausgefordert wie auch bereichert. Und unbezahlbar sind die eher seltenen Momente in der Zurückgezogenheit und Intimität des Obergemachs oder der Kammer, in denen der himmlische Vater den Schleier des Offensichtlichen ein wenig zur Seite schiebt und uns einen Blick in Sein Herz, Seine Beweggründe und verborgenen Wege ermöglicht. Einige dieser Perlen sollen verborgen bleiben und sind ganz persönlich. Andere dieser wertvollen Einblicke sind an Seine Gemeinde gerichtet, die sie in dieser Zeit aufnehmen und umsetzen soll, um sie einen Schritt näher an die Vollendung hinzuführen.
Entsprechend zögerte ich, diese Einblicke – in all ihrer Unschärfe und Unvollständigkeit – in Worte zu fassen. Wird es gelingen, den Lesenden ein entsprechendes Bild vor Augen zu malen? Wie ist es möglich, zentrale Texte aus dem Tanach wertschätzend in einer Art und Weise zu deuten, die auch dem jüdischen Gegenüber den Freiraum lässt, über diese Sichtweise nachzudenken? So kommt zum Gehorsam die Bitte hinzu, dass Gott uns allen gnädig sein möge.
Nachfolgend sollen drei biblische Geschichten besprochen und gedeutet werden, die sich in unterschiedlicher Betonung an die heutige Gemeinde Jeschuas aus den Nationen richten. Die drei Texte habe nicht ich zusammengesucht, sondern sie sind mir vom himmlischen Vater ans Herz gelegt worden. Es stellte sich heraus, dass sie einen gemeinsamen Ausgangspunkt haben: Ein Mangel an Brot. Inwiefern der Ausblick in diesem Kapitel mit den Ausführungen zum Abendmahl zusammenhängen, möchte ich nicht weiter kommentieren. Beten Sie darüber, und erlauben Sie dem Heiligen Geist, zu Ihnen zu sprechen.
1. Josef und seine Brüder
Den ersten Teil der Josefsgeschichte haben wir bereits teilweise besprochen.675 Er beginnt mit einer familiären Krise am Wohnort Jakobs in der Nähe von Bethlehem und endet mit der Einsetzung des dreißigjährigen Josef als Pharaos rechte Hand, ohne den «kein Mensch im ganzen Land Ägypten seine Hand oder seinen Fuß erheben» soll.676 Der zweite Teil beginnt mit der angekündigten Hungersnot, die entsprechend des hebräischen Wortlautes «das ganze Angesicht der Erde» betraf. Diese Hungersnot war der Auslöser oder die Voraussetzung für einige Ereignisse, die schon Abraham angekündigt worden und für die Geschichte und das Selbstverständnis Israels bis heute von zentraler Bedeutung sind.677 Für die Besprechung dieses Teils der Josefsgeschichte folge ich in einigen Aspekten der tiefschürfenden und lesenswerten Deutung von Julia Blum.678 Für das Verständnis ist es sicher vorteilhaft, wenn Sie sich die Details des biblischen Berichts vorab in Erinnerung rufen (1Mo 42-45).
a) Lea und Rahel
Es mag sich dem Leser nicht gleich erschließen, wie man aus der Geschichte Josefs, die zum «Urgestein» des jüdischen Selbstverständnisses gehört, eine Aussage zum Thema «Israel und die Völker» machen könnte. Sicher, die Geschichte selbst und insbesondere die Person von Josef ist eine Schnittstelle zwischen den Hebräern und dem heidnischen Ägypten. Und der Traum Pharaos bewirkt letztlich, dass in der schweren Hungersnot nicht nur die Familie Jakobs am Leben bleibt, sondern auch dem ägyptischen Volk geholfen wird. Dies ist bereits eine Erfüllung der Verheißung Gottes an Abraham, dass in seiner Nachkommenschaft «alle Völker auf Erden gesegnet werden» sollen. Doch der hier angeführte Ausblick spricht in eine Epoche hinein, die Levi, der Schreiber des Matthäus-Evangeliums, in das messianische Zeitalter gedeutet hat: «Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.»679
Die Geschichte Josefs ist uns in drei Teilen überliefert: Seine Geburt als erstes Kind der Rahel (1Mo 30,22-24), der Verkauf des jugendlichen Josef an Potifar (1Mo 37) und die weitere Geschichte Josefs in Ägypten bis zu seinem Tod (1Mo 39-50). Seine zehn Halbbrüder jedoch – mit Ausnahme Judas – verschwinden nach ihrer Untat in Kapitel
G. Abendmahl feiern
Nach einer langen zeitlichen und thematischen Reise sind wir an dem Punkt angelangt, an dem wir nach den praktischen Aspekten für die Feier des Abendmahls fragen mögen. Der Gang durch tausende Jahre der Geschichte Gottes mit den Menschen und die Auslegung einiger Aspekte dieses langen Weges haben hoffentlich dazu beigetragen, Sie näher an den Gott Israels zu führen und sich von der unergründlichen Liebe dieses einen Vaters aller Vaterschaft umarmen und erfüllen zu lassen. Was hat die wiederholte Erinnerung an die Hingabe und der Zuspruch des Bräutigams Jeschua in Ihnen bewirkt? Hat der Ausblick auf die Hochzeit des Lammes und die Beschreibung einiger Wegmarken dahin Ihre Perspektive auf die verheißene Vollendung an Schärfe gewonnen? Was ist Ihnen im Hinblick auf Jüngerschaft und Nachfolge wichtig geworden? Inwiefern hat sich Ihre Sicht auf die Gemeinde Gottes, deren Identität und Berufung geändert? Welches ist Ihre Herausforderung im Hinblick auf die zahlreichen Hinweise zur bleibenden, zentralen Stellung des Volkes Israel in der Heilsgeschichte Gottes, wie sie in den vorangegangenen Kapiteln dargestellt worden ist? – Und nicht zuletzt hoffe und bete ich, dass der Heilige Geist Ihnen das Wesen und die Bedeutung des Abendmahls, dieser Gemeinschaft am «Tisch des Herrn», in neuer Breite, Länge, Höhe und Tiefe offenbart und Ihnen ans Herz gelegt hat.
Wenn wir nun auf die praktischen Aspekte der Abendmahls-Feier zu sprechen kommen, soll dies auf möglichst undogmatische Weise geschehen. Bei einigen Punkten sehe ich weniger «Spielraum», bei anderen mehr. Im Grundsatz ist aber die Haltung gegenüber dem dreieinen Gott und den Glaubensgeschwistern – entsprechend dem bisher Gesagten – wichtiger als bestimmte Formen. Allerdings hat dies Grenzen. Vielleicht weniger im Hinblick auf «biblische Vorgaben» als auf die Botschaft, die man durch bestimmte Formen und Haltungen in unserer heutigen Gesellschaft übermittelt. Diese Kommunikationsebene sollte nicht unterschätzt werden, ihre Botschaft spricht oft klarer als die in Worte gefasste. In diese Kategorie gehört ein Thema, das ich den praktischen Überlegungen zum Abendmahl in sehr vereinfachter und unvollständiger Form voranstellen möchte: Die Ausprägung und Stoßrichtung des «Zeitgeistes». Es ist müßig, über die praktischen Aspekte
K. Fußnoten
1 «Lasst euch versöhnen... »: 2Kor 5,20 / «Abgrenzung am Tisch des Herrn»: 1Kor 11,18f / «Haupt der Gemeinde»: Eph 1,22f; Kol 1,18ff
2 «der Geringste unter den Aposteln»: 1Kor 15,9f / «durch Gnade Gottes bin ich...»: 1Kor 15,10 / «für treu befunden»: 1Kor 4,1-5
3 «Das Wiederkommen des Messias erwarten»: Heb 10,37; Jak 5,7f; 1Petr 4,7.17; 2Petr 3,11-14 / «Leben mit Hoffnung»: 1Joh 2,28
4 Ps 2,9; Offb 2,27; 12,5 und 19:15
5 «unwürdig das Abendmahl nehmen»: 1Kor 11,2732 / Ananias und Saphira: Apg 5,1-11
6 «Jeder, der bittet...»: Mt 7,7f / «Gehorchsam» (Marcel Rebiai). Gehorsam beginnt mit dem Hinhören, dem Horchen auf den Vater und Sein Wort.
8 IGW – Institut für Gemeindebau und Weltmission; Abschluss 2007 mit dem Bachelor of Arts in Theological Studies, Fachgebiet Missiologie. Diplomarbeit zum Thema «Die Sohnschaft des Menschen bei Paulus».
9 Joh 13 - 17
10 «Seder» = hebräisch , «Ordnung» im Sinne einer Festordnung
11 Markus hat sein Evangelium mit hoher Wahrscheinlichkeit nach Berichten früherer Schreiber oder mündlichen Berichten (z.B. von Petrus) zusammengestellt. Lukas, Arzt und enger Mitarbeiter des Apostels Paulus, war ebenfalls kein Augenzeuge, aber hat das Zeugnis der Apostel aufgenommen und offenbar viel recherchiert.
12 Im Verlauf des Sederabends werden vier Kelche mit Wein getrunken: Der Kelch der Aussonderung oder Heiligung, der Kelch der Befreiung, der Kelch der Erlösung oder Auslösung, und der Kelch der Annahme. Die vier Kelche werden aus 2Mo 6,6-7 abgeleitet. Jeschua hat das Abendmahl wahrscheinlich mit dem 3. Kelch eingesetzt. Vgl. «Übersicht zu Ablauf und Inhalt der Sederfeier» im Anhang.
13 Je nach Ausleger fand der Auszug irgendwann im Zeitraum von 1‘561 bis 1446 v.Chr statt.
14 Lk 9,51: «Es geschah aber, als sich die Tage seiner Wiederaufnahme erfüllten und er sein Angesicht nach Jerusalem ausrichtete…»
15 Mt 16,21; Mk 8,31f; Lk 9,22
16 frei nach Mt 16,23: «Weiche von mir, Satan! Du bist mir ein Ärgernis; denn du denkst nicht göttlich, sondern menschlich!»
17 Mt 17,1-9; Mk 9,2-9 und Lk 9,28-36
18 Salbung der Füße Jeschuas: Joh 12,1-7; Mt 26,6-12;
Mk 14,3-8 / «zu Seinem Begräbnis»: Joh 12,7
19 frei nach Lk 19,41-44
20 Joh 12,12-18; Mt 21,1-9; Mk 11,1-11 und Lk 19,28-40
21 Joh 12,13: Wörtlich: «Rette [uns], bitte, Sohn Davids! Gesegnet [ist], der kommt im Namen des Herrn [meint: im Namen Jahweh’s], der König Israels». Die Worte «hoshia’na, baruch haba b’schem Adonai» ist eigentlich ein Gebet, zitiert aus dem messianischen Psalm 118, Verse 25f. Vgl. Kommentar in CJBC zu Mt 21,9.
22 Lk 19,40
23 Lk 19,45f; Mt 11,11
24 «Bethaus für die Völker», Jes 56,6f : Und die Fremdlinge, die sich dem HERRN [Adonai] anschließen, um ihm zu dienen und den Namen des HERRN zu lieben, um seine Knechte zu sein (…), die will ich zu meinem heiligen Berg führen und sie in meinem Bethaus erfreuen; ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen wohlgefällig sein auf meinem Altar; denn mein Haus soll ein Bethaus für alle Völker genannt werden.»
25 frei nach Mt 21,13; Mk 11,17; Lk 19,46 und Joh 2,16
26 Lk 20,1-21,38: «Er war aber tagsüber im Tempel und lehrte...»). «Und alles Volk kam früh zu ihm in den Tempel, um ihn zu hören.»
27 Mt 24,3-25,46; Mk 13
28 Lk 20,1-8 (Frage nach der Vollmacht Jeschuas), 20-26 (Frage nach der Steuer), 27-40 (Frage nach der Auferstehung)
29 Lk 22,8ff
30 frei nach Lk 22,15-16
31 «Streit zwischen Jüngern»: Lk 22,24 / «Füße waschen»: frei nach Joh 13,4-17
32 frei nach Lk 22,17f
33 Während «Seder» die eigentliche Festordnung beschreibt (z.B. Elemente auf dem Festtisch, Reihenfolge), beschreibt die «Haggada» die Erzählung (Inhalt). Die Haggada ist häufig ein kunstvolles Buch mit vielen Illustrationen.
34 «Brot»: Mt 26,26; Mk 14,22; Lk 22,17 / «Jeschua sagt erschüttert»: frei nach Joh 13,18-30 / «Ferse gegen mich erhoben»: Ps 41,10 / «Salzwasser»: Joh 13,26
35 Mt 26,27-29; Mk 14,23-25; Lk 22,20
36 Joh 6,54-58. Die umfassende, vorbereitende Lehre Jeschuas zur Bedeutung des Abendmahls in Joh 6,27-58 wird weiter unten besprochen.