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Die

gute Botschaft nach Matthäus

Vorwort

Die EsraBibel ist für jeden, der Gott selbst, Gottes Wort und Gottes Gebote liebt. Esra verkörpert in jeder Hinsicht einen Mann, der Gott liebte, und diese Liebe zu Gott äußert sich ganz praktisch darin, dass er

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1)sein Herz darauf gerichtet hatte,

2) das Gesetz Jahwes zu erforschen

3) und zu tun

4) und in Israel Satzung und Recht zu lehren. (Esra 7,10)

Sein Vorbild bewegte uns dazu, diese neue Übersetzung EsraBibel zu nennen. Sie soll den Leser sowohl ermutigen, das Wort Gottes sorgfältig zu erforschen, und ihm gleichzeitig auch dabei helfen, dessen Bedeutung so präzise wie möglich zu erfassen.

Bei der EsraBibel wurde besonders darauf geachtet, so wortgetreu wie möglich zu übersetzen, ohne dass die Lesbarkeit dabei auf der Strecke bleibt. Damit der Leser die Aussage und Absicht des Textes deutlicher erkennen kann, wurden sprachliche Eigenheiten, die in den Ursprachen eine wichtige Rolle spielen, sichtbar gemacht. Berücksichtigt wurden u. a. der Satzbau, betonte Wörter im Satz, der vom Deutschen abweichende Gebrauch der Partizipien und die in den Ursprachen auffälligen Besonderheiten der Verben.

Die Anmerkungen in den Fußnoten wollen teils erklären, warum an der betreffenden Stelle so übersetzt wurde. Zudem liefern sie zur Bedeutung von vielen Einzelbegriffen wertvolle Informationen, die das Textverständnis fördern. Das alles soll dazu dienen, die Absicht Gottes in seinem Wort deutlich sichtbar zu machen, damit der Leser zeitlose Wahrheiten erkennen kann, welche die Grundlage für zeitgemäße Anwendung im persönlichen Glaubensleben bilden.

Etwas Wichtiges, das wir von Esra lernen, ist seine Bereitschaft, im Team zu arbeiten. Esra und Nehemia ergänzten einander in wirkungsvoller Weise im Wiederaufbau Jerusalems und im gemeinsamen Streben, das Volk Gottes zur Buße zu führen. So verwendete Gott sie beide, um Er weckung zu bewirken.

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Bei Gott gibt es keine Einzelkämpfer. Gott gebraucht stets Jüngerschaft in brüderlicher Zusammenarbeit, um sein Reich zu bauen. So ist auch die EsraBibel eine Frucht von Teamarbeit. Wir sind überaus dankbar für ein motiviertes Team, welches die vielfältigen Aufgaben mit Enthusiasmus, Expertise und Hingabe in Angriff genommen hat. Besonders freuen wir uns auch über die brüderliche und gewinnbringende Zusammenarbeit mit CLV, um dieses Projekt zu realisieren.

In Johannes 13,17 erinnert uns Jesus daran: »Wenn ihr diese Dinge wisst – glückselig seid ihr, wenn ihr sie tut.« Unser Anliegen ist es, dass das fleißige Arbeiten mit dem Wort Gottes und die daraus gewonnene Erkenntnis zu persönlicher Heiligung und entschlossener Nachfolge führt. So werden wir glückselig, und Gott wird verherrlicht. In Johannes 15,8 lehrt Jesus: »Dadurch wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht tragt und mir zu Jüngern werdet.« Frucht bringen wir, indem wir in ihm – und das heißt in seinem Wort – bleiben, um so beständig in Gnade und Erkenntnis zu wachsen. Das gilt für Kinder, Jugendliche, Männer, Frauen, Ehepartner, Väter, Mütter, Sonntagsschullehrer, Hauskreis­ und Kleingruppenleiter, Bibellehrer und Prediger gleichermaßen.

2. Timotheus 2,15: »Bemühe dich, dich selbst Gott als bewährt hinzugeben, als einen Arbeiter, der sich nicht schämen muss, der dem Wort der Wahrheit geradeaus eine Schneise schlägt.«

Europäisches Bibel Trainings Centrum

Kennzeichnungen im Bibeltext

Kapitälchen weisen auf eine Betonung des betreffenden Wortes im hebräischen oder griechischen Grundtext hin.

[Eckige Klammern und Kleindruck] bedeutet, dass das betreffende Wort nicht im Grundtext steht, jedoch in der deutschen Übersetzung zwecks besserer Verständlichkeit hinzugefügt wurde.

[Eckige Klammern] weisen darauf hin, dass es sich bei dem eingeklammerten Wort um eine Textvariante handelt.

»Kursiv mit Anführungsstrichen« bedeutet, dass es sich bei den so gekennzeichneten Worten um ein direktes Zitat aus dem Alten Testament handelt.

Kursiv ohne Anführungsstriche bedeutet, dass es sich bei den so gekennzeichneten Worten um eine Anspielung auf Worte aus dem Alten Testament handelt.

Ein eingerückter Zeilenanfang deutet darauf hin, dass der Autor ab dieser Zeile einen neuen Gedanken beginnt.

Abkürzungsverzeichnis

Folgende Abkürzungen werden in den Fußnoten verwendet:

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Aor. Aorist

aram. aramäisch, im Aramäischen

AT A ltes Testament

atl. alttestamentlich bzw. beziehungsweise

d. h. d as heißt

d. i. d as ist

ca. circa eig. eigentlich

etc. et cetera

fem. Femininum, feminin

Fn. Fußnote

gr. griechisch, im Griechischen

hebr. hebräisch, im Hebräischen

i. S. v. i m Sinne von Imperf. Imperfekt

Kap. Kapitel

lat. lateinisch, im Lateinischen

LXX Septuaginta (»Die Übersetzung der Siebzig«)

mask. M askulinum, maskulin

M Mehrheitstext

NA Nestle­Aland

NT Neues Testament

ntl. neutestamentlich

neutr. Neutrum, sächlich

od. oder

Part. Partizip

Perf. Perfekt

Pl. Plural

Präs. Präsens

Sg. Singular

sog. sogenannte, ­r, ­s Übers. Übersetzung

V. Vers, Verse viell. vielleicht

vgl. vergleiche wörtl. wörtlich

z. B. zum Beispiel

Grammatikalisch-exegetische Begriffserklärungen

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Aorist

Eine Verbform, welche nicht die Zeitlage oder das Zeitverhältnis markiert, sondern die Art des Geschehens. Diese Art kann sein: effektiv, d. h. das Ziel bzw. die Absicht erreichend; z. B. erchomai (Präsens): »kommen« (im Sinn von: noch unterwegs sein); im Aorist (êlthon): »eintreffen«, »gelangen«, z. B. Mt 19,1: »brach er auf von Galiläa und gelangte in das Gebiet von Judäa«; od. Mt 9,38: »erbittet also vom Herrn der Ernte« (» er bitten« heißt: bitten und das Erbetene empfangen).

g nomisch: für zeitlose Wahrheiten, in festen Redewendungen oder Redensarten; z. B. Joh 15,6: »Wenn jemand nicht in mir bleibt (Aorist), wird er hinausgeworfen«.

i ngressiv: markiert den Anfangspunkt bzw. das Eintreten eines Geschehens oder Sachverhaltes; z. B. pisteuein (Präsens): »glauben«; pisteusai (Aorist): »gläubig werden«, »zum Glauben kommen«; z. B. Joh 4,53: »er wurde gläubig«.

komplexiv: ein über längere Zeit verlaufendes Geschehen wird als ein geschlossenes ganzes aufgefasst; z. B. Mt 4,1: »um versucht zu werden« bezieht sich auf die ganzen 40 Tage der mannigfaltigen Versuchungen Jesu.

Elativ die höchste Steigerungsform wie der Superlativ: der Höchste; das Schönste.

Futurum

lat. für Zukunft.

modales Futurum: drückt ein Wollen, Sollen oder Müssen aus; z. B.

Mt 8,19: »Lehrer, ich will dir folgen«.

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Imperativ

Befehlsform

Imperfekt eine Verbform, welche nicht die Zeitlage oder das Zeitverhältnis markiert, sondern die Art des Geschehens. Diese Art kann sein: durativ: für die Dauer, den Verlauf eines Geschehens; z. B. Mt 3,5: »Darauf gingen nach und nach zu ihm hinaus […]«.

h abituell, d. h. gewohnheitsmäßig; z. B. Mt 6,46: »die euch stets lieben«.

iterativ: wiederholt; z. B. Mt 27,30: »und schlugen ihn wiederholt aufs Haupt«.

konativ: drückt die Absicht aus bzw. den Versuch, etwas zu tun; z. B.

Mt 27,48: »und wollte ihm zu trinken geben«.

Infinitiv

Grundform des Verbs

Koine wörtl. die Gemeine, nämlich Sprache, entstanden aus den zwei Hauptdialekten des klassischen Griechischen (Attisch und Jonisch), die seit dem 4. Jahrhundert vor Christus in allen Ländern des Mittelmeerraumes verwendet wurde.

Komparativ / Superlativ

Die Steigerungsformen des Adjektivs: »groß« (Positiv), »größer« (Komparativ), »am größten« (Superlativ).

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Perfekt

Es ist resultativ, d. h. es markiert das Ergebnis eines Geschehens und hat dann Präsensbedeutung; z. B. Joh 3,18: »ist schon gerichtet (Perf.)«, wörtl. »ist gerichtet worden und ist daher gerichtet«; Jak 1,6: »der Zweifelnde gleicht (Perf.) einer Meereswoge«.

Partizip

Entsprechend dem Deutschen »sehend, tragend, arbeitend« etc. Im Gr. kann das Partizip im Präsens, Aorist, Perfekt und Futurum gebildet werden. Das Partizip markiert aber nicht Zeitstufen oder Zeitlagen (Ausnahme: Partizip Futurum), sondern – wie auch die konjugierten Verben – den

Aspekt. Dabei kann das Partizip folgende Funktionen haben:

fi nal, d. h. eine Absicht ausdrückend; z. B. Mt 19,3: »um ihn auf die Probe zu stellen«.

konditional, d. h. eine Bedingung ausdrückend: z. B. Mt 21,22: »wenn ihr Glauben habt«.

modal, d. h. die Art und Weise od. einen Begleitumstand ausdrückend; z. B. Mt 2,2: »wobei sie sagten«.

konzessiv, d. h. einräumend sein; z. B. Mt 7,11: »obwohl ihr böse seid«.

temporal, d. h. ein Zeitverhältnis ausdrückend (vorzeitig, gleichzeitig oder nachzeitig); z. B. Mt 8,1: »Als er vom Berg herabstieg«.

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Ein Logbuch für deine

Notizen

Dieses Logbuch dient dazu, den Gedankengang des biblischen Autors zu erforschen und nachzuvollziehen. Nutze den Platz zwischen den Zeilen und am Seitenrand, um deine Textbeobachtungen festzuhalten.

Neben deinen Beobachtungen im Bibeltext sind auch Hintergrundinformationen sehr wichtig, um ein Bibelbuch zu verstehen. Jedes der biblischen Bücher wurde in einem bestimmten Kontext und aus einem bestimmten Anlass geschrieben. Schreibe dir hier im Laufe deines Studiums die wichtigsten Hintergrundinformationen zu diesem Bibelbuch auf, um den Bibeltext besser verstehen zu können.

Autor:

Empfänger:

Abfassungszeit:

Historisch-kultureller Kontext:

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Historische und theologische Themen:

Absicht und Zweck des Buches:

Die gute Botschaft nach Matthäus

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1Buch des Geschlechtsa Jesu, des Gesalb­

ten, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams.

2 Abraham zeugte Isaak; Isaak zeugte Jakob, Jakob zeugte Juda und seine Brüder;

3 Juda zeugte Phares und Zara von der Thamar; Phares zeugte Esrom, Esrom zeugte Aram, 4 Aram zeugte Aminadab, Aminadab zeugte Nahasson, Nahasson zeugte Salmon,

5 Salmon zeugte Boas von der Rahab; Boas zeugte Obed von der Ruth; Obed zeugte Isai,

6 Isai zeugte David, den König.

David zeugte Salomon von der, die Urias Frau gewesen; 7 Salomon zeugte Roboam, Roboam zeugte Abia, Abia zeugte Asa, 8 Asa zeugte Josaphat, Josaphat zeugte Joram,

a od. »Buch der Geburt«, »Buch der Abstammung«. biblos geneseōs ist eine direkte Übernahme des gr. Textes von 1Mo 5,1.

Joram zeugte Osia, 9 Osia zeugte Joatham,

Joatham zeugte Achas, Achas zeugte Ezekia,

10 Ezekia zeugte Manasse, Manasse zeugte

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Amon, Amon zeugte Josia, 11 Josia zeugte

Jechonia und seine Brüder um [die Zeit] der Deportationa nach Babylon.

12 Nach der Deportation nach Babylon

zeugte Jechonia Salathiel, Salathiel zeugte

Zorobabel, 13 Zorobabel zeugte Abiud, Abiud

zeugte Eliakim, Eliakim zeugte Asor, 14 Asor

zeugte Zadok, Zadok zeugte Achim, Achim

zeugte Eliud, 15 Eliud zeugte Eleasar, Elea­

sar zeugte Matthan, Matthan zeugte Jakob,

16 Jakob zeugte Joseph, den Mann der Maria, aus der Jesus geboren wurde, welcher der Gesalbte genannt wird.

17 Alle Geschlechter von Abraham bis auf David sind also vierzehn Geschlechter, und von David bis zur Deportation nach Babylon vierzehn Geschlechter, und von der Deporta­

a metoikesia, wörtl. »Umhausung«, d. h. Umsiedlung.

tion nach Babylon bis auf den Gesalbten vier­

zehn Geschlechter.

18 Die Geburt Jesu, des Gesalbten, war so:

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Als Maria, seine Mutter, dem Joseph verlobt wara, wurde sie, ehe sie zusammengekommen waren, als schwangerb erfunden vom Heiligen

Geist. 19 Joseph aber, ihr Mann, da er gerecht

warc, und sie nicht bloßstellend wolltee , beschloss er, sie heimlich zu entlassenf .

20 Während er diese Dinge überlegteg – Da!h

Ein Engel des Herrn erschien ihm im Traum und sagtei: Joseph, Sohn Davids, schrick nicht

[davor zurück]j, Maria, deine Frau, zu dir zu neh­

a Part. Aor. temporal.

b wörtl. »im Bauch habend«; man vgl. das Schwedische havande: »habend«, d. h. schwanger.

c wörtl: »gerecht seiend«, Part. Präs. kausal.

d deigmatizō; wörtl. »zum deigma [›Zeigestück‹] machen«.

e wörtl. »nicht wollend«, Part. Präs. kausal.

f apolyō; in Mt 5,31.32; 19,3.7.8.9 verwendet für die Ehescheidung.

g wörtl. »diese Dinge überlegend«, Part. Präs. temporal.

h idou; eig. »Schau!«, also ein Verb, wird aber verwendet als eine nicht konjugierte Partikel, welche die Aufmerksamkeit auf das darauf Folgende lenkt. Mit idou übersetzte die LXX stets das hebr. hinnēh mit der Grundbedeutung: »hier«; traditionelle Übersetzung des gr. idou: »Siehe!«; oft besser zu übersetzen mit »Da!«, »Schau!«, »Seht!« u. ä.

i wörtl. »sagend«; Part. Präs. modal.

j Der ingressive Aor. von phobeomai [»sich fürchten«] hält hier den Moment fest, an dem Furcht ihn befallen hatte.

men, denn das in ihr Gezeugte ist vom Heili­

gen Geist. 21 Und sie wird einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesusa gebenb , denn er wird sein Volk retten von ihren Sün­

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den. 22 Dies alles ist geschehen, damit erfüllt würde, was von dem Herrn durch den Propheten geredet wurde, als er sagtec:

23 »Siehe, die Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und man wirdd ihm

den Namen Emmanuel geben«, [Jes 7,14], was übersetzt ist: Gott mit uns. 24 Als Joseph vom Schlaf erwacht ware, tat er, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und er nahm seine

Frau zu sich. 25 Er hatte jedoch keinen ehelichen Umgang mit ihrf, bis sie ihren erstgebo­

renen Sohn geboren hatte; und er gab ihm den Namen Jesus.

a Kurzform des Namens Jehoschua [»Jahweh rettet«].

b wörtl. »du sollst seinen Namen Jesus rufen«.

c wörtl. »sagend«; Part. Präs. temporal.

d wörtl. »sie werden«. Im Gr. verwendet man den Pl. »sie« auch für »man«.

e Part. Aor. temporal.

f wörtl. »erkannte« (Imperf.), womit die Dauer ausgedrückt wird.

2Als Jesus in Bethlehem in Judäa gebo­

ren worden wara, in den Tagen des Königs Herodes – Seht! Weiseb kamen vom Aufgang [der Sonne]c nach Jerusalem, 2 wobei

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sie sagtend: Wo ist der [neu]geborene König der Juden? Denn wir haben seinen Stern beim Aufgehen gesehen, und wir sind angekom­

mene, um ihm zu huldigen.f 3 Als der König

Herodes das hörteg, wurde er bestürzth und ganz Jerusalem mit ihm. 4 Und er versam­

meltei alle Hohenpriester und Schriftgelehr­

ten des Volkes und erkundigte sich bei ihnen, wo der Gesalbte geboren werden sollte, 5 und

sie sagten ihm: In Bethlehem in Judäa. Denn so ist es geschrieben durch den Propheten:

6 »Und du, Bethlehem, Land Juda, bist keines-

a Part. Aor. temporal.

b magoi (Pl. magos), d. h. »Magier«; so hießen in Babylon die Gelehrten, die auch Sterndeuter waren.

c d. h. von Osten.

d Part. Präs. modal.

e Aor., d. h. das Eintreffen nach dem langen Reisen wird markiert.

f od. »anzubeten«.

g Part. Aor. temporal.

h od. »erschüttert« (Joh 11,33; 12,27), »in Unruhe gebracht«.

i Part. Aor. temporal.

wegs die geringste unter den Führern Judas; denn aus dir wird hervorkommen ein Führer, der meinem Volk Israel Hirte sein wird.« [Mi 5,1.3; vgl.

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2Sam 5,2; 1Chr 11,2]

7 Daraufhin, indem er die Weisen heimlich zu sich riefa, erkundete sich Herodes genau von ihnen die Zeit, wann der Stern erschienen war. 8 Und als er sie nach Bethlehem schickteb, sagte er: Zieht hin und forscht mit Sorgfalt nach dem Kind. Sobald ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hinkomme und ihm huldige. 9 Als sie den König gehört hattenc, zogen sie los. Und da! Der Stern, den sie beim Aufgehen gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er, angekommend, oben

über dem Ort stehen blieb, wo das Kind war.

10 Als sie den Stern sahene, freuten sie sich mit sehr großer Freude. 11 Und als sie ins Haus ein­

a Part. Aor. modal.

b Part. Aor. temporal.

c Part. Aor. temporal.

d Part. Aor. temporal; effektiver Aor. von erchomai [»kommen«].

e Part. Aor. temporal.

traten,a fanden sie das Kind mit Maria, seiner Mutter, und indem sie niederfielen,b beteten sie es an. Und sie taten ihre Schätze aufc und brachten ihm Gaben dar: Gold und Weihrauch und Myrrhe. 12 Und weil sie im Traum eine Weisung erhalten hatten,d nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, zogen siee auf einem anderen Weg zurück an ihren Ortf .

13 Als jene zurückgezogen wareng – Da!

Ein Engel des Herrn erscheint dem Joseph im Traum, wobei er sagteh: Steh auf,i nimm das Kind und seine Mutter mit dir und fliehe nach Ägypten, und sei dort, bis ich es dir sage; denn Herodes ist im Begriff, das Kind zu suchen, um es umzubringenj .

a Part. Aor. temporal.

b Part. Aor. modal.

c Part. Aor. temporal.

d Part. Aor. kausal; wörtl. »gewiesen« von chrēmatzizō [»eine Weisung geben«].

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e od. »entwichen sie« [anachōreō], wie in V. 13.14.22; 4,12; Joh 6,15.

f od. »Gegend«, »Landstrich«.

g Part. Aor. temporal.

h Part. Präs. modal; so auch V. 20.

i Part. Aor. temporal; wörtl. »aufstehend«. Das Partizip ist hier semantisch einem Imperativ gleich.

j od. »zugrunde zu richten«, »zu verderben«.

14 Da stand er aufa, nahm [noch] in der Nacht das Kind und seine Mutter zu sich und zog weg nach Ägypten. 15 Und er war dort bis zum Todb des Herodes, damit erfüllt würde, was von [dem] Herrn geredet wurde durch den Propheten, welcher sagt:c »Aus Ägypten rief ich meinen Sohn.« [Hos 11,1]

16 Darauf, einsehend,d dass er von den Weisen verspottete worden war, wurde Herodes sehr wütend. Und, indem er hinsandte,f ließ er alle Knaben beseitigen g, die in Bethlehem und in seiner ganzen Umgebung waren, vom Zweijährigen [an] und darunter, entsprechend der Zeit, die er von den Weisen genau erkundet hatte. 17 Damals wurde erfüllt, was durch den Propheten Jeremia geredet

a Part. Aor. temporal; so auch V. 20. b teleutē, eig. »Ende«; davon das Verb teleutaō [»sterben«] in V. 19; 9,18; 15,4.

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c Part. Präs. temporal; so auch V. 17.

d Part. Aor. temporal; so auch V. 21. e empaizō, wörtl. »zum Kind machen«, »als Kind behandeln«, d. h. wie mit einem Kind ein Spielchen treiben; wie in 20,19; 27,29.31.41; hier auch: »hintergangen«.

f Part. Aor. modal.

g wörtl. »er beseitigte«.

wurde, welcher sagt: 18 »Eine Stimme wurde

in Rama gehört, viel Weinen und Wehklagen:

Rahel beweint ihre Kinder, und sie wollte sich nicht trösten lassen, weil sie nicht mehr sind.«

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[Jer 31,15]

19 Als Herodes gestorben wara – Da! Ein

Engel des Herrn erscheint dem Joseph in Ägypten im Traum 20 wobei er sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter zu dir und zieh in das Land Israel; denn die nach dem Lebenb des Kindes trachteten, sind gestor­

ben. 21 Da stand er auf und nahm das Kind und seine Mutter zu sich und kam in das

Land Israel. 22 Als er aber hörte,c Archelaus sei König über Judäa anstelle seines Vaters Herodes, befiel ihn Angstd, dorthin zu gehen. Als er im Traum eine Weisung erhielt,e zog er weg

in das Gebietf von Galiläa. 23 Und [dort] ange­

a Part. Aor. temporal.

b wörtl. »Seele«.

c Part. Aor. temporal.

d Ingressiver Aor., wie in 1,20.

e Part. Aor. temporal.

f wörtl. »in die Teile«.

kommen,a ließ er sich nieder in einer Stadt, genannt Nazareth, damit erfüllt würde, was durch die Propheten geredet wurde: Er wird Nazarener genannt werden.

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3In jenen Tagen kommt Johannes der Täufer, indem er in der Wüste von Judäa verkündet 2 und sagt:b Tut Buße, denn die Königsherrschaftc der Himmel ist nahe gekommen. 3 Denn dieser ist es, der durch Jesaja, den Propheten, angekündigt wurde, indem er sagte:d »Stimme eines Rufenden in der

Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht gerade seine Pfade.« [Jes 40,3] 4 Er, Johannes, hatte ein

Kleide aus Kamelhaar und einen ledernen

Gürtel um seine Hüfte; seine Speise war Heuschrecken und wilder Honig. 5 Darauf gingen [nach und nach] zu ihm hinaus Jerusalem und ganz Judäa und das ganze Umland des Jordan;

a Part. Aor. temporal.

b wörtl. »verkündigend und sagend«; Part. Präs. modal. c basileia; auch »Königreich«, »Königtum«.

d Part. Präs. modal (od. temporal: »als er sagte«).

e wörtl. »Johannes hatte sein Kleid«, aber so sagt man auf Deutsch nicht.

6 und sie ließen sich von ihm im Jordanfluss taufen, unter Bekennen ihrer Sünden.a 7 Als er aber viele der Pharisäer und Sadduzäer zu seiner Taufe kommen sahb, sagte er zu ihnen:

Otternbrut! Wer hat euch zu verstehen gegebenc, ihr würdet dem bevorstehenden Zorn entrinnend? 8 Bringt also Frucht, der Buße würdig! 9 Und meint nicht, ihr [könntet] euch selbst sagen: Wir haben Abraham zum Vater.

Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken.

10 Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt: Jeder Baum, der nicht gutee Frucht bringt, wird also abgehauen und ins Feuer geworfen.

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a wörtl. »ihre Sünden bekennend«; Part. Präs. modal.

b Part. Aor. temporal.

c hypodeiknymi; »unter der Hand zeigen«, »andeuten«; od. ganz allgemein »zeigen«; wie in Lk 6,47; 12,5; Apg 9,16; 20,35.

d der Aor. von pheugō [»fliehen«] bezeichnet hier das erfolgreiche Fliehen, also »davonkommen«, »entrinnen« (wie in Heb 11,34: »der Schneide des Schwertes entrinnen«, »entkommen«). »fliehen« ergäbe einen ganz falschen Sinn, denn die Aufforderung, vor Gottes Zorn zu fliehen, gilt für alle.

e kalos; auch »schön«, »trefflich«, »edel«.

11 Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der nach mir Kommende ist aber stärker als ich. Dessen Sandalen zu tragen, bin ich nicht gut genuga. Der wird euch mit Heiligem

Geist und Feuer taufen. 12 In seiner Hand ist die Worfschaufel, und er wird seine Tenne durchsäubernb und seinen Weizen in die Scheune sammeln. Die Spreu hingegen wird er verbrennen mit unlöschbarem Feuer.

13 Dann kommt Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. 14 Aber Johannes wollte ihn hindernc, indem er sagted: Ich habe nötig, von dir getauft zu werden, und du kommst zu mir? 15 Doch Jesus antwortete ihm: Lass es jetzt zu! Denn so ziemt es sich für uns, alle

Gerechtigkeit zu erfüllen. Da lässt er [es] ihm

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a hikanos; »hinlänglich«, »genug« wie in 28,12; 2Kor 2,16 und damit fähig (vgl. 2Tim 2,2).

b vgl. Jes 4,4; 14,23.

c diekōlyen; ein konatives Imperf., d. h. es drückt den Versuch bzw. die Absicht aus (vgl. Gal 1,13; Joh 6,17).

d Part. Präs. modal.

zu. 16 Getauft worden,a stieg Jesus sogleich aus dem Wasser herauf. Und seht! Die Himmel wurden ihm aufgetan, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabsteigenb und auf ihn kommen. 17 Und da! Eine Stimme aus den Himmeln sagtc: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.d

4

Darauf wurde Jesus vom Geist hinauf­

geführt in die Wüste, um vom Teufel versucht zu werden. 2 Und als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hattee, hungerte ihn zuletzt.

3 Und zu ihm hintretendf, sagte der Versu­

cher zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, sag, dass diese Steine Brote werden sollen. Doch

er antwortete: 4 Es ist geschrieben: »Nicht von

a Part. Aor. temporal.

b Ein Wortspiel: in V. 16a: anabainō [»heraufsteigen«]; in V. 16b: katabainō [»herabsteigen«].

c wörtl. »sagend«.

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d Aor. von eudokeō für eine zeitlos gültige Wahrheit; zu vergleichen mit Jes 42,1, wo das hebr. Perfekt rātzətāh steht, das dort (wie im Hebr. regelmäßig bei Verben des Sagens und Denkens in direkter Rede) ebenfalls zeitlos ist: »Meine Seele hat Wohlgefallen.«

e Part. Aor. temporal.

f Part. Aor. temporal.

Brot allein soll der Mensch lebena, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgehtb.« [5Mo 8,3]

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5 Dann nimmt der Teufel ihn mit in die heilige Stadt, und er stellte ihn auf die Zinne der Tempelanlage,c 6 und er sagt zu ihm:

Wenn du Gottes d Sohn bist, wirf dich hinab; denn es ist geschrieben: »Er wird seinen Engeln

deinetwegen befehlen, und sie werden dich auf Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht etwa an einen Stein stoßest.« [Ps 91,11.12] 7 Jesus sagte zu ihm: Wiederum ist geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.«

[5Mo 6,16]

8 Wieder nimmt der Teufel ihn mit auf einen sehr hohen Berg und er zeigt ihm alle

Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit; 9 und er sagte zu ihm: Dies alles will ich dir geben,

a Das Futurum ist hier im modalen Sinn zu verstehen; so auch in V. 7.10.

b ekporeuomai; das gleiche Wort wie in Lk 4,22.

c hieron; der ganze Tempelkomplex, im Gegensatz zum naos, dem eigentlichen Heiligtum.

d durch die Wortstellung betont.

wenn du, indem du niederfällsta, mich anbe­

test. 10 Dann sagt Jesus zu ihm: Hinwegb , Satan! Denn es ist geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienenc.« [5Mo 6,13] 11 Dann lässt der Teufel von ihm ab. Und da! Engel traten heran und dienten ihm.

12 Als er hörted, dass Johannes ausgeliefert worden war, zog er sich zurück nach Galiläa.

13 Und er verließe Nazareth und kamf und ließ sich nieder in Kapernaum, [das] am Seeg [liegt],

in den Gebietenh von Sebulon und Naphtali,

14 damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja gesagt wurdei, indem er sagte:j

15 »Land Sebulon und Land Naphtali, Weg des

a Part. Aor. modal.

b wörtl. »geh weg!«.

c latreuō; meint im NT stets »Gott dienen« (vgl. Lk 1,74; 2,37; Apg 7,7; Röm 1,9; nur eine Ausnahme: Heb 8,5).

d Part. Aor. temporal.

e Part. Aor. temporal.

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f Part. Aor. temporal.

g eig. »Meer«; große Seen wurden als Meer bezeichnet; so auch im Folgenden.

h wörtl. »in den Grenzen«.

i to rhēthen [»das Gesagte«] ist ein Passivum divinum (göttliches Passiv); vgl. 1,22.

j Part. Präs. modal (od. temporal: »als er sagte«).

Sees, jenseits des Jordan, Galiläa der Heiden:

16 Das Volk, das in Finsternis sitzt, sah ein großes Licht, und denen, die im Land und Schatten des Todes sitzen, ging Licht auf.« [Jes 8,23; 9,1]

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17 Von da an begann Jesus zu verkünden und zu sagen: Tut Buße, denn die Königsherrschaft der Himmel ist nahe gekommen.

18 Am See von Galiläa entlanggehend,a sah er zwei Brüder: Simon, den man Petrus nennt, und Andreas, seinen Bruder, wie sie ein Wurfnetz in den See warfen, denn sie waren Fischer. 19 Und er sagt zu ihnen: Kommt herb , mir nach! Und ich werde euch zu Menschenfischern machen. 20 Sogleich die Netze verlassend,c traten sied in seine Nachfolge. 21 Und als er von dort weiterging, sah er zwei andere Brüder: Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, im Boot mit ihrem

a Part. Präs. temporal.

b deute; die gleiche Aufforderung wie in 11,28.

c Part. Aor. temporal.

d so, wenn man den Aor. ingressiv auffasst; auch komplexiv möglich (die gesamte Zeit der Nachfolge zusammenfassend).

Vater Zebedäus, wie sie ihre Netze instand setzten. Und er rief sie. 22 Sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten ihm.

23 Und er zog umher in ganz Galiläa, wobei er in ihren Synagogen lehrte und die gute Botschaft von der Königsherrschaft verkündete und jede Krankheit und jede Schwachheita im Volk heilteb .

24 Und sein Ruf ging aus in ganz Syrien; und sie brachten zu ihm alle, denen es übel ging durch mancherlei Krankheiten, und von Qualen Gedrückte und von Dämonen Befallenec und Mondsüchtige und Gelähmte; und er heilte sie. 25 Und es folgten ihmd große Mengen von Galiläa und [der] Dekapolise und Jerusalem und Judäa und [von] jenseits des Jordan.

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a malakia; »Weichheit«, »Schlaffheit« (nur noch belegt in Mt 9,35; 10,1); von malakos; »weich«, »weichlich« (Mt 11,8; 1Kor 6,9).

b Part. Präs. modal; wörtl. »lehrend«, »predigend«, »heilend«.

c daimonizomenoi; wörtl. »Dämonisierte«.

d komplexiver Aor., der die ganze Zeit, in der große Mengen ihm folgten, zusammenfasst.

e gr. für »Zehnstädtegebiet«; so hieß eine Region östlich des Jordans.

Als er die Volksmengen saha, stieg er auf den Berg, und als er sich setzteb, traten seine Jünger zu ihm. 2 Und er tat seinen Mund aufc, lehrte sie und sagte:

3 Glückselig die dem Geist nach Armen, denn ihnen gehört die Königsherrschaft der Himmel.

4 Glückselig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden.

5 Glückselig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben.

6 Glückselig die nach Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden, denn sie werden gesättigt werden.

7 Glückselig die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erfahren.

8 Glückselig die im Herzen Reinen, denn sie werden Gott schauen.

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a Part. Aor. temporal.

b Part. Aor. temporal; Die Lehrer setzten sich stets zum Lehren (weshalb man heute noch sagt, jemand habe einen Lehrstuhl inne).

c Part. Aor. temporal.

9 Glückselig die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heißen.

10 Glückselig die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten, denn ihnen gehört die Königsherrschaft der Himmel.

11 Glückselig seid ihr, wenn sie euch beschimpfena und verfolgen und lügnerischb alles Böse gegen euch reden um meinetwil­

len. 12 Freut euch und frohlockt, denn euer Lohn ist groß in den Himmeln; denn ebenso verfolgten sie die Propheten, die vor euch waren.

13 Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz stumpfc geworden ist,d womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichtse mehr, als hinausgeworfenf und von den Menschen zertreten zu werden.

14 Ihr seid das Licht der Welt; eine Stadt,

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a od. »schmähen« (wie in 27,44), »schelten« (wie in 11,20).

b wörtl. »lügend«; Part. Präs. modal.

c wörtl. »töricht«, »witzlos«, »ohne Schärfe«.

d gemeint ist wohl: wenn es sich als stumpf herausstellt.

e wörtl. »es hat Kraft zu nichts«.

f Part. Aor. modal.

die oben auf einem Berg liegt, kann sich nicht verbergen. 15 Man zündet auch nicht eine Lampe an und setzt sie unter den Scheffela , sondern auf den Leuchter, und sie leuchtet allen, die im Haus sind. 16 Ebenso soll euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.

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17 Denkt nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. 18 Denn in Wahrheitb sage ich euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. 19 Wer also irgendeines dieser geringsten Gebote auflöst und die Menschen so lehrt, wird der Geringste heißen in der Königsherrschaft der Himmel; wer sie aber tut und lehrt,

a modios; ein Getreidemaß von knapp 9 Litern. b amen

der wird der Größtea heißen in der Königsherrschaft der Himmel.

20 Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht übersteigtb, werdet ihr keineswegs in die Königsherrschaft der Himmel eingehen.

21 Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt wurde: Du sollst nicht tötenc; wer aber irgend tötet, istd dem Gericht verfallene . 22 Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder zürnt, ist dem Gericht verfallen; und wer irgend zu seinem Bruder sagt: Raka!f, ist dem Hohen Rat verfallen; und wer irgend sagt: [Du] Tor!, ist der Feuerhölleg verfallen. 23 Wenn du also deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, dass dein Bruder etwas gegen dich

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a megas; »groß«; hier steht die Grundform für den Superlativ (vgl. 22,36), daran ersichtlich, dass es das Gegenüber bildet zur »der Geringste«.

b perisseuō; wörtl. »im größeren Überfluss vorhanden ist«.

c od. »morden«.

d wörtl. »wird sein«.

e d h. er wird sich vor dem Gericht verantworten müssen.

f Aram.; wörtl. »Hohlkopf«.

g od. »feurige Hölle«; wörtl. »Hölle des Feuers«.

hat, 24 lass deine Gabe dort vor dem Altar und geh zuvor hin, versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komma und bring deine Gabe dar. 25 Sei deinem Widersacherb bald wohlgesinnt, solange du mit ihm auf dem Weg bist, damit der Widersacher dich nicht dem Richter überliefere, und der Richter dem Gerichtsdiener, und du ins Gefängnis geworfen werdest. 26 In Wahrheit sage ich dir: Du wirst von dort keinesfalls herauskommen, bis du auch den letzten Pfennigc bezahlt hast.

27 Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: Du sollst nicht ehebrechen. 28 Ich aber sage euch:

Jeder, der eine Frau ansieht, um sie zu begehren, hat schon Ehebruch mit ihr begangen in seinem Herzen. 29 Wenn dein rechtes Auge dir zum Anstoß [zur Sünde] wird, reiß es aus und wirf es von dir, denn es ist dir nütze, dass

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a Part. Aor. modal; wörtl. »kommend« (d. h. indem du kommst), wobei das Partizip hier – wie so oft in entsprechendem Satzgefüge – die Funktion eines Imperativs hat. b antidikos; hier: »Prozessgegner«.

c Quadrans (lat.); die kleinste römische Münze.

eines deiner Glieder umkomme und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen werde.

30 Und wenn deine rechte Hand dir zum Anstoß [zur Sünde] wird, hau sie ab und wirf sie von dir, denn es ist dir nütze, dass eines deiner Glieder umkommt und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.

31 [Zu den Alten] wurde gesagt:a Wer irgend seine Frau entlässt, gebe ihr einen Scheidebrief. 32 Ich aber sage euch: Jeder, der seine Frau entlässt, außer aufgrund von Hurereib , [macht, dass mit ihr Ehebruch begangen wird]c; und wer irgend eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.

33 Wiederum habt ihr gehört, dass zu den

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Alten gesagt wurde: Du sollst nicht falsche Eide leisten! Du sollst dem Herrn deine Eide erfüllen! 34 Ich aber sage euch: Überhaupt nicht schwören! Weder beim Himmel, denn

a vgl. 5Mo 24,1.

b porneia; kann man jeweils auch mit »Unzucht« übersetzen.

c M : »macht, dass sie die Ehe bricht«.

er ist Gottes Thron, 35 noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße, noch bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs. 36 Noch sollst du bei deinem Kopf schwören, denn du vermagst nicht, ein Haar weiß oder schwarz zu machen. 37 Eure Rede sei: »Ja« – [ein] Ja, »Nein« – [ein] Nein. Was darüber hinaus [geht], ist aus dem Bösen.

38 Ihr habt gehört, dass gesagt wurde:

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»Auge um Auge, und Zahn um Zahn.« [2Mo 21,24; 3Mo 24,20] 39 Ich aber sage euch: Dem Bösen nicht widerstehen! Sondern jedem, der dich auf deine rechte Backe schlägt, dem kehre auch die andere zu. 40 Und wer mit dir einen Rechtsstreit führen und dein Hemd nehmen will, dem lass auch den Mantel. 41 Und jeder, der dich nötigt, eine Meilea zu gehen, mit dem geh zwei. 42 Dem, der dich bittet, gib, und von dem, der von dir borgen will, wende dich nicht ab!

a milion; ein Längenmaß, bestehend aus acht Stadien; 1478 m.

EsraBibel (ESB)

Die gute Botschaft nach Matthäus Logbuch

1. Auflage 2024

ISBN (EBTC): 978­3­96957­231­3

ISBN (CLV): 978­3­86699­858­2 (Artikel­Nr. 256858)

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Satz & Umschlag: Johannes Heckl, Alexander Benner Druck und Bindung: ARKA, Cieszyn (Polen)

Übersetzer der ESB: Benedikt Peters ESB ­Textstand: 2024­ 03

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