Kerstin Hack
Vater unser Impulse, einfach zu beten
www.impulshefte.de
Kerstin Hack: Vater unser – Impulse, einfach zu beten Impulsheft Nr. 40 © 2010 Down to Earth Laubacher Str. 16 II 14197 Berlin
·
·
Gestaltung: www.michaelzimmermann.com Fotos: photocase.com | sxc.hu (1) | istockphoto.com (2, 9, 19) Druck: flyeralarm GmbH, Printed in Germany Lektorat: Esther Sommerfeld ISBN 978-3-935992-78-7 Bibeltexte sind der Übersetzung »Hoffnung für Alle« (Brunnen Verlag) oder der Luther-Bibel 1984 entnommen und z. T. gekürzt. Bestell-Adresse Down to Earth bei Chrismedia Robert-Bosch-Str. 10 35460 Staufenberg
Tel: 06406 - 8346 0 Fax: 06406 - 8346 125 E-Mail: dte@chrismedia24.de
Mehr von Kerstin Hack und weitere Impulshefte gibt es unter www.down-to-earth.de und www.impulshefte.de
Vater unser –
Impulse, einfach zu beten
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe – wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gibt uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit. In Ewigkeit. Amen
3
Du, ich und wir – das Vaterunser Das Gebet, das wir als »Vaterunser« bezeichnen, gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Gebeten der Menschheit. Jede Woche wird es in Millionen von Kirchen gebetet, aber auch in Privathäusern, Schulen, Krankenhäusern – auf Friedhöfen ebenso wie bei Hochzeiten. Es ist ein Gebet, das Jesus formuliert hat, als seine Jünger ihn baten, ihnen beizubringen, wie man betet. Sie kannten die traditionellen jüdischen Gebete, aber der vertraute Umgang, den Jesus mit Gott hatte, schien über diese Form der Kommunikation mit Gott hinauszugehen. Jesus hat dieses Gebet nicht komplett neu erfunden. Es lehnt sich an Gebete an, die regelmäßig in den Synagogen gebetet wurden. Diese beinhalteten neben allgemeinen Bitten auch spezifische Bitten für das jüdische Volk. Jesus greift einige dieser Bitten auf und stellt sie neu zusammen. Allerdings formuliert er das Vaterunser so offen, dass es Menschen aller Kulturen einlädt, mitzubeten. 4
Du Der erste Teil des Vaterunsers hat Gott im Blick. »Geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe.« Jesus bringt damit zum Ausdruck: Beim Beten geht es nicht in erster Linie um uns. Es geht zuerst um Gott. Es ist gut, ihn in den Blick zu bekommen und sich auf das auszurichten, was er auf dieser Welt bewirken möchte.
Wir Im zweiten Teil geht es dann um die persönlichen Bitten, die jedoch nicht in Ich-Form formuliert sind, sondern in der Wir-Form. Jesus bringt damit zum Ausdruck: Deine ganz persönlichen, praktischen und konkreten Anliegen sind für Gott genauso wichtig wie seine eigenen, großen, weltumfassenden Anliegen. Und: Es geht nicht nur um dich. Beziehe in dein Gebet auch andere Menschen und ihr Wohlergehen ein. 5
Dein Reich komme
3
Das Reich Gottes ist Gerechtigkeit und Friede und Freude. —Paulus, Römerbrief 14, 17 Mit »Reich« bezeichnen wir das Territorium, in dem ein Herrscher Einfluss hat. Wenn wir für das Kommen des Reiches Gottes beten, heißt das, wir wünschen uns, dass Gottes guter Einfluss sich weiter ausbreitet. Jesus macht immer wieder deutlich: Gottes Reich ist einerseits schon da – Gott selbst ist in Jesus zu uns gekommen. Damit ist das Reich Gottes »mitten unter uns«. Andererseits ist Gottes Herrschaft noch nicht für alle Menschen sichtbar und erlebbar. Gottes Reich ist da – aber es ist auch noch im Werden. Es ist nah und gleichzeitig noch fern. Es ist für uns schon erkennbar – gleichzeitig können wir noch kaum erahnen, wie es aussehen wird, wenn es sich auf dieser Welt noch viel umfassender ausgebreitet hat. Dafür beten wir. 16
Die Ausbreitung von Gottes Reich Manche Christen haben vor allem das zukünftige Reich Gottes im Blick. Andere betonen, wie wichtig es ist, Menschen in die Nachfolge von Jesus zu rufen und in seine Gemeinde zu integrieren. Wieder anderen ist es wichtig, dass Gottes gute Prinzipien auch in unseren politischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen sichtbar werden. Sie alle haben Recht – in diesen verschiedenen Bereichen möchte Gott sein Reich ausbreiten – in uns persönlich, in unserer Gemeinschaft, Gesellschaft und in einem künftigen Reich. Vater, danke, dass du deine Macht und deinen Einfluss nutzt, um Menschen Gerechtigkeit, Frieden und Freude zu schenken. Ich bitte dich: Lass immer mehr Menschen unter deinen guten Einfluss kommen und dich erleben. Herr, lass dein Reich kommen. 17
Unser tägliches Brot gibt uns heute
5
Wenn du zwei Münzen hast, so kaufe mit einer Münze Brot, mit der anderen aber eine Hyazinthe für die Seele! —Indische Weisheit Die Furcht davor, nicht versorgt zu werden, gehört zu den Grundängsten des Menschen. »Was ist, wenn ...« fragen sich Menschen sowohl in den armen als auch in den reichen Regionen der Erde. Dies ist die erste der »Wir-Bitten« im Vaterunser – also Bitten, die unsere Bedürfnisse im Zentrum haben. Diese erste »Wir-Bitte« erinnert uns daran, dass nicht alles von uns abhängt, sondern Gott für uns sorgen will. Man könnte sie auch wie folgt übersetzten: »Gib uns heute – und weiterhin – ausreichend Brot.« Sich täglich neu an Gott zu erinnern, der uns jeden Tag neu versorgt, löst von der lähmenden Angst und gibt auch die Kraft, den eigenen Anteil an der Versorgung zu leisten. 20
Die Bitte ist bescheiden formuliert – es geht nicht um Kuchen oder Luxus, sondern um das existentiell Notwendige. Dennoch ist sie im Blick auf Gottes gutes Wesen nicht begrenzt. Einem guten Vater kann man vertrauen, dass er Lebensnotwendiges und darüber hinaus auch Lebenserfreuliches gibt. Diese Bitte ist, wie auch die folgenden, im Plural formuliert. Es heißt nicht: »Gib mir heute und weiterhin mein Brot«, sondern »Gib uns ...« Wer so betet, hat auch die anderen im Blick, Menschen, denen es vielleicht nicht so gut geht und die unsere Unterstützung brauchen könnten. Vater, danke, dass du uns mit dem versorgen willst, was wir zum Leben brauchen. Hilf uns von unnötigen Sorgen frei zu werden und dir zu vertrauen. Hilf uns, auch ärmere Menschen im Blick zu haben und mit ihnen zu teilen. 21
Das will ich mir merken Das hat mich besonders angesprochen:
Das will ich mir merken:
Hierauf will ich in meinem Gebet mehr achten:
Hinweis: Sehr inspiriert beim Schreiben hat mich das Buch von Kenneth Bailey: Jesus Through Middle Eastern Eyes. 30
Gleich bestellen unter www.down-to-earth.de
Jack Winter
Heimkommen zu Gottes Vaterliebe,
188 Seiten
Gottes Liebe erleben. Gott als Vater erfahren und verändert werden. Im Vertrauen zu ihm wachsen. Ein Buch, das berührt und verändert. Buch ................................................................ 12,80 €
Kerstin Hack
Namen Gottes Impulse für die Begegnung mit einem vielseitigen Gott, 32 Seiten Gottes Namen helfen uns, ihn und sein Wesen besser kennenzulernen. Dieses Impulsheft lädt zu einer spannenden Entdeckungsreise ein. Impulsheft ........................................................ 2,00 €
Kerstin Hack
Kreativ beten Impulse für die Begegnung mit einem lebendigen Gott, 32 Seiten Inspiration für kreative und vielseitige Begegnung mit Gott. Mit Impulsen von Kerstin Hack und der 24-7 PRAYER Bewegung. Impulsheft ........................................................ 2,00 €
31
Vater unser Vater unser im Himmel ... Vielen Menschen sind die Worte dieses bekannten Gebets vertraut, doch was genau ist damit eigentlich gemeint? Dieses Impulsheft gibt Anregungen, das Vaterunser neu und tiefer zu verstehen. Es ermutigt dazu, selbst das Gespräch mit Gott zu wagen – mit den Worten des Vaterunser oder auch selbst formulierten Gebeten. Ideal für alle, die mit Gott kommunizieren möchten.