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BILDNACHWEIS Titelbild links: Reuters, rechts Elke Schulte Seite 8: idea/Börner Seiten 13, 41: AP Photo Seiten 25, 33: dpa Seite 28, 39, 95, 103, 104, 109, 110, 111, 114, 117: idea Seite 30, 115: ideaGrafik Seite 72: CVDillenburg Seite 119: Reuters

INHALT Vorwort von Peter Hahne.................................... 7 Einführung ........................................................... 9 Schock in Madrid ............................................... 12 Entsetzen und Abscheu über Beslan ................. 15 Chronlogie des Terrors ...................................... 18

IMPRESSUM idea-Dokumentation 2/2005 Hartmut Jaeger/Joachim Pletsch (Hrsg.) Terrorismus Hintergründe, Fakten, Berichte ISBN 3-89436-432-7 © Copyright 2005 Koproduktion: Christliche Verlagsgesellschaft, Dillenburg www.cv-dillenburg.de idea e.V. – Evangelische Nachrichtenagentur, Wetzlar Gesamtgestaltung, Satz, Einband: dc agentur, Tel. 06471-5169066, info@dcagentur.de Druck: Ebner & Spiegel, Ulm Printed in Germany

Wann kommt der Terror auch zu uns? .............. 22 Deutschland: Aufruf zum Krieg gegen „Ungläubige“.......................................... 24 Sympathien für Terror auch in Deutschland ..... 26 Islamisches Terrornetz macht Jagd auf Missionare ................................ 28 Nicht länger den Islamismus in Deutschland verharmlosen................................ 31 Fakten und Hintergründe zum Terrorismus ...... 36 Ein Attentat für Allah ......................................... 38

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Wehrlose Geisel wollte Missionar werden ........ 41 Lexikon des Terrors ............................................ 44

VORWORT von Peter Hahne

Gewalt im Islam ................................................. 54 Islamistische Terrorgruppen .............................. 73 Kopfgeld als Waffe gegen Terroristen............... 78 Gibt es ein Mittel gegen den Terrorismus?....... 81 Komplizen des Terrors ....................................... 86 Der Terrorist in uns ............................................ 90 „Insel der Seligkeit“ oder: Das Paradies auf Erden - können wir es finden?..................... 96 Wege aus dem Terrorismus ............................. 100 Ein Jahr in Geiselhaft ....................................... 102 Wenn Terroristen Christen werden ................. 111 Israel: Selbstmordattentäter gab nach Begegnung mit Christen auf .................. 118 Der verpasste Flug ........................................... 120

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VON ECHTER TOLERANZ UND ÄCHTUNG DES TERRORISMUS Neue Nachrichten erschüttern das Land. Selten sah man unsere Politiker so ratlos und ohnmächtig, so persönlich erschüttert und nachhaltig verunsichert. Unsere Welt ist eine andere geworden. Nichts ist mehr, wie es war. Der Traum von der absoluten Sicherheit ist ausgeträumt. Nichts ist mehr sicher, weder weiterer Fortschritt noch wachsender Wohlstand. Vor allem jedoch die Meinung, nach dem Kalten Krieg und dem Zusammenbruch des Kommunismus gäbe es keine Bedrohung mehr. Die größte Herausforderung unserer Tage ist der weltweite Terrorismus. Der Kampf gegen diese neue Geißel der Menschheit scheint aussichtslos, denn es ist ein Kampf gegen einen Feind ohne Gesicht, gegen fanatische Ideologie und fundamentalistische Religion. Kein Feind, der irgendwo in weiter Ferne sitzt. Der Terror rückt immer näher. Erst der 11. September 2001 mit über 3000 Toten in New York, der Super-Gau für die westliche Welt. Doch dann nahm der mörderische Islamismus Kurs auf Europa. Am 11. März 2004 das Bomben-Inferno von Madrid, mehr als 200 Opfer. Dann der brutale Mord an einem niederländischen Filmemacher und schließlich der Anschlagsplan auf den irakischen Ministerpräsidenten Ijad Allawi im Dezember 2004 in Berlin, der in allerletzter Minute vereitelt werden konnte. Die naive Multi-Kulti-Träumerei unserer oberflächlichen

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Spaßgesellschaft ist tiefsitzender Angst gewichen. Das gerede vom gleichen Gott, an den wir doch alle glauben, und von den Religionen, die doch allesamt nur das Gute und den Frieden wollen... Schluß mit lustig! Die große Kolalition der Ahnungslosen und Verharmloser ist an der nackten Realität jämmerlich gescheitert. Vor allem die christliche Kuschelgesellschaft, die ihren eigenen Glauben zur Belanglosigkeit pervertiert hat, ist herausgefordert. Information tut not! Feste Standpunkte sind gefragt! Nur so sind Ächtung des Terrorismus und echte Toleranz möglich. Es geht ja nicht nur um den militanten Terrorismus, sondern um dessen geistiges Gedankengut, um Wurzeln, Ursachen, Hintergründe. Dieses wichtige Buch will uns hellhörig und hellsichtig machen. Informationen und Nachrichten, die ihren Namen wirklich verdienen. Informationen, die uns in Form bringen, uns lebenstüchtig und widerstandsfähig machen. Und nachrichten, nach denen man sich richten kann.

Peter Hahne (Berlin) ist TV-Moderator und Bestsellerautor

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EINFÜHRUNG Seit dem 11. September 2001 ist das Bewusstsein für die weltweite Bedrohung durch den Terrorismus auch bis in die letzten Köpfe vorgedrungen und nicht mehr daraus getilgt worden. Unzählige Anschläge sind in dem eigentlich kurzen Zeitraum von damals bis heute durch die Medien dokumentiert und in nahezu jeden Haushalt katapultiert worden. Die Geißel des 3. Jahrtausends unserer Zeitrechnung hat uns fest im Griff und lässt uns nicht mehr los. Im Gegenteil, längst drängt sich die bange Frage auf, wann in einem deutschen Ballungszentrum die Bomben hochgehen werden. Sehr lange kann es wohl nicht mehr dauern, darüber kann man sich kaum noch Illusionen machen. Dem gegenüber steht eine andere brennende Frage, die man verzweifelt stellt: Kann dem Terror Einhalt geboten werden? Ist diese schreckliche Geißel ausrottbar? Auf der einen Seite hat die Weltmacht USA den Kampf gegen den Terror aufgenommen und verspricht nicht nachzugeben, bis der Terror besiegt ist. Auf der anderen Seite bemühen sich immer mehr Politiker durch einen mehr oder weniger offenen Rückzug von der Front gegen den Terror, Unheil von ihren Ländern abzuwehren. Den aufmerksamen Beobachter jedoch beschleicht das beklemmende Gefühl, dass dies bestenfalls nur einen kurzzeitigen Aufschub bewirkt, bevor der Terror dann doch nicht mehr nur vor der Tür steht, sondern brutal ins „eigene Haus“ einbricht. Der wachsende Terrorismus in der Welt fordert uns alle

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heraus. Er schürt Ängste, er lässt manch einen verzweifeln und er trifft immer mehr Menschen der westlichen Welt bis ins Mark, weil sie Opfer von Anschlägen werden, ob sie nun aus beruflichen Gründen an den Krisenherden zugegen sind oder als Touristen in die Nähe von Extremisten geraten. Doch dabei bleibt es nicht. Der 11. März 2004 in Madrid hat deutlich gemacht: Auch im eigenen Land wird man vor den grausamsten und brutalsten Anschlägen nicht mehr sicher sein. Mit beinahe jedem Anschlag werden bisher kaum vorstellbare neue Dimensionen des Schreckens und der Grausamkeit offenbar. So wie in Beslan, wo selbst Kinder ohne Gnade in den Tod gebombt und geschossen wurden. Man fragt sich mit Entsetzen, ob dies bei dem nächsten Anschlag wohl noch eine weitere Steigerung erfahren wird. Wie können Menschen zu so etwas fähig sein? Was geht in solchen Terroristen vor sich, die noch nicht einmal auf das eigene Leben Rücksicht nehmen? Was sind denn die Ursachen, dass sich dieses Übel so sehr ausgebreitet hat? Und noch unbegreiflicher: Wie können Menschen, die sich auf Gott berufen, solche Taten auch noch religiös begründen?! All das ist unfassbar - und verlangt doch nach Erklärung. Wir wollen verstehen, begreifen und dann möglichst wirksame Maßnahmen dagegen ergreifen. Zumindest wünschen wir uns, dass es solche Maßnahmen doch gäbe. Was wir aber in jedem Fall wollen, ist, unbehelligt zu bleiben, den Frieden zu finden und zu bewahren, für uns persönlich, aber vielleicht auch wieder für unsere Welt, in der wir leben. Wird das wohl möglich sein? Auf welchem Weg könnte man es erreichen? Mit diesem Ausblick und den dazu gestellten Fragen laden wir den Leser ein, den Ausführungen in dieser Dokumentation zu folgen. Er kann dadurch einen kleinen Einblick gewinnen in die Hintergründe und die Welt

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des Terrorismus; er kann Erfahrungen und Erkenntnissen auf die Spur kommen, die helfen, eine angstvolle Fixierung auf die Bedrohung durch den Terror zu überwinden. Und er kann durch Informationen, welche die Bibel uns anbietet, auch angesichts massiver Bedrohung inneren Frieden als reale Möglichkeit erfahren. Die Herausgeber Dillenburg, im Januar 2005

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SCHOCK IN MADRID Am Donnerstag, dem 11. März 2004, 3 Tage vor den Parlamentswahlen, explodieren in der spanischen Haupstadt Madrid zwischen 7:35 Uhr und 7:55 Uhr Ortszeit insgesamt 10 Sprengsätze in eng besetzten Vorortzügen. Von insgesamt 10 Explosionen ereignen sich 7 im zentralen Bahnhof der Hauptstadt Estacion de Atocha. Nach Angaben des spanischen Innenministeriums kommen 191 Menschen ums Leben, ca. 1500 werden verletzt. Der Regierunssprecher Eduardo Zaplana spricht von einem „Massaker“. Ein Rettungshelfer berichtet: „Auf den Bahnsteigen lagen überall Körper, Beine und Arme. Ich werde das niemals vergessen.“ Ein anderer Beobachter schildert: „Die Leute schrien und rannten, stießen zusammen, als wir wegliefen. Ich sah blutüberströmte Menschen, Menschen auf dem Boden.“ Viele der Opfer sind Kinder und Jugendliche auf dem Weg zur Schule oder Angestellte auf dem Weg zur Arbeit. Auf den Bürgersteigen am Bahnhof sitzen blutende und unter Schock stehende Verletzte mit zerissener Kleidung. Das gesamte Stadtzentrum von Madrid hallt von Sirenen wider, das Mobiltelefonnetz bricht zusammen. Die menschenverachtende Heimtücke der Täter wird an der Tatsache deutlich, dass drei weitere Bomben verzögert detonieren sollten, offenbar, um die schnell herbeieilenden Helfer und Einsatzkräfte zu treffen. Zu diesen Explosionen kommt es jedoch nicht. Die Sprengsätze können entfernt und kontrolliert gesprengt werden. Nur wenig mehr als 3 Wochen später, am 3. April 2004, sprengen sich der mutmaßliche Rädelführer und sechs

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weitere Terroristen bei einer Razzia der Polizei in einem Vorort von Madrid in die Luft. Unmittelbar nach den Anschlägen war die Urheberschaft der Anschläge zunächst Kreisen der ETA zugewiesen worden. Nach dem Eingehen von Bekennerschreiben, dem Auffinden eines Videos mit einer Erklärung, dass Al Kaida hinter den Anschlägen stecke, und zahlreicher weiterer Spuren, gilt aber schon bald als sicher, dass die brutalen Angriffe einem islamistischen Hintergrund zuzuordnen sind. Unter den 7 toten Terroristen können der mutmaßliche Rädelsführer Serhane Ben Abdelmajid und der Tatverdächtige Jamal Ahmidan identifiziert werden. Als unmittelbare weitere Folge des Attentats kommt es

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zu Demonstrationen (am 12. März mit über 11 Millionen Teilnehmern in ganz Spanien) zunächst gegen den Terrorismus, im Folgenden dann auch gegen die Informationspolitik der Regierung, die offenbar die Täterschaft der ETA stützen will, um wachsender Kritik an der spanischen Beteiligung am Irakeinsatz vorzubeugen. In der Folge kommt es zu einem überraschenden Ausgang der Parlamentswahlen. Es siegen nicht, wie in den Prognosen vorausgesagt, die Regierungspartei Partido Popular, sondern die Sozalisten (PSOE). Die Wahlbeteiligung liegt um 8 Prozentpunkte höher als bei den Wahlen 2002 bei 77 Prozent. Nach dem Anschlag von Lockerbie 1988 sind die Ereignisse in Madrid die bisher schwersten Anschläge mit den meisten Todesopfern in der Geschichte der Europäischen Union. Die Betroffenheit und das Mitgefühl in ganz Europa ist groß. Nach Bekanntwerden der Anschläge unterbricht das Europäische Parlament seine Plenarsitzung mit einer Schweigeminute. Der Präsident des Europaparlaments, Pat Cox, spricht vom bislang „schlimmsten Akt des Terrors in einem Mitgliedstaat der EU“ und von einer „Kriegserklärung gegen die Demokratie“. Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland verurteilt den Terroranschlag aufs Schärfste. Der Bundespräsident Rau spricht dem spanischen Volk im Namen der Deutschen seine Anteilnahme aus. Von einer neuen „Qualität“ des Terrors wird gesprochen. Quellen: Wikipedia, die freie Enzyklopädie, http://de.wikipedia.org und www.n24.de

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ENTSETZEN UND ABSCHEU ÜBER BESLAN Am 1. September 2004 ist Einschulungstag der Grundschulen in Nordossetien. Viele Familien sind mit Männern und Frauen dabei, um die Zeremonie in den Schulen mitzuerleben. So auch in Beslan an diesem Morgen des ersten Schultages. Plötzlich stürmen gegen 9.30 Uhr etwa 30 bewaffnete Männer und Frauen (so genannte „Schwarze Witwen“) die Mittelschule, die von Schülern im Alter von 7 bis 18 Jahren besucht wird. Wahrscheinlich halten sich zu diesem Zeitpunkt ca. 1.500 Menschen dort auf. Die Angreifer sind maskiert und mit Waffen und Sprengstoff ausgerüstet. Später wird sich herausstellen, dass sie bereits vorher, als Bauarbeiter getarnt, bei der Schulrenovierung Waffen und Sprengstoff im Schulgebäude versteckt haben. Die Terroristen nehmen so viele Menschen wie möglich als Geiseln und pferchen sie in der Turnhalle zusammen. Sämtliche Eingänge und die Turnhalle selbst werden vermint. Bereits bei dem ersten Angriff kommen zahlreiche Menschen ums Leben, drei Tage später, am 3. September, kommt es zur schrecklichen Eskalation der Ereignisse. Beim Abtransport von Leichen aus dem Gelände gelingt einer größeren Gruppe von Geiseln die Flucht, dadurch ausgelöst kommt es zu Feuergefechten. Daraus entwickelt sich dann eine schlecht koordinierte Befreiungsaktion, in deren Folge mehr als 700 Menschen verletzt und nach offiziellen Angaben 338 Menschen (die genaue Zahl bleibt umstritten, liegt wohl eher noch höher) getötet werden, unter ihnen mehr als 200 Kinder. Die Identität der Geiselnehmer bleibt durch eine Des-

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